Watchmen (Review)

103 Comments

-”But the country’s disintegrating. What’s happened to America? What’s happened to the American dream?”
-”It came true. You’re lookin’ at it.”

Originaltitel: Watchmen
Herstellungsland: Großbritannien / USA 2009
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Jeffrey Dean Morgan, Malin Akerman, Carla Gugino, Patrick Wilson, Billy Crudup, Jackie Earle Haley, Matthew Goode, Stephen McHattie, Matt Frewer

★★★½☆ Batzman
★★★½☆ Renington Steele

watchmen_poster

Amerika in einer alternativen Zeitlinie, die der unseren sehr ähnelt mit einer Ausnahme: Es gibt Superhelden. Auslöser der Story, die Anfang der 80er Jahre auf der Spitze des Kalten Krieges und mitten in einer Phase politischer Spannungen zwischen den beiden Supermächten beginnt: Edward Blake wird tot aufgefunden. Wie sich herausstellt war er Der Comedian, einer der wenigen noch aktiven Superhelden, einer derjenigen die auch nach Inkrafttreten des Keen-Acts noch arbeiteten, der Superheldentum illegal machte.
Der Comedian arbeitete für die Regierung und wurde von einem unbekannten ermordet. Rorschach, ein weiterer Superheld der sich als paranoider, einsamer Rächer ausserhalb des Gesetzes bewegt, untersucht den Fall und findet vermutet bald, dass es jemand auf die ehemaligen Helden, die Watchmen abgesehen hat.
Ein Verdacht der sich schon bald zu bewahrheiten scheint.

Ich gebe zu ich bin überrascht, denn Watchmen hat trotz des Hypes , der Kontroversen und des Regisseurs, eindeutige Qualitäten die ihn sehr spannend machen. Ich mochte das “Dawn of the Dead”-Remake von Snyder und hasste “300” (wie der Autor der Comic-Vorlage Allen Moore übrigens auch). Insofern war ich zwiespältig, was von der Verfilmung dieses heiligen Grals der Graphic-Novelle zu erwarten sein würde. Die Trailer waren wenig beeindruckend, zeigten sie doch im Wesentlichen das übliche CGI-Geraffel und explodierendes Zeug, also die typischen Blockbusterzutaten.

Dennoch “Watchmen” ist mehr als das und bezieht seine Stärken eindeutig aus der Story und nicht aus dem Action-Gedöns. Das ist mal mehr, mal weniger gut inszeniert, insgesamt recht solide, haut einen aber auch nicht von den Socken. Die Stimmung, die Referenzen, die politischen Anklänge auf die Zeit des Kalten Krieges, die vielen kleinen Seitenhiebe auf bekannte Superheldenmotive, auf Popkultur und Comic-Klischees machen den Reiz des Films aus. Er ist eindeutig die sehr respektvolle Arbeit eines Fans, der versucht ein verehrtes Werk in ein anderes Medium zu transportieren und ihm dabei seine Würde und den Großteil seiner Komplexität zu lassen.

Zu Watchmen selbst wurde bereits fast alles geschrieben und analysiert. Moores zynischer Abgesang auf die Superhelden lässt niemanden ungeschoren. Menschen sind Arschlöcher und selbsternannte Helden sind noch viel größere Arschlöcher. Die Menschheit ist natürlich besser dran ohne diejenigen, die glauben zu wissen was das Beste für sie ist. Egal ob dies nun Politiker oder Superhelden sind (Moore verstand die Stories vor allem auch als Parabel auf die Reagan und Thatcher-Politik). Es ist die genüßliche Demontage der selbstgerechten Weltenretter, die sich anmaßen zu entscheiden, wann der Zweck die Mittel heiligt, wofür sich welche Opfer lohnen. Demontage von allmächtigen Gottwesen wie Doctor Manhattan, einem bekifft dreinblickenden, gleichgültigen Pimmelschlumpf, der mich verdammt an die breiten Typen erinnerte die im Unikeller sinnsuchend vor sich hinfabulierten. Demontage der sadistischen Rächerfiguren, die mit ihrer absoluten Schwarz-Weiß-Perspektive, sich selbst zum moralischen Fallbeil machen (Egal ob sie nun Rorschach oder Batman heißen). Demontage der menschlichen, schwächenbehafteten, middle-of-the-road-liberals wie Nite Owl, der zwar die Nase rümpft wenn gefoltert und gemordet wird, es der Sache wegen aber dennoch gutheißt, solange er sich nicht direkt die Hände schmutzig macht. Egal ob der Comedian, Silk Spectre oder Adrian Veidt – letztlich sind die Helden alles gestörte, fertige Arschgeigen auf die wir gut verzichten können.

Und es macht Spaß dieser Demontage zu folgen, in den vollgepackten Bildern immer wieder Details und Anspielungen zu entdecken. Positiv auch, dass der Film bewusst gorig-blutig und sexuell offenherzig ist und sich alleine dadurch von seinen Popcorn-Kameraden unterscheidet. Die Geschichte entfaltet sich langsam und nimmt sich Zeit die einzelnen Figuren vorzustellen und auch zwischendurch immer wieder Einschübe, Rückblenden und episodische Schlenker zu vollführen. Das führt dazu, dass sich durchaus das Gefühl einer sehr reichen Welt einstellt. Die Mischrealität funktioniert und die “What if..?”-Gedankenspiel-Grundlage des Stoffes sorgt immer wieder für witzige Momente und faszinierende Ideen. Was wäre wenn es den Watergate-Skandal nie gegeben hätte und Nixon immer noch Präsident wäre (Wobei die Nixon-Figur – gespielt von einem unter schlechten Prosthetics begraben Robert Wisden – hier fast comichafter wirkt, als die Superhelden) Wie hätten die 60er, 70er und 80er Jahre ausgesehen, wenn es Superhelden gegeben hätte?

Der einzige echte Superheld – also mit übermenschlichen Kräften ausgestattete Held – ist das Quantenwesen Doctor Manhattan (eine Full-CG-Figur, der von Billy Crudup per MoCap Leben eingehaucht wurde – Full-CG wahrscheinlich weil man sonst befürchtete für den blauen Schniedelschwinger ein NC17 zu kassieren), alle anderen Heroen bedienen sich lediglich technischer Gadgets und effektiver Kampftechniken. Das unterscheidet die Geschichte deutlich vom Konstrukt der X-Men oder der Heroes-Protagonisten, die zwar ebenfalls Repressalien ausgesetzt sind, aber auch tatsächlich über Kräfte verfügen. Die Watchmen sind tatsächlich im wesentlichen “Men in Tights”, die aus verschiedenen Gründen meinen kostümierte Gerechtigkeit unter der Volk bringen zu müssen. Das die Schauspieler ihre Rollen dabei gut ausfüllen, ohne übermässig sympathisch zu wirken, erscheint nur konsequent.

Die Ergebenheit mit der Snyder in jeder Sekunde bemüht ist der Vorlage zu folgen, ist allerdings auch für die Schwächen des Films verantwortlich. Denn als actionreicher Blockbuster, als Popcornerlebnis ist Watchmen tatsächlich nicht zu gebrauchen. Er folgt weder dem ironischen Fun-Spaß eines “Iron Man”, noch der mainstreamfreundlichen Pseudotiefe eines “Dark Knight”. Mit seinen 160Minuten (Der Directors Cut soll dem Vernehmen nach 190mins laufen) ist “Watchmen” stellenweise anstrengend anzuschauen, denn dem Whodunnit-Motiv, der Aufklärung der “Verschwörung” und dem näher rückenden atomaren Doomsday, wird oft nur mäandernd, zögerlich und mit großen Unterbrechungen gefolgt.

Snyder klebt – auch wenn er naturgemäß so einiges weglassen musste (und die Comic-im-Comic-Abenteuer der “Tales from the Black Freighter” gleich in einen DTV-Tie-Inn-Animationsfilm ausgelagert wurden) – sehr eng an der Vorlage. Und der merkt man die Veröffentlichungsform in 12 Instanzen durchaus an, denn mehr als einmal stellt sich das Gefühl ein, statt eines Filmes eine TV-Serie zu sehen. Die Spannung, der dramaturgische Zug bleibt dabei leider oft auf der Strecke. Der Weg ist das Ziel. Ungeduldige Naturen – grade solche die den Comic nicht kennen – werden sich vielleicht ein ums andere Mal wünschen, das Synder schneller auf den Punkt käme und das ganze einfach etwas weniger talky und etwas rasanter abliefe.

Die große Nähe zur Vorlage spiegelt sich jedoch nicht nur in der Story, sondern auch in der Optik wieder. Der Vorwurf zu sklavisch den Frames des Comics zu folgen, zu wenig eigene optische Interpretation zu bieten ist nicht völlig von der Hand zu weisen. Snyder setzt wie in “300″ auf die bildgetreue Nachahmung, die bei den gängigen Gegenüberstellungen von Filmszene und Comicpanel immer zum gewünschten “Ahhhh genau wie in der Vorlage” führen. Damit nimmt er sich natürlich auch die Chance einer echten eigenen Bildsprache und wirkliche Kino-Dynamik zu erzeugen. Viele Bilder sehen genau deswegen gut aus, weil sie auch im Comic schon sehr wirksam inszeniert waren. Dem Film mangelt es dadurch an Eigenständigkeit, ja der Vergleich mit den im letzten Jahr erschienenen Motion-Comic der Watchmen ist oft schlicht zwingend. Die Frage was Snyder den Watchmen eigenes hinzufügt, kann daher nur unbefriedigend beantwortet werden. Ein Alfonso Cuarón, der die Harry-Potter-Verfilmung durch seinen eigenen Stil in Teil 3 auf eine völlig neue qualitative und adaptive Ebene holte, ist Snyder sicher nicht.

Seine Ehrfurcht und sein Respekt bleibt immer spürbar, genau wie die Lust möglichst viele Elemente der Vorlage zumindest anzudeuten (selbst die Referenz auf die “Outer Limits”-Folge “The Architects of Fear” die starke Ähnlichkeiten zur Watchmen-Story aufweist und von Moore bewusst eingebaut wurde, findet sich bei Snyder wieder). Trotz seiner optischen Finessen, des sehr sehenswerten Setdesigns, der gut gewählten Darsteller und der in vielen Szenen ganz netten Tricks, umweht Watchmen leider auch der Hauch eines Films der von einem Fanboy für Fanboys gedreht wurde.
Das ist nicht schlecht, denn als Fan hat Synder gut daran getan die Story nicht ihres kontroversen Potentials zu berauben, es fehlt aber dennoch die künstlerische Eigenständigkeit, die eine Adaption ausmachen kann und die im Bestenfall über die Qualitäten der Vorlage hinaus etwas Neues erschafft, das aus sich heraus Bestand hat.

Watchmen ist eine ambitionierte, mit viel Leidenschaft produzierte Bebilderung des Watchmen-Comics, die wohl viele Leute auf die Story aufmerksam machen wird, die es vorher noch nicht gelesen haben. Sie kann viele der inhaltlichen Stärken des Comics für sich verbuchen und wirkt dennoch ein wenig ausgebremst an einigen Stellen. Dazu gesellt sich eine etwas gewöhnungsbedürftige Musikauswahl (von 99 Luftballons bis zum unsäglichen und zukünftig unter Androhung von Stockhieben mehr nicht mehr erlaubt sein dürfenden Einsatz von “Halleluja”) und einige eher mittel gelungene CGI-Effekte. Nite Owls – Eulenkutsche sieht man ihre digitale Herkunft ebenso schmerzhaft an, wie vielen animierten MattePaintings, dem von Doc Manhattan auseinandergepuzzleten Panzer, seinem digitalen Pimmel und den grauenhaften Glaskonstruktionen die der Doc in seiner “Ich mach aus dem Mars jetzt ein Swarowski-Showplaneten”-Phase bastelt. Alles nicht dramatisch und keineswegs geeignet den Filmgenuß wirklich zu trüben, aber schade, grade angesichts der Qualität des realen Setdesigns, das Retro-Style, 80er-Optik und Noir-Flair miteinander geschickt vermischt.

Bei allen Schwächen, logischen wie dramaturgischen bleibt aber dennoch ein Film, der Dank seiner Vorlage immer noch mehr Spaß macht und Grund für Diskussionen gibt, als die meisten Comic-Verfilmungen, der letzten Jahre. Der prophezeite Flop der als unverfilmbar geltenden Graphic-Novelle ist somit abgewendet. Die umständliche Erzählweise wird aber wohl dafür sorgen, das klassische Superhelden-Fans den Film eher mit gemischten Gefühlen betrachten werden und reine Popcorn-Actionfans sich wahrscheinlich auch eher schwertun – den im Grunde ist auch der Film, wie der Comic ein Tritt an den Kopf der Spider-Man’s und Batmans dieser Welt.

Die romantische Verklärung des Heldentums, die in Spider-Men 2 bis weit über die Kitschgrenze zelebriert wurde, erfährt mit Watchmen einen gründlichen Exorzismus. Und das alleine macht den Film schon lohnswert.

