Review

Der Tag an dem die Erde stillstand

Standard, 9. 12. 2008, Batzman (Oliver Lysiak), 60 Kommentare

„Let me out of here!“

Originaltitel: The Day the Earth Stood Still
Herstellungsland: USA 2008
Regie: Scott Derrickson
Darsteller: Keanu Reeves, Jennifer Connelly, Jon Hamm, John Cleese, Kathy Bates, Jaden Smith

[rating:2]
[rating:4] (Mal Sehen)

Ein Alien (Keanu Reeves) landet in einer riesiegen Blase im Central Park. Die USA rufen den Ausnahmezustand aus, das Militär macht überstunden und ein Soldat mit nervösem Fingerzucken ballert den außerirdischen Besucher über den Haufen, als er als Gastgeschenk einen Quirl aus der Jacke zieht.

Ein riesiger Roboter (Ralf Möller) kommt daraufhin aus der Blase und kann vom Alien nur in letzter Sekunde daran gehindert werden sehr ungemütlich zu reagieren. Das Alien, das sich als Klaatu vorstellt, aber verdammt nach Neo aussieht, wird daraufhin in ein geheimes Militärdingsbums gebracht, wo man es verhören will.

Eine mit vielen anderen Wissenschaftlern eigens herbeizitierte Astrobiologin (Jennifer Connoly) verhilft Klaatu zur Flucht. Dessen Mission ist es, wie sich herausstellt, die Menschheit zu zerstören, weil sie zuwenig Recycling-Klopapier benutzt hat. Ein alter Chinese namens Wu – ebenfalls ein Alien, das seit 70 Jahren auf der Erde lebt – erklärt Klaatu das die Menschheit unrettbar blöde sei, er sie aber trotzdem ganz gerne habe.

Während das Militär vergeblich versucht den Riesenroboter zu knacken und Klaatu wieder einzufangen, gondelt der mit Frau Connely und dem unerzogenen Sohn von Will Smith durch die Gegend und evakuiert Tiere in Seifenblasen. Werden Sie und der schwierige Steppke es schaffen Klaatu doch noch davon zu überzeugen, die Menscheit nicht koppheister gehen zu lassen?

Scott Derrickson hat uns vor einigen Jahren ja schon mit dem faden „Exorcism of Emily Rose“ gezeigt, dass Kinobilder nicht so ganz sein Metier sind und er es schafft aus einem menschlichen Drama (dass Hans-Christian Schmidt in „Requiem“ wesentlich besser erzählt hat) ein pathethisches Krippenspiel zu zaubern.

Das erklärt natürlich auch, warum das Remake von „The Day The Earth Stood Still“ in der Weihnachtszeit startet, denn zu jeder anderen Zeit wäre die plakative Verquickung von Öko-Geblubber und religiösem Lehrfilm wohl auf wenig Verständnis beim Publikum getroffen.

Dabei fängt es gar nicht mal so schlecht an. Die ersten Minuten lassen Hoffnung auf einen soliden SciFi-Film für Erwachsene keimen. Die Landung von Klaatu, das herauspulen des Aliens aus seinem fleischigen Schutzanzug und die erste Konfrontation mit der von Kathy Bates souverän unsympathisch gespielten Präsidentensprecherin, ist gar nicht übel. Auch die fahlen Bilder lassen gemütliche Endzeitstimmung aufkommen, die wenn schon nicht originell, so doch recht effektiv ist.

Keanu Reeves, der Mann ohne Gesichtsausdrücke ist im Grunde die Idealbesetzung für den mimikamputierten Klaatu, dem der menschliche Körper den er trägt noch immer etwas zu klein ist und im Schritt kneift. Mag man den von Kritikern oft als „Old Man Wooden Face“ verspotteten Reeves auch ansonsten eher für einen überbezahlten Sonnenbrillenständer halten – hier macht er seine Sache in der Tat ganz ordentlich.

Jennifer Connely hat jetzt nicht so viel zu tun, außer halbwegs sympathisch zu sein, aber auch das macht sie ganz gut. Anstrengend und alleine ein Grund die Menscheit zu vernichten ist das grauenhafte Kind, dass einmal mehr von Jayden Smith penetrant zwischen kulleräugiger Niedlichkeit und kotzbrockiger Bockigkeit gespielt wird und nur wenig mit dem smarten, neugierigen Billy Gray aus der Erstverfilmung gemein hat.

