Review

Der seltsame Fall des Benjamin Button

Standard, 29. 1. 2009, Batzman (Oliver Lysiak), 88 Kommentare

-„Would you still love me if I were old and saggy?“
-„Would you still love ME if I were young and had acne? When I’m afraid of what’s under the bed? Or if I end up wetting the bed?“

Originaltitel: Curious Case of Benjamin Button, The
Herstellungsland: USA 2008
Regie: David Fincher
Darsteller: Brad Pitt, Cate Blanchett, Tilda Swinton, Elle Fanning, Elias Koteas, Jason Flemyng, Julia Ormond
[rating:2.5] Batzman
[rating:1.5] Jet Strajker
[rating:3] Mal Sehen

benjaminbutton

Benjamin Button (der Kopf von Brad Pitt mit wechselnden realen und digitalen Körpern) wird kurz nach dem Ende des ersten Weltkriegs geboren. Seine Mutter stirbt bei der Niederkunft, der Vater gibt das Baby angewidert in einem Pflegeheim ab, nachdem er festgestellt hat, dass Benjamin aussieht wie ein alter Mann.

Durch einen merkwürdigen Geburtsfehler, der vielleicht, aber vielleicht auch nicht mit einer seltsamen rückwärtslaufenden Bahnhofsuhr zusammenhängt, altert Benjamin rückwärts. Er wächst im Seniorenpflegeheim in New Orleans auf und wird mit jedem Jahr jünger. Schon früh verguckt er sich in das Mädchen Daisy (Cate Blanchet und andere), doch auch wenn die Sympathie gegenseitig sind, verlieren sie sich immer wieder aus den Augen, während Benjamin älter wird und dabei immer jünger aussieht und das 20. Jhd. an sich vorbeiziehen sieht…

Ein neuer Fincher, ein weiteres Großereignis. Schon jetzt kann sich der Regisseuer mit den Oscarnominierungen die Küche kacheln, denn was die Zutaten angeht bietet „Benjamin Button“ – die sehr, sehr, sehr, sehr freie Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte von F.Scott Fitzgerald, alles was das Juroren-Herz höher schlagen lässt. Pitoreske Bilder, einen epochalen Ansatz, einen „High-Concept“-Ansatz, der trotzdem nicht schwer zu verstehen ist und glamouröse Stars im Doppelpack.

Seit letzten Sommer die ersten Bilder und Clips zum Film erschienen, bekam der Film genug Vorschusslorbeeren um damit den Jahresbedarf französischer Restaurants zu decken. Die spannende Frage war deswegen, was hat der Film bei realistischer Betrachtungsweise wirklich zu bieten. Die Antwort ist ein bißchen ernüchternd, aber nicht wirklich verblüffend, wenn man Finchers Werk kennt: Von handwerklichen Meriten abgesehen, nicht grade viel.

Benjamin Button ist die Elegie auf einen zutiefst langweiligen Menschen. Brad Pitt spielt ihn, hinter viel echtem und digitalem Make-up mit waidwundem Blick und knarzig-monotoner Erzählstimme, die den Eindruck erweckt, der „Held“ würde sich selbst nicht sehr für sein eigenes Leben interessieren. Trotz der unübersehbaren und an vielen Stellen korrekt genannten Parallelen zu „Forrest Gump“ (die nur deswegen nicht abmahnungsfähig sind, weil beide Filme den selben Drehbuchautoren haben), unterscheidet Benjamin Button eine Sache deutlich von seinem Vorgänger: Er ist unglaublich monoton. Gefühlte fünf Stunden (es sind nur knapp drei) – in denen es wenige Dialoge und viel nöliges Voice-Over gibt – wird mit wichtiger Miene das Leben des rückwärts alternden Benjamin nacherzählt. Ausufernd in dutzenden kleinen Pastiches, die nur zu oft pointenlos enden und für die Entwicklung des Hauptdarstellers erstaunlich unwichtig sind.

Denn Fincher ist wenig am Innenleben seiner Figuren interessiert und definiert sie fast ausschließlich über Ticks und Äusserlichkeiten. Benjamin Button ist ziemliche lange ca 70, dann ziemlich lange irgendwas Mitte 30 und ziemlich kurz dann sehr jung und irgendwann tot. Ein liebenswerter, eigenständiger Charakter, jemand der Witz oder Charme, wirkliche Interessen und Eigenschaften hat ist er dabei im Grunde nie. Dazu bleibt die Figur zu sehr Gimmick, zu sehr Spezialeffekt. Der Film glaubt es sei genug Pitts Kopf mit aller tricktechnischen Raffinesse auf verschiedene digitalen und echten Körper zu schrauben, erzeugt damit nach der anfänglichen Faszination aber eher Distanz. Button bleibt creepy, bleibt – wie es ein US-Kollege formulierte – ein Gimmick auf der Suche nach Sinn.

Waren das Stückwerk und die Episoden bei Forrest Gump immerhin leidlich witzig (wenn auch inhaltlich fragwürdig und reaktionär), dümpelt Benjamins Lebensgeschichte konstant im Moll, im weinerlich Melancholischen ohne wirkliche Höhen und Tiefen. Der breite Njuuu Orleans-Dialekt, in dem ausnahmslos alle Figuren reden, die nicht in raubauzigem Klischee-Irisch schwadronieren, ist dabei ungefähr so authentisch und sympathisch wie eine Busreise mit einem badischen Kegelclub. Echte Themen anzupacken scheut der Film. Weder die Auswirkungen des ersten und zweiten Weltkriegs, noch die sich grade in New Orleans aufdrängende Rassen- und Klassenprobleme (immerhin wird Button von einer Schwarzen aufgezogen, die wirkt als sei sie grade „Vom Winde verweht“ entstiegen) sind ernsthaftes Thema. Fincher ist wie gewohnt ein Showman, der viel zeigt, aber wenig zu sagen hat.

Wie in Forrest Gump wird die, als roter Faden dienende, Liebesgeschichte, seine Faszination für die (von Blanchet eher oberflächlich interpretierte Daisy), auch hier mehr behauptet als entwickelt. Benjamin bleibt letztlich immer blass und creepy und seine geliebte Daisy definiert sich auch mehr über ihr Tun, als über ihre Persönlichkeit. Das Frauenbild des Drehbuchautoren hat sich seit Forrest Gump nicht wirklich verbessert. Alles Schlampen ausser Mutti. Auch Daisy kommt erst nach einem Schicksalsschlag wieder bei Benjamin angeschissen und ist dabei ebenso blass und oberflächlich gezeichnet, wie Gumps Jenny. Der Alterungsprozess passt sich in seiner Geschwindigkeit natürlich gerne der Handlung an. Buttons ist die meiste Zeit des Films ziemlich alt, um dann im letzten Akt recht gehetzt die jüngeren Phasen des Lebens zu durchlaufen.

Besonders ärgerlich ist dabei die Banalität, mit der der Film das Thema Alter inszeniert. Was hier als Meditation über „alt werden“ und „alt sein“ verkauft wird, hat nicht mal die Qualität eines Apothekenkalenderspruchs, was umso unerfreulicher ist, weil er sein Thema so absolut humorlos und verbissen angeht. Buttons Leben ist eine lange ereignislose Passion, ein Leidensweg. So bleiern wie er durch den Film tänkert, wünscht ma sich ihm würde mal jemand zwei drei Flaschen Doppelherz in den Tee kippen, damit ihn mal irgendwas aus seiner Monotonie reisst. Was natürlich nicht geht, denn dazu nimmt sich der Film viel zu wichtig und ernst.

Fincher bettelt förmlich nach einem Oscar, so sehr bastelt er seine Geschichte aus bekannten Versatzstücken zusammen. Von der nostalgisch verklärten, sepiagetränkten Zeit in New Orleans, bis zum Flower-Power-Look der 60er. Alles schreit hier Epos, was auch die ausufernde Länge erklärt, die inhaltlich durch nichts gedeckt wird. Fincher ist verliebt in seinen Effekt Benjamin, das ihm erst viel zu spät bewusst wird, das er so gar nicht weiß was er mit dem Gimmick des Films eigentlich anfangen soll. Denn abgesehen davon, dass die Figur eben alt aussieht, unterscheidet sich ihre Geschichte nicht wirklich von der anderer. Sie ist vielleicht noch etwas farbloser, weil Button wirklich auf diese eine Eigenschaft reduziert wird.

Das Potential der Idee blitzt erst am Ende Ende kurz auf, wenn sich der Streifen von der reinen Effekthascherei für wenige Minuten verabschiedet und Benjamin tatsächlich von anderen Schauspielern spielen lässt, hier bekommt die Figur für ein paar Augenblicke die Lebendigkeit die ihm die vorangegangen Stunden so bitter fehlte. Leider sind es tatsächlich nur wenige Szenen, die schnell wieder von tragischer Musik und denn allgegenwärtigen Voice-Over-Greinereien erstickt werden. Benjamin Button ist Prunk, Protz, inszenatorischer Taschenspielertrick allererster Güte – doch wer nach wirklichem Inhalt sucht, hat das Gefühl eine Matrjoschka-Puppe auseinanderzunehmen, in deren letzter Instanz nur heiße Luft eingeschlossen ist.

Ein Film wie „Harold & Maude“ oder „About Schmidt“ (oder selbst Cocoon) erzählt in Nebensätzen mehr Wahrheiten über das Thema Altern und Sterben, als Benjamin Button in all seiner quengeligen und selbstgefälligen Larmoyanz. Von der satirischen und humorvoll erzählten Kurzgeschichte, auf der der Film vorgibt zu basieren ist so gut wie nichts über. Vielleicht wäre es besser gewesen diese Geschichte als 15min Twilight Zone Episode umzusetzen, denn auf voller Länge läuft sich der Gag einfach tot. Besonders wenn man sich wie Fincher nur für die schöne Oberfläche und nie wirklich für seine Figuren interessiert.

Benjamin Button ist der perfekte Hütchenspieler-Film. Glatte, anspruchslose Kost in extrem edler Hülle, der mit viel TamTam erfolgreich kaschiert, das er wirklich absolut leer ist und das Publikum irgendwie mit dem Gefühl entlässt, sie hätten doch irgendwie etwas Anspruchsvolles gesehen, obwohl er ihnen letztlich nur das Geld aus der Tasche gezogen hat.

Jet StrajkerJet Strajker meint:

Ein Mann kommt greis zur Welt und stirbt als Neugeborenes. Das ist die Idee, die David Fincher zu einem fast dreistündigen Konzeptfilm inspiriert hat. „The Curious Case of Benjamin Button“ schildert also eben den seltsamen Fall des Herrn Benjamin Button, der paradoxerweise in einem Altersheim aufwächst. Er lernt ein kleines Mädchen kennen, doch ihr Verhältnis kann nur das eines alten Großvaters zu seiner jungen Enkelin sein. Irgendwann treffen sie sich in der Mitte ihres Lebens wieder – gleichaltrig. Eine tragische Liebesgeschichte ist der Film, aber auch eine Zeitreise durch das Amerika des 20. Jahrhunderts, eine stetig und inbrünstig Kinomagie heraufbeschwörende Filmausstellung – und ganz besonders ist es technokratisches Fincher-Experimentierwerk der fürchterlichsten Sorte.

