Massaker Mal im siebenten Kreis der Hölle (5)

7 Comments

Was bisher geschah:
Horrorfilm an Horrorfilm haben ihre Spuren hinterlassen. Inzwischen kann ich kaum noch zwischen den einzelnen blutigen Szenen unterscheiden. Blut läuft in Blut über, Zombies reihen sich in endlose Reihen auf und psychopathische Massenmörder verschwimmen ineinander.

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Der Tag ist inzwischen in die Nacht übergegangen und ich habe in den letzten unzähligen Stunden mehr Horrorfilme gesehen, als in den letzten acht Jahren. Bis auf wenige Ausnahmen, scheine ich inzwischen immun gegenüber dem Grauen zu sein. Und gerade als ich denke, dass mir der Horrorfilm an und für sich kaum etwas anhaben kann, legt einer meiner Peiniger den vermeintlichen Höhepunkt meiner Gefangenschaft ein.


Rob Zombies Haus der 1000 Leichen übertrifft alles gruselige, was ich zuvor gesehen habe, wird aber durch den morbiden Humor dermaßen relativiert, dass ich aus dem Feiern nicht mehr rauskomme.

Die Geschichte von vier Jugendlichen, die mitten im Nichts auf eine Freakshow treffen und dort kräftig aufgemischt werden, klingt erstmal eher semi-spannend. Rob Zombie hat aber aus dieser Geschichte und dem Rumgesplatter ganz großes Kino geschaffen. Selbst aus dem Nichthorrorfilmgesichtspunkt liegt hier ein super Film vor.

Story: ★★★½☆
Effekte: ★★★★☆
Boshaftigkeit des Bösewichts: ★★★★☆
Kopf hinter Kissen versteckt: 7

Die Angst holt mich endgültig ein, als mir erlaubt wird das Badezimmer aufzusuchen. Das Fenster zur Straße ist auf und ich bin mir sicher auf der anderen Straßenseite Captain Spaulding in seinem furchterregenden Clownskostüm zu sehen, der mich zu ihm rüberwinkt.

Ich kreische laut auf, stecke das beste Stück (ohne abzuschütteln) notdürftig wieder ein und renne zurück in das Horrorzimmer, um mich hinter meinem Kissen zu verstecken, der inzwischen den ekelerregenden Duft von verschüttetem Jever und Hund angenommen hat.

Als die Sonne wieder aufgeht, regt sich der Haufen um mich herum. Die kurze Nacht wurde ständig vom schnarchenden Getöse meiner Horrorcompadres unterbrochen und bevor ich mich entschließe zu flüchten, warte ich neugierig auf den angekündigten letzten Film, der mit Horror ungefähr soviel zu tun hat, wie Renée Zellweger mit Sexappeal.

Planet Terror wurde von mir bisher immer stiefmütterlich behandelt. Ich nahm mir fest vor, irgendwann, wenn absolut nichts in der Videothek ausleihwürdig wäre, auf den Film zurückzugreifen. Und selbst dann müsste ich vollkommen ausgezerrt sein. Sowohl Tarantino als auch Rodriguez haben, meiner Meinung nach, ihre beste Zeit hinter sich und die eine Hälfte des Grindhouse-Dings bestätigte meine Meinung. Von Horror keine Spur, wenn man von Tarantinos zerfließenden Hoden einmal absah, die ringsherum lautes “Ooooouuuuuhhhh!!!” hervorrief.

Story: ★☆☆☆☆
Effekte: ★★★½☆
Boshaftigkeit des Bösewichts: ★½☆☆☆
Kopf hinter Kissen versteckt: 0

Man soll tatsächlich dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Und als meine Peiniger sich gemeinschaftlich um das letzte Jever stritten, packte mich der Mut und ich meine sieben Sachen. Ich verschwand durch ein offenes Fenster und rannte gefühlte Stunden, bis ich auf erste Spuren von Zivilisation traf.

Einem Taxifahrer im Clownskostüm…

Happy Halloween, ihr Gruselmäuse!

Ich möchte mich nochmals bei Grusel-Uli, Auch-noch-da-Stephan, Densel, JUNI-IST-EM-PRAUSE Fobbi und Atomic Danny bedanken. Ich bin mir sicher, dass mir dieser 24-Stunden-Horrorfilmmarathon ein kleines bisschen Männlichkeit zurückgegeben hat. Ich würde mich sogar ein kleines bisschen freuen, wenn ich nächstes Jahr, bei eurem 15. Halloween Marathon, dabei sein darf.

In : Features, Thema

About the author

Bei den Filmfreunden bloggt Malcolm über die wunderbare Welt der seichten Unterhaltung. Auf eye said it before bloggt der freundlichste Filmfreund (Nilz N Burger) über Flausch, Werbung und WTF. Wenn er gerade nicht bloggt, arbeitet Malcolm freiberuflich als Digital Creative, wo er das Internet zu einem schöneren Ort macht. Nichts zu danken.

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7 Comments

  1. Stephan

    Moin! Na klar biste dabei – nach so einem Bericht! :)) Vielen Dank für dieses Special, denn man vergisst ja so vieles wieder… Grüße aus Münster, Stephan

  2. Jay

    Ohje, “Planet Terror” hab ich mir auch neulich mit wenig Erwartung angeguckt. Währen die beiden Grindhouse-Filme zusammen geblieben, wär es ja noch ganz witzig gewesen aber so…. Witzig geschrieben aber der Marathon.

  3. Björn

    Filmmarathons mit guten Kumpels, was gibts schöneres?

    Haus der 1000 Leichen find ich auch ziemlich geil. Teilweise schön verstörend.

  4. Ericson69

    genialer Bericht!
    Echt witzig und bei einigen Filmen sehr informativ!

  5. FObbi

    hallo? ich war dabei…aber wer ist im juni ist em prause??????

  6. Mal Sehen

    Ich habe keine Ahnung! Stand in einer der unzähligen Mails und da dachte ich, dass du…

  7. Densel

    Na der Prause eben….

    Ich würde gerne Brainsel heißen!

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


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    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14