*Some Spoilers Ahead*

Überhaupt überrascht es, wie fade dieser neue Film im Vergleich zum Vorgänger daherkommt – obwohl er der Vorlage mit wenigen Ausnahmen recht brav folgt. Beide leben von ihrer kammerspielartigen Inszenierung, die eher auf Dialoge, denn auf große Aktion fokussiert. Der Klaatu des Originals überraschte oft durch seine Menschlichkeit, seinen trockenen, distanzierten Humor, sein Interesse an der Zivilsation, aber auch seinem Wissen über die Menschheit.

Seinem modernen Gegenpart bleibt leider wenig anderes zu tun, als stoisch die unvermeidliche Love-Story-Andeutung zu Frau Connely auszusitzen und die Pausen zwischen den Special Effect-Füllszenen runterzumuffeln.

Und natürlich muß es Effektszenen geben, auch wenn das Original bis auf die initiale Landung und die im Park herumstehende Untertasse im wesentlichen effektfrei war. Heute reicht es nicht mehr einen Mann im schlechtsitzenden, silbernen Gummianzug zu zeigen, heute muß CGI ran und Roboter-Gort muß sich diversen Angriffen der US-Miltärs erwehren. Leider sieht der heutige Gort dem alten Modell nicht nur sehr ähnlich, er ist auch ähnlich schlecht getrickst, wenn auch mit wesentlich mehr Aufwand.
WETA ist wohl für diesen Gort verantwortlich, dem man seine Computerherkunft nur zu deutlich ansieht. Teilweise war ich an die Trickeffekte für eine TV-Serie erinnert, denn nichts vom CGI-Zauber dieses Films sieht wirklich real aus. Vielleicht war es Zeitdruck oder Schlamperei, aber mit Ruhm hat sich WETA – die Firma die mit King Kong und Herr der Ringe neue Standards setzte – hier wahrlich nicht bekleckert.

Und leider kommen grade zum Ende hin eine ganze Menge unnötige Effektszenen hinzu. Entstand im Original die Bedrohung grade im Unausgesprochenen, in der stillen Macht die Klaatu Gort zuschreibt ohne dass dieser sie wirklich einsetzt, wird im Remake schonmal die Apocalypse Gassi geführt. Gort zerlegt sich in Milliarden winziger Roboter-Heuschrecken die die menschliche Zivilisation auffressen sollen, nachdem die Tiere brav in Seifenblasen-Archen evakuiert wurden.

Diese Szenen sind nicht nur optisch unterwältigend und nehmen dem ganzen viel vom ursprünglichen Schrecken – denn die Bilder wirken billig und austauschbar – hier wird auch die Holzhammerhaftigkeit deutlich, mit der Derrickson seine biblische Botschaft vermittelt. Natürlich waren auch im Original die christlichen Bezüge unübersehbar und wer wollte konnte Klaatu schon immer als Fancy-Dressed Jesus interpretieren, inklusive Opfertod und Wiederauferstehung, doch im Vergleich zum Remake war die Erstverfilmung ein Musterbeispiel an Subtilität.

Derrickson liefert uns „Keanu Himmelfahrt“ mit allen Schickanen. Klaatu wird nicht erschossen und von Gort befreit und wiederbelebt, er opfert sich, nachdem er erkannt hat, dass Jennifer Connoly weint, wenn nervige kleine Jungen sterben. Und währendessen tobt draußen Gottes Zorn in Form einer digitalen Heuschreckenplage, die alle sündigen Menschen von der Erde radieren soll. Nur durch Keanus Opfer („Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.„) wird die Apocalypse abgewendet und Will Smiths Sohn darf am Ende für alle ganz blöden, die das Gleichnis noch immer nicht kapiert haben erklären: He is gone!, nachdem Frau Connely versehentlich „It is gone“ gemurmelt hatte.

Natürlich kann man diskutieren ob die Aussage des Original: „He who has the bigger stick, makes the rules“ mit dem verordneten Zwang zum Frieden eine befriedigende Lösung ist und die Unterordnung unter die göttliche Allmacht der Gorts erstrebenswert erscheint. Doch ob der neutestamentarische Keanu, der Gottes Zorn durch sein Selbstopfer Einhalt gebietet, weil er Gutes in der Menschheit erkennt, nun wirklich besser oder fortschrittlicher ist, sei dahingestellt. Letztlich bleibt viel dick aufgetragener religiöser Mumpitz, der halbherzig mit einer modischen Ökobotschaft verquirlt wurde, die aber auch nicht tiefer geht als jedes „Rasen betreten verboten“-Schild.

