Filmjahr 2008 – Die besten Filme

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whysosrious

Das wäre nun also auch bald geschafft. 2008 macht die Tür zu und hat uns – neben vielen unglaublichen Hypes – auch einige wirklich gute Filme gebracht. Auch wenn grade im Blockbuster-Bereich die Enttäuschungen knapp die Oberhand behielten – aber darüber haben wir ja hier schon ausführlich berichtet. Und während die Flopliste sicher noch ohne großes Grübeln um ein gutes Dutzend Filme erweiterbar gewesen wäre, musste ich mich schon sehr anstrengen um zu überlegen welche Filme ich in diesem Jahr wirklich beeindruckend – oder oft genug auch nur unterhaltsam fand.

Hier also Batzmans Jahres Topliste:

in-bruges-posterGrößte Entdeckung: Brügge sehen… und sterben?

Ein kleiner Film, der völlig ohne Special Effekte und Action auskommt. Zwei Auftragskiller werden nach einem mißlungenen Einsatz, bei dem ein Kind getötet wurde, nach Brügge geschickt um dort unterzutauchen.

Der Film schafft dass, was viele Möchtegern-Tarantinos vergeblich versucht haben: Cool zu sein ohne sich dabei in hohlen Posen und vermeindlicher Coolness zu ergehen. Die lakonische Grundstimmung die bisweilen an “Wenn die Gondeln Trauer tragen” erinnert, die stimmige Besetzung und viele skurrile, schwarzhumorige, aber nie zynische Ideen haben dieses Regiedebut für mich zu etwas ganz besonderem gemacht. Unverzeihlich: Es gab hier kein Review zu diesem grandiosen Werk, deswegen jetzt hier wenigstens eine Kurzkritik:
★★★★½
Glaubt man nach dem Trailer noch, einen weiteren Guy Ritchie-Rip-Off vor sich zu haben, wird man schnell eines besseren belehrt. Die Shootouts kann man an einer Hand abzählen, es dominiert ein tiefschwarzer und dennoch liebenswerter Humor, eine tiefe Zuneigung zu den Figuren die karikiert gezeichnet werden, ohne gänzlich zur Karikatur zu geraten. Brügge dominiert den Film mit seiner Atmosphäre und wird folgerichtig auch eindrucksvoll ins Bild gesetzt. Melancholie und Trauer mischen sich mit Witz und abstrusen Situationen. Nie wird der Film hektisch, nie langweilig. Collin Farrell manövriert sich mit Dackelgesicht und kindlichen Grimassen durch den Film, doch seine unreife Art, das Benehmen eines verstörten Teenagers passt zu seiner Rolle, die im geerdeten abgeklärt-nachdenklichen Brendan Gleesan ihren passenden Gegenpol findet. Ralpg Fienes als Arschloch mit Ehre überzeugt einmal mehr, als er es je in seinen sympathischen Rollen konnte.Clémence Poésy gibt dem Film seine leichten und lebendigen Momente und schafft es auf sympathische Weise durchtrieben dreinzuschauen. Ein liebenswerter Film, der nach Hirn- und Herzlosem Poser-Geballere wie Smoking Aces dringend gebraucht wurde.

son-of-rambow-movie-posterHerzerwärmenster Film: Der Sohn von Rambow

Ja Juno war auch niedlich, aber verliert gegen Son of Rambow ganz knapp, weil seine unterschwellige ProLife-Message dann doch etwas preachy daherkam. Die turbulente Retro-Story um zwei filmverrückte Jungs, die sich in den Kopf setzen ihre eigene Fortsetzung von Rambo zu drehen und dabei am Ende die ganze Schule einspannen war einfach einer der liebenswertesten Streifen dieses Jahres und zudem ein Beweis, dass man Regisseure nicht vorzeitig verdammen sollte. Die Macher von Son of Rambow hatten zuvor den völlig humorfreien Per Anhalter durch die Galaxis verbrochen. Aber ich bin ja nicht nachtragend.

getsmart-final-poster-bigBestes Remake 2008: Get Smart

Klar, das ist kein großer oder wichtiger Film. Aber in einer Zeit in der grauenhaft schlechte Remakes flutwellenartig die Lichtspielhäuser durchseuchen, bin ich froh über jeden Film der seiner Vorlage keine Notzucht angedeihen lässt. Get Smart ist wirklich ein gelungenes Update der alten Serie mit Don Adams. Es gibt genug Verweise auf das Original ohne sklavisch daran zu kleben. Es ist der stimmige Grundton, das unernste ernste des Maxwell Smart, das Steve Carell kongenial einfängt. Nebenbei stimmt die Story, die Gadgets und die Action – für mich der bessere Bond-Film 2008.

ben-x-poster1Bester Film den keiner gesehen hat: Ben X

Visuell und akustisch ein herausragender Film, der sich einem klassischen “Problem”-Thema sehr unkonventionell nähert. Überzeugend gespielt und inszeniert fasselt die Geschichte des am Asperger Syndrom erkrankten Ben, der sein wahres Leben nur in einem Online-Rollenspiel ausleben kann. Überraschend auch, dass der Film so gar nicht die sonst übliche Dämonisierung der Computerspiele betreibt, sondern das Spiel geschickt als Katalysator der Story benutzt. Unbedingt sehenswertes Kleinod aus den Niederlanden.

mmposterGuilty Pleasure des Jahres: Mamma Mia!