Renington Steele meint:
Da bin ich mit Batzman mal ausnahmsweise weitgehend einer Meinung. Hier ein Auszug meines Reviews, ursprünglich auf Spreeblick erschienen:

Der Film ist zum Glück nicht so zeitlupenintensiv wie angenommen, erwarteten doch die meisten nach dem Slomo-Porno „300“ erneut eine Orgie der Langsamkeit von Zack Snyder (Regie). Dem ist nicht so, er setzt die Zeitlupe zwar häufig ein, das tut er aber sehr pointiert und nicht exzessiv.

Überhaupt: Ästhetik. Der Film sieht wahnsinnig gut aus, was natürlich nicht Snyder, sondern Alan Moore bzw Dave Gibbons (Zeichner des Comics) geschuldet ist. Snyder hat die Panels des Comics oft 1:1 umgesetzt, nur hier und da Änderungen vorgenommen, um der größeren Dynamik des Medium Films gerecht zu werden. Unter anderem änderte er das Ende, was unter den Fans große Diskussionen auslöste. [Spoiler!] Wo am Ende des Comics ein riesiger Riesenkraken ganze Städte auslöscht, sind es hier schnöde Superbomben, mit der Energiesignatur Dr.Manhattans versehen. Das Ende funktioniert für den Film tatsächlich besser, ein riesiges Tier wirkte deplatziert.[/Spoiler!]

Die Meta-Ebene der Vorlage streut Snyder an manchen Stellen ein, indem er andere filme zitiert und versucht so, diese Erzählebene in den Film zu holen. Als Beispiel sind mir vor allem „Oldboy“ und „Apocalypse Now“ (die Vietnamszene ist mit Wagner unterlegt) aufgefallen, und eine der Splatterszenen wirkte tatsächlich sehr Braindeadesque. Hier bleibt es aber beim Versuch, bei Einzelfällen, und sie wirken wie ein „Hey, wir müssen unbedingt die Meta-Ebene cineastisch übersetzen“.

Der Film hat zwei zentrale Figuren: Rorschach und Dr. Manhattan. Vorlage wie Film umkreisen die beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Rorschach ist, wie bereits beschrieben, ein reaktionärer Halbnazi, der auf „die Liberalen“ schimpft und keinerlei Kompromisse eingeht. Auf der anderen Seite Dr. Manhattan, ein Halbgott, der Atome mit Gedankenkraft auseinandernehmen kann und keinen Sauerstoff braucht, wenn er auf dem Mars ein Schloß in Form eines Uhrwerks baut. Dr. Manhattan ist Rorschachs Antithese, romantisch mit Quanten und Atomen bewegt er sich auf der Zeitachse in jeder Richtung, teleportiert sich von hier nach da und erzählt außerweltlichen Quatsch.

Dr.Manhattan ist im Comic schon sehr cheesy (“Atome fügen sich zu Welten, ich sehe die Zeit und so weiter und so fort“ – er redet fast nur so), im Film wirkt das allerdings meistens unfreiwillig komisch. Im Kontrast Rorschachs kompromissloses Vorgehen, das sehr gut und hart umgesetzt und von Jackie Earle Haley sehr gut gespielt wurde. Dieser Kontrast wirkt allerdings seltsam in der Filmumsetzung. Er wirkt dadurch oft leider episodenhaft und nicht flüssig erzählt. „Watchmen the Movie“ wirkt deshalb manchmal ein wenig wie ein Flickenteppich, als ob sich Snyder von einer wichtigen Szene im Comic zur nächsten hangeln würde.

Mein Fazit: „Watchmen“ ist ein guter Film, visuell herausragend trotz nur okayer Effekte – die CGI wirkt ein bisschen wie Plastik, was zwar Absicht ist, aber seltsam wirkt. Es macht Spaß, ihn sich anzusehen, vor allem die ersten 20 Minuten sind ganz wunderbar, er ist aber leider nicht das Meisterwerk, das der Comic ist. Dazu ist Snyders Annäherung an die Komplexität des Stoffes zu plump, die 1:1-Umsetzung zu unoriginell. Eine stärkere Anpassung an das Medium Film hätte ich mir gewünscht. So bleibt Watchmen „nur“ eine relativ starke Comic-Verfilmung mit handfester Action.

***

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In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • http://not-in-portland.blogspot.com/ Moe

    Ich fande den Film gut, aber das Comic klar besser – keine spannende Aussage, deswegen:
    Ganz, richtig hält sich der Film sehr sehr nah ans Comic, in Sachen Story(naja gut), Farben, Erzählweise etc. – doch das Comic macht das natürlichweise einfach besser, so dass der Film dann eher wie ein unfertige Kopie wirkt und wenig eigenes Macht; dem Comic sozusagen hinterherhechelt.
    Wiederrum hätte Niemand eine Snyder´sche Neu-Interpretation gewollt – ergo hätte ich mit keinem anderen Gefühl aus dem Kino gehen können außer: Film ist gut, Comic machts aber besser.
    3,5 Sterne finde ich genau richtig [als extend dann vllt einen halben mehr - abwarten]

  • http://xander81.wordpress.com Xander

    Genau meine Meinung, nur besser formuliert als bei mir ;-)

  • PurpTentacle

    “… und hasste “300” (wie der Autor der Comic-Vorlage Allen Moore übrigens auch).”

    Alan Moore hasst zwar alle Verfilmung seiner Comics. 300 hat er trotzdem nicht geschrieben, das war Frank Miller.

  • http://baytor.blog.de/ Baytor

    “300″ wurde von Frank Miller geschrieben.

  • Pingback: Watchmen | Cineasten.de

  • Kiran

    @ Baytor: ha ha…schön trocken :D

    @ Batzman: Ein stimmiges Review :)

    Mir hat es besonders Spass gemacht Rorschach zuzuschauen. Jackie Earle Haley spielt ihn “perfekt”. Die Synchronstimme des Comedian geht mal garnicht. Totaler Müll :D

    Eine Sache möchte ich aber noch erwähnen. Die Super-Ober-Deluxe-Mega-Extra-Special-Edition welche inklusive des Black Freighters herrauskommt, wird die Story nochmal um einiges bereichern.

  • Ed

    Batzmann, lass das nochmal gegenlesen. Der Text liest sich, als wärst du schon sehr müde gewesen, was um die Uhrzeit des Postings auch nicht verwunderlich ist…
    Ansonsten – ich bin gespannt.

  • http://city-light-thief.de benni

    ich habs ja gestern nacht hier schon geschrieben – ich war vollkommen begeistert nach dem kinobesuch gestern. ein “blockbuster” ohne jede blockbuster zutat, figuren mit mehr makeln als qualitäten, die ungewöhnliche erzählstruktur und so weiter und sofort.
    ich kenne die watchmen comics nicht, also bin ich absolut kein fanboy, und trotzdem was das eins der intensivsten kinoerlebnisse, die ich bisher hatte. ich hätte einen ganzen stern mehr gegeben. trotzdem super review!

  • http://www.badratgeber.de Badexp

    schöne story, werd mir den film vielleicht auch mal anschauen scheint ja doch eine gute verfilmung geworden zu sein, obwohl ich bei solchen sachen immer sehr skeptisch bin. Schaun wir mal obs mir auch so gut gefällt wie ich es hier gelesen habe xD

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Baytor

    300 wurde von Frank Miller geschrieben. Aber Allen Moore fand eben 300 scheisse und war deswegen sehr skeptisch als Zack Snyder als Regisseur annonciert wurde.

    “mit Autor der Comic-Vorlage” ist in dem Fall Moore gemeint nicht Miller. Miller fand 300 auch gut soweit ich weiß.

  • dlb

    Gutes Review, auch wenn der Ton manchmal sehr flapsig rüberkommt. Das deckt sich dann immer nicht so ganz mit dem ansonsten wohl positiv erlebten Film.

    Also lässt sich sagen, dass Fans des Comics eher angesprochen sind als der Ottonormal-Kinogänger? War ja abzusehen, freue mich aber dennoch sehr auf den Streifen. Hab wohl noch nie solange und sehnsüchtig auf einen Film gewartet, wie auf Watchmen.

    Und noch was für alle die den Film und den Comic kennen:

    Ab wie viel Jahren ist er nun frei gegeben und lässt sich nachverfolgen, ob etwas geschnitten wurde?

  • Sonse

    Beruhigt mich, dass dir als ebenfalls “300-Hasser” der Film dennoch mehr oder weniger gefallen hat. Jetzt habe ich wieder ein wenig Hoffnung. :)

  • http://qltih.posterous.com Simeon

    Hi,
    ich hab den film gestern gesehen und ich bin auch mit einen sehr gemischten gefühl aus den film gegangen. die bildsprache war wie für einene snyder film zu erwarten war sehr gut.
    doch für einen nicht-watchmen-comic-kenner war die einführung und die rückblenden einfach zuviel des guten. man hätte den film einfach etwas mehr straffen müssen.
    aber ich habe mir nach dem film wirklich mal überlegt etwas mehr nackend rumzuhüpfen und mir doch noch ne fettere 80er jahre brille zu holen ;-)

  • http://city-light-thief.de benni

    @10: bei uns lief der film ab 18

  • Kiran

    @ 10: der film ist hier in HH ab 16. Das sollte im gesamten Bundesgebiet gleich sein. Und geschnitten ist der Film gegenüber der US-Fassung auch nicht. 162 min !

  • captain carnage

    alan moore bitte, nicht allen.
    der film ist ungeschnitten ab 16.
    der film ist ohne abspann 157 minuten lang nicht 162/3 minuten, die differenz ergibt sich durch das fehlen des abspanns in der rechnung.

  • roastbeef

    “Ihr versteht das immer noch falsch. Nicht ich bin mit euch eingesperrt. IHR seit mit MIR eingesperrt.”

    Der Satz trieft ja nur so von badass-motherfucking-keewlness ;-)

  • dlb

    Danke für die Info! Die Amis rasten dann wohl eher wegen der vielen Nackedei aus und brüllen “rated r” durch den Raum.

    Sonntag isses soweit, dann gibt’s den Streifen für mich im O-Ton. *jubel jubel freu freu*

  • http://www.helltours.de badeboom

    An alle Hamburger: Im Streit’s läuft der nicht! Hat jemand eine Idee wo der sonst noch im O-Ton läuft? Das Grindel ist ja leider tot…

  • Pingback: MAIN-Blog.de » Blog Archive » Kultcomic ab heute im Kino

  • Kiran

    @badeboom: Ich hab da leider auch noch kein Kino gefunden :D Der ist halt nicht anspruchsvoll genug um im z.B. Zeise zu laufen ;)

    @captain carnage: ich meinte ja auch inkl. Abspann

  • Binding

    Ich kann den Film trotz teils genialer Einzelszenen leider nur als schwerverdaulich-grelle Pop-Überdosis (auch wegen der kunterbunt zusammengewürfelten Musikbepflasterung) mit vielen arg lächerlichen Momenten (ich sage nur “99 Luftballons”!!!) empfinden. Das Lächerlichste überhaupt ist ja wohl der blaue Quantendepp – egal ob mit String-Tanga oder mit baumelndem Gemächt! Man muss wohl absoluter Comic-Freak sein, um das Ganze gut zu finden. Meiner Meinung nach ist es der negative Höhepunkt der modernen Comic-Verfilmungen – so geht’s jedenfalls nicht mehr weiter, ohne langweilig zu werden. Es muss jetzt endlich mal Schluss sein mit kostümierten Typen in bunten Unterhosen. Das soll Comic-Unterhaltung für Erwachsene sein??? Historisch gesehen vielleicht. Aber heutzutage? Setzen, sechs.

    In meiner Vorstellung liefen unter anderem Trailer zu “X-Men Origins: Wolverine” sowie den neuen “Terminator”- und “Star Trek”-Filmen. Ich hätte im Nachhinein sonstwas gegeben, lieber einen dieser Filme sehen zu können.

  • Kiran

    @Binding: Na und!

  • Binding

    @ Kiran: Genau! Das war auch ungefähr die Zusammenfassung meiner Reaktionen beim Schauen von “Watchmen”.

  • Kiran

    @ Binding: Ich glaube schon dass Du gemerkt hast dass das auf Dein Kommentar bezogen war! Dann warst Du wohl ect im falschen Film. Kann ja mal passieren :D

  • SuppenkaZper

    So auch gerade aus dem Kino gekommen..
    Ich gehe mit der Bewertung und den Reviews konform, kann mir aber nicht verkneifen noch persönliche Erlebnisse mit anzufügen..
    Vorne weg, mein größter derbster Minuspunkt ist Silk Spectre.. nicht die Schauspielerin sondern wie ihr Charakter gezeichnet wurde.
    “umweht Watchmen leider auch der Hauch eines Films der von einem Fanboy für Fanboys gedreht wurde.” total agree und noch mehr.. das Problem was sich bei mir in diesem Film stellt, ist das beide Seiten nicht wirklich zu befriedigen sind.
    Ich versuche nicht zu spoilern ^^
    Waren mit 3 Menschen im Kino, 2 Kenner der Vorlage einer unbefangen..