„Der Tag an dem Keanu stillstand“ bleibt ein merkwürdig-halbgarer Film, der zu dumm ist um tatsächlich zum Nachdenken anzuregen (ausser bei der Fraktion an Zuschauern, die beim Lesen die Lippen mitbewegen), zuwenig Charaktere bietet um als Drama wirklich zu funktionieren, zu läppische Dialoge hat um als Kammerspiel wirklich zu überzeugen und mit seinen aufgepfropften uninspirierten wie überflüssigen Actionszenen zu abgenudelt ist um ein Blockbuster-Publikum wirklich zu beeindrucken.

Achja das Mikro-Cameo von John Cleese ist ganz nett anzusehen, aber auch diese Rolle wurde soweit eingedampft und entwertet, dass sie wenig tatsächliche Relevanz für die Story hat.

Das dieser Streifen Erfolg haben wird liegt wohl hauptsächlich an seiner Banalität und dem Starttermin, der nicht besser gewählt sein könnte.

Meine Empfehlung: Wartet bis dieser Quark in zwei Jahren im Feiertagsprogramm von SAT.1 läuft und holt euch die DVD vom alten Film. Da sah der Gort zwar auch lächerlich aus, wenn er sich bewegte, aber die restliche Story macht Spaß und kommt auch heute noch nicht so bräsig daher wie dieses platte Remake mit Öko-Jesus Keanu.

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60 Kommentare

  • Reply jack 9. 12. 2008 at 0:57

    Hollywood ist auch nicht mehr das, was es nie war.

  • Reply hn 9. 12. 2008 at 1:39

    super! gerade als das original fertig aus der piratenbucht gefallen ist, stellt sich der neue film als mies heraus. 2h weniger zeit verschwendet, eigentlich wollte ich ein double-feature daraus machen, erst kostenlose alte version daheim, dann überteuertes kino auswärts…

  • Reply Schteisch 9. 12. 2008 at 1:40

    hmm… ich hatte mit dem Gedanken gespielt mir den Film im Kino anzuschauen, denke aber nun, dass ich darauf verzichten werde -.-

  • Reply Claas 9. 12. 2008 at 2:18

    viel text für einen miesen film

    ps
    der ralf möller gag ist großartig haha

  • Reply Paul Laub 9. 12. 2008 at 2:56

    Wundervoll geschrieben. Ich warte mal die Preview am Mittwoch ab und schau mir unsere Leute an, wenn sie den Saal verlassen. Mit Sicherheit sagen sie erstmal nichts und verabschieden sich, wie meist, mit dem denkwürdigen Satz: Das muss ich erst mal setzen lassen. Meinungsloses Pack. Popcornfresser. tztz…

  • Reply Flusskiesel 9. 12. 2008 at 8:20

    Den Gort fand ich im alten Film eigentlich ganz cool. Der hatte keine Scharniere wie die anderen Roboter zur dieser Zeit, sondern war aus biegsamen Metall.
    Allerdings war ich beim Gucken des Filmes noch ein kleines Kind …

  • Reply MoZ 9. 12. 2008 at 9:22

    Schade, hatte mich sehr auf den Film gefreut, dachte, es käme endlich mal wieder ein guter Sci-Fi-Film für Erwachsene -.-
    Naja, dann warte ich lieber auf den Rest der 4. Staffel von Battlestar Galactica, DAS ist Sci-Fi für Erwachsene!

  • Reply Der Tag, an dem die Kinokasse stillstand » dhaunsch 9. 12. 2008 at 9:41

    […] eine schlechte Kritik macht noch keinen Sommer Winter. Aber heute morgen sind dann auch die 5FF mit ihrer Kritik dabei. Nur 2 von 5 Sternen. “Der Tag an dem Keanu stillstand” bleibt ein merkwürdig-halbgarer […]

  • Reply Flusskiesel 9. 12. 2008 at 10:04

    @7:
    Da gebe ich Dir recht. Wobei ich selbst noch am Ende der 2. Staffel bin.

  • Reply okarola 9. 12. 2008 at 10:51

    ach, wie schade! naja, wieder 12 euro gespart.

