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Arte zeigt morgen ab 20:15 Uhr einen Themenabend zum Thema „Monster“. Um 20:15 zeigen sie die 70er-Version von „King Kong“ mit Jeff Bridges und Jessica Lange, was jetzt nur semi-interessant ist. Danach zeigen sie aber um 22:25 Uhr eine ziemlich interessante Dokumentation „Monsterland“ mit Jörg Buttgereit auf Tour und zu Besuch bei allen möglichen Monstermachern.

In Los Angeles trifft Monsterexperte Jörg Buttgereit Hollywoods berühmtesten Maskenbildner Rick Baker, dessen Arbeit unter anderem in der “King Kong”-Verfilmung von 1976 zu bewundern ist. Baker hat auch für einen der bekanntesten Horrorfilmregisseure gearbeitet, für John Carpenter. In dessen Filmen lauert das Böse im Verborgenen und im Menschen selbst. In “Halloween” hat er mit dem stummen maskierten Killer Michael Myers den Prototyp des Monsters in Menschengestalt geschaffen.

In New York sucht Jörg Buttgereit den exzentrischen Maler Joe Coleman in seinem vollgestopften Atelier auf. Coleman verewigt in seinen an Hieronymus Bosch erinnernden Gemälden Serienmörder, Freaks und Mutationen.
Die monströsen femininen Schöpfungen aus den amerikanischen Blockbustern “Alien” und “Species” stammen vom Schweizer Künstler H. R. Giger. Mit seinen weiblichen Alptraumkreaturen hat er das Erscheinungsbild der Monster seit den 80er Jahren maßgeblich beeinflusst.

Ob Aliens oder Zombies, Serienmörder oder Urzeitwesen, Spezial-Effekt-Guru Gregory Nicotero hat sie alle auf die Leinwand gezaubert. So wurde er von bedeutenden Regisseuren des Genres engagiert, unter anderem von John Carpenter und Quentin Tarantino. Er ist einer der letzten Spezialisten für “handgemachte”, nicht am Computer animierte Monster.

Anders als im Illusionskino Hollywoods hat sich der japanische Monsterfilm seine artifizielle Ästhetik bewahrt. In Tokio trifft Jörg Buttgereit den Schauspieler Kenpachiro Satsuma, der seit den 70er Jahren in unzähligen Monsterfilmen die Riesenechse Godzilla und andere Riesenmonster dargestellt und ihnen auch eine menschliche Note verliehen hat.

In Japan besucht Jörg Buttgereit auch Regisseur Teruyoshi Nakano, der für die traditionelle japanische Art der Monsterdarstellung steht. Zwar ist Filmemacher Shinya Tsukamoto auch mit “Godzilla”-Filmen aufgewachsen, doch mit seinen wilden “Splatter-Punk”-Filmen “Tesuo – The Iron Man” und “Tokyo Fist” ist er der moderne Gegenpol zu Satsuma und Nakano.

Und als Experten für japanische Monster stellt Jörg Buttgereit den Amerikaner Paul Gavins vor, der regelmäßig auf Monster Conventions seine selbst gefertigten Monsterkostüme präsentiert. Er lebt aus, wovon viele Fans nur träumen, schlüpft in Monsterkostüme und wird so zum umjubelten Untier.

Monsterland (Danke Henning!)

3 Kommentare

  1. mann, ich liebe euren blog :)

    Kommentar #1 von johnny12 am 28.03.2009 um 11:57 Uhr

  2. Ich habe MONSTERLAND auf der Premiere gesehen und fand ich ziemlich misslungen. Leider.

    Und über den 76er KING KONG hüllen wir auch lieber den Mantel des Schweigens . :)

    Kommentar #2 von Jet Strajker am 28.03.2009 um 16:47 Uhr

  3. @ Jet: Hab ihn grade gesehen und fand ihn okay. Bietet mir als Horrorkenner zwar nichts neues, war aber nicht schlecht. 3 Sterne, oder so ;)

    Kommentar #3 von Renington Steele am 29.03.2009 um 22:48 Uhr

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