    Für Leute die den Film unbefangen sehen sind die emotionalen Höhepunkte keine, da sie sie nicht nachvollziehen können…Silk Spectres Geschichte lässt jeden nicht-Kenner der Vorlage absolut kalt da kaum ein Wort darüber verloren wird, die Intentionen des “Gegenspielers” werden eigentlich kaum bis gar nicht deutlich und den Suspense-Moment fand ich mehr als nur aufgesetzt^^.

    Für Fanboys (wie mich), gibt es aber auch einige Dialogsätze die ein Schlag in die Magengrube sind und dem Ganzen einen gewissen Kitsch vor allem gegen Ende verleihen, den der Comic relativ gut umschifft hat.
    Das Schlimmste für mich war Silk. Ich weiß nicht ob man sich weg vom “typischen Frauenbild” bewegen wollte oder was die Menschen da geritten hat aber diese taffe, nahezu emotionslose und coole Silk gefällt mir so gar nicht. Die Dame die im Comic beinah dauernd in Tränen ausbricht und unter dem drohenden Krieg, dem Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Gefühlskonflikt zusammenbricht, wurde gegen eine unterkühlte, sexuelle offene und emanzipiertere Variante eingetauscht, die die Halterlosen beim Sex anbehält.
    Silk Spectre und ihr Handlungsstrang, sind für mich der Stock in den Speichen des Films. Dieser Charakter funktioniert nur schwer für Nichtkenner der Vorlage und fast gar nicht für Kenner dieser..
    Trotzdem war ich gerade von den ersten 100 Minuten des Films sehr beeindruckt und mit dem “times are changing” von Bob Dylan im Intro hatte mich der Film so gut wie in der Tasche…
    Von mir hätte es auch 3einhalb Sterne gegeben, einen Stern Abzug für die Dame in dem gelben Anzug

  • http://burnster.de burnster

    Das ist die perfekte Umsetzung des Buchs. Ohne jegliche Abstriche. Alle Schwächen sind der Vorlage geschuldet, deren Dialoge eben manchmal im Banalen münden. Das hat Snyder visuell noch gut abgefedert. Und wieviele Jahrzehnte hat man drauf warten müssen, dass eine Comicverfilmung sich direkt an die Fanboys richtet? Das ist ja schon eher eine Rebellion gegen Hollywood als das nicht nur hier attestierte Zugeständnis an die Fanboys und das Internet. Großartiger Film, bester Vorspann des Jahrzehnts. 5 Sterne aus Fanboy-Sicht. Sollte die nicht vorbelesene Allgemeinheit mir da nicht zustimmen und den Film als befremdlich empfinden, wer könnte es ihr verdenken?

  • http://tentakelmann.blogspot.com/ Smion

    @Binding: Was stellst du dir denn unter Comicunterhaltung für Erwachsene vor?

  • http://- Bateman

    Oh hier ist es ja noch gar nicht sooo überfüllt wie ich dachte, dann schreib ich halt auch mal was:

    Hab den Film Donnerstag mittag in der englischen Originalfassung gesehen.

    Das ist wirklich ein Film von Fans für Fans. Es ist unglaublich wie viele coole Details die Macher eingearbeitet haben, und die bringen natürlich nur Kennern der Vorlage etwas. Da ich einer bin ist es mir wurschd wie der Film für Nicht-kenner ist. Die haben jedes Recht ihn zu kritisieren, aber mich hat der Film sehr gut befriedigt.

    Fast alles wichtige aus dem Comic ist präsent, und einige Szenen und Charaktere (Rorschach FTW!) sind wirklich richtig stark umgesetzt. Die Schauspieler haben mir alle gefallen, auch Akerman und Goode. Bei Akerman könnte man eher darüber reden, dass der Charakter Silk Spectre 2 ein wenig zu emotionslos geworden ist. Die Musik fand ich toll, und den Sound ebenfalls.

    Das neue Ende bzw. der geänderte Plan zur Rettung (?) der Welt ist für mich okay, aber das aus dem Buch wäre noch besser gewesen.

    Eins ist sicher, die 160 Minuten gingen rum wie nix. Der Film hätte eher noch länger dauern sollen, und ich bin daher schon sehr gespannt auf den Director’s Cut.

    Alles in Allem bin ich als Fan sehr zufrieden dass es diese Geschichte in so tollen Bildern und mit so wenigen Kompromissen auf die große Leinwand geschafft hat. Ich werde mir das Ding sicherlich noch oft anschauen, allein wegen Rorschach und Nite Owl, die wirklich genial getroffen wurden. Jetzt hoffe ich noch dass der Film genügend Geld einspielt um bei WB nicht als Flop zu gelten, ansonsten ist mir egal was die Welt darüber denkt. Watchmen are not over!

  • http://- Bateman

    Oh und was ich noch vergessen habe: Ich fand die Fight-Choreographie richtig gut. Hatte genau die richtige Mischung aus Realismus und Überdrehtheit. Im Vergleich waren zB die Szenen aus TDK in denen Batman Leute verprügelt nicht so unterhaltsam.

    Oh und Akermans Nacktszenen haben natürlich auch nicht geschadet :-)

    Zu den Reviews hat schon jemand weiter oben Ähnliches gesagt: Sie wirken irgendwie ein bisschen zu zynisch und negativ. Vor allem finde ich treffen sie nicht die Aussage von Watchmen. Batzman schreibt: “letztlich sind die Helden alles gestörte, fertige Arschgeigen auf die wir gut verzichten können. ” Dabei ist es nicht so simpel finde ich. Es ist schwer endgültig zu sagen, ob die Watchmen jetzt eine Hilfe sind oder nicht. Genauso wie es ja auch nicht klar ist, ob Veidts Plan am Ende überhaupt langfristig funktioniert oder nicht.

    Hier ist meiner Meinung nach etwas mehr philosophisch-politische Vorstellungskraft gefragt, anstatt einfach zu sagen “die sind alle scheiße”.

  • EvilJ

    ah wenn ich in der kritik schon lese…

    “Dazu ist Snyders Annäherung an die Komplexität des Stoffes zu plump, die 1:1-Umsetzung zu unoriginell.”

    wenn der snyder seine eigenen ideen vollkommen umgesetzt hätte, würden doch alle schreien, dass es scheisse und zu weit weg vom comic ist! wie man es macht, es is immer falsch.

    ich fand den film knaller, kompl. 160 min spannend und super erzählt.
    von mir würde mind. 4,5 sterne bekommen!

  • pikaxel

    @ Bateman
    Deinen letzten Satz sollte man in Stein meißeln! Genauso sollte man den Comic sehen(den Film muß ich mir erst noch anschauen). Keine der Figuren ist VOLLKOMMEN gut oder böse. Es gibt da so einen schönen Song einer bekannten Hardcore-Band:
    ” There is no black, there is no white, there´re only shades of grey”
    (O.K., im Falle des Comdian ein seeehr dunkles grau ^_^)

  • Pingback: Who watches the Watchmen | Filmhass

  • http://de.youtube.com/user/PatrickBRau Patrick B. Rau

    Ich finde sehr bedauerlich, daß Snyder eben keinen medial äquivalenten Reflexionsraum eröffnet oder überhaupt erst sucht. Das ist einfach schade. Und dann noch dieser Oberflächenfetischismus! Mon Dieu.

  • http://baytor.blog.de/ Baytor

    @Batzman
    Keine Angst, das wird kein kleinkarierter Krümelkacker-Kommentar. =)
    Durch Deinen Kommentar hab ich’s kapiert, was gemeint war:
    “Ich mochte das “Dawn of the Dead”-Remake von Snyder und hasste “300” (wie der Autor der ["Watchmen"-]Comic-Vorlage Allen Moore übrigens auch).” Gelle?
    Passt schon.
    Fanboy out. ;)

  • Allard

    Kann mir einer sagen wie das Musikstück am Ende des Filmes hieß?
    Es liegt mir seit Tagen auf der Zunge aber es will nicht herunterhüpfen.

  • http://www.filmhass.de Filmhass

    Mein Trackback scheint nicht anzukommen. Also poste ich meine Meinung einfach direkt hier.

    Es heißt es sei schwer aus einem schlechten Drehbuch einen guten Film zu machen, aber einfach aus einem guten Drehbuch einen schlechten Film. Die gute Nachricht ist, dass es Regisseur Zack Snyder nicht geschafft hat aus der intelligenten Comicvorlage von Alan Moore einen schlechten Film zu machen. Die schlechte Nachricht ist, dass er nahe dran war.

    Alternative Realität

    Es ist 1985, die USA haben den Vietnamkrieg gewonnen, Richard Nixon wurde fünf Mal zum Präsidenten gewählt und Edward Blake, der früher einmal der Superheld Comedian war, wird durch das Fenster seiner Wohnung aus dem dreißigsten Stock geworfen. Willkommen in Watchmen, einer Geschichte die sich zentral um die Frage dreht, wie sich die Menschheitsgeschichte entwickelt hätte, wenn es tatsächlich maskierte Rächer geben würde. Überraschender Weise gelingt es Snyder sogar die epischen Ausmaße des Comics auf 162 Minuten Film herunter zu destillieren. Der Preis den er dafür zahlt ist jedoch hoch – vielleicht zu hoch.

    Aufgepasst?

    Comickenner sind ausreichend bedient, wer aber noch nie etwas von den Watchmen gehört hat und nicht zu den aufmerksamsten Kinogängern zählt, wird sich an der einen oder anderen Stelle Fragen stellen, deren Antworten er einfach verpasst, weil sie nur kurz am Rande zur Sprache kommen. Oder schlimmer noch, er zieht die falschen Schlüsse aus der Handlung, was gerade bei dem sehr kontroversen Ende von Watchmen katastrophal wäre. Es liegt die Vermutung nahe, dass Snyder den Comic zwar gelesen, aber nicht verstanden hat. Diesen Eindruck vermittelt der Film zumindest immer wieder, so zum Beispiel wenn man feststellt, dass die eigentlich Identifikationsfigur innerhalb der Geschichte, Rohrschach, in Snyders Version zu einer Nebenrolle verkommt.

    Snyder bleibt Snyder

    Überhaupt bestätigt dieser Film, das Snyder zu den derzeit am meisten überschätzten Regisseuren Hollywoods gehört. Seine Filme sind zwar visuell auf der Höhe, so auch Watchmen, strotzen aber von Entscheidungen, die auf ein fast vollends fehlendes Einfühlungsvermögen seitens des Regisseurs schließen lassen. Snyder ist wohl ein Autist. Anders lassen sich gewisse Abläufe im Film nicht erklären. Welcher halbwegs zur Empathie befähigte Mensch würde denn direkt auf eine äußerst tragische Sterbeszene eine Hollywood-Bubblegum-Kussszene folgen lassen? Snyder weiß es einfach nicht besser.

    Auch die Wahl der musikalischen Untermalung bereitet Kopfschmerzen. Im brillanten Intro freuen wir uns noch über den wirklich stimmigen Einsatz eines Dylan Songs, doch dann folgt ein Klischee auf das andere. Die Songs sind zwar gut, aber so unglaublich bekannt oder so oft in anderen Filmen gespielt worden, dass sie in Watchmen einfach nicht mehr funktionieren und einige Szenen durch ihren Einsatz schon richtiggehend sabotiert werden.

    Es lebe die DVD

    Versteht mich nicht falsch. Watchmen ist ein guter Film: Er sieht gut aus, die Schauspieler machen anständige Arbeit und die Story ist immer noch angenehm ansprechend im Vergleich zu den meisten anderen Comicfilmmachwerken der letzten Jahre. Er weißt nur viele Mängel auf. Dass der Film trotz Snyder etwas geworden ist, kann ich mir nur so erklären, dass jeder Beteiligte eine Ausgabe des Comics, mit der Anmerkung, dass das Endprodukt dieser Vorgabe entsprechen soll, erhalten hat.

    Trotzdem empfehle ich nur den Comicfans den Kinobesuch. Alle anderen sollten warten bis der dreistündige Director’s Cut oder die noch längere Version, die den Subplot „The Black Freighter“ enthält, auf DVD erscheinen. Die Chancen stehen gut, dass der Film in diesen Versionen für den Otto-Normal-Filmschauer an notwendiger Substanz gewinnt.

    P.S.

    Eine Warnung noch an die Actionfans: Macht einen Bogen um diesen Film. Es wird zwar – teils sehr blutig – Action geboten, doch ist sie nur selten packend inszeniert, wirkt oft aufgesetzt und insgesamt im Film deplaziert.

  • http://- Bateman

    @Filmhass:

    Ich pick mir mal paar Sätze bei dir raus:

    “schlimmer noch, er zieht die falschen Schlüsse aus der Handlung, was gerade bei dem sehr kontroversen Ende von Watchmen katastrophal wäre.”

