Star Trek (Review)

133 Comments

-”I’m Spock”
-”Bullshit”


Originaltitel: Star Trek
Herstellungsland: USA 2009
Regie: J.J. Abrams
Buch: Alex Kurtzman, Roberto Orci
Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, Eric Bana, Simon Pegg, Winona Ryder, Karl Urban, John Cho, Zoe Saldana, Bruce Greenwood
Ben Cross, Anton Yelchin, Leonard Nimoy

★★★☆☆ Batzman
★★★☆☆ Jet Strajker

★★★★☆ Mal Sehen

star_trek11

Die Story
>>>Spoiler Anfang<<<

Kirks Vater wird nach der Entführung seines Chefs durch die Besatzung einer riesigen Rose von Jericho (evtl auch einer Artischocke), selbst kurzzeitig zum Captain eines Raumschiffs. Es gelingt ihm noch die Besatzung inklusiver seiner schwangeren Frau rechtzeitig zu evakuieren ehe das Schiff mit ihm an Bord an der Artischocke zerschellt.

Jahre später. Kirk und Spock – beide mit rebellischen Tendenzen und dem Hang zu emotionalen Ausbrüchen – treffen an der Starfleet Academy aufeinander und können sich nicht ausstehen. Kirk hackt Spocks Kobayashi Maru-Trainingsprogram, doch ehe er dafür zur Verantwortung gezogen werden kann ist Red Alert: Vulkan wird angegriffen und weil die übrige Föderationsflotte grade Halma auf Alpha Centauri spielt, müssen die versammelten Kadeten ran. Nur Kirk darf nicht mit, schafft es aber doch an Bord, nachdem ihn sein alter Kumpel Pille in den verrückten Professor verwandelt, was ganz doll lustig ist.

Auf der Enterprise rettet Kirk auch gleich den Tag, weil er sich an die Weltraumartischocke erinnert, die seinen Vater umgebracht hat. In der Artischocke lebt ein schlechtgelaunter Romulaner namens Nero, der Spock hasst und deswegen mit einem intergalaktischen Korkenzieher ein Loch in Vulkan bohrt und den Planeten sprengt, inkl. Spocks Mutter WinOma Ryder. Vorher wurde noch der Kaptain der Enterprise von Nero entführt um mit Schwippschwäger des Ceti-Aals herauszufoltern wie man die Sprinkleranlage der Erde ausstellt, damit er die ebenfalls mit seinem Korkenzieher und dem Blubb roter Materie in ein schwarzes Loch saugen kann.

Danach geht alles ganz schnell. Spock kriegt einen emotionalen Anfall nach dem anderen, knutscht mit seiner Flamme Uhura im Lift rum und kracht sich mit Kirk und schiesst diesen mal eben in einer Rohrpost-Röhre auf einen Eisplaneten. Dort rennt Kirk vor ein paar Grabbeltisch-Kreaturen die noch von Starship Troopers übrig waren weg und stolpert in einer Eishöhle über den alten Spock aus der Zukunft. Der erklärt ihm per Vulkan-Hirnfick, das der schlechtgelaunte Romulaner sauer auf ihn ist, weil er ihm irgendwie die Schuld an der Zerstörung von Romulus gibt. Durch einen praktischen Zufall wurden Spock und das Artischockenschiff in die Vergangenheit geschleudert und Nero plante 25 Jahre lang seine Rache und zwang Spock zuzusehen, wie Vulkan verpufft wurde.

Spock marschiert mit Kirk in eine ausgediente Kulisse einer Polarstation, die gleich um die Ecke steht. Dort trifft er zufällig Scotty, der sich dort mit Briegel aus Bernd das Brot angefreundet hat. Spock rät Kirk sein jüngeres Ich in den Nervenzusammenbruch zu treiben und verrät Scotty eine Erfindung die dieser erst in der Zukunft machen wird (don’t ask – Logik is grad auf Klo) und schwupps sind Scotty und Kirk wieder auf der Enterprise.

Dort diskutiert Kirk einen Computer in den Selbstm- nee Spock in den Nervenzusammenbruch im dem er im sagt: Deine Mutter trägt Armeestiefel. Spock verhaut Kirk und quittiert dann den Dienst und geht fünf Minuten vor die Tür um einen tiefen emotionalen Charaktermoment zu haben (Spock: “Ich bin sauer weil Mama tot ist” – Spocks Papa: “Ja das is Scheisse gelaufen, stimmt. Ich mochte sie ganz gern.) Dann kommt Spock wieder rein und erfärht das Checkhov nicht nur ganz süss aussieht sondern auch supi Ideen hat, wie sie sich auf die Artischocke schmulen können. Spock und Kirk beamen rüber und kämpfen sich durch das furchtbar unpraktische Artischockenschiff. Spock startet das Raumschiff mit dem Blub Roter Materie, Kirk rettet Captain Pike und die Enterprise macht Whooosch-Zäng und dann fliegt eine ganze Menge Kram in die Luft und Kirk und Spock finden beide das Nero endlich sterben soll, die dumme Sau. Das macht der dann auch und die Enterprise fliegt heim, Spock sagt nochmal den alten Spock Hallo und Kirk kriegt Medaillen Merchendise und darf zukünftig die Enterprise fliegen. Und weil er Spock inzwischen auch richtig lieb hat, nimmt er ihn als Nummer Eins mit an Bord.

Spoiler Ende

J.J. Abrams Star Trek ist ein sehr gemischtes Vergnügen und ein überraschend fragmentarischer Film, der trotz der durchweg gelungenen Neubesetzung nicht so ganz überzeugen will. Fangen wir mit dem positiven an: Die neue Cast ist – wenn wir vom sprechenden Rosenkohl als Scottys Kumpel mal absehen – wirklich gelungen. Wenn der Film funktioniert – und er hat durchaus seine Momente – liegt das hauptsächlich an den Darstellern. Die könnten in den hoffentlich kommenden Sequels sicher noch weiter punkten.

Die Probleme des Buchs sind das, was die guten Darsteller beschädigt. Das fängt mit der Story an, die wirkt wie etwas das aus dem Mülleimer einer Voyager-Staffel gefischt wurde. Romulaner und Zeitreisen, man sollte meinen, dass diese Themen bis zum Erbrechen durchdekliniert wurden und das meist erfolgreicher als in diesem wirren und vor Logiklöchern strotzenden Mischmasch. Eric Bana gewinnt als Bösewicht nie wirkliche Macht und Schwere, er wirkt nie wirklich bedrohlich oder nachvollziehbar. Er ist ein tätowiertes Abziehbild, ein faselnder Raumtrucker ohne Charisma. Gegen Khan oder die Borg-Queen ist er so bedrohlich wie ein Schwammkissen zum Briefmarken anfeuchten. Was auch dran liegen mag, dass er nie die Chance hat sich als Gegenspieler wirklich zu entwickeln, denn insgesamt hat er vielleicht zehn Minuten Screentime.

Streckenweise wirkt der Film als habe man sich erst die spektakulären und teilweise auch gut inszenierten Actionszenen ausgedacht und erst hinterher überlegt, in welche Story sie reinpassen könnten. Dass das Ganze gut aussieht war dabei immer wichtiger, als das es – selbst im Rahmen eines SciFi-Films – halbwegs plausibel ist. Der halbgare Retro-Technik-Einschlag des Films ist deswegen auch eines der konstant störenden Elemente des Films. Nichtmal heutzutage werden Raumstationen auf der Erde zusammengebaut, warum sollte die Föderation so unpraktisch sein ihre Raumschiffe auf der Erde, unter Gravitationserschwernissen zusamzulöten wie heutige Luxusliner? Und warum kann zwar gebeamt werden (was ziemlich billig aussieht und an LightWriting erinnert) aber niemand hat einen Jetpack zur Hand? Klar damit Kirk einen coolen Dive mit dem Fallschirm-Model Möllemann III hinlegen kann. Und wieso sieht es im Maschinenraum der Enterprise aus wie bei Thyssen im Keller? Warum konstruieren die Romulaner ein Bergbauschiff, das hauptsächlich funktionell sein soll, mit absolut unbegehbaren Umläufen ohne Geländer bei denen es an allen Ecken 100 Meter abwärts geht? Wieviele erste Offiziere hat Nero wohl schon verloren, weil ihm bei einer scharfen Rechtskurve die halbe Brückencrew ins Loch gekippt ist? Und liegt es nicht nahe zu vermuten, das eine Rasse, die so bescheuerte Raumschiffe baut, ihren Planeten beim Frühjahrsputz versehentlich selbst vernichtet hat? Logik – auch die innere Logik des Films – ist wirklich nicht seine starke Seite.

Das schadet vor allem der Figur Spock, der von jemand logischem, dessen menschliche Seite ab und zu sichtbar wurde, zu jemandem hochemotionalen mutiert ist, der nur ab und zu mal kurz eine logische Anwandlung hat. Die Szenen mit ihm und Uhura sind so peinlich inszeniert, das ich mich abwenden wollte um die Schauspieler nicht zu beschämen. Was jedoch nichts ist gegen den dümmsten Drehbucheinfall des ganzen Films: Spock wirft Kirk nicht in eine Zelle oder friert ihn ein oder sperrt ihn in ein Stasisfeld, nein er schiesst ihn im Affekt mal eben auf einen Eisplanten, auf dem sie zufällig vorbeikommen. Dort kommt dann eine völlig überflüssige Verfolgungsszene mit schlechten CGI-Viechern und dann trifft Kirk dort zufällig den alten Spock und Scotty. Und so sehr ich mich auch freue Leonard Nimoy zu sehen und so viel Würde und Gravitas der ehrenwerte alte Humpel auch ausstrahlt – dieser dumme Plottrick versetzt dem Film einen unglaublichen Tiefschlag. Diese Hauruckdramaturgie wäre selbst in einem Star Wars-Film schwer verdaulich, aber in einem Streifen der vorgibt ernsthafte Charaktere zu zeichnen, ist er eine Katastrophe.

Das die Charakterentwicklung auch ansonsten sehr hoppla-hopp abläuft, fällt dabei kaum mehr ins Gewicht. Emotionale Szenen und ernsthafte Dialoge sind Abrams und der Drehbuchautoren Sache nicht, man spürt in jedem Moment ihre Unsicherheit, wenn es mal ans Eingemachte gehen müsste. Vielleicht flüchtet sich der Film deswegen oft in platte Kalauer und pubertäre Witzeleien. Checkovs Akzent ist sicher als superlustig gedacht, die an Teenieklamotten erinernde Szene in der sich Kirk nach der Sexbalgerei mit einer grünen Alienschlampe unterm Bett versteckt und Uhura anspannert ist auch ganz superwitzig, Scottys (ein völlig verschwendeter Simon Pegg) Groundskeeper Willi Imitation genauso. Das sie einer Comic-Relief-Figur wie Scotty noch eine Comic-Relief-Figur als Sidekick zur Seite stellen spricht ebenfalls Bände. Pille aka Bones ist ein wandelnder Oneliner ohne jeden Charakter oder wirkliche Bedeutung. Und immer wieder schaler Slapstik. Ob dicke Finger und geschwollene Zunge – superlustig, wenn man 11 ist – lustige CGI-Tiere, herumstolpernde Crewleute oder die ungelenk hingeworfenen Anspielungen, die den Fans gönnerhaft serviert werden und etwa so subtil daherkommen wie Ingolf Lück der in der Wochenshow einen Scherz gemacht hat.

Seht Kobayashi Maru! Seht Spock zieht die Augenbraue hoch! Seht das ist Captain Pike aus The Cage! Seht her der alte Spock zitiert die Sterbeszene aus einem viel besseren Film. Seht Pille sagt: I’m a doctor not a physicist! Seht: Pille verflucht Spock als greenblooded Goblin! Schaut sie erwähnen Captain Archer aus Enterprise! Seht: Spock sagt zum ersten mal Fascinating!

Immer bleibt die Kamera ein paar Sekunden zu lange, immer wird der Zuschauer überdeutlich drauf gestossen, das soeben ein Zitat, eine Anspielung stattfand. Leise Töne und Subtilität ist nicht die Stärke von Abrams. Das stört den Handlungsfluss, so wie es bei “Married with children” störte, wenn jeder Auftritt von Al mit minutenlangen Szenenapplaus unterbrochen wurde.

Zum unhomogenen Gesamteindruck trägt auch das Set-Design bei, das wirkt wie von 10 verschiedenen Designern entworfen, die alle völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie die Star Trek Welt auszusehen habe. Auch deswegen mag sich das Innere der (überraschend billig gerenderten) neuen Enterprise im Kopf des Zuschauers nie zu einem ganzen Zusammenfügen.
Die Brücke wirkt wie eine Douglas-Filiale und erzeugt in unnötigen Steady-Cam-Swooosh-Einstellungen den Eindruck man wolle einen neuen Rekord an Lense-Flare-Momenten aufstellen (wobei auch in den quietschebunten Weltraumszenen Lensflares gerendert werden, als müssten sie morgen das Plugin dafür zurückgeben). Der Vorteil des Trek-Designs das seit TNG genutzt wurde, war das es bei aller Fremdartigkeit immer den Eindruck vermittelte halbwegs funktionell zu sein, ganz egal ob es klingonisches, föderations oder cardassianisches Design war. Irgendwo steckte immer eine innere Logik dahinter. Die funkelnde Brücke mit ihrem Overkill ab Bildschirmen und Projektionen, Spotlights und Effektlichtern muss ein Alptraum für jeden sein, der konzentriert arbeiten oder gar ein Schiff mit hunderten von Besatzungsmitgliedern fliegen will.

Mehr als einmal wurde ich an Galaxy Quest erinnert – der im Direktvergleich der bessere Star Trek-Film ist und von dem am Ende auch gut geklaut wurde – dort wurde das hanebüchene Design mit gigantischen Stampfern, tiefen Abgründen und unübersichtlichen Konsolen noch persifliert. Star Trek meint das aber durchaus ernst und vermutlich soll das Ganze auch noch stylish oder im Falle des einfallslosen Maschinenraums, mit seinem nur für einen weiteren schlechten Gag benutzen Rohrsystems, realistisch und dreckig wirken.

So lobenswert der Drang ist endlich mal handfeste Action und optische Größe ins Star Trek Universum zu bringen, so gewollt und krampfhaft wirken die ständigen Kranfahrten und Steadycamwirbeleien, die oft nur mühsam eine Geschichte zusammenhalten, die schon als einstündige Serienfolge nicht wirklich zu den Spitzenmomenten zählen würde. Trek war immer dann am Besten, wenn Charaktere und starke Stories zusammenkamen – was zugegeben auch den alten Filmen sehr selten so ganz gelang. Hier regiert jedoch erzählerisch der Rückschritt, weg von den komplexen Geschichten, den ausgefeilten Figuren, hin zu eindimensionale Karikaturen die dem trashigen Charme der Original-Serie näher sind, als mir lieb ist. Das ist schade, denn das Potential des Neustarts ist immer wieder erkennbar und ganz am Ende, wenn sich die Enterprise auf zu neuen Abenteuern macht, hatte ich tatsächlich das Gefühl, das jetzt ein guter Film anfangen könnte. Was vielleicht auch dran lag, das dort zum ersten Mal klassische Trek-Musik zu hören war und das monotone, grauenhaft Brass-Gepupe von Michael Giacchino, das den restlichen Film untermalt und versucht dort Dramatik zu erzeugen, wo bestenfalls milde Anteilnahme angebracht ist, endlich schweigt.

Star Treks (erstaunlich zahmer) Reboot wird Erfolg haben, weil er viel Kawumm bietet, viel teenietauglichen Humor und als mindnumbing No-Brainer nicht viel vom Zuschauer erwartet. Wer von Star Trek nie etwas gehört hat, hat hier wohl den idealen Einstiegspunkt, der den Wechsel von Transformers zu Trek (selbe Autoren) leicht macht. Doch vielleicht hat das ganze auch seine positiven Seiten:

Es ist schön Trek wieder auf der Leinwand zu sehen und alleine um weiterer Fortsetzungen und einem Revival des Franchise (und vielleicht auch einer neuen Serie willen – die vergessenswerten Ausfälle Voyager und Enterprise waren ja nie das Gelbe vom Ei) willen, hoffe ich, dass der Streifen ein Erfolg wird. Vielleicht schafft ein anderer Regisseur mit anderen Drehbuchautoren ja tatsächlich das Wunder gute Actionszenen und eine smarte Story miteinander zu verbinden. Denn ich glaub die Cast, die kann das.

Wenn man sie denn lässt. Und nach Simon Peggs in der Serie Spaced aufgestellter Theorie, das jeder Trek-Film mit ungrader Nummer Scheisse sei, dürfte die Nummer 12 dann ja wieder Anlaß zur Hoffnung geben.

Bis dahin halte ich mich an die sehenswerten und erstaunlich aufwendig produzierten Fanfolgen von Star Trek Phase II (ehemals New Voyages) – die zeigen mit eindeutig mehr Gespür wie man moderne Stories im Retrostyle erzählen kann, die wirklich Spass machen.

PS: Die deutsche Synchro ist gruselig hingepfuscht. Ich hab den Film sowohl auf deutsch bei der Premiere, als nochmal auf englisch gesehen und die Dialoge sind im Deutschen nochmal um einiges hölzerner und peinlicher.

Jet StrajkerJet Strajker meint:


J.J. Abrams rollt das Feld nach dem Kinoflop “Nemesis” sinnigerweise von hinten auf und zeigt nun, wie ein übermütiger Teen-Kirk zum smarten Adult Captain und Spock zu seinem tiefen Verbündeten reift, wie die U.S.S. Enterprise das erste Mal ins All schießt und wie sich die blutjungen Crew-Mitglieder schon in jungen Jahren mit heftigen Raum-Zeit-Paradoxien herumplagen müssen. Das ist dann ganz schlicht mit “Star Trek” betitelt und erinnert in der Rückbesinnung auf den kleinen Farmerjungen Kirk nach einer spektakulären Exposition nicht selten an “Star Wars”, oder auch: daran, welches Schwelgen in Nostalgie “Episode I” seinerzeit manchem vorenthalten hat.

Der Film kann sich in erster Linie auf seine Besetzung verlassen, die bekrittelten Teenstars machen allesamt einen guten Job, und, ja, über weite Strecken ist dieses Trekkie-Prequel gar solides Schauspielkino. Leider fällt es dem Drehbuch ab der zweiten Hälfte indes schwer, die durchaus spannende Geschichte der jungen Helden ohne künstlichen Sci-Fi-Pomp und eine irreführende Zeitreisestory zu erzählen. Die sorgfältig entwickelten Figuren werden zunehmend gegen lautstarkes Spektakel ausgespielt – und Abrams flüchtet sich in effektüberladene Weltraumschlachten und arg verschnittene Actioneinlagen, bei denen er auf dieselben anstrengenden Farbsättigungen setzt, die schon bei seiner Interpretation des “Mission:Impossible”-Franchise Augenschmerzen bereiteten. Insofern ist “Star Trek” ambitioniertes Rebooten ohne Konsequenz, aber immerhin unter dem Druck eines sensationellen Scores von Michael Giacchino.

Mal SehenMal Sehen meint:

Noch vor einer Woche habe ich ein paar Tage bei einem großen Trekker/Trekkie (er sagte mir, dass es da große Unterschiede gibt und Trekkie per se keine Beleidigung eines Trekkers ist. Das nur mal nebenbei) verbracht und wir haben ein kleines bisschen gebangt, bei dem Gedanken an JJ Abrams Version der Star Trek Geschichte. Einerseits versprach der Trailer viel Wumms und Krawall, andererseits befürchteten wir, dass dabei viel von der ursprünglichen Atmosphäre verloren gehen würde.

Zum Teil wurde diese Befürchtung bestätigt, allerdings hat es dem Film keinen Nachteil verschafft. Das Interessanteste an den Star Trek Filmen war für mich, dass ich immer das Gefühl hatte, dass ich zu einer großen Minderheit gehöre, die fasziniert ist von einer Welt die einerseits komplex und bis in die Haarspitzen durchdacht ist und andererseits recht einfach daher kommt, wenn man bedenkt warum fast alle Aliens aussehen wie verkleidete Menschen. Man war unter sich und freute sich ein wenig.

Dann kam der Trailer zu Teil XI und wir dachten: “Whups! Star Trek wird jetzt Pop. Ok, warten wir es mal ab…”
Und siehe da: Es wart gut! Sieht man von dem infaltionären Gebrauch von Lens Flare und sonstigen Lichteffekten, die nach 10 Minuten nur nervten und nicht mehr stylish wirkten, wurden die Kleine und ich bestens unterhalten. Stellenweise hörten wir nicht auf zu lachen, auf der anderen Seite freute ich mich der Kleinen in ruhigen Minuten von etwaiigen Anspielungen zu erzählen, oder mein Wissen weiterzugeben, der scheinbar größer ist, als ich dachte..!

Kurz zusammengefasst:
Effekte: ★★★★½
Geschichte: ★★★☆☆
Schauspieler: ★★★★☆
Action: ★★★★☆
Humor: ★★★★½

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

Related Articles

  • stb247

    First!
    Und ich würde hoffen: Last!

    Sowohl Film als auch Kritik darüber sollten einfach so schnell wie möglich vergessen werden, damit man ganz á la HULK in fünf Jahren wieder von vorne anfangen kann. Wieder ohne Bana.

    Ich stimme der Review in jedem Punkt zu, hätte niemals soviel Sterne gegeben. Ein ganz guter Sci-Fi-Film ist dem J.J. da gelungen, aber ein abgrundtief schlechter, wenn nicht sogar todbringender Star Trek.

    Der Film hat mit der OriginalSerie, mit den Filmen, ja dem ganzen Star Trek Feeling, dass mich seit dem zwölften Lebensjahr begleitet, nichts aber auch gar nichts zu tun.

    Das Schlimmste an diesem Film sind nicht die grauenvolle Wackelkamera (inklusive Schnitten im Frametakt), der unlogische Plot, die ironiefreien Sets, die billigen Romulaner, die beschissenen Weltraumaufnahmen (erkennt man da eigentlich irgendwas???), die lahme Musik (Warum nur, Mr. Giacchino, Warum?), die bescheuerten Aliens (animiert und als Maske), die kindischen Witze, der vorhersehbare Dialog oder die Tatsache, dass nach diesem Film nichts mehr im Star Trek Universum stimmt und uns gesagt wird, dass wir die letzten 40 Jahre mal in die Tonne kloppen dürfen. Nein, das Schlimmste ist die Tatsache, dass die Leute gut spielen und man ihnen ansieht, dass sie wirklich gern in einem guten Star Trek Film sein wollten.