  • Reply EvilJ 9. 12. 2008 at 10:52

    soll ich euch verraten wer die restlichen cylonen sind! xD
    na aber zieh dir die 3. staffel rein.. die is hamma!! vor allem
    das finale…

  • Reply Sci-Fi-Fan-org 9. 12. 2008 at 10:58

    Naja, besser als ’ne Folge Battlestar Galactica wird der Film ja wohl allemal sein…für mich sind diese ganzen Sci-Fi Serien ganz normale Thematik wie dieser Daily-Soaps kram, nur mit gelegentlichen Sci-Fi Elementen bespickt.
    Deswegen, einfach mal ’nen Blick riskieren…

  • Reply Tino 9. 12. 2008 at 11:04

    “ (ausser bei der Fraktion an Zuschauern, die beim Lesen die Lippen mitbewegen)“

    Besser kann man es nicht formulieren, ich hab mich weggeschmissen :).

  • Reply river 9. 12. 2008 at 11:17

    Ja. Ja. Ja. Da ist er wieder: der Stoff, wegen dem die 5F noch im Feedreader stecken. Seit langer Zeit der erste Artikel, den ich nicht nach ein paar Zeilen weggeklickt habe. Mehr! Sofort!

  • Reply Ben 9. 12. 2008 at 11:19

    Galactica verheddert sich dann leider irgendwo in Banalitäten und Langeweile…

    Schöner Artikel im übrigen. Sowas fehlte in letzter Zeit.
    Gibts eigentlich nen Film mit Nicolas Cage und Keanu Reeves?

  • Reply Bateman 9. 12. 2008 at 11:37

    „als er als Gastgeschenk einen Quirl aus der Jacke zieht.“

    War das ein Witz? Oder zieht der echt einen Quirl (ausgerechnet!) aus der Tasche :-) ?

  • Reply Mr_Noyes 9. 12. 2008 at 12:42

    @Ben: Zugegeben, die zweite Hälfte der dritten Staffeln von Galactica hat stark nachgelassen, ist aber in der letzten Staffel wieder zur vollen Blüte gelangt. Diese Serie zeigt das, was Filmchen wie dieser hier wollen, aber nie schaffen: Leid, traumatische Erlebnisse, die Notwendigkeit von Vergebung, um zu überleben, Verrat etc. etc.

    Im Vergleich dazu sind Filme wie „The day the Earth stood still“ Nacherzählungen von 8 jährigen ADHDS Kindern ….

  • Reply jack 9. 12. 2008 at 13:26

    Für Regisseur Scott Derrickson, einen guten Freund von Wim Wenders (63, „The Palermo Shooting“) ist der „Matrix“-Star die „absolute Wunschbesetzung“: „Sein besonderes Talent besteht darin, dass er die Zuschauer ganz ohne Dialog in seinen Bann ziehen kann. Keanu schafft es, die Zuschauer davon zu überzeugen, dass er kein normaler Mensch sondern ein Außerirdischer ist – ohne dass es jemals lächerlich wirkt.“

    Quelle: Bild.de

  • Reply lynsch 9. 12. 2008 at 14:18

    Naja…
    Auch wenn ich jetzt diese Kritik gelesen hab… Der wird trotzdem im Kino geschaut. Ihr könnt doch nicht alle nach irgendwelchen Kritiken gehen. Und für Leute die das Original nicht gesehen haben, kanns auch kein schlechtes Remake geben.

  • Reply Director 9. 12. 2008 at 14:34

    Viel zu viele Spoiler schon gleich am Anfang. Sag mal, hattest du einen schlechten Tag?

  • Reply jack 9. 12. 2008 at 14:41

    Ich werde ihn mir vorgestern angeschaut haben werden, also am Donnerstag. Kritik hin Kritik her, ein Film mit Keanu besitzt einfach eine gewisse Anziehungkraft für das Publikum. Jetzt ist gleich Anpfiff und ich drücke meinem VfB gegen die Bayern die Daumen. Der Tag an dem der Ball stillstand ist hoffentlich nicht geplant. ;-)

  • Reply Batzman 9. 12. 2008 at 15:00

    Das Intro des Texts spoilert nix das nicht im Trailer schon drin ist. Außerdem ist Spoiler bei einem Film der fast 1:1 der Handlung des Originals folgt schon etwas mit vorsicht zu gebrauchen…

    Der Film hat nunmal keinerlei Überraschung zu bieten.

  • Reply jack 9. 12. 2008 at 15:29

    Ich finde Batzman ist einer der besten Filmkritiker auf diesem Globus. Auch diese Kritik liest sich, wie auch die meisten seiner übrigen Texte, einfach sehr gut. Die Worte sind mit Bedacht gewählt, man spürt, daß er Ahnung von der Materie hat und die Urteile sind schlußendlich fast immer zutreffend. Ich finde es lächerlich da mit kleinlichen Vorwürfen anzukommen. Man muss nur einmal lesen, was er über Oldboy geschrieben hat. Das sollte genügen um den kleinlichen Möchtegern-Besserwissern das Wasser abzugraben.

