Max Payne

46 Comments

“I don’t believe in Heaven. I believe in Pain. I believe in Fear. I believe in Death.”

Originaltitel: Max Payne
Herstellungsland: USA 2008
Regie: John Moore
Darsteller: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Beau Bridges, Ludacris, Chris O’Donnell

★½☆☆☆

Payns Maxe hat’s nicht leicht. Frau und Kind wurden vor Monaten getötet, seitdem darf er als Bulle nur noch den Aktenschubser bei den Cold Cases machen. Er ist allgemein eher übellaunig, schmollt viel, macht seinem Ex-Partner Vorwürfe und versucht immer noch auf eigene Faust den Mörder seiner Familie zu finden.
Dabei stolpert er in eine Mordserie und schafft es nach und nach sowohl Drogen-Mob, wie auch Polizei und Freunde gegen sich zu wenden.
Doch Max gibt nicht auf, denn er findet Hinweise, das der Mord an seiner Frau mit der neuen Droge Valkyr in Verbindung steht…

Das erste was auffällt, wenn man sich die neueste Game-Verfilmung anschaut ist, wie wenig Action in diesem Film vorkommt, dem immerhin ein damals innovatives Ballerspiel zu Grunde liegt. Max Payne als behäbig zu bezeichnen, ist noch freundlich ausgedrückt. Dieser Film der in seiner Optik ein wenig unentschlossen zwischen Sin City, David Finchers Oma und Cut-Szenes Stand 1998 herumlaviert, ist über weite Strecken so langsam, das selbst klassische Noir-Filme der 30er dagegen adrenalintreibend und hektisch wirken.

Die Bilder sind in ihrem Design ausgesprochen wechselhaft. Eingefroren als stilistisierte Tableaus wirken einige Szenen wie kaum animierte Panels eines durchaus ansehnlichen Comics, andere Szenen sind hingegen wieder völlig ungestyled und sehen aus wie Digicam der SOKO Pumpernickel im Offenen Kanal Huerth Kalscheuren. Geschnitten wird wahllos ohne Gespür für Timing und Grundstimmung. Mal wird ein aufwendiger Locationshot nur Sekunden gezeigt, mal flashen in Schlägereien rote Blitzbilder – ohne das dieses Motiv je wieder aufgegriffen wird. Sinn und Konzept können, bis darauf das es hilflose Zitate der Vorlage sind, nicht erkannt werden.

*SPOILER voraus*

Doch fast noch schlimmer als die unentschlossene Optik, die ja zumindest hie und da mal ein nettes Standbild bietet, ist die zähe Story, sie sich in der Geschwindigkeit unterkühlter Melasse bewegt.

Max Payne ist, im Gegensatz zum Spiel, kein wirklich fesselnder Charakter. Er ist ein Langweiler und ein ziemlich dummer noch dazu. Das Publikum ist ihm stets eine halbe Stunde voraus, was die “überraschenden” Wendungen angeht. Selbst ohne Vorkenntnisse dürfte nur der Unbedarfteste nicht beim ersten Auftritt von Beau Bridges ahnen, dass er der Böse Wutz vom Dienst ist. Zu plump, zu linkisch wird er hier als “väterlicher Freund” aufgebaut, zu ungeschickt werden mit der groben Kelle die Hinweise auf die wahren Zusammenhänge gestreut.

Selbst wer nur mit halbem Auge zuschaut, dürfte die Story nachvollziehen können, doch trotzdem kapiert unser Held nichts und braucht ewig um dem Rätsel auf die Spur zu kommen, wo jeder YPS-Junior-Detektiv den Fall schon abgeschlossen und Feierabend gemacht hätte.

So halbgar die Dramaturgie, so unterfordert bleiben die Darsteller. Wahlberg – der mit dem grauenhaften The Happening dies Jahr schon einmal Schrott ablieferte – kommt tatsächlich mit einem einzigen Gesichtsausdruck (grimmiges Schmollen) durch den gesamten Film, was weniger ist als in einem durchschnittlichen Van Damme-Vehikel.

Ludacris und Beau Bridges geben sich Mühe, werden aber vom Drehbuch genauso sträflich vernachlässigt wie Mila Kunis, die als Mona immer mal wieder für lange Strecken komplett aus der Handlung fällt. Donal Logue als Mäxchens Ex-Partner Alex ist im Endeffekt nur Kanonenfutter.

Die dünne Story, die Absehbarkeit, die bis an die Lächerlichkeit doofen Klischeecharaktere (wie der Tätowier-Proll der zufällig grade ein Buch über Mythologie neben der Kasse liegen hat, mit dem er erklärt was Walküren sind), das alles wäre in einem doofen Actionfilm vielleicht sogar noch erträglich.

