The Wrestler (Review)

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“The only place I get hurt is out there. The world don’t give a shit about me. “

Originaltitel: Wrestler, The
Herstellungsland: USA 2008
Regie: Darren Aronofsky
Darsteller: Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, Mark Margolis, Todd Barry

★★★½☆

the_wrestler_poster

Randy “The Ram” Robinson ist durch. Der ehemalige Star der Wrestling-Szene, der in den 80ern so populär war wie Hulk Hogan, steht vor den Scherben seines Lebens. Mit über 50 macht sein Körper nicht mehr so mit wie einst. Der Ruhm ist verflogen, die Zeiten in denen er die großen Arenen füllte sind lange vorbei.
Randy lebt in einem Trailerpark, frisst Schmerzmittel und hält sich mit harten Fight im gnadenlosen Indie-Wresteling-Circuit über Wasser.
Seine einzigen nennenswerten Sozialkontakte bestehen zu einer Pole-Dancerin (Marisa Tomei), bei der er sich ein wenig Nähe und Zuneigung erkauft. Seine Versuche den Kontakt zu seiner Tochter wieder aufzubauen, stehen unter keinem guten Stern. Randy hat kaum noch Perspektiven, er weiß, das er ein Verlierer ist, der nichts als den Ring kennt. Ein Revival-Kampf mit seinem bekanntesten Gegner, dem Ayatolla, könnte ihm noch einmal einen Schub geben, die Chance auf etwas Geld und Ruhm, einen würdevollen Abgang…

Nach dem zwispältigen Augenfilm “The Fountain” beackert Aronofsky hier deutlich sichereres Terrain. Er erzählt eine klassische Loser-Geschichte die davon lebt, dass sie das im Gegensatz zum Boxen bisher cineastisch wenig beackerte Millieu des Indie-Wrestlings vorführt. Das gibt “The Wrestler” einen gewissen Novitätswert, der oft darüber hinweghilft, dass die Geschichte des Films nicht sonderlich originell ist und alle klassischen Drama-Marks eines Has-Been-Sportler-Films abhakt: Verblassender Ruhm, die kaputte Gesundheit, das gestörte Verhältnis zur vernachlässigten Familie, die verzweifelten und erniedrigenden D-Promi-Momente, das Scheitern im alltäglichen Leben. Das haben wir seit den Rocky-Filmen natürlich dutzendfach gesehen – nicht zuletzt im sehenswerten “Rocky Balboa” von Stallone.

Das der Film trotz seiner im Grunde sehr konventionellen Erzählweise sehenswert ist, liegt vor allem am Setting, den harten und von jeder sportlichen Eleganz entrückten Wrestling-Matches, die in ihrer blutigen Derbheit, in der gnadenlosen Show in der auch Stacheldraht, Rasierklingen, Glasscheiben und Tackerklammern gegen den Gegner eingesetzt werden, intensiver und drastischer wirken, als es ein simpler Boxkampf je könnte.
Die Indie-Wrestling-Szene ist hier tatsächlich nur einen kleinen Schritt vom Backyard-Wrestling, von den selbstzerstörerischen White-Trash-Stunts eines Jackass entfernt, bei der die körperliche Destruktion der eigentliche Unterhaltungswert ist. Gibt es im Boxen noch die Überreste eines “noblen” Kampfes, eines fairen Kräftemessens, sind hier – zumindest im Ring – alle Grenzen aufgehoben. Auch wenn sich die Wrestler privat wohlgesonnen sind, im Ring herrscht der inszenierte Krieg, die erniedrigende Show für das nach Blut und Schmerz lechzende Publikum. White-Trash-Entertainment.

In Mickey Rourke, der sich für diese Rolle mal wieder zurecht als Comback-Kid feiern lässt (nach seinem Comeback mit “Es war einmal in Mexico” und seinem Comeback in “Sin City” ), hat der Film zudem den ultimativen Protagonisten gefunden. Denn der perverse Reiz des Films liegt natürlich auch in den Parallelen zwischen Randy und Mickey, die die Kinozuschauer genauso genüsslich begaffen, wie die Zuschauer der Wrestling-Matches die blutigen Showkämpfe. Ohne Rourke, ohne das Wissen um das Scheitern dieses ehemaligen Sex-Idols, der seine Star-Karriere mit Exzessen, Saufgelagen, Größenwahn und einer kurzlebigen Karriere im Box-Geschäft nachhaltig beschädigte, wäre “The Wrestler” nur ein normaler Film. Würde irgendein bulliger Schauspieler diese Rolle spielen, hätte vermutlich kein Hahn nach dem Streifen gekräht.

