Die Oscar Nominierungen 2009

oscar2009

Jep jetzt stehen sie also fest und es verspricht mal wieder eine eher unspektakuläre Verleihung zu werden. Die Liste der Nominierten ist absolut überraschungsfrei und hält sich an solide Mainstreamwerke. Der Oscar für Heath Ledger dürfte auch schon als sicher gelten, denn eine zweite Chance einen zu bekommen hat der Gute nicht (es sei denn der nächste Gilliam knallt wirklich extrem).
Vielleicht reisst es die Moderation von Hugh Jackman ja raus, aber so richtig nach mitfiebern sieht die Liste hier leider nicht aus, auch wenn einige ganz gute Filme dabei sind. Im Jahr der Krise bleiben die Oscars brav und vermeiden das Risiko – was ja irgendwie auch das etwas fade letzte Kinojahr widerspiegelt.

Meine Favoriten wären Forst/Nixon, Milk, In Bruges und Revolutionary Road.

Bester Film
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Frost/Nixon
Milk
Der Vorleser
Slumdog Millionär

Bester Hauptdarsteller

Richard Jenkins für The Visitor
Frank Langella für Frost/Nixon
Sean Penn für Milk
Brad Pitt für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Mickey Rourke für The Wrestler

Beste Hauptdarstellerin
Anne Hathaway für Rachels Hochzeit
Angelina Jolie für Der fremde Sohn
Melissa Leo für Frozen River
Meryl Streep für Glaubensfrage
Kate Winslet für Der Vorleser

Bester Nebendarsteller
Josh Brolin für Milk
Robert Downey Jr. für Tropic Thunder
Philip Seymour Hoffman für Glaubensfrage
Heath Ledger für The Dark Knight
Michael Shannon für Zeiten des Aufruhrs

Beste Nebendarstellerin
Amy Adams für Glaubensfrage
Penélope Cruz für Vicky Cristina Barcelona
Viola Davis für Glaubensfrage
Taraji P. Henson für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Marisa Tomei für The Wrestler

Beste Regie
David Fincher für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Ron Howard für Frost/Nixon
Gus Van Sant für Milk
Stephen Daldry für Der Vorleser
Danny Boyle für Slumdog Millionär

Beste Kamera
Tom Stern für Der fremde Sohn
Claudio Miranda für Der seltsame Fall des Benjamin Button
Wally Pfister für The Dark Knight
Chris Menges, Roger Deakins für Der Vorleser
Anthony Dod Mantle für Slumdog Millionär

Bestes Drehbuch (Adaption)
Der seltsame Fall des Benjamin Button – Eric Roth, Robin Swicord
Glaubensfrage – John Patrick Shanley
Frost/Nixon – Peter Morgan
Der Vorleser – David Hare
Slumdog Millionär – Simon Beaufoy

Bestes Drehbuch (Original)
Frozen River – Courtney Hunt
Happy-Go-Lucky – Mike Leigh
Brügge sehen und sterben – Martin McDonagh
Milk – Dustin Lance Black
Wall-E – Andrew Stanton, Jim Reardon, Pete Docter

Beste Musik
Der seltsame Fall des Benjamin Button – Alexandre Desplat
Defiance – James Newton Howard
Milk – Danny Elfman
Slumdog Millionär – A.R. Rahman
Wall-E – Thomas Newman

Bester Song
Wall-E – “Down to Earth”
Slumdog Millionär – “Jai Ho”
Slumdog Millionär – “O Saya”

Beste Ausstattung
Der fremde Sohn – James J. Murakami, Gary Fettis
Der seltsame Fall des Benjamin Button – Donald Graham Burt, Victor J. Zolfo
The Dark Knight – Nathan Crowley, Peter Lando
Die Gräfin – Michael Carlin, Rebecca Alleway
Zeiten des Aufruhrs – Kristi Zea, Debra Schutt

Beste Kostüme
Australia – Catherine Martin
Der seltsame Fall des Benjamin Button – Jacqueline West
Die Gräfin – Michael O’Connor
Milk – Danny Glicker
Zeiten des Aufruhrs – Albert Wolsky

Bestes Make-Up
Der seltsame Fall des Benjamin Button
The Dark Knight
Hellboy II: The Golden Army

Bester Schnitt
Der seltsame Fall des Benjamin Button – Kirk Baxter, Angus Wall
The Dark Knight – Lee Smith
Frost/Nixon – Mike Hill, Dan Hanley
Milk – Elliot Graham
Slumdog Millionär – Chris Dickens

Bester Ton-Schnitt
The Dark Knight
Iron Man
Slumdog Millionaire
Wall-E
Wanted

Bester Ton-Mix
Der seltsame Fall des Benjamin Button
The Dark Knight
Slumdog Millionär
Wall-E
Wanted

Beste Special Effekte
Der seltsame Fall des Benjamin Button
The Dark Knight
Iron Man

Bester Animationsfilm
Bolt
Kung Fu Panda
Wall-E

Bester Dokumentarfilm
The Betrayal – Ellen Kuras, Thavisouk Phrasavath
Encounters at the End of the World – Werner Herzog, Henry Kaiser
The Garden – Scott Hamilton Kennedy
Man on Wire – James Marsh, Simon Chinn
Trouble the Water – Tia Lessin, Carl Deal

Bester Nicht-englischsprachiger Film
Der Baader Meinhof Komplex
Die Klasse
Departures
Revanche
Waltz with Bashir

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53 Kommentare

  1. Ich persönlich hätte natürlich gerne The Dark Knight auch als besten Film gesehen, das ist allerdings subjektive Meinung. Objektiv gesehen muss TDK nicht beim besten Film mitspielen, aber Christopher Nolan hätte eine Nominierung zur besten Regier schon verdient gehabt. Nicht nur dass er immerhin auch einen Anteil an Ledgers phänomenaler Darstellung des Joker sowie an der Konstanz des gesamten Ensembles hat, er hat vor Allem ohne second unit director gedreht, das finde ich bei einem Film mit relativ viel Action schon eine gute Leistung. Andere Regisseure die mehr vom Drama kommen verlassen sich bei Actionszenen ja gerne auf einen Experten als second unit director, aber Nolan hats selbst gemacht, dazu teilweise noch mit IMAX. Von daher allein logistisch auch eine starke Leistung.