Doch Max Payne bietet kaum Action. Er schwurbelt lange herum, versucht halbherzig die drogeninduzierte Herkunft der Valkyrie-Monster zu einer Plot-Enthüllung zu machen, verliert aber auch daran schnell das Interesse. Der Zuschauer weiß immer schon lange vor den Figuren was passiert und sitzt letztlich nur seine Zeit ab und durchlebt mit Max zum umzigsten Male die fade verkitschte Rückblende in der er durch sein sonnengelb durchflutetes Haus tapert um seine tote Familie zu entdecken. Und nochmal. Und nochmal.

Max Payne plätschert. Von seiner Anfangsszene, die das rückblendende Voice-Over auslöst, bis zu dessen offenkundiger Auflösung, es bleibt erschreckend unspektakulär. Die wenigen Momente in denen es actionmässig tatsächlich zur Sache geht, gefrieren beinah in Zeitlupen und nehmen sich dadurch jede Power. Der Film dürfte der erste seiner Art sein, bei dem man in einer Bullet-Time-Sequenz das Gefühl hat zwischendurch rausgehen zu können und sich nen Kaffee zu holen und rechtzeitig wieder da zu sein, ehe die Sequenz zu Ende ist. Das wirklich jede Szene zudem extrem zurückhaltend und blutleer, passend für ein kinderfreundliches PG-13 Rating inszeniert ist, tut sein übriges, diesem zahnlosen Actiontiger jeden Biss zu nehmen.

Es ist nur folgerichtig, dass auch das Finale – oder das was man anstatt eines solchen zeigt – absolut antiklimatisch ausfällt. Payne betritt das Gebäude, erlebt fast keine Gegenwehr. Hat eine Drogenhalluzination, wird von Mona gerettet, geht aufs Dach auf dem sich Beau Bridges widerstandslos erschiessen lässt. That’s it. Jeder Gamer wäre wohl von einem finalen Level mit einem derartigen Pilla-Palle-Levelboss mehr als enttäuscht.

Game-Verfilmungen waren bisher noch nie wirklich gut. Zwar gab es trashige Funmovies wie D.O.A. oder die quietschbunten und doofen Mortal Kombat-Filme. Passable unterhaltsame, wie die Resident Evil-Filme oder Silent Hill, die Blockbuster-Versuche wie Lara Croft und natürlich Uwe Bolls Oeuvre. Max Payne dürfte jedoch die erste Verfilmung eines actionlastigen Spiels sein, das weniger Action hat als eine spielbare Demo und langweiliger ist als der letztjährige Hitman. Die derzeit 18% Freshrate bei Rotten Tomatoes hat sich der Film mehr als verdient.

Wer Max in guter Erinnerung behalten möchte, der spart sich dieses öde Vehikel und wartet bis endlich der dritte Teil des Spiels herauskommt.

Oder macht hier den Payne-Test, der ist immerhin noch etwas lustiger als der Film.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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46 Comments

  1. benni

    ich finds ja echt schade, dass die reviews überall so schlecht ausfallen, fand die trailer echt immer in ordnung.. schade.
    ich werd ihn mir trotzdem ansehen. habe das review jetzt auch nur bis zum spoiler und am ende gelesen… marky, mark..

  2. Injecter

    verdammt!
    is mona wenigstens heiß?

  3. tobi

    So, ich hab’ mir den Review nicht durchgelesen (nur erste Zeilen bis Spoiler und den letzten Absatz) – einfach weil ich mir den Film selber ansehen will und die Spannung (sofern es eine gibt) nicht verderben will.
    Eines muss ich nur dazugeben: Max Payne 3 ist unwahrscheinlich, wird wahrscheinlich nicht kommen und wenn, dann ziemlich enttäuschend. Eher dann noch “Alan Wake” vom gleichen Team.

  4. Marcel

    das traurige ist eigentlich, dass beide spiele wahrscheinlich die beste basis für eine verfilmung bisher geboten haben. wirklich schade.

  5. Rocksteady

    Ein niederschmetterndes Review, aber sowas hatte ich schon befürchtet. Schade, da hätte was draus werden können.

  6. Andreas Port

    Haaa!…
    Das sind wir mal einer Meinung,
    Ich konnte einfach nicht glauben, wie man den Film so versauen konnte. Und bei mir war die magere Action noch einer der kleineren Kritikpunkte.
    MFG Andreas

  7. mumie99

    Klasse Review. Ich sehe das aber alles nicht so ernst. Mir gefiel der Film gut.
    Ich hab mir hier auch mal ein paar Gedanken zu dem Streifen gemacht!