    Warum hat der J.J. ihnen bloß keinen gegeben? Und warum uns auch nicht?

    Oder Kurzurteil: Nicht so blasphemisch wie das Indy-4-Debakel im letzten Jahr, aber nur knapp über SW-Prequel-Niveau. Reboots sind offiziell Scheisse, was dieser Film eindrucksvoll beweist.

    Ich frage mich, ob ein “echter” Star Trek Fan diesen Film überhaupt mögen kann. Ich kann es jedenfalls nicht.

  • http://- Bateman

    Mist, was mach ich jetzt? Das sollte mein erster Kinobesuch seit Watchmen werden und dann sowas…

    Zum Review, ich finde es an sich schön dass die übliche Abrams-Hype-Maschine (die auf AICN beispielsweise sehr nervt) hier überhört und der Film kritisch hinterfragt wird. Aber stellenweise ist der Text für meinen Geschmack eine Spur zu zynisch geschrieben. Keine Frage, das muss immer eine Mischung aus Objektivität und Subjektivität sein, und ein bisschen flapsige Formulierungen machen Spaß, aber hier fand ichs zu emotional und unfair.

    Gibt’s eigentlich davon abgesehen noch eine zweite Meinung, oder hat nur Batzman den Film geschaut? Was ist mit den anderen vier?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Stb247

    Ich hätte glaube ich nichtmal was gegen einen ernsthaften Reboot, bei dem wirklich eine neue Vision zum Ausdruck kommt und grundsätzlich die Stühle umgestellt würden. Das macht JJ aber nicht, er verwässert und vermeinstreamt Trek lediglich. Er hat keine neue Vision, er macht lediglich Star Trek 90210 oder “I can’t believe it’s not Star Trek”. Eine radikale, mutige Neuinterpretation hätte sehr spannend werden können, aber dazu spielt der Film doch sehr auf Nummer sicher. Letztlich ist er wie ein 60jr, der sich Skaterklamotten anzieht und mit Hamma und Phätt um sich wirft um als cool und jugendlich rüberzukommen. Was JJ Abrams neben wirklich fehlt sind die Eier tatsächlich etwas neues zu erzählen…

    @Bateman

    Zynisch bin ich wirklich nicht. Ich hab mir den Streifen zweimal im Abstand von zwei Wochen angesehen und lange drüber nachgedacht, die Pros gegen die Contras abgewogen, aber ganz ehrlich, die Bewertung enthält schon sehr sehr viel Fanbonus und Goodwill, ich hab ernsthaft überlegt dem Spektakel nur 2.5 Sterne zu geben.

  • Drongo

    Naja, also ganz so kritisch seh ich den Film jetzt nicht. Ich bemüh mich vor allem dem aus einer nicht-Star-Trek-Perspektive zu sehen und denke, dass das ganze so ganz gutes Popcorn ergibt, trotz der kleinen (und des großen) Plotholes.
    Aber es stimmt schon. Bei allen Star Trek Events die letzten Jahre (Kinonächte, neue Filme usw.), hatte ich immer Star Trek Nostalgie gespürt und trotz aller Vorfreude auf den neuen Film und trotzdem er mir eigentlich gefällt, an Star Trek fühle ich mich hier nicht erinnert. Wenns da kräftig piepst und natürlich der großartige Nimoy die (neue Synchron-)Stimme erhebt, dann spüre ich aha-Erlebnisse, doch das ist alles nur punktuell und reingesetzt, nie wirklich stimmig. Dafür ist die Character-Zeichnung nicht passend genug, wie z.B. Spocks ständig Emotionalität und seine Rachlust am Ende (sehr traurig das).
    Doch das war in den letzten Filmen auch nicht anders. Die Charaktere wurden immer gern wegen Popcorn-tauglichkeit umgewurschtelt (Data: “Ran an die Waffen, laden und schießen.”), da ist das hier nicht unbedingt schlechter.
    Keine Ahnung was STXII bringen wird, so wirklich kann ich mir nichts passendes vorstellen, wir werden sehen.

    Grüße,
    Drongo

  • Schwarzmaler

    Das hirntote Publikum heute (Note to myself: niemals Mittwoch in die Spätvorstellung) hat gejohlt. Ob da nun gerade jemand gestorben ist, ein Planet zerstört, oder Spock geküßt wurde. War ihnen alles egal, hauptsache amüsiert. Sogesehen hat der Film funktioniert. Und irgendwie hat er mir auch gefallen, mit all den Zitaten, und trotz des lahmen Bösewichts. Mit besserem Publikum hätte er vielleicht vier Sterne bekommen. Wann wurde eigentlich Captain Archer erwähnt? Ach, und ja, es fehlte wirklich ein einheitliches Design, etwas, das gute Serien (Buffy, STNG) und Filme auszeichnet. Da war von allem etwas dabei, selbst an Bord ein und desselben Schiffes. Schade, hätte man besser machen können. Dieser Film wollte es allen recht machen und wird damit keine Spitzenbewertung einheimsen.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Schwarzmaler

    Scotty erwähnt Archer, bzw dessen Hund den er versehentlich aufgelöst hat

  • Schwarzmaler

    Ach, ok – ja, es war leider eine Zitatensammlung. Alles, was in der Küche stand, mußte rein in die Suppe. Ein Wunder, daß kein Borg irgendwo in der Ecke stand. PS: Morgen lege ich Star Trek I in den DVD-Player. Versprochen. Bevor mir der Review von heute nacht zu euphorisch ausfällt. Ob es mir noch mal gegönnt sein wird, einen ebenbürtigen Star-Trek-Film zu sehen? Ob nun als Teil XII oder XIV oder XVI…?

  • http://blog.glotzkind.de/ Björn

    “Ach, und ja, es fehlte wirklich ein einheitliches Design, etwas, das gute Serien (Buffy,…”

    Sowas von disqualifiziert! Buffy…

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Hey… Buffy dissen disqualifiziert für alles. *fg* Wenn JJ halbsoviel Talent wie Joss Wheadon hätte, wären sowohl Lost als auch Trek um einiges besser…

  • http://blog.fsonline.de Hazamel

    Abrams hat in einem Interview selber gesagt, dass er erstens kein Trekkie ist sondern eher aus Star Wars steht (In meinen Augen hätte er sich da schon für einen Star Trek-Film disqualifiziert ;)) und zum anderen, dass er einen Film machen wollte, den sich auch jemand anschauen kann ohne Vorkenntnisse des Star Trek Universums. Dass dann sowas wie oben erwähnt bei rauskommt, habe ich mir schon fast gedacht. Unterhaltung für das “normale” Volk und ein paar gönnerhaft hingeschmissene Brocken für die Trekkies. Schade eigentlich…

  • http://www.gamer-fm.de Payne

    Bester Satz im Review von Roger Ebert der dem Film einen Daumen nach unten bzw. 2,5 Sterne gegeben hat:

    “There are times when the command deck looks like Bring Your Child to School Day, with the kid sitting in daddy’s chair.”

  • Leto

    Ich war auch gestern in einer Vorpremiere und kann die Kritik weitgehend nachvollziehen.
    In der Tat fühlte auch ich mich mehrmals an Galaxy Quest (vor allem in dem “neuen” Maschinenraum) erinnert.
    Als Hauptschwachpunkt des Films würde ich auch ganz sicher den haarsträubend konstruierten Plot benennen – zeitreisende Romulaner (auch wenn die Zeitreise, im Gegensatz zu Star Trek 4 oder 8 ja hier unfreiwillig stattfindet) und die storytechnischen Konstrukte der Unlogik und bemerkenswerter “Zufälle” (Kirk auf dem Eisplaneten ausgesetzt etc., fand ja alles Erwähnung)… – und als Hauptstärke empfand ich gleichfalls (neben den state-of-the-art Effekten) die Darsteller.

    Aber eine weitere Stärke wird im Review IMHO zu Unrecht unterschlagen: Der Film dauert knapp 2 Stunden und es gibt IMHO wirklich keinen einzigen “lahmen” oder als überflüssig empfundenen Moment. Man guckt nicht auf die Uhr, gähnt nicht oder wünscht sich, eine Szene möge endlich vorbeigehen. Es gibt auch keine Momente der Peinlichkeit, bei denen man beim “Fremdschämen” im Kinosessel versinken möchte (noch nicht mal im Uhura+Spock Moment, obwohl ich diese “Idee” auch für wenig geglückt hielt). Wirklich perfekt gemachte Unterhaltung – Action, Spannung, Witz, Rasanz am laufenden Band, die aber zugegebenermassen nicht im Star Trek Universum hätte angesiedelt sein müssen – die “Alleinstellungsmerkmale” von Star Trek entfallen hier weitgehend, es gibt keinen moralischen Konflikt ala Star Trek 8/9, keine politische Parabel ala “Das Unentdeckte Land (Star Trek 6)”, keine mythologisch-archetypisch geprägten Metaphern über den Sündenfall, (Star Trek 2/3 – Genesis, Opfertod und Auferstehung), die Arche und die Rettung der Schöpfung (Star Trek 4) etc. – einfach nur inhaltlich triviale Sci-Fi-Unterhaltung in modernisierter Optik mit den bekannten Charakteren. Das ist sehr schade.
    Der Vergleich mit Transformers (pinkelnde Riesenroboter…) oder den Star Wars Prequels (Anakin + Padme, oh George, erbarme dich…) verbietet sich hier IMHO dennoch in jeder Hinsicht, wenn ich daran zurückdenke, wie viele Momente des Fremdschämens wir in diesen Filmen erleiden mussten. Da konnte man es sich in der “Fremdschäm”-Position ja schon gemütlich machen.

    Die Tatsache, dass vieles zwanghaft auf “lustig” getrimmt ist, konnte ich gut verkraften, weil dies meiner Ansicht nach auch gut mit der deutschen Fassung des Classic Serie (die englische Originalfassung ist ja viel ernsthafter und humorloser) harmoniert, wie die grenzdebilen Dialoge mancher Synchro-Ideen ja den gelegentlich unbestreitbaren Trash/Pulp-Charakter der Classic Serie vortrefflich zu unterstreichen vermochten.
    Auch die Anspielungen auf die anderen Star Trek Filme, vor allem Star Trek 2, empfand ich bei allen fehlenden Subtilität als gelungen.
    Gestört haben mich eher Änderungen, für die es einfach keinen erkennbaren Grund gab: Was war gegen die Romulaner aus TNG/DS9) einzuwenden? Warum mussten die nun glatzköpfig und tätowiert sein?
    Ich hätte den Film etwas besser bewertet, aber trotzdem Dank an Batzman für dieses im grossen und ganzen faire Review.

  • http://- Bateman

    Haha, auch ein geiler Satz aus der Review von Roger Ebert:

    “Eric Bana’s Nero destroys whole planets on the basis of faulty intelligence”

    :-)

    @Batzman:

    Danke für deine Antwort. Ich zweifle nicht an deinem Goodwill und dem Erwähnen der Pros, mir ging es um die Formulierungen bei den Contras. Aber ist ja auch Geschmackssache, wenn du sagst du hast dir das alles gut überlegt dann reicht das.

    Aber wenn du mir jetzt auch noch Illuminati und Terminator madig machst dann bin ich eingeschnappt :-)

  • http://www.habichnicht.de tomtailer

    Gutes aber etwas hartes Review, vieles kann ich nachvollziehen (Score, dünne Story etc) aber was hier manche für einen arroganten Mumpitz von sich geben in den comments…unglaublich anmaßend!!
    - die “intellektuelle” Filmelite moppert wieder rum…herrlich.

    Nach all den Enttäuschungen der letzten Pre-und Sequel Jahre (ich kennen keinen Indy 4!), war der Film mit all seinen Schwächen (Villian, Logikfehler,Apple-Store Brücke, Eismonster-Chase) eine herrliche Ausnahme und ich habe mich (kein Hardcore-Trekkie aber ich hab im Grunde alles gesehn) sehr gut unterhalten. ST und Logik…Hallo? Die haben für das Happy End praktisch in jeder Folge die “etablierte” ST-Physik geopftert…und was soll das Gefasel von “gönnerhaft hingeworfenen Zitaten”?????Hätten die alle auf Klingonisch und rückwärts sein sollen?

    Den Red-Shirt Gag hat anscheinend hier keiner der hohen Herren mitbekommen -soviel zum Thema “hingeworfen” *kopfschüttel*

    Das Publikum hat nach dem Film applaudiert…aber halt…das waren ja alles ein hinrloser Mob?!

  • Drongo

    Mal ein paar Sätze zur Vorgeschichte: es gibt ja einen vierteiligen Comic (seit kurzem auf Deutsch als ein Buch bei amazon zu erhalten) , der die unmittelbare Vorgeschichte erzählt, welche im 24.Jh. spielt, mit Picard usw., wo sich Nero und Spock auch kennen.
    Ich hatte im Film öfters das Gefühl den Nero gut zu kennen und zu verstehen, eben weil ich den Comic gelesen habe. Mir erschien der gar nicht so blaß. Die Vorgeschichte mit Romulus und der roten Materie wird ja grob von Spock in der Filmmitte zusammengefasst, aber bis dahin weiß wahrscheinlich kaum einer was da überhaupt passiert. Insofern versteh ich, dass viele den Nero für zu oberflächlich halten. Schade, dass JJ diese interessante Vorgeschichte in ein Comic ausgelagert hat. Hätte ja auch n Zweiteiler draus werden können, mit all den alten Darsteller ;-) … sorry, ich war kurz auf Wolke Nostalgie.
    Zu den Tatoo-Glatzen: wird im Comic als Todesritual der Romulaner erklärt (wegen Planet weg und so).
    Und klar sind die Borg dabei: Neros Schiff wurde mit deren Technik gepimpt. :-)

    Schöne GRüße,
    Drongo

  • http://www.chris87.de Christopher

    Mist, warum hab ich das hier jetzt schon gelesen… Wollte ihn mir doch ganz unvoreingenommen heute Abend angucken..
    Naja da bin ich ja mal gespannt…

  • Kahlcke

    Ziemlich polemisches Geplapper.
    Gut das ich ihn vor dem Review hier gesehen habe, sonst wäre ich am Ende drauf reingefallen.

    Ich findem, dass dieser Star Trek seit “Zorn des Kahns” der Beste ist den ich sehen durfte.

  • SuppenkaZper

    Vorweg, ich bin kein großer Trekkie.. kenne ein paar next generation Folgen, ein paar Classics aus meiner Kindheit und alle Filme bis “Erster Kontakt” und selbst für mich als jemand dem davon nicht viel hängengeblieben ist, ist kein, aber so gar kein Star Trek Feeling aufgekommen (vielleicht am Ende, was aber hauptsächlich der Musik zu verschulden ist).
    Das ist einfach schade, denn wie bereits erwähnt ist der Cast durchaus lobenswert, der junge Kirk funktioniert einfach als haudrauf Schönling, genauso wie Spock (wenn er mehr logisch wäre ^^), scotty und Sulu.

    -spoiler ab hier-

    Der “Anfang” des Films, bis die Romulaner Vulkan angreifen geht auch vollkommen in Ordnung und hat mich positiv gestimmt,ab dann ging es bergab. Dann fängt an die innere Logik vollkommen über Bord zu gehen, was ich als eine Art “no go” bei Star Trek betrachte. Chekov kann auf einmal Menschen aus dem freien Fall beamen, die leute aus Vulkan müssen allerdings starr auf einem Feld stehen bleiben, auch wenn sie dafür mit dem Leben bezahlen…
    Und das schlimmste Plothole ist die rote Materie^^
    Man zeigt wie krass dolle kabumm die macht, wenn man nur eine Messerspitze davon in sonen Planeten absondert und dann?
    Dann geht davon der ganze scheiss Kanister hoch der 1000 l umfasst und gut, das schwarze loch ist dann größer, aber definitiv nicht groß genug ^^ wenn man schon mit sowas anfängt muss man es zuende bringen.
    Warum der Nero so derbe angfressen aus Spock ist ist auch völlig unklar, ja er erklärts, aber nachzuvollziehen ist das nicht, wenn Spock hätte eine Entscheidung treffen müssen oder wirklich irgendwas dafür könnte aber nein.. gar nichts.. spock war einfach zur falschen zeit am falschen ort..
    Im Gegenteil zu den meisten Kritikern (inklusive batz) fand ich die Action überhaupt nicht gut inszeniert..
    das neue Phasergeräusch ist kaum zum aushalten, bin bei jedem Schuss zusammengezuckt, die Weltraumschlachten welche in den bisherigen Filmen immer eine gewisse monumentale wucht hatten, beinah schon majestätisch waren, sind hier kaum vorhanden.
    Batzman hats schön gesagt in dem einen Kommentar, entweder genug eier haben das ding komplett neu zu machen oder sich wenigstens an alte Tugenden halten.

    Danke für die Review :) sehr schönes Ding

  • http://www.rock-holiday.de Rock_Holiday

    Das verstehe ich bei den Reviews hier eh selten: Da wird genüsslich, nachvollziehbar und richtig der Streifen auf vielen Zeilen ins Detail auseinandergenommen und zerrissen, erhält aber immer noch 3 von 5 möglichen Sternen. Somit müsste also alles ab Rocky Balboa aufwärts 5 Sterne erhalten. Oder es gibt doch einiges Gutes an dem Film, das nicht erwähnt wird.

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    Das ich das mal sagen würde: Ich stimme mit dir völlig überein. Okay, fast zumindest. Ich würde mir ja wünschen, dass dieses Machwerk floppt und es bloß keine Fortsetzung gibt.

  • Kopfschüttler

    off topic.: ***wer buffy gut findet disqualifiziert sich definitiv*** feststellung ende!!

  • TardisHQ

    Naja, ich stimme mit dem Review so gar nicht überein. Mir hat der Film gefallen, er war witzig und flott inszeniert. Abrahams hat Star Trek neu interpretiert und für ein jüngeres Publikum gemacht. Es sind Fakten anders, ja, aber warum sollte das schlimm sein? Man muss die letzten 40 Jahre nicht in den Müll werfen, wenn man beide Zeitlinien als echt betrachtet…. wer sollte auch beweisen können, welches die Richtige wäre.

  • fiveash

    Der grundsätzlichen Bewertung stimme ich zu, allerdings würde ich nicht ganz so hart ins Detail gehen. Bis zur Stelle auf Hoth mit dem Zufallstreffen mit Leonard war ich noch sehr überzeugt von dem, was ich da sah. Dann ging’s etwas den Bach runter …

    Den Look der Enterprise als aufgemotzten Retro-chic fand ich z.b. ganz gelungen (zugegeben, bis auf das Maschinendeck); dass das Innere der Rose von Jericho völlig sinnlos war, hat mich auch nicht gestört, wieviele düstere Bösewicht-Raumschiffe und Stationen mit endlosen Schächten und schmalen Stegen haben wir schon gesehen? (Der Todesstern hatte immerhin Geländer, das hat den Imperator aber auch nicht gerettet.)

    Zu JJ Abrams, Joss Whedon:

    Erstmal – Ich bin großer Lost-Fan. Deshalb auch eingeschränkt Fan von JJ, aber auf jeden Fall von Damon Lindelof und seinem Können als Autor. Schwächen bei ihm und Lost mögen wenn dann in den Dialogen und Charakterentwicklungen liegen, wass Whedon wahrscheinlich weitaus besser hinkriegen würde. Diese Annahme stütze ich aber allein auf Firefly (rockt! Warum sterben die Guten immer so jung?), Buffy habe ich nie gesehen, davor grauts mich immernoch ein wenig.

    Was mich an Star Trek gewundert hat, war die völlig paradoxe Zeitreise-Geschichte – Immerhin betonen die Lost-Macher besonders gerne, nicht-paradoxe Zeitreisen einzubauen.

    @batzman – oh, btw:

    Jemandem eine Erfindung zu verraten, die aus der Zukunft stammt, und diese somit aus dünner Luft zu erschaffen, ist allerdings nicht paradox, sondern theoretisch möglich.

  • Narf

    Der Film war richtig geil. Mir hat er wirklich gefallen. Und es war der erste Film für mich, bei dem das Publikum klatscht. Ich dachte mir WTF? Was jetzt los? War schön gestern Abend.

    Ich finds ja immer so drollig, wie ihr nach der inneren Logik lechzt und euch damit die Filmerfahrung kaputt macht. Das mag daran liegen, dass ihr euch beruflich und auch privat sehr, sehr viel mit Filmen beschäftigt, aber auf diesem Niveau bin ich nicht, deswegen hab ich diesen Film genossen.

    Ich fand es zB sehr gut, dass der Maschinenraum aussah wie der in einem Flugzeugträger. Das ist halt noch Prä-TNG Zeit, da ist alles etwas dreckiger. Auch das hier gleich einer meckert wegen Tattoos im Gesicht. Lass es doch so sein. Ich dachte, weil das Bergarbeiter sind, sehen die so aus. Irgendein Ritual halt.

    Die Witze für 11-jährige gefielen auch meinem 25-jährigen Ich sehr gut. Pille war so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Der hatte meiner Meinung nach etwas zu wenig Screentime.

    Warum erwähnt eigentlich keiner den Filmfehler, als Kirk nach unten auf diese Plattform springt und da schon die Knarre liegt, die er später dem Romulaner abnimmt.

    Das einzige was mich verstört hat, war das Vulkan jetzt im Arsch ist. Das ist recht krass vom Kanon abgewichen, oder?

    Ich hoffe auf weitere Teile und freu mich auf die Blu-Ray, um ihn mal auf Englisch zu sehen.

  • Dracul

    Wahrscheinlich werde ich eh nicht als richtiger Trekkie durchgehen, denn TOS,TNG und die halbe DS9(ja sorry aber ich kenn Bab5) mag ich eher weniger. Dafür gefallen mir Voyager und ENT ziemlich gut. TAS lass ich jetzt mal weg.

    Vllt mochte ich den Film deswegen so gerne, aber ich kann so ziemlich alles was Batz vorbringt verstehen. Der Maschinenraum, Uhura und Spock, die komische Romulaner die garkeine richtigen sind. Und abei ist das doch mein Lieblingsvolk. Aber naja, kann ich nicht ändern.