  2. HEATH LEDGER’s TOD ist, auf den Tag genau ein Jahr später, kein Grund, ihn NICHT für den Oscar zu nominieren. Das war ja bereits im Vorfeld klar.

    Ob sein GEIST, der sicher über der Verleihungszeremonie schweben wird, allerdings wirklich schon JETZT mit dem Preis rechnen darf?!

    Ich habe noch meine Zweifel. Dark Knight ist ganz offensichtlich KEIN LIEBLINGSFILM der ACADEMY.

    Kommentar von Ich am 22.01.2009 um 16:17 Uhr
  3. “The Curious Case of Benjamin Button” = Klarer Fall von Überbewertung

    Der Film geht für mich sogar unter dem Aspekt “Mainstream” unter. In zwei Jahren erinnert sich keiner mehr an diesen Film.

    Mein Favorit ist “Slumdog Millionaire”, leider wird die Jury nicht den Mut haben, ihn “TCCoBB” vorzuziehen.

    Kommentar von Zetterberg am 22.01.2009 um 16:22 Uhr
  4. ICH habe Benjamin Button noch nicht gesehen. Daß David Fincher allerdings einen wirklich schlechten Film abgeliefert hat, kann ich mir kaum vorstellen. ZODIAC war ein wirklich großartiger Film, imho ein echter QUANTENSPRUNG in Fincher’s Karriere.

    Kommentar von Ich am 22.01.2009 um 16:29 Uhr
  5. “Moderation von Ricky Gervais”? Das macht doch Hugh Jackman, oder nicht?
    Und das macht die Sache dann nur noch langweiliger. Muss noch schwer überlegen, ob ich dafür unausgeschlafen in den Rosenmontag gehe…
    PS: Kann mir jemand die Nominierung von Robert Downey Jr. erklären?

  6. Also sowohl bei bester Film als auch bei beste Regie hätte The Dark Knight statt dem Vorleser rein sollen wenns nach mir geht. Hab zwar den Vorleser noch nicht gesehen, aber vermutlich schlägt da einmal mehr die Holocaust-Sentimentalität von Hollywood durch.

  7. @donvanone

    Sorry Ricky war ja nur im Gespräch, hast Recht es ist hugh ;) ist geändert

  8. Auch wenn ich “Der Vorleser” nocht nicht kenne, ich wünsche Roger Deakins wirklich von ganzem Herzen, daß er endlich einen Oscar gewinnt. Letztes Jahr war er gleich für zwei Filme nominiert, die wirklich durch hervorragende Kameraarbeit bestachen und dennoch ging er, zu meiner großen Verärgerung, leer aus. Wobei natürlich Robert Elswit den Preis für THERE WILL BE BLOOD auch verdient hatte. Dennoch, Deakins wäre mir lieber gewesen.

    Kommentar von Ich am 22.01.2009 um 16:49 Uhr
  9. das fade letzte kinojahr? was? auf welchem planeten hast du denn bitte 2008 gewohnt?

    Kommentar von kapooow am 22.01.2009 um 16:50 Uhr
  10. Haha und wie gut hier das Klischee vom “liberal Hollywood” bestätigt wird. Von den 5 besten Filmen kann man 4 so bezeichnen:

    Frost/Nixon ist kritische Beleuchtung eines republikanischen Präsidenten.
    Milk ist “uns sind Homosexuelle ganz wichtig”
    Der Vorleser ist “uns ist der Holocaust ganz wichtig”
    Slumdog Millionaire ist Gerechtigkeit für die armen Drittwelter.

    Kausalitäten bedürfen weiterer Forschung.

  11. @Bateman

    “Slumdog Millionaire ist Gerechtigkeit für die armen Drittwelter.”

    Du hast den Film nicht gesehen, oder? Sonst hättest du das nicht gesagt, außederm verstehe ich gar nicht, was das heißen soll. Aber klar ist, Hollywood macht natürlich auf “liberal”.

    PS. Diese Filme haben alle exzellente Reviews bekommen (bis auf The Curious Case of Benjamin Button). Also wäre ich vorsichtig, was Verschwörungstheorien angeht.

    Kommentar von Zetterberg am 22.01.2009 um 16:58 Uhr
  12. @Bateman
    Was ist daran auszusetzen?

    Die Rechte der Homosexuellen, das Gedenken an den Holocaust, die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und den Problemen dieser Welt, sind das nicht gute Themen für Filme, die für sich eine gewisse gesellschaftliche Relevanz beanspruchen wollen?

    Kommentar von Ich am 22.01.2009 um 17:03 Uhr
  13. Tatsächlich ihrem Anspruch gerecht werden allerdings nur Frost/Nixon und Milk. Slumdog ist Popcornkino ohne Tiefgang und Der Vorleser ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

  14. Drei Stunden saß ich in BENJAMIN BUTTON und fragte mich, wie man so ekelhaft auf Awards hin inszenieren kann – jetzt kam die Antwort.

    Die Batman-Nominierungen sind aber auch zum Schießen.

  15. @Zetterberg:

    In der Tat, ich habe Slumdog nicht gesehen. Ich meinte eher sowas wie “Geld für den Armen, ohne dass er Arbeiten muss”. Gerechtigkeit war nicht das richtige Wort.

    Und um vielleicht nochmal zu erläutern was mein Kommentar insgesamt sagen sollte: Es gibt in Amerika viele Leute die herummeckern dass Hollywood viel zu “liberal” sei und entsprechend bei den Oscars Filme bevorzugt werden die entsprechende Sentimentalität ansprechen.
    Ich fand eben dass die 5 besten Filme dieser Nominierungen grob dieses Klischee bestätigen. (Im Gegensatz zu beispielsweise Gran Torino oder auch TDK) Was nicht heißt dass Hollywood “liberal” ist, sondern einfach nur dass viele Leute die das ganze Jahr über eine ähnliche Auswahl vorausgesagt hatten, Recht behalten haben.

