Operation Walküre (Review)

57 Comments

You can serve Germany, or the Fuhrer. Not both.

Originaltitel: Valkyrie
Herstellungsland: Deutschland/USA 2008
Regie: Bryan Singer
Darsteller: Tom Cruise, Kenneth Branagh, Carice van Houten, Bill Nighy, Terence Stamp, Tom Wilkinson, Thomas Kretschmann, Christian Berkel

★½☆☆☆ Jet Strajker
★★☆☆☆ Batzman

valkyrieMan wird ja nun wahrscheinlich niemals erfahren, wie “Valkyrie” denn eigentlich ausgesehen hätte, wenn die gesamten Produktions- und Distributionsbedingungen nicht von Anfang ein derart reges, öffentliches, mediales Interesse auf sich gezogen hätten. Und der Film dadurch nicht mit allerlei Bedeutung aufgeladen worden wäre: Drehverbot im Bendlerblock, Scientology-Diskurs, verletzte Statisten. Fast zwei Jahre nun, nachdem die erste Klappe fiel, einen Courage-Bambi und mindestens fünf freiwillige Cruise-Lobgesänge von Florian Henckel von Donnersmarck später kann der fertige Stauffenberg-Film natürlich keine seiner Erwartungen erfüllen – es ist weder das vermutete peinliche Trash-Debakel, noch ein sehenswerter Geschichtsfilm. Oder überhaupt so etwas wie ein Film. Eher noch erinnert es irgendwie an eine Faschingssause, für die sich Cruise mal in ein hübsches Grafenkostüm schmeißen durfte.

Dass Bryan Singer hier nur als ausführender Handwerker angeheuert wurde, durfte wohl zu Recht vermutet werden. Immerhin war “Valkyrie” von Anfang an als Prestigeproduktion vorbelastet, es musste der Film werden, der Cruises neu erworbenes Studio United Artists wieder in die Gewinnzone manövriert, nachdem der hübsch ambitionierte und ebenso hübsch harmlose “Lions for Lambs” gewaltig floppte. Insofern durfte man davon ausgehen, dass der Film die Versprechen einer One-Man-Show einlösen würde, nachdem gar gemunkelt wurde, dass die Produktion für die Cruise-Sekte so etwas wie ein dämonischer Plan sei, in Zuge dessen der Hollywoodstar Kraft seiner Scientology-Fähigkeiten die Deutschen vor dem Untergang errettet. Aber nun ja, erstens war das dem Grafen ja ohnehin nicht vergönnt, und zweitens hat die Über-Präsenz des Hauptdarstellers und der Produktion das ganze Projekt erst einmal für ein Jahr ins Abseits befördert.

Was sich da jetzt zu Deutsch “Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat” nennt, ist – wie man es sehen möchte – nun der Torso dessen, oder das bestmögliche Ergebnis, oder vielleicht auch Plan B. Dass Singers Film in seiner jetzigen Form zweifellos erst im Schneideraum zu einer Form gefunden hat, merkt man zumindest in jeder Szene: Die ständigen Parallelmontagen wirken in ihrer Aufdringlichkeit und Redundanz dabei wie die verzweifelte Bemühung, der bekannten Geschichte so etwas wie Suspense zu implementieren. Überhaupt ist “Valkyrie” lediglich ein Thriller, ein braver Krimi, durch den Singer ein laues Lüftchen Spannung zu blasen versucht. Es geht über zwei Stunden um nichts außer der Vorbereitung eines Attentats – und wie dieses erwartungsgemäß scheitert. “Rififi” im Nationalsozialismus, sozusagen.

Aber selbst für ein bisschen Genre-Verschwörungstaktik im historischen Gewand hat es nicht mehr gereicht. Der Film ist ja viel zu flach und unraffiniert erzählt, viel zu spannungslos inszeniert, als dass man ihn zumindest als Heist-Thriller annehmen könnte. Lediglich die Musik ist darum bemüht, dem Ganzen etwas Schwung zu verleihen, aber sie bleibt ein oberflächlicher Gefühlserzeuger, vermutlich weil Komponist und Cutter John Ottman schon genug damit beschäftigt war, die Ego-Show zu einer Ensemble-Parade hinzueditieren.

Und damit ist es ja auch nicht getan, sich vielleicht zu begnügen mit einem vielleicht guten Thriller. Denn das verschenkte Potential wird dadurch auch nicht wiederhergestellt: Wen interessiert schon Geschichtsverfälschung (außer Guido Knopp), wenn der Film gar nichts zur Fälschung anbietet – seine Figuren haben keine Eigenschaften, keine Motivationen, keine Ziele. Es gibt schlicht keinen politischen Kontext in dieser Geschichte, man weiß nicht einmal, warum da jetzt soundso viele Männer an einem soundso geheimen Plan tüfteln, und was die Erfüllung desselbigen für eine Bedeutung haben würde. Mal ein wenig anzudeuten, wer dieser Stauffenberg eigentlich ist, dieser ideologische Nazi-Beförderer, der fest entschlossen den Führer zu stürzen bereit ist – das hätte schon mal eine gute Vorraussetzung für einen … ähm … soliden Thriller ergeben können.

Batzman

Batzman meint:

Mission Total Impossible in der Baldrian-Version. Walküre wirkt wie die Spielszenen einer Guido Knopp-Doku auf Spielfilm-Länge gedehnt. Politische Auseinandersetzung mit der historischen Figur Staufenberg? Fehlanzeige. Irgendeine Form der Charakterentwicklung? Wozu auch. Der Film präsentiert eine erschreckend eindimensionale und flache Weltsicht. Wer Hitler töten will ist gut, egal aus welchen Motiven.