  8. Zetterberg

    Ja, okay! Ich gebe es zu, ich war einer von denen, die dran geglaubt haben. Machen wir es kurz: Batzman hat leider recht… warten auf Max Payne 3.

    Ich habe erstmal die Schnauze voll von peinlichen Comicverfilmungen jeglicher Art. *Greif-in-die-DVD-Sammlung* Ahhh…. Mr. Smith goes to Washington…. wie ich dich vermisst habe, echtes Kino!

  9. Ranor

    Es heißt “Mortal Kombat”, nicht Combat.

  10. Andreas Port

    Im Englisch ist es Combat…

  11. mumie99

    Nein es heißt immer Mortal Kombat! Auch wenn das wirklich egal ist…

  12. Ranor

    Das “K” ist schon wichtig, schließlich ist es eines der Erkennungszeichen der Reihe…

  13. David

    “auf dem sich Beau Bridges widerstandslos erschiessen lässt. That’s it.”
    Ohoh, da ist wohl jemand nicht beim Abspann sitzen geblieben und hat sich das tolle, “wahre” Ende angesehen ;-)

    Ich fand den Film gut, kann allerdings auch keine Vergleiche zum Spiel ziehen.

    “Ludacris und Beau Bridges geben sich Mühe, werden aber vom Drehbuch genauso sträflich vernachlässigt[...]” Willst Du damit sagen, Ludacris könnte schauspielern, wenn man ihn ließe?
    Und kein Wort zu Nelly Furtado, Chris O’Donnel oder gar Amaury Nolasco??? Und Olga Kurylenko?

    Klar ist der Film nicht herausragend, aber ich habe genau das gesehen, was ich erwartet habe. Enttäuscht werden kann man von dem Film nicht, denn bei einer Videospielverfilmung und den Darstellern soltle wirklich jeder genau wissen, was ihn zu erwarten hat.

  14. Mad din

    Der unsäglich langweiligste Film seit E-V-E-R! Constantine für Arme (und den fand ich schon schlimm). In 90 Minuten nicht eine einzige “Goooil ej”-Szene. Und yo Batz, hättest Du mal bis nach dem Abspann abgewartet (ich weiss, ich wollte eigentlich auch so schnell wie möglich raus und einfach vergessen), dann hättest Du gesehen, dass der Film zu seiner Belanglosigkeit auch noch ein unglaublich billiges 0815-Ende hat. Wenn der olle Max einfach so über den Haufen geballert worden wäre und Schluss hätte das ja schon fast was Cooles. Aber dem wurde natürlich auch vorgesorgt.
    Hoffentlich wird das Remake besser.

  15. Batzman

    @David

    ich kenne die After Credit Sequenz – aber die war mir in ihrer auf Fortsetzung schielenden Banalität nichtmal die Erwähnung wert.

    Und zu den anderen Hanseln: Das einzige was man über sie sagen kann ist: Sie waren dabei und standen nicht im Weg rum, wenn der Dolly gerollt wurde.

    Fucking Chris O’Donnel ich dachte der wäre schon tot.

  16. Mr_Noyes

    @13: Du schreibst:
    < Enttäuscht werden kann man von dem Film nicht, denn bei
    < einer Videospielverfilmung […} soltle wirklich jeder genau
    < wissen, was ihn zu erwarten hat.

    Hierzu sage ich ganz klar: Niemals! Ja, die ganzen hochbezahlten Cracknutten in Hollywood und sonstwo haben bisher mit unheimlicher Routine Videospielverfilmungen zu einem vergoldeten Stück Unflat gespickt mit Diamanten verarbeitet, die meistens nicht einmal den Tequila-Charme eines 80er Jahre Sci-Fi Trashfilmes haben – aber trotzdem werde ich mich damit abfinden und sagen: “Videospielverfilmungen werden ja eh nix.” Das würde bedeuten, sich mit der Unfähigkeit dieser unverschämten Canaille abzufinden – never! Ich werde nach wie vor bei jedem Misthaufen, den diese Leute auf die Leinwand bringen, hochgehen wie ein HB Männchen, um immer wieder zu lauthals zu sagen: Ihr seid Scheisse, Ihr könnt aus gar nichts was vernünftiges machen und habt euer Geld nicht verdient.

  17. tr33

    Hätte vieleicht doch der Dr. Boll verfilmen sollen, dann gäb’s wenigstens Action. Und Ralf Möller als Max Payne!

  18. Marcel (der andere)

    Hmm. Schade. Ich hab mich wirklich auf diese Verfilmung gefreut, werde dann aber stattdessen “Postal” gucken. Postal ist wenigstens absichtlich schlecht.

