Manche News sind zu gut, um wahr zu sein. Das hier ist so eine: Ari Folman, Regisseur des fantastischen „Waltz with Bashir“, verfilmt die Shortstory „Der futurologische Kongress“ von Stanislav Lem und wird hier wieder seine Mischung aus Animation und Realfilm anwenden. Hier der Plot von „Der futurologische Kongress“, Snip von Wikipedia:
Raumfahrer Ijon Tichy nimmt an einem futurologischen Kongress in der Hauptstadt des Bananenstaates Costricana teil. Der Kongress findet im hundertsechsstöckigen Hilton-Hotel statt. Thema des Kongresses ist die wachsende Überbevölkerung.
Als Tichy einen Anfall von Güte und alles umfassender Zuneigung erleidet, wird ihm klar, dass der Diktator des Landes das Trinkwasser mit Benignatoren versetzt hat, chemischen Begütigungsmitteln, die einen Aufstand der unzufriedenen Bevölkerung des Landes gegen ihn verhindern sollen.
Als es trotzdem zum Aufstand kommt, setzen Polizei und Militär neben Benignatoren auch ganz konventionelle Waffen ein, und das Hilton wird zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Tichy, Professor Trottelreiner und andere Hotelgäste statten sich mit Sauerstoffgeräten aus und fliehen in die Kanalisation unterhalb des Hilton.
Nachdem Tichy die Sauerstoffmaske abnimmt, hat er eine Reihe grotesker Halluzinationen, wird schließlich, nach fast vollständiger Zerstörung seines Körpers in einen Behälter mit flüssigem Stickstoff geworfen und wacht erst in ferner Zukunft wieder auf.
Ich habe „Waltz with Bashir“ geliebt, sicherlich einer der besten Filme des Jahres und völlig zurecht für den Golden Globe nominiert. Jetzt eine Lem-Verfilmung des selben Regisseurs in derselben Technik… Dream comes true und ich erwarte nichts anderes, als ein Meisterwerk.
(via Empire)
- Renington Steele •
- Dezember 19th, 2008 •
- 8 Kommentare



















ich habe “waltz with bashir” zwar noch nicht gesehen, aber bin grosser lem fan. bin mal sehr grspannt auf die verfilmung dieser geschichte.
ich denke auch, dass diese animations technik genau das richtige ist für so eine geschichte. mit (nur) realen schauspielern würde wohl viel dieses alten, verstaubten, antiquirten aber dennoch äußerst reizvollen “von-vorgestern-scifi”-gefühls verloren gehen. immerhin handelt es sich um eine s.lem geschichte, da muss man keine (sollte man keine) grossartigen special effects bemühen.
Kommentar #1 von kris am 19.12.2008 um 11:52 Uhr
Außer “Die Abenteuer des Piloten Pirx” hielt ich Lem eigentlich für unverfilmbar. Würde mich freuen, wenn Folman mich vom Gegenteil überzeugt.
Kommentar #2 von Alexz am 19.12.2008 um 11:55 Uhr
Ijon Tichy… kenn ich das nicht von der Serie aus dem Ersten u.a. mit Nora Tschirner? Die hat mir gefallen (Beide).
Kommentar #3 von Tobi_as am 19.12.2008 um 12:43 Uhr
Yup, die Serie in der ARD war frei nach den Werken von Lem.
Kommentar #4 von Dennis am 19.12.2008 um 16:38 Uhr
Ist schon ewig her, da hab ich das Buch gelesen. Einfach umwerfend! Jede Wette haben die Wachowski Brüder das im Regal stehen. In “Matrix” ists ein Computerdings, im “futurologischen Kongress” sinds Psychodrogen. Hab “Waltz with Bashir” leider nicht gesehen, den hier schau ich auf jeden Fall…
Kommentar #5 von Sch or sch am 19.12.2008 um 17:31 Uhr
wau, eine gute nachricht!
habe schon gedacht, wenn das niemand verfilmt, muss ich es irgendwann tun. :)
scheint mir zwar eigentlich unverfilmbar, ja, aber zeig mir das gegenteil, Ari!
Kommentar #6 von einGast am 19.12.2008 um 21:21 Uhr
DAS ist ein geschenk. fast zu gut um wahr zu sein!
Kommentar #7 von meistermochi am 21.12.2008 um 23:51 Uhr