Cruise wird als Staufenberg mit stoischer Minimalmimik zur Ikone ohne Persönlichkeit stilisiert. Ob er zur Vorbereitung auf die Rolle nen Sixpack-Botox getrunken hat ist nicht bekannt, sollte aber als Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden. Staufenberg soll als Held nicht verstanden oder gar hinterfragt, sondern hingenommen werden. Seine Beweggründe die die Eingangsequenz zusammenfasst, haben nicht mehr Tiefgang als ein “Hitler ist doof!”-Statement, der Rest des Films bietet eine mühsam auf Spannung gedrillte, inhaltlich aber ungeheuer banale Variante eines Thrillers nach altbekannter Heist-Manier – nur das keine Spannung aufkommt, weil jede Wendung altbekannt ist.

Die Dialoge laden in ihrem gestelzten Pathos eher zum Lachen ein und könnten so auch in irgendeiner WII-Klamotte der 60er Jahre vorkommen. “Ich mache alles”, verspricht Staufenbergs neuer Assi sofort und fast erwartet man die Nachfrage, ob es “ohne Gummie” mehr kostet. Natürlich dudelt im Hause Staufenberg dauernd Wagner und unheildräuend vibriert der Bombenalarm den Plattenspieler mit dem Walkürenritt an. Man grüßt zackig, aber falsch (wahrscheinlich wären in der Realität die Verschwörer schon viel früher erschossen worden, weil sie auf amerikanisch salutieren. anstatt korrekt nach deutscher Manier). Beste Szene: Bei der ersten Konfrontation Hitler/Staufenberg wird Hitler wie weiland Blofeld als Schäferhund streichelnde Karikatur seiner selbst eingeführt. Das passt zu einem Film, der so absolut gar keinen Anspruch hat und mit viel Aufwand ein überflüssiges Nichts präsentiert, dessen fragwürdige Heldenverklärung nicht erst im Nachhinein sauer aufstösst. Schade um die vielen guten Schauspieler, die oft nur in Winzrollen verheizt werden. Wotan-Wilke-Möhring als Soldat-Arsch-Schrankenwärter und Kretsche Kretschmann, der sich wie immer mit zusammengebissenen Zähnen durch seine Dialoge guturaliert. “Ja mein Führer, ich erkenne ihre Stimme”. Ob Seewolf, King-Kong-Captain oder Nazi – Kretsche wirkt immer wie jemand der Cobras zum Frühstück frisst und mit Kieselsteinen nachspült. Seine kernig-karikierende Art passt perfekt in einen Film, der den “Mumie-Filmen” nähersteht, als der “Weißen Rose”. Kenneth Brannagh macht es richtig und liefert im Grunde wenig mehr als ein Extended Cameo ab – für das er hoffentlich so gut bezahlt wurde, das er sich demnächst wieder um gute Projekte kümmern kann. Walküre wird wohl wenige vor den Kopf stoßen, weil er in seiner Mutlosigkeit einfach zuwenig Angriffsfläche bietet und jeden Konflikt meidet. Dadurch riskiert er nichts und bleibt schließlich nicht mehr als eine Fußnote zum Allgemeinwissen, ohne jede tiefere Bedeutung.

In : Review

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Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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  1. Kuroi

    War doch klar.

  2. Bateman

    “weil sie auf amerikanisch salutieren”

    Oh mein Gott, wie lachhaft. Da machen sie so nen Stress und holen extra alte WW2-Flugzeuge hervor und dann grüßen sie falsch?

    Ja, zu den Reviews kann man ja sonst nichts sagen, da sie sozusagen wie der Film keine Angriffsfläche bieten. Viel Talent für wenig (Er)Zählbares, oder?

  3. Zetterberg

    Stauffenberg ist mir sowieso mehr als suspekt… da interessiert es mich auch nicht, wie schlecht der Film ist, um ehrlich zu sein. Wenn Stauffenberg und die Weiße Rose Widerstand gewesen sein sollen, was ist dann mit den Sozialdemokraten und Kommunisten, die von Anfang an gegen Hitler waren und das nicht erst 1944 bemerkt haben… Riesenshow um eine historische Randnotiz.

    PS. Was Geschichtsfälschung angeht, ist Guido Knopp ja selbst bekannt für…

  4. Ich

    Jepp. Mein Uropa war Sozialdemokrat und Lehrer. Sie haben ihn “auf der Flucht” erschossen. Wenn Tom Cruise SEIN Leben verfilmen will, kann er sich vertrauensvoll an meinen Opa wenden. Der wird ihm was husten.

  5. Kasuke

    “Wahrscheinlich wären in der Realität die Verschwörer schon viel früher erschossen worden, weil sie auf amerikanisch salutieren, anstatt korrekt nach deutscher Manier”

    Was soll das bedeuten ?

    Willst Du damit sagen , das die deutschen Soldaten in diesem Film nicht mit der erhobenen, durchgestreckten, rechten Hand salutiert haben ?

    Wenn das so ist , dann ist das zu 100 Prozent richtig !

    Der deutsche Soldat musste erst nach dem Attentat auf Hitler, nach “korrekter deutscher Manier” salutieren, auch wenn man das in anderen “Lollyfutt-Filmen” die sich mit Hitler oder dem Deutschen Reich befassen nicht so ernst nimmt… ;-)

    Auf amerikanisch salutieren kann man übrigens auch nicht.
    In jeder Armee (Exoten ausgenommen) wird das so gemacht.

  6. Grammaton Cleric

    “Ich mache alles”, verspricht Staufenbergs neuer Assi sofort und fast erwartet man die Nachfrage, ob es “ohne Gummie” mehr kostet.

    Für mich der Satz der Woche! :D

    Aber mal im Ernst: Der Film ist doch genau das, was er sein möchte. Man will einem internationalen Publikum den Mann Stauffenberg (nur echt mit zwei F, Batzman!) näher bringen, zeigen, dass es deutschen Widerstand gab. Da spielt es doch erstmal eine eher kleine Rolle, dass er nicht der Saubermann war, für den ihn die Masse hält. Dass wir Deutschen den Film natürlich anders rezipieren als der Rest liegt dabei natürlich auf der Hand.