  • Reply jellyamison 9. 12. 2008 at 15:35

    Aber was ist mit Jon Hamm????
    @7,8,10: So say we all. Lees -ihr wisst schon was -war vielleicht unnötig. Und es kann auch sein, dass es einige Längen und Schwächen in vereinzelten Episoden der Staffelmitte gab, an die ich mich nicht mehr so gut erinnere. Aber die ganze New-Caprica-Storyline, so wie die Box-Episode und das Finale (plus Maelstrom und die Gewerkschaftsfolge …also die letzten fünf Folgen) sind einfach nur gaaanz großes Fernsehen.
    @11: Meinst du mit Soap-Thematik, dass es um grundlegende Aspekte der menschlichen Existenz, wie Liebe, Tod, Technik, Vertrauen, Treue, Verrat, Rechtsprechung, Gewalt, die Regierungsform, Tapferkeit, Entschlossenheit, Glaube, Vernunft und Schicksal geht? Mmmhhh.

  • Reply Masawe 9. 12. 2008 at 15:57

    „überbezahlter Sonnenbrillenständer“ – den muss ich mir merken ;)
    Super Review, mal wieder!

  • Reply das_Produkt 9. 12. 2008 at 16:26

    Oh Mann, die F5 lese ich nur wegen der Verrisse von Batzman. Da bin ich Hollywood doch dankbar, dass genug Filme gedreht werden, die einen hemmungslosen Verriss fordern.

    Immer weiter so.

  • Reply Dani 9. 12. 2008 at 17:22

    Genial geschrieben – und gerade weil ich beim Lesen so oft lachen musste, hätt ich jetzt nicht übel Lust mir diesen „Quark“ anzugucken :D

  • Reply Kurz gecheckt 10.12 « BESSERWIXER.de 10. 12. 2008 at 2:42

    […] Der Tag an dem die Erde stillstand […]

  • Reply Gummibroetchen 10. 12. 2008 at 7:14

    köstlicher Verriss! Muss ich direkt nochmal lesen! – Trotzdem werden wir – also mein Mann und ich – und den Film wahrscheinlich anschauen, wohl aber erst, wenn er als DVD in die Videothek kommt.
    Herrlich, diese Seite hier! Hab ich mir direkt gespeichert! :-)

  • Reply Batzman 10. 12. 2008 at 14:36

    als kleiner Lacher zwischendurch hier übrigens das Urteil der Filmbewertungsstelle, die dem Streifen ein „besonders wertvoll“ verliehen hat:
    „Regisseur Scott Derrickson hat einen außergewöhnlich fesselnden Science-Fiction-Thriller inszeniert, der von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Dabei ist der Einsatz der Special Effects maßvoll, immer der Handlung zugeordnet und wirkt an keiner Stelle übertrieben. Die Musik unterstützt geschickt den Spannungsaufbau. Der Film zeigt die Menschen am Rande der Selbstzerstörung und stellt die Frage, wie der Mensch auf das Angebot Außerirdischer reagiert, die Erde zu retten. Dass er dieses erschreckende Szenario ohne Pathos und Übertreibungen zeigt, ist das Verdienst eines klugen Drehbuchs und der durchweg hervorragenden darstellerischen Leistungen. Ein intelligenter Film mit humanistischer Botschaft, ein Highlight seines Genres.“

  • Reply Bateman 10. 12. 2008 at 14:43

    „hat einen außergewöhnlich fesselnden Science-Fiction-Thriller inszeniert, der von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. “

    Hat denen keiner gesagt dass es einfallslos ist, zwei mal das Wort fesselnd zu benutzen?

  • Reply jack 10. 12. 2008 at 15:22

    Der fesselnde Thriller fesselt.

    6.127 (…) Jede Tautologie zeigt selbst, daß sie eine Tautologie ist.