“The Wrestler” lebt vom WTF-Moment, vom unsäglichen Zottelhaar-Outfit, von der halb-paralysierten Visage Rourkes, dessen Augen das einzig noch wirklich lebendige in diesem deformierten Gebilde sind, das durch Operationen, Botox, Boxhieben kaum noch an den Menschen erinnert, der einst in “9 1/2 Wochen” oder “Angel Heart” Hausfrauen wohlig aufstöhnen ließ. Es ist die Faszination hinter diesem Gesicht nicht nur die Wahrheit über Randy the Ram, sondern auch über Mickey Rourke zu erkennen. Auch wenn Bruce Springsteen ihm einen melancholischen Abgesangs-Song singt, wäre doch der Klassiker der “Sterne” passender: “Was hat dich bloß so ruiniert?”

Der Film spielt mit dieser Fassungslosigkeit. Es ist nicht Rourkes grandiose Schauspielkunst, die ihn als Randy zu einem Erlebnis macht, es ist Bewunderung für seinen Mut, sich so gnadenlos fertig zu präsentieren. Es ist dieselbe Faszination die die Zuschauer Harald Juhnke in “Der Trinker” als Rolle seines Lebens beklatschen ließ. Die Stationen Randys sind alle Klischee und wir wissen was am Ende passieren wird, noch ehe der Film die Halbzeitmarke erreicht hat. Doch es ist das Mitleid und die Bewunderung für den Underdog, für den Loser der weiß, dass er sich alles versaut hat, die den Film trotzdem sehenswert macht. Und der Reiz dieses Blicks durchs Schlüsselloch, das Gefühl hier mehr zu bekommen, als schauspielerisches Können. In gewisser Weise profitiert der Film vom selben Voyerismus, der die Zuschauer der Showkämpfe dazu bringt, sich die abgewrackten und ausgebrannten Ex-Heroen anzusehen.

Aronofsky inszeniert diese Momente genüßlich und kann sich ansonsten auf seine Fähigkeiten als erfahrener Handwerker verlassen, die der Story die nötige Struktur geben um als Mainstream-Loser-Fabel zu funktionieren. Seine Besetzung, die viele echte C-Wrestler in Nebenrollen zeigt, unterstützten das Urvieh Rourke, der wie ein sterbender Tanzbär durch den Film irrt, dabei nach Kräften. Marisa Tomei schafft es sogar der undankbaren Klischee-Rolle der “Nutte mit Herz”, eine gewisse Eigenständigkeit und Glaubwürdigkeit zu verleihen, während Evan Rachel Wood als Randys Tochter die nötige Mischung aus Wut, Verletzlichkeit und Energie mitbringt.

So bleibt unterm Strich ein sehenswertes Loser-Drama, das es dank einem Besetzungscoups schafft, eine ausgelutschte Geschichte hinreichend spannend zu erzählen. Es bleibt aber auch die Frage, wieviele Rollen Mickey Rourke wirklich nach “The Wrestler” und “Sin City” noch spielen kann, die nicht auf die eine oder andere Art eine Variation seiner eigenen Loser-Geschichte sind.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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15 Comments

  1. Claas

    Klar wertet der Besetzungscoup den Film auf, und mit einem anderen Schauspieler wäre das irgendwie nix. Aber so what. Der Film hat ihn eben und gut so!
    Ich habe den Film nicht gesehen und mich immer erinnert – mensch der Mickey. Ich bin durch Mickey völlig in dem Film aufgegangen und habe einfach die Geschichte gesehen und bin willig gefolgt. Eine einfache, aber sehr wahrhaftig und schnorkellos erzählte kleine feine Geschichte, die durch Mickey, die Musik, das Setting etc einfach viel mehr ist als das was man so plan kaputt analysieren kann und nörgeln, dass es ja eigentlich doch nicht so toll ist. Nein. Das hier ist großes Kino! Mindestens 4 Sterne!

  2. Batzman

    Ich sage ja, das es ein guter Film ist. Er erzählt seine Story sehr routiniert und sauber. Dennoch ist er, Besetzungscoup beiseite, halt sehr formularisch und es fehlt das Quentchen Eigenständigkeit was für mich die 4 Sterne eines Nicht-Genre-Films ausgemacht hätte. Dennoch absolut sehenswerter Film, keine Frage.