    Was soll man an dem Ende denn falsch verstehen? Adrian erklärt doch alles. A world united in peace, there had to be sacrifice. Dann wird noch sein Gesicht gezeigt als er Comedian und Moloch tötet. Rorschach ließt sein Journal laut vor, in dem er sagt dass es Veidt war. Nite Owl sagt dass Veidt dahinter steckt.
    Manhattan sagt dass Veidt Recht hat. Rorschach ist nicht einverstanden mit dem Utopia das auf Lügen aufgebaut wird.

    Welche falschen Schlüsse bieten sich denn an?

    “die eigentlich Identifikationsfigur innerhalb der Geschichte, Rohrschach, in Snyders Version zu einer Nebenrolle verkommt.”

    Lächerlich. Rorschach ist auch im Film DER Knaller überhaupt. So ziemlich jeder Kritiker ist der Ansicht dass Rorschach die am besten gespielte Figur ist. Und zentral ist er im Film auch. Er fängt das whodunnit überhaupt erst an durch seine Nachforschung, ihn befreien Nite Owl und Silk Spectre. Er ist beim “Endkampf” dabei und hat die vielleicht emotional wirkungsvollste Szene der letzten Minuten.

    Für mich alles andere als eine Nebenrolle.

  • lokiloki

    Ok, dass du weisst, dass frank miller 300 geschrieben hat nehm ich dir ja noch ab, aber nenn den armen herrn moore doch nicht immer “allen”.;)

    ansonsten danke fürs review, bestätigt so ziemlich das, was ich erwartete. watchmen ist halt DIE comicserie, da ist es fast unmöglich daraus auch DIE comicverfilmung zu machen. hätte man mal terry gilliam seine miniserie daraus machen lassen…das hätte für sich noch kult-potenzial gehabt.

  • http://www.filmhass.de Filmhass

    @Bateman
    Wegen deines ersten Kritikpunktes empfehle ich dir die Kritik zu Watchmen auf http://www.filmjournalisten.de durchzulesen. Der Autor versteht so ziemlich alles falsch, was man falsch verstehen kann. Außerdem geht es mir auch nicht darum, dass der Zuschauer nicht kapieren würde, wer was getan hat, sondern welche Aussage der Film mit seinem Ende macht. Will uns der Film sagen, dass es okay ist ein paar Millionen Menschen für den Weltfrieden zu opfern? Oder versucht uns der Film nur bewusst machen, worauf es hinaus laufen würde, wenn es maskierte Gutmenschen geben würde? Da kann man einiges falsch verstehen.

    Zu Rohrschach:
    Er ist gut gespielt, aber er geht im Film eindeutig unter. Ich war mit Leuten im Kino, die den Comic nicht kannten und keiner von ihnen hat wirklich wahrgenommen, dass die Geschichte in erster Linie aus Rohrschachs Perspektive erzählt wird. Die meisten hatten den Eindruck, es ginge eigentlich um Dr. Manhattan. Und die „emotional wirkungsvolle“ Szene sabotiert Snyder indem er dem Zuschauer keine Zeit lässt, um sie zu verarbeiten. Er hakt sie einfach ab und weiter geht’s. Im Comic hat man die Möglichkeit Pausen einzulegen, innezuhalten, im Film geht das nicht, das muss Snyder bewusst sein. Da kann man nicht einfach 1:1 wie im Comic weitermachen, sonst geht die Wirkung verloren oder erst gar nicht erzielt.

    Um es deutlicher zu sagen: Jede Figur ist in diesem Film eine Nebenrolle! Das passiert, wenn man versucht einen solchen Comic auf 162 Minuten herunter zu brechen. Und gerade wenn es um die Aussage des Endes geht, ist es notwendig, dass der Zuschauer sich wirklich mit Rohrschach identifiziert. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Moore dem Leser einen fanatischen Psychopathen als Identifikationsfigur liefert. Das ist auch eine Aussage über den Leser/Zuschauer.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Filmhass

    Der Text auf Filmjournalisten ist in der Tat an Ignoranz kaum zu überbieten, aber das eine Kollege so gar nichts mitbekommt und sich auch ansonsten so gar nicht informiert (und den Film auf englisch anschaut, auch wenn er offensichtlich englisch nicht wirklich gut versteht), sollte bei einem Film wie Watchmen dann auch nicht gänzlich dem Film angekreidet werden.

  • http://www.filmhass.de Filmhass

    @Batzman
    Da hast du natürlich Recht. Der Text ist ein extremes Beispiel. Deswegen auch mein Verweis auf die Leute, mit denen ich ins Kino gegangen bin. Ich denke schon, dass man sagen kann, dass einige wichtige Prämissen der Handlung im Film nur unzureichend erwähnt werden (z.B. der Keene Act). Auch einige der Kernaussagen des Comics werden so beiläufig abgehandelt, dass die meisten Kinogänger, die den Comic nicht kennen, kaum Notiz von ihnen nehmen dürften. Der Comedian – bei Moore eine geniale Spiegelung von Captain America und der Werte für die dieser steht – ist zum Beispiel im Film einfach nur ein Arschloch. Es wird zwar kurz (aus dem Off) erklärt wofür er steht, aber das erreicht die meisten Zuschauer gar nicht. Sie denken sich eben, der Kerl ist ein Schwein, während im Comic klar gemacht wird, dass Moore uns hier das, seiner Meinung nach, wahre Gesicht Amerikas zeigt.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Filmhass

    das kann ich so unterschreiben. Der Film hat ganz klar seine Schwächen und differenziert bei weitem nicht so stark wie die Vorlage, deswegen gabs auch keine vier oder mehr Sterne. Dennoch, gemessen an anderen Comicadaptionen sieht man ihm wenigstens an, dass versucht wurde viele der Stärken des Comics zu retten und er nimmt sich eines Comics an der tatsächlich den Hype der um ihn herum entstand wert ist.

    Ich verstehe den Film durchaus auch als Aufforderung sich mit seinen Inhalten und auch dem was er eher beiläufig streift näher auseinanderzusetzen. Was natürlich die Mehrheit der Zuschauer die unbedarft und in Erwartung eines weiteren Spider-Man oder Dark Knight reingehen, wohl nicht in dem Umfang machen werden.

  • http://- Bateman

    @Filmhass:

    Zu der von dir angesprochenen Kritik bei Filmjournalisten hat Batzman schon alles nötige gesagt :-)

    “Will uns der Film sagen, dass es okay ist ein paar Millionen Menschen für den Weltfrieden zu opfern?”

    Das bleibt wie im Comic offen. Der Film stellt die Frage ob es okay ist, beantworten tut er sie nicht. Erstens zeigt auch der Film, dass (wenn Rorschachs Tagebuch veröffentlicht wird) die Utopie eventuell gar keinen Bestand hat und dann eh alles für die Katz war. Zweitens stellt sich mit Rorschach schließlich der Sympathieträger des Publikums gegen den Plan.

    Schade ist nur, dass die Szene gestrichen wurde, in der Veidt Manhattan fragt ob er im Nachhinein gesehen alles richtig gemacht hat. Die fand ich stark im Comic.

    “keiner von ihnen hat wirklich wahrgenommen, dass die Geschichte in erster Linie aus Rohrschachs Perspektive erzählt wird. Die meisten hatten den Eindruck, es ginge eigentlich um Dr. Manhattan.”

    Naja, weil Manhattan halt für die zweite Hälfte auch irgendwie wichtiger ist. Rorschach und NiteOwl können Veidt ja nicht aufhalten, Manhattan kann es (tut es aber dann nicht weil er Veidts Plan zustimmt/gutheißt). Und ich würde fast sagen dass auch im Comic über weite Strecken Rorschach kaum vorkommt. So oder so finde ich die Frage müßig, aus wessen Perspektive die Story letztlich erzählt wird. Eine eindeutige Hauptfigur hat sie jedenfalls nicht.

    “die „emotional wirkungsvolle“ Szene sabotiert Snyder indem er dem Zuschauer keine Zeit lässt, um sie zu verarbeiten.”

    Das ist leider richtig. Ich bin ja auch der Meinung dass der Film viel zu kurz ist. Einige Szenen hätten deutlich länger gezogen werden können, es hätte sogar mehr Zeitlupe geben dürfen, um manche moralischen Wendungen länger wirken zu lassen. Selbst Voiceovers am Anfang könnte ich mir vorstellen, um Keene Act etc. zu erklären.

    Aber das alles ist nicht Schuld der Macher. Länger kann man so einen Big Budget Film kaum machen. Selbst LOTR 3 war nur ca. 40 Minuten länger, und der hatte weitaus bessere wirtschaftliche Aussichten.

    “während im Comic klar gemacht wird, dass Moore uns hier das, seiner Meinung nach, wahre Gesicht Amerikas zeigt.”

    Zwar finde ich auch diese Interpretation einer Figur zu simpel, aber wenn man mal annimmt Comedian = wahres Gesicht Amerikas, dann hat auch hier Snyder den entscheidenden Satz aus dem Comic behalten: “What happened to the American Dream? – It came true. You’re looking at it”

  • http://www.filmhass.de Filmhass

    @Batzman
    Das unterschreibe ich auch ;-)

    @Bateman
    Wir scheinen ja doch gewisse Schnittmengen in unseren Meinungen zu haben. Über die Punkte weiter zu diskutieren, über die wir uns uneins sind, wird wohl nichts bringen. Wir würden uns nur im Kreis drehen.

    Allerdings interessiert es mich wie du die Figur des Comedian interpretieren würdest.

  • Binding

    @ Smion + Kiran: Comicunterhaltung für Erwachsene hat für mich jedenfalls nichts mit kostümierten Heldenfiguren zu tun – egal wie anti- oder metamäßig es auch sein mag. Klar, der Fledermaus-Kram wurde durch die “Dark Knight”-Variante ernsthafter und so. Aber es bleibt doch immer noch ein Rest Lächerlichkeit, den man nur akzeptieren kann, wenn man das Ganze überhaupt akzeptiert. Ich geb’s ja zu, ich kenne mich im Comic-Universum nicht gut genug aus, aber einige Sachen von Frank Miller und Moebius zum Beispiel würde ich als Comicunterhaltung für Erwachsene bezeichnen. Das kann man auch als Nicht-Kenner oder -Freak ernstnehmen. Und ich finde halt auch, dass man von einem Film schon noch erwarten kann, dass er nicht nur für die absoluten Nerds verständlich ist.

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  • http://exdc.net kero

    Halt ein Film, nicht mehr, nicht weniger. Waere ich 12, haette ich ihn wahrscheinlich richtig gut gefunden, so wars halt ein Samstag abend im Kino.

  • Günni

    Zunächst mal möchte ich anmerken, dass ich kein „Fanboy“ sondern aufgrund meiner 49 Lebensjahre eher ein „Fanman“ dieses grandiosen Comics bin…dementsprechend groß waren meine Erwartungen an die Verfilmung. Und diese Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern weitestgehend übertroffen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich im Vorfeld viele Kritiken (auch auf dieser Seite) gelesen habe, welche meine Vorfreude nach und nach immer weiter sinken ließen: Hier las ich z.B. dass der Film es versäumte, eine eigene Bildsprache zu entwickeln…aber hey, was war mit dem gefeierten „Sin City“ (auch da liebe ich sowohl den Film, als auch den Comic). War es gerade in diesem Fall nicht so, dass die Umsetzung fast 1:1 erfolgte? Und warum sollte man an so einer grafisch fantastischen Vorlage etwas ändern?
    Mal wurde gemäkelt, der Film wäre zu lang, mal war er zu kurz, die Musik wurde bemängelt und immer wieder wurde bemerkt, dass es nötig wäre, den Comic zu kennen.
    Nun, ich habe mir den Film zusammen mit meiner Freundin angeschaut, die 1. kein Freund von Comics im Allgemeinen ist und 2. die Vorlage nicht kannte und sie war ebenso begeistert wie ich, was dem Kinobesuch noch eine lange und fruchtbare Diskussion über die Geschichte folgen ließ. Und genau das war es wohl auch, was Alan Moore damals mit dem Comic erreichen wollte…sag’ ich einfach mal so ;o)
    Andererseits musste ich nach der ersten Viertelstunde die „jungen Leute“ neben mir erstmal zur Ruhe bringen („wenn Ihr quasseln wollt, dann gründet einen Debattierclub“) da sie in Erwartung eines üblichen Superheldenfilms wohl nicht in die Story herein gefunden haben.
    Es ist nun mal so, dass die Geschichte vom Zuschauer ein gewisses Maß an Intelligenz und Filmkenntnis voraussetzt und insofern kann ich niemanden, der den Film während der Pause verließ, einen Vorwurf machen, da der Trailer (für Alle, die den Comic nicht kennen) etwas Anderes erwarten ließ.
    Während der Vorstellung schaute ich immer wieder zu meiner Freundin rüber, um festzustellen, ob sie der Geschichte folgen konnte und musste immer wieder sehen, dass sie nur gebannt auf die Leinwand blickte und den Film ebenso genoss wie ich. Insofern war der Film wohl nicht zu kurz, um der Geschichte folgen zu können. Also denke ich, dass dieser Film als eigenständiges Produkt funktioniert. Nur bei der „Hallejuja“-Szene haben wir uns grinsend angeschaut. :o)
    Die Darsteller fand ich durch die Reihe einfach großartig und für mich haben sie alle die Charaktere des Comics brilliant getroffen…vor allem Rohrschach und der Comedian waren einfach nur der Hammer. Die Story war, einschließlich der vielen Rückblenden, fantastisch umgesetzt und auch die Musik war in meinen Augen…ach nee…Ohren…immer passend.
    Es ist kein Film, der sich als Blockbuster eignet, für mich ist es „Arthouse“ für Comic-Fans. War der Comic schon für Spiderman oder Superman-Leser nur schwer goutierbar, so gilt das natürlich erst recht für den durchschnittlichen Kinogänger (dem ich hier wirklich nicht ans Bein pinkeln will), dafür ist die Story einfach zu komplex. Aber Jedem, der das Superheldengenre mal aus einem anderen Blickwinkel sehen will, sei dieses Epos nur empfohlen.
    Für mich als Fan des Comics sind es vier von fünf Sternen…und wenn auf der DVD noch mehr der Hintergründe ausgeleuchtet werden und der Comic im Comic-„Tales of the black freighter“ hinzugefügt wird, dann kann es auch noch ein Sternchen mehr werden. ;o)
    Mir stellte sich nur eine Frage…warum zum Henker wurde eine Woche zuvor der unsägliche “Benjamin Button” (würg) im gleichen Kino ohne Pause gezeigt und dieser tolle Fim in der Mitte abgewürgt?