  • Reply Sci-Fi-Fan-org 11. 12. 2008 at 0:32

    @23:
    Ich habe den Pilotfilm und die ersten 2Folgen gesehen.Es ist auch nicht meine Absicht irgendjemanden anzugreifen, das liegt mir fern. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das ist auch gut so. Der Pilot schien ja noch wirklich interessant,wartete auch mit einigen Sci-Fi-Elementen auf, und die Cylonen machen Lust auf mehr, aber von diesen grossen Erwartungen die ich hatte erfüllten sich leider keine. Um die Frage zu beantworten:“ja genau das meine ich“, wenn ich all Dieses miteinander verknüpft sehen will, dann kann ich genausogut die Lindenstrasse, Denver Clan, Dallas und die ganzen Anderen wie sie auch heissen mögen-Serien ansehen, diese geben genau dasselbe wieder, nur ohne Sci-Fi Klamotten. Man sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren: Sci-Fi, Wie es in vielen guten Filmen ja bereits vorgemacht wurde. Ich sehe mir nicht allzu viele Serien an. Es gibt einige Produkte wie z.B.“Pushing Daisies“ oder „Californication“ die sehr innovativ sind und nicht versuchen in fremden Gewässern zu fischen. Anstelle abends vor dem Fernseher zu sitzen und von Fließbandprodukt zu Fließbandprodukt zu zappen, sehe
    ich mir lieber einen Film an. Ich hoffe ich konnte Deine Frage beantworten“23″. Mmmhhh…

  • Reply gummibroetchen 11. 12. 2008 at 8:21

    Vielleicht hat der Filmbewertungsstellenmensch die in einem Fesselballon geschrieben? (Kalauer)…herrje…bin ich froh, dass ich offiziell keine Rezensionen oder sonstige Prosa schreiben muss, da würde es wimmeln von Tautologien, Rechtschreib- und Grammatik-Klöpsen! Umso lieber lese ich aber GEKONNTE Rezensionen, wie die obige!

  • Reply Virales Marketing: Der Tag an dem die Erde stillstand | mediengestalter.cc 12. 12. 2008 at 1:09

    […] Kacke. Der letzte Film, bei dem mir das aufgefallen ist, war „Der Goldene Kompass“. Die ersten Kritiken vom Remake „Der Tag an dem die Erde stillstand“ trudeln ein und scheinen meine These wiedermal […]

  • Reply defcon 2 12. 12. 2008 at 12:26

    ich finde den Film sehr sehr gut, gesehen hat ihn ja anscheinend niemand hier. HAHA

  • Reply mon 12. 12. 2008 at 13:09

    Hab mir die Kritik durchgelesen und kann nur in soweit zustimmen, dass der Film an sich recht gedrungen gewirkt hat (Man hätte wirklich einige Actionelemente für einen besseren Storyverlauf Klatuu/Clese/asiatischer McDonalds Spion opfern können, diese Elemente kamen für meinen Geschmack doch zu kurz. Hätte mir noch gerne einen idiotischen Dialog mit einem Möchtegerndiktator aller Bush gewünscht aber Kete Bates war schon ziemlich okay.

  • Reply Ich 12. 12. 2008 at 18:03

    Ich war gestern im Cinestar Original am Potsdamer Platz. Vorher habe ich einen Glühwein getrunken und man hat mir ein „The day the earth stood still“-Shirt geschenkt. Der Film selbst war eine sehr ambivalente Erfahrung für mich und ich weiß noch nicht so Recht, was ich davon halten soll.

  • Reply Jack 12. 12. 2008 at 19:19

    Jeder Zuschauer wird wohl seine eigene Geschichte aus diesem Film ziehen müssen. Die eigenen Erinnerungen, Emotionen, Erlebnisse etc.pp sind ja immer sehr entscheidend für die Rezeption eines Kunstwerks. Ein völlig vernichtendes Urteil ist wohl doch zu hart, da der Film ein paar gute Momente hat. Am Ende ist ja doch das wichtigste, daß die Erde sich weiterdreht und Keanu für immer und alle Zeit auf Nimmerwiedersehen verschwindet. ;-)

  • Reply Dani 14. 12. 2008 at 3:03

    Die Review kann ich voll und ganz unterschreiben!
    Ein Film den man gleich wieder vergisst, ohne Herz und…Goooott, was war das denn wieder für ein Mist. Die 5 Euronen hätt ich mir gerade echt sparen können. Und meine Abneigung gegen den Sprößling vom Smith wächst immer mehr.

  • Reply jean-luc 15. 12. 2008 at 2:28

    Man sollte noch erwähnen, dass das Original von 1951 und das Copyright somit abgelaufen ist. Torrent saugen ist in dem Fall also legal. Wozu DVD kaufen?

