Kurzreviews: Twilight, Die drei ???, The Spirit, Er steht einfach nicht auf dich und mehr

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Hier die neueste Ausgabe der beliebten Kurzreviews, in denen die Kino- und DVD-Filme zu ihrem Recht kommen, die auf Grund von Zeitmangel einfach nicht in epischer Länge von mir besprochen werden können.

Die Bildchen sind wie immer ganz geschickt getarnte Amazonlinks, falls ihr euch sofort einen der Filme holen wollt und denkt: Hey cool, da lass ich doch diese raffgierigen kleinen Cineschweine mitverdienen.

Heute dabei sind: Die drei ??? und das verfluchte Schloss +++ Twilight – Biss zum Morgengrauen +++ The Spirit +++ Er steht einfach nicht auf dich +++ Franklyn +++ Eden Lake +++ Thick as thieves +++ Ice Blues +++ Splinter +++ Chrysalis +++ Muzika +++ Virus Undead

Die drei ??? und das verfluchte Schloss – BRD / Südafrika 2009
★★★☆☆

Das zweite Abenteuer der mittlerweile Gott sei Dank etwas älteren Jungdetektive führt Justus und seine Freunde auf die Suche nach einem Geheimnis das ihm seine Eltern aufgeben haben.
Ein klassischer und im positiven Sinne altmodischer Kinderfilm. Für die Zielgruppe bis 15 genau das richtige, etwas Spannung, Gadgets, moderater Grusel, ein paar sexuelle Anspielungen die aber nie zotig werden. Die bisweilen etwas gestelzten Dialoge treffen oft genau den Ton der geliebten Hörspielvorlagen.

Twilight – Biss zum Morgengrauen – USA 2008
★½☆☆☆

Mädchen kommt auf neue Highschool und ist sofort superbeliebt. Sie freundet sich mit Vampir an, dessen Familie sie gleich akzeptiert. Alles ist ganz doll romantisch bis ein paar böse Vampire sie als Fünf-Minuten-Terrine benutzen wollen.
Ein ganz gewaltiger Haufen Brontosaurierkacke. Ich hab nicht automatisch was gegen Hype und im Falle von Harry Potter oder High School Musical lassen sich ja durchaus gewissen Qualitäten erkennen, aber “Twilight” ist wirklich grauenhaft mies und sein Erfolg spricht nicht grade für die nachwachsende Generatione junger Frauen. Die Dialoge erreichen nicht mal Schülertheaterniveau und sind schlimmer als in mancher Daily Soap. Die Story ist ebenso furchtbar wie fragwürdig. Frauen haben keinen anderen Lebenszweck als nur einen Kerl anzuhimmeln, mit dem sie dann keusch zusammenleben. Man merkt deutlich das die Autorin der Buchvorlage Mormonin ist… ihre lustfeindliche und antiemanzipatorische Geschichte lässt die Bravo Girl im Vergleich wie die Emma wirken.

The Spirit – USA 2008
★½☆☆☆


kauft euch lieber eines der Comics)

Frank Miller macht hier eindrucksvoll klar, wem die Qualität von Sin City zuzuschreiben ist: Robert Rodriguez. Ohne die versierte und inspirierte Hand des umtriebigen Mexi-Cans ist Miller leider nur ein altgewordener, pubertierender Junge, der sich an flachen Gags und dicken Hupen berauscht und seinen Film dabei nur wenig intelligenter daherkommen lässt, als die stammelnden Klon-Dösel die Doktor Oktopuss als billige Handlanger dienen. Miller hat absolut kein Gespür dafür eine filmische Geschichte zu erzählen, er denkt in Comic-Panels und so scheint The Spirit auch stets von der völligen Erstarrung bedroht. Die Actionszenen dürften zum schlecht-geschnittensten gehören, was im Kino in den letzten Monaten zu sehen war und die Dramaturgie des Streifens hängt von Beginn an durch, wie ein ausgeleiertes Gummieband. Nichtmal der schlecht von Sin City abgeschaute hochartifizielle Look will wirklich gelingen, denn streckenweise wirkt das ganze auch noch erstaunlich billig, mehr TV-Film als Kinoerlebnis. Die guten Darsteller werden in peinlichen Dialogen und einer belanglosen Handlung erstickt, die zwischen grausigem Klamauk und schwülstigen Pathos kein rechtes Maß findet. Der liebenswerte Witz Will Eisners, ist hier bestenfalls zu erahnen. Bleibt zu hoffen, dass sich Miller zukünftig wieder auf das konzentriert was er kann und die Regie anderen überlässt.