Die kuriose Idee also, die der Film schon im Titel andeutet, ist natürlich nicht ernst zu nehmen: Sie ist im schlimmsten Fall ein Gimmick, im besten eine Metapher. Finchers Film ist auf den ersten Blick märchenhaft, surreal und träumerisch, er scheint die Idee für ein Gedankenspiel nutzen zu wollen, weniger um aus ihr einen Genreeffekt oder einen dramaturgischen Clou nach dem anderen zu generieren. Doch, nun ja, es ist eben ein David Fincher, der sich daran versucht, und seines nüchternen, reduzierten, dem Sujet verpflichteten Meisterstücks „Zodiac“ zum Trotz kann der Regisseur nicht der Versuchung für die Technik dieser Geschichte erliegen, für das Pragmatische, die Filmsprache und ganz besonders die Akribie, die alles Rätselhafte, Magische und Menschliche ausblendet.

Was also ein Film hätte werden können, der sich seine absurde Ausgangsidee zu Eigen macht, um eine allegorische, metaphorische oder – wenn es denn nun sein muss – auch intellektuelle Meditation über die Diskrepanz zwischen Körper und Geist, über Vergänglichkeit, die Wertigkeit von Zeit und natürlich den Irrsinn der Liebe anzustimmen, ist eben doch nur ein Beweihräuchern an der eigenen Genialität. Die Idee, und das ist alles: die Idee, bleibt grotesk, albern und schwachsinnig, weil sie nicht in ein Märchen übersetzt, sondern immer wieder vorgeführt wird. Hier ist der Film, neben zahlreichen banalen Übereinstimmungen in der Plot-Struktur, seinem geistigen Vorgänger „Forrest Gump“ am Ähnlichsten. Nicht gerade wunderlich, dass in beiden Fällen derselbe Drehbuchautor zugange war.

Deshalb ist „The Curious Case of Benjamin Button“ das sperrige, höchst langweilige und somit uninteressante Auswälzen einer einzigen Idee auf rein ästhetischem Niveau. Er bietet nichts an, das über sorgfältige Ausstattung, wohlfeine Kameraarbeit und vordergründige Spezialeffekte hinausginge. Es ist ein Fincher-Spiel der besonders unangenehmen Sorte, unterkühlt, ausladend und nur mit sich selbst beschäftigt. Und der Film ist keine Ode an das Leben, sondern seine Tricktechnik. Was Francis Ford Coppola und seiner ambitioniert verkopften Auseinandersetzung mit dem Wesen von Zeit und Alter in „Youth Without Youth“ im letzten Jahr nur Häme einbrachte, das taugt hier allerdings in epischer Mainstream-Manier soeben für 13 Oscar-Nominierungen. Wahrlich: ein seltsamer Fall.

You Might Also Want To Read

Kurzkritiken: Hereafter – Das Leben danach, 72 Stunden – The next three days, I spit on your grave (2010), Somers Town (Review)

6. 2. 2011

Doomsday – Tag der Rache

15. 6. 2008

Kurzkritiken: Die Entführung der U-Bahn Pelham 123, Die fast vergessene Welt, Dead Snow, Pig Hunt, FAQ about Time Travel, Infestation, Is anybody there? u.a.

1. 10. 2009

88 Kommentare

  • Reply Zetterberg 29. 1. 2009 at 1:43

    Eigentlich kann man dem, was du geschrieben hast, nichts mehr hinzufügen. Folgender Spruch fasst aber die Misere dieses Films nochmal zusammen:

    „You can’t polish a turd“ (=Du kannst einen Haufen Scheiße nicht polieren)

    Der Haufen Scheiße in diesem Fall, das Drehbuch (und das obwohl die Vorlage von Fitz so originell ist).

  • Reply Nico 29. 1. 2009 at 2:36

    Wie schonmal jemand bei „The Day The Earth Stood Still“ schrieb:

    Der Durchschnittsbesucher wird wahrscheinlich leicht melancholisch angehaucht aus dem Kinosaal gehen und sagen: „Das muss ich erstmal sacken lassen…“

    Danke, dass ich mir diesen Film nicht anschauen müssen werd. Ich war durchaus neugierig.

    P.S.: Ich hörte aus vielerlei Munde, Bolt „ginge so“ und eigentlich sei „Findet Nemo“ sowieso der beste Animationsfilm überhaupt. Das sagt dann wahrscheinlich nebst besagtem Sackenlassen so ziemlich ALLES über den Durchschnittsbesucher.

  • Reply VdU 29. 1. 2009 at 7:44

    Hm. Da darf ich mich wohl als zufriedener Durchschnittsbesucher ansehen, mehr will ich auch gar nicht sein. Sehr, sehr elitärer Begriff.

  • Reply killknopf 29. 1. 2009 at 8:17

    …vor allem in einem Beitrag, der nur sagt „Hab den Film nicht gesehen, vertraue aber voll auf euer Urteil und läster darum mal mit, weil’s so schön ist und wir uns dann alle schlau vorkommen können.“
    Das sind elitäre Kinogänger, die man sich wünscht. Undzwar im Sitz vor einem, wenn das Popcorn eh nicht mehr schmeckt.

  • Reply Nico 29. 1. 2009 at 9:46

    Zugegeben, das klingt abwertender als es gemeint ist. Ich schalte auch durchaus gerne mal den Kopf ab und genieße einen Film einfach. Und ich wette, mir könnte sogar Transformers gefallen (bin bisher nicht dazu gekommen ihn zu sehen), wenn ich nur vorher wüsste, dass ich meinen Kopf dabei erst recht abschalten muss.

    Aber wenn der Film so unglaublich bedeutungsschwanger angekündigt und aufgezogen wird und dann von mir aus auch nur halb so gehaltlos ist, wie er hier bewertet wird, dann funktioniert das nicht. Ich habe tatsächlich Besucher über Wall-E sagen hören, dass das ja einer der sozialkritischsten Filme der letzten Jahre gewesen sei. Ich habe in der Pause von Herr der Ringe jemanden sagen hören: „Hey, zu den Filmen gibt’s jetzt auch Bücher.“ Testscreenings haben dafür gesorgt, dass ich mir Tintenherz irgendwann mal für 5 Euro auf DVD kaufen werde, weil sie ein alternatives Ende gedreht haben.
    Einiges davon sind mit Sicherheit Einzelfälle und so nicht pauschalisierbar. Aber sie ziehen den Durchschnitt unglaublich nach unten. Und wenn da der Horizont aufhört, ja, dann erlaub ich mir wohl ein wenig Elitarismus.

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 9:55

    Also es ist immer sehr ernüchternd auch mal eine andere Sichtweise der Dinge zu lesen. Jeder Film der normalerweise für gut befunden wird, wird hier schlecht gemacht. Also nicht falsch verstehen, jegliche Art von Kritik ist zugelassen und jedem seine Meinung, aber es ist schon witzig das viele Filme hier einfach schlecht gemacht werden. Das war schon bei „The Dark Knight“ so. Abgesehen von der Imdb, die vielleicht in mancher Augen nicht represetativ ist, immerhin haben sich ein halbe million Menschen die Mühe gemacht ihren Kommentar zu einigen Filmen zu geben. Aber interessanter Weise ist es hier doch oft so das gute Filme schlecht geredet werde. Ich denke es werden so viele Rezessionen geschrieben, die auch was taugen aus Journalistischer Sicht, Spiegel, RP, Stern und viele weitere, aber man muss anders sein um da noch aufzufallen.

    Jedem das seine

    Gruß T.

  • Reply stb247 29. 1. 2009 at 10:02

    Der Film is ja nu nich wirklich sooo schlecht, wie ihr ihn hier macht. Keine Träne gekullert, bei euch? Schade.

    Natürlich funktioniert die Liebesgeschichte nur bedingt und Pitt spielt Button sehr distanziert. So als sei sein Tagebuch nichts weiter als die Beobachtung eines Fremden, nicht die Wiedergabe des selbst erlebten. Und wenn man mal die phantastische Idee vergisst, dass hier ein Mann rückwärts altert, fallen leider sehr (sehr) viele Plotholes und Notlösungen auf, die einer Geschichte, die drei Stunden erzählt wird, eigentlich nicht gerecht werden.

    Aber jetzt seid doch mal ehrlich: die Hälfte aller Oscarnominierungen hat er sehr wohl verdient. Da sind einiger der besten Effekte der letzten zehn Jahre zu sehen! Und auch wenn sie nicht nominiert wurde, ist Tilda Swinton ein Highlight des Films und sollte mal erwähnt werden. Genauso wie das Aging-MakeUp der sehr greisen Blanchet.

    Ach ja: Schlimmer als „Youth Without Youth“ geht’s ja nu nich mehr. Was für ein Diletantenstück! War Coppola high, oder wie kann man dieses Fiasko erklären?

  • Reply Batzman 29. 1. 2009 at 10:35

    @stb247

    Wie sollen Tränen kullern (was bei mir eh sehr selten passiert) oder auch nur eine emotionale Anteilnahme mit einer Figur möglich sein, die so kalkuliert, so am Reißbrett entworfen und die bis auf ihre Krankheit der Mann ohne Eigenschaften ist. Um Button zu trauern ist unmöglich, weil er so leer, so langweilig, so absolut unbedeutend ist und er einzig über sein invertiertes Altern definiert wird.

    Und natürlich werden beim Oscar jedes Jahr massenhaft Gurken oder „kleine gemeinsame Nenner“ ausgezeichnet. Gewisse technische Meriten will ich dem Film nicht in Abrede stellen, dennoch führt der Effektoverkill sowohl bei Button als auch bei der Umgebung, die oft genug auch dem Rechner entstammt, bei mir zu einer ziemlichen Distanzierung. Ich glaube der Film wäre viel glaubwürdiger, wenn sie tatsächlich verschiedene Schauspieler für die verschiedenen Alterungsstufen genommen hätten. Pitt ist okay, aber jetzt nicht grade der subtilste und nuancenreichste Schauspieler der Welt und seine Fähigkeiten werden durch die Effekte eher noch geschmälert. Und wenn man mehr auf den blurrigen Teil seines Kopfes achtet, dort wo Hals und Körper digital verschmolzen werden, dann hat der Film ein Problem.

  • Reply Cathrin 29. 1. 2009 at 11:00

    also, von „schlechtmachen“ kann auf diesem blog ja wohl keine rede sein. ich freue mich, dass ihr jungs blöden durchschnitt auch als solchen erkennt, so dass man seine zeit dann besser mit kleinen perlen wie „so finster die nacht“ verbringen kann, die ihr ja auch entsprechend bewertet.

  • Reply kapooow 29. 1. 2009 at 11:04

    @ killknopf, todi: word!

    mir kommts auch so vor, dass hier gute filme immer schlecht geredet werden.

    natürlich sind meinung immer unterschiedlich blabla.
    aber ein echter journalist hat bei spiegelonline geschrieben : wer bei diesem film keine tränen vergießt, hat kein herz.

    klar – übertrieben, aber: so eine diskrepanz!? habt ihr den selben film gesehen?

    das hab ich mich auch gefragt als du geschrieben hast „alle schlampen ausser mutti“:
    hast du den selben film gesehen?

  • Reply Prolo 29. 1. 2009 at 11:14

    Crazy mal gucken ob der Film wirklich so dolle wird wie alle sagen…Vielleicht auch nur wieder weil Pitty boy mitspieltß!