  • Reply SchönerDenken » Blog Archive » Gibt es pädagogische Science Fiction? 15. 12. 2008 at 11:26

    […] Naujoks vergleicht Original und Fälschung Remake, das Original kommt deutlich besser weg. Batzman verspottet den Öko-Jesus Keanu, Flo Lieb lobt den Film, sagt davon abgesehen aber sehr viel Kluges über den alten und den neuen […]

  • Reply Bateman 15. 12. 2008 at 12:54

    Also mit 31 Millionen ist das Stück auch nicht allzu gut angelaufen:

    http://boxofficemojo.com/news/?id=2522&p=.htm

  • Reply Nadine 15. 12. 2008 at 15:04

    Ich warte noch auf den Film, der von Batzman nicht zerrissen wird – ob dieser jemals gedreht werden wird? ;-)

    Was wirklich übel ist an dem Film ist, ist das Überleben des nervenden Rotzlöffels. Ein jeder hätte ich einen schönen blutigen Tot des kleinen unerzognenen Lümmels gewünscht. Aber Hollywood läßt ja keine Kinder sterben. *g*

    Für einen verregneten Nachmittag mit Popcorn ist der Film aber bis auf das noch schlechtere Ende eigentlich okay.

  • Reply Batzman 15. 12. 2008 at 15:08

    @Nadine

    So lange musst du nicht mehr warten. Demnächst kommen Frost/Nixon und Milk und die bekommen garantiert keine Verrisse…

  • Reply Bateman 15. 12. 2008 at 15:18

    @Batzman

    „Demnächst kommen Frost/Nixon und Milk und die bekommen garantiert keine Verrisse…“

    Heißt das du beschließt einen Verriss/negative Kritik schon bevor du den Film siehst? Bzw. hier den Verzicht auf eine negative Kritik?

  • Reply Batzman 15. 12. 2008 at 15:25

    Nein – es gibt ja PVs die schon eine ganze Weile vor dem Filmstart liegen :)

  • Reply Bateman 15. 12. 2008 at 15:50

    Aso. Sprich du hast die Filme schon gesehen. Und meinst es „kommen demnächst“ deine Reviews, und nicht erst die Filme, die du dann erst sehen könntest. Sorry, habs nicht geblickt.

  • Reply Der Tag, an dem die Erde stillstand « Mythopoeia 2.0 15. 12. 2008 at 18:24

    […] von den Fünf-Filmfreunden, führt noch einer Reihe weiterer Missstände dieses lange angekündigten Machwerk ins Feld.  Gähnende Langeweile: das Urteil der […]

  • Reply -sKy- 18. 12. 2008 at 12:53

    Das Original ist um Längen besser… hätte man einige Szenen wie den Chinamann und Cleese ausgebaut und das Kind so bald wie möglich sterben lassen wäre das ganze nicht so eine katastrophale Aktion… aber so ? Nene, lieber das Original nochmal anschaun ^^

  • Reply Der Tag, an dem Keanu stillstand | Nerdcore 19. 12. 2008 at 14:14

    […] Movies – Trackback-URL: Link Und ich hab’s dann gestern abend doch getan und mir trotz aller Kritiken und Warnungen das Remake von „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ angesehen. Weil ich das […]

  • Reply Neueinspielung: Der Tag an dem die Erde still stand - was lernen wir ? | Der konservative Blog 25. 12. 2008 at 19:50

    […] Der Film an sich ist durchaus unterhaltend, wenn gleich er trotz des Einsatzes modernster Effekte nicht an das Original heranreicht. Siehe Kritiken und Blog-Rezessionen-> Cinema , Kino.de , critic.de , basic thinking Blog , Helmschrott , at the movies , Blog Haus , Mythopoeia , fünf Filmfreunde […]

  • Reply Azurelle 29. 12. 2008 at 22:30

    Hatte Keanu Reeves in diesem Film eigentlich mehr als 2 Gesichtsausdrücke?

    Als Neo war das sicher noch ganz cool, aber hier… am Besten war wohl die Idee, dass ihn am Ende ein Kind überzeugt, weil das Kind den „Durchschnittsmenschen“ verkörpert, der natürlich nicht in allem gebildet ist, und deshalb das was er nicht kennt und für bedrohlich hält „vorsichtshalber“ erstmal zerstören will.
    Wird dieser Durchschnittsmensch allerdings dazu gebracht, sich mit seinem Gegenüber zu beschäftigen… also was ich sagen will eigentlich hat Klatu den Jungen überzeugt und nicht umgekehrt.

    Fesselnd fand ich den Film aber nicht, auch wenn das Thema aktuell ist.