    Ich wurde also positiv überrascht von dem Film. Aber das war nach dem letzten Star Trek Film auchnicht so schwer. Alles in allem sehr Sehenswert, vllt schau ich ihn nochmal in OV.

  • Schwarzmaler

    Nochmal nachdem sich die Eindrücke gesetzt haben: ich kam ja heute gegen 02:00 relativ gut gelaunt und gut unterhalten aus dem Kino (schöne Effekte, alte Bekannte, kaum Längen, gute Sprüche, ein bißchen Adrenalin), muß der Kritik aber recht geben. Der Film ist wie McDonals, oder Zuckerwatte. Man wird nicht satt, und es bleibt nichts hängen. Kein Film, den man ein zweites Mal sehen würde wollen, und kein Tiefgang, der hängenbleibt. Bunt, klebrig süß, schnell, laut – kann ja auch mal ganz schön sein.

  • http://www.calibanblog.de caliban

    Boah ey… alle Kommentare les ich jetzt mal nicht;)

    Hab den Film in der PK ja auch gesehen. Und muss sagen, ich fand ihn klasse. Es ist leichtverdauliches Popcorn-Kino. Und wie irgendein Kommentator auch weiter oben schrieb: Man langweilt sich während der ganzen Zeit keine Sekunde.

    Ein Zitat von Batz:

    die dem trashigen Charme der Original-Serie näher sind, als mir lieb ist.

    Genau das war mir lieb! Ich fand den charmant, niemals zu wiederlichen, ja geradezu altmodischen Humor angenehm. Und gar nicht so dämlich, wie Du das empfindest.

    Schau ihn mir heut Abend noch mal an und freu mich wie ein Schnitzel;)

    Einziges Manko: CGI-Geränderte Eismonster passen sowas von überhaupt nicht und auch die bereits bekrittelte “ich schieß Dich in den Weltraum”-Nummer ist dämlich!

  • Sunny

    9 von 10 Punkten von mir! Super lustig, gute Action, gute Effekte…

    Ich war zwar teilweise vom Wechselspiel “Jim”/”James” verwirrt (wusste nicht, dass Jim der Spitzname von James ist) und fand es etwas komisch, dass ein gewisser Herr zeitgleich zweimal existieren kann – aber gut – so ist das dann halt Gut auch die “alten” Uniformen und der gesamte Look – perfekte Mischung aus klassischen und modernen Form.

    Etwas enttäuscht war ich vom Score – von dem ja irgendwie alle anderen begeistert sind. Gerade die neue Enterprise-Theme war mir zu banal – diese Art und besonders den Harmoniewechsel gab es einfach schon zu oft. Weiterhin war mir die Stimme von Eric Bana zu soft – werde mir den Film aber in Kürze nochmal im O-Ton im Kino geben.

    Dennoch war der Film DAS SciFi-Spektakel überhaupt. Teilweise fühlte man sich zwar an StarWars erinnert (Bar mit diverse Rassen, Eisplanet, etc.), aber keine Bange – das StarTrek-Universum bleibt eigenständig…

    Zum Kino: Das Bild im Cinemaxx Kiel war in Kino 6 recht unscharf – da hatte ich mehr erwartet. Es gab auch einige zu grobe Schnitte/Rollenwechsel – freu mich schon tierisch auf die BluRay! Letzte Reihe Parket war auch etwas zu nah dran im großen Saal (in den kleineren Kinos ist es perfekt). Positiv hat mich der Sound überrascht – so guten Surround-Sound gabs im Cinemaxx schon lange nicht mehr!

    FAZIT: 9 von 10

    Ach ja… – STARTREKXI ist wirklich das, was sich die SW-Fans von EP1-3 erhofft hatten!!!

  • http://www.nachtpoet.de NachtPoet

    Ja, sowas in der Art hab ich befürchtet: Kritiker, die den Film aufgrund seiner Story in a nutshell bewerten. Hat die Geschichte Plotholes? Natürlich, ganze schwarze Löcher (mit überracheng geringer Anziehungskraft)! Sind die Dinge nicht immer logisch oder nachvollziehbar? Aber hallo! Erinnert uns das an etwas? Ja! Die klassischen StarTreks! Das ist es ja gerade, was es so großartig macht. Einfach mal wieder in der alten Unschuld sein, über Storylücken und Logikfehler hinweggehen und einfach staunen und lachen und genießen. Dieser StarTrek hatte all das, was den Franchise am Anfang so großartig gemacht hat (und in den neueren Filmen so völlig fehlte), in modernem Gewand und mit großartigen Darstellern. Wird es Menschen geben, die das nicht kapieren? Mit Sicherheit. Aber die sollten sich hüten, sich Trekkies zu nennen.

  • Leto

    Nicht nur Euer Film-, auch Euer Filmmusikgeschmack scheint ja manchmal ganz schön zu differieren.
    Der eine bezeichnet Michael Giacchinos Musik als “monotones, grauenhaftes Brass-Gepupe”, der andere als “sensationell”

    Ich bin selbst grosser Filmmusikfan und war auch eher enttäuscht (von der Musik), auch wenn ich zugeben muss, dass das Main Theme schon ein Ohrwurm ist. Aber leider auch der so ziemlich einzige wirklich gute Bestandteil des ganzen Scores….
    naja, an Jerry Goldsmith (RIP) – ST 1,5,8,9,10 – oder James Horner – ST 2,3 – kommt eben keiner so leicht ran.

  • CiptinKirk

    Was ist denn an Voyager auszusetzten gewesen? Technisch und storytechnisch war das die mit abstand beste Serie. Die neue Enterprise war zwischenzeitlich auch ganz nett. Aber wer die alte Serie mit Kirk und auch TNG gesehen hat wird wohl zustimmen das da viel mehr Folgen viel trashiger waren.

    imho
    me

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @NachtPoet

    Die Leute die du meinst würden sich auch hüten sich Trekkies zu nennen. Die heißen nämlich Trekker *fg*

    @Leto

    Jet musst im Alter von 12 sein Gehör für eine warme Suppe verkaufen, deswegen fand er diesen “Scheissegal Hauptsache Laut!”-Soundtrack auch gut. Er freut sich immer, wenn er überhaupt was hört.

    @CiptinKirk

    Was an Voyager auszusetzen war, steht in meinem nächsten Artikel in dem alle Star Trek Serien rezensiert werden.

  • stb247

    @Batzman

    Is das Verarsche, oder planst du tatsächlich eine Abhandlung über alle ST Serien?

    Zurück zum Phänomen Star Trek:
    Das hat mich begleitet, seit ich sehr jung war und mir meine Jugend versüßt. Mit diesem Film allerdings reiht es sich ein in die Reihe von Filmen, die mir unbedingt sagen wollen, dass meine Jugend vorbei ist und dass alles, was ich damals gut fand, nun von eine doofen neuen Generation assimiliert wird. Seit 1996 sind Sequels also offiziell nicht mehr für mich gemacht. Beispiele? Bitte:

    Indy – verkackt
    Star Wars – verkackt
    Terminator – verkackt (das wird Bale auch nicht rausreissen)
    Die Hard – verkackt
    Alien – verkackt (incl. Predator)
    Planet of the Apes – verkackt (warum nur, Timmy???)
    Batman – verkackt (nochmal, Bale reicht nicht)
    Mission Impossible – verkackt (was hat Tommy sich denn nach Teil1 gedacht?)
    Und jetzt also auch Star Trek, mein Heiligtum – verkackt

    Was fehlt noch?
    Zurück in die Zukunft – wird kommen, garantiert
    Gremlins – dito, schön mit CGI
    Ghostbusters – mein Vertrauen sinkt

    Is schon Scheisse, wenn man merkt, dass Hollywood einen nur noch als Bezahlmaschine sieht und nicht als treuen Kunden. War schon immer so, aber fiel früher nicht so auf.

  • KodyMonstah

    Simon Peggs Theorie stimmt nicht. ST3 war Sahne und ST10 Banane.

  • http://www.darthfj.de DarthFJ

    das wort “Transformers” fiel.. und schon bin ich da^^

    Komm gerade aus Kino… und ich habs genossen! Verwundert? NEIN! Is ja der dumme TF Fan.. höhöhö… oh man… naja reden wir nich drüber. Kurz, der Film war spitze! Wurde gut unterhalten und Gänsehaut gabs allerhand. JA, ich bin kein Trekkie, konnte nie vorher was damit anfangen… klar – es ist halt Kult und einen gewissen Charme hat die Serie schon. Aber der Film war super. Wurderbarer Score (wieder das Element wo Meister Drei-Klinge und Eisenmann doof aus der Wäsche schauen), eindrucksvolle Bilder und eine Soundkulisse, die mir unter die Haut ging. Die Lacher kamen gut im Kino an … und das hat mir gereicht – Wuwuwu Teeniehumor – andere sitzen bei “Scrubs” da und lachen.. ich mein DIE Leute kann man nicht verstehen!
    Story war ne solide Grundlage (woher soll ich wissen, dass die Remuladen Heinis schon 20mal thema waren) und ansich war jeder Charakter amüsant (aber wohl kaum tiefgründig). Beide letzten Kritikpunkte erinnern mich da mal wieder an so einen komischen Film.. hmm wie hieß er noch gleich.. ach ja.. gab ja nen Trailer zur Fortsetzung (OPTIMUS!).

    Leute, ihr bleibt mir zu negativ^^ Viele von euch sehen nur noch verbissen: “Der Film kann gar nicht das Original ersetzen! Er missbraucht ihn!” und das bei jedem Remake… wie schon die Tagline verrät.. die Zukunft beginnt!

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Was letztlich die These bestätigt: This is Trek for people who dont get it.

    Die Frage die mich bei sowas interessiert ist, wie auch bei Bond, warum man sich – wirtschaftliche Gründe mal abgesehen – einer Reihe bemächtigt die man nicht mag, nicht verstanden hat und zu der einem so absolut null-nix garnischt originelles einfällt, außer Krachbumm-Action und Pennäler-Klamauk, der so in jedem anderen Blockbuster-Gedöns aus zu sehen ist. Ich denke ein wirkliche neue Vision, eine einzige gute und smarte Story und das Gefühl von Inspiration hätte jede Änderung und jedes Abweichen vergessen lassen. Ein wirklicher Reboot, ein echter radikaler Neubeginn, eine ganze eigene Idee von Star Trek – das wäre sehr spannend gewesen. Doch dafür braucht es andere Kaliber als den Versatzstückjongleur Abrams.

  • stb247

    Ja, die Sache mit der neuen Idee hätte mir auf jeden Fall besser gefallen und wohl viele “Trekker” zufriedener gestellt. Zumal da ja ein unterhaltsamer Sci-Fi-Film drin versteckt war.

    Ich bin inzwischen der Meinung, dass der Spruch “Hollywood hat keine neuen Ideen” gar nicht der Kern der Sache ist. Rein wirtschaftlich gesehen, macht es total Sinn auf ein bewährtes Produkt zurückzugreifen und damit Geld generieren zu wollen. Deshalb gibt es ja auch 5 Golfvarianten bei VW. Oder den iPod Nano. Leute haben ein Produkt erfolgreich gemacht und nun geht es darum, sie zu überzeugen, das gleiche Produkt – inklusive einiger Updates – nochmal zu kaufen. Da sie mit dem “Original” zufrieden waren, sind sie auf jeden Fall offen für eine Neuauflage.

    Sequels sind da nichts anderes und Reboots nur eine Variation davon. Man bekommt automatisch Kunden, die das Original gut fanden und mehr wollen. Problem ist nun aber, mehr Kunden als diese Nerds zu generieren. Und jetzt wird es schwammig, denn je weiter man sich vom Original entfernt um diese Neuen zu bekommen, desto stärker läuft man Gefahr die Alten zu verlieren. Das Risiko geht man aber ein, denn der einzige Grund, überhaupt eine Neuauflage als wirtsschaftlich sinnvoll anzusehen, sind die Alten. Man hat quasi Abonnenten in der Tasche, die sich das Update auf jeden Fall angucken, egal wie schlecht es sein mag.

    Und damit kommt man zum Problem der Kunden. Es handelt sich dummerweise nämlich nicht um einen Golf oder iPod, sondern ein Medium, das Emotionen weckt, das es geschafft hat, über den Begriff “Produkt” hinaus zu existieren. Das, unglaublich aber wahr, echte “Kunst” ist.

    Sequels, Reboots, Prequels, Spin Offs usw. erinnern die Kunden aber daran, dass es mehr “Produkt” als “Kunst” ist, dass es nur um’s Geldmachen geht. Das die empfundene Emotion einem wirtschaftlichen Kalkül zu Grunde liegt. Wenn aber über die Jahre eine emotionale Bindung zum Produkt aufgebaut wurde, dann kann es passieren, dass diese Erkenntnis ins Negative umschlägt.

    So war es bei mir der Fall und offenbar auch bei anderen. Das macht aber dem Studio nichts, da es unsere Tickets ja quasi umsonst bekommen hat. Wir sind da rein, weil das Marketing uns gar nicht überzeugen musste, weil wir schon trainert waren. J.J.s Star Trek hat es offenbar geschafft, mehr Neue als Alte zu generieren und damit die Alten in die Wüste geschickt. Ähnlich erging es Star Wars, wobei dort die Alten noch in der Überzahl scheinen. Noch.

    So, das war ganz schön lang und sollte eigentlich nur eins sagen: Star Trek wurde neu aufgelegt und so stark verformt, weil man beide Zielgruppen, Neu und Alt, erreichen kann. Das schafft man mit einer “orginellen” Idee nicht, weil es da nur Neue gibt. Wirtschaftlich gesehen sind also Filme, die auf “Anerzogenes” zurückgreifen, tatsächlich sinnvoll.

    Nur Scheisse, dass man damit für zukünftige Unterfangen ein Teil der Alten verliert. So wie mich. Ich werde mir die DVD nämlich nicht kaufen. Und auch keine neuen Star Trek Bücher. Habe ich auch nicht bei Indy4, DieHard4, T3 usw. Aber ich bin in der Unterzahl. Scheisse, wenn man ausrangiert wird.

  • Doughnut

    Ich werd mir den Film trotz eures Verrisses ansehen. Von den alten Filmen gefallen mir auch nur die Wenigsten, also hab ich eh nicht so grosse Ansprüche an Star Trek. Ihr tut ja fast so, als ob Abrams da wer weiss was für Vorbildern nacheifern müsste. ;)
    Was war da schon gross?:
    Ok, da war “Das unentdeckte Land”, mit Riesenabstand der beste Trekfilm, den es jemals geben wird (ja, auch wird), dann war noch Teil VIII ganz ok und der 2. bis 4. Teil annehmbar. Das wars aber auch schon, die anderen Filme der Reihe sind allesamt schwer erträglicher Schrott. Und von den Serien taugt auch das Meiste nichts. TOS war Thrash, TNG war nervig psychologisierend und selten wirklich spannend, DS9 war ok, Voyager und Enterprise aber wiederum beide Schrott (wenn ich schon an diese Witzfiguren von Andorianern denke, krieg ich ne Krise).
    Also, was bleibt denn da noch gross, um es auf den ach so heiligen Trekkie-Sockel zu heben? Seht es ein, gutes Star Trek ist zum grossen Teil eine bisher kaum erfüllte Wuschvorstellung der Trekkies und keine Leinwandrealität (bis auf 2 von 10 Filmen vor diesem).
    Und da das Franchise mehr Mist als Qualität hervorgebracht hat, kann man über jeden einigermassen guten Star Trek-Film eigentlich nur erleichtert sein. Stattdessen macht ihr den hier wegen Kleinigkeiten madig, nicht zu fassen!

  • http://www.nerdsnacks.com Nerdsnacks

    Ich fand den Film wirklich gut! Der Megakracher des Jahres wird er nicht, aber zur Abwechselung mal wieder ein wirklich guter Star Trek! Mein Review zu dem Film gibt’s übrigens auf meinem Blog.

  • Leto

    Ich stimme Batzmans implizierter Schlussfolgerung, dass ein (wie auch immer gearteter) “Anspruch” oder eine “tiefere Bedeutung” hier zugunsten des puren Unterhaltungswertes geopfert und somit Star Trek eines “Alleinstellungsmerkmals” (im Sci-Fi-Genre) beraubt wurde, ausdrücklich zu.
    Dennoch würde ich das nicht nur so negativ sehen – der Spagat zwischen den unterschiedlichen Zielgruppen (normale Kinobesucher und “Fans”) war schon immer ein Star Trek-spezifisches Problem, das in den verschiedenen Filmen unterschiedlich gut gelöst wurde.
    Auch Star Trek ist (leider) keine idealistisch orientierte keine Weltanschauungsgemeinschaft, die um ihrer selbst willen existiert, sondern Bestandteil einer Unterhaltungsmaschinerie, die Geld erwirtschaften “muss”, sonst wird Paramount die Produktlinie einstellen.
    Es gab auch früher schon Star Trek Filme, die zugunsten kommerziellen Erfolgs Star Trek-spezifische Inhalte vernachlässigt haben, um mehr dem ach so verachteten Krach-Bumm-Action-Mainstream zu frönen, z.B. der vielgelobte Star Trek 8 – First Contact, der IMHO Star Trek 11 sehr ähnlich ist. Gibt es hier ausser Picards moralischem Konflikt um Rache an den Borg und sein dadurch getrübtes Urteilsvermögen sowie die Darstellung der im Aufbruch zu den Sternen befindlichen Menschheit besondere Trek-spezifische Philosophie und Botschaften? (die Borg wurden nicht durch “Verhandeln” besiegt, sondern …) – IMHO eher wenige, der Film würde für seine (für damalige Verhältnisse) sensationelle Raumschlacht, gute Action, den erstklassigen Humor und den hohen Unterhaltungswert gelobt.
    Ketzerische Frage: War wäre, wenn “Transformers” und Star Wars Episode I und II (III lasse ich aussen vor, den fand ich bei allen immer noch vorhandenen Problemen gar nicht so schlecht) “gute (Unterhaltungs-)Filme” (ohne “Anspruch”) gewesen wären?! Hätte man da auch kritisiert, dass es keine moralisch aufbauende Botschaft, keinen philosophischen Diskurs, keinen ethischen Konflikt etc. gegeben hat?

    Um nicht missverstanden zu werden: Ich bedauere diese Trivialisierung und inhaltliche Verflachung von ST11 auch, sogar aus tiefem Herzen (als “Fan”) aber ich bin Realist genug, um zu erkennen, dass – wenn ST11 nicht genug Geld einspielt – es wahrscheinlich mit “Star Trek” endgültig vorbei ist. Dafür nehme ich die Reduktion von ST11 auf ein (allerdings IMHO erstklassig gelungenes) triviales Unterhaltungsspektakel in Kauf – in der Hoffnung, dass dessen Erfolg eine erneute Vertiefung und Einbeziehung Trek-spezifischer Charakteristika in potentiellen Nachfolgefilmen/serien ermöglichen kann.
    Ein reiner (aber kommerziell erfolgloser) Fan-Film hätte dies wohl nicht schaffen können.

  • madanaikum

    Jetzt mein kurzes Resumee:

    Was mir gefallen hat:

    Die Cast + die Charaktere – obwohl mir Chekov als zu hyperaktiv erscheint.
    Die (jaaa, offensichtlichen – na und?) Verweise auf alte Treks; „Er ist tot, Jim“ ist wohl abhanden gekommen.
    Die schon aus dem Trailer bekannte Autoverfolgung unterlegt durch „Sabotage“.
    Auch sonst der viel kritisierte Krach-Bum-Bang.
    Der Humor – jawohl, der platte Humor!

    Was mir nicht gefallen hat:

    Vulkan kaputt…
    Musste die bekannte Geschichte so verfälscht werden, nur um den alten Spock irgendwo unterzubringen?
    CGI Monster – die hab ich doch irgendwo schon gesehen… Primeval? Enemy Mine? MIB? PitchBlack?
    Nero kommt zu kurz, und der ist gar nicht richtig böse, nur traurig und aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen rachsüchtig.
    Die zu vielen Zufälle, vor allem der Eisplanet, auf dem der alte Spock UND Scott UND Kirk gleichzeitig sind.
    Und: dass ein Kadett nach drei Jahren Captain wird, einfach so, ohne Karriere auf der – sagen wir mal – USS Faraday…

    Wo ich gespalten bin (außer am Hintern):

    Das Design der Schiffe, nicht gerade Stromsparend, außerdem werden doch die Glühbirnen verboten!
    Musik – hat was von Ben Hur oder Moses, hab noch die Sandalen gesucht.

    Über die Logikfehler bin ich einfach hinweg gegangen, die gibt es überall.

    Insgesamt habe ich den Film sehr genossen.
    Mainstream, na und? Ich gehe ins Kino, um mein auf der Arbeit intelektuell angestrengtes Gehirn vorübergehend an der Kasse abzugeben und gegen Popcorn einzutauschen. Obwohl, gestern waren es Tacos. Also: Ziel erreicht.
    Filme, die einem mental etwas abverlangen, schaue ich mir in Ruhe alleine zu Hause an.
    Ach so, wer sagt denn, dass im nächsten Teil die Zeitlinie nicht wieder berichtigt wird?

  • Klaus

    Der Film hat meiner Meinung nach zwei Probleme
    1. viele kleine Fehler
    -”gefährliche materie” die per Hand transportiert wird
    -Transporter der so funktioniert wie es jeweils in Drehbuch passt
    -…
    kurz fehlender “Realismus”

    2. unnötige Heroisierung
    -2 Leuet entern Schiff
    -..

    Würde man die schwachstellen beseitigen könnte man auch den aufdringlichen Humor weglassen weil der Film nicht unfreiwillig komisch wäre.

  • http://72dotsperinch.blogspot.com okarola

    Ich hab mich prächtigst amüsiert, ganz großes Kino! Eine geile Scheiße war das!

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Doughnut

    Stimme deiner Einstufung der Trekfilme und Serien weitgehend zu. Gemessen an den anderen Filmen sind in der Tat nur 6 und 8 wiklich relevant, Star Trek hatte seine Stärken nie im Kino sondern immer im TV. Und ich denke es ist einfach schwierig diese TV-spezifischen Stärken (harte Themen, Charakterentwicklung) mit den Anforderungen an einen Blockbuster unter einen Hut zu bekommen.