  • Reply PhilipS 29. 1. 2009 at 11:39

    Les so eine alternative Kritik gerne und wenn es bei so großen kommerziellen Filmen ist solls mir auch recht sein.
    Ist halt spannender als wenn man nicht immer das gleiche zwischen 8-10 punkten liest. Allerdings…

    Vielleicht kommt das einfach auch daher dass die Herren mehr Erwartungen in die Filme setzen, mit Leidenschaft dabei sind, genauer hinsehen und dementsprechend hart bewerten. Also einfach sehr zynisch sind.
    Fiel mir zumindest bei Batman auf der im Vergleich zu anderen Comic Verfilmungen (wie Hellboy oder Iron Man) sehr streng genommen wurde…

  • Reply alanger 29. 1. 2009 at 11:51

    was ist ein „Konzeptfilm“?
    was ist kein „Konzeptfilm“?
    hab ich echt kein kozept alta…

  • Reply Watschel 29. 1. 2009 at 11:52

    „…aber ein echter journalist hat bei spiegelonline geschrieben : wer bei diesem film keine tränen vergießt, hat kein herz…“

    Gibts auch unechte Journalisten? Und was unterscheidet einen echten Journalisten von einem falschen? Haben echte Journalisten die Weisheit mit Löffeln gefressen und sind in der Lage Filme anders zu sehen, als jemand der sich nur in seiner Freizeit sehr häufig mit dem Thema Film befasst?
    Fragen über Fragen….

  • Reply Batzman 29. 1. 2009 at 11:53

    @kapoow

    Echte Journalisten haben geschrieben…? Wenn du das als Argumentationshilfe nimmst, hauts dir leider sehr schnell die Krücken weg, denn es gibt genauso „echte Journalisten“ die den Film ganz scheusslich fanden. Roger Ebert, einer der angesehensten US-Kritiker (der nicht nur auf auf Grund seines Alters wohl mehr vom Thema Alter, Sterblichkeit, Krankheit und Verlust versteht als Fincher und sein Drehbuchautor zusammen) hat den Film ebenfalls negativ reviewed und auch andere Kritiker großer US-Zeitungen waren wenig begeistert.

    Kostproben:

    „Perhaps every generation gets its own „Forrest Gump,“ whether it wants it or not. Certainly „The Curious Case of Benjamin Button“ is ours, full of cheap magical realism, repurposed history, inescapably colorful characters and a passive hero who stands still amidst it all.

    It’s like a box of chocolates, but with hollow centers.“

    und

    „“Even given all those inherent obstacles, „Benjamin Button“ would’ve had a better chance of success if it had landed in the hands of a director with more of a facility for telling emotional stories than Fincher, whose films include „Se7en,“ „Fight Club“ and „Zodiac.“ No wonder everything feels icy and removed. Giving Fincher this project is like asking the great French humanist director Jean Renoir to do a slasher movie. As my mother used to say, no good will come of this. (…) As Benjamin grows into childhood, he still has the look and infirmities of a very old man. To show that on screen, the film resorts to digital wizardry, to at times placing Pitt’s computer-aged face on the bodies of actors who play him at the early stages of his life.
    While that bit of technical virtuosity is supposed to make us ponder the mysteries of mortality, actually seeing these various Buttons plays as grotesque and gimmicky, leading to speculation that the chance to do something bizarre and unsettling is what attracted Fincher to the project in the first place.“

    und

    „Born at the tail-end of World War I, then raised in an old folks’ home by adoptive mother Taraji P. Henson—an arrangement that opens the door for at least a /little/ bit of commentary about race relations in the South, though the film doesn’t see fit to supply any—Button should get a unique perspective on life from his unique condition. Instead, it apparently keeps his eyes wide and his mind set to “naïf” as he wanders through the decades and an on-again, off-again relationship with the restless Blanchett. (…)

    At times, particularly in the film’s unavoidably heart-tugging final hour, Fincher’s visual mastery and Pitt’s charisma almost compensate for a gimmick in search of a meaning. The more time Fincher gives viewers with Button, the thinner the character grows. We see an old man discovering sex and a young one dealing with mortality and loss, but the film never lets the audience take its eyes off him and see its storybook America through his eyes. The sorrows of his changing face remain as distant as the digital code that created them. “

    Und mal ehrlich: Seit wann ist Der Spiegel irgendeine Quelle ernsthafter Filmkritiken.?

  • Reply Claudia 29. 1. 2009 at 12:23

    Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten. Jedem das seine und auch jedem seinen Senf. Ich lese mir Kritiken gerne durch, um schon mal „reinzugucken“. Letztendlich soll sich jeder auch selbst die Frage beantworten, was er von einem Film erwartet. Und wenn der Film vorab schon diese Wortgefechte geliefert hat, na, das ist doch auch schon etwas, um uns allen die Zeit zu vertreiben :-)

  • Reply Jet Strajker 29. 1. 2009 at 12:30

    @alanger:

    Langsam gehen mir deine sinnlosen Kommentare gewaltig auf den Sack. Wenn du nix anderes beizusteuern hast, als permanente Sticheleien gegen mich, dann steuerst du bald gar nix mehr.

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 12:33

    Was für ein reges treiben hier stattfindet…

    Also mal an alle, dieses ich habe den längsten und tollsten was Beispiele angeht bezüglich echten Journalisten und schlechten Reviews zu dem Film. Da lache ich doch drüber…

    Jeder kann den Film selbst bewerten und jeder hat seine Meinung dazu…Ich finde jegliche Art von Schokolade auch scheiße und nur weil alle sagen Schokolade ist super muss ich das nicht auch finden.

    Ausserdem habe ich auch nicht die Tatsache kritisiert das die Jungs den Film nit so gut finden sondern vielmehr das es doch häufig hier zu negativen Kritiken kommt bei Filmen die andere ganz gut finden. Und das ist glaub ich nicht mal nur deswegen weil die, ich spreche immer von „die“, soll nicht negativ rüberkommen gegenüber den Hostern des Blogs, den Film wirklich nicht so gut finden, sondern weil es eloquent und hipp ist das Gegenteil zu behaupten um aufzufallen.

    Und wenn ich wette en Zwanni das, wenn „die“ wirkliche Filmiebhaber sind, auch en paar DVD´s, Blu Ray´s what ever zu Hause haben und da auch mit Sicherheit The Dark Knight dabei ist. Wenn man dann fragt hat man sich den Angeschafft wegen dem Referenzbild/ -ton… ;)

    Das ist erstmal alles…

    greetz todi

  • Reply ArToo DeToo 29. 1. 2009 at 12:58

    Vielleicht sollten die 5-Filmfreunde mal in Erwägung ziehen die Bedeutung ihrer Sternbewertung irgendwo fest zu tackern, wo sie auch sofort ins Auge fallen.
    Ich meine, Dark Knight beispielsweise wurde doch mit 3,5 Sternen bewertet, was soviel heißt wie, ich zitiere: „Gut – sollte man sich angucken, schicker Film“. Dass in der Kritik selber dann Fehler gesucht und teilweise breit geschlagen werden, finde ich persönlich in Ordung. Macht es doch viel mehr Spass beim lesen.

  • Reply alanger 29. 1. 2009 at 13:14

    @Jet Strajker: danke für die sinnvolle antwort.
    ausgesteuert.

  • Reply jan m. 29. 1. 2009 at 13:19

    Wer schon einmal selber ein paar Kritiken mehr geschrieben hat, der weiß, dass es wesentlich amüsanter und einfacher ist einen Verriss zu schreiben, als ein Lob. Das war bei Kritikern schon immer so – egal ob Restaurant, Buch, Film, usw.
    Wenn ein Film dann noch für 13 Oscars prämiert und auch ein „bisschen“ gehyped wird (Dark Knight), sind die Erwartungen hoch und man geht im Regelfall davon aus, dass der Film gut wird. Schreibt jetzt jemand eine schlechte Kritik darüber, erzeugt man durch den entstandenen Kontrast einfach Aufsehen und erregt die Gemüter, was man hier auch wieder gut sehen kann =) Das mag manchmal gekünzelt sein, manchmal eine echte eigenständige Meinung, manchmal sind die Grenzen fließend.
    Ob das in diesem Blog der Fall ist, vermag niemand zu sagen und Diskussionen darüber sind auch ziemlich nutzlos. Es ist einfach auch manchmal eine Geschmacksfrage. Mein Freund mag Thunfischpizza, ich nicht. Wenn er jetzt überall erzählt, wie lecker die Thunfischpizza ist, muss ich ja nicht auf ihn hören – er hat eben nicht meinen Geschmack.
    Aber wegen eines Reviews einen Film nicht sehen zu wollen, finde ich aus eben diesem Grund albern. Ich glaube die wenigsten kennen die 5FF so gut und haben exakt den gleichen Geschmack, dass man ihnen blind vertrauen kann. Ich wollte den Film vorher sehen und will ihn nach diesem Review noch mehr sehen, um mich selbst davon zu überzeugen ;)
    Interessant wird es allerdings bei dem Gedanken, den todi am Ende geäußert hat. Das würde mich echt mal interessieren ;)

  • Reply Batzman 29. 1. 2009 at 13:29

    anstatt die ewig gleiche und immer langweilige Behauptung zu wiederholen „Ihr schreibt das ja nur weil alle anderen den gut finden“ – hier sei mal wieder der Verweis auf die F5-Kommentarfibel gestattet ( http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/06/01/das-wird-teuer-die-f5-kommentar-fibel/ ) – wäre im Grunde spannender, wenn mal Argumente zu hören wären. In beiden Reviews stehen genug Punkte, die diskutiert werden könnten. Statt dessen bleibt es beim blubberigen Bauchgefühl wie „ich find den aber gut und ist eben Geschmackssache“. Ich behaupte mal dreist: Es gibt mehr als nur geschmäcklerische Kriteleien, es gibt immer konkrete Kritikpunkte an denen Filme am eigenen Anspruch scheitern und man ihnen das auch nachweisen kann. Differenzierung scheint aber nach wie vor ein Problem zu sein, wenn generell jede Kritik die nicht auf „Boah supergeil“-Niveau ist als Verriss interpretiert wird. Dark Knight ist hier nicht verrissen, sondern in seinen Stärken und Schwächen benannt worden.

  • Reply Dunkeltron 29. 1. 2009 at 13:43

    @jan m.: Dein Einleitungssatz ist fast von Ratatouille geklaut… :-)

    Dass hier Filme, die von anderer Seite als gut bewertet werden, gerne mal schlecht abschneiden, finde ich tendenziell hilfreich.

    Bisher waren bei Benjamin Button meine Erwartungen sehr hoch, so dass ich nur enttäuscht hätte werden können.
    Jetzt ist das fort. Wenn ich den Film jetzt sehe, dann mit geringeren Erwartungen – und dann macht es vielleicht auch Spaß.

    Ich schätze die 5 Filmfreunde. Trotzdem gehe ich ja nicht gleich in ein Musical-Film, auch wenn ein solcher hier gut bewertet wurde. Und entsprechend kann ich mir auch mal einen Film antun, der hier nicht gut abschneidet.

  • Reply Dunkeltron 29. 1. 2009 at 13:49

    Hm, Korrektur: Wollte eher schreiben
    „Auch wenn hier Filme, die von anderer Seite als gut bewertet werden, gerne mal schlecht abschneiden, fände ich das tendenziell hilfreich.“

    Dass das so ist, habe ich so noch nicht mitbekommen.