    Oder halt Silent Hill, die meiner Meinung nach beste Game-Verfilmung ever.

    Boll kann man übrigens unterbieten, indem man sich Mario Bros anguckt ;)

  19. MasteRehm

    “Max Payne ist, im Gegensatz zum Spiel, kein wirklich fesselnder Charakter. Er ist ein Langweiler und ein ziemlich dummer noch dazu”
    Volle Zustimmung.
    Der Film ist so langweilig. Und die Bullet-Time, welche ja beim Spiel etwas neues war, kam überhaupt nicht zum Einsatz (abgesehen von dieser einen Szene mit der Pumpgun).
    Max Payne enttäuscht auf der ganzen Spur und hat mit dem Spiel, bis auf ein paar Namen, nichts gemeinsam.

  20. tr33

    “Boll kann man übrigens unterbieten, indem man sich Mario Bros anguckt ;)”

    Danke, den hatte ich erfolgreich verdrängt. Roxette als Soundtrack geht ja gar net.

  21. Rocksteady

    Läßt sich das eigentlich irgendwie wissentschaftlich erklären, warum Videospielstoffe in Filmform so regelmäßig an die Wand gefahren werden?
    Ich bin kein Regisseur oder Drehbuchautor, aber gerade wenn man so ein Stück (zumindest) athmosphärisch dichter Geschichte wie bei “Max Payne” zur Vorlage hat, müßte sich das ganze doch wie “Malen nach Zahlen” gestalten, oder? Noch dazu wo sich die MP-Spiele ja schon an einer cineastischen Erzählweise orientieren.
    Okay, ich kann mir vorstellen das einige Dinge, die auf dem Papier gut aussehen im Film nicht so gut funktionieren. Ich denke da zum Beispiel an den Teil in Max Payne I in dem man von Vlad engagiert wird diesen Waffenhändler aus dem Weg zu räumen.
    Oder denkt man in Hollywood vielleicht: Das Spiel ist ja schon so, das möchte der Zuschauer nicht nochmal auf der Leinwand sehen?
    Die Hintergründe solcher Entscheidungen würden mich wirklich mal interessieren.

  22. Matze

    Grottig indeed…

    Aber “Und Ralf Möller als Max Payne!” just made my day :)

  23. marc

    …ist der schlechter als alone in the dark?!

    achja, chris O’donnel den habe ich letztens beim kaufland an der kasse gesehen.. also jetzt nicht davor, sonder dahinter…im ernst, hat der echt ne sprechrolle??

  24. hollywoodharry

    Schade. Naja ich mags erst glauben wenn ich den Film selber gesehen habe. 3D Realms ist schließlich ein Gütesiegel erster Klasse. Aber die können ja nicht auch noch Filme drehen.

  25. Director

    Ich hab den Film noch nicht gesehen aber mich überrascht die schlechte Kritik nicht. Mark Wahlberg ist so schon kein geborener Schauspieler und wenn man ihm dann auch noch die falsche Rolle gibt… :(

  26. DezorianGuy

    Habe bisher nur alle Games gezockt. Den Film werd ich mir ansehen, um mit diesen Gerüchten rund um Hexenwerk und Höllenkram aufzuräumen, seelisch, bei mir jetzt.
    Nahezu jeder meint der Film sei mies, ich glaube, dass er zumindest etwas Gutes haben muss. Es muss…

  27. powl

    wow, wie schlecht war das denn? 1 1/2 Sterne sind mehr als gerechtfertigt!