    Zu guter Letzt wüsste ich nicht was die Analyse der Vorlieben abstimmender Personen mit “Verschwörung” zu tun hat, aber gut.

    @topic:

    Wie ich gerade sehen hat Brügge ja nur eine Nominierung bekommen. Schade. Da finde ich hätte Robert Downey gut rausfliegen können (wenn der nominiert werden sollte dann für Iron Man und nicht für Tropic Thunder) und stattdessen Colin Farrell rein.

  16. “Bestes Makeup – The Dark Knight”

    Für was denn bitte? Weiße und Rote Schminke beim Joker? Oder die paar Minuten mit CGI-Two-Face? Also bitte…

    Das einzig spannende wird der BesterNicht-englischsprachige Film, wobei es hier glaube ich auf Entre les Murs oder Waltz with Bashir rauslaufen wird…

    Kommentar von -sKy- am 22.01.2009 um 17:18 Uhr
  17. @ Batzman: Slumdog will auch gar keinen Tiefgang, er erzählt eine Liebesgeschichte in Pop. Ganz sicher Mainstream, aber großartiger Mainstream. Zu dem Film fetzen wir uns dann aber im Review ;)

  18. @Sky:

    TDK hat das Makeuprad nicht gerade neu erfunden. Vielleicht ist das einfach so gemeint dass der gemakeupte Joker halt das ist, was einem 2008 am ehesten im Gedächtnis geblieben ist. Das technisch beste Makeup war es vermutlich nicht, aber vielleicht das ikonischste.

  19. Inwiefern zum Schießen?

    Kommentar von Glugg am 22.01.2009 um 17:22 Uhr
  20. @Batzman

    Popcornkino ist für mich ein Film wie Dark Knight. Slumdog hat zwar keinen politischen Tiefgang, aber er hat ein Gespür dafür, eine interessante Geschichte auf interessante Weise zu erzählen. Das schaffen heutzutage nicht viele Filme, daran ist z.B. Popcornkinofilm Benjamin Button gescheitert (spart euch das Geld für den Kinobesuch und besorgt euch stattdessen eine Kopie der Original-Kurzgeschichte von Fitzgerald).

    Kommentar von Zetterberg am 22.01.2009 um 17:28 Uhr
  21. @16: angeblich hat ja heath ledger das makeup selber “erfunden”

    Kommentar von kapooow am 22.01.2009 um 17:29 Uhr
  22. @21
    Er hat sich mit seiner Rolle ja ohnehin identifiziert bis zum GEHT-NICHT-MEHR. Er soll sich ja über Wochen hinweg eingesperrt haben und in völliger Isolation gelebt haben. Wahrscheinlich war ihm langweilig und er hat sein SCHMINKKÄSTCHEN ausgepackt. hehehe

    Kommentar von Ich am 22.01.2009 um 17:38 Uhr
  23. Wo ist denn bitte die Nominierung für Bruce Springsteens wunderschönen Song »The Wrestler«? Die Verleihung wird jedes Jahr schlechter, und das auch noch mit beispielloser Konstanz. Ich wette, der Abend wird wie im letzten Jahr furchtbar »abgespult« wirken, es gibt keine Zeit für eventuelle epische Augenblicke (zum Beispiel Roberto Begnini 1999), und auch das phänomenal schöne Filmmusikmedley wird WIEDER weggelassen. Seit vielen Jahren ist der einzige Moment, in dem ich ein wenig emotional werde, die Gedenkminute an Verstorbene des Films. Dieses Jahr wird das vermutlich noch intensiver, klar weswegen.

    Schade, früher haben die Oscars richtig viel Spaß gemacht.

    Kommentar von Tippi am 22.01.2009 um 17:43 Uhr
  24. In anderen Foren liest man noch folgendes:

    Bruce Springsteen wurde nicht für seinen Song von The Wrestler nominiert, wegen irgendeiner Oscarregel dass der Song nicht auf nem Album sein darf außer auf dem OST. Und anscheinend war der Song hervorragend.

    Und der Soundtrack von TDK hat mir auch sehr gut gefallen, hatte viel für die Spannung und Atmosphäre getan, die über lange Zeit aufrecht erhalten wurde. Schade dass der nicht nominiert wurde.

    Und nur 3 Filme für die Effekte zu nominieren ist einfach lame.

  25. ich bin ja sowieso einer der wenigen menschen, denen dark knight nicht gefallen hat, insofern find ichs nicht schlimm ihn nicht auf der bester film-liste zu sehn.