  • Reply Patrick B. Rau 29. 1. 2009 at 14:57

    Der von mir sehr geschätzte Filmkritiker/Journalist Ekkehard Knörer kommt in seiner – ebenfalls vernichtenden – Kritik zu folgendem Fazit:

    „Mit Löffeln hat der Film die Weisheit gefressen, die er dem werten publico Pomp und vielen Umständen zweieinhalb Stunden lang serviert. Da sitzt man dann aber da und sträubt sich vergeblich dagegen, dass einem David Fincher das Lätzchen umbindet und den großen Bilderlöffel rausholt und einem seine seltsame Knopfgeschichte einflößt. Schließlich kaut man halt doch darauf herum und kaut und bräuchte doch weder Hirn noch auch Zähne: alles nur digital aufgemotzte Grütze, alles nur geistiger Haferbrei.“

    nachzulesen u.a. hier: http://www.filmzentrale.com/rezis2/seltsamefalldesbenjaminbuttonek.htm

    Da die Reviews von Leuten, deren Meinung ich schätze, allesamt nicht besonders gut sind, werde ich den Film ganz sicher NICHT im Kino sehen.

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 15:01

    Das ist dann das nächste Argument…Klar gibt es genug Kritikpunkte die nicht nur mit subjetivem Empfinden bewertet werden…Aber dann behaupte ich einfach mal dreist musst du/ihr euch mi David Fincher Filmen besser informieren…Also ich spreche nicht unbedingt von gefährlichem Halbwissen, so nenne ich Personen die irgendwo mal was aufgeschnappt haben und das so oft wie möglich an den Mann bringen…

    Fincher Filme sind mmer von absouten Gegensätzen geprägt…Das heißt jegliche Protagonisten sind das absolute Gegenteil des meißt zweiten Hauptdarstellers…

    Nehmen wir daher zum Beispiel mal Sieben, auch wenn der Film nicht Gegenstand der Diskussion ist…Ein Paradebeispiel für Kontraste…So ist das diesmal wieder bei Benjamin Button…Summerset ist in Sieben der Erfahrene, der der seinen letzten Tag hat, der der schon so viele Morde gesehen und aufgeklärt hat und er ist schwarz…Brad Pitt ist der Unerfahrene, der der erst gerade angefangen hat, derjenige der wohl noch kaum einen Mord aufzudecken hatte und er fängt in der neuen Abteilung gerade erst an…Morgan Freeman trägt nur helle bzw. weiße Sachen als schwarzer, Detctive Mils trägt als weißer nur dunkle Sachen, hauptsächlich schwarze…und die Kontraste sind es die Finchers Filme so einzigartig machen. Von Fight Club und The Game will ich gar nicht erst anfangen…

    Lange Rede – kruzer Sinn…Ich will hier nicht alle mit langen blabla langweilen sondern vielmehr auf den Batzman eingehen und verdeutlichen das ich mich wohl mehr mit Filmen auseinandersetzte…und das ich nicht nur schreibe“ Die sagen der Film ist schrott um aufzufallen“…

    Sprich das auch bei Benjamin Button viele Punkte hervorzuheben sind die auch in filmischer Sicht sehr gut sind und bewertet werden können…Das sind die Einstellungen und Ideen die über das subjetive Empfinden hinaus gehen und ich nicht nur sage: „Mir gefällt die Location“.

    Und jetzt Leiter gerade halten und weitermachen…

    Muss schließlich auch mal en bissel arbeiten…

    gruß t.

  • Reply jan m. 29. 1. 2009 at 15:16

    @Dunkeltron: Das war keine Absicht. Aber die haben den Gedanken ja zum Glück auch nicht erfunden ;)

    @Batzman: Meine Rede. Tut mir leid, ich habe mich nicht richtig ausgedrückt. Natürlich geht es auch um Argumente, wenn man eine Kritik schreibt. Deswegen lese ich auch die 5FF ;) Nur jeder legt sein Gewicht, wie er Filme beurteilt, auf unterschiedliche Bereiche – je nach Anspruch, Geschmack, Bildung, Film-Erfahrung. Mir kann kein Film gefallen, in dem die CGIs schlecht sind, meinem besten Freund dafür vielleicht. Meinem Freund gefällt ein Transporter 3, weil er „seinen Kopf ausschalten kann“ und keinen Plot braucht, mir nicht. Im Endeffekt kommt es doch darauf an, was ich von einem Film erwarte.
    Mein Beitrag war auch keine Kritik an eurem Blog, sondern ein allgemeiner Kommentar zum Thema Kritik an sich. Ich liebe Argumente ;) Und die Geschichte mit der Thunfischpizza war eher für die Leute gedacht, die mäkeln, hier würde nur verrissen und es wäre alles schlecht ;) Ich finde es gut, was ihr macht, lese eure Reviews und gehe trotzdem in die Filme, die ihr „schlecht macht“ ;)) Bei Dark Knight stimme ich übrigens mit eurem Review überein ;)
    Ich denke der Knackpunkt ist der Absolutheitsanspruch. Niemand kann jemals bei einer Kritik behaupten können absolut recht haben zu können. ;)

  • Reply Björn 29. 1. 2009 at 15:50

    Ich stimmer hier eher mit „todi“ überein.

    Ein bisschen kommt es mir auch so vor als arbeitet ihr gezielt gegen die Hypes. Und es ist schon elitär sich oftmals so über das „Gemeinpublikum“ zu erheben. Meiner Ansicht nach ist es doch besser wenn die Leute ein wenig Anspruch in diesem Film genießen und nicht das dritte oder vierte mal in die „Hirn-Aus-Filme“ rennen, ein bisschen Anspruch ist besser als keiner, zuviel kann aber auch als Abgrenzungsmerkmal zum Mob dienen, was nicht ganz okay ist, auch wenn ich manchmal die Welt (siehe Fernsehprogramm) nicht verstehe.

    Ich hab den Film noch nicht gesehen und bin gespannt darauf, mit oder ohne Review von euch und freue mich über die Plattform zum Dsikutieren. Ich fand bis jetzt alle Fincher Filme stark – einige richtig groß und andere „nur“ sehr gut – genügend Anspruch war aber immer vorhanden.

  • Reply Leto 29. 1. 2009 at 16:32

    Eines würde mich interessieren:

    Zitat:
    „Waren das Stückwerk und die Episoden bei Forrest Gump immerhin leidlich witzig (wenn auch inhaltlich fragwürdig und reaktionär)….“

    Welche Elemente in „Forrest Gump“ könnte man denn als reaktionär deuten? Ich empfand, im Gegenteil, „Forrest Gump“ teilweise als geradezu subversiv in seiner Demontage amerikanischer Nationalheiligtümer und Institutionen, vom Sport über die Armee bis zur Politik, in denen ein „Idiot“ wie Forrest Gump durch absurde Zufälle und bestimmte „Befähigungen“ eine bespiellose „Karriere“ hinlegen kann – Parallelen zur Realität sind bekanntlich nicht völlig ausgeschlossen…
    Bezieht sich diese Anmerkung etwa auf den zugegebenermassen moralinsauer und kitschig inszenierten Tod von Gumps Freundin, die der Tod durch AIDS quasi als Strafe für ihre sexuelle Promiskuität ereilt? Diese Kausalität empfand ich auch als verunglückt, aber das genügt meiner Ansicht nach nicht, um „Forrest Gump“ insgesamt als „reaktionär“ abzuqualifizieren.

  • Reply jan m. 29. 1. 2009 at 16:46

    Hihi, ich finde es amüsant, wie hier den blogbetreibern elitäres handeln vorgeworfen wird. die jungs haben einfach nur einen hohen anspruch. und einen blog mit engagement für uns zu betreiben gehört für mich nicht in die kategorie „wir-heben-uns-vom-gemeinen-volk-ab“. und wer meint, das an den sternchen und harten bewertungen ablesen zu können … der kann gerne wo anders weiterlesen ;) mir ist ein hoher anspruch lieber, als wenn das nachgeplappert wird, was die medien einem sowieso schon einzutrichtern versuchen. wie gesagt: ich darf nur keine meinung für absolut halten. ein opposition hat noch nie geschadet ;D

    übrigens halte ich 2,5 sterne nicht für schlecht.

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 17:10

    Oh mann der letzte Kommentar ist mir ein wenig zu sehr Zucker um den Arsch schmieren, auch das soll nur sinnbildlich gemeint sein…

    Wir werden es nie rausbekommen wer nun recht hat…

    Ein schönes Zitat hierzu kommt aus einem sehr guten Film der hier bestimmt ganz 2 Punkte bekommen hätte…;)

    „Ich mag Vanilleeis! Du magst Schokolade. Keiner wird je erfahren was nun besser ist, aber wenn ich dich frage warum du kein anderes Eis probieren möchtest stelle ich deine Präferenz in Frage. Und schon stehst du mit deiner Schokolade nicht mehr so gut da.“

    Ist nicht der genaue Wortlaut aber es passt ganz gut…ich mag das und du magst das…da gibbet auf normalen Wege keine Entscheidung…

    Welcher Film ist es?

    gruß t.

  • Reply Cathrin 29. 1. 2009 at 17:16

    es geht eben nicht um geschmack. ob man tunfischpizza mag oder nicht. es geht darum, dass man tunfischpizza generell mag, aber leider diese eine nicht gut ist. gibt eben gute und schlechte pizza. und es gibt genres, die mag ich total gerne und bin dann total enttäuscht, wenn ich da mal wieder nen schlechten film erwischt habe. und wenn die ansprüche hoch sind, dann fallen einfach mehr filme durch, als wenn man sich mit ner durchschnittspizza zufrieden gibt.

  • Reply Patrick B. Rau 29. 1. 2009 at 17:17

    @todi
    Ich weiß es! Ich weiß es!
    Sag’s aber nicht. hehehe

  • Reply caliban 29. 1. 2009 at 17:22

    *kopfkratz*
    Also bitte! Wer erhebt sich denn hier auf einen hohen Tron?
    In den wirklich ausführlichen Kritiken werden ja teilweise gehypte Filme nicht mal erwähnt (Trotz weltweiten Erfolges… hier nichts über „Twilight“).
    Also kann man ja wohl nicht behaupten, dass gehypte Filme hier zerrissen werden.
    Ich lese gerne mehrere Kritiken in mehreren Zeitungen/Blogs etc.
    Und ich kann defintiv nicht unterschreiben, dass die 5FF mit einer „Bias“ arbeiten.
    Sie kritisieren jeden Film ehrlich und gut.
    Was soll denn diese dauernde Nörgelei?!

  • Reply ringvernichter 29. 1. 2009 at 17:29

    Ich weiß es auch!! und ich teile mein Wissen gern. Der Film „Thank you for Smoking“ ist gesucht. ZACK BUMM ZUGESCHLAGEN!!

  • Reply Kazoo 29. 1. 2009 at 17:41

    Ich hab den Film zwar nicht gesehen, aber möchte die Gelegenheit hier nutzen für die Filmfreunde eine Lanze zu brechen, auch wenn sie meine Schützenhilfe nicht nötig haben.

    Meinem persönlichen Geschmack nach ist schon seit einigen Jahren das Gros der sog. Blockbuster erbärmlich und leider mehr von kommerziellen als von künstlerischen Interesse motiviert. Mich ärgert es einfach, dass dieser Dreck trotzdem in einschlägigen Medien hochgejubelt wird und man versucht uns für dumm zu verkaufen (noch schlimmer ist das bei Rezensionen von Musikalben). Auf der anderen Seite freut es mich umso mehr, dass sich auf dieser Seite ein paar Jungs zusammengetan haben, die das Kind beim Namen nennen. Wie bei Musik gibt es bei Filmen objektive Kriterien anhand derer man ein Werk beurteilen kann. Ich finde die Filmfreunde in dieser Hinsicht vorbildlich, weil eben nicht nur der persönliche Geschmack ausschlagend ist, sondern Punkte genannt werden, die jeder nachvollziehen kann. Natürlich ist jeder aufgefordert sich selbst eine Meinung zu bilden. Wer das nicht tut ist einfach nur zu faul selbst zu denken.

