„Deutschland 09“ ist eine Kurzfilm-Anthologie mit Filmen von Filmen von Fatih Akin, Wolfgang Becker, Sylke Enders, Dominik Graf/Martin Gressmann, Christoph Hochhäusler, Romuald Karmakar, Nicolette Krebitz, Dany Levy, Angela Schanelec, Hans Steinbichler, Isabelle Stever, Tom Tykwer und Hans Weingartner. Der Film kommt in dieser Woche in die Kinos und er sieht trotz des etwas angestrengt wirkenden Themas sehr interessant aus. Oben der Trailer, Snip von der Filmwebsite:
Über 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 40 Jahre nach dem studentischen Aufbruch 1968, 30 Jahre nach dem “Deutschen Herbst” 1977, 20 Jahre nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze 1989 und mitten im gesellschaftlichen Umbruch der “Agenda 2010″ auf dem Weg in die globalisierte Welt des 21. Jahrhunderts, findet sich eine Gruppe von Kino-Regisseurinnen und Regisseuren aus Deutschland zusammen, um aus ihren individuellen Blickwinkeln ein Panoramabild der gesellschaftlichen und politischen Situation der heutigen Bundesrepublik zusammenzusetzen.
Jeder der beteiligten Regisseure interpretiert seine persönliche Wahrnehmung und eigene filmische Sicht auf das heutige Deutschland, abstrakt oder konkret, frei in der Wahl des Formates und des Inhaltes. Die einzelnen Beiträge konnten Kurzspielfilme, Dokumentarfilme, essayistisch oder experimentell sein.
Regisseur und Mit-Initiator Tom Tykwer Über das Projekt: “Der Film Deutschland 09 vereint ein gutes Dutzend individuelle filmische Blicke auf das, was wir heute und jetzt als Heimat erleben – und wie wir uns in diesem Land verorten, verirren, verstricken.”
- Renington Steele •
- März 23rd, 2009 •
- 10 Kommentare



















Habe in ttt einen Beitrag darüber gesehen, und glücklicherweise scheinen die Kurzfilme wirklich wenig mit dem schrecklichen Titel zu tun zu haben (bei dem ich sofort an all die angst/scham/ahnungslosigkeitsfilme dachte, die sonst das deutsche kino so hassenswert machen). Viele scheinen sogar unterhaltsam, ein Novum.
Kommentar #1 von hn am 23.03.2009 um 16:00 Uhr
Antologie schreiben wir Anthologie und es ist echt peinlich, schon in der Überschrift einen solchen Fehler zu haben!
Kommentar #2 von tobi am 23.03.2009 um 16:24 Uhr
Peinlicher als ein fehlendes H als peinlich hinzustellen?
Oder weniger?
Ich frage nur..
Kommentar #3 von Mal Sehen am 23.03.2009 um 16:35 Uhr
Ach, vertan…
Sieht interessant aus der Film.
Kommentar #4 von Dennis am 23.03.2009 um 17:50 Uhr
Ich habs bei mir schon mal geschrieben: Ich glaube, dass Deutschland 09 (als Gesamtwerk) genauso wenig funktionieren wird wie Paris je t’aime oder Chacun son cinema. Jeder Kurzfilm hat doch eine ganz andere Stimmung und verlangt, dass man sich ihn hineinsetzt. Bei solchen Kollaborationswerken ist es dann aber im Endeffekt immer so, dass man gedanklich (und gefühlsmäßig) noch im letzten Film ist, während der neue schon fünf Minuten läuft. Ein Kurzfilm brauch mehr Zeit als man bei sowas hat.
Kommentar #5 von Nils am 23.03.2009 um 22:01 Uhr
Ein in keinster Weise funktionierender Kompilationsfilm, bei dem nur die Arbeiten von Romuald Kamarkar und Dominiki Graf/Martin Gressmann überzeugen können. Der Rest ist teilweise okay, unterdurchschnittlich oder grausig. Bei den Dani Levy- und Wolfgang Becker-Beiträgen wäre ich am liebsten schreiend aus dem für die Berlinale zum Kino umfunktionierten Friedrichstadtpalast herausgelaufen.
Kommentar #6 von 4LOM am 23.03.2009 um 23:20 Uhr
hatte mir die pressekonferenz angesehen, sollen wohl alles recht persönliche beiträge sein, aber kaum humor oder satire, sondern bitter ernst – nja, jedem der regisseure waren da schon zweifel am erfolg so einer anthologie anzusehen
Kommentar #7 von Christian am 24.03.2009 um 02:44 Uhr
Endlich mal ein Film der die Gegenwart so darstellt wie sie wirklich ist und wir sie erleben… mal etwas anderes und durchaus gelungendes, ich freu mich drauf!
Kommentar #8 von Badexp am 24.03.2009 um 09:25 Uhr
Angela Schanelec :-)
Kommentar #9 von Patrick B. Rau am 24.03.2009 um 14:00 Uhr
@Christian #08
stimmt so nicht. die beiträge von dani levy, wolfgang becker und steinbichler sind lupenreine komödien/satiren/grotesken (womit ich nicht sagen will, dass sie als solche auch gelungen sind).
es liegt in der natur der sache, dass der film durchwachsen ausfällt. einige kurzfilme sind ganz großartig (schanelec, karmakar, graf), andere ziemlich gut (hochhäusler), vieles okay, einiges ziemlicher mist.
alles in allem: ein panorama des deutschen gegenwartskino mit allen nischen und genres, mit allen stärken und schwächen. je nach gusto, kann sich jeder selbst aussuchen, was gefällt und was nicht.
Kommentar #10 von thomas am 24.03.2009 um 16:16 Uhr