  3. kapooow

    “eine oder andere Art eine Variation seiner eigenen Loser-Geschichte sind.”

    mickey rourke als looser zu bezeichnen passt irgendwie nicht wirklich. der typ hat’s wirklich nicht schlecht. der penner unter der autobahnbrücke ist ein looser.

  4. Heiko

    Fand den Film jetzt auch nicht sooo gut wie er überall gemacht wurde, muss aber mal eben anmerken dass das Wrestling-Business in diesem Film mal einigermaßen vernünftig dargestellt wurde und nicht wie letzte Kinderkacke ;)
    Ansonsten hat mir bei dem Film irgendwie was gefehlt…

  5. Herr Walter

    Ich finde den Film besser als die dreieinhalb Sterne, die er hier bekommen hat. Nicht zuletzt, weil es ein Film ist. Geschichte, Handlung, Figuren. Alles da, alles klar. Keine SFX, kein Brimborium. Aber ich liebe auch Wrestling und “Rocky”. Und die 80er. Dieser Film ist 80’s. Irgendwie, aber dafür at their best.

  6. anna

    @3:
    momentan vielleicht. Doch schaut man sich das Leben Rourkes an, kann man ihn doch ziemlich als den Looser bezeichnen, den er in seinen paar Comebacks der letzten Zeit darstellt.
    Ich zitiere ihn jetzt einfach mal aus einem Interview der Berliner Morgenpost:
    “Alles war weg: meine Frau, mein Haus, das Geld, die Karriere und mein Selbstrespekt.”

  7. Binding

    In den Medien ist jetzt ständig von einem Comeback Mickey Rourkes zu lesen. Das ist aber total falsch: Erstens vor allem wegen “Sin City” und zweitens auch wegen “Domino” und “Spun”, in denen er auch wichtige Rollen spielt. Er hätte den Oscar für “The Wrestler” soviel mehr verdient wie Sean Penn, der ja eh schon einmal einen bekommen hat!!!

  8. bastih

    ich finde nicht, dass rourke einen oscar dafür verdient hat. er war großartig, aber eine rolle kann erst dann einen preis dieser ordnung entgegennehmen, wenn der film ebenfalls großartig war. und das haut in diesem fall hin.

    und außerdem fragt sich dann ja, wem man den oscar verleiht: rourke oder randy robinson. eine rolle auzeichnen geht nicht. man zeichnet den schauspieler aus und wenn man dies tut aus emotionaler motivation heraus, weil man unbedingt parallelen zwischen rourke und dieser rolle herstellen muss, dann nein, dann hat er diesen oscar nicht verdient. sich selber zu spielen zählt nicht und ist im falle rourke auch unangebracht. auch wenn er zweifelsohne fantastisch gespielt hat.

    was ich zu der filmkritik oben noch ergänzend sagen möchte:
    mir haben die eingeflochtenen beziehungen überhaupt nicht gefallen. das alles hat bei MONSTER mit charlize theron noch funktioniert, aber hier war das so oberflächlich, das die zweite hälfte des films sogar fast ein wenig enttäuschend verlief. die erste hälfte war jedoch großartig.

  9. Binding

    @ bastih: Man kann ja gerne darüber diskutieren, inwieweit ein Schauspieler einen Preis verdient, wenn er sich selbst in die Rolle einbringt oder sogar mehr oder weniger mit ihr identisch ist. Was aber ja wohl gar nicht geht, ist die Qualitätskombination mit dem Film, in dem der Schauspieler vorkommt! Man muss doch Film und Schauspielerei auch voneinander unabhängig bewerten können. Außerdem gibt es ja dauernd schlechte Filme mit guten Performances und gute Filme mit schlechten Performances. That’s Life! Oder hab’ ich Dich da irgendwie falsch verstanden?

  10. bastih

    @binding

    die qualitätskombination finde ich schon sehr wichtig. wenn eine story platt ist bzw. nicht gänzlich vom hocker haut, dann kann sich der schauspieler sein leben aus der seele spielen, es wird seine leistung dennoch irgendwie dämpfen. “die rolle war so gut, aber der film…” ich weiß nicht. du hast schon recht, das ist sehr streitbar. ich vertrete da jetzt einfach mal diesen standpunkt.