  7. Batzman

    Deutscher Widerstand hin oder her, aber ich glaube ich würd ungern in einem Deutschland leben, in dem das Attentat gelungen wäre und die Stauffenbergtruppe die Macht übernommen hätte. Sie mögen zwar gegenüber Hitler das kleinere Übel gewesen sein, aber es waren trotzdem Nationalisten und Militaristen…

  8. Bateman

    So jetzt gibts hier wenigstens Anlass sich zu kabbeln:

    @Zetterberg:

    “was ist dann mit den Sozialdemokraten und Kommunisten, die von Anfang an gegen Hitler waren”

    Die haben aber nicht versucht ihn zu ermorden. Attentat ist einfach verfilmbarer als eine Sitzung im Reichsparlament.

    @Kasuke:

    “Der deutsche Soldat musste erst nach dem Attentat auf Hitler, nach “korrekter deutscher Manier” salutieren”

    Echt? Hm. Also war der deutsche Soldat da anders als andere Gruppen? Es salutieren doch andauernd alle mit der rechten ausgestreckten Hand, zB bei Triumph des Willens.

    @Batzman:

    “ich würd ungern in einem Deutschland leben, in dem das Attentat gelungen wäre und die Stauffenbergtruppe die Macht übernommen hätte. Sie mögen zwar gegenüber Hitler das kleinere Übel gewesen sein, aber es waren trotzdem Nationalisten und Militaristen”

    Ohne über die vermutlichen Pläne der hypothetisch erfolgreichen historischen Gruppe um Stauffenberg spekulieren zu wollen, aber ein “normaler” Nationalist vergast keine Minderheiten und fängt auch nicht zwingend Weltkriege an. Das wäre doch allemal angenehmer für dich und jeden Deutschen als unter Hitler, oder?

  9. -sKy-

    @ Bateman

    Die mutmaßlichen Putschisten hatte allesamt an der Ostfront und anderen Kriegsschauplätzen mehr oder weniger die üblichen Erschießungen, Ermordungen, etc. mitgemacht.
    Dass die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik das Zuschauen und Mitmachen als “Eidestreue” praktisch legitimiert, macht die Putschisten, die vlt. das kleinere Übel gewesen sein mögen, nicht zu besseren Menschen, sondern zu Mittätern, die in Folge keinen Führerstaat, sondern vlt. einen militaristischen Ständestaat aufgebaut hätten ;)
    Das ganze hat mit “Demokratie” und “preußischer Ehre” einen feuchten Semmel zu tun.

  10. phil

    “Mission Total Impossible in der Baldrian-Version. Walküre wirkt wie die Spielszenen einer Guido Knopp-Doku auf Spielfilm-Länge gedehnt. Politische Auseinandersetzung mit der historischen Figur Staufenberg? Fehlanzeige.”

    WORT DRAUF!

    Bateman, dass ist ja der Witz an der Sache. Staufenberg und seine Jungs wollten Hitler töten, zweifelten allerdings nur bedingt an dessen Staat.
    Das Attentat an sich fand am 20 Juli ’44 statt – egal was Stauffenberg erreicht hätte, die Situation wäre heute kaum anders.

  11. Kasuke

    @ Bateman

    “Echt? Hm. Also war der deutsche Soldat da anders als andere Gruppen? Es salutieren doch andauernd alle mit der rechten ausgestreckten Hand, zB bei Triumph des Willens.”

    Ja , mein Lieber. Es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen SS (SCHUTZSTAFFEL der NSDAP) , der SA (STURMABTEILUNG der NSDAP) und der WEHRMACHT (ARMEE des DEUTSCHEN REICHES).

    Triumph des Willens ist ein NS-Propaganda Film. Die Parade im Fackelschein besteht aus der SA. Man sieht auch ein Heer aus ca. 150.000 SA und SS Männern. Die Wehrmacht ist auch dabei, aber das Salutieren mit erhobener, gestreckter Hand war bei der Armee erst nach dem Attentat üblich, um die Loyalität gegenüber Hitler zu demonstrieren. Das wurde von der Wehrmacht eingefordert und nicht etwa freiwillig getan. Mein Opa z.B. hat es gehasst, weil er sich der NSDAP, Hitler und seinem Regime nicht verpflichtet fühlte, sehr wohl aber seinem Vaterland. SA und SS waren allesamt NSDAP-VASALLEN , die WEHRMACHT nicht.

  12. Bateman

    @Sky:

    “Das ganze hat mit “Demokratie” und “preußischer Ehre” einen feuchten Semmel zu tun.”

    Davon habe ich auch nie was gesagt. Wenn das im Film so rüberkommt kann ich dazu nichts sagen, ich habe ihn nicht gesehen, und in der Review tauchen ja auch keine expliziten Details auf.

    “Mittätern, die in Folge keinen Führerstaat, sondern vlt. einen militaristischen Ständestaat aufgebaut hätten ;)”

    Bei Mittätern hast du natürlich recht. Mir ging es darum, dass Batzman ungefähr sagte dass ihm auch das kleinere Übel nicht gut genug wäre in dem Fall. Ich halte dagegen dass es unter den Umständen meiner Meinung nach gut genug wäre, zumal man von dort an, nach dem Attentat und einer neuen Regierung, immer noch weiter in Richtung dessen arbeiten könnte, was einem selbst gut genug ist.

    Da hier so wenig explizites steht zitiere ich mal schnell die Wiki:

    “Die Verschwörer legten ihre Ziele auf die Beendigung des Krieges und der Judenverfolgung und auf die Wiederherstellung des Rechtsstaats fest, wie er bis 1933 bestanden hatte. Auf eine angestrebte Staatsform konnten sie sich nicht einigen. Ein Großteil der aus den konservativen Kreisen von Bürgertum, Adel und Militär stammenden Verschwörer lehnte die parlamentarische Demokratie ab, so auch Stauffenberg. Andererseits forderte er die Aufnahme von Sozialdemokraten wie Julius Leber in die neu zu bildende Regierung.”