Er steht einfach nicht auf dich – USA 2009
★★★½☆

Das altbekannte – und anfänglich etwas unübersichtliche – Töpfchen-und-Deckelchen-Spiel wird hier routiniert variert. “Harry und Sally” mit einem gehörigen Schuss “Sex and the City”. Das der ganz große Spaß sich dennoch nicht einstellen will, liegt an der vorhersehbaren Geschichte und der fragmentierten Erzählweise, bei der kein Charakter wirklich genug Zeit hat, das Herz des Zuschauers richtig zu erobern. Die sehr gute Besetzung tröstet aber oft genug über die lahme Dramaturgie hinweg und rettet den etwas zu langen Film ein ums andere Mal. Für einen verregneten Sonntagnachmittag auf DVD okay und dank der ironischen Momente auch kein reines Chick-Flick.

Franklyn – GB 2008
★★½☆☆

Der Film erzählt vier verschiedene Geschichten, von denen eine in einer retro-futuristischen, sehr religiösen Stadt namens Meanwhile-City spielt. Dort sucht ein maskierter Rächer nach seinem Erzfeind.
Franklyn vereint viel Talent und Kreativität und bietet für sein Mini-Budget überraschend gute und einfallsreiche Bilder. Leider ist er aber auch extrem anstrengend. Wer keine Lust hat sich einen Episodenfilm anzusehen, bei dem auch nach einer Stunde nicht so wirklich klar ist, wo er überhaupt hinwill, der wird schnell die Geduld verlieren. Denn auch die schönen Fantasy-Einschübe entschädigen nicht für die schleppenden Episoden die in der wahren Welt angesiedelt sind und die tatsächlich erst im Finale zueinander finden.

Eden Lake – UK 2008
★★☆☆☆

Nach viel Tamtam und einem Regisseur, der beim Fantasy Filmfest nochmal drauf hinweist wie derbe sein Film ist und das Kritiker bescheinigten “man müsse diesen Film überleben”, ist es dann doch erstaunlich, wie konventionell Eden Lake daherkommt.

Wie berechenbar er seine “peculiar little town” Geschichte erzählt, die man in Variation schon dutzende Male gesehen hat. Stadtvolk kommt aufs Land, dort herrschen andere Sitten. Die Leute sind mißtrauisch und feindseelig und das Machismo erlaubt es den “Helden” nicht der offenkundigen Gefahr aus dem Weg zu gehen.

Auch wenn die Jugendlichen von Anfang an Gewaltätigkeit ausstrahlen, kommen die Protagonisten nicht auf die Idee ihre Ärsche nach Hause zu bewegen. Selbst als sie beinah überfahren werden, reicht es noch nicht und man muss die Bande konfrontieren.

Fast ist man geneigt zu sagen: They had it coming. Da hilft es wenig, dass getreu den Horrorfilmklischees viele Möglichkeiten noch mit halbwegs heiler Haut davonzukommen, ehe alles Pete Tong geht, ignoriert werden. Da unterscheiden sich die Figuren wenig von ihren noch dümmeren Vorgängern anderer Wald- und Wiesen-Slasher und ganz ehrlich, ich bin es auch langsam leid Leute durch Wälder flüchten zu sehen.

Das der Oberpsychopath ein Teenager ist, macht auch nicht wirklich soviel Unterschied, denn die Charkterzeichnung der Kids beschränkt sich auf Klischees und Küchenpsychologie. Yeah Yeah… White Trash Inbreed Country Parents Make Kids Go Psycho. Nix neues hier und so verkommt die “Sozialkritik” doch eher zum Lippenbekenntnis, denn an Hintergründen und echter Charakterentwicklung ist der Regisseur anscheinend nicht interessiert.