    Ich war von dem Film höllisch enttäuscht.
    Muss Rocksteady rechtgeben, wer das Spiel kennt wird entsprechend noch herber enttäuscht werden. Wie Ich zum Beispiel. Ich habe das Spiel geliebt, die Erzählweise war genial, Film Noir vom Feinsten, mit einem Charakter der von der Coolness her an einen John Mclane rankommt. Die Story war zwar auch im Spiel nicht gerade das Berauschendste, aber die Inszenierung und die kleinen Details haben das ganze doch verdammt spannend gemacht. Und Max Payne – Im Spiel hatte der Mann eine richtige Badass Fresse, den bösen Blick immer drauf haben genau wie das perfekte hämische Grinsen. Das Erzähltempo der Geschichte im Spiel wurde durch die interessanten Monologe von Payne in Off Sprecher Manier ganz in Tradition eines Film Noir, spannend vorangetrieben. Auf harte, “Payne” Art holt er sich die Informationen von seinen Kontrahenten und kommt somit der Lösung immer ein Stückchen näher. Payne hat in jeder gefährlichen Lage einen coolen, sarkastischen Spruch drauf. (das Element mit dem Comic Strip, der running gag des baseballbat jungen, die Verhör Szene, Fans des Spiels werden wissen was ich meine)
    All das wurde im Film weggelassen. Dazu wurden elementare Teile des Spiels weggelassen oder drastisch geändert. Es ist verständlich dass bei Adaptionen die story der Spelfilmlänge angepasst werden muss, im Falle von Max Payne wurde in dieser Hinsicht alles falsch gemacht was nur falsch gemacht werden konnte.
    Das Spiel war eigentlich die perfekte Vorgabe und trotzdem wurde so vieles ignoriert. Wichtige CHaraktere des Spiels wurden in den Film gequetscht einfach nur um sie irgendwie drin zu haben, ohne das sie merkbar wichtig oder unverzichtbar wären. Blass und oberflächlich wirken eigentlich alle in diesem Streifen.
    Während im Spiel Max Payne’s Charakter durch die Off Sprecher Monologe Tiefe verliehen wird, weil er da neben seinen sarkastischem und schwarzem Humor auch seine Ängste und Zweifel passend zum Ausdruck bringt, läuft der Film Max Payne wie Batzman schon richtig erkannt hat bloß wortlos durch die Gegend ohne eine Miene zu verziehen. Vielleicht sollte hier das Bild eines wortkargen harten Kerls vermittelt werden, aber in dem Fall leider auch ein massives: Fail!
    Ausserdem…Mark Wahlberg als Max Payne? Also bitte, schlimm genug dass er viel zu bubihaft für diese Rolle ist, die Vorlage hat ein schmerzdurchzogenes, hartes, raues Gesicht mit Zügen an denen man sehen kann, dass er Schlimmes durchmachen musste. Mark wahlberg läuft bloß mit gesenktem Kopf und einer hochgezogenen Augenbraue durch den Film.
    Stellenweise hatte der Film zwar schöne und imposante Bilder die auch zur Vorlage passen, aber wie Batzman schon erkannt hat, geraten diese dank entsprechend schlechter Inszenierung schnell in Vergessenheit.

    Auch das, was das Spiel damals so besonders gemacht hat, wurde hier schlecht inszeniert und falsch eingesetzt, nämlich die Bullet Time. Ich hatte ja ursprünglich die Befürchtung dass bei diesem Film zu sehr darauf gesetzt wird und das man von diesen Szenen zu viel zu sehen bekommt, was man bei Matrix und co. schon zigmal gesehen hat. Aber nein, sparsam wird damit umgegangen, und auch wenn mir die Art und Weise der Umsetzung der Bullet Time sogar ansatzweise gefallen hat (Diese ultralangsame Zeitlupe gibt meiner Meinung nach optisch schon was her), so wurde sie hier doch zu falschen Zeitpunkten eingesetzt. Anstatt spektakuläre Schiessereien mit diesem Stilmittel in Szene zu setzen, sieht man *Achtung Spoiler ahead* die Bullet Szenen nämlich nur dreimal in dem Film, das erste mal wo sich der Junkie von der Husfassade stürzen will, man sieht Payne wie er in ultrazeitlupe losrennt, nur damit der Zuschauer sieht wie der Junkie von Walkür Dämonen rausgezogen wird. Irgendwie finde ich war das an dieser Stelle unnötig Bullet Time einzusetzen. Beim zweiten mal hat es mehr SInn gemacht, allerdings kam es hier echt etwas sehr lang gezogen vor, und das für einen Schusswechsel der an sich durch nichts besonderes heraussticht. Die letzte Szene war ganz nett mit dem “Endboss”, leider war der Rest der Inszenierung und der langatmige Weg zu dieser Stelle schon so anstrengend, dass auch hier der Bullet Time Effekt einfach an Wirkung verliert.

    In meinen Augen war der Film leider ein anz großer Griff ins Klo. Schade, denn eigentlich hatte ich das Spiel schon perfekt als Film umgesetzt in meinemKopf abspielen sehen. Da wird schon die perfekte Vorlage geliefert und die vergeigen es in ganz großem Stil. Ähnlich war es auch bei Hitman, aber hier hat sich Hollywood mal wieder selbst untertroffen.

  28. Modelverhunzer

    Das Beste vorweg: sie haben den Look des Spiels wirklich gut umgesetzt.
    Das macht es allerdings umso tragischer, dass sie den kompletten Rest so unheimlich vergeigt haben. Ich bin mit niedrigen Erwartungen rein gegangen und bin trotzdem unheimlich enttäuscht worden. Das muss man erstmal hinbekommen.
    Die haben tatsächlich aus einem stylischen Action-Spiel mit einer (für das Genre) richtig guten Story sowie viel Gefühl für Timing und Stil ein einziges, großes Gähn-Fest gemacht. Da fällt die peinliche deutsche Synchro kaum ins Gewicht. Der Film sollte allen Verantwortlichen ausgesprochen peinlich sein. So viel Potential, so übel in den Schnee gesetzt.