    habe aber die 5 nominierten alle noch nicht gesehn…

    Kommentar von blablaboy am 22.01.2009 um 17:47 Uhr
  26. Ich bin gerade in den USA und habe die Chance alle nominierten Filme anzuschauen. Slumdog Millionaer ist wirklich herausragend: Ein geniales Drehbuch – der slumdog sitzt bei Wer wird Millionaer, anhand der Fragen wird seine schreckliche Lebensgeschichte erzaehlt – mit tollen jungen und sehr jungen Darstellern, brutal, schreiend komisch, teilweise im Bollywood Stil.
    Beim Reader geht es um die Schuldfrage, fuer was sind wir verantwortlich. Schuetzt nicht-wissen davor Verantwortung zu uebernehmen. Swehr intelligent.
    Sean Penn ist ein sehr guter Schauspieler, doch was er in Milk macht, bringt ihn auf ein anderes Level – er spielt den ersten offen schwulen Politiker als schwachen zarten Mann, ohne Klischees und Manirismen. Mit viel wuerde, leidenschaft und Humor – eine der besten schauspielerischen Leistungen, die ich je gesehen habe. Penn ist wirklich mutig. Der Film selbst ist zu konventionel geraten, doch Penn lohnt jeden Besuch. Im Abspann werden Originalbilder der Dargestellten gezeit und man sieht verbluefft und fasnziniert, wie sehr sich Penn verwandelt hat.
    Der Wrestler ist leider ein sehr enttaeuschender Film und hat eher das Niveau eines mittelmaessigen Fernsehfilms. M. Tomei zeigt sich mal wieder gerne voellig nackt und spielt das langweiligste Klischee – die Prostituierte mit dem grossen Herzen. M. Rourke hat seinen Koerper und seine Stimme in den letzten Jahren mit alles zerstoert, was man legal und illegal bekommen kann. Jetzt zeigt es alle seine Wunden gerne her. Eine Freakshow ohne tiefe. Rourke kann gar nichts anderes als das, was er zeigt.
    Und die Moral – Die reale Welt liebt mich nicht, nur in der Showwelt kriege ich Applaus – ist auch ziemlich altbacken.
    Frost/ Nixon ist eine vergessene, faszinierende Mediengeschichte – ein Journalist schafft es, das erste und einzige Interview mit Nixon zu fuehren, das er nach seinem Ruecktritt gegeben hat. Der Film hat die gleiche Besetzung, wie die Buehnenfassunf, die im Westend Premiere hatte und die ich im letzten Jahr am Broadway sehen konnte. Ein Kammerspiel, geschrieben vom Drehbuchautor von The Queen.
    Der Darsteller des Blair aus der Queen spielt hier den Journalisten Frost. Langella ist bisher vor allem beruehmt als Darsteller des Frankenstein. Inhaltlich ist es bis zum Nixon gar nicht soweit.
    Was noch? Baader Meinhof ? NichtGomorrha? Eine krasse Fehlentscheidung.
    Winslet ist hier fuer die Hauptrolle nominiert, obwohl sie den Golden Globe fuer die beste Nebenrolle bekommen hat. Alles Politik. Der Film ihres Mannes mit ihr und DiCaprio ist wirklich langweilig.
    Heath Ledger wird den Oscar bekommen – Hollywood mag diese Storys. Doch der Fil ist wirklich nicht einer der besten – ene unausgewogene Mischung aus Pseudophilosophie und banaler Aktion, mit einem immer gleichen Bale. Und Ledger ist insgesamt nur zehr Minuten der gefuehlten 5 Stunden zu sehen. Also zu recht – nur ein Oscar fuer die Massen.
    Zum Moderator: Ein Schauspieler als Host, das koennte funktionieren. in den 70ern hat das mehrmals Davis Niven gemacht – u.a. mit dem legendaeren Flitzer. Ich haette allerdings George clooney interessanter gefunden.

  27. Oscars sind doof!

    Kommentar von Mister Fusion am 22.01.2009 um 18:10 Uhr
  28. Wird es hier wieder ein nächtliches Live-Blog zu den Oscars geben?
    Das hatte mir die langweilige letztjährige Verleihung gerade noch erträglich gemacht. ;-)

    Kommentar von Sonse am 22.01.2009 um 19:32 Uhr
  29. liveblogging: wenn ich daheim bin und rechnerzugang habe ja :)

  30. @Bateman: Den Bruce Springsteen-Song kann man sich im Internetz doch ganz leicht anhören (YouTube z.B.)
    Natürlich ist der Song gemacht für Rolling Stone-Leser, aber besser als die 3 nominierten ist er alle mal…

    Der größte Witz ist, dass Leonardo Di Caprio so übergangen wurde. Besser als die total durchschnittliche Leistung von Brad Pitt war sie alle mal.

    Kommentar von Jonas am 22.01.2009 um 20:19 Uhr
  31. Immerhin Make-Up-Nominierung für “HELLBOY 2″. Wer sich das Making-Of auf der DVD ansieht, dann ist das mehr als gerechtfertigt. Wahnsinn, was die Macher mit praktischen Mitteln erreichen. Deshalb hätte mich aber auch eine Visual-Effects-Nominierung für HB2 gefreut.

    Kommentar von justus_jonas am 22.01.2009 um 21:20 Uhr
  32. Ich hoffe ja das der Herr Downey Jr. sich den Titel holt. Hat es sich verdient als amerikanischer Schauspieler, der einen Australier spielt, der einen Afroamerikaner spielt. Er war halt nicht “fully retarted”, sondern einfach nur exellent.

  33. @justus

    Danke :) Hast mich grad dran erinnert, das ich mir noch die Hellboy II -SE bestellen wollte… grad gemacht.

  34. Wie kann man den allenfalls durchwachsenen Bader-Meinhof-Komplex nominieren – und dafür Gomorrha außen vor lassen? Was für eine blöde Veranstaltung, Daumen runter für die Oscars…

    Kommentar von Ich am 23.01.2009 um 10:20 Uhr
  35. @Batzman:
    Slumdog Millionaire kein Tiefgang?
    Klar, es ist ein modernes indisches Märchen, aber gerade dessen Verknüpfung mit indischer Kultur, Geschichte und der Lebensrealität der Menschen in Bombay machen den Film alles andere als belanglos.
    Der Film ist eine große Hommage an Bombay & Bollywood, aber auch an den Magischen Realismus der indischen Literatur, wie Salman Rushdie (ebenfalls in Bombay geboren) ihn geprägt hat.
    Was City of God für Rio war ist Slumdog Millionaire für Bombay!

  36. @Dennis

    Slumdog ist pures 100% Feelgood-Kino. Anspruch wird angetäuscht, geht aber nicht tiefer als ein Suppenlöffel. Ein bißchen Oliver Twist, ein bißchen Roadmovie, viele stylishe Montagen und am Ende sind alle Happy und Tanzen. Sozialkitsch auf hohem Niveau (was ja auch City of God vorgeworfen wurde). Technisch durchaus ansprechend und unterhaltsam, bleibt der Film inhaltlich doch extrem vorhersehbar, formelhaft und verklärt die Slums zu Abenteuerspielplätzen auf denen Kinder fröhlich im Müll herumspringen.