Über den sensationsheischenden Charakter von Boulevard-Zeitungs-Meldungen, die über böse Kids die Leute abstechen berichten, geht Eden Lake auch nicht hinaus. Das wirkliche Grauen und die sozialen Fehlentwicklungen, die sich in bestehenden “Gated Communities” ergeben, wären wohl spannender gewesen, als dieser letztlich doch sehr absehbare und in gewisser Weise auch kaltschnäuzige Film, der sich an seiner Gewalt teilweise doch eher aufgeilt, als sie zu hinterfragen. Da hilft auch die technisch kompentente Machart und die soliden schauspielerischen Leistungen wenig.
Im Lande von Straw Dogs gilt auch weiterhin: Shun the Country und bleibt mit dem Arsch zu Hause.

Thick as thieves – GB / USA 2008
★★★½☆

Morgan Freeman und Antinio Banderas liefern sich in als Edel-Gannoven ein Duell in einem klassischen Heist-Setting.
Solider Heist-Film mit den üblichen Twists, der durch den Charme seiner Hauptdarsteller mehr Spaß macht, als er eigentlich dürfte. Es bleibt zwar das Gefühl zurück nur eine überlange Folge der Serie “Hustle” gesehen zu haben, aber da die Serie ebenfalls gut unterhält, ist das genug für einen entspannten Filmabend.

Ice Blues – A Donald Strachey Mystery – USA 2008

★★★½☆

Der Lebensgefährte des knallharten Detektivs Strachey beobachtet aus Versehen einen Mord. Schon bald wird klar, dass die Täter nun auch hinter ihm her sind. Strachey muss seinen Gatten beschützen und gleichzeitig herausbekommen wer hinter der Sache steckt…
Auch der neue Fall von Strachey weiß zu gefallen. Die Krimiserie entwickelt sich auf hohem Niveau. Die bisweilen etwas preachigen Momente der allersten Folge sind lange überwunden, jetzt steht Krimispannung im Zentrum und mit ihr ein Detektiv, der eben auch schwul ist – was die Handlung aber nicht dominiert. Chad Allen überzeugt nach wie vor als harter Hund und steht seinen Hetero-Kollegen in Sachen Coolness in nichts nach.
Sehenswert sind auch die anderen Folgen: Third Man Out, Shock to the System und On the other hand, Death (mit der ganz großartigen Margott Kidder)

Splinter – USA 2008
★★★½☆

Ein junges Pärchen wird von einem gesuchten Kriminellen und dessen labiler Freundin gekidnapped, doch schon bald haben sie alle vier ganz andere Probleme. Irgendeine Kreatur die durch winzige Splitter in den Körper eindringt, macht auf sie Jagd und hält die kleine Gruppe in einer Tankstelle gefangen…
Ein wirklich fieser kleiner Low-Budget-Horror, der dank guter Darsteller und liebevoll getrickster Effekte eine creepige Horrorstory irgendwo zwischen The Mist und The Thing erzählt. Die Figuren verhalten sich einigermaßen nachvollziehbar und der Regisseur versteht es das Beste aus der Kammerspiel-Situation herauszuholen. Für Genrefans eindeutig sehenswert.

Chrysalis – Frankreich / Deutschland 2007

★★☆☆☆

Im leicht futuristischen Paris ermittelt ein abgewrackter udn traumatisierter Komissar, wer junge Frauen für Experimente miißbraucht und umbringt. Bald führt seine Spur zu einer Firma die sich auf plastische Chirurgie spezialisiert hat.
Ein Stylisher Sci-Tech-Thriller, dessen “überraschende Auflösung” leider nach 10 Minuten klar ist. Die solide Inszenierung, nette Fight-Szenen und die hübsche Kamera-Arbeit helfen leider nicht über den unterentwickelten und etwas schal daherkommenden Plot hinweg, dem es eindeutig an Charakter- und Story mangelt.

Muzika – SI / BRD 2008
★★★½☆

Ein junger Mann versucht in der Tschechoslowakei der 80er Jahre dem Einheitstrott zu entkommen. In der Musik entdeckt er seine Chance auf Ausbruch aus dem Alltag.
Liebenswert schrulliger Film, der mit subtilen und bisweilen weniger subtilen Seitenhieben sowie einem gehörigen Schuss nOstalgie das Leben unter sozialistischer Führung karikiert. Die schrägen Charaktere und die ebenso schräge Musik sorgen für überraschend unanstrengende Unterhaltung – auch wenn die ersten Bilder noch schwere Arthouse-Kost vermuten lassen.