    @Leto

    Du hast natürlich zum Teil Recht. Auch Star Trek 8 war ein Actionfilm, dennoch war er mit dem Ahab-Motiv vom Gefühl her – und in der moralischen Ambivalenz der handelnden Personen – sehr nahe am Trek-Gefühl. Die Personen waren glaubhaft, waren Charaktere – was natürlich nicht unwesentlich an der Vorarbeit lag, die die Serie geleistet hatte.
    Meine Kritik bezieht sich jedoch nicht ausschliesslich darauf, das der Film als Trek-Film schlecht funktioniert. Ich finde ihn auch als reinen Popcornfilm nur solala gelungen, denn dafür ist er nicht stringent genug erzählt, der ganze Nero-Plot zu verschwurbelt und unlogisch und das Finale gemessen an den vorangegangenen Actionszenen auch einfach sehr lahm. Auch als Blockbuster würde ich dem Film nicht mehr als 3 Punkte geben.

  • http://72dotsperinch.blogspot.com okarola

    Verstehe ganz und gar nicht, wie man am Setdesign und ganz besonders an den Lichteffekten was aussetzen kann, besseres gab es noch nie zu sehen.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    @Batzman:

    Ich gebe dir beim nächsten Wiedersehen mal ‘nen Satz warme Suppe, du freches Stück.

    Giacchino ist einer der drei, vier wirklich begabten Filmmusikkomponisten Hollywoods momentan. Die Musik übrigens auf Grundlage des Films zu beurteilen finde ich problematisch, da muss man schon die CD hören.

    Dass das alles nicht an Goldsmith heranreicht versteht sich aber natürlich von selbst…

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    “Giacchino ist einer der drei, vier wirklich begabten Filmmusikkomponisten Hollywoods momentan. Die Musik übrigens auf Grundlage des Films zu beurteilen finde ich problematisch, da muss man schon die CD hören.”

    Mag sein. Hier hat er aber absoluten Bullshit produziert. Ich schätze Giacchino seit seinen frühen Medal Of Honor-Scores, aber was uns der Mann hier als neues Star Trek-Thema unterjubeln will kann doch nur ein extrem schlechter Scherz sein. Ich habe den Score vor und nach dem Film mehrmals gehört und bin not amused. Kein Substanz & kein Subtilität (passt hervorragend zum Film). Selbst wenn man zum Vergleich nicht Goldsmith auspackt sondern sich nochmals die Arbeiten von McCarty, Horner oder Rosenman anhört, kann Giacchino einfach nur verlieren.

    Und: Das übliche “Du kannst doch die Musik nicht beurteilen, wenn du sie nur mit dem Film zusammen gehört hast” ist doch totaler Blödsinn. Ich bin selbst ein großer Freund von Scores und habe auch eine ausreichend große Sammlung zu Hause. Aber es ist und bleibt FILMmusik – sie muss primär im Film funktionieren und dort auch gefallen. Deshalb kann man sehrwohl nach dem Sehen eines Filmes sagen, ob die Musik jetzt gut oder schlecht war. Sicherlich eröffnet das Hören der CD viel mehr Feinheiten und man bekommt noch einen neuen Zugang zur Musik, aber es ist und bleibt nunmal FILMmusik. Punkt.
    Ach ja: Die Musik von Star Trek funktioniert weder im Film noch auf CD.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Mit “Punkt” diskussionsabwürgend argumentieren zu wollen.. nun ja. Und ich würde durchaus behaupten, dass man spätestens seit Ende der 80er Actionscores nicht mehr auf Grundlage des jeweiligen Films beurteilen sollte, da sie mit dem Aufkommen der immer lauteren und vordergründigen Toneffekte im Soundgetöse unterzugehen drohen… bei Abrams’ wildem Schnittgewitter umso mehr. Gerade deshalb sind 90% der aktuellen Filmkompositionen ja auch Bullshit, weil sie UM die Soundeffekte herumgeschrieben werden (Untalente wie Zimmer sind darin Meister), eigentlich hat das, was Leute wie Tyler Bates und Joint-Venture-Konsorten da heute fabrizieren mit Filmmusik sowieso nichts mehr zu tun.

    Elfman hat das öffentlich bei BATMAN seinerzeit beklagt und damit geradezu prophetisch Recht behalten.

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    Okay, das “Punkt” ziehe ich zurück. Ich habe nur diese Diskussion schon so oft geführt, da ist mir das im Eifer des Gefechts rausgerutscht. Sorry dafür.

    Du hast mit deinen Anmerkungen sicherlich recht, aber muss die Musik dann nicht trotzdem noch im Film funktionieren? Und was Giacchino bei Star Trek abliefert halte ich für ziemlich schwach, egal ob im Film oder auf Platte. Ich meine, hälst du seine Kompositionen für den Film für wirklich stark?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Nein, ich würde nicht sagen, dass ihr eine sonderlich komplexe oder wertvolle Partitur zugrunde liegt, es jetzt die Filmmusik des Jahres sei oder an Goldsmiths Meisterschaft kratzen würde, aber ich finde es ist ein verdammt druckvoller, originell-verspielter und mitunter schlicht schöner Score.

  • Leto

    @Batzman
    Danke für die Antwort.
    OK, dann bleiben wir hier unterschiedlicher Ansicht – das ist ja legitim. Ich fand, dass “Star Trek 11″ als “reiner” Unterhaltungsfilm trotz der Plot-Schwächen hervorragend funktioniert – auf jeden Fall Lichtjahre besser als “Episode I/II” oder “Transformers” und ich daher Vergleiche mit diesen Werken aus Gründen, ich ja weiter oben in meinem ersten Posting erläutert habe, für ziemlich abwegig halte. Nur als Star Trek-Film im traditionellen Sinne versagt ST11 leider in vielerlei Hinsicht.
    gruss + schönes WE

  • Pingback: Trekkie spielt Star Trek-Theme auf einem Theremin | Nerdcore

  • http://abgespielt.wordpress.com Ranor

    “aber ich finde es ist ein verdammt druckvoller, originell-verspielter und mitunter schlicht schöner Score.”

    So gehen die Meinungen auseinander. Imho trifft all das nämlich genau nicht zu… ;)

  • fiveash

    Muss hier mal Ranor und Co zustimmen, ich fand den Score auch recht gelungen, und zähle Giacchino auch zu den frischesten, originellsten Filmkomponisten momentan. Dafür, dass Musik tot ist, und Filmmusik gleich dreimal, macht er einen sehr guten Job im Vergleich zu den alteingesessenen Herren, die im Jahr 30 Filme vertonen und sich nur noch wiederholen können.

  • stb247

    Nana, wir wolln mal realistsich bleiben.

    Ich bin großer Fan von Mr.G, aber das war kein Glanzstück. Und nen”guten Job machen” reicht ja wohl für Star Trek nicht aus, dachte ich. Na gut, ich fand ja den Film auch nicht so doll und würde alles unter “nen guten Job machen” verbuchen.

    Von daher passt es dann wieder. Aber keiner der alten Herren haut mehr als 4 Scores pro Jahr raus. Keiner.

  • Andi

    Mich wundert ja etwas, dass noch niemand die peinliche Nokia-Werbung erwähnt hat. An der Stelle hatte ich den Film schon weitgehend abgeschrieben, und im Nachhinein betrachtet lag ich damit gar nicht mal so falsch.

    Meiner Beobachtung nach stimmt Bazmans Satz “Trek for people who dont get it” nicht ganz; ich würde eher sagen: Ein Film für Leute, die entweder gar keine oder noch nicht lange Trek-Fans sind. Wer mit TOS und TNG aufgewachsen ist, scheint den Film überwiegend abzulehnen, während diejenigen, die erst in späteren DS9-Staffeln oder VOY zu Trek gefunden haben ihm anscheinend viel mehr abgewinnen können.

  • Funky

    Ich finde ihr solltet euch in die fünf Filmfeinde umnennen. Ich begreife nicht wirklich den Sinn dieser Seite, wenn die Reviews jeden Film auseinander nehmen. Solltet ihr nicht Freude und Spaß an Filmen haben? Manchmal hab ich das Gefühl, dass die reviewenden Herren der Schöpfung sich ziemlich erhaben über das Produkt Film fühlen.
    Wenn ich eure Kritiken lesen denke ich mir immer: Es ist so einfach etwas zu verurteilen, aber so schwer etwas zu erschaffen.

    Die 5 erbarmungslosen Reiter sollten mal wieder über den Sinn dieser Seite und ihre Leidenschaft für den Film an sich nachdenken. Denn die Faszination für das Phänomen fehlt hier gänzlich.
    Gute Nacht.

  • Thomas

    Ich bezeichne mich als Trek-Fan, lechze seit 1991 jedem Stück Film-Trek hinterher, ikonisiere Shatner, habe in TNG eine Familie, habe in DS9 eine Liebe gefunden, kann Voyager akzeptieren und Enterprise durchaus viel abgewinnen. Ich mag ST 2, 4, 6, 8, 9 und ich ehre den Versuch mit 10 einen guten Trek-Film machen zu wollen, der dank des Regisseurs gandenlos in die Hose gegangen ist. Soviel zu mir.

    Nun zum neuen Star Trek: Ich mag ihn. Sehr.
    Ich habe ihn auf der Pressevorführung auf Englisch gesehen und am Mittwoch auf Deutsch. Ich bin ebenfalls in der Synchronisation über diverse Dinge gestolpert, weil sie seltsam oder falsch übersetzt wurden. Insgesamt war sie aber akzeptabel, und wie man aus Bones Pille macht fand ich gelungen.

    Insgesamt mag ich den Reboot, JJ hat einen Popcorn-Film geliefert der einen perfekten Einstieg bietet. Ich mag sehr, dass die Optik so komplett von dem abweicht, was wir bisher in Trek gesehen haben, auch wenn ich das bisherige Design von Trek immer gemocht habe. Aber ich mag es, dass hier Schiffe auf den Kopf gestellt werden, ich mag die zuweilen nervöse Kamera auf der Brücke (die auf der Leinwand gut aussieht, auf der ich bei den Lichtverhältnissen und dem Geblinke aber auch nicht arbeiten will). Was man hier präsentiert ist Star Trek auf eine andere Art, und das ist irgendwie erfrischend. Auch wenn ich, wie so manch anderer hier an zwei, drei Stellen ebenfalls das Gefühl von Galaxy Quest und Star Wars aus dem Kopf wischen musste.

    Fakt aber ist, dass der Reboot gelungen ist. Auf schwere Themen kann man sich jetzt in kommenden Filmen stürzen (ok, bei dem gleichen Autorenteam für 12 wird das wohl eher nichts) – vor allem weniger Logiklöcher und Zufälle wären wirklich schön. Trotz derer aber, ist 11 ein gelungener Film, weil er Entwicklung zeigt. Wobei ich sagen muss, dass mir die Englische Version auch intensiver vorkam … war aber evt. auch nur das Erstsehen.

    Ich mag das neue Star Trek. Und der Einwand, dass man mit dem Film alles über den Haufen schießt, was Trekkies in 40 Jahren in Datenbanken eingetragen haben (Stichwort Canon) kann ich so auch nicht verstehen. Meines Erachtens bewegt sich Star Trek noch immer in der Zeitlinie, die wir seit 1966 kennen – der alte Spock kommt ja aus dieser. Die Kino-Reihe läuft jetzt eben in einer anderen Zeitlinie weiter. Das MMO Star Trek Online bspw. läuft in der Zeitlinie weiter, die wir bisher kennen. Auch die Romane. Es gibt genügend TNG-Episoden in denen diese parallelen Zeitlinien erklärt werden. Und O’Brien in DS9 sowie Kim in Voyager waren am Ende der Serien doch auch Menschen, die aus alternativen Zeitlinien kamen, hat auch keinen gejuckt – in Voyager bewegte man sich in “Ein Jahr Hölle” über zwei Episoden in einer anderen Zeitlinie. Ich kann absolut akzeptieren, dass die Filme ab sofort in einer anderen Zeitlinie laufen. Und unter dem Aspekt der geänderten Zeitlinie, kann ich auch akzeptieren, dass Chekov da ist, obwohl er nicht da sein dürfte. Oder, dass die Enterprise anders aussieht.

    Das Kirk direkt von der Akademie auf den Captains Chair wandert ist natürlich nicht realistisch, aber hey, er ist der Kirk. Dass die Enterprise immer das Raumschiff ist, das aus allen Gefahren heile hervorkommt, oder der Captain der einzige ist, der die Zivilisation rettet stört sonst doch auch keinen?!

    Die Anspielungen habe ich gemocht. Mir ist auch wurscht, ob mit dem Finger drauf gezeigt wurde. Und ich hab auch bei der Fehlbehandlungsszene von Kirk herzlich gelacht.
    Ich bezeichne mich als ST-Fan, aber ich hab kein Stock im Arsch. Ich will im Kino gute Geschichten und gute Unterhaltung. Die Geschichte hier hatte zwar Löcher, aber die hat die Besetzung wieder wett gemacht, bei der hatte JJ nämlich ein perfektes Händchen.
    Außer Bana vlt., der war nur ein Schatten. Was aber wohl weniger an Bana lag. Aber das Feinde aus dem Romulanischen Reich keine großen Dramatiker sind, haben wir schon in ST 10 gesehen ;)

    Ich gäbe 4,0 bis 4,5 von 5 Sternchen. Aber ich habe auch den Bond-Reboot gemocht, und Transformers kann ich mit einer großen Tüte Popcorn auch prima finden …

    Oder brechen wir es runter: Die Regie, die Effekte, die Darsteller. Alles gute Sachen. Das Drehbuch? Voller Lücken und ohne moralischen Zeigefinger. Aber mein Gott, wenn ich das Vergleiche, mit dem was Lucas Star Wars- und Indy-Fans in den letzten Jahren vorgesetzt hat, bin ich froh ein Star Trek-Fan zu sein …

  • http://xxx.de ST-FAN

    Einige haben hier den Sinn dieses Films überhaupt nicht verstanden!!! Ich bin einer der größten ST-Fans seit meiner Kindheit und dieser Film hat meine Erwartungen im höchsten Maße erfüllt (galaktische 5 Sterne)!!! Genau so habe ich mir diesen Film gewünscht!!! Er bietet jeder Zielgruppe etwas, ohne dabei die ST-Fans zu vernachlässigen!!! Und das wichtigste ist, dass er den Geist von STAR TREK in sich vereint!!! Vieles erinnert an die alten Zeiten, und das wollen die ST-Fans von Heute natürlich auch sehen!!! Wer diesen Film nicht mag, hat einfach keinen Sinn für Scifi-Filme oder ist einfach nur “GAY” !!! ;-) Nochmal zur Story: “Wer kein ST-Fan ist, kann die Story nicht komplett verstehen, da das Drehbuch nämlich von einem ST-Fan verfasst worden ist!!!”

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ ST-FAN hat hier den Sinn von Ausrufezeichen überhaupt nicht verstanden! Wer mehr als ein Ausrufezeichen benutzt, hat einfach keine Ahnung von Zeichensetzung oder ist einfach nur “GAY” ! ;-) Hihihohofunny. Not.

    Übrigens ist Abrams Star Wars-Fan, soviel zu Ahnung, Du „Fan“.

  • fiveash

    @ stb247 – “FilmScores”:

    Die Zahl 30 ist natürlich nicht realistisch, 4 kommt bei allen leider auch nicht hin. Hans Zimmers Rekord liegt meines Wissens nach bei 10 pro Jahr, ansonsten waren es mindestens 4 – Jerry Goldsmith: 7.

    Naja, Punkt ist, ich finde, man hört auch immer wieder, dass es sich ständig wiederholt, wie in jeder anderen Musikrichtung eben auch. Mr. G. ist dafür als junger, unverbrauchter Komponist etwas erfrischender, mit Anflügen von Minimalismus in Lost bis zu weitaus theatralischerem Gerums in StarTrek.

  • http://thebrainbar.blogspot.com SimQ

    Ich finde es immer wieder interessant, auf welche Weise viele Star Trek Fans an den Film rangehen. Dieses ständige in den Himmel heben dessen, was vorher war. WENN man schon vergelichen will, sollte man den neuen Film nicht mit Maßstäben messen, die schon für die Vorlage nicht galten. Ich bin selbst ein großer TOS Fan und finde, dass Abrams den Geist der alten Serie sehr gut eingefangen und für das moderne Kino modifiziert hat. Es ging immer sehr stark um die Charaktere und daher war mir persönlich besonders wichtig, dass diese im Reboot nicht zu Scahden kommen. Das ist eben nicht der Fall und hier sehe ich, wie viele anderen, den ganz großen Pluspunkt von Star Trek XI.
    Was große und kleine Plotholes angeht… tja, ist halt nicht der Pate. Muss einen das sooo sehr stören, bzw. versaut es einem den Film wirklich grundlegend? Auch ich sehe die Schwächen, konnte viele Kritikpunkte der Rezension auch nachvollziehen, aber kann ich deswegen nicht mit gutem Gewissen begeistert sein? Jeder hat so seine Vorstellung von dem, was Spock/Kirk/etc gemacht hätte und was nicht, macht es Sinn darüber zu streiten? Und vielleicht sollten sich einige die alten Folgen noch einmal genauer ansehen, da entdeckt man teilweise noch ganz andere Dinge, die den im Fandom tradierten Bildern grundlegend widersprechen…
    Fazit: Ich bin einfach froh, dass ein es einen neuen Star Trek Film gibt und dass er gut ist (und wenn man ihn mal mit den gängigen Kino-Produkten vergleicht muss man das zugeben). Hätte 4 von 5 Punkten gegeben (ich unterschreibe quasi die Rezension in der atkuellen Empire).
    Was ich allerdings noch loswerden will (dann ist wirklich Schluss):
    Warum diese ewigen Star Trek-Star Wars Vergleiche? Das macht genausoviel Sinn wie der ewig-pubertäre Hosen-Ärzte Kampf. Habt ihr kein Zuhause? Is doch beides geil! ^^

  • Mr_Noyes

    An all die Leute, die das “Gemecker” über diesen Film bemängeln: Stellt euch vor, Ihr mögt Riddick. Jetzt kommt endlich der dritte Riddick ins Kino – und Riddick ist nicht mehr Vin Diesel, sondern so ein Emo, der ständig wimmernd in der Ecke sitzt und poetisch über seine Einsamkeit Gedichte schreibt. Während Ihr im Kino vor Euch hingrummelt, holt ein Emo-Pärchen neben Euch die Taschentücher raus und fragt Euch: “Was hast du für ein Problem? Ist doch klasse, dieser Riddick, wie er mit seinen tiefen Gefühlen umgeht. Jetzt geniess doch endlich den Film und hör auf, herumzustänkern und dir den Film schlecht zu reden!” Filme sind nun mal eine Frage des persönlichen Geschmacks, face it.

    Meine persönliche Meinung: Für einen Blockbuster verdammt flott umgesetzt (quasi keinen Leerlauf, nonstop Handlung) – *bis* zum Zwischenstop in Hoth. Ich merk ja Plotlöcher meistens nicht, aber hier hab ich mir verdammt oft den Kopf gekratzt (“Und so setzte er mich hier auf diesem Planeten aus, um hilflos und ohne Möglichkeit des Eingreifens dem Untergang meines Planeten zusehen zu müssen … aber genug geredet, los, auf zum Außenposten der Föderation hinten links!” “Mama, Papa, ich weisss, das kommt jetzt etwas überraschend, aber folgendes: Die gigantische Artischoke, die ein Loch bis in den Kern des Planeten gebohrt hat, jedes Raumschiff dass in seiner Nähe kam, pulverisiert hat, die Artischocke also, deren Auftreten merkwürdigerweise zusamenfiel mit Erdbeben der Stufe 20, ist gerade dabei, unseren Planeten auszulöschen. Jaja, ich weiss, total unvorhersehbar, deswegen seid Ihr auch so überrascht, aber wir müssen jezt erstmal los” “Captain Pike ist Kriegsgefangener des Feindes geworden, aber hey, wir brauchen nicht der Förderation Bescheid zu geben, seine Passwörter zu ändern”).

    Kurzum: Kurzweilig für einen Blockbuster, aber selbst für einen Blockbuster zuviele Plotlöcher und fürs Auge teilweise unstimmiges Design (Fabrikhalle im Maschinenraum, Apple-Store auf der Brücke …. da war Galactica besser). Deswegen: Lieber Riddick 2 als Star Trek

    Und wegen dem Tiefgang: Nöh, ich werd Abrams und Hollywood keinen Blowjob geben, bloß weil sie Star Trek schicker gemacht haben und somit die Franchise ein bisschen mehr Gnadenfrist bekommen hat. Den Blowjob hätte es dann gegeben, wenn man endlich mal einen Star Trek Film gemacht hätte, wie Star Trek immer sein sollte (aber leider nie war): Unterhaltsam (ja, auch mit action), intelligent (wichtig!) und sexy. Wird wohl nix mehr draus in diesem Leben …

  • mightymole

    batzmann hat recht, komme grad ausm kino. habe wesentlich mehr erwartet. der score ist strunzlangweilig, das design stimmt vorne und hinten nicht (behold the most unefficiently designed mining ship!). nero ist nichtmal zweidimensional, sondern sogar ziemlich eindimensional.
    der cast ist toll, das muss man aber zugeben. der rest war very un-awesome.

    größte störfaktoren:
    _das design von neros schiff. das ist doch kein startrek design! immer sahs bei startrek so aus, als ob die schiffe auch tatsächlich funktionell wären. das hier war der feuchte traum von irgend nem cinema4d nerd.
    _der charakter nero war ultraflach.
    _der score war höhepunktlos bis zum ende. videospielemusik bestenfalls.
    _alles im zusammenhang mit dem eisplaneten.
    _die sache mit spock und uhura.
    _der fucking eisplanet nochmal…wer würde diese sache mit der rettungskapsel schon ernsthaft durchziehen???!!!
    _das design des schiffsinneren der enterprise…wtf???!!! uneinheitlich, unfunktionell, unlogisch, unalles.
    ich meine das konzept der originalbrücke war so erfolgreich, dass es sogar einzug in gestaltungskonzepte des us militärs fand. diese brücke sieht aus wie ein apple store, auf hochglanz poliert.
    _checkovs akzent.
    _sulu war cool, warum so wenig screentime.
    _spock ist leicht zu foolen.
    _und und und.

    please refill logic chambers!

  • http://arealfake.blogspot.com/ AREALFAKE

    Spock vögelt O Hura , wie geil is das denn ? !!!