  37. Ja, die Vorhersehbarkeit ist in meinen Augen das einzige Manko des Film, die finale Frage hab ich nach 20 Minuten erahnt, das Ende stand sowieso vom Anfang an fest, aber verklärt wird in dem Film nichts.
    Klar ist der Slum auch Spielplatz (Kinder werden immer und überall spielen, egal wo sie aufwachsen), aber die Realität wird darum ja nicht ausgeblendet:
    Religiöse Progrome, das Elend der heimatlosen Straßenkinder, moderne Sklaverei, Bettelei, Vergewaltigung, Mord zeigen ein ungeschöntes Abbild der Realität, nur darauf liegt eben nicht der Fokus des Films!
    Der Film ist eben keine Doku, sondern ein Märchen und daran sollte er auch gemessen werden. ;)

  38. @Batzman
    Wieso trauten sich nichts?
    Was wäre dies denn in Deinen Augen? “Dark Knight” als Best Picture?? “In Bruges” als best Picture? Come on. Ich mochte TDK, aber als bester Film… Ne. Ich bin riesiger Fan von Nolans Batman, von Ledger Joker und dem realen Ansatz. Aber als bester Film reicht der nicht. Zu verspielt, zu unkonzentriert. Zu wenig Mehrwert. Zu Mainstream, was in den Comments ja Benjamin Button vorgeworfen wird (den ich noch nicht kenne).
    “In Bruges” war grandios und ich hätte ihn auf jeden Fall auf der Liste verstanden – zumindest an Comedy im letzten Jahr.
    Ich habe wenig der nominierten Filme gesehen, jedoch bekommt man ja nun mit, dass hier sehr angesehene und mit Lob überschüttete Filme nominiert wurden. Ist doch richtig so!
    Sich getraut hätte sich vielleicht in meinen Augen eine Erhebung von zB “Waltz with Bashir” in weitere Kategorien.

    Und meine Lieben, wenn ihr von einem faden Kinojahr 2008 sprecht, dann sage ich mal frech und arrogant, dann habt ihr die falschen Filme gesehen!

    Once, There will be Blood, No Country for old men, Into the wild, Schmetterling und Taucherglocke, Wall-E, In Bruges, TDK, Iron Man, Juno, So finster die Nacht, Darjeeling Ltd, Before the Devil knows your dead, Gomorra, Michael Clayton, Tropic Thunder, Vicky Cristina Barcelona, Burn after Reading… etc etc
    Das klingt für mich nach einem super Kinojahr 2008.

    Kommentar von Claas am 23.01.2009 um 16:09 Uhr
  39. @Claas

    TDK als bester Film fände ich nachgrade lächerlich. Das käme mir nie in den Sinn.

    Die von dir genannten Filme habe ich fast alle gesehen und es sind einige gute und solide Filme dabei, aber wenig das wirklich spektakulär gut gewesen wäre.

    Welche Filme ich im letzten Jahr gut fand hab ich ja im entsprechneden Artikel abgehandelt…

    There will be Blood, Into the wild, Wall-E, TDK, Juno, Darjeeling Ltd, Before the Devil knows your dead, Michael Clayton, Vicky Cristina Barcelona, Burn after Reading fand ich alle nur “okay” bis “extrem überschätzt”.

  40. the dark knight hätte es auch nicht verdient gehabt,
    weil das ende sehr lahm inzeniert wurde.
    die anderen nominierungen
    von the dark knight sind schon nachvolziehbar,
    bis auf die special effects,
    ich sage nur batmans flucht aus china oder japan
    (sry i hab grad das land nich im kopf).
    dieser effekt sah lächerlich aus.
    TDK kann sich hoffnung auf die make up,ausstattung und bester nebendarsteller oscars machen.
    für den rest
    seh ich schwarz

    Kommentar von TOPF am 23.01.2009 um 18:27 Uhr
  41. Seien wir mal ehrlich! Hat denn der Oscar überhaupt noch irgendeine Aussagekraft? Wieso werden in den Hauptkategorien eigentlich immer nur Filme nominiert die gerade aktuell bzw. nahe zur Oscarverleihung laufen??? Die Filme die direkt nach dem Oscar 2009 laufen tauchen dann bei der Oscarverleihung 2010 allerhöchstens mal bei den Special Effects oder so auf…außerdem wenn Geschmäcker schon verschieden sind und es nie einen Film geben wird den alle toll finden wieso sollte dann eben gerade sowas wie der Oscar die Garantie für eine guten Film sein?

    Viele Fragen…und ich hoffe ihr wisst die Antworten! :)

    Kommentar von Tobi-Man am 23.01.2009 um 19:58 Uhr
  42. Wir alle lieben Listen :)
    Welche 5 Filme – auch wenn noch nicht gesehen, sondern nur von der Einschätzung – wären Eure Nominierungen für den besten Film?
    Meine Liste

    Slumdog Millionaire
    Milk
    Revolutionary Road
    Doubt
    The Wrestler

    Kommentar von Claas am 23.01.2009 um 20:20 Uhr
  43. Die Nominierung Make-up für TDK musste sein. Worum kann es sonst gehen, als um die Stärke des Ausdrucks? Technik gut und schön, da ist der Joker sicher nicht ganz vorne.

    Was mich jedes Jahr nervt sind die Nominierungen für dem besten Song. Lächerlich. Im letzten Jahr war diese kariesverursachende Disney-Prinzessinnen-Komödie mehrfach nominiert. Für mich hätte ganz klar der herausragende Into-the-Wild-Soundtrack von Eddie Vedder den Oscar verdient gehabt. Wenn etwas außerhalb von Musical-Rotz gewinnt, dann in den letzten Jahren HipHop-Tracks. Echte Songwriter haben offensichtlich keine Chance.