Virus Undead – BRD 2008
★★☆☆☆

Diie Vogelgrippe ist mutiert und verwandelt die Menschen in Zombies. Eine Gruppe junger Medizinstudenten-Darsteller müssen sich in einem alten Landhaus der Zombiehorde erwehren und den Grund für die Epidemie herausfinden.
Technisch hat dieser Film für eine SemiPro-Produktion einiges zu bieten: Nette Masken, passable CGI-Effekte und eine solide Kameraarbeit. Leider machen die extrem holperigen Dialoge und die in jeder Szene an Schülertheater erinnernden Schauspieler jede ernsthafte Spannung zunichte. Die Story braucht zu lange um in Gang zu kommen, wird sehr sprunghaft erzählt und endet in einem recht wirren Finale. Die unglückliche Synchro gibt dem Film dann leider den Rest. Schade – denn mit dem Aufwand und den Effekten hätte wirklich ein netter Trash-Streifen a la Kampfansage – Der letzte Schüler aus dem Ganzen werden können.

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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29 Comments

  1. CowVirus

    Hey Batz, du scheinst die Sternchenbewertung für “Thick as thieves” vergessen zu haben…ansonsten danke für die vielen Reviews..

  2. Daniel

    Schade, dass du in der Twilight-Kritik auf einen derart plumben, konservativen und reaktionären Artikel verlinken musstest.

    Von dem Film kann man ja halten was man will – solcher Quatsch entbehrt aber jeder Grundlage. Damit spielt man nur der Fraktion in die Hände, die in Counterstrike-Spielern leicht zu beeinflussende Kids mit gutem Waffen-Umgang sieht.

  3. Bateman

    Das kommt gerade recht. Erst gestern habe ich wieder irgendwo gelesen wie toll und innovativ Eden Lake doch ist, und da wollt ich schon mein selbstauferlegtes Horror-/Folterfilmverbot brechen und die DVD holen. Danke für die Warnung, Batzman.

  4. Batzman

    @CowVirus

    Danke für den Hinweis, ich habs ergänzt! :)

    @Daniel

    Man muss dem Artikel zu Twilight nicht zu 100% zustimmen um einige der Gegenargumente nachvollziehen zu können. Das Frauenbild das der Film idealisiert ist sehr konservativ und die ganze “Wahre Liebe wartet”-Agenda ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Das genau die christlichen Organisationen die bei Harry Potter Amok gelaufen sind und Satansanbetung wähnten, bei Twilight lächelnd zuschauen – nur weil der Film Enthaltsamkeit propagiert – ist schon sehr bezeichnend.

  5. Badrat

    Also ich fand Twillight nicht ganz so schlimm wie du es beschrieben hast, aber ist ja auch alles geschmackssache.

  6. Kosta

    Kann mir jemand erklaeren, wie ein deutscher Film ne schlechte deutsche Synchro haben kann? (Virus Undead -BRD 2008)

  7. Bateman

    @Kosta:

    Keine Ahnung obs bei dem Film so ist, aber es gibt glaube ich mittlerweile deutsche Produktionen die auf englisch gedreht werden für den internationalen Markt. War glaub bei Der Rote Baron so, zumindest waren die Dialoge nicht lippensynchron.

  8. Mia

    Ohne Muzika gesehen zu haben oder sonst etwas zu wissen: Wenn der Film in der Tschechoslowakei spielt, dann nehme ich an, dass neben der BRD die Slowakei daran mitgearbeitet hat. Deren Länderkürzel ist SK und nicht SI. Das stehtht für Slowenien.

  9. Batzman

    @Kosta

    Der Film ist zwar eine deutsche SemiPro-Produktion, aber wohl in der Tat auf englisch gedreht und komplett gedubbed. Ist in dem Bereich allerdings weit verbreitet, dass manchmal sogar ganz ohne Ton gedreht und hinterher – wie zu Hochzeiten des Italo-Kinos – die Tonspur komplett nachträglich erstellt wird.

  10. Smion

    @Twilight: Ein Glück, dass noch nicht die WIRKLICH gruseligen kleinen Mädchen uas den Eragon Kommentaren da sind.