Die Handlung ist platt. Die Darsteller können bis auf Meryl Streep nicht wirklich singen. Das ganze ist Kitsch pur. Die Musik ist von ABBA! Scheissdrauf. Mamma Mia macht als Film fast soviel Spaß wie auf der Bühne. Die Simple Handlung wird mit derartiger Spielfreude, Selbstironie und unbedingtem Willen zum gehobenen Trash dargeboten, dass es schwerfällt das Ganze nicht zu mögen. Zwei Stunden abschalten und sich mit debilem Grinsen auf eine griechische Insel entführen lassen. Here we go again…!

iron-man-movie-teaserComic-Verfilmung des Jahres: Iron Man

Vergessen wir The Dark Knight, den Ledger-Joker-Hype und die ganzen bemühten Anspielungen auf die Weltpolitik. Wenn es um Unterhaltung und Spaßfaktor geht, gibts in diesem Jahr nur eine Adaption die wirklich ernsthaft in Frage kommt. Nach Ewigkeiten mal wieder ein Comicfilm für Erwachsene und für Männer. Keine Jammerlappen-Selbstfindungsheulereien wie bei Spider-Man, kein Romantik-Liebesdrama-Mist wie bei Superman. Robert Downey Jr. ist Tony Stark und er trägt den Film durch seine Präsenz fast alleine. Der Humor bleibt immer knapp und trocken, es werden kleine satirische Seitenhibe gegen das Militär und die Rüstungsindustrie verteilt, ohne das der Film sich dabei Inhaltsschwer oder superwichtig nimmt.

tropic-thunder-posterFun-Film des Jahres: Tropic Thunder

Und noch ein Film der Spaß gemacht hat. Ben Stiller lieferte eine fluffig Hollywood-Komödie ab, die zwar niemandem wehtat, aber durch eingesprengselten schwarzen Humor und eine Mordsbesetzung bestens zu unterhalten wusste. Nach dem unterschätzten Zoolander mal wieder ein Film der gekonnt am Rande der Groteske balancierte. Robert Downey Jr. als eitler australischer Method-Acting-Fatzke war genauso unterhaltsam wie Tom Cruise der die erschreckende Karikatur eines Produzenten abgab – und für dieses Cameo mehr Lob einheimste, als für die fünf letzten Hauptrollen.

deadsetTV-Serie des Jahres: Dead Set

Das vereinigte Königreich empfiehlt sich seit Jahren mit exzellenten, smarten Serien, die weitaus origineller und gewagter sind als alles was aus Deutschland oder den USA zu uns kommt. Ob Spooks, Skins, Doctor Who Leider schaffen es nur wenige davon über den kleinen Teich. Ebenfalls noch nicht für Deutschland geplant, aber schon auf DVD erhältlich ist die im November ausgestrahlte Mini-Serie Dead Set – England wird von einer Zombieplage überrannt, nur die Insassen des Big Brother-Hauses bekommen nichts mit. Während ringsherum die Menschen zerfleischt werden, wundern sich die Bewohner noch immer wie sie wohl draussen ankommen und wer als nächstes rausgewählt wird. Als die Zombies ins Studio eindringen, wird das Big Brother-Haus zur Festung und letzten Zuflucht. Eine wirklich großartige Serie, die sowohl den satirischen Anteilen der Story Rechnung trägt, als auch eine handfeste Zombie-Story erzählt, die auch vor derben Szenen nicht zurückscheut. Witzig: Davina McCall – die Moderatorin des echten UK-Big Brother – spielt sich selbst… auch als Zombie.

Schock des Jahres: Der Nebel

Der Nebel gehörte immer zu meinen Lieblings Novellen von Stephen King. Die düstere Geschichte um das monströse Grauen, dass blitzartig über eine kleine Gemeinde hereinbricht und die wenigen Überlebenden als gesellschaftlichen Mikrokosmos zusammenpfercht verband den 50er Jahre Paranoia-Horror mit der Furcht vor politischer Verführbarkeit und religiösem Wahn. Frank Darabont hat die Novelle kongenial verfilmt und ein wirklich schockierendes Ende ergänzt. Selbst die mittelmässigen Tricks können dem Film nichts anhaben.

Fieser Bastard des Jahres: No Country for Old Men

Javier Bardem war – bei allen kleinen Schwächen die der Film hat, eindeutig der creepigste Bösewicht des Jahres. Gegen ihn wirkt der Joker verspielt und harmlos. Die blutige und harte Katz- und Maus-Geschichte mit dem überraschend offenen Ende und einem Klimax der im Off stattfindet, ist für mich der bessere der beiden Erwachsenen-Hype Filme. Während mich Daniel Day-Lewis Performance im Öl-Epos There Will Be Blood eher zum unfreiwilligen Lachen reizte, war Javier wirklich beeindruckend. Wieviele Bösewichte sehen schon aus wie Bata Ilic?

Creature-Feature Sonderpreis: Hellboy II – Die goldene Armee

Ich mag Hellboy, den warmherzigen Humor der Figuren. Die überbordende Phantasie von Guillermo del Toro, die familiäre Atmosphäre des Films, die vielen animatronischen Figuren, die grandiosen Masken und die altmodische Erzählweise des Films. Ron Perlman wird leider nicht jünger, es steht zu bezweifeln ob wir ihn noch einmal als roten Riesen erleben dürfen, so vollgepackt wie del Toros-Terminkalender ist, hätte er wohl frühstens 2015 wieder Zeit sich um seinen Höllenjungen zu kümmern. Doch besser zwei gute Filme als Schrott in Serie, wie es bei anderen Comicverfilmungen die Regel ist.

Jet StrajkerJet Strajker

Bei mir gibt’s ganz spießig eine klassische Top 10. Und die sieht wie folgt aus:

10. Drifter (D, Sebastian Heidinger)

Sehr überlegt inszenierter Dokumentarfilm über die Jugendprostitution am Bahnhof Zoo, jenseits von “Christiane F.”. Mit emotionaler, nicht aber räumlicher Distanz nähert sich Heidinger einem sozialen Problembereich in der Nische: Das Quasi-Lichten einer Grauzone geschieht mit der nötigen Subtilität und für einen jungen Regisseur von der Film-Uni erstaunlich unprätentiös. Ein Film, der mich nicht zuletzt wegen seines unkonventionellen, szenischen Konzepts beeindruckt hat.