    Zur Diskussion um die besten Filme 2008 würde ich gut finden, wenn man diejenigen hier nicht mehr diskutiert, die schon im letzten Jahr im Rennen waren. Dann lichtet sich das Feld erheblich.

  44. @dülp
    You know it’s hard out here for a pimp (you ain’t knowin)
    When he tryin to get this money for the rent (you ain’t knowin)
    For the Cadillacs and gas money spent (you ain’t knowin)
    Because a whole lot of bitches talkin shit (you ain’t knowin)

    *sing* *sing* *sing*

    Kommentar von Patrick B. Rau am 23.01.2009 um 23:33 Uhr
  45. Der Film “Der Vorleser” hat den Preis verdient.
    Revolutionary Road ist perfekt und einfach unglaublich gut gespielt.
    Kate Winslet hat den Oscar mehr als verdient!!!
    Sie ist überfällig und einfach unglaublich…
    Kate this is your year…

    Kommentar von Anna am 24.01.2009 um 23:26 Uhr
  46. Die 5 besten Filme 2008??? Hier die liste:

    In Bruge
    The Curious Case of Benjamin Button
    Frost/ Nixon
    Hellboy 2

    …UND THE DARK KNIGHT verflucht!!!

    Also Sorry, wer das offensichtliche Mobbing für dieses außergewöhnliche Stück Filmgeschichte hier übersieht, muss wirklich blind sein:
    An diesem Film war so ziemlich ALLES perfekt! So gutes, pures, kongeniales Kino gab es auf der leinwand seit dem dritten Herrn der inge nicht; pfiffige, bissige Dialoge, Spannung in jedem Fetzen Bild bis zum emotionalen Schluss, kantige, akzentuiert gezeichnete Charaktere, deren Psychogramm sich nicht nur in der Bildsprache des Films, sondern auch in der gesamten Storyline des Films wiederfinden und eine faszinierende Geschichte; eine dunkle Parabel über das Menschsein an sich – unserem Moralempinden in der heutigen gesellschaft, dem menschlichen Drang nach Helden und die pessimistische Antwort, das Helden in unserer Zeit gar nicht mehr existieren können ohne dass sie ihre Identität vollends aufgeben; denn Identität macht menschlich und Menschen scheitern…

    Der Film wurde nicht ohne Grund 2008 im Jahr des Wahl-Zirkus um Obama in die Kinos gebracht: Der Film warnt ausdrücklich davor, dem nächstbesten, “weißen Ritter”-Politiker nicht sofort zum Helden zu stilisieren, denn auch er ist nur ein Mensch…und die können fallen.

    Klar, dass das in das neue, amerikanische Optimismus-Profil, das auf die Oscars sehr wohl Einfluß hat, nicht reinpasst. Kleiner Beweis? Letztes Jahr, als Amerika wahnsinnig deprimiert war, hat No Country for old men gewonnen…ein – na was? – PESSIMISTISCHER Film!

    Kann man wirklich dulden, dass die politische Lage über den besten Film des Jahres entscheidet, wenn dieser Film sich seine Lorbeeren schlicht und einfach VERDIENT hat, so wie es TDK hat???!!!

    Oja, genau dann kommen ja noch die Vorwürfe TDK = comicverfilmung, deshalb kann es ja schon mal nicht gut sein…Also bitte, der Comic war schon imer ein wichtiger Bestandteil der amerikanischen Kultur, der in seinen Stories immer politik und Society verarbeitet hat…durch das fantastische Element wird der Comic – besonders TDK – allerdings vielschichtiger und modellierbarere, was ihn einfach zeitlos – und damit zeitlos politisch – macht…irgendeins dieser Politporträts, die so oft immer bei den Oscars abräumen können das nicht von sich behaupten, sondern bestechen – so wie Frost/ Nixon – höchstens durch ihre Schauspieler und deren Einsatz.

    …Und mal ehrlich: TDK war ebenfalls ein ilm, der durch seine Schauspieler bestach: Von heath Ledger muss man gar nicht erst anfangen, aber das ganze Ensemble ist schlichtweg beeindruckend: Michael caine und Morgan Freeman brillieren in ihren Charakteren, denen sie stets einen Schuss Ironie verleihen, Maggie Gyllenhaal war das beste, was dem batman-franchise, nach der fehlbestzten Katie Holmes, passieren konnte und gibt die fesche Anwältin zwischen den Stühlen genauso überzeugend wie Aaron Eckhart, der die durchaus extrem schwierige Wandlung vom Super-Staatsanwalt zum Killer nicht nur glaubwürdig und ergreifend, sondern auch mit einer wahnsinnigen Eleganz verkörpert.
    Und als Geheimwaffe kommt schlussendlich noch Gary Oldman, als Verkörperung der “Hoffnung des gemeinen Mannes” dazu…und Oldman ist sowieso der ungeschlagen beste Schauspieler überhaupt – höchstens zu vergleichen mit Daniel day Lewis….

    Kommentar von Toby am 27.01.2009 um 03:41 Uhr
  47. Noch ein Zusatz:

    Dass TDK nicht mal eine Nominierung für den besten Film bekommen hat, ist ein wahrer Schlag ins gesicht, insbesondere, wenn Dreck wie Baader-Meinhof-Komplex auf der Nominierungsliste gelandet ist…

    Und dass Nolan auch nich für beste Regie nominiert wurde, ist eine Beleidigung an die Filmkunst und eine frechheit: selten hat es ein Regisseur geschafft, einen so stilsicheren, ausdrucksstarken, philosophischen Film abgeliefert, der trotz seiner politischen Brisanz, seiner soziologischen Relevanz und seiner psychologischen Tiefe, die sich in den Handlungsstränegn und -Konflikten wiederspiegeln, so unterhaltend, spannungsgeladen und rasant…besonders aber kreativ und innovativ war.

