“Speak English!”
Originaltitel: Vicky Cristina Barcelona
Herstellungsland: USA, Spanien 2008
Regie: Woody Allen
Darsteller: Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Rebecca Hall, Javier Bardem, Patricia Clarkson, Pablo Schreiber, Kevin Dunn






Schon kurz nach der Ankunft im sonnigen Barcelona treffen die beiden Freundinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) auf den verführerischen Spanier Juan Antonio (Javier Bardem), der die hübschen Damen zu einem erotischen Wochenendausflug einlädt. Vicky, die kurz vor der Hochzeit steht, lässt sich von Cristina schließlich überreden, dem attraktiven Künstler zu folgen. Beide verfallen dann auch sofort dem Charme Juan Antonios: Cristina beginnt eine Beziehung mit ihm, Vicky stürzt kurz vor ihrer Hochzeit in ein Gefühlschaos. Doch auch Maria Elena (Penélope Cruz), die temperamentvolle Ex-Frau des Casanovas, hat noch Interesse an Juan Antonio.
Woody Allen ist womöglich der beständigste und zuverlässigste aller Autorenfilmer und Altmeister und Regielegenden. Jedes Jahr ein neuer Film, jedes Jahr eine weitere lockere Geschichte, in der viel geredet, geliebt und gezankt wird. Damit versetzt er immer wieder aufs neue Publikum und Kritik in Entzücken, ist Ehrengast auf Festivals und Liebling aller Filmstudenten, und vermittelt in seinen Arbeiten doch nie den Eindruck, etwas beweisen zu müssen. Mehr noch, waren insbesondere die letzten Filme des Regisseurs unbeschwerte, leichte, locker-flockige Angelegenheiten – bei einem Œuvre ohnehin bemerkenswert vieler luftiger Filme. Und oft geht es darin um nichts außer zwischenmenschliche Albernheiten, Altherrenromantik und Populärweisheiten.
In den letzten Jahren hat Allen ja nun das alte Europa und damit viele schöne Postkartenmotive für sich entdeckt. Mit Umzug und Umorientierung verbunden ist demnach auch ein notgedrungener Perspektivwechsel: Nicht unbedingt auf Weitsicht eingestellt, sind Allens Neuentdeckungen in England und, wie nun hier, Spanien nichtsdestotrotz um einiges wohlfeiner. Die Abgestandenheit seiner sonstigen Filme scheint erst einmal beseitigt – oder zumindest kaschiert – und das neu gewonnene Urlaubsflair hat den altersmilden Regisseur offenbar sogar noch einmal richtig in Schwung gebracht. So ist “Vicky Cristina Barcelona” eine wirklich schöne, witzige, ja gar erotische Liebeskomödie, die all das Geplapper, Inhaltslose und Nichtssagende typischer Allen-Filme überhaupt nicht braucht.
Das dritte Mal in Folge ist auch Scarlett Johansson dabei. Und der Regisseur ist wohl richtig beflügelt von der blonden Schönheit, die nicht viel kann, aber bei Allen glücklicherweise auch nicht viel tun muss. Er setzt sie hübsch in Szene – und dann darf sie einfach drauf losmachen, die Scarlett. Das funktioniert gut. Und noch besser funktioniert das bei Penélope Cruz, die dank “Volver” nach einem Dutzend Hollywood-Flops wieder da angelangt ist, wo man sie am Liebsten sieht: Als leidenschaftliche Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs. Ihre herrlich klischeeartige Figur macht mit all ihren Wutausbrüchen und Verzweiflungstaten große Freude. Cruz stiehlt allen die Show – das konnte man ja auch noch nicht allzu häufig von ihr behaupten.
“Vicky Cristina Barcelona” empfiehlt sich also als bester Sommerfilm, den man sich diesen Winter so anschauen kann. Und für die Möglichkeit, vor dem nasskalten Wetter in einen sonnig-schönen Film flüchten zu können, muss man dem Woody ja auch ein wenig dankbar sein.