  • http://www.m-performance.de pumpkin_xxx

    (beinhaltet kleinere Spoiler)
    Durch diverse Trailer und Kritiken im Vorfeld hatte ich mich auf einen eher mittelprächtigen Wiederbelebungsversuch des Star Trek Universums eingestellt.
    Ich befürchtete eine Mixtur von Teenesoap und Transformers die all die anbiedernden Versuche unternimmt, es ja jedem Recht zu machen. Auch die Tatsache das J.J. Abrams im Vorfeld tönte, er sei nie ein Star Trek Fan gewesen, ließ Schlimmes befürchten.

    Gestern saß ich also in meinem Kinostuhl, eingequetscht zwischen zwei Trekkers die selbst die Nähte von Scottis Unifom in „Das unentdeckte Land” auf die Probe gestellt hätten. Ich machte mich also bereit mein Star Trek Universum auf der Leinwand in schalen Rauch aufgehen zu sehen.

    Nach ca. 120 Minuten erhob ich mich aus meinem Sessel und machte mich auf den Heimweg – schwer begeistert.

    Der Film hat es von der ersten bis zur letzten Minute geschafft einem perfekte Kinounterhaltung zu bieten. War es das Star Trek Universum das mich durch meine Jugend begleitet hatte? Mit Sicherheit nicht und trotzdem hat es mich bis auf wenige Ausnahmen (Aufzugszene (Spock/Uhura) überzeugt.
    Es sollte eine Neuerfindung des Star Trek Franchises werden – die es in meinen Augen nicht ist – aber die Umsetzung ist zeitgemäß und mit Tempo inszeniert. Lediglich der extreme Einsatz des künstlichen Lense-Flare war manchmal zu viel des Guten. Die jungen Schauspieler spielen vorzüglich und eigentlich besser als die alte Stammbesetzung, lediglich Scotti wirkte etwas zu aufgedreht. Mann gewann durchweg den Eindruck das die junge Schauspielriege die alten Charaktere sehr gut studiert haben.
    Ich kann verstehen das Star Trek Eremiten sich bei vielen Szenen an den Kopf gefasst haben, aber hier liegt ja auch der Schlüssel darin, warum dieser Film so polarisiert. Die einen erwarten die Neuerfindung einer nostalgischen Filmserie als Block-Buster, die anderen ergötzen sich an einem kurzweiligen Film im Rahmen des „re-designten” Star Trek Universums.
    Damit das funktioniert wurden kräftig Anleihen von Star Wars bemüht, Set- und Prop-Design, der Sound der Raumschiffe, all das nahm Anleihen vom Erfolgsrezept Star Wars. Als Sulu seinen sich selbstentfalteten Degen zieht und, oh Wunder, sein Gegner statt ihn mit einem gezielten Phaser niederzustrecken, ebenfalls eine Hieb- und Stichwaffe hervorzaubert, sieht das schon sehr nach Lichtwertkampf aus. Alles in allem muss man aber sagen das STXI als Film einfach besser funktioniert als es EP I-II getan haben. Selbstverständlich waren einige Szenen etwas überdreht, die Logik verlief in einigen Serpentinen und der Humor war teils etwas platt (Kirk meets Hitch!), aber sorry, das war in den Episoden und Kinofilmen auch keine Seltenheit. Es gibt genügend Anleihen und Zitate an das „zukünftige” ohne aber zu „geekig” zu werden und somit die junge Zielgruppe damit zu überfordern.

    Mit Star Trek XI ziehe ich einen Schlussstrich unter „mein” nostalgisches ST-Universum und freue mich auf ein frisches Neues, das uns hoffentlich bald gelungene Fortsetzungen bietet.

    PS: Bei Sätzen wie „…wenn man endlich mal einen Star Trek Film gemacht hätte, wie Star Trek immer sein sollte (aber leider nie war)…” frage ich mich, wie es zu so vielen Star Trek Fans kommen konnte.

  • Mr_Noyes

    @Pumpkin:
    “Bei Sätzen wie „…wenn man endlich mal einen Star Trek Film gemacht hätte, wie Star Trek immer sein sollte (aber leider nie war)…” frage ich mich, wie es zu so vielen Star Trek Fans kommen konnte.”

    Ich sag mal so: Für mich war die Idee hinter Star Trek (utopische Zukunft, zerebrale SciFi etc.) immer stark genug, um über die teilweise grausamen Ergebnisse der Star Trek Maschinerie hinwegzusehen (siehe auch Kommentar #38).

  • http://www.labelizer.de Marcus

    @ Thomas:
    Wow. Ein Star Trek-Fan, der sich mit dem neuen Film arrangieren kann. Dank deiner versöhnlichen Ausführung kann ich mich jetzt mit dem, was ich gestern auf der Leinwand sah auch arrangieren. Letztendlich ist es nur ein Film und nimmt mir nichts von meinem Star Trek, wie ich es liebe. Sehen wir mal, wie es sich entwickelt. (gestern nach der Vorstellung war ich noch der Meinung, J.J. hätte mit diesem Machwerk Roddenberry gehörig aufs Grab gepisst)

    @ ST-FAN:
    “Multiple exclamation-marks are a surely sign of a diseased mind.” Zu deutsch: “Bei jemandem, der mehr als ein Ausrufezeichen benutzt, kann man davon ausgehen, dass er seine Unterhose auf dem Kopf trägt.”Pratchett-Zitat Ende

  • Kabocha

    Ich muss gestehen ich habe so gut wie jeden Star Trek Film gesehen und sogar einige Folgen der Serien und mochte sie. Zwar war ich, gerade wenn ich sie jetzt noch einmal sah. Nie recht begeistert über die schauspielerischen Leistungen, gerade Pille, hätte lieber mal ein bisschen Schauspielunterricht nehemen sollen, aber alles in allem waren sie immer recht gut.
    Natürlich gab es meiner Meinung nach auch dort Logikfehler und ich habe mich auch des öfteren Fremdschämen müssen, das tat dem Feeling aber selten einen Abbruch.
    Diese ‘neue Version’ von Star Trek hat da eine ziehmlich gute Arbeit abgeliefert. Wesentlich bessere Schauspieler ( gerade Chekov fand ich toll und Sulu), für micht sehr ansprechender Humor ( so teenie-haft fand ich ihn gar nicht), nette Anspielungen und Zitate ( hat eigentlich keiner bemerkt das das Red-Shirt das mit zur Plattform sollte, gestorben ist ? Wie sie immer sterben ;) ) und sehr nette Actionszenen.
    Mich hat der Film zu jeder Sekunde unterhalten und ich fand die Plotlöcher wirklich nicht so unglaublich schlimm, dass sie den ganzen Film ruiniert haben.
    Ich konnte Nero ürigens verstehen, auch wenn er zu wenig Screentime hatte, aber es war schon irgendwie nachvollziehbar warum er dass alles tat. Ich verstehe also das ganze rumgemecker nicht, dass diese Rache sache so dumm sein soll. Hallo ?! Rache ist seit menschengedenken einer der Hauptgründe für Kriege und Verderben, aber in einem Star Trek Film, war es kein ausgereifter Grund ?! Naja.
    Auch die Sache mit der Zeitreise. Was war so schlimm daran ? Ich finde Zeitreisen nicht sonderlich ausgelutscht und sie haben ja auch in den früheren Filmen funktioniert. Ich fand es gut plaziert und nicht unbedingt all zu schlimm.
    Auch das Schiff von Nero oder die Enterprise. Es sollte halt ein wenig neuer aussehen. Da fand ich das ganze geplinke auf der Brücke nicht sonderlich schlimm und Neros schiff war auch ganz in Ordnung. Nach dem komischen Würfel ( ich glaube es waren die Borg, bin mir nicht sicher),war das ja schon wieder besser.

    Alles in allem fand ich ihn gut und so unterhaltsam wie die alten Filme ( die meiner Meinung nach, nicht zu den spektakulärsten und besten Filmen unserer Filmgeschichte zählen.( auch wenn uns das manche Filmfreaks andauert weiß machen wollen.) Sorry an alleTrekkies), und ich kenne genug Liebhaber der alten Filme, die mit den Filmen aufgewachsen sind, die den Film gut fanden.
    Er reichte meiner Meinung nach an die alten Filme heran und Unterhält genauso gut. Vielleicht sogar besser. Ich freue mich also auf mehr ^^

  • Pingback: Ja ja, der neue Star Trek « Unterbelichtet

  • Dirk

    Der größte Schwachsinn seit Transformers, ein vollkommen grenzdebiler Film. Die ganzen Höchstbewertungen diverser Filmseiten müssen entweder gekauft worden sein, oder die Schreiberlinge sind nach Transformers verblöded.

    Auf keinen Fall anschauen, dieser Film ist eine einzige Scheiße.

  • http://www.elektroscout.info elektroscout

    Bitte schnell vergessen!
    Der Film ist hart an der Grenze, was die Produzenten sich dabei gedacht haben eine der genialsten Serien zu einer schlechten Kitschklatsche zu verwursten ist mir Rätsel.

  • http://- Chris

    Was mich am meisten gestört hat, ist die fehlende Logik.
    Ich möchte jetzt nicht nochmal auf alle vorherigen Punkte eingehen, aber der negativste Höhepunkt angesprochen werden:

    Am Ende bekommt Kirk das Kommando über die USS Enterprise.

    Hätte der Orden nicht vielleicht gereicht?
    Kann ein Kadett, der in 3 Jahren grade einmal die Grundkenntnisse der Raumfahrt erlangt haben kann, Captain des modernsten Raumschiffs der Sternenflotte werden?
    Das ist ja ungefähr das Gleiche wie: Oh, der Käptn ist krank, dann holen wir mal den Matrosen aus der Kombüse, um den Befehl über unser Atomuboot zu übernehmen.

    Es tut mir leid, aber das ist wohl der stümperhafteste Versuch, einen Plot schnell voranzubringen, den ich je über mich ergehen lassen musste.

  • Quetzalcoatl

    Ich machs kurz. Bin seit 18 Jahren Trekker.
    Hab den Film gesehen und kann Jet Strajker nur zustimmen.
    Bin echt super enttäuscht. Find auch kaum noch Worte…

  • http://www.mysvenja.de Svenja-and-the-City

    Mich hat der Film total begeistert. Ich bin überhaupt kein Trekkie und habe noch keinen Kinofilm der Star Trek Reihe gesehen, aber dieser Film hat mich begeistert.

    Eine spannende Story, gute Schauspieler und ganz ok’e Effekte.
    Doch, das war ein toller Film und 2 Stunden bestes Popcorn Kino.

  • minx

    also, ich fand das unterhaltsam! und, ja, ich hab gelacht! o.k., dass j.t.kirk ausgerechnet auf den planeten geschossen wird, auf dem spock schon seit ein paar jahren in einer höhle sitzt, um große rote viecher (auf nem eisplaneten? ist da nicht weiß angesagt?) mit einer winzigen fackel zu verscheuchen, das ist jetzt einfach zuviel zufall…
    aber sonst? schauspieler gut, effekte passabel, der film hat wolverine zumindest um längen geschlagen.

  • http://arealfake.blogspot.com/ AREALFAKE

    ob gut oder schlecht ob für trekkies oder nicht is völlig wurscht, in dem Business zählt nur eins, Erfolg an der Kasse.

    der ist wohl vorhanden:
    http://www.moviepilot.de/content/filmspot/articles/star-trek-verdraengt-wolverine-von-der-spitze-102830

    “Es war vorherzusehen, aber so richtig glaubte niemand daran: Star Trek hat sich am ersten Wochenende 76,5 Millionen erspielt und damit einen sensationellen Start hingelegt.”

  • Stan

    Defintiv gut für die Kasse aber schlecht für das gesammte Star Trek Universum, wenn dadurch weitere Kinofilme folgen ja sogar eine neue Serie so ist es dennoch ein hoher preis der hier durch diesen verkorxxxten drehduch reboot gezahlt werden muss auf kosten der echten Fans. Naja jeder Star Trek film mit ungerader zahl ist scheisse dem kann ich nur zustimmen 12 wird bestimmt Faszinierend !!!

  • http://not-in-portland.blogspot.com/ Moe

    Hui – yeah! Das war Kino!
    Seit langem mal wieder ein Film bei dem ich gerne über die Logikfehler hinwegsehe und einfach Kino geniesen kann.
    Dass niemand auf den Planeten darauf kommt, mal selber die Bohrer abzuschiessen? So What? Dann hätten wir wieder einen Star Trek bei dem eine starre Kamera die Crew am Beratungstisch, oder mit seltsam verwaschener Action der alten Schauspieler auf schönen grünen Planeten zeigt. Hier: Tolle Bilder, tolle Kamerafahrten (auf der Brücke), absolut super Sound, jede Szene hat ein gewissen Grund! Wirklich, und wenn der Inhalt der Szene auch nur später für einen kleinen Gag benutzt wird.
    mMn super Kino erlebnis (Sagt ein Film-Fan, nicht unbedingt Kino-Fan und ein eher StarWars-Gucker)

  • Pingback: Star Trek | onsline

  • Pingback: Star Trek - Alle Filme (Review) | Die Fünf Filmfreunde

  • Pingback: Wie man die alte Enterprise wie die neue aussehen lässt | Spreeblick

  • Pingback: Star Trek reboot | ad absurdum

  • Pingback: Star Trek - Enterprise goes Episode One : Mein Bloque

  • http://www.artavenue.de Robert

    Dem Mainstream gefällt er. Und mir auch extrem. Bin eh nie Trekkie gewesen (Oh Gott), ….und was J.J. da gezaubert hat find ich fantastisch!

    Seid doch froh, wenigstens ist dadurch Star Trek noch nicht tot.

  • http://blog.fuckinguseless.de rob

    also ich fand ich auch bombastisch… für ihm 4 1/2 von 5 sterne geben…

  • Doughnut

    Hab ihn heute endlich gesehen und muss meine Meinung über euren Review revidieren und nun auch zugeben, dass euer Verriss gerechtfertigt ist.
    Schade um die Schauspieler, ich hoffe, dass deren Talent im nächsten Film nicht wieder mit so einer strunzlangweiligen Story verschenkt wird, die noch dazu ein Schlag ins Gesicht für jeden Trekkie sein dürfte. Vulkan vernichtet?! Was für eine besch***ene alternative Zeitlinie soll das bitte sein?!
    Und JA, das verdammte Artischockenschiff sieht wirklich aus wie der “feuchte Traum eines Cinema 4d-Nerds”, wie einer hier so treffend schrieb. Was zum Geier sollen all die Zacken und Stacheln? Und wieso hat die Stange über der Bohrplattform all diese Zacken? Und wo hat dieser geisteskranke Kapitän eines einfachen Romulanischen Bergbauschiffes plötzlich alles vernichtende “rote Materie” her? Was ist das überhaupt für eine alberne Idee mit der roten Materie? Welcher Hirni hat sich das einfallen lassen? Und wieso hat ein Bergbauschiff starke Schilde und Photonentorpedos? Und nochmal, wieso sieht dieses Schiff so Scheisse aus? Und wieso hat neuerdings jeder Filmbösewicht Tätowierungen?
    Was sollen all die Lämpchen auf der Brücke der Enterprise? Das sieht ja aus wie im Lampenladen! Und warum zum Teufel musste man unbedingt auf Krampf Nimoy wieder mit einbauen?
    Yoda ähh Spock senior sitzt in ner Höhle und wartet dort auf einen Schüler, den er mit seinen Weisheiten zutexten kann. Und seht! Rein zufällig ist es Kirk! Mag zwar sein, dass das alles nicht direkt unlogisch ist, aber es ist auf jeden Fall unglaubwürdig!
    Zeitreisen! Ich hab sowas von die Nase voll von Zeitreisen bei Star Trek! Fällt denen denn nichts besseres ein? Offenbar nicht… :(
    Und der Soundtrack ist auch Mist. So ein einfallsloses Rumgedröhne. Ich bin zwar total unmusikalisch, aber diesen Harry-Potter-Mist könnte sogar ich zusammenschreiben! Hmpff!

  • doc

    8O kommentare später hab ich mir mal soviel notiert : den “star wars” fans gefällt er , den popcornfressern ebenfalls , vereinzelt sogar den trekkiesern . mal schaun , vielleicht ins (verbilligte) montagskino und was riskieren ? mir haben ja auch schon filme gefallen , die hier verrissen worden sind . zwar nicht viele , aber doch der eine oder andere . schaun mer mal …

    (“fünf filmfeinde” fand ich amüsant . geht doch nichts über einen gepflegten verriss)

  • xn0

    Das ist wieder so ein nörgeliges Review von verbitterterten “Cineasten”, die eh alles besser gemacht hätten. Abrams “Trek” hat vielleicht eine stellenweise SEHR konstruiert wirkende und von glücklichen Zufällen durchsetzte Story, aber es ist verdammt noch mal der rasanteste Trek-Film der letzten Jahre, und hat nichts von dieser bleiernen Lethargie und “Hat man schon gesehen”-Feelings die die letzten Teile wie Voyager (langweilig), und dem missglückten “Enterprise”-Ableger,der nie richtig in Fahrt kam. Die Schauspieler sind ok, allen voran Quinto und Urban, und füllen diese alte verlauste Franchise wieder mit Leben. Die Chemie zwischen den Charakteren stimmt, und wer den Film nicht mag, ist einfach ein verbitterter alter Nerd, der Veränderungen nicht mehr verträgt.

    Wertung: 8/10

  • Cushycrux

    Ich möchte hier auch mal versuchen ein paar Sachen anzubringen. Ich bin ein später Trekker und auch nicht so krass wie andere, aber dieser Film ist unerträglich schlecht, sorry!

    Drei Schnitte pro Sekunde, alles zittert und wuscht an einem vorbei, dass man angst hat gleich einen eptileptischen Anfall zu bekommen. Es blitzt und donnert und meist ist das halbe Bild weiss (?!). Ich kann nichts erkennen, ausser das meine Augen zugekniffen schmerzen (ebenso meine Ohren). Alles an diesem Film ist unlogisch und zufällig – wie das Design.
    Die Soundeffekte sind der blanke Horror. Ich musste fast lachen wenn schon wieder Schnitt mit einem weissen einblender und einem “Zwooooooschhhh” daherkam. Ausserdem waren das alles Soundeffekte aus der Episode 1-3 Welt. Nur die alten Torpedosounds hat man verwurstet, in dem man sie 30mal/Sek und mit pitchshift “durchwoschen” lässt. Zirpende Laser und Triebwerksounds aus Futurama, na danke dann. Ausserdem: Warum haben die Panels auf der Brücke an hellen stellen Lensflares, haben die HDR Monitore an Bord?

    Die stellen, die mich nervten sind kaum zu zählen. Schon nach 5 Minuten hasste ich diesen Film wie die Pest. Wo ist da die Message ausser: “Mac Design ist cool und doofe Sprüche ebenso” ?

    Sind wir so degeniert? Wiso hat der Film durchwegs gute Kritik bekommen? Auf Grund von was?! Ach Kacke – erst SW, dann Indy und jetzt das. Da kann ich meinen Blueray Player auch verschenken….”blödes flimmerndes, blinkendes, pfiependes, NERVENDES etwas” – würg.

    *duckundrenn*

  • Malabolge

    Naja wenigstenshat sich der Drehbuch Autor zurückgehalten.
    Sonst hätte SPOCK irgendwann :

    “Luke” – Aehm ooops Sorry
    “James , Ich bin dein Vater” ;-)

    von sich gelassen !!!

  • rainer_tm

    Also mir ist das ganze wie “Kinder auf der Kommandobrücke” vorgekommen, oder die “Rotzlöffel von der Sternenflotte”. Was aber mit am meisten gestört hat: Warum wurden hier quasi “historische” Fakten aus der alten Serie/Filmen geändert? Wie oben bereits erwähnt: Vulkan zerstört? Spock knutscht mit Uhura rum? Das war Kirk – Mann! Unglaublich!

  • Pingback: Star Trek Marken | markenmagazin:recht

  • Kopfschüttler

    @xno/Kommentar 82

    Besser kann man es nicht beschreiben!

  • Sascha

    Der Review hatte mich schon abgeschreckt. Außerdem litten die StarTrek Kinofilme immer daran, dass man auch versuchte, den Neuling bei Null abzuholen. Schließlich sind TOS nie durch besondere physical correctness aufgefallen. Ich habe also ziehmlich mittelmäßiges Action-Kino erwartet und ich fühlte mich erstaunlich gut unterhalten.

    Okay, diese idiotische Szene mit dem Cabrio hatte zunächst alle Befürchtungen bestätigt. Danach ging es aber ganz ordentlich weiter.

    Die Probleme mit der Bergbaustation lassen sich einfach damit erklären, dass die eben an stellen herumgeturnt sind, die normalerweise für Unbefugte verboten und von Befugten nur mit Gurtzeug zu begehen sind. Wenn Jason Bourne über Flachdächer und von Fenster zu Fenster hechtet, meckert ja auch niemand, dass da nach dem deutschen Hausbaurecht von 1965 die Geländer fehlen.

    Kirk ist nicht Picard, war er nie. Damals war er Cowboy, im Reboot ist er eben das moderne Äquivalent (Super-Agent, oder was auch immer). Dass Kirks Cowboy-Diplomatie im Real-Life nicht funktioniert ist eine andere Sache. Hat sie aber schon damals nicht.

    Nach dem Review hatte ich auch viel mehr klischees erwartet, aber ich fand es ok. Viel kürzer konnte Abrams die Erkennungs-Sätze kaum einbringen: sie wurden gesprochen und praktisch direkt abgeblendet. Von langem Draufhalten keine Spur.

    Was dem Film völlig abgeht, ist philosophischer Teifgang. Der war bei TOS aber oft auch nur mit größter Mühe unter der dicken Sci-Fi-Pampe zu erkennen. Es ist aber auch meist missglückt, ein philosophischen Gedankengang, der in 25 Minuten vollständig abgehandelt werden kann auf 120 Minuten zu dehnen.

    Wo wir dabei sind: der Film hat die Überlänge ohne große Löcher gefüllt. Von mir aus hätten sie aber mit der Kneipenschlägerei anfangen können. Das hätte dem Film nur geholfen.