    Da steht jetzt zwar nichts davon ob auch die Verfolgung anderer Minderheiten aufgehört hätte, aber es wäre anzunehmen. Ein Rechstaat, der zwar kein Parlament hat, aber dafür nicht mehr Krieg führt, keine Juden mehr verfolgt und eben vor Allem wieder ein Rechtsstaat wäre, wäre für jeden Deutschen eine enorme Verbesserung gewesen oder? Ich finde es einfach nicht richtig das so schnell mit Bezeichnungen wie “Nationalisten und Militaristen” abzutun.

    @Kasuke:

    Deinen “Lieber” kannst du dir getrost sparen, den Capslock-Schmarrn sowieso. Abgesehen davon, danke für die Erläuterung. War mich nicht klar dass das bei Triumph des Willens nicht die “normale” Armee war. Gut, wieder was gelernt, und meine grußtechnische Häme über den Film kann ich ja dann wieder einpacken.

  13. Kasuke

    @Bateman :

    Wenn in diesem Film “normal” salutiert wird ist das korrekt und spricht für eine saubere Recherche, zumindest in diesem spezifischen Fall.

    Ich habe den Film nicht gesehen, nur Batzmans Kritik gelesen. Man kann dem Film bestimmt einiges vorwerfen, aber falsches Salutieren seitens der Wehrmacht gehört nicht dazu.

    Entschuldigt , das ich aus dem Text 2 Posts gemacht hab’. Ich gelobe Besserung. Gute Nacht zusammen :-)

  14. Jan

    @ Kasuke

    Es erscheint mir unsinnig hier über Position der Wehrmacht zu diskutieren. Sie hat sich (freiwillig) mit genug Blut besudelt als das da irgendwo noch was ehrenhaftes bei rauskäme! Und was diesen Fakt im Film angeht – wen interessiert es? Dem Rest der Welt ist es egal, die hören hier sowieso erstmals den Namen Stauffenberg. Da sind solche Details vielleicht historisch inkorrekt aber fallen nicht ins Gewicht! Und alle Insider dürfen sich im Stillen rühmen solch einen umverzeihlichen Fopa erkannt zu haben (den der Rest des kinosaals definitiv nicht bemerkt!!!)

    Was an der ganzen Sache schlimmer ist, ist die allgemeine Verklärung der Stauffenberg-Gruppe auf Kosten anderer Widerständler – kennt jemand Georg Elsner? Ich zumindets hab ein Problem damit, das diese Leute erst 1944 reagiert haben (ok, besser spät als nie!) und zwar als sie sahen das der Krieg nicht zu gewinnen war. Solange die Blitzkriege funktionierten hatten sie keinen Grund zu oponieren, hatten ja da nichts zu verlieren. Erst als sie gewahr wurden, das es ihnen allen an den Kragen ging haben sie Hitler als Feind erkannt. Da waren andere, eben auch Georg Elsner, schneller, genauso erfolglos, aber eben auch mit anderer Motivation.
    Das Attentat auf Hitler selber heiße ich selbstverständlich gut (die Diskussionen über das was wäre wenn sie es geschafft hätten für sinnfrei) aber ich finde es schade, das in Deutschland eben diese Aktionen alle anderen Aktionen in den Hintergrund drängt. Das haben sie nicht verdient.

  15. Kasuke

    @ Bateman :

    Nichts zu Danken, gern’ geschehen.

    Die grußtechnische Häme, könnte der von mir sehr geschätzte Batzman ja vielleicht auch wieder einpacken ?!? Wenn nicht, auch gut. Die Kritik ist und bleibt witzisch !

  16. Batzman

    @Kasuke

    Die Saltutieren-Bemerkung im Review bezieht sich nicht auf den Hitlergruß (aber schön, dass alle die BILD-Zeitung gelesen haben) sondern tatsächlich auf die Art wie der militärische Gruß vollzogen wird, da gibts zwischen Amis und Deutschen eben Unterschiede wie die Hand an den Kopf gelegt wird.

  17. jellyamison

    Irgendwie hab ich in letzter Zeit genug von Filmen, die, wie ihr auch in eurer Kritik sagt, die Geschichte einfach nur abspulen. Ich bin für mehr Erfundenes! (Andererseits kommt immer, wenn ich überzeugt bin, dass ich erst einmal von Fiktionalisierungen der NS-Zeit Abstand nehmen werde, ein Buch oder Film meines Wegs, der wieder neue Perspektiven aufzeigt und Absurditäten und menschliche Abgründe erscheinen lässt über die ich vorher nicht so nachdachte.

    Mal was ganz Irrelevantes: Stephen Fry?? Zum Glück hab ich das jetzt vorher nochmal gelesen sonst hätte mich das im Kino wohl en bisschen raus gebracht. Ist das die Bryan Singer-House-Laurie-Fry-Verbindung? Moment mal. Warum ist Valkyrie nicht auf seiner imdb-Seite verzeichnet? Und wieso um alles in der Welt twittert Fry? Und …ach herrjeh, der hat ne riesige Website, der Mann.

  18. Falk D.

    Das mit dem Salutieren ist schon auffällig, allerdings hätte ich eher auf Engländer getippt.

    Falk D.

  19. Kasuke

    @Batzman :

    BILD ? IHGITT ! Aber schön das Du so etwas liest.

    Hab’ gerade mal online geguckt und der Herr Knopp scheint sich dort geräuspert zu haben.
    Ich versuchs bei solchen Themen mit Geschichstbüchern oder zur Not auch Wikipedia.

    “…da gibts zwischen Amis und Deutschen eben Unterschiede wie die Hand an den Kopf gelegt wird.”

    Das hättest Du auch mal in deiner Kritik konkretisieren können. Mann, und ich tipp mir hier die Finger wund. Was wäre denn der Unterschied ?
    Die Amis legen die Hand mit der Fingerkante des Zeigefingers an den Kopf und die Deutschen mit dem Handrücken , oder was ? Versteh’ nicht ganz auf was Du hinaus willst ? Ist auch egal , mir brennen die Pfoten jetzt echt zu dolle. ;-) Schlaft gut, ich muss drigend die Matratze abhorschen…

  20. jellyamison

    Woher kennt man diese Unterschiede beim Salutieren? Ist das Halbwissen, was man bei Smalltalk in der Männerrunde appliziert? Lernt man das beim Bund?