  • http://- Bateman

    @Günni:

    Das ist Entschiedung der Kinos, bei uns hatte es keine Pause. Hätte mir aber fast eine gewünscht, ich finde wenn die entsprechende Stelle intelligent gewählt ist tut das einem Film keinen Abbruch. Aber jedem das Seine.

    @Filmhass:

    “Wir scheinen ja doch gewisse Schnittmengen in unseren Meinungen zu haben. Über die Punkte weiter zu diskutieren, über die wir uns uneins sind, wird wohl nichts bringen.”

    /signed

    “Allerdings interessiert es mich wie du die Figur des Comedian interpretieren würdest.”

    Sorry da hab ich durch meine Formulierung unabsichtlich zu viel versprochen. Weiß nicht ob ich die Figur schlüssig interpretieren kann. Ich wollte eher zum Ausdruck bringen dass speziell “das wahre Gesicht Amerikas” eine fragwürdige Charakterisierung ist. Was ist denn das wahre Gesicht Amerikas? Politische Verschwörung (Kennedy-Mord), Sadismus (Demonstranten und Schwangere niederschießen), Suff und Vergewaltigung ist doch nichts spezifisch amerikanisches oder? Dazu kommen interessante Charaktereigenschaften wie zB der Nihilismus (bald werden eh die Bomben regnen) bzw. die darin enthaltene Weitsicht, sein Auflehnen gegen die Führung durch Veidt beim Crimebusters-Treffen, die sich mit Amerikas wahrem Gesicht wohl nicht verbingen lassen.

    Kurzum, ich wäre von mir aus einfach nicht auf die Idee gekommen den Comedian als die Personifizierung Amerikas zu sehen, weil er wie die anderen Charaktere auch so vielschichtig ist.

    @Binding:

    “Comicunterhaltung für Erwachsene hat für mich jedenfalls nichts mit kostümierten Heldenfiguren zu tun. (…) es bleibt doch immer noch ein Rest Lächerlichkeit.”

    Auch dir fehlt in dieser Hinsicht offensichtlich ein wenig politisch-philosophische Vorstellungskraft/Bandbreite. Warum sonst soll etwas perfekt logisches wie Batmans Selbstinszenierung (zur Erschaffung von Furcht in den Bösen) lächerlich sein? Und abgesehen vom Kostüm, eine Maskierung ist gegen manche Gegner nunmal notwendig, weil man gegen die nur anonym eine Chance hat.

  • Bladerunner

    Ich habe den Film gestern gesehen und fand ihn äußerst mittelmäßig. Ich muss zugeben, daß ich kein Fan der Serie bin und daher nicht genug Hintergrundwissen habe – aber genau deshalb habe ich mir den Film so angesehen, wie jeden anderen neuen mir unbekannten Film auch.

    Der Soundtrack ist, simpel gesagt, eine Vergewaltigung großartiger Klassiker und wird meiner Meinung nach für eine mehr als ärgerliche Doppelmoral missbraucht, die vor allem am Ende des Filmes zum Ausdruck kommt. Es ist ja noch egal, wenn alles häufig ins B-Movie-mäßige abrutscht, sobald ein deplatzierter Witz gerissen wird oder Nixons schlechte Maske für Lacher sorgt und der Film bis zum Ende wegen elend langer Dialoge und eines sinuskurvenartigen Spannungsbogens langweilig bleibt. Aber dass eine “Gottheit” wie Mr. Manhatten mit seinen Fähigkeiten am Ende des Films nur diese eine Möglichkeit sieht, der Menschheit den Frieden zu bringen, finde ich arg daneben. Da wird über Stunden hinweg seine Macht dargelegt, und es gibt keinen anderen Ausweg, ausser diesem millionenfachen Menschenopfer?!

    Bin ich hier der Einzige, der sich an dieser scheinheiligen Doppelmoral stört?

  • Günni

    @ bateman
    natürlich…jedem das Seine ;o)
    Ich für meinen Teil hasse es, wenn eine Geschicht, nur um den Popcornverkauf anzukurbeln unterbrochen wird…gerade wenn die Story vom Durchschnittszuschauer so viel abverlangt…vor allem, wenn dann während des Films ständig (gerade vor der eigenen Nase) noch irgendwelche Zuschauer wieder quasselnd den Saal betreten…das mindert im extremen meinen eigenen Filmgenuss. Und wenn man bedenkt, was einen heutzutage der Filmgenuss kostet, ist es in meinen Augen eine Frechheit.

  • Günni

    @ bladerunner
    es ist keine scheinheilge Doppelmoral…wegen seines nahezu “gottgleichen” Status geht Dr. (nicht Mr. ;o) Mannhattan das Schicksal der Mensschen einfach am Arsch vorbei. Gerade das Ende der Story sollte Anlass zu Diskussionen geben…ist es OK Millionen Menschen zu opfern, um Milliarden von Menschen zu retten?

  • http://de.youtube.com/user/PatrickBRau Patrick B. Rau

    Neben mir (Cinestar Original Potsdamer Platz Kino 3 Reihe A Platz 22 !) saß so eine blöde Tussi (Cinestar Original Potsdamer Platz Kino 3 Reihe A Platz 23 !) , die bei “All along the Watchtower” plötzlich angefangen hat mitzusingen. KATASTROPHE!

  • Günni

    Patrick….ich fühle mit Dir. Das geht ja gar nicht. ;o)

  • http://de.youtube.com/user/PatrickBRau Patrick B. Rau

    Danke. Empathie ist soooo wichtig!
    Ich habe jedenfalls trotzdem Ruhe bewahrt, blieb ganz gelassen und habe nicht “SHUT THE FUCK UP!” gerufen, obwohl es mir auf der Zunge lag!

  • http://- Bateman

    @Günni:

    Ich denk in der Frage vor allem an meine Blase, und die hat gegen Ende des Films doch ab und an abgelenkt ;-)

    @Bladerunner:

    “dass eine “Gottheit” wie Mr. Manhatten mit seinen Fähigkeiten (…)”

    Das ist doch das Interessante. Mit den Fähigkeiten kommen auch Konsequenzen, wie eben die Distanzierung.

    “Da wird über Stunden hinweg seine Macht dargelegt, und es gibt keinen anderen Ausweg, ausser diesem millionenfachen Menschenopfer?!”

    Man weiß nicht ob er es verhindert hätte wenn Veidt nicht durch die Tachyonen Manhattans Vorhersehungskräfte gestört hätte. Der Punkt mit der Macht ist aber dass Manhattan die Natur der Menschen nunmal nicht ändern kann, und wenn er nun wie Veidt davon ausgeht dass die Menschen sich immer bekriegen werden solange sie nicht in Manhattan einen gemeinsamen Gegner haben, dann kann Manhattan sie bei all seiner Macht nicht retten, außer er stimmt dem Plan zu.

    “dieser scheinheiligen Doppelmoral ”

    Der Film heißt das gezeigte Verhalten doch gar nicht gut. Wo ist dann die Doppelmoral?

    “sinuskurvenartigen Spannungsbogens”

    Das ist allerdings eine sehr treffende Formulierung, die ein Problem auf den Punkt bringt.

  • Günni

    @ bateman
    lass’ vorm Kinobesuch mal dat eine oder ander pilsken wech ;o)

    Was die “Sinuskurve” der Handlung betrifft, so sehe ich das nicht als Problem, sondern eher als Stilmittel…problematisch würde ich das nur sehen, wenn die Kurve am ENDE den Tiefpunkt erreichen würde…aber in dem Moment, an dem der “Hiewi” der Zeitung das Tagebuch Rohrschachs im Postfach findet katapultiert (zumindest für mich) die Kurve wieder extrem nach oben, das dieses Ereignis alles wieder auf den Kopf stellt und die (gut gemeinte aber verwerfliche) Aktion Veidt’s ad absurdum führt.

  • Binding

    @ Bateman: Ich stelle mal zwei Gegenfragen zur Behauptung, dass Superhelden-Kostümierungen nicht lächerlich sind: Wie wären denn die Reaktionen, wenn in unserer Welt jemand mit Fledermauskostüm oder Ähnlichem auftreten würde? Und würdest Du – wenn Du die entsprechenden Kräfte und Fähigkeiten hättest – in einem solchen Aufzug öffentlich auftreten? Ich erspare mir die Antworten. Dann doch lieber so wie die X-Men, die entweder so “normal” angezogen sind, wie es ihren jeweiligen Persönlichkeiten entspricht, oder eben als X-Men in Uniformen auftreten (wobei ich Uniform hier bewusst als Gegenbegriff zu Kostümierung oder Maskierung gebrauche). Und auch der Einwurf “eine Maskierung ist gegen manche Gegner nunmal notwendig, weil man gegen die nur anonym eine Chance hat”, bedingt nicht automatisch eine Verkleidung mit Cape, Ohrenkappe und buntem Trikot. Ich bin ja bereit, Maskierungen und Kostümierungen im Rahmen einer genreinternen Betrachtung zu tolerieren, und Gotham City ist nunmal nicht New York (anders könnte es ja auch gar keine als sogenannte Superhelden-Storys bezeichnete Comics oder Filme geben). Aber wenn sich dann so eine Geschichte selbst als ernsthaft betrachtet, ist die Gefahr der Lächerlichkeit sehr sehr nah.

  • http://- Bateman

    @Günni:

    Hab ich schon versucht, aber dann fängt meine Hand so zu zittern an. Neeee, hab im Kino den 1,5liter-Bottich mit Cola gesehen und wollt ihn unbedingt haben. Zur Strafe hat dann die Blase gedrückt während Veidt, NiteOwl und Rorschach ihre Meinungsverschiedenheiten ausdiskutieren.

    @Binding:

    Eins vorweg, natürlich gibt es auch lächerliche Superheldenkostümierung. Und in dem Konzept steckt auch dann das Potenzial zur Lächerlichkeit, wenn es in echt mal jemand machen würde. Aber für mich eben nur das Potenzial. Genauso hat es das Potenzial, effektiv und ernsthaft zu sein.

    “Wie wären denn die Reaktionen, wenn in unserer Welt jemand mit Fledermauskostüm oder Ähnlichem auftreten würde? Und würdest Du – wenn Du die entsprechenden Kräfte und Fähigkeiten hättest – in einem solchen Aufzug öffentlich auftreten?”

    Das ist der Litmus-Test in dem Fall, gute Fragen. Wenn in echt Stories auftauchen würden dass Verbrecher in dunklen Gassen nicht mehr sicher sind, weil eine furchteinflößende Gestalt sie dort jagt, dann wäre ich dafür dankbar. Ich würde zwar schmunzeln wenn dann Fotos auftauchen die eine Gestalt wie Batman zeigen, aber ich persönlich könnte es durchaus ernst nehmen, solange es einen Bezug zu seiner Aufgabe (Furcht in Verbrechern erzeugen) hat.

    Es hat auch mal ein Demonstrant in Asien ein Parlament gestürmt, der den Anzug und die Maske von V wie Vendetta trug. Erstens ist das cool :-), und zweitens würde ich die politischen Anliegen dieses Demonstranten nicht automatisch dadurch lächerlich finden, nur weil er so einen Aufzug wählt.

    Wenn ich einen Berater wie Lucious Fox hätte, würde ich mir vielleicht auch so einen Batman-Anzug bauen lassen :-)

    Schließlich will ich noch darauf hinweisen, dass eine Kostümierung auf der anderen Seite ja auch für Verbrecher Sinn macht oder machen kann. Wenn in echt eine Bande von Clowns eine Bank ausrauben würde wie Joker und seine Gang, wär das super für die Räuber. Es stiftet Verwirrung und bringt Behörden eventuell auf eine falsche Fährte.