  • Doughnut

    Der Film war also ok, ja?
    Und was ist mit Neros Schiff? Findest du nicht, dass das einfach lächerlich aussieht?
    Oder der Schwertkampf? Wieso soll denn jemand in der Star-Trek-Zukunft, wo alle mit Phasern rumballern, noch Klingen kreuzen? Wer auch immer so bewaffnet zu einem Kampf antritt, wird normalerweise direkt über den Haufen geschossen wie in dem einen Indiana-Jones-Film.
    Und wie fandest du den Eisplaneten inklusive komischer wütender Fleischfresser (die da auf wer weiss was gewartet haben)? Hattest du nicht auch das Gefühl, das sei extrem aufgesetzt?
    Oder Neros Motiv für seine Rache, war das für dich etwa auch nur ansatzweise plausibel? Die Föderation hat nicht rechtzeitig auf den romulanischen Notruf reagieren können und nun gibt er ihnen die Schuld für den Tod seiner Leute? Häh?! Aber sonst gehts noch, der ist ja genauso geisteskrank wie sein Namensgeber aus der römischen Antike!
    Oder Vulkan? Ausgelöscht, weil irgendeinem verrückten Romulaner aus der Zukunft ein Furz quersitzt! Geht das etwa in Ordnung für dich?
    Für mich nicht!
    Und wo haben die hier, die den Film mögen, die letzten Jahrzehnte zugebracht, dass ihnen Zeitreisestories und böse Remouladen… ähh Romulaner nicht auch langsam zum Hals raushängen? Eure Sci-Fi-Erfahrungen müssen ja gleich null sein, wenn euch sowas noch anspricht!
    Der Film hatte eine erschreckend flache Handlung und einen viel zu blasssen Bösewicht mit viel zu hässlichem Schiff und viel zu viel Macht (ROTE MATERIE, so ein Dünnsch***, ARGH!!!).
    Kann doch nicht wahr sein, dass die Filmemacher immer wieder diese strunzdumme “Held rettet die Welt vor Superschurken mit Superwaffe”-Story verfilmen, so langsam nervt das!
    Mir egal, ob Star-Trek-Filme auch vorher oft schlecht waren, der hier ist deswegen immer noch Murks und nichts weiter! Wenn die Schauspieler nicht so gut gespielt hätten, würd ich wüste Flüche gegen Abrams ausstossen und ihn mit irgendeinem fiesen Voodoo-Fluch belegen als Rache für diesen albernen Kinderfilm!

  • Sascha

    Zum Schiff: Wäre dir eine Tim-und-Struppi-Rakete lieber gewesen? Die innovativen Formen für Raumschiffe werden langsam rar. Würfel und Kugeln haben die Borgs, Keile das Imperium, Zigarre hatten wir schon in StarTrek IV.
    Zu den Klingen: frag die Klingonen.
    Zu Neros Motiv: Frag die Iraker, ob sie Bushs Motive für nachvollziehbar halten. Rache ist immer ein mögliches Motiv und selten rational.
    Zur copy’n’paste Story: Es ist wirklich schwierig, nach ca 600 Folgen etwas neues im StarTrek-Universum zu machen. Als sie dann tatsächlich etwas neues machen (Vulkan sprengen) passt es dir auch nicht.
    Ich denke, Abrams hat in einem Setting, dass weder technische noch charakterliche Überraschungen zulässt, einen unterhaltsamen Action-Film gedreht.
    Das heißt nicht, dass der Film von mir 4,5 oder 5 Sterne bekommt. Die rote Materie ist arg dünn (andererseits, wer hat schon nach der Formel für transparentes Aluminium gefragt) und passt als Superwaffe eher ins StarWars-Universum. Das Zufallstreffen mit Botschafter Spock ist grauenhaft unglaubwürdig. 4 vielleicht auch nur 3,5 Sterne bekommt der Film von mir. Aber dem Verriss von Batzman stimme ich nicht zu.

  • Doughnut

    Bei dem Schiff gehts mir nicht darum, ob es eine noch nie dagewesene Form hat und irgendwie “künstlerisch” wertvoll ist, sondern darum, dass diese ganzen Zacken keinen Sinn machen. Ein Raumschiff ist normalerweise eine geschickt gewählte Aneinanderreihung von miteinander verbundenen Räumen mit einer Hülle drumherum. In den Räumen kann sich die Besatzung aufhalten und ist vor dem Vakuum des Alls geschützt. Auch bei einem Bergbauschiff ist das nicht anders und keiner kann mir weismachen, die Zacken hätten irgendeine Funktion für den Bergbau wie Asteroiden einfangen oder sowas. Das geht auch im Star Trek Universum anders.
    Ganz anders aber Neros Schiff. Da sind auf einmal massenweise Zacken vorn dran wie Zähne eines Raubtiers, die aber offenbar null Funktion haben. Dass so eine Hülle nicht grad optimal für das Verhältnis von Innenraum zu Fläche der Aussenhülle ist, sollte klar sein. Es handelt sich hier also um reine Materialvergeudung bzw. wenn man mal von der Leinwand weggeht um die Hirnverbranntheit irgendeines Art-Designers.
    Und ausserdem sieht es einfach scheusslich aus, der reinste Alptraum!

    Zu den Klingonen:
    Schwerter haben bei denen eine lange Tradition und obendrein eine rituelle Bedeutung, das ist nicht vergleichbar.

    Ansonsten hast du sicher Recht, wenn man keine grossen Ansprüche stellt, dann ist der Film erträglich. Ich hab aber inzwischen echt die Nase voll von erträglichen Filmen, das muss besser gehen und darum bleib ich dabei:
    Dieser Film ist Schrott.

  • http://www.star-command.de Thorsten

    @Doughnut:
    “Aber sonst gehts noch, der ist ja genauso geisteskrank wie sein Namensgeber aus der römischen Antike!”

    RICHTIG! Du hast es erfasst! Das ist seine einzige Motivation. Es gibt eben manchmal keinen rationell nachvollziehbaren Grund für das Handeln von Menschen… äh… und von Romulanern auch nicht.

  • Pingback: hzulla's status on Wednesday, 20-May-09 00:12:20 UTC - Identi.ca

  • WeißesKaninchen

    Ins Regal zu den anderen Star Trek-Filmen will er einfach nicht passen. Auch wenn ich mir die Serien seit der Grundschule immer wieder reingezogen habe, mir fehlen doch die bekannten Gesichter, Völker und einige Kleinigkeiten mehr. Grund dafür: Irgendwie alles… Aber zu den Komödien paßt er ganz gut. Lachen mußte ich trotzdem ziemlich oft im Kino; ich geb’ s zu! ;)

  • Pingback: Star Trek | Hanno’s Blog | Hanno Zulla, Hamburg, Germany

  • http://www.hanno.de/blog/ Hanno Zulla

    Volle Zustimmung zu diesem großartigen Rant.

    Ich freue mich sehr auf Sequels mit dieser Darstellermannschaft, aber die Drehbuchautoren mögen bitte einige Zeit auf Rura Pente verbringen, wo ihnen ein freundlicher Clubleiter verdeutlichen soll, dass Zeitreise-Plots ab sofort verboten sind. Meine Güte, ein Reboot der Serie ohne religiöse Rücksicht auf den vorhandenen Canon wäre vollkommen ok gewesen, aber dies dann so lahm mit einer Zeitreise zu erklären?

    Mir fehlte diesem Film vor allem die moralingetränkte Botschaft. Trek war nie reines Popcorn-Kino, sondern hatte kein Problem, eine Message mit dem Holzhammer zu servieren und dabei doch noch unterhaltsam zu bleiben.

    Die dollsten Plotlöcher wurden schon genannt, aber hier noch ein paar (hoffe, ich wiederhole nichts, was schon vorkam):

    - old Spock benötigt für seine Mission einen winzigen Tropfen roter Materie, fliegt aber mit der Großverbraucherpackung Planetenkiller los.
    - “Ich bin aus der Zukunft.” “Ach so. Na gut.” Zeitreisen sind sogar für die Protagonisten langweilig geworden.
    - alles, was auf der Erde wichtig ist, passiert im Trek-Universum in Sichtweite der Golden Gate Bridge.
    - Vulkan wird angegriffen, doch die gesamte Raumflotte ist mal wieder zufällig ganz woanders und nur die Enterprise ist in der Nähe.
    - ein popeliges romulanisches Bohrschiff nimmt es problemlos mit der gesamten planetaren Verteidigung Vulkans, der Erde und mehreren Militärschiffen der Föderation auf. Ok ok, es ist immerhin ein Bohrer aus der Zukunft und vermutlich werden Gabelstapler im Jahr 2050 so gebaut, dass sie Panzer des 1. Weltkriegs besiegen.
    - Vulkan wird zerstört: Flupp, weg. Ach ja, es waren Milliarden Einwohner, schade. Da war die ähnliche Szene in Titan A.E. irgendwie emotionaler.
    - sämtliche Kadetten fliegen los, die Enterprise kommt etwas später am Schlachtfeld an, alle anderen sind dann schon tot. Die jungen Offiziere stecken das einfach so kommentarlos weg. Hatte der Zuschauer nicht mindestens die WG-Freundin von Uhura zuvor kennengelernt?
    - geschätzte > 80% des Jahrgangs kommen um und es gibt in der Sternenflottenakademie eine fröhliche Ordensverleihung an Kirk statt einer Trauerfeier.

  • theo

    Das komische Baufahrzeug wird doch gleich zum Anfang durch die Kollision mit der U.S.S. Kelvin zerstört, oder hab ich da was falsches gesehen? War der Feuerzauber nur von der U.S.S. Kelvin? Wieso taucht das Baufahrzeug später wieder auf? Sehr verwirrend ich finde diesen Film.

    Ach ja, die übertriebene Lensflare-Optik ging mir auch ganz schön auf den Keks, vieleicht hab ich auch deswegen einges übersehen. ;-) Die Super Nova war auch so ein Ding was ich nicht verstanden habe, man hätte doch alle Einwohner rechzeitig evakuieren können. Ich finde die Naturgesetze in diesen Film sehr merkwürdig. Aber was soll’s ist ja nur ein Film :-), die heutigen Filmemacher wissens ebend nicht besser.

  • schläfer

    JJ Abrams ist eben der neue Jerry Bruckheimer, was flotte Plots und lahme Logik angeht. Mit seiner Truppe junger Tenö.. äh, Akteure kann ja nun weiter ziehen, die nächste klassische Serie ruinieren. Möchten nicht alle wissen, wie “Kobra übernehmen Sie” begann; der junge, undisziplinierte Jim Phelps und seine flippige Crew zusammen finden …

  • D. Held

    Ich frage mich: Welcher Idiot hat “Reboots” erfunden.
    Entweder funktioniert etwas nicht mehr und man hört auf, oder man macht etwas neues!
    Auch bei Battlestar Galactica gab es eine gute Serie, deren bekannter Name genommen wurde, der Grundtenor komplett vernichtet wurde um mit bunten Effekten die RedBull-Cola Generation zu amüsieren. Wenn das Original und das Flair so schlecht waren, warum müssen wir dann den Namen übernehmen um etwas neues zu machen???
    Ich persönlich fand mich von Transformers sehr gut unterhalten und wenn der neue Star Trek davon die Fortsetzung gewesen wäre, dann hätt ich dabei ein besseres Gefühl. Aber jetzt haben sie den Star Trek Hintergrund zerstört. Denn da alles was später (also alle Filme und Serien vor ST12) passiert, ist jetzt doch nicht passiert und gibts daher auch nicht. Ich fand Voyager und DS9 auch extremst mies, aber einfach alles zu negieren ist nicht die Lösung, denn so hab ich gar keinen Spaß mehr dran, denn vielleicht kommen sie morgen auf die Idee nochmal alles neu zu machen – also wozu sollte ich es mir jetzt anschauen oder gar Fan werden ???
    Der Charme von Star Trek war immer, dass die Technik (wie auch immer) logisch erklärt wurde, die Hintergrundhandlung konsistent war und so ein Universum zusammengebaut wurde, das man nicht mal einfach wegwerfen kann!

    PS früher haben sie Filme oder gar Staffeln dafür verwendet alles wieder in Ordnung zu bringen und auch das letzte der 3 Schaafe zu retten und diesmal lassen sie einfach 6Mrd. Vulkanier draufgehen mit dem Kommentar: Schade drum…
    Dieser Grundtenor ist echt schade :-( Aber wie auch bei BSG (Freundschaft->Hintergehen, Teamwork->ich-bin-geiler, Logik->bunte Effekte) haben sie es geschafft eine weitere Serie zu zerstören!
    Was kommt demnächst? Das T(aliban)-Team? Der Bergschönheitschirurg? Friends2 besetzt mit Investmentbankern??????

  • felle

    Ob man den Film nun mag oder nicht, Batzmans Kritik ist jedenfalls herrlich. Ich hab mich selbst beim zweiten Lesen noch kaputt gelacht.
    Danke!

  • Jupp

    Ich hab ein Problem damit, wenn sie Schauspieler/Regisseure an etwas setzen, das schon lange mit Fanbasis existiert und die dann sagen: hab ich nie gesehen und interessiert mich gar nicht aber ich kanns besser…

    Stellt Euch vor, anstelle von Peter Jackson hätt JJAbrams Herr der Ringe gedreht und schon vorher gesagt: das buch hab ich nie gelesen, aber Frodo muss eine Frau sein und Fantasy find ich doof

  • Tristan3D

    An den Autor der Kritik:

    Nimm es nicht persönlich, aber in Deinen endlosen Monologen (so auch hier) demonstrierst Du vor allem die eklatante Unkenntnis filmgestalterischer wie dramaturgischer Prinzipien. Es sieht mir vielmehr nach der Freude einen Film verreißen zu dürfen aus… was ja im Internet nun jedem (nicht auf Dich bezogen, aber überlegenswert) dahergelaufenen Egomanen möglich ist.

    Kurzum: Von allen Haus und Hof Filmkritikern des Internets bist Du nicht sehr versiert. Und lustig sind die platten Pöbeleien auch nicht.

    Das ist schade, weil Du offensichtlich sehr viel Energie in Deine Leidenschaft steckst… ohne aber über entsprechende Kenntenisse oder Erfahrung in der Filmkunst zu demonstrieren.

    Wie auch immer… sieh es als konstruktive Kritik am Kritiker.

    Grüße
    Tristan3D

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Tristan

    Solche Kritik an der Kritik wäre immer sehr viel ernstzunehmender, wenn du tatsächlich die Argumente der Kritik aufnehmen und widerlegen würdest. Das ist nicht konstruktiv, sondern die schlecht verbrämte Version von “Du bist doof und hast keine Ahnung” – was andere hier schon prägnanter und weniger schwurbelig formuliert haben.

    PS: Sätze die mit “Nimm es nicht persönlich” eingeleitet werden, lohnen in der Regel das anhören nicht, da sie sich meist als schlecht kaschierte Beleidigung erweisen.

  • http://www.tnovelist-ent.com Tristan3D

    Hi Batzman,

    danke für Deine Antwort.
    _

    Das heißt also Du möchtest Dich nicht damit auseinandersetzen? Das ist sehr schade. Klar, kannst Du mich jetzt angreifen wenn Du willst, aber hältst Du es für möglich – nur für möglich – das ich tatsächlich einen Standpunkt dahingehend habe, über den es sich lohnt zu debattieren? Vielleicht könnte ja der Impuls von außen Deine Art die Dinge zu sehen verändern (und vielleicht sogar zum positiven – zumindest versehentlich).
    Was Du jetzt von mir erwartest – das Wort für Wort Zerfetzen der Kritik – ist eine praktisch unzumutbare Aufgabe, da sich der Kommentar von mir nicht nur auf die Kritik um Star Trek dreht (es sich also um eine irre große Aufgabe handelt jedes Argument aus jeder Kritik gegenüberzustellen – und ich gehe sicher nicht mit allem konform was Du in den Kritiken sagst, finde einiges aber auch durchaus getroffen)… es hätte jede andere Kritik sein können in der ich diesen Kommentar schrieb. Klar könntest Du jetzt darauf bestehen jeden Kommentar, jeden Satzpartikel vorgeführt zu bekommen. Aber: Es läßt sich auf einige wenige Argumente meinerseits begrenzen… was die Sache einfacher macht.

    Warum aber diese Kritik zum Film? Zufall… ich habe mir immerhin die Mühe gemacht zwei Stunden lang die Kritiken zu lesen, weil es mich interessierte woher das kommen mag (diese fast schon grundsätzliche polemische Haltung in den Kritiken).

    Das ist auch der Kernpunkt meiner Aussage: Ich erkenne hier ein Muster und wollte Dich darauf hinweisen. Vielleicht auch etwas aggressiver als es hätte sein müssen… aber ich wollte sichergehen, daß Du mir zuhörst, verzeih. ;)

    Was mir insbesondere aufgefallen ist: Du beschränkst Dich darauf polemische, durchaus unflätige Kommentare am Rande des guten Geschmacks (die Möllemann Argumentation war doch etwas primitiv – selbst für eine polemisch aufgebaute Kritik) die im Grunde nichts mit dem Inhalt des Filmes zu tun haben. Das ist es was ich schade finde, weil Du Dir immerhin die Mühe machst – offenbar mit dem Anspruch Dritte über den Film zu informieren – diese Filme anzusehen und sie zu bewerten. Wobei sich bei diesem Anliegen dann doch dir Frage nach der Qualität der Kritik stellt. Ich kam auf diese Seite (professionell gestaltet, was schon mal hoffen ließ) um mich zum einen über einen Film, den ich noch sehen wollte, zu informieren und eine Kritik (die vielleicht mit meiner Ansicht über den Film übereinstimmt oder neue Impulse liefern kann) über einen anderen Film zu lesen, den ich schon gesehen habe.

    Bei beiden ist mir die polemische Haltung aufgefallen. Ich dachte mir zuerst das sei nur Zufall – war es leider nicht. Ich hoffte auch sachlich gehaltene Kritiken und nicht auf zu arg subjektive Ansichten die naturgemäß direkt am eigentlichen Zweck der Bemühung vorbeieiern müssen (sicher: Kritiken müssen immer subjektiv sein, aber es ist ein Unterschied ob bei einem Film die deutlich sichtbaren Kombinationen szenisch gelungener Konstruktionen, zu Gunsten einer verreißenden Meinung übergangen werden, oder ob sie zum, zumindest halbwegs sachlichen, Gegenstand der Kritik gemacht werden – letzteres ist bei Dir kaum der Fall).

    Ich vermute (nicht zuletzt auch aufgrund der Reaktionen Deiner Leser), daß es in Deinen Kritiken nicht um sachliche Widergabe des szenisch, dramaturgisch, filmkünstlerischen Inhalts- sondern vielmehr um die schlichte Unterhaltung der Leser geht, die Deine Kritiken sehr positiv bewerten (und dabei Spaß dran haben – womit das zumindest seinen Zweck erfüllt, aber mit ernstzunehmender Filmkritik bestenfalls am Rande eteas zu tun hat).

    Ist das der Fall?

    Grüße
    Tristan3D

    P.S.: Du, im Ernst… wenn es mir darum ginge Dich persönlich zu beleidigen, würde ich mir diese Mühe mit Dir in Dialog zu treten nicht machen wollen. Deswegen ist es ungemein wichtig, daß Du das wirklich nicht persönlich nimmst – tust Du das doch, so beraubst Du uns beide der Diskussionsgrundlage. Das ist natürlich auch eine Methode die Diskussion von vornherein niederzukämpfen. Wir können das hier aber auch sofort beenden. Ich habe sicher kein Interesse daran mich mit Dir persönlich zu streiten, noch Dir Beleidigungen an den Kopf zu werfen (meine Motive sind weit tiefergehend)… ich kenne Dich ja nicht einmal. Es mag ja sein, daß ich nur Mist rede, und ich mich total irre… aber was ist wenn ich recht habe? Wäre es dann nicht wirklich sinnvoll darüber zu debattieren – ich bin sicher wir beide kriegen das hin – wenn wir uns jetzt zusammenreißen.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Tristan3D

    Ich nehme hier selten etwas wirklich persönlich, denn im Laufe der vielen Jahre in denen ich Kritiken schreibe und mich hier und andernorts mit den Lesern auseinanderzusetzen gelernt habe, habe ich mir dann doch ein dickeres Fell zugelegt. Ich wollte in dem Fall nur auf die unglückliche Floskel des “Nimm es nicht persönlich…” hinweisen, die durchaus als Einleitung einer durchaus persönlich gemeinten Beleidigung oder Unterstellung in “Wörterbuch des Teufels”von Bierce (oder den schwächeren Epigonen wie Eckerhard Henscheid) ihren Platz verdient hätte.

    Was ich an deiner Kritik der Kritik bedauere, ist das sie sehr an der Oberfläche bleibt und dabei die Aussagen ignoriert. Ich kann einen Text durchaus stilistisch zweifelhaft empfinden, mich aber dennoch auf die vorgebrachten Argumente einlassen. Bei deiner Kritik hatte ich den Eindruck du hängst dich hier einzig am (in diesem Fall zugegeben sehr flapsigen) Stil auf, der allerdings auch seine Methode hat. Ich bin ein großer Freund der angelsächsischen Filmkritik, die sich von jeher mehr Freiheiten genommen hat, als die klassische Deutsche. Dort sind sarkastische Seitenhiebe, groteske Überspitzungen und auch variable Formen sehr viel verbreiteter als hierzulande, wo immer noch gerne der Vorwurf kommt, Kritiken sollten objektiv sein. Was Blödsinn ist, denn eine Kritik soll den Eindruck und die Gedanken eines Kritikers – also jemand der im Idealfall eine breite filmische Bildung mit Kenntnis des klassischen Kanons und dem Einsatz filmischer Mittel besitzt – wiedergeben und nachfühlbar machen. Was nicht bedeutet, das zwangsläufig das die Analyse filmischer Mittel im Vordergrund steht, denn auch ein handwerklicher sauberer Film, kann grauenhafter Schrott sein oder im Ganzen einfach nicht überzeugen.