  21. Zetterberg

    @Bateman

    Du hast meinen Kommentar mit den “Sozialdemokraten und Kommunisten” nicht richtig verstanden. Der Widerstand von Stauffenberg und Co. und Weiße Rose hat nicht die selbe Qualität, wie der Widerstand der politischen Antagonisten. Die Gefahr ist jetzt, dass die Leute mit deutschen Widerstand nur noch Stauffenberg und Weiße Rose verbinden. Die viel wichtigeren und aufrichtigeren Widerständler, SPDler und KPDler, geraten dadurch in Vergessenheit. Außerdem bin ich mir sicher, dass es auch genügend Material gibt, um aus deren Widerstand einen Film zu machen. Wenn das Thema “Deutscher Widerstand” ist und zuerst die Namen Stauffenberg und Weiße Rose fallen, bekomme ich eine Krise. Vielen Dank Hollywood und Guido Knopp! Anscheinend berichtet man nur ungern über den massiven Widerstand der Linken (SPD u. KPD), stattdessen berichtet man über den nahezu bedeutungslosen Widerstand der Rechten (Stauffenberg) und der Mitte (Weiße Rose).

  22. panzi

    Auf IMDB steht nix bezüglich Fry. Seid ihr sicher, dass das korrekt ist?

  23. Kasuke

    @ jellyamison:

    Das lernt man ausschließlich bei den Kommando Spezialkräften und nur dort. ;-) Es soll auf der Welt tatsächlich Menschen geben, die sich für die unterschiedlichsten, sinnvollsten oder sinnfreisten Dinge intressieren. Stell Dir das mal vor … Verrückt oder ? :-)

    Jetzt aber ….Schlafen ! Gute Nacht zusammen …

  24. Jet Strajker

    Er hat es wohl nicht in den fertigen Film geschafft, wie so einige. Ist editiert. ;)

  25. daswortzumsonntag

    Hitler war Vegetarier!

  26. Bateman

    @Zetterberg:

    Danke für die Antwort. Zunächst einmal common ground: Das war zu flapsig von mir bezüglich der Verfilmbarkeit des “anderen” Widerstands. Du hast Recht, bestimmt könnte man daraus genug machen, eben mit weniger Action.
    Und ebenso wäre es nicht gut, wenn man wie du es sagst mit deutschem Widerstand nur noch Stauffenberg und Weiße Rose verbindet. Wobei da ja zumindest noch Schindler und seine Liste rein kann, der ja mittlerweile auch dank dem Film vielen ein Begriff ist.

    Jetzt wollte ich eine Tirade darüber starten, dass Stauffenberg im Gegensatz zu deinen linken Gegnern Hitlers gewaltsam gegen diesen vorgegangen ist. Aber dann kommt mir der Gedanke “moment, es gab doch unzählige Attentatsversuche” und siehe da, Google sagt dass da natpürlich auch zB KPD-Funktionäre beteiligt waren.

    Von daher muss ich den Teil meines Kommentars zurücknehmen, der im Prinzip den Linken vorwirft, nur im Parlament Widerstand geleistet zu haben.

    Eins will ich aber noch angehn: Dass die von dir genannten anderen Widerständler wirklich “aufrichtiger” waren, will ich in dieser Pauschalität mal ganz klar verneinen. Ein Kommunist ist potenziell schonmal nicht besser als ein Nationalsozialist. Wenn ein Putsch derer darin geendet hätte dass Stalin auch in Deutschland Lager errichtet hätte, dann wäre nur der eine Massenmörder durch den anderen ersetzt. Andere Anschlagsversuche wurden durch fremde Geheimdienste angeleiert, was auch wenig “aufrichtig” ist.

    Den sozialdemokratischen Widerstand dagegen sehe ich wie du wohlwollend. Ich wage aber mal dir zu unterstellen, dass du ihn deshalb als “aufrichtiger” bezeichnest im Vergleich mit Stauffenberg, weil du dich eher im sozialdemokratischen als im nationalistischen Lager siehst. Ich finde aber dass die “Aufrichtigkeit” eines Widerstands sich nicht primär darin bemisst, für welche der verschiedenen politischen Ideologien er eintritt. Wenn er sein Leben riskiert und den Mächtigen stürzen will um das Land wieder zumindest ein wenig gerader zu rücken ist er für mich schonmal aus der Distanz betrachtet aufrichtig.

  27. Bateman

    Haha noch ein wenig Unsinn zu später Stunde. Hier bei den Filmfreunden gibt es doch für jeden Kommentator so zufällig zugewiesene Bildchen. Mit ein wenig Fantasie kann man in manchen von den Bildchen (zB Kommentar Nr. 9 und Nr. 22) Hakenkreuze sehen. Ist das passend zum Film gewählt, davor hab ich diese Fragmentbilder nie gesehen, eher so Krabben oder sowas.

  28. Claas

    Och – also ich hatte so niedrige Erwartungen und war positiv überrascht. Ich war spannend unterhalten, obwohl ich natürlich wusste wie es ausgeht. Das ganze Brimborium drumherum interessiert mich nicht und wer hier wie salutiert ebenfalls… Ich würde 3,5 Sterne geben

  29. Zetterberg

    @Bateman

    Mit der ersten Hälfte deines Kommentars stimme ich überein. Allerdings solltest du wissen, dass SPD und KPD 1933 aus dem Parlament verbannt wurden und ihren Protest im Untergrund organisiert haben.

    Zu deinem Kommentar, dass Kommunisten genauso schlimm seien wie Nazis und bei einem Sieg in Deutschland den Stalinismus eingeführt hätten, sei nur gesagt, dass die kommunistische Bewegung in Deutschland damals wesentlich differenzierter war als du hier darstellst. Mit deiner Prognose diesbezüglich stimme ich nicht überein. Lassen wir den Begriff der Aufrichtigkeit mal weg (ich gestehe, das ist Ansichtsache), stattdessen belassen wir es bei der Bedeutsamkeit des Widerstands (geschichtliche Tatsachen).