9. Once (IE, John Carney)

onceEine wundersame Liebesgeschichte über die Kraft der Musik. Sicher, ein wenig ist der irische Independentfilm cheesy inszeniert, manchmal gar orientierungslos, aber er ist dabei eben auch unbeholfen sympathisch und stets aufrichtig. Mit zwei großartigen Hauptdarstellern und noch großartigerer Musik einer der schlicht schönsten Filme des Jahres.

8. Mamma Mia! (USA/GB/D, Phyllida Lloyd)

Nach einem Trailer mit hoher Fremdschämgarantie erwies sich die Kinoumsetzung des beliebten Stage-Musicals um die ABBA-Klassiker als unbekümmertes Camp-Fest, das so viel Lebensfreude und Gute Laune versprüht wie kein anderer Film 2008. Eskapismus in Reinkultur, wunderbar besetzt. Und mit Mut zur Peinlichkeit.

7. WALL·E (USA, Andrew Stanton)

wall-eEin Film über die stille Liebe zweier Roboter. Inmitten “Hello, Dolly!” als kommunikativer Vermittler – die Sprache eines jahrhundertealten Films auf Video reift zur einzigen Sprache eines volldigitalen Films, der 700 Jahre in der Zukunft spielt. Die erste Hälfte gar von ungeheuerer Brillanz, eine bewegende und komplexe Studie über Einsamkeit und Verstummung – in einem Kinderabenteuer! Danach schlittert “Wall-E” zwar über bekanntes Terrain, dennoch hat Pixars Quasi-“E.T. 2.0″ mein Herz im Sturm erobert.

6. Schmetterling und Taucherglocke (F/USA, Julian Schnabel)

schmetterlingundtaucherglocke_posterJulian Schnabels Interpretation eines Schicksals. Von Jean-Dominique Bauby, der nach einem Schlaganfall vollständig gelähmt ist – und nur mit seinem linken Auge kommunizieren kann. Bauby schrieb im Krankenhaus ein Buch: Er diktierte es ausschließlich über seinen Lidschlag, nur wenige Tage nach Veröffentlichung starb er 1997. Diese unglaubliche, bewegende Geschichte verarbeitet Schnabel als filmische Rekonstruktion zu einem humanistischen Manifest. Zunächst experimentell, später konventionell, aber immer mit einem Höchstmaß an inszenatorischer Konzentration. Da ich dieses Jahr erstmalig Dalton Trumbos Meisterwerk “Johnny got his Gun” gesehen habe, blieb der große Effekt der filmischen Erzählsubjektive leider aus, dennoch ist “Schmetterling und Taucherglocke” ein großartiger Film. Und es ist fast allein Janusz Kaminskis Film.

5. Otto; or, Up With Dead People (CA/D, Bruce La Bruce)

ottoEin poetischer Zombiefilm. Otto, der queere Untote, watschelt durch die Überreste des Plänterwaldes, fährt mit der U1 durch Berlin – und landet in einem Underground-Film einer lesbischen Kapitalismuskritikerin. Zwischen Gedärm und Blut und Bauchhöhlenficks findet Bruce La Bruce, in seinem ersten wirklich schönen Film, einfühlsame Bilder für Coming-Out-Nostalgie und Sinnsuche. Ein höchst faszinierender, verspielter Film. Mit Sicherheit die größte Überraschung des Jahres. Hier noch mal der Verweis auf die Filmfreunde-Kritik.

4. So Finster die Nacht (SE, Tomas Alfredson)

Der originellste, abgründigste, schönste Vampirfilm seit langer, langer Zeit. Klug und komplex spinnt er Motive von Anne Rice weiter, erinnert dabei manches Mal an Astrid Lindgren. In erster Linie aber ist es ein Film über Kinder, der sich in vielerlei Hinsicht sehr überlegt mit Sexualität und Gewalt auseinandersetzt. Ein bemerkenswertes Seherlebnis.

3. Chanson der Liebe (F, Christophe Honoré)

leschansonsWas zunächst wie eine leicht verrückte Hommage an Jacques Demys “Les Parapluies de Cherbourg” erscheint (immerhin spielt Catherine Deneuves Tochter auch noch eine tragende Rolle), ist nicht weniger als das entzückend schönste Filmmusical des Jahres. Verspielt, leichtfüßig und oft auch sehr frech erzählt Christophe Honoré hier eine ganz wunderbar beiläufig queere Geschichte über Liebe und Tod in regnerischen Bildern. Die Songs sind absolut großartig, die Schauspieler umwerfend. Und das ganz besonders Tolle an diesem Film ist seine Bezugnahme auf die Nouvelle Vague und die ewig gleichen Mann-Frau-Beziehungsgeschichten eines Jean Luc Godard – nur um deren heterosexuelle Klischees zu überwinden. Es ist außerdem der einzige Film, der mir in diesem Kinojahr Freudentränen entlocken konnte.

2. Sweeney Todd (USA, Tim Burton)

sweeneytoddTim Burton hat sich nicht länger vor der Herausforderung eines Realfilmmusicals gedrückt. Und er ist nicht, wie selbst viele Altmeister, an der inszenatorischen Komplexität des Genres gescheitert. Noch dazu hat es der Regisseur nicht gescheut, die heiligste Kuh aller Musicals zu adaptieren, nämlich Stephen Sondheims Jahrhundertkomposition vom teuflischen Barbier auf Rachefeldzug. Das Ergebnis ist überwältigend: So ökonomisch und punktgenau inszenierte Burton seit “Ed Wood” nicht mehr. Die perfekte Schauspielführung, das brillante visuelle Konzept, die betörende Neueinspielung der Musik – auch nach 6 Sichtungen allein in diesem Jahr mein persönlicher Lieblingsfilm 2008.