    Ich persönlich habe vor allem in Batzmanns Reviews oft meine eigenen Eindrücke über einen Film wiedergefunden, etwas eleganter formuliert. Deshalb bin ich dazu übergegangen mein Geld zu sparen wenn er von einem Streifen abrät. Aber das kann jeder Besucher dieser Seite selbst für sich entscheiden.

    Schließlich noch ein Wort zum Film. Wie gesagt, ich habe ihn nicht gesehen und habe es sobald auch nicht vor. Doch ein Mädel, dass ich schon seit längerem sehr süß finde, war nach dem Film so gerührt, dass es endlich zum körperlichen Kontakt zwischen uns kam. Soll ich sie nach Batzmanns und Jets Review nun verachten, weil sie sich vom „Tech-Overkill ohne Inhalt“ hat blenden lassen. Nein, natürlich nicht. Ich sage danke Brad und denke mir der Zweck heiligt die Mittel :-)

  • Reply jan m. 29. 1. 2009 at 17:49

    @todi: ich sage nichts anderes als du. hier den blogbetreibern zucker um den arsch (stelle ich mir amüsant vor:) zu schmieren, war ganz und gar nicht meine absicht. welchen nutzen sollte ich daraus ziehen? ich meine, meine letzten posts hast du auch gelesen, oder? … =) wenn du mir jetzt noch vorwirst, ich sei ein fähnchen im wind, steige ich aus der diskussion aus ;)

    @cathrin: manche menschen mögen aber auch eine schlechte thunfischpizza lieber als irgendein gourmet-essen ;D wie würdest du eine gute und eine schlechte pizza definieren? =) es ist eben wie beim film. die einen wollen vor fett triefende pizzen mit viel zu viel käse ;) und ich habe nichts anderes damit gesagt als du, oder? =)

    @caliban: danke ;D
    @Kazoo: danke und meine glückwünsche! ;) scheint der film doch was zu taugen ;)

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 18:07

    So Freunde ich bin mal raus und kann auch nicht mehr viel dazu sagen…Also generell gesehen gibt es nur finde ich gut oder finde ich nicht gut…

    Denn der Mensch findet etwas gut wenn er zu irgend etwas eine emotionale Bindung aufbaut…Das heißt wenn ich die Art der Darstellung vom Joker gut finde, habe ich eine emotionale Bindung aufgebaut und finde es gut…Manchen reicht das um dann den ganzen Film für gut zu erachten…

    Manche brauchen mehr…

    Also in diesem Sinne hoffe ich das sich jeder selber eine Meinung bildet und sich nicht nur auf andere verlässt…Ich meine knapp 24.000 Leute haben den Film als überdurchschnittlich gut bewertet, da würde ich nicht nur auf Batzman hören… ;)

    Und eigentlich mögen wir alle ja Filme und jeder hat halt seine Favoriten.

    greetz todi

  • Reply Batzman 29. 1. 2009 at 18:12

    @leto

    Die Diskussion um Forrest Gump haben wir hier schon einmal ausführlicher geführt: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/02/26/common-nonsense-10-filme-die-fast-jeder-toll-findet/

    Kurz zusammengefasst, finde ich bedenklich, dass in Gump Naivität, Gehorsamkeit, Gottgläubigkeit und Dummheit glorifiziert werden, während jede Form von Protest und unangepasstem Denken abgestraft wird. Jenny. Lt. Dan, Die Black Panther, die Kriegsprotestler sind entweder verblendet oder gemeingefährliche Spinner. Jeder der links von der Mitte steht wird negativ dargestellt und Forrest als gehorsamer, tumber Tor der nie aufmuckt und nie reflektiert obsieht am Ende. Die blöde Jenny bekommt die Quittung und krepiert an AIDS.

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 18:15

    Der Kommentar ist leider nicht von dir…

    Wollteste den Link selber posten?

    In diesem Sinne

  • Reply Claas 29. 1. 2009 at 18:18

    „Youth without Youth“ hat auch zu Recht nur Häme eingestrichen und ist untergegangen. Bis auf den Untergang trifft das auch auf BB zu?
    Ich bin gespannt.
    Ich mag Finchers Werk sehr. Das zeigte auch Eure 25Lieblingsfilme-Listen-Kommentare. Was sehen wohl all die in dem Film, die ihn auf Platz 80irgendwas in der IMDb gevotet haben?
    Ebert hat ihn ja auch zerrissen – da stimmt ihr wohl zu was…

  • Reply Cathrin 29. 1. 2009 at 18:30

    @ jan m.
    hört sich jetzt wieder elitär an, aber das hat auch was mit bildung zu tun. wenn jemand eine schlechte pizza lieber mag als ein gutes essen (muss ja gar nicht mal gourmet sein), dann liegt das wohl daran, dass ihm nicht beigebracht wurde, dass es auch bessere dinge als fettige pizza gibt. und bei filmen ist das genauso. es gibt einfach unterschiede zwischen gut und schlecht – in welcher hinsicht wäre sicherlich zu definieren. und ich schätze mal, dass wir da auch auf einen nenner kommen würden, wenn wir das weiter ausdiskutieren würden :-))

  • Reply jan m. 29. 1. 2009 at 18:44

    @cathrin: stimme ich dir zu. man kann sein gehör bilden und lernen klassische musik richtig zu hören, man kann seinen geschmack bilden und die tollsten stickstoff-nahrungs-kombinationen würdigen, man kann seinen sehsinn bilden und beginnen die tollsten dinge im leben zu entdecken. aber trotzdem stehen manche film-profis auch auf absoluten trash und manche feinschmecker auch auf die fettigsten hamburger. ;) todi hat das auch nochmal in seinem letzten post (mit dem joker) auf den punkt gebracht. ich bin auch der ansicht, dass wir jetzt auf einen nenner gekommen sind ;)

  • Reply Leto 29. 1. 2009 at 19:38

    Danke für den Link zu dieser interessanten Diskussion

    Am bemerkenswertesten empfand ich dabei folgende Einschätzung:
    „Umso ärgerlicher, da der zugrundeliegende Roman eine böse Satire ist, die Forrest als Metapher benutzt um mit dem Wahnsinn der Welt abzurechnen und die dabei genau die Werte aufs Korn nimmt…..“

    Exakt als eine solche satirische Demontage amerikanischer Urmythen (Karriere in der Armee durch hin- und herlaufen? …wird im Thread ja diskutiert) und Lebenslügen („Nur der Tüchtige hat Erfolg“) habe ich den Film damals empfunden (ohne das Buch zu kennen), insofern in meinen Augen eine gelungene Adaption des „Geistes“ der Vorlage.
    Ich konnte auch keine Glorifizierung von Gumps „konservativen“ Verhaltensmustern oder Sichtweisen erkennen, denn am Ende des Filmes hat Gump eigentlich nichts „gewonnen“ (höchstens im materiellen Sinne), er hat sich nicht weiterentwickelt oder geändert, keine echte Selbsterkenntnis erlangt, er ist genau die gleiche (naive) Figur wie am Anfang des Films – die ausgebliebene Charakterentwicklung machte ihn für mich erst recht zu diesem beinahe surrealen „Zerrspiegel“ der Simplizität, durch den der Zuschauer all diese verkorksten Episoden der amerikanischen Geschichte wahrnimmt sowie die Kausalitäten absurder Zufälle, die Gumps Karriere innerhalb dieser Episoden befördern – und nicht etwa zu einem Charakter, der übermässig positiv besetzt ist oder gar vorbildhafte (konservative) Tugenden besitzt und diese propagiert.
    Allein die Assoziation der „konservativen“ Tugenden und Weltsichten Gumps mit einer eindeutig als „geistig minderbemittelt“ charakterisierten Figur wirkt einer Propagierung eben dieser Werte eher entgegen.

    Aber da sieht man wieder mal, wie unterschiedlich jeder Rezipient einen Film hinsichtlich potentieller Interpretationsmöglichkeiten wahrnehmen kann. Aber ich akzeptiere, dass man den Film ideologisch sicher auch anders deuten kann („Auch wer geistig minderbemittelt ist, kann es zu etwas bringen, sofern er konservativen Idealen treu bleibt“).
    Nun, das soll es dann gewesen sein… denn hier geht es ja um einen ganz anderen Film. Vielleicht sollte ich mal das Buch lesen.

    Danke + Gruss

  • Reply Batzman 29. 1. 2009 at 19:40

    Trash zu mögen ist ja völlig legitim und auch der Gourmet kann seinen Spaß am Fast Food haben. Das Problem mit Filmen wie Benjamin Button und anderen Filmen ist ja eher, dass sie behaupten Gourmet-Menues zu sein und dann weniger Nährwert haben als eine Tüte Fritten.

    Wenn man sagt, na gut netter spassiger Trashfilm mit coolen FX, ist das für mich eher nachvollziehbar, als zu sagen: Hui son richtig anspruchsvoller Film, der ganz viele wichtige Fragen stellt. Ich fürchte nur, die Rezeption von BB ist eher die letztere – und das halte ich eben für auch objektiv ungerechtfertigt.

  • Reply todi 29. 1. 2009 at 21:25

    Also es hat sich mal was getan hier…finde ich gut…

    Des weiteren denke ich das es mal gut tut verschiedenes über einen Film zu erfahren…und verschiedene Meinungen zu einem Film zu hören…Wie unterschiedlich die Augen doch alle sind…

    Jetzt aber definitiv der letzte post von mir…

    Schlafet alle gut… ;)

    Todi

  • Reply Herr Walter 29. 1. 2009 at 21:49

    13 Oscarnominierungen, aber nur 2 Sterne bei 5F… Dieses Jahr bleibt der Fernseher also bei den Academy Awards aus. Dabei müsste das „Machwerk“ – nennen wir es ob seiner Bewertung so – doch viel besser sein. Ist doch Forrest Gump in rückwärts. Ohne Tom Hanks. Ah, da haben wir es ja. Ohne Tom Hanks. Da war dann auch mehr nicht zu erwarten.

  • Reply Gaby 29. 1. 2009 at 22:19

    Noch nie hatte ich während eines Kinobesuchs den Wunsch, dieses während der Vorstellung zu verlassen. Bei diesem Film kam diese Gefühl bereits nach einer 3/4 Stunde auf. Wäre ich nicht einer Einladung gefolgt, ich hätte mir das nicht bis um Ende angetan. Der Film ist nichtssagend, langweilig und oft auch unlogisch. Und so agierten auch die Schauspieler. Mir sind 13
    Oscar-Nominierungen für ein solch katastophales „Werk“ ein völliges Rätsel.

  • Reply Henryx 30. 1. 2009 at 0:36

    Habe mir den Film gerade eben angesehen und muss sagen, dass er mir sehr gefallen hat. Es liegt wahrscheinlich hauptsächlich daran, dass mich die Figur des Kapitäns sehr gefesselt hat oder aber, dass mich die Frau überraschte, die noch einmal den Ärmelkanal durchschwommen hat. Es sind hauptsächlich die Nebenfiguren und die Schauplätze, die Benjamin bereist, die das wirklich Interessante am Film ausmachen.

    Wenn man allein auf Benjamin und seine Entwicklung achtet, wird man nicht viel Freude an dem Film haben. Wenn man sich aber mit den Kleinigkeiten beschäftigt und den Film nicht mehr als Epos, sondern als einfache Reise betrachtet, dann wird man sehr viel mehr Spannung empfinden, wenn Benjamin zum Beispiel das Geld des Mannes auf dem Boot einsteckt und dieses kurz danach angegriffen wird.

