Ed Ulbrich war zum TED-TALK eingeladen und erzählte wie lange sie getüftelt haben um den digitalen Kopf für Benjamin Button zu basteln, der in der ersten Stunde des Films Brad Pitt doubelt.
Auch wenn ich die Leistung durchaus anerkenne, wäre es wohl besser gewesen, wenn sie mehr Zeit für das Drehbuch aufgewendet hätten. Finchers Fixierung darauf, das Ganze von einem Schauspieler spielen zu lassen, beweist das ihm das Gimmick wichtiger war, als die schauspielerische Leistung. Die Bilder zeigen auch gut, wieviel Nuancen verloren gehen, wenn ein Schauspieler seinen Digitaldummy steuert – ganz abgesehen davon, dass jede schauspielerische Dynamik die sich im Zusammenspiel mit den anderen Akteueren ergibt, völlig auf der Strecke bleibt. Das Button so ein langweiliger und uninteressanter Charakter ist, dürfte nicht zuletzt diesem “digitalen Botox”-Effekt zu verdanken sein. Ein Meilenstein der CGI-Entwicklung, aber filmisch lange nicht so beeindruckend wie Gollums Szenen in LOTR2 – denn im Gegensatz zu Peter Jackson ist Fincher jemand der mit den Augen denkt.
Und noch eines beweist der Vortrag: Makin ofs werden immer langweiliger. Wo früher das kreative Herumgebastle von Masken- und FX-Designern gezeigt wurde, die immensen Aufwand betrieben um tatsächlich etwas cooles VOR die Kamera zu bekommen, sieht man heute immer dasselbe: Effekt-Nerds die mit leuchtenden Augen davon erzählen, das sie noch mehr Polygone verwenden und noch feinere Drahtgittermodelle bauen können. Ganz ehrlich, da schau ich lieber noch 3x das Making of von Hellboy II. Da gabs wenigstens noch was zu sehen.
[via: vowe]
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 8th, 2009 •
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- Schlagwörter: Brad Pitt, David Fincher, The Curious Case of Benjamin Button
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