1. There Will Be Blood (USA, Paul Thomas Anderson)

Nach einem großartigen (“Boogie Nights”), einem herausragenden (“Magnolia”) und einem entzückend-schönen (“Punch-Drunk Love”) Film hat P.T. Anderson hier sein erlesenes Meisterwerk vorgelegt. Wenn es im Jahre 2008 noch gelingt, ästhetisch so außerordentlich originell wirken und neue filmische Gestaltungsmittel derart beeindruckend für sich beanspruchen zu können, dann gehört das natürlich ganz oben an die Jahresspitze. Andersons Kraft durchdringt dabei jede Ebene der Inszenierung, der Film über ein Monster wird zum Monstererlebnis, im völligen Bewusstsein seiner künstlerischen Mittel. Der beste amerikanische Film seit “Brokeback Mountain”.

Renington SteeleRenington Steele

Das Jahr in zehn Filme herunterzubrechen ist ja immer ein bisschen kompliziert und dann sitzt man vor einer Liste aus fünfzig Filmen, oder so, und muss nun 40 davon streichen, dabei will man eigentlich jeden einzelnen davon wie Jack Black in „High Fidelity“ jedem anderen ans Herz drücken und dabei murmeln „…und alles wird gut!“ Auf der anderen Seite bin ich ja Fan von Listen und ehrlich gesagt macht mir diese destillierten Jahresdinger einen Heidenspaß. Hier also meine Top 10, gefolgt von ein paar honorably mentions.

10. Parallel Worlds, Parallel Lives
Eine Dokumentation über Paralleluniversen und Pop. Der Frontman der Eels, Mark Everett, einer weltweit erfolgreichen Indie-Band, geht darin auf Spurensuche nach dem Vermächtnis seines Vaters, einem wegweisenden Quantenphysiker, der die Theorie der Paralleluniversen erfand und der, nachdem seine Theorie in seinem Fach abgelehnt wurde, in Deppression versank und sich schließlich umbrachte. Sein Tod (und der seiner Schwester und der Mutter) zieht sich wie ein roter Faden durch das musikalische Schaffen seines Sohnes und diese Dokumentation von Mark Everett selbst, geht seinen eigenen Wurzeln auf den Grund. Paralleluniversen und Pop, viel besser gehen Dokumentationen nicht. (Gehen sie doch, sehen wir später noch.) Die Doku ist komplett online zu sehen.

9. Hellboy 2
Sehr schönes Sequel zum ohnehin schon starken Vorgänger. Ron Perlman in seiner Paraderolle des ihm scheinbar auf den Leib geschriebenen Big Red, alle Nebenrollen bis ins letzte fantastisch besetzt, wunderbare Tricks, wunderbare Ideen. Fantasy wie sie sein soll. Guillermo Del Toro ist der neue Jim Henson und das hat, glaube ich, so noch keiner gesagt. Deshalb sag’ ich’s nochmal: Guillermo Del Toro ist der neue Jim Henson.

8. Der Nebel
Eine recht konventionelle King-Adaption, stringent erzählt. Die von vielen als „billig“ empfundenen Effekte empfand ich erfrischend mutig „billig“, Mut zum Trash, ohne Auswirkungen auf die einfache, aber schlicht gute Geschichte mit ihrem zutiefst amerikanischen Religions-Nebenstrang. Würde eigentlich unter „Schön, aber unauffällig“ sortiert werden, wäre da nicht dieses abartig fatalistische Ende, diese Negation des Happy Ends im Happy End. Da stockte mir tatsächlich der Atem, und das ist diesen Platz allemal wert.

7. Wall-E
Alleine die ganzen Geek-Anspielungen in „Wall-E“ sind ja bereits einen Platz in den Jahres-Listen wert, der Mac-Startton beim Hochfahren von Wall-E, wäre da nicht noch die völlig starke erste Hälfte des Films, die nur so vor Gesellschaftskritik und Philosophie strotzt. Was kann man in die einsame Aufgabe Wall-Es alles hineinlesen, fantastisch! Einen interpretationsfreudigeren Animationsfilm im Mainstream habe ich selten gesehen. Danach versinkt der Film zwar ein wenig in Standards, ist aber immer noch wundervoll genug.

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6. Dead Set
Eigentlich eine Serie des englischen Channel 4, wird aber auf DVD als Film vertrieben, deshalb also hier: Der bissigste Zombiefilm der letzten Jahre, das beste untote Fleisch seit dem „Dawn of the Dead“-Remake. Der Film, der „Diary of the Dead“ von Romero gerne hätte sein wollen und das blutigste Stück Film, den das Fernsehen jemals gesehen hat. Bissige Medienkritik (Big Brother gets eaten alive!) trifft auf klassisches Zombieszenario und obwohl die Zombies rennen muss ich sagen, dass Dead Set wohl der beste Zombie-Film des bisherigen Jahrtausends ist. Und das liest sich doch mal wirklich enorm stark, ey!

5. No Country for old men
Der letzte ernste Coen-Film hinterließ mich am Ende mit ein paar Fragen, dafür aber begeisterte er mich in den vorangehenden zwei Stunden mit der prächtigsten Killer-Frisur, die ich seit Jules Winfield jemals im Kino gesehen habe. Ein typischer Coen, typisch kryptisch, diese Mixtur aus Hitchcock und Lynch begeistert mich immer wieder, weshalb mir die Fragen dann auch sehr egal sind. Am Ende bleibt nur Bata Illic.