    Das soll ihm mal einer nachmachen, denn er hat hier wirkliche Kunst und Ikonenhaftes Kino erschaffen und aus dem Comic, den Helden und der Story viel mehr herausgeholt, als man sich hätte erhoffen können.
    Er hat das – sowieso schon große – Potential des stoffes nicht nu ausgefüllt, sondern es überhöht und zu neuen Ufern aufbrechen lassen.
    Hier wurde jemand ganz mies geprellt!

    THE DARK KNIGHT WAR DER FILM DES JAHRES UND DIE VERLEUMDUNG BEI DEN OSCARS IST EIN SPOTT AUF JEDES GUTES KINO!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich hatte mich eigentlich sehr auf die Oscar-Verleihung diese jahr gefreut, aber nun werde ich sie mir nicht ansehen. Letztendlich wurde heuer meine Befürchtung, aufgrund von etlichen “Oscar-Übersehungen” von MEISTERWERKEN u.a. von Scorsese oder Michael Mann, endlich viollends bestätigt:
    DER ACADEMY-AWARD IST NICHTS, ALS EINE OBLIGATORISCHE, VERLOGENE FARCE!!!!!!!!

    Basta.

    Kommentar von Toby am 27.01.2009 um 03:55 Uhr
  48. The Dark Knight haben mehr Leute im Kino gesehen als die Oscars Quote haben werden. Und die TDK-Seher sind dafür extra aus dem Haus gegangen und haben zwischen 5 und 10 Euro dafür bezahlt (plus Transportkosten und eventuell Popcorn/Getränke. Die Oscars schauen viele nebenher, und zahlen tun sie schon gar nüscht.

    Also sind die Oscars für die Leute weniger interessant als The Dark Knight, sonst würden mehr Leute für die Oscars bezahlen als für den Film.

    Oder mach ich da einen Denkfehler?

    Das soll übrigens nicht bedeuten dass die Oscars dadurch automatisch irrelevant werden, aber sie sind für das Filmjahr weniger wichtig als TDK. Genauso wie Titanic damals, welches (wenn es keine 14 Oscars bekommen hätte) trotzdem für das Filmjahr bedeutsamer gewesen wäre als die Oscarveranstaltung.

  49. @ Toby
    Glückwunsch, beispielloses überreagieren und ausblenden von allem schlechten..
    Ich mochte Dark Knight, war 2 mal in Kino mochte ihn beim zweiten mal sogar noch mehr, trotzdem ist er meiner Meinung nach nicht das geniale Meisterwerk zu dem er gemacht werden soll..
    Das in dem Film “ALLES” perfekt war ist schlicht und einfach falsch, er hatte unnötige szenen sowie 2-3 alberne Ideen und meiner Meinung nach eine schlechte optische Umsetzung von Two Face.
    Wie gesagt ich finde ihn sehr gut, aber nicht Oscar würdig als bester Film (ohne die anderen gesehen zu haben), ebenso wenig fand ich das Ledger (ja ja er ist tot, ich weiß) der beste Schauspieler des Jahrhunderts war und mit dem Joker eine Leistung abgeliefert hat die niemals jemand toppen kann, ausser er stirbt noch dramatischer in einer brisanteren Rolle (wo war eigentlich Brandon Lees oscar?) ..
    nun noch zu ein-zwei sachen aus deinen Post, dein angeblicher Beweis mit Country for Old Man, ist ja einfach mal keiner ^^ das ist albern sich das so hinzudrehen.
    Das wirken der Academy (von der ich auch kein großer Fan bin) als Spott zu bezeichnen ist auch nicht fair , da es sich dabei auch nur um Menschen mit einer Abstimmungsmöglichkeit handelt, aber nichts desto trotz schliesse ich mit den Worten von Sick Boy, die dir vielleicht ein Trost sind : “Der Oscar bedeutet ein Scheiss”

    Kommentar von SuppenkaZper am 27.01.2009 um 12:40 Uhr
  50. Naja, bisher hat der Oscar mir eben ziemlich viel bedeutet und ich war anno 2003 sehr erleichtert, dass Herr der Ringe 3 soviele Oscars – zu Recht! – abgesahnt hat…aber jetzt bin ich einfach nur noch enttäuscht.

    Ich bin selbst auf dem Weg Regisseur zu werden und war von TDK einfach total überwältigt. Und das zur Abwechslung mal ein meiner Meinung nach wirklich genialer Film gehypt und auch von nahezu allen Kritikern gelobt wird, hat mir einfach richtig imponiert; schon allein aus dem Grund, weil ich selbst Fantasy oder fantastische Geschichten vorziehe – einach weil man in ihnen mehr rlevantes für unser Leben erzählen kann, als in einem Film, der – sagen wir – in unserer Realität verankert ist.

    Und dass sich jetzt dieses Lob, das sich immerhin durch ein halbes Jahr lang erstreckte, wider erwarten nicht in den verdienten Oscar verwandelt, sondern sogar noch mit sich bringt, dass in Foren wie hier TDK im Nachhinein noch schlecht gemacht wird, ist einfach nur traurig.
    Die leidenschaftliche Arbeit des regisseurs und des ganzen teams wird hier einfach nicht richtig gewürdigt….und das wiederum brngt jemanden wie mich wieder zum Nachdenken, ob man in so einer Branche überhaupt arbeitetn will, in der man für seine tolle Arbeit nur dann gewürdigt wird, wenn man gerade ins Schema passt.

    Ich meine, fragt euch doch selbst: Welcher Film hat euch dieses Jahr am Meisten fasziniert, welcher hat euch am Meisten beschäftigt – das sit der Film, der meiner Meinung nach als der BESTE DES JAHRES ausgezeichnet werden sollte. Für mich war das mit großem Abstand TDK und ich schätze, da bin ich nicht allein.
    Aber sollte eben die Mehrheit entscheden, dass er das doch nicht war, meinetwegen, aber wenigstens eine Nominierung, eine Chance auf das Rennen, ist das Mindeste, was drin sein MUSS.