    So, dass wird hier langsam etwas zu politisch, ich denke aber, dass wir uns alle darauf einigen können, dass wir “Deutschen” wesentlich differenzierter umgehen müssen mit diesem Thema und Stauffenberg nicht überbewerten sollten.

  30. Philipp

    ALso so schlecht wie ich ihn erwartet habe war er nicht. Auch wenn der den ich damals auf ZDF gesehen habe bedeutend besser war.

  31. daswortzumsonntag

    Hitlers Schäferhund hieß “Blondie” !

  32. Woodfighter

    Bei der Bundeswehr, die das vermutlich von der Wehrmacht übernommen hat, dreht man die Hand so, dass die Handfläche vom Gegenüber nicht gesehen werden kann. Briten drehen hingegen die Handfläche zum Gegenüber hin, das ist auch die Form, die die meisten “Laien” wählen, wenn sie den Gruß nachahmen.

  33. Flusskiesel

    @33:
    Tja, “vermutlich”!
    Möglich wäre ja auch, dass die Bundeswehr die “amerikanische Art” übernommen hat.
    Wie grüßen denn die Herren Soldaten im Film?
    Handfläche vorn?

  34. xyz

    Hm. Ich bin Laie und wenn ich aus Blödelei salutiere kann mein Gegenüber die Handfläche nicht sehen. Eigentlich dachte ich auch, dass auch im Film so salutiert wurde…

    Ich habe ihn gestern abend gesehen und gebe den Kritiken zumindest darin recht: Vor den Kopf gestoßen hat er mich nicht. Vom Hocker gehauen auch nicht. Ich fand ihn belanglos.

    Nebenbei bemerkt: Zetterberg, du hast ernsthaft Probleme mit der “Weißen Rose”? Ich kann verstehen, dass es dich ärgert, wenn linke Regimegegner unterschlagen werden, aber ich würde bezweifeln, dass man der weißen Rose tatsächlich Unaufrichtigkeit vorwerfen kann.

  35. Patrick B. Rau

    Über allen Gipfeln
    Ist Ruh’
    In allen Wipfeln
    Spürest Du
    Kaum einen Hauch;
    Die Vögelein schweigen im Walde
    Warte nur, balde
    Ruhest Du auch.

  36. SuppenkaZper

    ja das ist Goethe… und was soll das jetzt?

    Böhnchen,
    Böhnchen ,
    Musikalische Tönchen

  37. Patrick B. Rau

    Das kommt zum Abspann, als alles zu Ende ist. Tom Cruise tot, Hitler wieder an der Spitze der Kommandokette und Deutschland wieder auf Kurs Richtung UNTERGANG.

    Es ist das, was für mich von diesem Film in Erinnerung bleibt.

  38. Patrick B. Rau

    Tom Cruise sagt: “Ich liebe DEUTSCHLAND.”

  39. SuppenkaZper

    oh huch, dann tut es mir leid das ich so schnippisch war ^^ hab den film ja nicht gesehen ..entschuldige

  40. netzmensch

    Ich bin echt geplättet. Ihr redet hier über ein Stück deutscher Geschichte, als ob es um eine Folge “Ein Käfig voller Helden” geht. Ich habe mir den Film gestern Abend angesehen, fand ihn sehr gut gemacht und war auch sehr berührt am Ende.

    Klar, ich wusste wie er ausgeht, und trotzdem habe ich die ganze Zeit mit Spannung verfolgt, ob es sich nun doch zum Guten wendet (das zum Thema Atmosphäre).

    Die Schauspieler waren einwandfrei und alles war stimmig. Wer in einen solchen Film geht, sollte immer bedenken, dass es nunmal ein Kinofilm ist, daher sich auch mal Fehler einschleichen können. Aber egal, wen juckt es? Ist es euch ernsthaft wichtig, wie die Hand an den Kopf geführt wird? Was geht in euch vor? Ihr habt nur kluge Sprüche parat, aber ich glaube kaum, dass jemand von euch in der damaligen Zeit solchen Mut gehabt hätte. Mir ist es vollkommen egal, welche Motive Stauffenberg und Co. eigentlich hatten, fakt ist, dass sie Maßnahmen ergriffen haben und Hitler töten wollten. Und das mit vollem Risiko, dass sie und ihre Familien dabei draufgehen. So etwas sollte immer hochgehalten werden.

    Zudem vergesst ihr, dass außerhalb von Europa kaum jemand weiß, was in der Zeit hier bei uns abging. Für diese Menschen ist der Film einfach perfekt gemacht. Er zeigt einfach, dass Leute etwas gegen Hitler unternehmen wollten. Die Rolle Stauffenberg macht sich an dieser Stelle eben gut, trotzdem steht das Ganze stellvertretend für den gesamten deutschen Widerstand. Und ich denke, dass der Film die ihm nachgesagte Wirkung, nämlich die “Aufklärung” über den deutschen Widerstand, in der Welt vorrantreibt.

    Die Diskussion um Cruise finde ich total überflüssig. Jeder Mensch kann tun und lassen, was er möchte. Wenn er es toll findet, in einer Sekte aufzugehen, dann soll er das doch einfach tun. So lange er nicht in irgendeinem Film erzählt, wie toll sein Verein ist, stört mich das einfach nicht. Er ist (zumindest in meinen Augen) ein guter Schauspieler und er hat diese Rolle sehr überzeugend rübergebracht.

    Fazit: Mir hat der Film sehr gefallen, ich empfehle ihn jedem, der an deutscher Geschichte interessiert ist und nicht paranoid nach Fehlern und “schlechter Umsetzung” sucht. Ich gehe ins Kino um unterhalten zu werden (ok, das passt bei diesem Film nun nicht, ich denke ihr wisst aber, wie ich es meine). Es gibt durchaus extrem schlechtere Filme, aber letztendlich liegt das immer im Auge des Betrachters.