    Beide Hauptfiguren haben meiner Meinung nach auch das Problem, dass sie zu sehr umeinander herumtänzeln. Sie versuchen gar nicht, wirklich zu leben, sondern sie versuchen menschlich zu wirken. Gerade das schaffen sie aber nicht. Sie knicken zusammen und befinden sich dann irgendwo in einer Fantasiewelt, in der Menschen rückwärts altern. Was auch immer.

    Ich bin mit einem Sackenlassen aus dem Kino gegangen und empfinde die Melancholie als vollkommen gerechtfertigt. Gefühle sind vielseitig. Man muss auch nicht immer weinen, wenn etwas traurig wird.

  • Reply solala 30. 1. 2009 at 3:23

    much ado about nothing. :-)

  • Reply abyssal 30. 1. 2009 at 13:55

    Vielen Dank für diese Kritiken! Endlich setzt sich jemand auch mit sogenannten Blockbustern mal vernünftig auseinander, ohne Angst davor, sich unbeliebt zu machen.
    Ich hatte mich sehr auf den Film gefreut, aber leider blieb er doch viel zu inhaltlos dafür, dass er fast 3 Stunden ging. Die Charaktere waren mir ziemlich unsympathisch, besonders Daisy, und die „Liebes“geschichte war auch nicht das, was ich erwartet hatte. Wirklich schade.

    Oh, und jemanden herzlos zu nennen, nur weil er keine Träne bei diesem Film vergießen musste – erm?!

  • Reply Claas 30. 1. 2009 at 15:47

    Lars-Olav Beier von SpiegelOnline schreibt in seiner Lobeshymne auf Button: „Wem dieser Film nicht zu Herzen geht, der hat keins.“

    Ich bin gespannt – heute Abend sehe ich ihn.

  • Reply Claas 31. 1. 2009 at 2:12

    Okay – ich stimme zu. Benny Button is ne herbe Enttäuschung!! Wahnsinn…

    Danach bin ich noch in die Sneak im selben Kino und es kam „MILK“. Was für ein grandioser Film! Das Jim Knopf und Milk auch nur in durch die Nominierung in der selben Liga spielen sollen, ist mir unbegreiflich.

  • Reply beril 31. 1. 2009 at 11:35

    ….den Film habe ich mir gestern angesehen, schade, dass ich diese Seite nicht vorher kannte…
    So lag ich also doch nicht falsch mit meiner Ansicht, die sich haarscharf mit dem Eingangsbeitrag deckt.
    Eine „Durchschnittsbesucherin“, die sich trotzdem ihre eigenen Gedanken macht, ohne es sacken zu lassen.

  • Reply Thomas 1. 2. 2009 at 6:46

    Vielen Dank für diese Kritik, die mir fast aus der Seele spricht. Fast, weil ich weiß, dass viele, so auch ich, den Film nicht gut finden. Trotzdem aber wichtig, dass es hier mal so umfangreich aufgeschrieben steht.

    Das alles wäre auch nicht so wild, hätte der Film nicht 13 Oscar-Nominierungen erhalten. Genaugenommen sind auch die 10 für Slumdog (den ich aber liebe) eine Farce… aber die fühlen sich nicht bei Weitem so falsch an, wie jeder einzelne (außer die Geile-Effekte-der-sieht-so-alt-aus-Oscars) der möglichen Oscars für diesen Film, der zu sehr versucht/vorzugeben, etwas zu sein, dass er nicht ist.

    Anders als bei Forrest Gump funktioniert das Schwadronieren über irgendwelche Dinge und Gesellschaft und so weiter hier einfach nicht. Wenigstens Kate Blanchett ist schön anzusehen und die eingebauten Gags (Blitzschlag usw.) amüsieren kurzweilig.

  • Reply Gerrit Rohde 2. 2. 2009 at 14:27

    Der Film hatte seine Längen, war für mich aber defintiv ein magisches Highlight des jungen Kinojahres – soviel dazu.

    Von meiner Seite. Eine Rezension sollte den Film in den Mittelpunkt stellen, nicht den Rezensenten. Diese selbstgefälligen und oftmals bemüht orignellen Vergleiche des Kollegen Batzmann sägen nicht nur an meinen Nerven, sondern führen dazu, dass mitunter fundierte Kritiken im Dunst der literarischen Selbstbeweihräucherungsorgien wirkungslos wirkungslos verpuffen. Durch diese kindische Ich-schreibe-gegen-den-Rest-der-Kritkermainstreamkritiken-Einstellung führt bei mir dazu, dass ich die Filmfreunde-Seite eigentlich nur noch besuche, nachdem ich einen coolen Film gesehen habe und mich dann irgendwann frage: Jetzt bin ich gespannt, wie es die so genannten Filmfreunde es schaffen, sich einzureden, dass dieser Film Müll sein soll.
    Aufmerksamkeit erregen um jeden Preis, führt dazu, dass die Menschen einen weniger als ernsthaften Kritker und mehr als Witzfigur betrachten.

    Um in deiner vergleichswütigen Sprache zu bleiben, Batzman: Wenn du keine Internetseite hättest, auf der du dich austoben kannst, dann wärst du totsicher als einer jener aufmerksamgeiler Forenstänkerer geendet.
    Insofern ist allein schon die Selbsteinschätzung als „Filmfreund“ reichlich selbstironisch.

  • Reply Batzman 2. 2. 2009 at 14:58

    @Gerrit

    Ich habe mir erlaubt den Werbelink zu deinem Brötchengeber (Boulevard-Zeitung mit 4 Buchstaben) zu entfernen.

    Ich bedauere, das ich nicht den hohen Rezensionsstandard bieten kann, den du von Springer gewohnt bist. Wahrscheinlich verwende ich zuviele Nebensätze und zuwenige Ausrufezeichen.

    Um unsere Leser vielseitig zu BILDen, will ich ihnen aber auch die fachlich versierte Besprechung von euch nicht vorenthalten:

    „Der Tod küsst das Leben und die Liebe – 167 unvergessliche Minuten lang.

    Der beste Brad Pitt (45), den es je gab. Mr. Oscar? Eine Liebeserklärung an das Leben! Botschaft: Das Leben fließt, nichts ist ewig. Glück misst man nicht in Minuten, sondern in Augenblicken, die man nie vergisst.
    (…)

    Es ist eine Hymne an die Vergänglichkeit des Lebens – und des Augenblicks! Geniale Computereffekte! Szenen wie Gemälde! Eine Story, die das Herz pochen lässt und dann zerreißt.“

    Ansonsten gilt auch für dich nochmal der Hinweis auf die F5-Kommentarfibel: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/06/01/das-wird-teuer-die-f5-kommentar-fibel/

    Und das wird im Wiederholungsfalle teuer.

  • Reply Gerrit Rohde 2. 2. 2009 at 15:39

    @Batzmann:
    Du findest den Film tatsächlich nur gut, weil alle ihn scheisse finden.

    Sprachs, obwohl dieser Satz in der Fibel (warum eigentlich so bescheiden und nicht gleich „Bibel“) unter den 10.000 du-sollst-nicht-Geboten gelistet ist.

    Wenn du nur ein wenig gelassener an deiner Rezenssionen gingest, wäre das Internet zwar um einen grellen Selbstdarsteller ärmer, dafür um einen guten Rezensenten reicher. So verhält es sich leider ein wenig, wie mit deinem Vorwurf an David Fincher. Glänzende Oberfläche, aber leider wenig Substanz.

  • Reply Hans 2. 2. 2009 at 16:17

    @Batzman

    Ich frage mich gerade, warum Du Dich so sehr an der von Gerrit (sicher ungewollt) platzierten Email-Adresse (nicht zu verwechseln mit einem gezielt plazierten Werbelink) hochziehst, statt inhaltlich auf seine äußerst schlüssigen Argumente einzugehen.

    Zum Film – obwohl er seine Längen hatte, fand ich doch sehr unterhaltsam. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • Reply Batzman 2. 2. 2009 at 17:02

    @Hans

    Es ging um den Link zu BILD nicht um die emailadresse und das ist, da es sich nicht um seine private Seite handelt Linkspam der unangenehmen Sorte.

    Und seine „schlüssigen Argumente“ bestehen aus: Du schreibst das nur weil alle anderen den gut finden. Das Argument ist dämlich, keine Auseinandersetzung mit den zahlreichen in beiden Reviewtexten benannten Schwächen des Films und insofern auch keine Replik wert.

  • Reply Brad “Benjamin Button” Pitt schlägt “Operation Walküre” mit Tom Cruise um Längen « Medien-Monopoly 2. 2. 2009 at 20:04

    […] Zuschauer – “Der seltsame Fall des Benjamin Button” (USA 2008) – Warner […]

  • Reply JeffAirplane 3. 2. 2009 at 5:11

    Vielleicht sollte dieses unsägliche Punkte- oder Sternesystem in Filmkritiken endlich abgeschafft werden. Das stört mich auch auf anderen Seiten oder in Magazinen, nicht nur bei euch. Ich denke das beeinflusst die eigentliche Kritik zu sehr (im positiven wie im negativen) und ausserdem führt das auch immer wieder zu unsinnigen Vergleichen. Ich denke die Berichte würden in gewisser Weise an Objektivität gewinnen wenn sie für sich selbst stehen würden, und der Leser könnte die für ihn relevanten Kritikpunkte besser herauslesen.

    @Batzman:

    Was mich an deiner (übrigens gut geschriebenen) Kritik etwas stört, warum schreibst du trotz immerhin zweieinhalb Punkten einen lupenreinen Totalverriss? Wenn es an dem Film nichts, gar nichts gab was dir gefallen hat, warum dann nicht nur einen, oder (falls es das gibt) gar keinen Stern? Und warum finden die positiven Aspekte des Films in der Kritik überhaupt keine Bewertung? Ich habe den Film zwar noch nicht gesehen, aber dass zumindest die Bildsprache aussergewöhnlich sein soll (sieht man von dem möglicherweise tatsächlich aufgesetzt wirkendem Alterungs – „Gadget“ mal ab) ist ja allerorten zu verlauten, und geht ausserdem schon aus dem Promotion – Bildmaterial hervor. Spontan fällt mir noch die fantastische Filmmusik von Alexandre Desplat ein, die vielleicht eine Erwähnung wert gewesen wäre. Das ist jetzt natürlich rein spekulativ und nur Beispiele. Möglich dass dir das alles nicht zugesagt hat, oder vielleicht durch etwas anderes relativiert wird. Aber warum der Film dann trotz deiner eindeutig negativen Kritik doch eine „durchschnittliche“ Bewertung erfahren hat, bleibt für den Leser im Dunkeln.

  • Reply Batzman 3. 2. 2009 at 10:36

    @JeffAirplane

    Die Sterne sind immer zwispältig und zu Beginn der Seite hatten wir in der Tat keine, weil es genau die Probleme mit sich bringt, die du ansprichst. Letztlich wäre ein Daumen hoch, Daumen runter, solala wahrscheinlich ehrlicher. Problem ist nur, dass die Leser eine Vorabwertung erwarten und die ganzen ersten Kommentare eine Sternchen oder Punktewertung gefordert haben. Die Handhabe bei uns ist deswegen aber auch ausschließlich pro Film zu sehen und nicht vergleichbar. Zwei Filme mit 4 Sternen können dennoch unterschiedlich gut sein, auch wenn es für beide eine eindeutige Empfehlung gibt.