    Und zur besten Regie: Nolan wurde von seinen Regiekollegen zum besten Regisseur des Jahres gewählt, wo ich mich nur anschließen kann. Bisher war es immer so, dass dieser Regisseur im selben Jahr auch den Oscar bekam, nur in seltenen Fällen blieb er lediglich nominiert. Aber Hier? Hier fehlt die Nominierung gänzlich und das ist eine Frechheit, ein Schlag ins Gesicht für jeden Künstler/ Regisseur und ein Bewies dafür, dass man die Oscars wirklich nicht (mehr) ernst nehmen kann.

    Ich hoffe nur, dass sich jetzt wenigstens Ficher, der den Oscar schon für fight Club hätte bekommen sollen, und BENJAMIN BUTTON durchsetzen wird, denn auch dieser Film ist großes Kino, wenn auch weit hinter der Vielschichtigkeit von TDK.

    Schade, dass der scheinbar unhaltbare Feldzug des DARK KNIGHT nun – im Finale – genauso endet wie der Film selbst: Batman muss sich im Dunkeln verstecken, obwohl JEDER weiß, dass er der BESTE ist.
    Aber naja, was soll man sagen:
    “Manchmal haben die Menschen etwas besseres verdient, als die Wahrheit.”

    “Du stirbst als held, oder lebst solange, bis du selbst zum Bösen wirst…”

    @ SuppenkaZper:
    Ich weiß nicht, mir hat die optische Umsetzung on Tw face sehr zugesat, weil sie eben sehr eralistisch war und für mich gut in das Gesamtkonzept des Films gepasst hat, aber was soll’s, das ist Geschmacks- und Affassungssache.
    Und Ledger ist sicherlich nicht der beste Schauspieler aller Zeiten, wohl nicht mal einer der Bestenüberhaupt; dennoch war er durch seine letzten Leistungen in Brokeback Mountain und eben in Dark Knight der wohl vielversprechendste Jungschauspieler. Und ob er nun tot ist, oder nicht, hat er mit dem Joker eine Ikone geschaffen und den alten Kkönig Nicholson damit in Null Komma Nix vom Thron gestoßen. Egal ob es zu toppen ist oder nicht, wird seine Joker-Darstellung unvergessen bleiben, selbst wenn er nicht gestorben wäre.
    Und was heißt überhaupt toppen. Jeder, der den Joker so noch einmal spielen will, wie Ledger, müsste Ledger imitieren und das würde sowieso immer schlechter werden als das Original.
    Und ansonsten kann man nur versuchen eine neue Interpretationsweise für den Joker zu finden, so wie es Ledger nach Nicholson getan hat. Das ist aber äußerst schwierig, wenn es klappt aber die einzige Möglichkeit, den Joker nochmal GRANDIOS darzstellen. Hoffe du verstehst was ich meine.

    Und ja, Brandon Lee hätte den Oscar wohl auch verdient, wenn er auch nicht ganz so present und rollenfüllend war, wie Ledger als joker. Übrigens mochte ich The Crow selbst sehr und der hätte auch gern ein paar Oscars kriegen können, aber da sind wir ja wieder beim Thema: Ist ja nur Comic/ Fantasy.
    Außerdem muss man letztlich doch sagen, dass CROW zwar klasse war, aber schlussendlich nie ein Phänomen wurde, so wie TDK…dazu fehlte es auch an Vielschichtigkeit. Abr dennoch: Toller Film.

    Ich habe TDK ganze 9 Mal im Kino gesehen und auf DVD auch schon einige Male. Ich habe mich mit dem Film ausführlich beschäftigt, also weiß ich, von was ich rede und wie tiefgründig der Film wirklich ist und wie perfekt er als Gesamtkunstwerk funtioniert, des halb bleibe ich bei meiner Meinung: Wäre TDK im Rennen, würden alle Konkurrenten nur um den 2. Platz kämpfen.

    Und abschließend: Verfolge doch mal die Geschichte: Es hat immer ein Film den Oscar gewonen, der gut in die amerikanische Zeit und dem Feeling des Jahres entsprach. Und bei NO COUNTRY war es nicht anders; keine Frage hatte er Coen-Film das verdient, aber er hatte eben auch Glück, dem “Schema” zu entsprechen. Und das hatte TDK eben nicht.
    Und es ist wirklich so, dass der Oscar tief verwurzelt in die amerikanische Kultur ist und durch Politik und gesellschaft stark beeinflusst wird. Lies einfach entsprechende Fachlektüre oder mach dich selber schlau im geschichtsgeschehen und verfolge die Prämierten-Liste; da brauch man sich gar nicht lang drüber zu unterhalten.

    Gruß an alle.

    Kommentar von Toby am 27.01.2009 um 15:08 Uhr
  51. Toby..
    Mich freut es ehrlich für dich, auch wenns kitschig klingt, das dir der Film so gut gefällt und muss zugeben das ich die Beweggründe nach dem ersten Post falsch eingeschätzt habe :P
    nachdem ich das jetzt gelesen habe, bin ich zwar immer noch meiner Meinung (aber es geht ja nicht um Überzeugungsarbeit) aber würd mir fast schon für dich wünschen das er nen Oscar bekommt ^^.
    Bin leider nicht ganz so wortgewandt um spezielles auszudrücken, aber hat mich sehr gefreut deinen Standpunkt zu lesen, der beste “Fanboy Standpunkt” :P den ich bisher gelesen habe….

    Kommentar von SuppenkaZper am 27.01.2009 um 15:20 Uhr
  52. Danke, das freut mich ;-)

    Kommentar von Toby am 27.01.2009 um 19:48 Uhr
  53. Heath Ledger hat den Oscar für die beste Nebenrolle richtig verdient…
    Wie der den Joker gespielt hat!!!
    EINFACH UNGLAUBLICH!!!!!!!!!
    Wenn er noch leben würde hätte er bestimmt noch viele Filme gemacht.
    Sein Tod (22.Januar,2008)hat echt viele erschüttert!
    Mich auch

    Kommentar von anna am 23.02.2009 um 18:05 Uhr

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