Von 






































Aber eine Handlung, die in irgendeiner Form von Interesse wäre hat der Film nicht zu bieten?
Typ – 3 Frauen – blablabla … und weiter? Oder nichts weiter?
@1: Die Handlung ist von vorn bis hintern mit Klischees behaftet, ich würde sogar soweit gehen, dass Allen keine einzige neue Idee in diesem Film untergebracht hat.
Und das funktioniert so unglaublich gut, dass ich vorschlage, ihn alle Remakes dieser Welt drehen zu lassen. Auch wenn VCB kein echtes Remake ist, präsentiert der Film viele Szenen und Szenarios, die man irgendwoher kennt. Aber wie gesagt, aus irgendeinem Grund ist das nie langweilig noch unoriginell. Allen hat hier etwas vollbracht, was ich nicht für möglich gehalten hätte: einen ehrlichen Film über Liebe und das Leben, inszeniert in einem der künstlichsten Settings, die man sich vorstellen kann.
Nochmal: Unglaublich! Dieser Film braucht keine Analyse seiner Handlung. Er lebt von seiner Existenz allein.
Da funktioniert gar nichts. Der Film hat null Unterhaltungswert. Schmalzig ohne Ende, alles absehbar. Warum sollte man sich diesen Film ansehen? Wegen der schönen Bilder!? Pah. Haben alle nur noch Butter im Kopf!? Nee, der Streifen geht gar nichts. Absolut NICHT empfehlenswert…
Doch! Doch! Doch! – Aber nur im Original.
Nein, nein, dieser Film ist wirklich nicht das, was man von Woody Allen erwartet. Vor allem fehlt es an variantenreichen Figuren, die dieser Film eben nicht einbindet.
Die einzige männliche Person stellt die Zuschauer schon vor ein Problem, Identifigationsfigur oder nicht? Die drei Frauen ähneln sich zwar auf den ersten Blick nicht so sehr, wodurch der Film aber auch keine wirkliche Spannung gewinnt.
Es heißt, ein schlechter Woody-Allen-Film sei immer noch besser als der Durchschnitt. In “Cassandras Dream” bewies sich diese Binsenweisheit auch gerade noch an der Verschiedenheit der handelnden Akteure und einer Geschichte, die frei von übersteigerten Vorurteilen über die Banalität der menschlichen Borniertheit und einfachen Gemüter referierte.
In seinem jüngten Erzeugnis nun, hmm…
Also Identifikationsangebote sind nun das letzte, was ich von Allen erwarte. Dafür sind mir seine Filme, will man sie Teil eines Erzählkinos sehen, viel zu banal was die Handlungsgestaltung betrifft.
Wobei Javier Bardem doch schon seine Präsenz von selbst zur Identifikation einlädt, oder?
CASSANDRA’S DREAM fan dich übrigens fürchterlich.
ich kann eine eindeutige empfehlung geben.
sehr kurzweiliger, humorvoller, sinnlicher film. :)
Kurzweilig – absolut. Humorvoll – nein. Sinnlich – ha! Wenn bei einer Sneak, das halbe Publikum nach 20min geht, sagt doch einiges, oder?
@8: Ja, das sagt einiges über das Publikum.
Ist vermutlich das gleiche das damals bei uns bei der Premiere von Matrix (Teil 1) gegangen ist. Banausen.
Es gibt wirklich Leute die immer was zum meckern haben. Der Film ist toll! 4 Sterne. Oder Mndestens 3 1/2
5 Sterne oder wieviele es auch gibt. Einfach toll wie aus kurzweiligen, simplen Situationen solche genialen Dialoge entstehen !
Ich find den Film auch toll, auf jeden Fall. Man muss ihn als Märchen nehmen, dann kann man auch nich so viel drüber meckern. In jedem Fall macht er Lust auf mehr Barcelona, weshalb ich direkt einen Flug gebucht habe und meinen Faltplan schon selbst ausgedruckt hab: skylines.at/skylines/84/index.... ¡Vamos!
der film is doch kein lebenslusitger, leichter sommerfilm über die kleinen schwierigkeiten des lebens , meiner meinung nach ist er vollgepackt mit zynismus über jegliches cliches des glücklichwerdens, es gibt immer momente im film, an dem eigentlich jede person hat was sie wollte, ist es leichtes künstlerleben oder ehe, aber das allen typische ist, dass keiner damit glücklich sein kann mit dem was er hat, und das macht meines erachtens den film aus, man will das was man nicht haben kann, man will immer etwas anderes und besseres. und das finde ich das herrliche an dem film, er ist so vollgespickt mit cliches, dass es fast trieft, aber alle kommen ja nicht von ungefähr, kultivierte amis in europa, künstler aus spanien, reinrassige cruz, das ist alles nur schöne kulisse für die unzufriedenheit immer alles zu wollen, und sich nicht mit dem abzufinden was man schon hat