    Wie meine Sterne gemeint sind, habe ich ja mal definiert in meinem Profil hier bei den F5. demnach ist alles unter 3 Punkten KEINE Anschauempfehlung. Die 2.5 Sterne gibt es denn in der Tat auch nur für gewisse technische Meriten. Der hochverkünstelte Look des Films, die gesamten Aussenshots die fast alle aus dem Rechner stammen, sind nicht wirklich schlecht gemacht. Ich fand sie allerdings für die Geschichte eher hinderlich, da diese Postkartenkitsch-Optik der völlig ironiefreien Geschichte nicht gut tut. Es gibt auch schauspielerisch durchaus einige solide Leistungen, die für die 2.5 Sterne mit verantwortlich sind. Wer nur billiges Augenfutter will und eine passable, wenn auch sehr schwülstige Musik der bekommt dies geliefert.

    Soweit zu gehen die Bildsprache aussergewöhnlich zu nennen, würde ich jedoch in keinem Fall gehen. Es sind optische Sperenzchen zu sehen, wie man sie von Fincher gewohnt – das meine im im Review mit Taschenspielertricks. In einem besseren Film würden diese Tricks das ganze bereichern, aber da sie nur um ihrer selbst willen eingesetzt werden, zählen sie nur als solides Handwerk.

  • Reply caliban 3. 2. 2009 at 12:48

    Aua, Aua, Aua…. Herr Rhode ist wohl mit dem linken Fuß aufgestanden. Batz das flamen vorwerfen, und dabei selber unter jeglichem Niveau bleiben.
    Da drehts mir die Fußnägel hoch.

    Irgendwie fällt mir als regelmäßiger Leser (und auch Kommentarleser) auf, dass man es hier niemandem recht machen kann. Hätte Batz den Film gelobt, hätten sich in den Kommentaren ebenso die Leute auf ihn gestürzt… Er würde ihn nur gut finden, weil alle ihn gut finden.

    Macht das wirklich Sinn?!

    Lasst doch den Leuten, in diesem Fall den Kritikern, ihre eigene Meinung.
    Dafür gibt es doch so eine Seite.

  • Reply jellyamison 5. 2. 2009 at 1:30

    Für mich ging es eigentlich bei Benjamin Button weniger um das Altern konkret als die Kostbarkeit des Augenblicks und die Vergänglichkeit im Allgemeinen. Und diese Themen hab ich auch im Laufe des Films immer wieder gut spüren können. Die eher ruhigen Momente und Einstellungen, in denen gerade mal keine Stimme aus dem Off oder irgendeine Version von Lt. Daaan nervige Lebensweisheiten („Das Leben ist wie es ist.“ …) zum Besten gibt, haben mir auch am besten gefallen und den Film durchaus sehenswert gemacht. Im Nachhinein fand ich es echt interessant, wie schlecht und wie gut/schön der Film in beinahe gleichem Maße (naja-er tendiert vielleicht zum Schlechten und zur Enttäuschung)ist. Der absolute Tiefpunkt war echt die gefühlte halbstündige Nacherzählung und Aufdröselung des Autounfalls in seine Zufallsbestandteile. Wie oft hat man das jetzt schon gesehen? Ab dem ersten Satz und der ersten Einstellung war doch klar, dass die Sequenz eine Ode an den Zufall oder das Schicksal oder sowas sein soll. Verweist Fincher nicht im Audiokommentar von THE GAME darauf, wie wichtig es ist, sich darüber im Klaren zu sein, welche Erfahrungen die Filmzuschauer der Gegenwart mit in den Kinosaal bringen und was sie daraufhin antizipieren? Naja. Egal.

    Ich fand Benjamin Button nicht durchweg grottig. Der Film hatte seine Momente. Aber ich war enttäuscht, dass der Baby-Button in jeder Szene ein Lacher war. Und ich war enttäuscht wie …gefällig und …im schlechtesten Sinne mainstreamig der Film war.

  • Reply Schwarzmaler 5. 2. 2009 at 18:42

    Irgendwie habt ihr einen anderen Film gesehen. Oder ihr habt die Zombies vermißt. Heute morgen gegen 2.00 Uhr war es vollkommen still im Kino, als der Abspann startete. Wunderschöner Film.

  • Reply Tobi 6. 2. 2009 at 13:31

    Ich kann mich der Kritik nur voll und ganz anschließen. Der Trailer versprach mir viel, eine tolle Idee mit dem Entaltern und sonst hörte man ja auch nur positves, aber nachdem ich ihn mir jetzt angeschaut habe wusste ich der viel würde einfach nur gehyped. Und die breite Masse findet diese Flache Geschichte auch noch toll. Der absolute Abschuss war der Voice over bei der bevorstehenden Unfallszene. Da war ich kurz davor das Kino zu verlassen!
    Wer wirklich einen anspruchsvollen Film mit dem Thema altern sehen will soll sich eht lieber “About Schmidt” anschauen.

  • Reply Filmkritik zu “Der seltsame Fall des Benjamin Button” - kein Meisterwerk! 6. 2. 2009 at 16:15

    […] (bpw. Fünf Filmfreunde)  halten den Film für dröge und wundern sich warum dieser für ganze 13 Oscars nominiert wurde. […]

  • Reply nillenman 7. 2. 2009 at 15:07

    Naja also ich finde nur das Benjamin Button in dem Film nen ziemlich kleinen Jochen hatt ! sonst ist der film ganz okay

  • Reply o.me 8. 2. 2009 at 10:12

    DIe Kritik kann man nur voll und ganz unterschreiben und wenn dieser Film eine Oscar gewinnt, muss ich leider einen Besen verspeisen. Allein die Geschichte drum herum (Tagebuch lesen, Hurrikan…) ist für den Film ohne Belange und die Auswirkungen auf die Tochter fallen unter den Tisch. Wie so einiges anderes auch. Während Benjamin bei Bekanntgabe der Schwangerschaft seiner Mutter noch traurig ist, spielt seine Schwester nie eine Rolle, wird vielmehr mit den gewählten Worten nicht aus dem Zimmer, sondern auch aus dem Film geschickt. Sein Vater? Plötzlich hat Benjamin also einen Vater. Und weiter? Kurze Vorwurfsphase und dann ist alles in Butter, obwohl es für Trauer dann doch nicht reicht. Für seine Mutter irgendwie auch nicht.
    Ich muss zugeben, dass ich die ersten Minuten fast verpasst hätte, weil man nicht wirklich mitbekommt, dass der Film schon begonnen hat.

    Danke für das köstliche Gespräch mit dem Bild-Schreiberling. Zu amüsant!

  • Reply MAIN-Blog.de » Blog Archive » Sonntagskino 8. 2. 2009 at 18:24

    […] – nach einem sehr reichlichen Frühstücksbrunch – im Kino gewesen zu “Der Seltsame Fall des Benjamin Button“, sehr frei nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von F.Scott […]

  • Reply sma 8. 2. 2009 at 19:24

    ich bin ohne jede vorwarnung rein in diesen film und wusste am schluss auch nicht so recht. was blieb, war (auch) ein (stilles) hhhmmmm. vorallem hab ich mich gefragt, und wofür bitteschön ist dieser film so massenhaft oscarnominiert? da bin ich beim googlen auf eure seite gestossen und fand die ziemlich lange filmkritik schon zutreffend und hab – mehr sporadisch – auch die teilweise rivalisierenden kommentare gelesen.
    schockierend fand ich dann aber den trailer mit den fast identischen forrestvergleichen – wie war ich enttäuscht.
    schlicht und einfach ausgedrückt würde ich, wenn von bekannten gefragt, na, wie war der film? sagen: ein bügel-beriesel-film für den man nicht unbedingt ins kino gehen muss – und jetzt beschimpft mich ruhig …

  • Reply EhThoé 9. 2. 2009 at 14:51

    Ich bin ebenfalls ohne Vorwarnung in diesen Film gegangen und habe nur gewusst, dass er wohl für viele Oscars nominiert wurde und ach ja der Kopf vom Brad wurde auf andere Körper raufgeschraubt. Ich finde nicht, dass der Brad einen Oscar dafür verdient hat. Genauso wenig finde ich die obige Kritik auch nur ansatzweise berechtigt. Es ist ein Film, irgendwie episch, irgendwie melancholisch, ziemlich gross angelegt und fertig. Ich weiß nicht, warum man meint, er würde die Ansprüche (welche?) nicht erfüllen oder wäre zu (zu was?) distanziert, möglicherweise soll das so sein, vielleicht aber auch nicht. Klar ist das am Sterbebett vielleicht nicht nötig, was Katrina da soll, fragt man sich tatsächlich…
    Aber hey, alle „großen“ Filme werden nunmal kontrovers und heiß diskutiert …
    In diesem Sinne …

    Immer locker bleiben
    EhThoé

  • Reply Tobias Lohmann 10. 2. 2009 at 9:01

    Also ich fand den Film ziemlich gut.

  • Reply Moritz 11. 2. 2009 at 11:12

    Also zunächst mal muss ich sagen (da dies mein erster Kommentar auf 5FF ist), dass ich euren Blog sehr gut finde und ir seit ich auf euch gestoßen bin jeden Tag einen click bekommt.
    Ich bin durch Dark Knight (oder wars Bond) auf 5F aufmerksam geworden und war zunächst auch der Meinung, dass hier entegen dem Mainstream auch geren bewusst die konträre Position vertreten wird, da für mich Dark Knight wirklich einer der besten Filme war den ich jemals gesehen habe.
    Dieser erste Eindruck hat sich allerdings dann doch relativiert, da SinCity oder Departed, auch zwei meiner Lieblingsfilme, hier sehr gut bewertet wurden.
    Lange Rede kurzer Sinn: Letztendlich kann man Geschmack nicht quantifizieren. Sehr wohl kann man Filme allerdings vergleichen und seine positive wie negative Meinung mit Argumenten unterwandern und ich würde alleine schon deswegen nicht anmaßen, mit z.B. Batzmann über einen Film zu diskutieren, da ich seine Filmerfahrung und sein Auffassugnsgabe(für das Filmkonzept als ganzes, für Details etc) doch sehr schätze und weswegen ich ja hier auch diese Seite besuche.
    Allerdings sei mir hier auch ein kleiner Kritikpunkt erlaubt @Batzmann. Wenn dir ein Film nicht gefällt, dann machst du ihn teilweise lächerlich eben mit jener angesprochenen sarkastischen Rhetorik. Auch wenn die Argumente stimmen mögen und nachvollziebar sein mögen, das ganze rutscht dann trotzdem in die Subjektivität ab, da man rausliest, dass du ein Kunstwerk (denn das sind filme) nicht als solches würdigen willst anstatt nur zu sagen warum es dir nicht gefällt. Das kommt dann halt blöd bei den Leuten an, denen dieser Film gefallen hat, die kommen sich zum einen eben blöd vor zum anderen steht deine Meinung hier ja irgendwie auch als gewisse Referenz (denn die hat die Seite mMn) und ein allgemeingültiges Urteil kann man halt -wie oben erwähnt – nicht geben.
    Aber gut, wie gesagt soll keine Pauschalkritik sein, nur mein erster Eindruck war eben auch so. Man sollte eine Seite wie eure ja auch nicht dazu benutzen um eigene Entscheidungen zu treffen sondern vielleicht als Entscheidungshilfe. So habe ich es mir verkniffen in Max Payne zu gehen obwohl ich wegen des Computerspiels wirklich heiß drauf war aber ich wurde von vielen Freunden auch bestätigt dass sehr enttäuscht waren. Andererseits hab ich mir No Country for old men angeschaut um mal einen Film zu sehen, den sogar die härtesten Kritiker übereinstimmend gut fanden und naja.. ich fand ihn halt irgendwie überhaupt nicht überragend.