  11. GunGrave

    … danke für die Kritiken – wird wohl einiges rausfallen auf das ich mich schon bissl sooo gefreut hatte ^_^ z.B. “Eden Lake”

  12. Irreversibel

    Wer an “Eden Lake” interessiert war (den ich nicht ganz so schlecht wie hier beschrieben aber trotzdem nicht gut fand), dem empfehle ich stattdessen “Martyrs”. Echter Knaller, der Film. Definitiv nur was für Genrefans aber hier wird das Härteversprechen auf jeden Fall eingelöst – und zwar jenseits ausgelatschter Mainstreampfade.

    Thx für die Kritik zu “Franklyn”. Werde ihm trotz der eher schwachen Wertung ne Chance geben.

  13. gaensedistelchen

    @Bateman
    also ich hab auch schon einiges gesehen und ich fand Edan Lake sehr beklemmend und überaus realistisch! Lass ihn dir nicht entgehen! Leih ihn dir halt aus und sieh ihn dir an. Ist natürlich alles Geschmackssache. Ich persönlich finde aber, er kommmt hier zu schlecht weg. Lass dich nicht zu sehr lenken, teste halt rum( auch wenn du selbstverständlich schon bescheid weißt, auch hier kann man sich ja mal irren ;-)) )

    lg, die Pflanze

  14. ach

    Also, ich weiss ja nicht, wieso Eden Lake so irrsinnig schlecht wegkommt. Denn so schlecht ist der film wirklich nicht. Klar, städter laufen durch den Wald und sterben. Nun, ist das nicht das Genre des Backwood filmes?

    ich muss sagen, im vergleich zum meiner meinung nach eher schwachen frontier(s) und dem ebenso verqueren martyrs (der einfach nur torture porn ist), fand ich eden lake in vielerlei hinsicht gut. klar kann ich einfach (das original) last house ansehen, aber dann muss ich ausser se7en auch nie mehr einen serienkiller film sehen, nach citizen kane kein biopic und nach ….

  15. lelith

    huhu,

    nochmal zur twilight kritik. das mit der “keuschheit” find ich ein bisschen ein .. unsinniges argument.. in den weiteren büchern (vorallem im 4. band) geht das da schon recht gut zur sache.

    das sie im ersten band keinen haben gehört eben zur story… naja und was die große liebe angeht.. darf man daran heutzutage nicht mehr glauben ohne als verklemmter christ/mormone zu gelten?

    der film hat eindeutig schwächen, würde ich jetzt aber weniger auf fehlenden sex zurückführen ^^ aber ich denke das kommt auch auf die erwartungshaltung an. außerdem ist das ganze nicht in erster linie ein horror oder vampir film sondern eine schnulzenstory im vampir genre. aber wie bereits gesagt das hängt mit erwartungshaltung zusammen. und wer als mann mal einen film braucht um sich bei seiner angebeteten in besserem licht erscheinen zu lassen und keine lust mehr auf dirty dancing hat, kann jetzt auf twilight zurück greifen ;)

  16. Irreversibel

    @ach:
    Man kann von “Martyrs” ja halten was man will aber ihn als simplen Torture Porn abzutun wird dem Film sicherlich nicht gerecht.

  17. Holger Wohlleben

    “Eden Lake” ist definitiv ein gekonnt umgesetzter Backwoodslasher! Dass er eine “politisch-soziale” Komponente ins Spiel bringt, ist dem Film nicht anzulasten, sondern im Gegenteil hoch anzurechnen. Die aggressiven Kids spielen ihre Rollen authentisch und sind damit um einiges beängstigender als z.B. irgendwelche degenerierten Mutanten etc. Leute, die dem Film vorwerfen, dass die Charakterzeichnungen zu oberflächlich und die dargestellte Gewalt nur Selbstzweck sei, vergessen scheinbar, dass Eden Lake ein Slasher und kein Sozialdrama ist! Allein das nihilistische Ende von Eden Lake ist die Kinokarte wert gewesen! Slasherfans können blind zugreifen!