    Star Trek ist als Film flapsig. Abrams betont, dass ihm die Franchise nicht wichtig ist. Er benutzt Versatstücke der Teenie-Klamotte, bedient sich ausgiebig an ausgenudelten Erzählmotiven, die er nicht sonderlich geschickt aneinanderreiht und hofft das Ganze durch eine möglichst bombastische und atemlose Erzählweise aufzupeppen. Insofern ist die Flappsigkeit oder wenn du so willst die Respektlosigkeit die Abrams den Zuschauern und vor allen den Fans entgegenbringt widergespiegelt in der saloppen Weise in der ich das Review verfasst habe.
    Natürlich dient es auch der Unterhaltung, aber das sollte keine Gegenargument sein – jede gute Kritik soll letztlich auch gute Unterhaltung sein, auch wenn viele deutsche Kritiker das anscheinend nicht so sehen. Eine Kritik führt immer das Ego des Autoren Gassi, zeigt seine Haltung zu einem bestimmten Werk. Sich aber nur an der Form zu stören und die konkreten Kritikpunkte zu ignorieren, ist wie die Haltung von Politikern die sich schon weigern jemandem zuzuhören, weil er nicht ihrer Kleiderordnung entsprechend auftritt oder sich etwas rustikalerer Ausdrucksweise befleissigt. Wenn du den dich störenden Stil ignorierst, findest du in der Besprechung immer noch eine ganze Menge Punkte die einer Auseinandersetzung wert sind, sei es die holprige Storyführung, das Setdesign, der Umgang mit dem Franchise, die Güte der Spezialeffekte oder der Aufbau und die Entwicklung der Figuren, von denen die meisten wirklich verheizt werden. Darüber kann diskutiert werden, daran kann kritisiert werden ob es sich da zum Teil um Beckmessereien handelt, um Nerdgenörgel oder um tatsächliche valide Kritikpunkte. Ich vermute dass Goldman, Lazarus oder wie sie alle heißen den Screenwriter von Star Trek das Ding links und rechts um die Ohren hauen würden, so schlicht und schlecht wie es strukturiert ist.

    Ich könnte natürlich, wenn ich die entsprechende Zeit investieren wollte eine hochdetaillierte Analys der technischen Umsetzung, der filmischen Mittel, des Bildaufbaus und Kameraeinsatzes schreiben und dabei die Story intensiv nach Metaebenen abklopfen (was letztlich bei allen Filmen erfolgreich funktioniert – wie man an den Filmwissenschaftlichen Analysen von Dolph Lundgren-Filmen in der SI regelmässig sehen kann). Ich glaube das wäre dann vielleicht stilistisch eher dein Geschmack, würde letztlich aber wohl kaum zu einem anderen Ergebniss kommen – letztlich streife ich diese Punkte ohne sie völlig auszuformulieren, weil ich denke, dass einem Publikum mit entsprechender Seherfahrung oftmals auch ein Verweis, ein Steno reicht um auf die damit angesprochenen Kritikpunkte zu verstehen. Ich entscheide von Fall zu Fall, von Film zu Film wie ich ihn bespreche, welche Form ich wähle und wie ausführlich ich werde. Das kannst du nachvollziehen, wenn dich durch die Reviews hier klickst, von denen ein Großteil von mir stammen. Die Spannbreite reicht da von der satirisch-parodistischer Annährung wie bei Ruins, über die ausführliche Obduktion (Transformers), die inhaltliche Annäherung wie bei Milk, Frost/Nixon, die meta-kritische Analyse (Slumdog) oder die klassische Reviewform (Hallam Foe usw.). Im Stil drückt sich letztlich auch immer die Haltung zum Film aus, die Frage wie respektvoll geht ein Filmemacher mit seinem Zuschauern um, wie nehmen diese das Ganze wahr und wie reflektiere ich als Zuschauer die Haltung des Regisseurs.

    Unbenommen davon enthält aber fast jede Kritik Aussagen zum Film, seiner Machart und seiner Wirkung die diskutiert werden können – wenn sich der Leser darauf einlassen mag – was er natürlich nicht muss.

  • http://www.tnovelist-ent.com Tristan3D

    Danke für diese sehr ausführliche Antwort. Das war sehr aufschlußreich und hat mich sehr interessiert aus welchen Motiven heraus das geschieht. Danke. :)

    Allerdings – um auf Star Trek zu sprechen zu kommen – Es ist mir bei dem Film durchaus aufgefallen das er technisch äußerst perfekt ist (wobei ich mich am Score etwas störe – zu seicht, zu unspektakulär, zu viele Höhen und Tiefen, auch wenn sie den Originalscore gekonnt in den neuen eingestreut haben). Das die VFX über jeden Zweifel erhaben sind, ist mir als alter Grafikveteran auch beeindruckend vor Augen geführt worden . Allerdings sehe ich den Zweck der VFX in diesem Falle nicht so eng. D.h.: Sie stehen – ausnahmsweise Mal – im Dienst der Story. Es wäre sicher auch töricht einem SU (Science Utopia) Film die ausgiebige Verwendung von VFX vorwerfen zu wollen (da gibt es andere Beispiele… ironischerweise auch noch aus dem Star Trek Lager selbst)… aber hier hat es funktioniert – gerade weil es funktional war.
    Das krasse Beispiel aus einer anderen Richtung: In Jurasic Park waren die Dinosaurier nach Meinung der Kritiker echter als die Hauptdarsteller selbst… und das ist scheiße. Nicht weil die Kritiker das kritisieren, sondern weil sie Recht haben. Hier ist zu sehr um sich gehauen worden – mit den schönen 3D Animationen, so daß die emotionale Tiefe, die ein Film irgendwo schon haben sollte (bestenfalls) doch sehr auf der Strecke geblieben sind. “Die Dinosaurier wurden von der Natur zum Aussterben selektiert”, ist mir dann als Kommentar des Chaostheoretikers samt philosophischer Prämisse völlig wurscht… ich will die Dinos sehen.

    Die Frage bei diesem Vorgehen ist also eher nicht, ob die Dinos kontraproduktiv waren, sondern ob es so gewollt war. Man muß sich hier vor Augen führen, daß (trotz der Annahme es sei nur hingeklatscht) es mindestens eine Person in der Entstehung des Filmes gab, die sich ernsthaft mit der Materie befasst hat. Ich werde kaum in der Lage sein all die Prinzipien, all die künstlerischen Erfordernisse, sowie auch die menschliche Erfahrung für die Entwicklung einer packenden Dramaturgie, in diesem Kommentar niederzuschreiben (ist auch gar nicht mein Anliegen), aber mir ist bei fast jedem Film bewußt, daß es eine ganze Reihe an Menschen gibt – die daran beteiligt waren – welche sich etwas bei der Sache gedacht haben. Die konkrete Gründe hatten es so zu tun und nicht anders. Auch ein Kritiker sollte das erkennen (ich spreche Dir das nicht ab, aber im Bezug zu Star Trek – das uns als akutes Beispiel dient – ist das praktisch nicht der Fall gewesen… und nur ein Beispiel ist für Deine Fähigkeiten und Kenntnisse als Kritiker bzw. Kenner der Filmmaterie nicht beispielhaft, deswegen gerade solche Aussagen von mir nicht zu hoch bewerten).

    Also Star Trek. Wie ist dieser Film zu verstehen? Was wollten die Filmemacher damit erreichen?(mal abgesehen davon, daß sie Kohle scheffeln… daß darf man aber jetzt nicht nur auf die Produzentensicht beschränken – gehen wir lieber vom Drehbuchschreiber, Regisseur und den Art Directors aus… die haben neben dem Geld noch ein wichtigeres Anliegen: Einen guten, unterhaltsamen Film zu machen). Und wie haben sie es gemacht? Haben sie das Ziel erreicht?

    Zuerst einmal wollten sie das “Franchise” neu starten. Für den Regisseur bedeutet das: “Mach uns nen guten Film – etwas das echt reinhaut, etwas das begeistert und Spaß macht!”. Nicht umsonst sind sich Regisseure und Produzenten sehr oft auch in den Detailfragen spinnefeind. Der eine denkt nur an die Kohle und der andere will sie nur für künstlerische Spielerreien verpulvern. Irgendwo in der Mitte liegt der “Goldene Schnitt” (kleines Wortspiel, sorrey).

    Das erinnert mich an etwas… da hatte ich mal eine Anfrage für einen aufwändigen VFX, der sich auch um Dinos bemühte (aber in einem ganz anderen Kontext). Es war nicht gerade ein kleiner Film um den es ging, und umsomehr war ich erstaunt, daß sie auch zu mir kamen (ich arbeitete für gewöhnlich nicht für Kinoproduktionen… ich war mehr für die akuteren Aktionen zu haben; Motion Graphics, Character Anis für Werbung/Video blabla). Nun, sie waren eben da und meinten ich könne doch diese oder jene VFX Szene für den Betrag X (lächerlich wenig) übernehmen. Sicher, meinte ich… schickt mir die WorkPrint und ich schaue was zu machen ist. Es war erbärmlich was mir da geschickt wurde… aber ich dachte immer noch es sei halt eine Workprint – dann bewegen sich die Dinos eben hölzern; was solls… nichts was man nicht korrigieren könnte. Im Endeffekt: Das war final… das wollten die so in den Film nehmen und erwarteten von mir eine ähnliche Qualität. Da fragte ich dann nach Gesamtbudgetierung der VFX und Anzahl der Shots.

    Es kam heraus, daß die Produzenten und der Regisseur zwar durchaus einen großen Batzen Kohle zur verfügung hatten, den aber für die (au8uch Hollywood-)Stars raushauten und den Rest vernachlässigten. Am Ende wars dann so, daß ich es ablehnte, weil das kein gutes Ende nehmen würde.

    Bei Durchsicht des Budgets der VFX und Anzahl der Shots hätte jeder gute Regisseur/Produzent/Screenwriter freiwillig die VFX zusammengestrichen um einen sauberen Film abzuliefern – haben sie aber nicht. Der Film, trotz Starbesetzung, floppte… kam bei uns direkt auf DVD (und floppte da auch katastrophal).

    Versteh mich nicht falsch, der Film war (mit Ausnahme der VFX) technisch und künstlerisch ordentlich gemacht… aber es war ein mangelhaftes Managment am Werk. Die haben eine Kohle rausgeblasen mit denen andere Regisseure gleich zwei gute Filme hätten machen können (ärgerlich auch, daß der Film teilweise aus deutscher Filmförderung kam – nein, mit Uwe Boll hatte dieser Film nichts zu tun; wäre ihm aber zu Ehre gereicht).

    Sie haben die Dramaturgie total versaut… es war schrecklich. Für mich war dahingehend nur noch die Frage interessant: “Nehm ich die Kohle und mach den Scheiß; laufe dann Gefahr bei meinem Namen knietief in einem Flopp zu stecken, oder pfeiff ich drauf und mach weiter wie bisher – ohne diesen wahrscheinlichen Makel in der Vita?”, ich habs wie gesagt nicht gemacht.

    D.h.: Obwohl die Dramaturgie im Eimer war, war der Film gestaltungstechisch sauber aufgezogen – aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Stimmt… technisch gut gemachte Filme können echter Schrott sein.

    Im Bezug zu Star Trek trifft das aber nicht zu (jedenfalls nicht so heftig, wie Du es in der Kritik darstellst).

    Als Beispiel: Der Blumekohlkopf und Scotty. Das war für Dich erwähnenswert… ich halte das aber eher für untergeordnet und auch in der deutschen Übersetzung des Films als nicht gelungen. Dennoch: Im englischen kommt die Sache anders rüber… was im deutschen noch albern klingt ist im englischen im Bezug zur flappsigen (Aufgriff Deines Arguments ;) ) Ausdrucksweise Scottys tatsächlich nur mit schottichen Akzent als “emotional” nachvollziehbar. Aber das kann man dem Schauspieler kaum anlasten, daß er im deutschen das nicht rüberbringen kann – wie sollte das auch gehen? Welche Alternativen haben wir? Sächsisch? Bayrisch? Hochdeutsch ist dann doch die beste Wahl – versaut aber trotzdem den Effekt.

    Darüber hinaus, will sich der Film selbst nicht ernst nehmen. Eine gute Sache wenn man an den rigiden Picard denkt, der selbst nach 20 Jahren TNG mit seinen Marotten kaum menschlicher rüberkommt als Data (und der hat das zuweilen sogar besser im Griff als der Character des Picards… die TNG Fans werden mich jetzt erschlagen ;) ). Picard war auch spätestens seit Nemesis nicht mehr tragfähig (die Marotten ziehen nicht mehr).

    Die Neuauflage des Franchise ist, nach meiner Ansicht, durchaus logisch nachvollziehbar. Schwer zu schlucken war für mich die Vernichtung Vulkans – ein kolossaler Einschnitt in die Chronologie des Star Trek Universums. Was aber ist der Grund dafür? Sie wollten sich von den alten (auch Misse-)Taten vergangener oder zukünftig dargestellter Crews verabschieden – ja sogar krass distanzieren um neu und damit auch überraschend neu zu erzählen, was Star Trek Konsumenten ( ;) ) schon längst zu wissen glaubten.

    Haben sie das damit erreicht?
    Ja, haben sie… nach dem Anliegen die Nummer neu zu starten, mit offenen Plot, wie es denn weitergehen wird (kann man jetzt nicht mehr wissen), und der daraus resultierenden Ungewissheit für den Zuschauer was noch passieren könnte, haben sie es geschafft diese uralt verstaubte, total zubetonierte Welt des Star Trek aufzuweichen und neu umzurühren.

    Zugegeben: Die Zeitreise Nummer mit dem Romulaner im Schlepptau ist flach, aber im Zuge des Anliegens, alles neu aufrollen zu wollen, ist diese Lösung des logischen (“wie machen wir’s eigentlich?”) Problems so gut wie jede andere.

    Und – da gebe ich Dir recht – die Sache mit dem Romulaner ist total abgenudelt. Gerade auch weil es einem echt wurscht sein kann, ob es sich nun um Klingonen, Romulaner, Cardassianer oder Andorianer handelt. Die sind für dieses Anliegen von ihrer Grundkonzeption als feindliche Alienrasse, die allen nur ans Leder wollen und wieder mal die Erde plätten möchten, samt und sonders austauschbar (das macht die Sache erst so richtig platt).

    Aber – und das dürfen wir nicht außer acht lassen: Es gibt eine tiefere Logik in all dem Gebamsel von teilweise effekthascherischem Geplänkel: Spock dominiert die Sache. Der junge mehr als der alte. Kirk soll der Star sein – und das kann man Abrams echt anlasten – schafft es aber kaum gegen die starke Charakterisierung von Hotshot-Spock zu bestehen. Das ist ein charakterliches Ungleichgewicht, welches Abrams ja angeblich zu vermeiden suchte. Das es ihm nicht gelang, ist in dem dramaturgischen Aufbau des Scripts zu suchen. Ein Kritikpunkt, der erwähnenswert ist.
    Darüberhinaus ist die Vernichtung der ursprünglichen Chronologie nur bis zu einem gewissen Punkt möglich. Die alte Crew in jung sollte es sein – warum es so und nicht 300 Jahre später sein sollte, ist wohl Geschmackssache, geht aber mit dem grundsätzlichen Bedürfnis des Neuerzählens einher. Also muß – für Star Trek dann doch nicht unüblich – eine Zeitreise herhalten. Das kann man kritisieren, die Frage ist aber doch: Hätte man die Chronologie anders durchbrechen können? Wäre eine Zeitreise vermeidbar gewesen um mit dem Altbekanntem zu brechen? Wenn man nun keine Zeitreise einbezieht (der Zuschauer hat damit Erfahrung – es wird sogar die alte Black Hole Story hervorgeholt um es wenigstens etwas plausibel zu machen), wäre man als Filmemacher für den neuen Star Trek dazu verdammt gewesen nur “nachzuerzählen” was wir aber schon längst wussten…

    … wie langweilig.

    Unter diesem Gesichtspunkt – und da stimmst Du mir vielleicht zu – ist die Zeitreise (so platt sie auch als Erklärung dient) als Bruch mit der Kausalität von Star Trek eigenen Erzähungen (die wir nach bald fünfzig Jahren auswendig erbrechen können), die doch beste wenngleich auch einfachste Methode schnell auf den neuen Punkt zu kommen, den dieser Film storytechnisch präsentiert. Kurz g esagt: Entweder so, oder den alten Schrott nachplappern, den seit Jahrzehnten schon kaum einer mehr gerne guckt.

    Wenn also die Zeitreise kritisiert wird, der zwingende Grund dafür (in Hinblick auf die Absicht der Neuerzählung) aber außer acht gelassen wird, so ist das eine sehr einseitige Sicht der Dinge.

    Und da wird dann auch klar warum es die Romulaner sein müssen. Spock kriegt nen Cameo (der alte) das kann man gut finden oder auch nicht. Hätte man den alten Kirk genommen, wären wohl die Killer seines Sohnes (die Klingonen) herangezogen worden, um die Story halbwegs plausibel zu machen. Wie gesagt: Ist austauschbar – aber insich logisch, wenn man die gestellten Rahmenbedingungen berücksichtigt. Spock und die verwandeten Romulaner… das ist eine einfache Erklärung für das “Warun?” – es hätte diffiziler sein können – so ging es aber auch.

    Bana kann mehr – nicht viel, aber doch mehr. Ich empfinde es auch als Versäumnissünde, daß er nicht sonderlich viel Screentime bekam. Aber auch darum ging es nicht. Es ging mehr darum die Charactere der alten Enterprise innerhalb von 2 Stunden neu einzuführen – und das sind dann doch eine ganze Menge. Mein Abriss:

    Wie gesagt:
    Relativ geschockt war ich von der Tatsache, daß Vulkan – der Heimatplanet der Vulkanier – einer apokalyptischen Attacke eines romulanischen Bergbauarbeiters (ich weiß – klingt irre), direkt aus der Zukunft kommend; getrieben durch ein ähnliches Schicksal, das er nun Vulkan in brennender Wut und Rachelust auferlegt, komplett zum Opfer fällt. Die Zerstörung des Planeten und die überhastete Rettung des “Ältestenrates” wurde gelinde gesagt spektakulär inszeniert – getragen von Zachary Quinto als Mr. Spock, der hier mehr glänzt als es Leonard Nimoy in all den Star Trek Filmen und Cameos je durfte (“oder konnte” möchte ich nicht so direkt sagen, sonst gehen mir all die Trekker da draußen an die Gurgel).

    Chris Pine – der neue Kirk – glänzt vor allem durch sein gutes Aussehen (“Mädchenschwarm” nannten sie das auf Spiegel Online – und sie haben recht)… aber im Gegensatz zu vielen anderen Kollegen seiner Zunft, steckt hinter diesem Aussehen auch die nötige Brillanz der schauspielerischen Darstellungskunst… Kirk hätte man kaum besser besetzen können. Was Shatner von je her nie gut drauf hatte (eine ordenliche Schauspielkunst hinzulegen – er spielte immer nur sich selbst, wie mir oft auffiel) schafft Pine fast spielerisch – ohne aber dabei die Marotten des Originals zu vernachlässigen.

    Um auf die Vernichtung Vulkans zurückzukommen: Das störte mich einen Augenblick und in alter Star Trek Manier dachte ich auch, es würde sich am Ende mit einem weiteren Zeitsprung wieder richten lassen. Überrascht hat es mich schon, daß Vulkan nun doch der Geschichte zum Opfer gefallen ist – der Planet ist hin und wird es bleiben. Mehr als ein von Spock per Logbuch mitgeteiltes “Nun gehöre ich zu einer gefährdeten Art” und einer Vulkanier-Kolonie auf irgendeinem namentlich im Film nicht weiter definierten Planeten bleibt vom vulkanischen Volk nichts übrig.

    Aber es ist logisch – es ist nachvollziehbar und mindestens ein plausibler Lösungsansatz, um das Franchise im Kino mit neuen Darstellern, ohne den Zwang einer seit Jahrzehnten vorausgeschriebenen Chronologie, weiterzuführen (ich wiederhole mich, sorry). Dadurch, daß Vulkan im Eimer ist; das Spock mehr Emotionen zeigt, als in allen Darstellungen zuvor (Uhura ist seine Geliebte – skandalös!); das Kirk kein Saubermann mehr ist; das die Enterprise beide Welten in sich vereint (die cleane Struktur der alten Serie zusammen mit dem “Baustelle im Weltall” Feeling eines von alten, rostigen Rohren durchzogenen Maschinenraums, dass man sonst so nur aus Heizkellern kennt; mir gefällt es nicht; wirkt unplausibel), ist es tatsächlich möglich die Story von neuem aufzurollen, ohne sich mit dem Ballast vergangener trekmäßiger Aktionen (sowohl im Kino als auch im TV) belasten zu müssen.

    Überraschendes ergibt sich aus Spocks Kindheit. Da wird im Akkord in einzelnen Alkoven, die im Boden eingelassen sind, gelernt und auf kindliche Zustände ganz verzichtet – auch auf die Provokation der drei Vulkanier-Jungen, reagiert Spock mit außerordentlicher Gelassenheit, nur um dann mit anschließender, ebenso außerordentlicher Brutalität seinen ersten Auftritt zu finalisieren (Ja, selbst die Vulkanier hatten ihre Bullys, die einem in der Schule so lange auf die Nerven gingen, bis man ihnen eins auf die Schnauze gab – da ist Spock ganz Mensch und erfrischenderweise keine Ausnahme). Das kann man nachfühlen, was in Verbindung zu den Vulkaniern schon fast paradox erscheint.

    Karl Urban (eigentlich heißt er “Karl-Heinz Urban” – deutsche Vorfahren väterlicher seits) oder auch Pille “Bones” Leonard McCoy… Er schaut ihm nicht nur ähnlich, sondern auch Urban spielt die Manirismen des Orgininals gekonnt nach (“Mein Gott Mann – ich bin Arzt! Kein Physiker!”) – und erweitert all das mit seinen ureigensten Eigenheiten als Mensch und Schauspieler. Er ist Kirk gleich zugetan, was man von Spock (“Grünblütiger Waldschrat!”) nicht sagen kann.

    Simon Pegg spielt neben Chekov wohl den Clown der Crew. Seine Auftrittszeit ist begrenzt, aber man hat ihn gleich ins Herz geschlossen, denn er geht auch ohne große Worte denkbar riskante Pläne an. Sterben? Das ist was für die Ängstlichen. Scotty ballert dann auch hier und dort ein paar ordentliche Kommentare raus und leider kommt der schottische Akzent, den er im original Trailer im englischen noch hatte, im deutschen wie erwähnt genau Null rüber.

    Der Character des Chekovs kommt mir zu dämlich rüber. Obwohl er als “17 Jähriger” in einer Szene des Films als genialer Stratege geoutet wird, verhält er sich doch recht dümmlich, der zwar auf durchaus witzige Weise seine sprachlichen Probleme mit diversen Statusberichten hat, aber doch sonst kaum eine tragende Rolle im Film übernimmt. Zu platt eigentlich.