    Bevor ich jetzt meinen eigenen Blog aufmachen kann noch was zu Benjamin Button.
    Ich war nämlich gestern mit meiner Freundin drin. Und das rein zufällig da wir uns in der Zeit vertan hatten. Da ich die Kritik hier gelesen hatte, hatte ich schon erstmal keine Erwartungen an den Film.
    Dann die erste Stunde, ich dachte mir dies war also so ein Mode-Verriss, weil ich fand ihn nicht schlecht. Die Idee an sich, die Charaktere usw. Pitt im Opakostüm aber halt die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen nur optisch andersherum. Dazu die Melancholie und die zu erwartende Tragödie. So weit so gut. Irgendwann war dann der Zeitpunkt an dem ich auf die Uhr gesehen habe. Man merkte, dass der Film zu viel wollte (die Zeit) andererseits aber auch die Messages zu plump wurden. Auch ja und die Tussi von Benjamin, wie bei Gump, so eine dumme Nuss, das hab ich mir auch gedacht. Nun, da ich eben nicht so eloquent bin wie die Kollegen hier auf F5 überlass ich es ihnen gerne weiterhin, denn es ist wirklich schwer seine Meinung über einen Film in aussagekräftige Worte zu kleiden, auch deshalb sehe ich die Verrisse mitlerweile differenzierter.
    Am Ende war ich dann doch leicht berührt, denn die Geschichte an sich hat wirklich was tragisches. Mein Fazit ist: schöne Bilder, guter Brad Pitt, gute Story doch viel zu lang und der Film versucht einfach moralischer zu sein als er letztendlich ist.

    Achja, Semesterferien sind was feines, braucht ihr Gastschreiber? (*scherz*)
    Viele Grüße und macht weiter so.

    Moritz

  • Reply Moritz 11. 2. 2009 at 11:14

    oh, es muss untermauern statt unterwandern heißen und ansonsten bitte ich auch die restlichen Rechtschreibfehler zu übersehen die mich als Vollidiot darstellen :-)

  • Reply Batzman 11. 2. 2009 at 11:39

    @Moritz

    Danke für die ausführliche Replik, ich finds immer sehr angenehm, wenn Leser tatsächlich argumentieren und ihre Meinung belegen.

    Kurz als Anmerkung: Klar, wenn ich mich über einen Film geärgert habe, ist es bisweilen deutlich und drastisch formuliert, was es nie ist, ist ein letztgültiges Urteil. Es ist immer meine subjektive Meinung, die ich versuche nachvollziehbar zu machen. Was aber nie ein Urteil über andere Leute beinhaltet – sonst dürften wir als F5 miteinander nicht mehr reden, denn wir haben oft, sehr oft völlig gegensätzliche Ansichten. Darüber wird hitzig diskutiert und es wird auch mal emotional, aber es steht nie in Frage, das ich die anderen vier mag und respektiere. Ich kann mich, wenn etwas pointiert und witzig geschrieben ist durchaus auch immer über einen Verriss amüsieren, zu einem Film den ich mag. Diskussionen und Auseinandersetzungen haben ja durchaus auch immer einen sportlichen Aspekt.

    Ich find es auch völlig okay, wenn man mit No Country nix anfangen kann. Mir hat There will be blood nichts gegegeben und ich fand ihn gruselig overacted, aber ich akzeptiere wenn ihn die Mehrzahl meiner Freunde grandios fand und für einen der besten Filme des letzten Jahres hält. Diskutieren kann man darüber und Argumente austauschen, das alleine ist ja oft auch dann spannend, wenn man hinterher immer noch unterschiedlicher Ansicht ist.

    Zum Thema Gastschreiber, haben wir hier, aber ziemlich selten, weil die Seite im großen und ganzen schon von den 5 unterschiedlichen Persönlichkeiten lebt. Wenn wir wissen jemand ist ein absoluter Spezi für ein Thema oder einfach spontan auf etwas stoßen, was wir sehr geil geschrieben finden, dann hauen wir bisweilen mal Leute an, ob sie Lust haben was für uns zu machen. Ist aber dann eher spontan. Also am Besten einfach im eigenen Blog loslegen, wir verlinken auch gerne auf Sachen die wir gut finden… :)

  • Reply SchönerDenken » Es war einmal ein Mann, der wurde alt geboren und lebte sein Leben rückwärts… 12. 2. 2009 at 0:08

    […] Batzman empfiehlt stattdessen “About Schmidt”, Symparakronemoi entdeckt Kinomagie, wenn auch überladen, Marcus findet, dass der Film optisch […]

  • Reply The Science Behind The Benjamin Button FX | Die Fünf Filmfreunde 18. 2. 2009 at 14:36

    […] fand ja Benjamin Button ganz wunderbar, im Gegensatz zu unserem batzigen Batzman. Sicherlich nicht der große Wurf, den sich jeder erhofft hatte, aber immer noch toll. Jedenfalls: […]

  • Reply doc 22. 2. 2009 at 11:33

    gibt doch nichts schöneres als einen gut geschriebenen verriss . weiter so !

  • Reply Killian 5. 3. 2009 at 13:09

    man seid ihr wack…bzw. ihr seid so cool weil ihr ALT seid, so würde es hipster runoff ausdrücken. so viele blogger denken sie wären anders, einzigartig, alternativ und alle anderen sind mainstream und doof und deswegen ist alles was die anderen mögen auch mainstrem=doof. batman begins war ein insider, wurde fast zum kultfilm und alle „alternativen“ blogger fanden ihn toll, dark knight wurde ein blockbuster den alle mochten auch wenn sie nix mit batman am hut haben und deswegen muss man ihn als blogger scheiße finden…man ihr seit nich einzigartig!! ihr labert alle den selben scheiß!! und dann noch die kommentare von wegen „danke für die kritik, jetzt werd ich ihn mir nich anschauen“…ich mein WTF, schon mal was von eigener Meinung bilden gehört?? ihr nehmt das so hin wies die 5 jungs die irgendwie ziemlich böse sind weil ihre tollen alternativ filme auf einmal mainstream werden hier schreiben ohne euch selbst gedanken zu machen? das is noch viel schlimmer als die ganzen „dummen“ 0815 kinogänger…
    wirklich wack…after all sinds doch nur filme, entertainment, die sollen spaß machen und werden nie die welt verändern, also setzt euch verdammtnochma einfach ins kino und habt ne gute zeit!! wie blöd kann man den sein wenn man sich selbst den abend vermießt weil man nur nach den negativen sachen sucht?

    sorry betrunken…

  • Reply Mal Sehen 5. 3. 2009 at 14:06

    Um diese Uhrzeit schon betrunken?
    Na, wenn das mal nicht deinem Kommentar die nötige Würde gibt und die Ahnung die du haben möchtest unterstreicht!

    Vielleicht ist es dir entgangen, aber hier ist niemand hip, alternativ und darauf bedacht nach außen hin möglichst nur arthouse cool zu finden. Das Bild, das du von Blogger hast, ist ein wenig überholt. Du solltest weniger saufen und dich mehr mit Dingen auseinandersetzen, die du kritisieren möchtest.

    Vielleicht mochtest du den Film auch nur, weil du besoffen ins Kino gegangen bist. Wer weiß?

  • Reply gses 9. 3. 2009 at 18:04

    Ich zitiere:
    „Ein liebenswerter, eigenständiger Charakter, jemand der Witz oder Charme, wirkliche Interessen und Eigenschaften hat ist er dabei im Grunde nie“

    Komisch, wenn er eben so unglaublich anders ist? Gerade das ist doch der Witz dabei, dass er eben NICHT wie jeder andere „normale“ Mensch aufwächst bzw. die Welt erlebt, so dass er wohl kaum so werden kann wie oben beschrieben.

  • Reply jo, ich sag was 14. 4. 2009 at 23:13

    hab mir diesen film auch angetan.
    lang_weil_ig und farb_los.
    hätte mir gewünscht das in dieser „kino-zeit“ die uhren auch mal rückwärts laufen und dadurch 3 stunden sinnlosigkeit des lebens mir erspart bleiben würden, leider ohne erfolg. verstehe diesen film überhaupt nicht.
    tolle kritik, super.

  • Reply bale 8. 6. 2009 at 12:02

    oh gott, habe mir diesen film auch angetan! purer durchschnitt. brad pitt ist ein langweiler, genau wie die figur die er verkörpert..

    die effektgeilheit hat mich auch angewidert! wenn man nicht mal das einsteigen in einen zug real filmen kann, läuft doch was schief…

  • Reply The Horror: Die schlimmsten Filme 2009 | Die Fünf Filmfreunde 4. 1. 2010 at 17:57

    […] Beklopptester Autorenfilm: Der seltsame Fall des Benjamin Button […]

  • Reply The Social Network (Review) | Die Fünf Filmfreunde 7. 10. 2010 at 6:06

    […] Fincher sie mit aller Konzentriertheit erzählen möchte. Nach seinem klebrigen Regierausch mit “Benjamin Button” ist “The Social Network” die unerwartete, erfreuliche Selbstbesinnung eines Regisseurs, […]

  • Reply jim 13. 12. 2011 at 16:51

    …nachdem ich mir das jetzt(fast)alles durchgelesen habe,denke ich darüber nach,warum eventuell die Reviews insgesamt runtergefahren werden.Die Debatte über Benjamin Button hier war insgesamt eine zankig-unausgegorene,anstrengende Erfahrung.Wir als Gastkommentatoren sollten uns vielleicht alle doch mehr Mühe geben – in Ausübung der Kunst des Diskutierens/Kommunizierens. Das ist nicht der Job der Hausautoren( den sie überdies recht gut beherrschen).Wenn es uns nicht gefällt,was sie mitzuteilen haben,ist es durchaus sinnvoll,die Website zu wechseln.Ansonsten haben wir als Gäste da irgendwas nicht verstanden….
    Ansonsten… habe ich BB noch ganz gut in Erinnerung…hatte mir durchaus gefallen
    – da eine Affinität bestand zur Machart des Films(inszenatorisch-epischer Ansatz, Colorgrading, Ausstattung) und mich anhielt danach selbstständig über die Thematik menschliche Metamorphose weiter zu philosophieren. Inwieweit es Finchers Absicht war, dem Zuschauer ein“Verstehen“des Gesehenen abzugewinnen ,kann ich weniger beurteilen. Ich persönlich verstehe, erfasse ihn durchaus als soliden Handwerker mit visuellen Eingebungen, jedoch weniger als outstanding Filmmaker. Da würde mir dann eher im etwaigen Vergleich ein Christopher Nolan einfallen, der eine eigenständigere Signatur aufweist und den Aspekt „suggestives/surreales Erzählen“ recht meisterlich beherrscht(The Prestige) – im Sinne einer mehr klassischen Filmemachertradition. Dennoch – „seven“ ist für mich schon ein Stück Filmhistorie, in stilistischer Hinsicht – und es kann durchaus sein , daß David Fincher sich unter Zugzwang wähnt(e) und einen StatusAnspruch erhebt, auf Grund relevanter Erfolge. Und das einige Filmkritiker diese Lunte riechen. Doch da kann ich nicht mitreden…FincherKino ist jetzt nicht so meins. Und bei Social Network war ja schon wieder alles ganz anders – so ziemlich alle im Tollmodus.

  • Kommentar hinterlassen