  • Reply Filmjahr 2008 - Die schlechtesten Filme | Die Fünf Filmfreunde 30. 12. 2008 at 15:01

    […] Der Tag, an dem die Erde stillstand – Blödestes Remake des Jahres! […]

  • Reply Tina 30. 12. 2008 at 22:28

    Ich würde Batzman empfehlen erstmal Namen richtig schreiben zu lernen, bevor er hier postet.
    Die ewig gleichen Kommentare über Keanu Reeves (ein Gesichtsausdruck) hat sich abgenutzt und ist einfach lächerlich.
    Mir hat der Film gefallen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Man sollte vielleicht selbst nicht mehr hinein interpretieren als nötig ist.

  • Reply dima 29. 1. 2009 at 4:09

    Ich kann mich Batzman nur anschließen!
    War von dem Film ziemlich enttäuscht gewesen.
    Die Spezialeffekte und Keanu Reeves(@Azurelle,2 Gesichtsausdrücke?ich hab nur einen gesehn…;)) konnten den Film leider nicht retten.
    Bin wirklich erstaunt wieviele schlechte Filme in letzter Zeit in den Kinos kamen/kommen(kann mir die guten Zuschauerzahlen im Verhältniss zu den schlechten Filmen nur durch die gute Inszenierung der Trailer erklären…)!

  • Reply Peter 29. 1. 2009 at 20:31

    Der Film ist der größte Dreck den ich seit langem gesehen habe. Dieses religöse Geschwurbel, vermixt mit schlechten und ernüchternd jugendfreien CGIs, (z.T.) furchtbaren schauspielerischen Leistungen, Produktplacement galore und schlechten Dialogen in dieser Form hinzubekommen, ist so gesehen auch schon wieder eine Leistung. Selten war mir der Weltenuntergang so gleichgültig.

    Positiv: Jennifer Connelly ist offenbar altersresistent und wird mit jedem Film attraktiver. Schade, dass sie bei ihrer Filmauswahl so oft danebern liegt.

  • Reply jim major 14. 2. 2009 at 4:01

    ^Hey Batzman!
    Gelungene Zwerschfelloffensive!Bin mehr oder minder zufällig hier reingerutscht(liest das überhaupt nochjemand…)und will auch noch mal absenfen.Bei dir ist eine leichte Panik zu vermerken – Motto:verblödet der blaue Planet doch noch…natürlich sind seine 6Mill. Bewohner gemeint.
    Und du bist natürlich einer von ihnen.Und fährst daraufhin die Defensive auf – mit viel Gestrampel und Umsichschlagen.Nein,nein,nein das darf nicht sein!Gebt mir ein U!Ich will keinX!Ich will meine Suppe nicht essen!e.c.t.
    Und – natürlich hast du recht…

    Und Hollywood-der große Hypnotiseur sprach…SCHAU MICH AN!SCHAU MICH AN!HÖRE MEINE WORTE!
    LAUSCHE MEINER STIMME! Aber manche Schlümpfe waren klug.
    „Geh uns nicht auf den Sack,du mickriger Illusionist.Du kannst dein Rumgedödel für dich behalten und damit in der Savanne Hyänen erschrecken gehen.Von uns aus bis zum Sanktnimmerleinstag“sprachen sie und gingen einfach fort.
    Aber wohin gingen sie?Das verraten wir beim nächstenmal…versprochen!

    Jim

  • Reply Philipp 9. 4. 2009 at 23:45

    Ich kenne das Original nicht, aber mir hat das Remake gefallen. Was mich stiutzig macht, ist dass der Film von vielen hier so zerissen wird, obwohl sie ihn wahrscheinlich garnicht angeguckt haben. jo, das wars auch schon. Gruss Philipp

    Ach, eins noch. Das der Robot eigentlich aus Nanomaschinen besteht(„Heuschreckenplage“) fand ich sehr eingängig

  • Reply Joachim 10. 5. 2009 at 13:14

    @Philipp: Wenn ich die Kommentare lese, denke ich doch, dass viele den Film gesehen haben.

    „Was wirklich übel ist an dem Film ist, ist das Überleben des nervenden Rotzlöffels. Ein jeder hätte ich einen schönen blutigen Tot des kleinen unerzognenen Lümmels gewünscht. Aber Hollywood läßt ja keine Kinder sterben. *g*“
    2nd *g* Boah das Kind nervt. Habe nur die TV Version gesehen, aber das reicht.

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