  11. Das Ding

    Ich hab den Film gestern gemütlich auf DVD angeschaut, meine Süße hat fast gekotzt wegen der ersten Hälfte und ich sagte “so what?” das sind gerade mal 15 Min, gib dem Film ne Chance…aber sie hatte kein Bock und ist raus.
    Am Ende war ich der Meinung, dass ich das genau so hätte machen sollen.
    Der Film sammt Rourke ist so f*** überbewertet!

    Batzman:”The Wrestler” lebt vom(n)…der halb-paralysierten Visage Rourkes, dessen Augen das einzig noch wirklich lebendige in diesem deformierten Gebilde sind, das durch Operationen, Botox, Boxhieben kaum noch an den Menschen erinnert”

    Genau, das ist der Punkt! Die haben den Kerl nicht mal Schminken brauchen für den Streifen! Mickey ist durch mit Mimik, Ende.
    Aronofsky konnte ich in seiner Erzählweise überhapt nicht glaubwürdig folgen, besonders nicht beim Vater-Tochter-Gedöns.

    Golden Globe zu unrecht und vom Oscar weit entfernt.

  12. Binding

    Auch wenn der Film als Aronofsky-Werk enttäuschen mag, sind die Story und die Schauspieler doch wohl spitzenklasse! Und was bitte war denn am “Vater-Tochter-Gedöns” nicht glaubwürdig???

    Dass Mickey Rourke sich quasi indirekt selbst darstellt, gibt dem Ganzen doch auch nochmal eine ganz speziell tragische Note. Und ich erinnere nur mal an einen früheren Film mit ihm, der ihn trotz seines damalgen Star-Status auch schon sehr unvorteilhaft gezeigt hat, aber dennoch sehr, sehr gut war: “Barfly”, in dem er Charles Bukowski spielte. Ich weiß noch genau, wie das damals einige (weibliche) “9 1/2 Wochen”-Fans voll vor den Kopf stieß.

  13. Das Ding

    ACHTUNG SPOILER
    Ich sage dir, was an der Geschichte nicht stimmt oder zumindest schlecht gemacht ist. Eine verlassene Tochter, die ihren Vater hasst und ich wiederhole “abgrundtief hasst” lässt sich binnen eines Augenblickes friedlich stimmen nur weil er ihr eine hässliche Jacke mit dem Anfangsbuchstaben ihres Namens schenkt, ganz zu schweigen davon wie surreal dazu dann der Spaziergang wirkt und obendrein, wenn man bedenkt, dass sie weiß wie er drauf ist, das sie ihn – und wie vorhersehbar, wie kann es denn auch anders sein – einen Arschtritt verpasst, weil er nicht zum Essen am Hundenapf aufgetaucht ist. Und ich sage das deswegen so drastisch, weil die sich zum Essen verabredet haben, aber wo? Hey, da wo wir immer im Traum zusammen Essen? (BTW Was ist eigentlich mit der Mutter???) Woher will sie wissen, was eigentlich passiert war, das ist doch Bullsh***. Und dann diese Show wo sie in abserviert…”Komm setz dich erst mal, ich weiß das ich einen Fehler gemacht habe…” HÄ?
    Woher Kommt er auf den Trichter, das sie Lesbisch sein könnte? Nur weil eine Frau die Tür aufgemacht hat???

    Ich kann das die ganze Zeit so weiter führen. Ich sage dir, was Aronofsky versucht hat – mal ganz davon abgesehen, dass die Szenen mit dem Kämpfen wirklich, und das meine ich auch so, gut gelungen sind – Er hat versucht die zwischenmenschlichen Beziehungsdramen unvorhersehbar zu machen in dem er eine ganze Menge weggelassen oder Verhaltensweisen neu erfunden hat.

    Das mag dir und fast den Rest der Welt genügen, aber für mich war das mangelhaft.
    Übrigens in Barfly hatte Rourke noch das von Natur aus gegebene Gesicht, bevor er sich dieses durch Box-OP’s hat deformieren lassen.

  14. Binding

    Also ich fand’s trotzdem glaubwürdig – immerhin ist es ja die Tochter.

    Zu “Barfly”: Aber er war in der Rolle ziemlich fett und ranzig, das war schon ein harter Kontrast zum Star-Mickey.

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


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    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    i never wanted this to end

    10/20/14

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    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14