4. The Dark Knight
Schaut man sich „The Dark Knight“ an, kommt einem „Batman Begins“ wie eine Fingerübung vor. Wunderbar inszeniert, dramaturgisch äußerst gekonnt erzählt, alle narrativen Ebenenen wie von einem guten Deejay ineinander verschachtelt und zum Schluß zu Ende gebracht. Dazu schaffte es Christopher Nolan, die psychologische Note von Bruce Wayne, die Zerrissenheit des Charakters, den inneren Kampf mit seiner Kunstfigur Batman, glaubwürdig auf die Leinwand zu bannen. Dass diese Zerrissenheit soweit gehen musste, dass er dem Fledermausmann gleich mit die Stimmbänder durch ein Reibeisen erstetzen musste, verzeihe ich Nolan einfach mal. Starker Film!

3. Let the right one in
Ich schaue mir normalerweise sehr selten Filme im schwedischen Original mit englischen Untertiteln an, und wenn ein solcher bei mir am Ende des Jahres auf Platz 3 landet, dann muss man mir einfach mal glauben: Ein völlig wunderbarer, düsterer, harter, wunderschön erzählter Film, bei dem es nun wirklich keinerlei Rolle spielt, ob Eli nun Bub oder Mädchen ist, sondern allein die Kraft der Bilder, die Schluchten zwischen den Plattenbauten, das ständig präsente Schwarz, die dabei wunderbar kleinteilig erzählte Annäherung von Oskar und Eli. Dazu Blut und Gore, spärlich eingesetzt in fantastischen Bildern.

2. There will be Blood
Paul Thomas Anderson gehört zu meinen Lieblingsregisseuren, auch wenn er sich mit „Punch Drunk Love“ einen unverständlichen und überflüssigen Fehltritt geleistet hat. Dazu waren „Boogie Nights“ und „Magnolia“ zu wegweisend. Und jetzt hat er mit „There will be blood“ sein Meisterwerk abgeliefert. Ein Film über Kraft und menschlichen Willen, durchtränkt von (nicht Öl, sondern) Egozentrik, ein Film, der das wirtschaftliche Prinzip von Adam Smith quasi auf den Kopf stellt. Nach dessen Logik ist das Streben jedes Einzelnen nach Vorteilen auch zum Vorteil der Gemeinschaft, „There will be Blood“ bezweifelt dieses Modell und zeigt das Streben des Menschen nach Macht und Geld über jegliche Grenzen und Opfer hinweg, als einen Weg des Scheiterns im scheinbaren Sieg. Am Ende hat der Protagonist alle besiegt, alle, seinen religiösen Widersacher, sogar seinen eigenen Sohn. Was ihm bleibt ist seine reiche, versoffene Gosse aus Leid. Grandios, nicht zuletzt dank den fantastischen Soundtracks von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood.

1. Man On Wire
Philippe Petit spannt ein Drahtseil zwischen die Twin Towers und balanciert auf ihnen herum. Was sich banal anhört ist eine der wunderbarsten Gaukler-Geschichten des 20. Jahrhunderts und diese wurde so dermaßen fantastisch in dieser Dokumentation umgesetzt, dass einem manchmal die Worte fehlen. Diese kleinen Details zur Crime-Story, dieses ungemein ungestüme künstlerische Hirn von Petit, der über die komplette Filmlänge den Erzähler gibt, diese fantastische Einstellung („It’s impossible! – Lets start to work!“), dieses wirklich Leben eines Traums. Und was für ein Traum das ist: Tanzen auf dem Dach der Welt, in der Metropole, dem Zentrum der Welt.
Neben dieser sowieso schon tollen Geschichte wird dir Doku erzählt im Stil einer Kriminal-Geschichte, ein klassisches Überfall-Kommando, heute wären sie Terroristen. Damals gaben Polizisten zu „It was a once in a Lifetime-Thing“. Für mich das Must-Watch des Jahres 2008.

In : Features, Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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41 Comments

  1. Osiris

    Ich glaube es kaum, aber meine Top 2008 deckt sich bis auf Mamma Mia und Ben X, welche ich beide nicht gesehen habe, mit der von Batzman! Selbst der Nebel wurde erwähnt, der vielen nicht gefallen hat, aber bei mir auch zu den Top Filmen 2008 gehört. Oder als beste Comic Verfilmung Iron Man – sehe ich nämlich genauso – The Dark Knight war zwar auch nicht schlecht, aber Iron Man hat einfach VIEL MEHR Spaß gebracht. Tropic Thunder war auch ein klasse Fun-Film, und Get Smart war wirklich eine positive Überraschung für ein Remake, trotz des komischen Wrestlers der da mitspielt. Und Dead Set hatte ich auf Euren Rat auch mal geschaut – wirklich gut. Aber die Serie des Jahres ist bei mir “Fringe”.

  2. dejot

    Schöne Listen, auch wenn ich davon eigentlich weniger Freund bin (vielleicht, weil ich mich selbst damit immer so schwer tue) ;) Scheint ja doch ein paar Filme zu geben, die mehreren von euch gefallen (btw. fehlen da nicht noch zwei?).
    Von Dead Set hatte ich bis eben tatsächlich noch nie gehört/gelesen. Das wird jetzt schnell nachgeholt. Danke dafür.

  3. dejot

    Mist, zu langsam, sonst wäre es noch mit im ersten Kommentar gewesen, aber dazu muss ich jetzt einfach mal was sagen, in der Hoffnung, dass es nicht in Flaming ausartet: Was findest du an Fringe so überragend? Ich habe nach ca. 9 oder 10 Episoden aufgehört zu schauen und halte sie eher für eine der schlechtesten, wenn nicht die schlechteste Serie (dt. zählen nicht ;), die ich dieses Jahr gesehen habe.

  4. GhostDog

    Batzmans Liste entspricht so ungefähr zu 90% derjenigen, die ich aufstellen würde. TropicThunder hat mir nicht so gut gefallen, BenX will ich unbedingt noch sehen und MammaMia.. naja, gut, überredet, den schau ich mir auch noch an. Irgendwo unter Sparte “abgedreht, merkwürdig, aber irgendwie sehr enjoyable” würde ich vermutlich noch Sukiyaki Western Django einfügen. Wall-E übernehm ich aus Renningtons Liste :)

    Dark Knight halte ich für überbewertet, da geh ich mit Batzman konform: IronMan ist die “bessere” Comicverfilmung.

  5. mickey

    wieso haben alle so ein problem mit dem “no country for old men” ende. das ist doch echt kein rätsel,ey!

    leider war tropic thunder so dermaßen unter meinen erwartungen zurück geblieben…alle guten momente (5 oder so) waren schon im trailer verheizt. da hätte man wirklich mehr draus machen können.

  6. JerichoSmith

    Also ich weiß über geschmack lässt sich nicht streiten, aber ich muss einfach sagen das ich “Der Nebel” einfach für den hinterletzten Mist halte… ich meine, ich hab nen Herz für trashige Unterhaltung und wenn ich ehrlich bin hatte ich auch viel Spaß beim Nebel, aber halt viel Spaß im sinne von ein Lacher folgt dem nächsten, denn irgendwie fand ich die Charaktere und ihre vorgehensweise nicht nur vorhersehbar, sondern schon lachhaft.
    Wollte ich nur mal kurz los werden. *G*

    Ach, und um das auchnochmal anzusprechen: Ich fand “The Dark Knight” nicht überbewertet! Auch wenn er schon relativ stark von den Comics abweicht und sich mehr darauf konzentiert eine verkommene Stadt (Gesellschaft) zu zeigen in der es fast unmöglich ist eine gute Seele zu haben ohne das man irgendwann gebrochen wird. Also wie im wahren Leben, bloß etwas stärker gezeichnet!

  7. Osiris

    @dejot: Wie hatte ich es schon bei mir geschrieben: Eigentlich ist Fringe so, als wenn man einen Teil von Heroes nimmt, dann einen Teil von CSI, ein kleines bischen Monk, dann einen kleinen Teil von Eureka (die eine Firma heißt ja fast genauso) und eine Prise des schrulligen Professors aus Futurama – heraus kommt: Fringe. Da ich alle die aufgezählten Serien – Eureka mal mit zwei zugedrückten Augen ;) – mehr oder weniger gut finde, entspricht auch Fringe meinen Vorstellungen. Ich mag auch die Schauspieler die dort mitspielen, allen voran natürlich John Noble (Dr. Walter Bishop).

    Bisher gab es doch erst 10 Folgen, Du hast also schon bis zum bitteren Ende ausgehalten. ;)

  8. newtoncrosby

    naja…was ihr alle gegen den neuen batman habt kann ich ehrlich nicht verstehen,er mag überbewertet sein aber trotzdem gut. genauso wenig kann ich diesen hype um the mist und iron man, welche bei mir zu den schlechtesten filmen des jahres gehören. vor allem the mist war für mich ein übelst unorgineller, vor klischees triefender kackfilm den ich mir nur dank der fastforward-taste zueende angeguckt habe.
    achja..ist es nicht unsinn filme wie jumper oder loveguru in die worst-movie-liste aufzunehmen? mal im ernst, wenn man halbwegs bei verstand ist und den inhalt dieser filme kennt oder sogar den trailer gesehen, wer tut sich das dann noch an? für mich entziehen sich solche filme auf jeden fall jeglicher bewertung, da man im vorhinein ja schon weiß das diese filme nicht sehenswert sind, und schlechter geht es eigentlich immer.

  9. Philipp

    Aber was ist denn bloß mit Burn After Reading??? Der war doch so köstlich, anders, wunderbar verquert.

    Ansonsten für mich endlich mal wieder ein gutes Filmjahr mit einigen lohnenswerten Kinogängen. No Country for old men, there will be blood, iron man sind die Highlights. Gut fand ich auch things we lost in the fire. Viele eurer Top10 hab ich aber noch nicht gesehen, daher warten da vielleicht noch einige Überraschungen.

    Sonst gabs ganz viel Schrott leider. Euch allen guten Rutsch und vielen Dank für die gute Arbeit. Philipp

  10. WeGi

    BenX kann ich jedem wirklich nur empfehlen. Ich hatte es mir damals angesehen, weil ich mir dachte, da wird wieder wie üblich gegen Computerspiele gehetzt, aber es kam anders. Der Film hat mich echt berührt und mir lag wirklich etwas an der autistischen Hauptfigur. -und das will was heißen, ich bin ein verdammt kühler Mensch, dem Filme normalwerweise am Allerwertesten vorbeigehen.

  11. Kurz gecheckt 31.12 « BESSERWIXER.de

    […] Filmjahr 2008 – Die besten Filme – 2008 macht die Tür zu und hat uns – neben vielen unglaublichen Hypes – auch einige wirklich gute Filme gebracht. Auch wenn grade im Blockbuster-Bereich die Enttäuschungen knapp die Oberhand behielten.. […]

  12. Bateman

    @Filmfreunde:

    Schön dass There Will Be Blood gewürdigt wird! Fand ich zusammen als (von mir, nicht von den Machern) gedachtes Double-Feature mit “Die Ermordung Jesse James’ durch den Feigling Robert Ford” super stimmig und mit tollen schauspielerischen Leistungen.

    Und Batzmann, deine Art der Top-Liste gefällt mir sehr. Man kann eh kaum Filme miteinander vergleichen, diese Art der Kategorisierung macht es einfacher. Dazu sind die Kategorien gut gewählt. Und auf diese Art kann ich nichtmal meckern, wenn du Iron-Man vor TDK setzt. Was ansonsten unverzeihlich gewesen wäre ;-)

    Auf ein hoffentlich tolles Filmjahr 2009!