    Schade eigentlich, dass jetzt niemand mehr einen RICHTIGEN Film aus dem Stoff machen kann.

    Epic fail. Ich hätte gern 8 Euro und 100 Minuten meines Lebens zurück.

  29. Alex

    Ich war gestern mit zwei Freunden im Kino. Nach ca. 50 Minuten sind wir aus dem Kino gegangen – dabei muss ich sagen ich selber bin Cineast und ziehen jeden Film den ich anfange bis zum Ende durch – bei Max Payne habe ich es nicht geschaft – der Film war einfach nur schlecht und hat nicht das Gehalten was die Trailer versprochen haben. Was das ganzen mit den Max Payne games zu tun haben soll – überlege ich immer noch. – Ich selber habe das 2. Spiel damals durchgespielt und fand es echt super – aber der Film? Was sollte das gewesen sein – nach 20 Minuten war uns schon voll langweilig – ausser das die Szenen super aussehen waren sie schlecht geschnitten und es kam so keine richtige Atmosphäre hoch – sehr entäuschend.

  30. limonchiki

    Wow, langweiliger als Hitman? Das geht? Beeindruckend. Allein deshalb müsste man sich ihn anschauen.

    Schade, dass irgendwie alle guten Games so verhunzt werden..

  31. xyz

    Ich bin mit meinem Bruder zusammen ins Kino gegangen. Die Spiele haben wir geliebt, aus dem Kino kamen wir recht ernüchtert.
    Traurig. Man hätte so viel mehr aus dem Stoff machen können. Wobei schon ein minimal geeigneterer Schauspieler wohl viel herausgerissen hätte…

    Leider war ich entgegen meiner Gewohnheit dieses Mal nicht derjenige, der bis zum Ende der Credits ausharrt – könnte mir bitte jemand der es geschafft hat kurz diese letzte Szene beschreiben? Im Netz scheine ich sie nirgends zu finden und dafür nochmal in den Film zu gehen will ich mir nicht antun ;)

  32. sohnvomgastwirt

    Es gibt spannende, interessante und fesselnde Filme und… es gibt Max Payne! Alter was ne Qual. So ein lahmer Streifen aber echt…

  33. Ralf

    hat jemand ne ahnung wann sin city 2 rauskommt? bei youtube gibts schon einige faketrailer. teilweise richtig gute…

  34. edgar

    Also ich fand den Film gut, endlich mal ne normalschnelle Verfilmung und nicht so eine Parkinsonkameraführung wie in Bourne und Quantum Trost, bei der man nurnoch Kopfweh bekommt.

  35. Nico

    Und du machst die Qualität eines Films nur an der Kameraführung fest?

    Ich fand ihn ebenfalls legitim. Womit ich sagen will: Recht mäßig.

    Der einzige Seitenhieb, der mir ins Auge gesprungen ist, war, dass das Self-Storage-Container-Gelände eine Leuchtreklame hatte, die es als Unternehmen irgendeines Charakters aus dem Spiel, der es nicht in die Verfilmung geschafft hat, ausweist. Und da ich mich nicht einmal mehr dran erinnern kann, wer das war, war es wohl so unspektakulär, dass es mich nicht einmal zu einem Lächeln hingerissen hat.

    Dem Film fehlt quasi alles, was den Reiz des Spiels ausgemacht hat – bis auf die Optik mit den harten Kontrasten, dem leichten Grün- bis Blaustich und den grellen Mündungsfeuern (wenn denn überhaupt mal welche zu sehen waren).

    Dazu keine sonderlich stringente Story, quasi nicht vorhandene Action (und selbst da fällt es mir schwer, mich an die Szenen zu erinnern, obwohl man sie wirklich an einer Hand abzählen kann) und eine Charakterkonstellation, die nicht typischer Hollywood sein könnte. Ich habe mich wirklich gelangweilt.

    kino.de schreibt übrigens:

    Der düstere Videospiel-Hit mündet in einem ebensolchen Thriller, bei dem John H. Moore (“Das Omen”) für stilvolle Film-Noir-Kulissen, bleihaltige Action und alptraumhafte Atmosphäre sorgt. Mark Wahlberg (“The Departed”) als Punisher und neuartige Effekte lassen es ordentlich krachen.

    Bleihaltige Action? Neuartige Effekte?