    “wobei ich Uniform hier bewusst als Gegenbegriff zu Kostümierung oder Maskierung gebrauche”

    So? Das finde ich fragwürdig. Eine Uniform ist doch auch ein Kostüm, nur dass es eben standartisiert ist. Aber auch die Uniform erfüllt bestimmte Zwecke, wie ein Kostüm. Und beispielsweise die Uniformen von Sondereinsatzkommandos scheinen mir bewusst martialisch auszusehen, um Furcht in den Widersachern zu erzeugen.

  • http://www.filmhass.de Filmhass

    @Bateman

    Deine Ausführung bezüglich des Comedians finde ich jetzt etwas enttäuschend. Zu sagen meine Interpretation sei zu simpel, um dann darauf mit der Anmerkung, dass er „auch so vielschichtig“ sei, zu antworten, zeugt auch nicht gerade von einer komplexeren Sichtweise. Das sagt über die Figur eigentlich nichts aus. Eine Zwiebel ist auch vielschichtig. Aber vor allem widerspricht das auch nicht meiner Interpretation. Das „wahre Gesicht Amerikas“ kann vielschichtig sein, dagegen spricht absolut nichts.

    Meine Interpretation beruht auf dem Gedanken, dass der Comedian in erster Linie eine Spiegelung von Captain America zu sein scheint(man könnte aber auch Held X einsetzen, da eine Menge Superhelden der Figur des Captain America entsprechen). Cap symbolisiert wie sich die Amerikaner sehen wollen. Der Comedian soll uns zeigen wie sie tatsächlich sind(nach Moores Meinung wohlgemerkt). Cap hat Ehre, er kämpft einen gerechten Krieg(2.Weltkrieg), er verteidigt sich eigentlich nur(seine Waffe ist ein Schild) und ist blond(lol). Der Comedian scheißt auf Ehre, er kämpft einen dreckigen Krieg(Vietnam), er liebt es der Aggressor zu sein(exzessiver Schusswaffengebrauch) und ist alles andere als blond(noch mal lol). Das mag simpel sein, ist aber trotzdem eine ziemliche geniale Dekonstruktion des amerikanischen Supermenschenmythos. Dass der Comedian sich bewusst zu dieser „Scharade“ des Abgründigen entscheidet, macht das ganze nur noch postmoderner.

  • Bomster

    Hmja, Watchmen. Ich war überrascht, dass ich den Film wesentlich besser fand als ich ihn eigentlich finden wollte. Über weite Strecken ist er wirklich ganz ordentlich – wenn auch wenig originell – in Szene gesetzt. Die Auswahl von Philip Glass’ “Pruit Igoe” für die Bio von Dr. Manhattan hat mir wahnsinnig gut gefallen; somit war dann des Doktors surreale Flashback-Sequenz auch der stärkste Moment des Films.

    Vor allem wenn ich beim Sehen mal bewusst ausgeblendet habe, dass ich den Comic seit 18 Jahren kenne und über die Jahre ein paar Mal gelesen habe, war der Film überraschend subversiv in seiner Darstellung der Helden und überraschend gut verständlich. Wurde mir auch von einem meiner Kinomitgänger bestätigt, der weder den Comic kannte noch sich sonderlich mit dem Genre Superhelden auseinandergesetzt hat – gerade da wird man als unbefangener Zuschauer offenbar mit einigen geradezu innovativen Konzepten konfrontiert.

    Richtig doof war der Film (abgesehen von den wirklich katastrophalen Schlussminuten nach Rorschachs Abgang) eigentlich nur dann, wenn Snyder auf Deubel komm raus beweisen wollte, dass er eigentlich 15 Jahre alt ist: Übertrieben aufgeblähtes Kungfu-Gewichse, die noch übertriebener aufgeblähte Vögelszene (komödiantisch nur noch getoppt durch den fatalen Einsatz von “Halleluja”) und die wirklich saublöde Entscheidung, Night Owl und Silk Spectre beim Gefängnisausbruch als die totalen Überbadasses darzustellen (soviel dann zur Heldendemontage). Dazu noch dieses unnötige Herumkleckern mit money shots (die Explosion in dem brennenden Haus, offene Armbrüche, das plakative Absägen der Arme im Knast, gefühlte vier Stunden Keilerei mit Veidt in Karnak) – das war manchmal mehr als pubertär. Und immer wieder fucking Kung-fu! In Zeitlupe!

    Das soll einem aber den Film nicht verderben – die meiste Zeit hat er erstaunlich gut funktioniert.
    Mein Fazit: Bis zur Mitte sehr stark, dann mit einigem Schlingern in die Zielgerade geschafft. Ich würde eher 3 als 3,5 Punkte geben, aber so weit sind wir nicht voneinander entfernt.

  • Bomster

    @34: Über ein Statement bin ich gestolpert: Rorschach als zentrale Identifikationsfigur? Der ultrarechte Psychopath mit der Sexualneurose?!? Ich hatte das eigentlich eher als die totale Entlarvung des Typs “Cooler Einzelgänger” verstanden. Bei der der Leser dann mal einen Schritt Abstand von seinen Batmännern und anderen toughen Rächern Abstand nimmt und mal zeigt, wie es “under the hood” aussieht . nämlich ziemlich hässlich. Ein sicherlich faszinierender Charakter, aber keiner, mit dem ich mich identifizieren würde.

    (Andererseits…wenn ich jetzt behaupte, dass ich die Identifikationsfigur eher in Night Owl sehe, lässt das vermutlich auch tief blicken, oder?)

  • http://- Bateman

    @Filmhass:

    Hoffe du ließt das noch. Danke erstmal für die interessante Aufschlüsselung der Parallelen zwischen Captain America und dem Comedian. Ich hatte bei den Ähnlichkeiten eher an das Äußere gedacht, also den “Schild” an der Schulter des Comedian.
    Ich greif deine Formulierung auf:

    “Cap symbolisiert wie sich die Amerikaner sehen wollen. Der Comedian soll uns zeigen wie sie tatsächlich sind(nach Moores Meinung wohlgemerkt)”

    Das ist nach deinen Erläuterungen einleuchtend. Ich würde eben hinzufügen, dass der Comedian darüber hinaus noch Eigenschaften hat, die ich bereits angesprochen hatte:

    “Dazu kommen interessante Charaktereigenschaften wie zB der Nihilismus (bald werden eh die Bomben regnen) bzw. die darin enthaltene Weitsicht, sein Auflehnen gegen die Führung durch Veidt beim Crimebusters-Treffen”

    Somit ist der Comedian Captain America-Dekonstruktion plus X eigene Eigenschaften. Damit denke ich haben auch wir beide unsere Schnittmenge gefunden. Danke :-)

    @Bomster:

    “Rorschach als zentrale Identifikationsfigur? Der ultrarechte Psychopath mit der Sexualneurose?!?”

    Ungeachtet des Charakters spielt für die Identifikation ja auch das Erzählerische eine Rolle. Und Rorschach als der Schnüffler ist halt am Ehesten der, der den Zuschauer an die Hand nimmt und mit den anderen Charakteren bekannt macht. Zumindest am Anfang.

    Zum Charakter will ichs mal so sagen: Man kann sich beispielsweise in Milk ja auch mit Harvey Milk identifizieren, obwohl man nicht schwul ist und seine politischen Ansichten nicht teilt. Einfach weil er erzähltechnisch der ist um den die Handlung sich dreht und der einer Gefahr ausgesetzt ist.

  • Bomster

    @Bateman: (zögerlich) Jaaaaaaaa… kann ich nachvollziehen, obwohl es bei mir selbst nicht so funktioniert hat. Das ist aber vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass ich die Vorlage ganz gut kannte und als Zuschauer im Kino keine Figur mehr brauchte, die mich in das Setting einführt. Da hat mich dann eher die Außensicht bestimmmt.

  • Quiet_Earth

    So heute habe ich mir den Film auch mal angesehen. Angesichts der der Vorabinfos, die ich hier bei den Filmfreunden bekommen habe, bin ich auch mit der entsprechenden Einstellung in den Film gegangen.
    Was soll ich sagen? Als jemand, der die Comics nicht kennt, ist das teilweise schon ne anstrengende Kost, die einem da ca. 2 1/2 Std. serviert wird. Aber sie hat auf jeden Fall das Interesse geweckt, sich mal näher mit den Comics zu beschäftigen. Ansonsten war es wirklich interessant, mal eine andere Perspektive auf das “Superheldentum” präsentiert zu bekommen.
    Was mich allerings verwundert ist die Altersfreigabe ab 16, da es durchaus Filme gibt, die wegen weitaus weniger blutigen Szenen den Stempel FSK 18 tragen.

  • stb247

    Das muss ich erstmal verdauen. Der Film hatte ganz sicher seine Stärken und Schwächen.

    Die Balance fehlte leider zu oft und so kann ich mich nicht ganz entscheiden, ob ich dieses “Experiment” jetzt mochte oder nicht.

    Ich habe den Comic nicht gelesen, was normalerweise besser ist, weil man dann weniger enttäuscht wird. Watchmen scheint tatsächlich der umgekehrte Fall zu sein. Hier muss man den Comic kennen, um den Film wirklich gutheißen zu können.

    Rein filmisch gesehen gibt es aber soviele strukturelle wie auch inhaltliche Fehler und Patzer (sämtliche Actionszenen und speziell die Sexszene im UFO), dass man sich fragt, ob Snyder eigentlich ein Drehbuch schreiben ließ, oder wirklich nur in den Comic geguckt hat, während er diesen Film drehte.

  • Bomster

    Naja, gerade sämtliche Actionszenen und die Sexszene im Ufo sind Sachen, die mehr oder weniger völlig auf Snyders Mist gewachsen sind. In der Vorlage sind gerade diese Szenen viel kompakter und weitaus weniger plakativ angelegt.

    Der allgemeine Tenor ist ja, dass er gerade bei den Sachen, die an dem Film mehr oder weniger misslungen sind, *nicht* in den Comic geguckt hat…

  • http://- Bateman

    @stb247 und Bomster:

    Ich bin überfordert. Was ist denn an den Action- und Sexszenen (es gibt zwei, nur bei einer klappts nicht) so schlecht? Bomster schreibt was von kompakt, ja also ehrlich aber eine 20-Sekunden Actionszene wär mir zu kurz.

  • Dunkeltron

    @Bormster: Das macht mir als Comic-Nichtkenner deutlich, dass vieles, was durch den Comic bestimmt wurde, gut aussieht. Und vieles, was Snyder dazu gepackt hat, uninspiriert, langweilig oder idiotisch ist.

    Mir gefiel die Optik und die Story, die Charaktere und teilweise die Action. Aber die cineastische Umsetzung war nicht mal immer handwerklich in Ordnung.

    Fazit: Vieles, was Snyder (nach meiner Kenntnis) übernommen / kopiert hat, ist gut. Vieles, was er selbst dazu beitrug – Musik, eigene Szenen – ist mies. 160 Minuten zeugen von Inkompetenz. Er ist also kein Regisseur, sondern maximal ein Übersetzer…
    Trotz Snyder war der Film aber durchaus nett, also 2,5-3 Punkte.

    @Allard/33: Meinst Du “First we take Manhattan” von Leonard Cohen?

  • stb247

    @bateman

    Die einzige “wirkliche” Actionszene ist ja die im Knast. Und da sehe ich ein hingerotztes, langweiliges, von “Old Boy”-inspiriertes KuddelMuddel. Vielleicht war ich da aber auch nur noch etwas verwirrt von der unglaublich schlecht gemachten Sexszene:

    Zu dem viel zu bekannten (und damit auch inhaltlich schon stark besetzten) “Halleluja” wird einfach nur dumm rumgefickt. Klingt jetzt “Halleluja” weil der Typ endlich einen hochkriegt (Oh Gott, das wäre ja pubertärer Müll)? Und fühlen die beiden Darsteller in dem Moment gerade etwas anderes als den Drang, so “geil” wie möglich zu erscheinen? Ich hab nichts gegen Sexszenen. Ich hab nichts gegen Pornos. Aber Herr Snyder konnte sich offenbar nicht entscheiden, was er drehen wollte. So ist es ne Art Soft Core Porno geworden, ohne jede Emotion.

    Ehrlich, wenn ich “Fuck Faces” bestaunen möchte, dann guck ich mir nen “BangBros” Film an. Das sind vernünftige Pornos, ohne Handlung, ohne Ästhetik und mit viel Fleisch.

    Nachdem man also diese “Männerfantasie” überstanden hat, landen die beiden im Knast und haben ihr post-koitales “Bonding”-Erlebnis. Nur dass ich zu dem Zeitpunkt gerade keine Lust auf Action bekommen habe und mich frage, ob die Tante in gelbem Latex ihr lächerliches Kostüm denn gleich nochmal ausziehen wird. Den Zuschauer so anzufixen und dann nicht zu liefern (sprich keinen echten Porno zu drehen, oder wenigstens gespielte “echte” Emotion zu zeigen) ist einfach nur ein Arschloch-Move von Snyder. So was nennt man “Blue Balls”. Immer unbefriedigend.