    Sulu haut so richtig rein – der hat einen ordentlichen Auftritt, mit einer coolen Kampfszene und darf sogar den sonst so draufgängerischen Kirk den Hintern retten – Kirk ist diesmal nicht der Held… und auch die Rettung der Erde ist am Ende eher Spocks verdienst, als das von Kirk (der darf Captain Pike retten – auch eine gute Leistung, aber mit der Rettung der Erde dann doch nicht zu vergleichen). Sulu ansich hat nur diesen einen Auftritt in lebensgröße – der Rest beschränkt sich aufs Knöpfchendrücken und dem Romulaner eins auf den Deckel geben.

    Uhura hat keine wirklich tragende Rolle – außer das sie Spock das Händchen halten darf. Trotzdem ist ihre Darstellung, auch rein charakterlich betrachtet, tiefergehend als jemals zuvor. Da darf man sich im Sequel (Drehbeginn Frühjahr 2010, Release 2011) wohl auf tiefergehende Charakterstudien freuen.

    -

    Bei all dem Gelaber meinerseits ist hierbei auch zu beachten, daß in dieser kurzen Zeit entsprechend tiefergehende Charakterstudien eben nicht drin sind… mehr als durchschnittlich 10 Minuten pro Charakter ist kaum drin und im Hinblick auf diese, zeitlich doch sehr harte, Beschränkung hat es Abrams sicher besser gemacht als so manch andere es hätten tun können (was hätte Ang Lee wohl draus gemacht? Diese Frage stellt sich eigentlich nicht). Alle vorhergehenden Filme hatten den Vorteil bereits etablierter Charaktere… dieser Film hat das Problem, alles von neuem mit veränderten Charaktern aufrollen zu wollen… das hat starke Konsequenzen auf die dramaturgische Tiefe des Films ansich. Das muß man nachssehen.
    Daraus ergibt sich aber eine Konsequenz: Die Sache wird verstärkt – in kommenden Filmen. Wenn Abrams es dann versäumt in die Charaktere hineinzugehen, darf man ihm Diletantismus tatsächlich vorwerfen… und dafür ist Abrams eigentlich nicht bekannt.

    Gruß
    Tristan3D

    P.S.: Ja stimmt, meine “konstruktive” Kritik war zu knapp und oberflächlich… aber für den “Erstkontakt” (auch wenn er nicht ganz so gut verlaufen ist), war es doch nicht ganz so schlecht, oder? ;)

  • http://www.tnovelist-ent.com Tristan3D

    Jetzt hab ich natürlich Deine Aussage bezüglich des Stils voll untergehen lassen. Nach der Mühe hast Du eine Antwort verdient (apropro dickes Fell ;) ).

    Was die Objektivität angeht: Meine Rede… es ist schwer Objektivität in eine grundsätzlich subjektive Sicht der Dinge zu pressen; das ist nur menschlich. Trotzdem entbindet Dich das nicht davon stets bei jeder neuen Kritik zu jedem neuen Film zumindest den ernsthaften Versuch zu unternehmen genau das zu tun; zu versuchen Dir die Fragen zu stellen, die die Filmemacher dazu trieben den Film so zu machen, wie sie ihn gemacht haben (und dann entsprechend zu bewerten ob es gelungen ist).Die oberflächlichen und ganz offensichtlichen Schwächen des Films herauszupicken (mit dem Hinweis man könne ja nicht genauer – doch, doch, daß geht; Du bist nicht nur auf zwei Stunden Film beschränkt; hast doch fast alle Zeit der Welt) und dann heftigst über sie herzuziehen ist (verzeih) zu einfach gedacht; zu billig.
    Du hast, prinzipiell, als Kritiker die Pflicht einen klaren Blick auf das Objekt der Kritik zu werfen und sachlich zu hinterfragen; darüber lustig machen oder es zu verreissen kann man hinterher immer noch (auch das hat seine Grenzen, wenn ein Verriss albern wirkt, fliegt er am Ziel vorbei)… Stilismus hin oder her – die Sache muß nachvollziehbar sein. Auch der Stil ansich unterscheidet sich von seiner „flappsigen“ Art kaum von diversen Gelegenheitskritikern anderer Websites, die kaum eine Ahnung von Filmkunst und Dramaturgie haben; all das ignorieren und mit ihrer durch die Kinokarte erworbene „Filmerfahrung“ sich zu Kritikern berufen fühlen (und dann ihre Pöbeleien abfeuern als wären es Mörsergranaten. Ich glaube nicht, daß Du Dich mit denen in einen Topf werfen lassen möchtest… dein Stil (besonders auch hier in dieser Kritik) erinnert aber stark an jene. Nach dem Stilprinzip hätte es gereicht nur einen Satz zu schreiben:

    „Der Film ist meiner Ansicht nach absoluter Schrott!“

    Wenn wir jetzt Deiner Logik folgen, heißt das in letzter Konsequenz nichts anderes, als daß Du die Unmöglichkeit der Objektivität (ja selbst den Versuch) durch eine Aneinanderreihung sich selbst überbieten wollender (verzeih nochmal) Ätzereien, teilweise primitivster Sorte, ersetzt hast.

    War das ein guter Tausch? Ich denke Du siehst das ganz ähnlich und verstehst genau was ich meine.

    Das ist eigentlich alles worauf ich Dich hinweisen wollte… eine Kritik wird nicht dadurch zu einer guten Kritik (weder in Stil noch Inhalt) nur weil sie so ätzend wie nur irgendmöglich daherkommt. Das mag für den ersten Leseimpuls lustig sein (und hier und dort hab ich schon gegrinst), aber letztendlich entfernt sich das vom Sinn einer inhaltlichen Kritik doch sehr (und damit rede ich nicht allein von den technischen Grundschemata – da steckt viel mehr drin, wie Du selbst in Deinem Statement bewiesen hast. Die Frage ist nur, warum Du Dich dazu hinreißen läßt genau darauf zu pfeifen). Anders ausgedrückt: Die Kritik verliert damit ihren informativen Wert… und der Gedanke der Unterhaltung des Leser ist beletristisch sicher sinnvoll… bei einem informativen Beitrag ist das zweifelhaft.

    Kein Mensch verlangt durchgängig hochintellektuelles Filmgestaltungsgeschwafel – aber ätzendes Gepöbel muß es auch nicht sein – denn das ist schlicht stilfrei und im Hinblick auf andere Kritiken, die Du hier geschrieben hast Deiner nicht würdig (wer repariert seinen Computer schon mit Hammer und Schere?).

    Das ist eigentlich alles… so empfinde ich das.

    Das kannst Du nun so hinnehmen oder ablehnen, denn ich kann mich irren; zuviel oder zu wenig erwarten oder damit auch einfach meine totale Unkenntnis der Sachlage demonstrieren – es ist ganz Deine Sache wie Du meine Kritik an Deinen Kritiken bewertest; denn ich bin schließlich kein Kritiker; im Grunde weiß ich es nicht besser.

    Gruß
    Tristan3D

  • Chris

    Lieber Tristan3D,
    Ich finde Deine Ausführungen geradezu unerträglich in die Länge gezogen und frage mich, was diese Selbstdarstellung eigentlich soll. Weißt Du im Moment nichts mit Dir anzufangen?
    Wenn Du eine Dissertation über dieses Thema schreiben möchtest, quäl bitte die Akademiker damit.

  • Doughnut

    Chris hat Recht.
    Schade um Batzmans Zeit, dass er dich mit deiner Oberlehrerattitüde auch noch einer Antwort würdigt.
    Ich hab den Murks, den du da verzapft hast, mal flüchtig überflogen und dabei festgestellt, dass du so gut wie gar nicht über den Film selbst und so gut wie ausschliesslich über die deiner übrigens völlig unerheblichen, weil nicht vernünftig begründeten (Polemik ersetzt keine Begründung), Ansicht nach wichtigsten Eigenschaften einer guten Filmkritik dozierst.
    Du hast mit kaum einer Zeile versucht, auf die einzelnen Kritikpunkte einzugehen, die Batzman aufgelistet hat (ausser ein paar Nebensächlichkeiten, die für seinen Verriss aber nicht ausschlaggebend waren) und kritisierst trotzdem seine Kritik. Das ist mal sowas von absurd, dase es schon wieder komisch ist. :D

  • Pingback: Star Trek – Das Reboot « Stormcloud’s Bunter Blog

  • Pingback: Star Trek – Der Reboot « Stormcloud’s Bunter Blog

  • http://www.darktownart.de Azurelle

    Habe ich nun versehentlich einen Doppelkommentar verfasst oder muss mein freundlicher Hinweis, da er ja Links enthält erst noch freigeschaltet werden? Ich bin verwirrt und werde morgen hier noch einmal nachsehen.

    MFG

  • indywatch

    Ein brilianter Film, der die Komplexität der Reihe im Alleingang um eine ganze Dimension bereichert. Mehr kann man bald gar nicht von einem Reboot erwarten. Das Filmteam hat alles richtig gemacht, auch wenn konservative Trekkies verprellt werden. Die haben halt die Trekreihe nicht wirklich verstanden. Ist ja auch nicht weiter schlimm.
    Von meiner Seite aus heißt es jedenfalls zwei Daumen hoch für den Film.

  • logans_0)

    dass dieser film dieses mal actionreicher ist (wegen: next generation – neues publikum “rekrutieren”) find ich ja schon garnichtmal so schlecht. seit st8 war ja nicht mehr viel los im all. aber… was ist los mit diesem regisseur – etwas weniger cgi dafür etwas mehr logik hätten den film echt gut getan. hoffe das dieser blödmann nicht nochmal für startrek auf dem regiestuhl sitzt.

  • http://keine CaptainNero

    Ich fand den neuen Star Trek-Film schlicht genial. Die Effekte sind einfach brilliant und endlich gibt es wieder etwas neues zu sehen, so lahmarschige Fernsehserien wie “Voyager” oder “Deep Space Nine” können mir gestohlen bleiben. J.J. Abrams Star Trek hatte endlich mal den Speed in den Film gebracht, denn ich mir immer gewünscht habe.. Ausserdem wird auf die Geek-Sprache völlig verzichtet, so dass auch jeder Nicht-Trekkie versteht, über was die da eigentlich reden.

    Die junge, taufrische Crew war auch bitter nötig, zumal mich die anderen Serien eher an “Altersheime im Weltraum” erinnert haben. Allerdings fand ich die Kulissen des Films wenig überzeugend, Stahlrohre oder Kacheln passen irgendwie nicht ins Bild eines supermodernen Raumschiffes… wie auch immer, Star Trek ist wieder cool, endlich.

  • Marcel

    Wenn ich mal wieder einen guten Film gesehen habe, gehe ich hier hin um den Veriss zu lesen. Das ist irgendwie ein Anker in meiner cineastischen Erfahrung geworden. Trotzdem: Hab großen Respekt vor eurer Arbeit hier!

  • hahahahahahaaaarg

    Sorry, die Review ist scheiße und weit an der Wahrheit vorbei!
    Da möchte ich garnicht weiter drauf eingehen!

    Für mich einer der drei besten Star Trek Filme überhaupt, der den einzig ernst zu nehmenden Gegner (Star Wars) in allen Punkten ohne Probleme übertrumpft!

  • http://nichts.de seppo

    Warum willst du nicht weiter darauf eingehen? Wahrscheinlich weil es bei dir nicht zu mehr reicht als ein paar platte Sprüche ohne Wert rauszuhauen.

    “Lahmarschige Fernsehserien wie DS9″, war mir klar, dass die Transformersgeneration das so sieht!^^

  • http://keine Leonidas

    Es tut mir ja Leid, aber 99.9 Prozent der Menschheit kennen die alten Star Trek-Filme gar nicht. “Star Wars? Ja, kenn ich. Star Trek? Nie gehört, hat das was mit dem Raumschiff Enterprise zu tun?”.

    Schön, der neue Star Trek-Film hatte einen miesen Bösewicht und ein und dieselbe Story, wie sie schon tausend Filme zuvor hatten. Aber trotzdem empfinde ich den gerade als den besten seiner Art. Das ist so ziemlich der einzige Star Trek-Film der einem nicht mit seinen langatmigen Bildern und steifen Szenen zu Tode langweilt oder einem dummes, unverständliches Geschwäsch auftischt und sich dabei auch noch als “intellektuell” verkaufen will. Die Effekte und die Action rockten, die neue Crew macht endlich wieder Spass, denn das “Altersheim” das einem in den vorherigen Filmen geboten wurde, war einfach nur noch peinlich und lächerlich. Niemand (ausser den Nerds) will einen aufgedunsenen Shatner als Kirk sehen, da musste ein jüngerer Mann ran.

    Versteht ihr nicht? Die ursprüngliche Serie (Raumschiff Enterprise) war ja SCHRECKLICH! Dort gab es zwar kein Technobabble, dafür aber billigste Effekte, unheimlich grottige Kulissen (die hin und wieder wackelten), schlechte Darsteller, noch miese Drehbücher und bescheuerte Gegner (wie den perversen Clown, der die Kinder eines Planeten auf seine Seite ziehen will). Wer unter 50 sollte sich so eine Scheisse im 21. Jahrhundert noch antun?

    Ich weiss nicht, vielleicht bin ich mit meinen 16 Jahren einfach zu jung, um verstehen zu können, wie es war, als man in den 50ern und 60ern so miese Unterhaltung ertragen konnte. Damals gabs ja noch nichtmal Handys, das war also sprichwörtlich die finsterste Vorzeit.

    Ich höre immer wieder “früher, da wars besser, da waren auch die Filme besser”. BULLSHIT! Früher war rein gar nichts besser. Nur weill manche Filmreihen früher auf einem besseren Level gedreht wurden (Indiana Jones, Star Wars) bedeutet das noch lange nicht, dass die Qualität abgenommen hätte, denn das hat sie nicht.

    Mein Urgrossvater sagte einmal zu mir “soll ich dir etwas sagen? Ich vermisse die alten Zeiten ganz und gar nicht. Damals, als Hitler und Stalin die Welt in Atem gehalten haben, war ich Kind, und bei Gott, war das eine entsetzliche Zeit. Nein, darauf kann ich gut und gerne verzichten, ausserdem gefallen mir die neuen Medien (damit meint er DVD)”.

    Ein weiser Mann, was?

  • http://keine Leonidas

    Ausserdem: wer von einer “Transformersgeneration” redet, hat keine Ahnung. Wie soll ich dann euch nennen? Die “Raumpatrouille Orion-Generation”?

    Das ist mindestens so bescheuert, wie man behaupten würde, alle alten Menschen wäre nutzlose Nörgler und Langweiler.

    Sind sie aber nicht. Ich bitte euch: diskriminiert nicht die Jugend, erkennt, dass jüngere Leute nun mal nicht daselbe Feeling für manche Filme und Serien haben, die ihr sie damals hattet. Immerhin habt ihr diese Dinge als Kinder und Jugendliche erlebt, als sie extrem modern und neu waren.

    Wir (Kinder des 21. Jahrhunderts) können eure Gefühle und Einstellungen zu diesen Dingen nicht nachvollziehen. Ebensowenig, wie so manch einer nicht verstehen kann, wieso Dinge wie “Hannah Montana” oder “300″ oder eben “Transformers” bei uns heute nun mal gut ankommen.

  • Elias

    Gut gebrüllt, Löwe!

    Ich gehöre mit meinen 42 Jahren auch zur “Raumpatrouille Orion-Generation”, aber verstehe, was du uns damit sagen willst.

    Klar, wenn ich in den 60er und 70er Jahren als Kind solche Serien wie “rauchende Colts”, “Raumschiff Enterprise” oder “Kampfstern Galactica” geschaut haben, dann war das DIE Sensation, denn diese Serien waren damals absolut neu und (für die damalige Zeit) sehr innovativ. Wenn ich ein Kind der 90er gewesen wäre, würde ich das vermutlich auch anders sehen.

    Gott, wie die Erwachsenen damals über diesen “Fernsehschrott” und unsere Musik gelästert haben, als Kind ging mir das so auf die Nüsse. Daher werde ich jetzt auch nicht die jüngere Generation verurteilen, denn das habe ich als Kind und Jugendlicher mehr als genug selbst erlebt.

  • marius

    erstmal: Danke! mit abstand symphatischste Filmkritikseite über die ich bis jetzt gestolpert bin. könnt schier 95% der reviews so unterschreiben und ich tendier etwas dazu bei kritiken schnell den oskar aus der tonne auszupacken…
    möcht jetz nicht als person 35000 anfangen hier einen auf logikpolizei zu machen und ich hat beim 1. mal anschaun doch neben der bereits erwähnten Kritikpunkte meinen spass!
    ich find der ausversehen beste gag des Films ist der Hirnchiefbösewicht mit seiner klukluxclansieklaununserejoobslogik….
    abgesehen davon dass es wahrrscheinlich doch noch ein paar jahre dauern wird bis endlich der letzte Kostümdesigner gerafft hat das scheiss Tribals in der fresse nicht böse sondern echt traurig arm komm, wie kann man die Makrostruktur der Handlung so derartig verbacken… 1. Von welchem Faktor hängt es ab ob das erzeugte schwarze loch als Zeitreiseportal fungiert odernur ins nichts aufsaugt…oder war runzelspocks plan die Supernova in eine andere Zeitlinie zu mailen damit anstelle von Romulus a in Zeitlinie a doch lieber Romulus b in Zeitlinie b gefetzt wird???
    2. vorweg wie kann man versagen wenn man eine verfickte zeitmaschine hat
    3. wer hat beim drehbuchlesen zu folgendem gesagt: geil so und nicht anders: Neros Planet wird zerstört, weil supernovas spontan poppen! Zeitrisespock kommt zu spät!!! und pufft irgendwie beide was weiss ich 50 jahre in die vergangenheit. Nero kommt als erster an und stellt sofort fest dass er sich 50 jahre vor der Katastrophe materialisiert hat! Perfekt! Problem gelöst!!!!Nein!

    wiso ruft er nicht mit seinem spacephone bei romulus an und schlägt vor mal entspannt anzufangen zu evakuieren weil in 50 jahren bös die post abgeht?????…als beweis für seine aussage könnte man ja eventuell sein geiles zukunftsschiff nutzen…wär aber irgendwie tussig!
    seine frau und er selbst leben doch in dieser Zeitepoche auch schon ( werden romulaner, vulkanier nicht so um die 200 jahre alt?) in den 25 jahren ist er ja auch nicht wirklich gealtert…aber spock schon! ach scheisse..egal!
    anstatt seine sogar noch jüngere frau mit seinem 2. ich zu gangbangen wartet er 25 jahre am arsch der welt und plant alle planeten zu zerstören, die für die zukünftige krise als umsiedlungs bzw problemlösungshelfer agieren könnten um auch ganz sicher zu gehen, dass niemand mehr übrig ist um den tod seiner frau zu verhindern WTF!
    obwohl er gar nicht wissen kann dass oldspock auch in das loch gezogen wurde..klingt nach nem guten plan…
    gut 1. chance alles zu retten nicht gerafft…kann passieren!
    spock bringt ihm die zeitmaschine vorbei und vergisst das es eine ist und will auch nicht mit nero drüber reden, weil er ja sonst seinen lieber romulus b anstatt a ficken plan erklären müsste…cool!
    (das ist ca als würde marty mc fly aus seinem delorian hüpfen, ihn abfackeln, straight zum nächsten gunshop rennen und dann n paar wochen vor der Promnightlocation warten um seinen Vater abzuknallen kurz bevor der biff umnietet….zu gut!!!!)
    Jetzt hat er die red matter, aber die den romulanern geben wär irgendwie schwul! so! den baldsupernovastern wegschwarzlochen wär sogar noch schwuler..sie klaun unsre jooobs und die zeitreisesekundärfunktion zu nutzen ist schwer wenn man das ja gerade eigentlich schon macht ohne es zu merken, außerdem machen ihn zeitreisen wütend!
    4. als der junge spock am ende in das zeitreiseschiff steigt, darf er auf keinen fall die unbewachte red matter, von mir aus zeitverzögert, freisetzen um nero direkt zu nailen, weil er sonst nicht seinen geilen neo greift die maschinenstatt an move abziehen kann, um in das schiff zu crashen, aus dem er das schiff geklaut hat!!!!!
    das ist wie im 1. weltkrieg, da wars auch state of the art sich zum gegnerischen schützengraben durchzubuddeln um dort dem franzacken eine Handgranate zu klaun, um dann mit dieser übers offene Feld zu seiner homebase zurückzurennen, um dann frontal mit der granate in der Hand den gegnerischen schützengraben zu stürmen WTF!!
    ps zum glück findet captain Pike seine Startrekstandardgehirnschnecke am ende ganz schick, mal schaun ob jemand merkt, dass er nicht mehr lügen kann und ab und zu sabbert…..
    so machen wir das! Klingt geil jj ich geb dir 200 mio dollar, das muss raus!!

  • marius

    ps: würd den ganzen film monthy phytonmäßig aufmotzen wenn man als intro vor dem eigentlichen intro nero sehen würde wie er ausversehen durch den ruck..im all…der explosion von romulus, beim füttern, ausversehen, eine seiner hirnwirsingschnecken verschluckt! würd den ganzen ablauf irgendwie plausibel relativieren… plus: intro vor intro vor intro: Spock setzt in der staarfleetaltersresidenz eigenmächtig seine neuroleptika ab, prügelt sich im bademantel bis zum zeitreiseschiff durch und startet im totaldelirium den geilsten logikamok der startrek geschichte. unbezahlbar!
    the only state i want to achieve is grattitude, live it up prosper baby!

  • http://www.startrekfans.de/ Klingone

    Star Trek ist einfach nur genial! Und alle die es nicht mögen, kann man nur eines sagen – ohne Star Trek würde es viele Technologien nicht geben – bspw. Beamen… und natürlich Spock und Co.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    >ohne Star Trek würde es viele Technologien nicht geben – bspw. Beamen

    *Facepalm*

  • Magnus

    Heute das erste mal auf Blu-ray gesehen (beim Kumpel). Was soll ich sagen?
    Quitschbuntes Actionspektakel ohne bekanntes Star Trek-Feeling.
    Der Maschinenraum sah aus wie ne Brauerei. Und vor lauter Lensflare konnte ich fast nix erkennen, was mich total genervt hat.
    Im alten Star Trekuniversum war wenigstens noch das Gesamtbild stimmig. Die ganze Story fand ich verwirrend. Teil 2 wird wohl auch Murks so wie der Trailer aussieht. Die heutigen Kinoblockbuster sind schon sehr merkwürdig.

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr