
Das ist die Nachricht des Jahres bisher: Terry Gilliam hat, nachdem er die Arbeiten an „The Imaginarium of Dr. Parnassus“ abgeschlossen hat, damit begonnen, ein neues Script zu seinem grandios gescheiterten Don Quixote-Projekt zu schreiben. Snip von Wikipedia:
Im Jahr 2000 wollte sich Gilliam, der seinen Ruf als respektabler Filmemacher nach den Erfolgen in den 90ern wiederhergestellt sah, endlich um ein Projekt kümmern, an dem er bereits etwa zehn Jahre lang gearbeitet hatte: The Man Who Killed Don Quixote, für dessen Hauptrollen er Johnny Depp und Jean Rochefort gewinnen konnte.
Doch die Dreharbeiten wurden zur Katastrophe, Jets einer nahen Nato-Basis stiegen ständig während des Drehs auf, ein unerwarteter Sturm machte die Wüstenlandschaft ungeeignet für den Dreh und als schließlich der Hauptdarsteller Jean Rochefort wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr reiten konnte, wurden die Dreharbeiten eingestellt. Der Dokumentarfilm Lost in La Mancha von Keith Fulton und Louis Pepe zeigt das Scheitern dieser Dreharbeiten. Das Drehbuch wurde von einer deutschen Versicherungsfirma, die den Film versichert hatte, eingezogen und befand sich jahrelang in deren Besitz, was eine Neuaufnahme der Dreharbeiten unmöglich machte.
Im Juli 2006 jedoch berichtete Gilliam, dass die rechtlichen Streitigkeiten mittlerweile beigelegt wären, so dass The Man Who Killed Don Quixote doch noch in absehbarer Zeit realisiert werden könnte.
Jetzt hat Gilliam mit Empire gesprochen.
“Tony and I have started rewriting Don Quixote just this last week. [We] finally got the script back. I re-read the greatest script ever written and realise we gotta get rewriting! I really wanna knock that one out in the next month or so.”
Gilliam was vaguer on details, saying only that he had “some very different ideas” for the movie, but he has not lost any of his enthusiasm for the lance-wielding Spaniard. “[I’m] starting to think I was lucky, because maybe the film will be better seven years later. It will have matured a bit longer.”
Shooting on The Man Who Killed Don Quixote is likely to begin later this year.
Hoffentlich klappt es diesmal, ich würde für eine Gilliam-Verfilmung des Stoffs von Miguel de Cervantes sterben. Ich liebe diesen verwirrten, alten Ritter, der gegen neue Technologien (Windmühlen!) kämpft
- Renington Steele •
- Januar 17th, 2009 •
- 11 Kommentare
- Schlagwörter: DonQuixote, Terry Gilliam
1 Trackback
- 26.02.2009 - The KingOli Blog » Death sells - oder doch nicht?



















Das ist in der Tat die beste Nachricht seit langem!
Kommentar #1 von Sebastian am 17.01.2009 um 13:13 Uhr
wie geil! hoffentlich geht diesmal alles gut.
Kommentar #2 von DerTim am 17.01.2009 um 17:12 Uhr
Find ich geil, dass ers wieder aufgenommen hat. Dem Typen kann man nur das beste hoffen.
Ma guggn, ob er die ursprüngliche besetzung wieder zusammenkriegt.
Kommentar #3 von gameria am 17.01.2009 um 17:45 Uhr
Jo, hoffentlich klappts. Don Quixote ist einer meier Lieblings-Stoffe ;)
MFG Sveb
Kommentar #4 von Sven am 17.01.2009 um 18:27 Uhr
Das wäre echt das Größte. Don Quijote, der mir schon so viele Stunden versüßte nun endlich doch auf der großen Leinwand zu sehen.
Kommentar #5 von Paul Laub am 17.01.2009 um 19:26 Uhr
Freut mich. Auch wenn ich Tideland ganz ehrlich ziemlich daneben fand, aber ich glaube das war nur ein “Ausrutscher”; seine anderen Filme find’ ich super!
Kommentar #6 von Banquo am 17.01.2009 um 20:02 Uhr
Ja, Tideland war irgendwie… öh, völlig daneben. Mir ist immernoch unklar, auf was für’nem Trip Gilliam da war.
Habe voller Schmerzen “Lost in La Mancha” gesehen (hey, sogar aus den USA importiert) und bin gespalten. Die Story klingt interessant, aber nachdem beim ersten Versuch so alles schiefgegangen ist, was schiefgehen konnte, fragt man sich, ob’s wirklich sein soll. Scorsese hat jahrzehntelang an “Gangs of New York” gesessenn und das wurde dann Mist. Ebenso Kubrick’s “Eyes Wide Shut”
Kommentar #7 von stb247 am 19.01.2009 um 12:23 Uhr
“Lost in La Mancha” ist großartig (und “zum Totlachen tragisch”, wie meine Mitguckerin sagte), und ich bin vor allem deshalb hier in die Kommentare abgetaucht, weil ich es nicht glauben konnte, eine Nachricht zu “The Man Who Killed Don Quichote” zu lesen ohne dass LiLM erwähnt wurde.
Da ich das ja aber nun nicht mehr zu tun brauche, noch etwas Meinung: Was ich von TMWKDQ in der Doku gesehen habe, fand ich ja nicht sooo ansprechend (die tanzenden Rittermarionetten?!). Aber ich habe damals im Anschluss nochmal “The Hamster Factor” (das “12 Monkeys”-Making-of von denselben Regisseuren wie LiLM) geguckt und hatte irgendwie das Gefühl, dass Gilliam sich seine Probleme auch ein bisschen selber macht…
Kommentar #8 von OJ am 19.01.2009 um 12:49 Uhr
Nun, die Freude ist selbstverständlich auch bei mir enorm, allerdings kann ich nicht verstehen, dass Tideland hier so schlecht wegkommt. Das Drehbuch zu BGrimm ist sicherlich zu kritisieren, aber Tideland ist ein absolutes Glanzstück geworden. Bei allen Gilliam Werken reiht er sich ganz oben ein…na ja, meine Meinung.
Freuen wir uns jetzt aber erstmal auf den Parnassus und schließlich auf den Quijote.
Kommentar #9 von joshne am 22.01.2009 um 13:13 Uhr
Lost in La Mancha war wirklich komisch – wenn es nicht bittere Realität gewesen wäre. Die Frage ist nur, wer das Geld auftreibt für den zweiten Versuch. Gilliam hat seinen Ruf bei den Studios zu Recht. Ich hoffe das Beste!
Kommentar #10 von KingOli am 22.02.2009 um 18:24 Uhr