    Lustigerweise sieht man den halben Film lang ja auch “Blue Balls”, sprich nen blauen Schwanz. Trotz europäischer Grundeinstellung zu Sexualität und Nacktheit konnte ich nie über das Gemächt von Dr. Manhattan hinwegkommen, was wohl daran liegt, dass es einfach nur langweilig da rumbaumelt (und dabei so unrealistisch wirkt, als hätte man dem CGI-Charakter keinen Muskel in den Schniedel gebastelt, sondern das ganze mit einer “Haar-Simulation” als überflüssigen Auswuchs gerendert)

    Ich stelle fest, dass ich noch viel tiefer bohren könnte, aber je mehr ich über diesen Film nachdenke, der als Adaption grandios gescheitert ist, weil er nicht adaptiert, sondern kopiert, desto weniger gut kommt er bei mir weg.

    Und besser als “300″ war er ja schon. Also Ende.

  • Binding

    @ stb247: Ich bin ganz bei Dir mit dem blauen Gemächt und fand ebenfalls den Latex-Suite von Silk Spectre II unsexy und lächerlich sowie die Gefängnisgang-Sequenz total an “Old Boy” erinnernd.

    “300″ ist aber – jetzt mal vom Inhalt abgesehen – in ästhetischer Hinsicht und auf Zack Snyder bezogen auf jeden Fall besser gewesen, denn in “Watchmen” kopiert er seinen Actionstil nur noch, den er in “300″ als was Neues bzw. Eigenes etabliert hatte. “300″ finde ich darüber hinaus auch von der Grundästhetik her stringenter und künstlerisch ergiebiger (weil nicht so knallbunt beliebig wie in “Watchmen”) – wobei ich jetzt nicht genau weiß, wieviel davon der Vorlage von Frank Miller geschuldet war. In “Watchmen” scheint außer den Actionszenen aber ja kaum was eigenständig Kreatives von Snyder eingeflossen zu sein.

  • Kiran

    @Binding: Also ich persönlich rechne es Herrn Snyder “hoch” an dass er diesen Film so gemacht hat! Denn wenn man mal die anderen Comic-Verfilmungen sieht sind mind. 80 % davon Schrott. Aber in solch einer Zeit eine so genaue Umsetzung hinzubekommen, dazu gehört schon einiges. Und wir sprechen hier nicht von Comics wie “Ironman” oder “Batman”. Denn die Story dieser Figuren ist nicht annährend so komplex wie die Watchmen-Story.

    Dieses ganze “300″ Gelaber nervt auch langsam. Kaum schmeisst der mal ein wenig Zeitlupe an – schreien gleich alle auf: “Oh nein – genau wie in “300″. Hört mal auf mit dem Blödsinn! Solange man es nciht übertreibt(300) ist die Zeitlupe ein gutes Instrument um schnelle Ablaufe in aller Pracht darzustellen. Da könnte sich Michael Bay auch mal eine Scheibe von abschneiden. Bei Transformers sah dass immer so aus als ob sich zwei riesige Metallmüllklumpen kloppen würden. Ich, für meine teil, habe da nie etwas erkennen können.

    SO!

  • Nico

    @Bomster:

    Natürlich neigt man dazu, am Ehesten mit Night Owl und Silk Spectre II zu fühlen, weil die am “normalsten” wirken. Aber auch das könnte eine Aussage über den Zuschauer sein: Deren “Is’ ja irgendwie nich gut, n paar Millionen zu opfern”-Attitüde, aber dann nicht einmal dafür einzustehen (im Gegensatz zum Psycho-/Soziopathen, der sich zum Märtyrer für die Menschheit macht, die er eigentlich so verachtet), sondern sich, nachdem ein paar Millionen tot sind, wieder im gutbürgerlichen Leben zu sehen, zeugt doch von einer unglaublichen Lethargie.

    Der Zuschauer kann sich bei fast allen Charakteren das ein oder andere rauspicken, womit er sich identifizieren kann. Aber (zumindest für mein Dafürhalten) ist auch klar, dass einem mehr oder weniger aufgedrückt wird, sich dann auch die anderen Charakterzüge der Figur bewusst zu machen und zu reflektieren.

  • Flowsen

    Hab den Film jetzt tatsächlich auch gesehen und muss sagen, ich versteh nich was daran so besonders sein soll. Ich find rein vom Flimtechnischen is das nix neues oder gar außergewöhnliches. Zeitlupen kennt man ja spätestens seit Matrix. Überhaupt kam mir der ganze Film ein bisschen wie ne Mischung aus Matrix, Dark Knight und X-Men vor. Was nicht heißen soll, dass er schlecht war, ich fand ihn sogar gut, ich versteh bloß den Hype nicht so ganz. Was ich ein wenige anstrengend fand, war, dass in der ersten Hälfte des Films nur Rückblenden und Dialog war und danach nurnoch Krawall und Remmidemmi, bisschen besser vermischt wär es wohl einfacher zu schauen gewesen. Das wirklich besondere an Watchmen is ja die Story, und die kommt ja von der Vorlage. Also für mich wars eine gute Comicverfilmung mit einigen Längen, nicht mehr aber auch nicht weniger.

  • Bomster

    @Nico: Absolut. Ich begrüße das, dass der Film eigentlich keinen eindeutigen und ethisch wasserdichten Ausweg vorgibt – das Urteil ob Ozymandias’ Plan wirklich eine gute Lösung ist oder nicht bleibt dem Zuschauer überlassen, genauso wie die Frage, ob er das Verhalten der anderen Figuren gutheißen würde.
    Wenn jemand Rorschach für die coolste Sau von allen hält, sagt das natürlich mehr über diesen Zuschauer aus als über die Figur des Rorschach.

  • Nico

    @Bomster:

    Wobei sein Spruch im Gefängnis in erster Instanz schon unglaublich badass ist. ;)

    Aber selbst das Gros des Kinopublikums hat dabei eher ein verhaltenes, beinah unsicher wirkendes “Ohohoho” rausgelassen – als ob da eine gewisse Angst ob der Tatsache mitschwingen würde, dass er nicht einen coolen Spruch gebracht hat, sondern das eigentlich grundlegend ernst meint. Von daher glaube ich, dass “der Zuschauer” im Großen und Ganzen schon mitbekommt, dass Rorschach abseits von seinem Märtyrertum für Ozymandias’ Opfer und seinem Gebrummel über die verkommene Menschheit als jemand eingeführt wird, vor dem man sich eigentlich fürchten sollte.

    Aber kann mir mal jemand erklären, wie der Film respektive seine Comicvorlage es schafft, dass es dennoch irgendwie natürlich und überhaupt nicht absurd wirkt, dass gerade Rorschach derjenige ist, der am “Intensivsten” dafür einsteht, dass Ozymandias’ Tat falsch war? Ich habe mir das hin- und hergedacht und ich komme einfach nicht drauf, wo der Punkt ist, an dem man dem Psychopathen auf einmal auch den Märtyrer abkauft.

  • Toasted

    @Nico
    Ich vermute, es ist der Punkt an dem die Geschichte mit dem entführten Mädchen erzählt wird. Man akzeptiert zwar, dass Rorschach einen Vollknall hat (und ähnlich rechts gelagert ist wie der Comedian, was für mich im Film zu wenig heraus kam, aber vielleicht habe ich es auch einfach nicht wahrgenommen). Aber man sieht auch, dass er eine klare Definition von “Beschützer der Schwachen” hat. Und er ist der einzige, der wirklich bis zur letzten Konsequenz gegen Veidt arbeitet (bzw arbeiten würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte). Alle anderen haben sich ja mit Veidt arrangiert. Da Veidts Aktion aber fragwürdig ist, ist man dankbar, dass Rorschach den Mut aufbringt, gegen ihn Stellung zu beziehen. Und somit bekommt Rorschach Pluspunkte. Ich persönlich würde ihn aber deswegen nicht als Märtyrer bezeichnen. Je nach Einstellung zu Veidts Aktion kann man Veidt auch als Märtyrer bezeichnen. Ich vermute, dann begibt man sich auf großes philosophisches Terrain.
    Allerdings bleibt auch zu bemerken, dass Rorschach nur am Ende diese Sympathiepunkte bekommt. Würde der Film noch eine Stunde weitergehen, ohne dass diese Szene weiter behandelt werden würde, ich denke, dann würde man auch wieder anders über Rorschach denken.

  • Jack Pott

    Hab den Film endlich auch gucken können. Alles in Allem… wieder einmal viel Rauch um Nichts! Irgendwie mag ich die Filme von diesem Snyder einfach nicht.

    Hoffentlich gibt es einen Spin-off mit Silhouette :))
    *wuff*

  • http://de.youtube.com/user/PatrickBRau Patrick B. Rau

    @Jack Pott
    *miau* (!) ;-)

  • Jack Pott

    @Patrick B. Rau
    Ich habe sie zuerst gesehen.. meins, meins, meins! ;)

  • http://de.youtube.com/user/PatrickBRau Patrick B. Rau

    SO war es und nicht ANDERS
    werter “Jack Pott” ;)

  • FP

    Also, ohne den Comic zu kennen und auch bestenfalls mit sehr groben Ahnungen von der Idee hinter der Geschichte ausgestattet, fand ich den Film sehr gut.
    “Von einem Fanboy für Fanboys” fiel für mich deshalb nicht negativ auf, ich fühlte mich nicht ausgeschlossen nur weil ich die Geschichte noch nicht kannte, sondern eher herausgefordert ihr zu folgen und die Hintergründe der Charaktere zu verstehen.
    Mit deren Erzählungen nimmt sich der Film ja auch so seine Zeit.

    Sehr gut auch dass hier nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen wird, wie seltsam die Musikeinblendungen manchmal daherkommen.
    Ich muss sagen, dass ich bei ‘Halleluja’ noch im positiven Sinne irritiert war, aber ’99 Luftballons’ fand ich ziemlich unpassend. Fast als wollte man nur dieses berühmte 80er-Liedchen noch irgendwo unterbekommen. War in der Szene aber viel zu aufdringlich eingesetzt.
    Einfach ganz unauffällig im Hintergrund als Radiogedudel hätte es wieder einen sehr schönen Wiedererkennungseffekt hervorgebracht.

    Den “Flickenteppich” von Zwischengeschichtchen fand ich über den Verlauf des Films hinweg eigentlich sehr unterhaltsam. Besonders Rorschachs Gefängnisstory war sehr erfrischend.

    Und zu guter Letzt gefielen mir der Stil, die Atmosphäre und das Ambiente welche der Streifen immer wieder präsentiert hat. Wie gesagt, ohne den Comic zu kennen hatte ich dabei den Vorteil dass sich bei mir gerade nicht der Eindruck erwecken konnte, es würden einfach nur Bilder des Selben in Kameraeinstellungen umgesetzt werden.

    [ So, nach gefühlten 1.000.000 Batzman-Reviews muss es einfach mal raus:
    'Das' schreibt man mit einem 's', wenn es ein bestimmter Artikel ist, sich also auf ein Substantiv bezieht. Ansonsten schreibt man es 'daSS'.
    :) ]

  • Kosta

    Achtung! Dieses Posting enthaelt Spoiler! Nicht lesen, wer den Film noch sehen will!

    Was mir den Film total verdorben hat ist das total schwachsinnige Ende. Massenmord hat die Welt noch nie zu einem besseren Ort gemacht, und nach der Aktion im Film kann ich mir genausowenig vorstellen, dass sie Welt zu “einer Hippiekommune” geworden ist, wie nach 9/11 oder dem Reichtagsbrand. Wie total weggetreten muss man sein, um auf die Story zu kommen, dass sowas nicht in totalitaere Sicherheits-Diktaturen fuehrt, sondern in die Utopie?

    Die beiden historischen Beispiele hatten durchaus den von Veidt gewuenschten “Zusammenruecken gegen einen (wahrgenommenen) gemeinsamen Feind”-Effekt. Aber nicht in Richtung Friede-Freude-Eierkuchen und erst recht nicht “die Zeitungen wissen garnicht mehr was sie schreiben wollen, weil einfach nix schlimmes mehr passiert”. Hallo?! Gehts noch?!?

  • SuppenkaZper

    hui danke, mich hat hingegen immens interessiert was Mr. Latundi von Burundi davon hält und denkt, super nett das du uns Neugierigen das mitgeteilt hast :)

  • Shadow NX

    So endlich geschafft den Film zu sehen und das dank früher Uhrzeit und Montagsbonus in einem fast leeren Kino.

    Um direkt auf den Punkt zu kommen mich schüttelt es jetzt noch in wonne wenn ich an diesen Kinobesuch denke.
    Mag auch daran liegen das ich bisher den Comic nur kurz in den händen hatte aber vieleicht ist auch grade das der grund dafür das ich schon seit Jahren nicht mehr so unterhalten wurde, spontan fallen mir da nur die Herr der Ringe Filme ein das wars dann aber auf lange sicht auch.