  41. Patrick B. Rau

    Die Diskussion um Tom Cruise ist NICHT total überflüßig. Wie dieser Mann sich in der Öffentlichkeit inszeniert, stört mich extrem. Noch mehr stört mich, wie das insipide deutsche Pack diesen kleinen, übergeschnappten Vollidioten auch noch dabei unterstützt. BAMBI COURAGE?!

    1.Tom Cruise hat NICHT versucht Hitler umzubringen!
    2.Tom Cruise ist ein Schauspieler.
    3.Nein, wir Deutschen stehen nicht in der Schuld der Amerikaner.
    4.Wir wissen besser über unsere eigene Geschichte bescheid als Hollywood.
    5.Das Problem “Hitler” wird NICHT aus der Welt geschafft, indem man zum tausendsten Mal versucht sich im Glanz der wenigen Widerständler zu sonnen. Die Wahrheit ist: Kaum einer hat sich getraut etwas zu unternehmen. Die Menschen sind feige und nicht bereit persönliche Verantwortung zu übernehmen. Das galt gestern und es gilt heute.
    6.Ich bin es leid, mir als Deutschem, ständig von Amerikanern unsere Nazi-Vergangenheit vorhalten lassen zu müssen. Diese Nation hat nicht das Recht uns von oben herab zu behandeln.
    7.In meiner Familie gab es Widerstand gegen Hitler. Wie bereits geschrieben, wurde mein Uropa als Sozialdemokrat und Lehrer, der sich weigerte dem System Hitler zu dienen, hingerichtet. ALLE haben ihn allein gelassen. Selbst die, die ihn am Anfang unterstützt haben, haben ihn fallengelassen und blieben nicht konsequent in ihrer Meinung. Später wurde nach ihm eine Straße benannt. Mein Opa wuchs ohne seinen Vater auf, was glauben Sie, wie der sich freut, daß es eine Straße gibt, die nach seinem Vater benannt wurde? Richtig. ES IST IHM SCHEIßEGAL!
    8.Ich habe das Recht über diesen Film zu reden, als ob es um eine Folge “Ein Käfig voller Helden” geht. Es ist ENTERTAINMENT. Hitler ist seit bald 64 Jahren tot. Sehen Sie sich das Plakat mit Daniel Brühl ein paar Beiträge über diesem an. Es ist jetzt “POSTMODERNE”.

  42. SuppenkaZper

    Außerdem sind die Motive auch nicht total überflüssig .. sondern mit das wichtigste ..
    Wenn die Motive scheissegal sind, durch die man versucht einen Diktator zu stürzen ist doch auch alles tutti was die Amis im Irak gemacht haben ..
    Wollten ja nur Hitler 2 (saddam) stürzen

  43. netzmensch

    @Patrick: Man kann es auch drehen wie man möchte. Natürlich hat Cruise nicht Hitler getötet bzw. wollte es. Und selbst wenn er in der Zeit gelebt hätte, dann hätte er es sicherlich auch nicht getan.

    Den Courage Bambi hat er genau deshalb erhalten, weil eben viele Leute gegen diesen Film sind/waren und er ihn trotzdem gespielt hat.

    Und wer steht denn in der Schuld der Amerikaner? Natürlich wir? Meinst ernsthaft, dass die Engländer und Russen das alleine geschafft hätten? Ich komme aus Ostdeutschland und weiß, was es bedeutet, in der russischen Besatzungszone zu leben. Bin gespannt, wenn es dem Rest von Deutschland auch so gegangen wäre…

    Ich kann mich an keinen deutschen Film erinnern, der es mit Walküre aufnehmen könnte, sei es mit den Schauspielern, noch mit der Umsetzung. Warum sollten Amerikaner das nicht spielen dürfen?

  44. Patrick B. Rau

    Ja, das stimmt. Ich/Man kann es drehen, wie ich/man es möchte.

    Ich finde nicht, daß wir heute in der Schuld der Amerikaner stehen. Zum einen waren sie selbst auch in das hitlersche System verstrickt. Zum anderen haben wir seit Ende des Krieges brav alles gemacht, was sie von uns verlangt haben, wenn man mal von Schröder absieht, der beim Irak nicht mehr mitmachen wollte. Es ist also wirklich nicht nötig, daß wir ihnen in den Arsch kriechen. Wenn sie einen Film über unsere Geschichte machen wollen, dann ist das sicher in Ordnung. Was nicht geht, ist meiner Ansicht nach, dieses großkotzige Getue. Es ist nicht mutig so einen Film zu machen. Der deutsche Fernsehfilm aus dem Jahre 2004 ist auch nicht schlechter als Walküre. Was soll daran mutig sein, so einen Film zu machen?

  45. ShreksEsel

    Jetzt will ich auch nochmal meinen Mostrich hier dazugeben.

    Ich bekenne freimütig, am Samstag Wetten, dass… gesehen zu haben und fand es erschreckend, dass der Pilawa allen Ernstes den Sinn dieses Films mit dem Argument verteidigt hat, vor ihm saßen in der Vorstellung drei Kids, die so nun endlich einmal mitbekommen haben, um was es da in diesem Teil unserer Geschichte ging.
    Hallohoo?
    Wie unzählig erwähnt, hab auch ich gestern keinerlei Auseinandersetzung mit der Geschichte in dem Streifen erkennen können. Da war also ein Typ, der wusste schon von Anfang an, dass Hitler sie alle reinreißt. Und dieser Typ hat niemals Zweifel, reißt sich buchstäblich die Hand ab, nur um Nazi-Deutschland einem Waffenstillstand näherzubringen… oder vielleicht auch nicht… egal, Hauptsache: machen
    Da (hoffentlich) eh alle wissen, wie der Film ausgeht, hätte man ja wenigstens etwas Spannung erwarten können, an deren Stelle ich dann auch über geschichtliche Abweichungen hätte hinwegsehen wollen.
    Plagen Stauffenberg Zweifel? Ist er vielleicht wirklich nahe dran, erwischt zu werden (etwa wie die Szene, als der General die Cointreau-Flaschen wieder abholt)? Hat Hitler vielleicht Zweifel an Walküre II?
    Im Gegentum, Tom Cruise kam, Tom Cruise sah (nur die Hälfte) und Tom Cruise siegte (auch nur halb).
    Da reißt einen dann auch keine mitunter schon ironisch anmutende, weil so aufgesetzte Dramatik… der Wallküren-Ritt beim Bomberangriff hat mir ein hörbares “Oh nee, oder?” entrissen.