    Zu Martyrs: Die Zukunft des Horrorfilms! Kontrovers, konsequnt, innovativ – alles andere als billiger “Toture Porn”. Dennoch bestimmt nicht jedermans Sache. Kein “leichter” Film, sondern “schwere Kost”, die lange nachhallt!

  18. ach_returns

    ich weiss ich weiss, meinung ist wie ein …

    aber bitte. gut. martyrs hat mehr als nur totrure porn, doch. habt ihr mal die handlung verfolgt? krude ist noch milde ausgedrückt. was bleibt ist die erinnerung an gewaltdarstellungen. das hat der film gut gemacht, verstörend und schwer. aber die handlung ist dennoch krude. und das ist es, was für mich eden lake von martyrs (und dem noch viel kruderen frontiers) abhebt. eine plausible geschichte. keine sonderlich originelle, aber eine glaubwürdige.

  19. Daniel

    Twilight:
    Sass als einer der wenigen Jungs mit hunderten von Mädels im Kinosaal (auch ganz interessant…) – dieser Film ist eine Kreuzung von urban fantasy, Romanze und Märchen – und wie’s so in Märchen ist, wartet man da halt auf den Traumprinz und springt mit ihm nicht gleich in die Kiste – ist ja auch nicht falsch – ausserdem ist es laut dieser Twilight-Welt ziemlich riskant, einen Vampir zu küssen, da du im nächsten Moment auch gefressen werden könntest :-) Hab mich gut unterhalten und werd mich all den hundert Mädels im November “New Moon” schauen gehen – ha!

  20. The MichaMel

    Twilight: Dreck für kleine Mädels, und einen Tritt in die Eier für das eh schon Tote Vampir Genre ! Und für meinen Geschmack eine extrem schlechte Buffy Verunhunzung, muss sowas sein ? NEIN ! Naja, ich werds einfach Ignorieren…

  21. WeißesKaninchen

    So, hatte mir am WE mal “Splinter” angesehen. Da mache mir doch bitte einer verständlich, was da so toll dran sein soll… ich versteh’ s nicht. Für die humoristischen Einschübe -die gegen Ende doch merklich nachließen- gebe ich mal überschwängliche 2 Sternchen. Aber “nachvollziehbare Handlung” finde ich da keine. Was denkt man sich spätestens als die “Eiskaltes Händchen- Karrikatur” erscheint? -Momentmal, Tanke, da gibt’ s doch genug, was gut brennt – und los! Aber nöööööööö. Und für ‘nen Autoschlüssel rennt man auch noch mal in den Laden, aber nicht für ‘n Stückchen Draht oder ‘ne Säge, die es in der Werkzeugabteilung bestimmt nicht gibt -oder in der Abstellkammer. Nein, da versucht man lieber, den Arm mit der Spitze eines Cutters zu amputieren. Und die “Ich hol’ mal das Auto” -Aktion *augenroll*… selbst in “Tremors” war das besser durchdacht… Ich mag’ s ja gerne lustig, aber das war dann doch ein arger Kopfschmerzfilm, vor allem, wenn man sich als angehende Biologin dann noch die Kommentare anhören darf… also dann schau ich lieber nochmal “Severance”, “Slither” oder “Tremors” – die sind auch nicht gerade verdammt logisch, aber verdammt lustig! ;)

  22. Batzman

    @weißes Kaninchen

    Also Severance war ja nun son völlig ideenloses und sinnfreies Rumgehacke. Dagegen fand ich die Spliter-Monster schon recht spassig, auch wenn der Film eher ironisch als offen albern sein soll.

  23. WeißesKaninchen

    Ja, er ist albern, er gibt niemals vor, ernst genommen zu werden, aber ich fand’ ihn trotzdem lustig. Und irgendwie war mir Blondie sympathisch. Als sie sich den größten Stein holen möchte, nur um sicher zu gehen… und die Musik paßt auch immer so “gut”… ^^ Besser als die ganzen Scary und Fantastic Movies und wie sie alle heißen…
    Mit “Splinter” werd’ ich aber nicht warm… wahrscheinlich weil er doch ein wenig Ernst vorspielt, einem mit der Handlung aber ständig nur Kopfschmerzen versetzt. – So, geht’ s mir zumindest dabei. Aber jeder Jeck is’ ja bekanntlich anders.
    Ok, ok, an den absoluten Migräneanfall wie bei “Minotaurus” kommt fast nix ran! -Außer Twillight! ;)