    Ich habe mich im Prinzip irgendwann nur noch auf eine Szene gefreut: Die aus dem Trailer, in der etwas Schnee auf der Pistole liegt und sie in Zeitlupe abgeschossen wird, der Schnee durch seine Trägheit noch etwas liegen bleibt, während der Schlitten darunter wegspringt… Das konnte, so dachte ich, nur eine geile Szene werden, denn so ein schönes Bild lässt man nicht alleine stehen, sondern baut eine grandiose Actionszene darum auf, deren Höhepunkt dann diese Bullet Time ist.
    Hab ich was verpasst oder ist die in der endgültigen Version weggefallen? Dort dreht sich nur die Kamera um die Pistole und das Abschießen selbiger sieht man in einer Perspektive frontal auf Max. Dazu diese unglaublich unspektakuläre Dach-Erschießungs-Szene..

    Meine Fresse. I’m not amused.

  36. Zuschauer

    meine Film-Kritik:

    * der Film hat keinen Vorspann – er fängt einfach an, man wird also nicht erstmal mit Musik und Co. in Stimmung gebracht sondern einfach reingeschmissen. Dafür gibts einen aufwändigen Nachspann: wozu? Schnittfehler?

    * Fehlbesetzungen: Max Wahlberg ist gut in BoogieNights aber als Max ist er zu blass, zu wenig abgründig. Die Mona Sax ist zuwenig Biest, zuwenig sexy, zuwenig glaubwürdig als Profikillerin, kann mich nur an 1, 2 Szenen erinnern wo sie geschossen hat…

    * Syncho: blutleere Stimmen: Max – fad und emotionslos = Problem bei einem der “an den Schmerz glaubt”, Mona – unsexy, Beau Bridges: ist zwar “seine” Syncho-Stimme, ist aber nicht klischeehaft genug.

    * Musik: quasi nicht vorhanden = schwach; die Musik aus dem Trailer kommt entweder nicht vor oder ist zu unauffällig eingesetzt.

    * Fehler: es soll alles im Winter spielen, man sieht aber NIE den Dampf vom warmen Atem. showdown auf dem Dach: Szene mit der verschneiten Pistole aus dem Trailer kommt im Film nur verstümmelt vor(obwohls im Trailer cool aussieht wobei: es schneit nicht genug, als dass wie Waffe binnen Sekunden schneebedeckt gewesen wäre…

    * Kamera: teilweise stümperhaft unscharf, oft belanglos = kein Stilmittel

    * Licht: der einzeige Lichtblich – vielen Szenen sind schön beuchtet und somit stimmungsvoll… das wars dann aber auch schon wieder.

    * Unstimmigkeiten: die anderen Cops machen Max für den Tod seines Kumpels verantwortlich; es kommt nicht raus wieso.

    * Spannungsbogen: nicht vorhanden. nicht nur weil man das Spiel kennt, sondern weil das Rausfinden der zusammenhänge irgendwo “Nebenher” passiert und es kein großes “Wau, DER ist der Stinker? hätt ich nicht gedacht!” gibt. Lösung der Kernfrage ist nicht wie beim Spiel eine Art Rästelrally sondern er prügelt es einfach aus Chris O´Donnel heraus, dauert 2 Minuten. super Spannungsbogen. :-(

    * max und Mona: da prickelt nix.

    * Cameo von Nelly Furtado: entbehrlich weil nicht Teil der Handlung..

    * Wetter: es liegt Schnee, schneit aber nie richtig und es gibt keine Wolken beim Ausatmen, mitunter regnet es sogar – aber auch das sieht nicht gut aus..

    * Handlungselemente wie die Mafiosi die sich auf seine Seite schlagen um mit ihm andere Gauner = Konkurrenten zu beseitigen fehlen völlig (Vlad, Vinnie Gognitti). Stilmittel wie “innere Stimme sagt: noch nicht aufgeben” oder der Drogenrausch werden wirkungslos verballert.

    * BulletTime: falsch umgesetzt, Visuell nicht wirksam, kann im Film nicht so rüberkommen wie im Spiel, besser weglassen.

    * böses Omen: am Ende aller Nachspänne kommt ein Hinweis auf Teil 2…. na mal sehen ob der auch wieder so vergeigt wird…

  37. Zuschauer

    Nachtrag: Ich denke Michael Madsen (minus 15kg Gewicht) wäre eine recht gute Besetzung für die Rolle des Max Payne gewesen…

    Google-Bildersuche lieferte mir u.a. diese Bilder:
    http://www.boysrepublic.org/img/photo/Michael_Madsen.jpg
    http://i150.photobucket.com/albums/s117/Leonidas73/Michael-Madsen—Reservoir-Dogs–C1.jpg

    … aber wie ich bei dieser Gelegenheit so sehe, hatten sich das zuvor schon andere auch gedacht…schade dass er nicht konnte oder nicht wollte…

  38. Max Payne - iGuts

    [...] auf Lager: Auch ohne Herrn Boll kann man gute Computerspiele in schlechte Filme konvertieren. Die Fünf Filmfreunde sind da auch nicht anderer [...]