    Und weils so schön ist, zur Gruß-Diskussion:
    Nicht allein die Richtung der Handfläche ist entscheidend, sondern woher die Hand kommt und wohin sie geht.
    Afaik grüßen Amis von der flachen Hand an der Hüfte in einem Bogen mit dem ganzen Arm nach vorne zur Schläfe, der Kraut hingegen über die Seite, sodass am Ende nur noch der Unterarm zackig eingeklappt wird.
    Japaner und Franzosen drehen ihre Handfläche dem Gegenüber zu.

  46. Flusskiesel

    @46:
    Danke für die Info! An die Bewegung habe ich noch gar nicht gedacht.

  47. ShreksEsel

    Ah Mist, einen hatte ich noch

    @41
    “Mir ist es vollkommen egal, welche Motive Stauffenberg und Co. eigentlich hatten…”

    ~ Mit der Aussage entkräftest du deine ganze nachfolgende Argumentation

    “…fakt ist, dass sie Maßnahmen ergriffen haben und Hitler töten wollten. Und das mit vollem Risiko, dass sie und ihre Familien dabei draufgehen. So etwas sollte immer hochgehalten werden.”

    Sollte es? Schauen wir mal:
    ~ Stauffenberg war keinesfalls der überzeugte Hitler-Opportunist, wie es den Anschein hat, wenn man mal wieder wikipedia bemüht oder sich eben nur diesen Film anguckt
    ~ Stauffenberg hatte sich aus gutem Grund im Militär verdient gemacht. Er sah die Pläne des NS-Regimes als richtigen Weg und war daher bemüht, diese zu unterstützen. Was ihm nicht(!) gepasst hat, war die Art und Weise, mit der diese Ziele im späteren Verlauf versucht wurden erreicht zu werden
    ~ Die Beseitigung der NS-Führung war insbesondere für Stauffenberg Mittel zum Zweck, um eine starke Ordnung wiederherzustellen. Sicherlich waren die kriegerischen Pläne Hitlers ihm ein Dorn im Auge, aber nur weil er wusste, dass diese so nicht zu gewinnen waren.

    “…dass außerhalb von Europa kaum jemand weiß, was in der Zeit hier bei uns abging. Für diese Menschen ist der Film einfach perfekt gemacht.”

    In der Tat, wer noch nie etwas über Attentatsversuche auf Hitler gehört hat, der kann hier schonmal die 8. Klasse vor- bzw. nachholen.
    Allen anderen sei empfohlen, sich selbst ein Bild zu machen und nicht alles hochzujubeln, was auf die Leinwand gebracht wird, nur weil man es für ein “sensibles Thema” hält. Gerade dann hat so ein Film etwas mehr Recherche historischer Quellen verdient.

    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/27927

  48. alanger

    “Dass Singers Film in seiner jetzigen Form zweifellos erst im Schneideraum zu einer Form gefunden hat, merkt man zumindest in jeder Szene: Die ständigen Parallelmontagen wirken in ihrer Aufdringlichkeit und Redundanz dabei wie die verzweifelte Bemühung, der bekannten Geschichte so etwas wie Suspense zu implementieren.”

    aha, zumindest merkt man in jeder zeile das Jet Strajker zweifellos eine andere schnittfassung gesehen hat. woran man das merkt? weil ichs sage.

    mit aufdringlich redundanten (nichtmilitärischen) gruß

  49. benjamin

    ich findetom crius cool und bin noch ein kind und bin deutscher

  50. Blogchef

    Ich meine: Ein grandioser Film!

  51. stb247

    Der Film verdient in jedem Fall mehr Sterne. Im Gegensatz zu der deutschen TV-Produktion hatte er nämlich durchaus was authentisches. Das liegt sicher am Millionenbudget, aber auch an Singers Regie.

    Letztlich wird es der Film aber immer in Deutschland schwer haben, weil wir als Deutsche zu sehr im Thema stecken. Mal ehrlich, hat irgendwer schon mal nen Nazi als §”echten” Helden anerkannt? Geht halt nich bei uns.

  52. Moppel

    Jemandem der öffentlich für eine gefährliche, totalitäre und die Menschenwürde verachtende sogenannte “Kirche” wie die der Scientologen eintritt, eine Rolle eines Kämpfers gegen die Hitlerdiktatur zu geben ist einfach eine Frechheit.

  53. Chris

    Ey mir ist der Gruß , ob er nun mit gestrecktem Arm oder sonstwas gemacht wird , echt sowas von egal und mir ist auch egal ob da ein US-amerikaner oder Deutscher im Bendlerblock “rumhoppelt” ich finde den Film eig. ganz gut gelungen…

  54. Yuki

    Find den Film auch okay. Als Geschichtsstunde nur im aller Gröbesten richtig, aber als Thriller tauglich. Tom Cruise ist einem vielleicht unsympathisch, aber ein mieser Darsteller ist er eigentlich nur selten. In Valkyrie jedenfalls nicht über’s Tolerierbare hinaus :D…

  55. Thorben

    Staufenberg von Tom Cruise spielen zu lassen ist das letzte!
    Ein Syntologi spinner spielt einen Deutschen Helden.
    Und dann noch die ganzen fehler im Film.
    Da hat Charlie Chaplin in “Der Diktator” sich an mehr Fakten gehalten.

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