    Besonders gruselt es mich hier Kommentare zu lesen wie Hätt ich mir mal lieber den Wolverine Schinken angesehen, genau das ist es was an Watchen so genial war, eben nicht diese verdammten mich kriegt keiner kaputt Superhelden sonder ein haufen Irrer mit jeder menge Problemen die nebenher noch rausfinden wollen wer eigentlich die Helden tötet und am ende die welt retten wollen es aber nicht können.

    Im gegensatz zu den Reviews fand ich persönlich die effekte exzellent gemacht und grad mal nicht so wiederwärtig wie im Transformers trailer der vornweg lief in dem alles glänzt und in endlosen Explosionen vertrümmert wird.
    Auch die Musik hat mir ausnahmslos gut gefallen eben endlich mal was anderes als den mist den ich die letzten Jahre so sehen musste, ok eine Ausnahme, 99 Luftballons hätte man sich schenken können, passte nichtmal im ansatz zur Szene.

    Allein das Intro rechtfertigte für mich den Eintrittspreis.

    Und das wichtigste, endlich mal wieder ein Film der es eben nicht nötig hat den leidigen Regeln der Hollywood action unterhaltung zu folgen… ein Film der mich seit langem mal nicht bereuen liess mir mal wieder eine Kinokarte zu leisten…

  • http://- Bateman

    Hier liest bestimmt keiner mehr mit, aber irgendwo weiter oben hat jemand gemeint dass es ja affig wäre wenn in der echten Welt sich jemand kostümieren und Heldentaten vollbringen würde. Ich hatte schon irgendwas als Beispiel genannt, aber hier gibts was neues:

    “‘Spider-Man’ rescues autistic Thai boy from third-floor ledge
    A Thai fireman turned superhero when he dressed up as comic-book character Spider-Man to coax a frightened eight-year-old from a balcony.”

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/thailand/5042794/Spider-Man-rescues-autistic-Thai-boy-from-third-floor-ledge.html

    Hintergund war dass der Junge voll der Superheldenfan ist und auf die normalen Helfer nicht gehört hat. Ist doch cool oder dass sich da jemand verkleidet hat!

  • Christian

    neben spiderman 1, beste comic verfilmung bisher, man kann wirklich behaupten, der regisseur hat den comic gelesen – heute kostümieren sich doch nen haufen leute, nur vollbringen sie meistens keine heldentaten, sondern das gegenteil

  • http://testzweck.de r0hrschach

    @Kosta
    “Achtung! Dieses Posting enthaelt Spoiler! Nicht lesen, wer den Film noch sehen will!

    Was mir den Film total verdorben hat ist das total schwachsinnige Ende. Massenmord hat die Welt noch nie zu einem besseren Ort gemacht, und nach der Aktion im Film kann ich mir genausowenig vorstellen, dass sie Welt zu “einer Hippiekommune” geworden ist, wie nach 9/11 oder dem Reichtagsbrand. Wie total weggetreten muss man sein, um auf die Story zu kommen, dass sowas nicht in totalitaere Sicherheits-Diktaturen fuehrt, sondern in die Utopie? ”

    Weder hinter dem 911 noch dem Reichtagsbrand stand ein gottähnliches Wesen. Stell dir mal vor Aliens würden wie in Independence Day alle Großstädte angreifen. Da hätte die Menschheit ganz schnell andere Probleme als irgendwelche “0815″-Konflikte.

    Moore zeigt hier einfach, dass moralisches Verhalten am einfachsten durch Religion zu steuern ist (Gottheiten, welche die Regeln aufstellen, vor denen man sich fürchtet usw…).

  • Binding

    @ Kosta: Dass die Welt nach 9/11 oder dem Reichtagsbrand zu einer Hippiekommune geworden ist, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Vor allem: Was soll das Beispiel mit dem Reichtagsbrand überhaupt??? Danach ist fast die ganze Menschheit zu einer Fascho-Hölle geworden, die unseren Planeten in einen Weltkrieg gestürzt hat! Ich dachte bisher eigentlich immer, dass es einen Unterschied zwischen Hippies und Nazis gibt. Oder wie hattest Du das gemeint?

    @ Bateman: Das Beispiel mit dem Spiderman-Feuerwehrmann passt eigentlich eher auf die andere Argumentationsseite. Schließlich war da die “Zielperson” ein kleiner autistischer Junge, dem nicht anders als mit solch einer Aktion beizukommen war, weil er scheinbar nur Superhelden als Vertrauenspersonen akzeptieren konnte. In diesem Zusammenhang ist die Kostümierung ja gerade nicht affig, sondern sogar hochintelligent und auch tatsächlich heldenhaft (weil sie einen sinnvollen Zweck erfüllt, der ein Leben rettet). Aber nun bitte mal dieselbe Szene mit einem normalen erwachsenen Menschen in einer Gefahrensituation und einem Feuerwehrmann in Spiderman-Verkleidung vorstellen. Genau: lächerlich hoch zehn!

  • Toasted

    @Superheldenverkleidung
    Es mag im Film nicht so deutlich herausgekommen sein, aber Moore entlarvt die kostümierten “Helden” gerade als (schwere oder minder schwere) Psychoten. Sowohl was die erste Generation als auch die letzte Generation angeht.
    Außerdem teilt Moore auch nicht mit, wie die ganze Situation mittel- und langfristig weitergeht. Dass plötzlich West und Ost zusammenrücken um sich gemeinsam gegen Dr Manhattan zu stellen ist die erste Reaktion. Alles andere ist einfach Spekulation.

  • Stapelchip

    Ich hab mich von Anfang an gelangweilt und nur den einen Satz von Dr. Manhattan am Ende behalten (sinngemäß): ‘Ich glaub ich werde mal Leben schaffen.’ Haha. Das hat was, wenn man vorher Millionen Menschen ausgelöscht hat. Der Film ist wirr, unspannend, nervig brutal, hat einen grottenschlechten, falsch platzierten Soundtrack, sowie einen miesen, unpointierten Score.

  • http://web.me.com/ahenicke/Website Schwarzmaler

    Gestern gesehen, ähnlich empfunden. Sehr dialektische Aussage, in seinen besseren Momenten: es ist ein Verbrechen, für ein gutes Ziel Menschen zu opfern, wenn es aber passiert ist läßt man es geschehen. Nette Spezialeffekte, passende Düsternis, und etwas gewagte Musikauswahl. Einige drastische Szenen hätten mich fast dazu gebracht, das Kino zu verlassen, es ist eben ein Unterschied, ob man in einem Comic oder einem Film jemandem die Hände absägt. Hätte nicht sein müssen. Trotzdem, vier von fünf Punkten, für die Andersartigkeit.

  • SuppenkaZper

    und im comic werden die Hände noch nicht mal abgesägt ;)

  • Markus

    Schönes Review, aber ein paar lustige Fehler.
    z.B. auf die olle Eule war der Regisseur sehr stolz, denn genau die ist NICHT CGI, sondern ein Modell, das ganze 4 Tonnen wiegt.
    300 ist von Frank Miller und und … aber egal. Geschrieben ist es sehr gut und meine Meinung (Bin Fan des Comics) stimmt mit Deiner überein. Das hat zwar nix zu heißen, hat mit aber beim Lesen viel Spaß bereitet :)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Markus

    zu 300 siehe Kommentar Nummer 9

    zum OWL-Ship: Die fliegende Version ist CGI, nur das Setmodell war real.

    “According to John DesJardin, there are over 1,100 CG shots in “Watchmen,” created by four visual effects houses. While the Owl Ship was a practical set, its flying version was a CG invention, “a mixture of a spinner from ‘Blade Runner’ and the Millennium Falcon,” he describes. MPC created that and the craft’s light beams, and also worked on fire and riot scenes on the streets of New York. ”

    http://entertainment.howstuffworks.com/inside-watchmen.htm/printable

  • http://twitter.com/purfwastaken purf

    Ach, hier wird ja noch heute herumgeschrieben!
    Dann will ich auch. Nach Punkten: 4kommaichsachma6 von 5

    Kleine Positionsverortung: Den Comic kannte ich nicht, (Asche aufs Haupt und so) hab ihn dann aber gelesen, nachdem ich durch einen Watchmen-Trailer neugierig geworden bin: fettfettfett, begeistert verschlungen, das Ding, bis auf eine nicht ganz so kleine Kleinigkeit, bei der ich überlegt habe, ob ich angepisst sein soll.
    Zum Film – was mich gestört hat: Natürlich muss der Film den Comic kürzen. Die Art und Weise, wie das geschieht, ist doch mitunter sehr stolperholperig. Beispiel: der alte NiteOwl darf am Anfang ‘n Bier trinken… und macht dann *puff* und ward nicht mehr gesehen. Ob da aus heiterem Himmel diese Mutantenkatze auftauchen muss, wenn man nicht erzählen kann/will, wo die herkommt, weiss ich auch nicht. Oder der Zeitungskiosk und sein Verkäufer, der dann am Ende mal einen Auftritt von 3 Sekunden hat. Sowas.
    Und huppsa, das war’s schon. Alles andere, bis auf den Musikeinsatz hier und da, fand ich nämlich ziemlich geil. An den genau richtigen Stellen wurde wirklich gut dem Medium Film Rechnung getragen und ein Fitzelchen mehr Action eingebaut, Top Besetzung, spitze.
    Und tatsächlich ist das wie und was des Endes eine Verbesserung dem Buch gegenüber (siehe oben). Dieses achselzuckende “achso… ja.. hm… dann, Ozymandias, ja, wenn das sooo ist, dann, hm, … irgendwie ja schooon blöd, und dass du uns töten lassen wolltest… aber hm, so gesehen… dann haste wohl Recht gehabt. Ach ja, irgendwer sollte jetzt wohl Rorschach töten, auch blöd, irgendwie.. aber ist auch egal” hat mich im Comic echt angefressen.

  • Iche

    Die Fixierung des Schreiberlings auf den “Pimmel” anderer entspringt hoffentlich nicht der gleichen Schublade wie der Drang, solchen Mist wie diesen hier veröffentlichen zu müssen. Dieses “Review” ist das beste Beispiel für eine versagende Bildungspolitik, selbstverliebter Zwanghaftigkeit und realitätsverdrängender Handlungsweisen. Lamentieren und Kritisieren kann jeder – wo bleiben die handfesten Folgen? Pimmelzwerge im Unikeller? Wer sinniert denn hier im stillen Kämmerlein vor sich hin?

    Wenn einem ein Film nicht passt weil er “zu nah am Original” ist dann ist der nächste Schrott weil “zu weit weg”? Schon mal darüber nachgedacht, dass ein Werk – unabhängig vom Medium – für sich selbst steht? Und wer solche Werke meint beurteilen zu können sollte selbst erst einmal etwas vorzuweisen haben…

    Ups. Da wird wohl nichts kommen.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    doch iche. da kommt was. ich frage mich nur: wenn du so gut deutsch kannst, warum kannst du dann nicht lesen? regst dich tierisch über einen text auf, der anscheinend gerade mal zu 5% bis in dein hirn vorgedrungen ist. schon mal darüber nachgedacht, einen text auch bis zum ende zu lesen?

    und sorry: ich weiss nicht wie oft wir das schon gehört haben, das macht es aber auch nicht richtiger: dein letztes argument (erstmal selber besser machen) ist das dümmste, kulturfeindlichste, infantilste und substanzloseste das es überhaupt gibt. das ist godwins law auf seiten, die über filme schreiben, par excellence. also: geh bitte weiterhin filmkritiken lesen, die ausschliesslich von verdienstvollen regisseueren geschrieben wurden. gibts ja sicherlich ne menge.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Iche
    ->http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/06/01/das-wird-teuer-die-f5-kommentar-fibel/

  • Metfred

    Man kann auch wenig Handlung furios inszenieren, wie Snyder mit “300″ gezeigt hat. Aber eine magere Verschwörungsgeschichte mittels einigen Kloppereien und viel behäbig vorgetragener Seelenbeschau auf über 2 1/2 Stunden aufzublähen, ist weder Spektakelkino noch gewitzte Unterhaltung. Der Film landet nicht einmal zwischen den Stühlen, sondern verirrt sich fernab jeder Gelegenheit, einen Platz zu finden – und sei es der am Boden – in weitschweifiger Geschwätzigkeit. Er zerfasert, wohl auch, weil das Drehbuch an zu vielen der umständlich eingeführten Figuren zu spät das Interesse verliert.
    Man mag das für Dekonstruktivismus halten, um Leinwandlangeweile weniger schmählich benennen zu können. Wenigstens hatte die groteske Musikauswahl ihren eigenen Humor, aber selbst in der Disziplin bleibt “Batman hält die Welt in Atem” immer noch der König der Comicfilme.
    Schade, umsonst gefreut.

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    » Because only Vin Diesel could ever be ridiculously nerdy enough to attend the UK world premiere red carpet for Guardians of the Galaxy wearing a “I am Groot” t-shirt and walking on stilts

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    Holy … I don’t even do tarot and I want this deck.

    06/22/14