  13. jellyamison

    MAN ON WIRE kann für einen in Deutschland lebenden zum gemeinen Pöbel gehörenden Leser der Filmfreunde wohl kaum der “Must-Watch”-Film des Jahres 2008 gewesen sein …..

    Schöne Listen sonst. Danke.

    >>Das vereinigte Königreich empfiehlt sich seit Jahren mit exzellenten, smarten Serien, die weitaus origineller und gewagter sind als alles was aus Deutschland oder den USA zu uns kommt.<<
    Bitte wie? Diese Parallelstellung von Deutschland und den USA ist Blasphemie. Ich will auch nicht die Qualität von britischen Serien bestreiten. Aber es wäre irgendwie cool, wenn 2009 hier ein bisschen mehr über gute Serien (egal wo sie herkommen) gesprochen werden würde. Und dann ruhig auch (im Gegensatz zu Man On Wire) über solche, die in Deutschland noch nicht voll ausgestrahlt wurden.

  14. Lobold

    Nur einen dezenten Hinweis was exzellente, gewagte Serien angeht.
    Aus den USA: Breaking Bad !
    Mit dem krebskranken Chemielehrer, der aus finanzieller Not seinen Zweitjob in der Autowaschanlage hinschmeisst und stattdessen sein Wissen nutzt, um mit der Herstellung von ‘Meth'(amphetamin) Geld zu beschaffen. Unbedingt anschauen. Ich hoffe 2009 kommt die 2. Staffel.

    Zu den Listen: Ich picke mir mal Hellboy 2, Wall:E, Iron man und Brügge sehen.. als Filme raus.

    Dead Set als Miniserie ist schon gut, aber sie als besten Zombiefilm des bisherigen Jahrtausends zu labeln halte ich für übertrieben. Hab grad extra nachgeschaut: “28 Days later” ist von 2002 und den finde ich besser.

    Und auch wenn ihr es absichtlich vermieden habt: The Dark Knight gehört auf jeden Fall in eine Top-2008-List. Ist so.

  15. Berurin

    Ben X war grandios!

  16. Stefan

    Leute die “The Mist” mögen, kann ich auch nicht verstehen…

  17. Ein frohes Filmjahr 2009. » Der Filmpodcast.

    […] Fünf Filmfreunde” – besonders empfehlenswert ist aber der Filmjahresrückblick, geteilt in die besten und die schlechtesten Filme des Jahres 2008. Diskutiert werden darf natürlich – so ein Ranking ist […]

  18. Tobi-Man

    Seh ich genauso…The Dark Knight gehört auch in die Liste..definitiv…Iron Man mag spassiges PopkornComicKino sein, aber TDK zeigte zum ersten mal das eine Superheldenfilmung auch darüber hinaus gehen kann.

    Aber was solls..man kann ja keinem die Meinung eines anderen aufzwingen…von daher lässt man die Liste einfach mal so stehen, wobei mir Mamma Mia schon arg weht tut :D ;)

  19. TOPF

    Tobi-Man
    das gleiche wollte ich auch sagen.
    was tim burton mit batman returns angedeutet hat, hat nolan mit the dark knight nun vollendet.
    von den älte3ren batmanfilmen,war die 2.die erwachenste.
    was mich bei nolan überrascht hat seinen sinn für die erzählstruktur.
    ich fand sie mal erfrischend,dass nicht immer gesteigert wurde bis ins unendliche und dann n happy end,ich meine bei the dark knight wars wie ne berg und tal fahrt. mal zugespitzt,dann etwas ruhiger.
    immer im wechsel.
    für mich einer der innovatifsten filme aller zeiten….sry wenn ich das wort falsch geschrieben habe…

  20. spaß im netz & rückblicke 2008 | wortsafari.

    […] Fünf Filmfreunde blicken auf das Filmjahr 2008 und haben die besten und schlechtesten Filme gekürt. Zustimmen kann ich ihnen bei Brügge sehen… und sterben?. […]

  21. Falsus Procurator

    Poste auchmal meine Top 10 von diesem echt beeindruckendem Filmjahr :)

    1. The Dark Knight (Nolan)
    2. Sweeney Todd (Burton)
    3. Wall – E (Stanton)
    4. Iron Man (Favreau)
    5. No country for old men (Coen Brothers)
    6. Hellboy – The golden army (Del Toro)
    7. Tropic Thunder (Stiller)
    8. I am legend (Lawrence)
    9. Speed Racer (Wachowski Brothers)
    10. Shine a light (Stones and Scorsese)

    Und natürlich hoffentlich ein tolles Filmjahr `09!!!

  22. TOPF

    09 könnte sehr trashig werden, da dragonball evolution in die kinos kommt.

  23. FilmNews am Sonntag (KW01) « CeeNema.de

    […] für Fried ChickenCrank 2 – TrailerWatchmen – FeaturetteFilmjahr 2008 – Die schlechtesten FilmeFilmjahr 2008 – Die besten FilmeLakeview […]

  24. Favoriten (2): Die besten Filme 2008 « TV… und so

    […] Bestenlisten für die Filme des Jahres 2008 erstellt. Bei nerdcore gewinnt The Dark Knight, die Fünf Filmfreunde haben There Will Be Blood und Man on Wire oben auf ihren Listen, sowie einige […]

  25. Thomas

    Sehr schöne Liste(n), da sind einige Sachen drauf, die mir entgangen sind, und die ich am liebsten jetzt sofort sehen würde!