  39. vojtech

    Mark Wahlberg gehort zu dem besten schauspielern uberhaupt

  40. Dennis

    Ich bin Fan der ersten Stunde des Spiels- und kann nur sagen, dass es sich bei Max Payne um die beste Spieleverfilmung handelt, die ich bisher erleben durfte.

    Das Spiel wurde im Film zu ca. 90% umgesetzt. Man hat einige Komponenten für die Verfilmung anders dargestellt, aber der wichtigste Punkt- und das sollte jedem alteingesessenen Max Payne Fan aufgefallen sein ist, dass die Atmosphäre stimmig rübergebracht wurde. Da hatte ich noch meine größten Sorgen mit.

    Ich fand es sogar positiv, dass der Film nicht auf eine stupide Ballerorgie reduziert wurde. Nachdem Filme wie Hitman, Far Cry, Alone in the Dark oder Bloodrayne rausgehauen worden sind, ist Max Payne reines Gold für das Spielerherz.

    Uwe Boll hätte Max Payne wohl in einem verregnetem Hannover gedreht und Jason Statham in die Hauptrolle gesteckt.. DAS wäre ‘ne Fehlbesetzung.

  41. WeißesKaninchen

    *schnaaaaarch* *aufschreck*
    Film schon vorbei?!
    Hitman war ja noch lustig, aber da waren wir mit vier Leuten wirklich nie am Zweifeln, was in der nächsten Szene passiert und wie’ s ausgeht.

  42. Andy

    Ich bin ja so enttäuscht!

    Da hat man endlich mal ein Computerspiel, bei dem man eigentlich nur die Comic-Cutscenes mit ein bißchen matrixartigem Geballer zwischendrin 1:1 verfilmen müßte, um ein wirklich passables Endprodukt zu erhalten…
    …stattdessen liefert man uns ein lahmarschiges Pseudo-Mystery-Dingens ab.

    Wo ist der blutgetränke Weg über hunderte Leichen? Wo die widerlichen Alpträume Max Paynes, in denen er über die Nabelschnur seines verstorbenen Babys durch die Dunkelheit rennt?

    Wo die spektakulären Bullet Time Sequenzen der Vorlage?

    Zum Kotzen!

    Schande über die Macher dieses Films!

  43. TOPF

    lol war das nicht ne blutspur?
    naja ich hab ihn noch nicht gesehn,warte aufs dvd release weil der da uncut kommt.
    bis dann.

  44. Björn

    Hab den Film gerade gesehen und muss diesmal zugeben, dass ich Batzman diesmal zu 100% zustimme. Hätte nicht gedacht das man die grandiose Vorlage so vergeigen kann.

    “Eingefroren als stilistisierte Tableaus wirken einige Szenen wie kaum animierte Panels eines durchaus ansehnlichen Comics, andere Szenen sind hingegen wieder völlig ungestyled und sehen aus wie Digicam der SOKO Pumpernickel im Offenen Kanal Huerth Kalscheuren. Geschnitten wird wahllos ohne Gespür für Timing und Grundstimmung. Mal wird ein aufwendiger Locationshot nur Sekunden gezeigt, mal flashen in Schlägereien rote Blitzbilder – ohne das dieses Motiv je wieder aufgegriffen wird. ”

    Dieser Teil deines Reviews sagt alles aus was den Film zu einem Epic-Fail macht.

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    vividvivka:

    … Damn.
    I have no words.
    RIP kiddo. Hope you found some peace.

    08/12/14

  • photo from Tumblr

    fozmeadows:

    imsirius:

    Your character falls into the “friend zone” - Is this primarily a man’s problem, or are women put in the friend zone as well? x

    DANIEL RADCLIFFE FOR ALL THE AWARDS

    ALL OF THEM

    08/11/14

  • photo from Tumblr

    paisleydanger:

    edd-de-saren:

    Guardians of the galaxy, 50’s style 

    Super excited to be hosting the PSCC screening of this tonight

    08/11/14


  • bestnatesmithever:

    whatstrending:

    Guardians of the Galaxy star Chris Pratt busts out his street cred by KILLING Eminem’s “Forgot About Dre”! What songs do you know by heart?

    I’m having a hard time understanding that there are people who don’t appreciate Chris Pratt.


    08/06/14