  24. CAZoon

    Ich bin ein fan der bella-edward-story. finde allerdings weder die bücher noch den film besonders gut (is schwer zu verstehen warum ich trotzdem fan bin – ich weiß -_-*) allerdings finde ich die kritik hier zum film einfach nur mies! es gibt durchaus positive aspekte am film. auch wenn ich vieles als nicht so gelungen dargestellt finde (vor allem die dialoge). für mich kommt die kritik einfach nur negativ rüber; einfach WEGEN dem hype. aber wenn man den mal außer acht lässt gibt es auch einiges positives zu sagen: z.b. dass vampire in dieser saga neuartig, anders dargestellt werden. dass die autorin mormonin ist schlägt sich nicht unbedigt negativ in dem buch (was ansonsten, ehrlich, nicht zu einer literarischen meisterleistung zählt) wider. ich finde es eher beeindruckend, dass eine story die, entgegen dem mainstream, sexuell schwach angehaucht ist, soviel erfolg hat. das spricht eher für die weibliche jugend. was ist so falsch daran? (ich bin definitiv das gegenteil von anstand und sitte; auch was sex vor der ehe betrifft usw.; was viele aspekte der bücher rüberbringen…) sie ist nun mal mormonin. und das zeigt sich auch. na und? wollen wir sie jetzt dafür verklagen. ich, persönlich, fände es auch besser wenns mehr zur sache ginge! aber trotz allem verstehen ich was hinter dem steht. und ich bin der meinung man sollte allem tolerant gegenüber stehen. wenn man das tut, kann man einiges positive in der twilight-saga sehen (und negative-wie z.b. die generelle rolle der frau in der welt wie s.m. sie sieht; da bin ich z.b. anderer meinung)
    so, das wars von mir!

  25. Dominik

    Twilight ist weit besser als hier beschrieben. Ich dachte erst, dass die Kritik nicht ernst gemeint soll, bis ich sie dann zu Ende gelesen hatte. Sicherlich handelt es sich um einen Schnulzischnulz-Film, der hauptsächlich die weibliche Fraktion anspricht. Trotzdem ist die Geschichte toll, die Bilder sind sehr gut in Szene gesetzt und die Buchumsetzung insgesamt ist sehr gut gelungen.

  26. Liz

    Also ich bin ja auch Fan der Twilight-Bücher, aber die Schauspielerleistung in dem Film fand ich wirklich nicht gerade berauschend. Die restliche Umsetzung fand ich ansonsten recht gut. Hätte wahrscheinlich 2,5 Punkte vergeben. Zu der Story und der Kein-Sex-Vor-Der-Ehe-Sache: Meine Güte, ist doch sowas von egal. Ganz ehrlich – mir ist das beim Lesen gar nicht wirklich aufgefallen, sondern erst, als ich Reviews und Kritiken gelesen habe. Deswegen verstehe ich auch nicht, wieso sich immer alle Kritiken daran entlanghangeln? Ist doch nur eine Story. Er ist Vampir und da ist das halt nicht so leicht. Dass die gute Frau halt Mormonin ist, ist doch nett und gut. Hat sie ihren Glauben halt gut umgesetzt, wenn man das so sehen will. Meine Güte … ;)

  27. stb247

    @Twighlight

    Da gab es erst kürzlich einen schönen Artikel, der runtergebrochen so klingt: Teenie-Jungs holen sich ihre Phantasie ausm Netz (Pornos), Teeniegirls gucken Twighlight. Und wenn sie dann ihren ersten Freund haben, der ja so süß und lieb ist, wundern sie sich, warum er im Bett mehr will als nebeneinander liegen und warten, bis man heiratet.

    Ich traue der dt. Jugend etwas mehr zu, als so manchen AmiKids, aber der Kanon bleibt der Gleiche. Hier wird eine Generation von Mädchen verarscht, als wärs 1950.

  28. ValenDIENSTtag | HaiFive

    [...] zwei Stunden verwenden werde. Immerhin gibt der Batzman dem Streifen 1,5 von 5 Sternen bei den Fünf-Filmfreunden. Blockbuster, ich [...]

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