Oooouuuuhhhh, was für eine Überschrift! Ich höre schon wie Messer gewetzt und Tomaten in Reißzwecken gedippt werden.
Ja, ich habe gestern die schlimmste Show meines Lebens gesehen. Unter der Regie von Zac Efron, mit Hugh Jackman in einer Nebenrolle, fand gestern die, meiner Meinung nach, langweiligste Preisverleihung seit dem Bambi statt.
Es ist ja nicht nur so, dass ich Musicals für das Böse halte und Wolverine von einer Broadway-Schlampe vergewaltigt wurde – ich habe mich nur nicht ins Wachkoma gelangweilt, weil ich alle paar Minuten darauf aufmerksam gemacht wurde, dass Narnia oscarprämiert und jetzt auf DVD zu kaufen ist. Die Reden waren eher semi-gut, bis auf wenige Ausnahmen konnte ich, der Jim Carrey für Gottes Geschenk an die Comedy halte (was dann also beweist über was ich alles lachen kann!) vielleicht sechsmal in gefühlten vierunzwanzig Stunden lachen.
Aber ich bin natülich nicht der einzige, der sich mit der Problematik der eingeschlafenen Füße im Smoking und backpapierfarbenden Abendkleidern auseinandersetzt. Die Time sieht es ähnlich und hat auch gleich ein paar Vorschläge, wie die ehemals größte und glamoröseste Auszeichnung der Welt wieder an Bedeutung gewinnen kann:
Ratings for the Motion Picture Academy’s annual rite of self-congratulation have fallen more than 40% in the past decade, from 1998, when Titanic was named Best Picture, to 2008, when No Country for Old Men won. What for ages was the year’s most watched entertainment program is now just another awards show.
(…)
In virtually every other competition, whether it’s the World Series or an Olympic marathon or a national election, viewers get to see how close the race was. Would a large audience have invested a whole evening in the outcome of the Presidential election if the only excitement was in hearing Brian Williams announce, “And the White House goes to…Barack Obama!” — not which states he won, or how few votes determined the margin of victory in Virginia or Indiana? And the Super Bowl — would 100 million people watch it if the halftime show were virtually the whole show and, at the end, John Madden said, “Steelers won,” instead of, “This was the closest, wildest, most thrilling fourth quarter in NFL freakin’ history!”
- Mal Sehen •
- Februar 23rd, 2009 •
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- Schlagwörter: Awards, Oscars, Oscars 2009
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