    Es fehlen natürlich einige, aber das liegt in der Natur der Sache. Happy-Go-Lucky zum Beispiel oder Chop Shop oder, wenn es um Filme geht, die in Deutschland 2008 auf DVD erschienen sind auch 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage und London to Brighton. Aber die sind ansonsten alle vor 2008 erschienen.

    2009 startet mit Slumdog Millionaire, Milk, Frost/Nixon, The Reader, Synechdoche New York ja auch gleich ziemlich fett.

  26. flipsidescreen

    MAMA MIA ?!?!?! WTF ?!?!

  27. furchtlos

    Also Mamma Mia und Sweeney Todd fand ich ganz grausam, obwohl der letztere Film wenigstens noch einen Spannungsbogen erkennen lies.

  28. Bateman

    @Batzmann:

    Hab jetzt endlich auch “Brügge sehen – und sterben?” gesehen. Schade dass es bei den Filmfreunden nur deine Kurzkritik gab. Der Film ist wirklich große Klasse, besonders wenn man bedenkt wie “klein” er ist.

    Auf Anhieb wären mir für den besten Spruch des Films, der immer bei euren Reviews oben steht, diese beiden eingefallen (sinngemäß):

    “Zwei billige Nutten und ein rassistischer Zwerg – ich geh dann mal heim.”

    oder:

    “Könnt ihr nicht eure Waffen auf den Boden legen und heim gehen?

    Bist du bescheuert? Das ist der Showdown!”

    Noch zwei Anmerkungen zu deinem Text:

    “Die lakonische Grundstimmung die bisweilen an “Wenn die Gondeln Trauer tragen” erinnert”

    Interessanterweise filmt das Filmteam in Brügge, auf das die Charaktere stoßen, eine Art Remake von “Wenn die Gondeln Trauer tragen”.

    “Ein kleiner Film, der völlig ohne Special Effekte und Action auskommt”

    Okay das ist Korinthenkackerei, aber es müsste heißen: “… der völlig ohne CGI-Effekte und mit nur wenig Action auskommt.” Denn die Blutspritzer sind natürlich Spezialeffekte (ich nehm mal an dass sie practical sind), und Action bietet der Film in geringer Dosis ja auch.

  29. Yannick

    Ich kann fast ausnhamnslos mit allen drei Listen leben! Dark Knight wäre bei mir allgemein weiter oben. Ben X war super und der Brüggestreifen wird als nächstes geschaut!

  30. Walter

    Ich liebe auch listen….die imdb-Top100 haben mir schon den ein oder anderen Top-Film nahe gebracht und hier scheinen sich auch einige Geheimtipps zu verstecken.
    Mal sehen ob ich auch ein paar Topfilme von 2008 zusammen bekomme: No Country for old man (total klasse), Kung Fu Panda (super witzig), Felon (sehr beeindruckend), Death Proof, Dark Knight, I am Legend, und…The Wrestler (ach ne…gehört ja zu 2009)

  31. HarryHardcore

    Ja, Brügge ist klasse, Batman auch gut und Hellboy 2 hat den geilsten Spruch auf Lager, den ich seit langem gehört habe

    Hellboy: [drunk] Look at her, Abe. She’s my… she’s my whole, wide w… I would… I would give my life for her. But she also expects me to do the dishes! Hellboy: I would die *and* do the dishes!

    Aber : No country, Mama Mia oder There will be… zeigt das es bei Kritiken nicht auf den Film ankommt, sondern ob geadelte Stars mitspielen oder anderweitig mitmachen und sowohl Daniel Day Lewis als auch Meryl Streep oder die Coen Brüder könnten das Testbild verfilmen das würde immer noch Begeisterungsstürme bei Kritikern auslösen-Hurz.

    Ciao
    Wolfgang

  32. HarryHardcore

    “So finster die Nacht” hat für mich den Charme der dort gezeigten Reihenhaussiedlungen. Aber Schwedenkrimis sind momentan ja “En Vogue”

    Ciao
    Wolfgang

  33. thorsten

    Wieder mal einer topliste ausgesetzt, die eine Person gemacht hat, dabei beweist ihr durchaus Geschmack, aber in gleicher Umgebung, lebt doch jeder in einer eigenen Welt ( Schopenhauer). Deshalb hier ein Link zu einem neuen Blog , wo Ihr Kino-Film- sowie eine Menge andere Toplisten mitbestimmen könnt.
    http://www.myvoting.over-blog.de
    Viel Spass!!!

  34. jzgcfxhg

    ich suche doch nur filme die gut sind! das gibts NIRGENDS!!!!!!

  35. jens

    Juno

  36. Andy W

    Bin durch die Google-Suche “besten Filme 2008″ hierher gelandet und habe mir gerade Ben X angesehen. Ein typischer Film, den keiner kennt. Doch ich bin sehr begeistert. Es wäre klasse, wenn es so einen Thread für die Filme aus 2007 und 2009 gäbe. Danke

  37. bla

    Bin durch die Google-Suche “gute Filme 2008″ hierher gelandet und werde mir wahrscheinlich Ben X ansehen. Bis jetzt die konstruktivste Liste die ich im WWW gefunden habe. Es wäre klasse, wenn es so einen Thread für die Filme aus 2007 und 2009 gäbe. Danke

  38. ich

    ich glaubs nich was ich da lesen muss… per anhalter durch die galaxis ist einfach nur kult… bzw frag doch einfach google nach: the answer to life the universe and everything

  39. hesqota

    Otto; or, Up With Dead People ist ein scheiss film

    leute schaut lieber ZOMBIELAND ;UNDERWORLD; ODER DEATH RACE an , die filme kann man wenigstens filme nennen haha .

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Fünf Facefreunde
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    jurassiraptor:

    fromdirectorstevenspielberg:

    Whoever created this: thank you!!

    Haha! Well done!

    11/27/14

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14