Lieber George – George Lucas zum Geburtstag…

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Geburtstagsparty bei Onkel Lucas – er ist der dritte von links

Der alte Sternenritter wird heute 65. Grund genug in Kindheitserinnerungen zu kramen und ihm zu ähm… gratulieren, genauso wie ich es damals bei Steven Spielberg getan habe.

Lieber George Lucas,

zunächst einmal herzlichen Glückwunsch und – um mal mit dem konkurrierenden Franchise zu sprechen – “live long and prosper”. Und, als jemand für den Star Wars zu seinen frühen und prägenden Kindheitserfahrungen gehört, auch ein Danke.

Ich bin erst spät zum Krieg der Sterne (wie das Ganze hierzulande ja damals noch hieß) gekommen. Ich rollte die Sahnetorte von hinten auf. Der erste Streifen den ich im Kino sah war Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter, dann erst Monate später in Wiederaufführungen Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung und Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück. Oder wie wir damals noch sagten: Teil 1 und 2.

Es war egal, dass ich nicht sofort alles kapierte. Die Novelisationen haben mir die Zusammenhänge erklärt, die ich brauchte um Jedi zu verstehen, selbst ohne die Vorgänger gesehen zu haben.

Ich verdanke Ihnen sehr viel George. Star Wars hat mich zum Filmfan gemacht, auch wenn ich zunächst nur Sachen sehen wollte, die mit Science-Fiction zu tun hatten: Es war der Zündfunke für mein Interesse am Film. Damals waren Filme noch nicht ständig und überall verfügbar. Es gab keine Privatsender, wir hatten keinen Videorecorder und mein erster Computer war ein ZX81 von Sinclair.

Wenn ich nicht grade mit meinen Freunden auf dem Spielplatz herumtollte und Szenen aus Krieg der Sterne nachspielte (wobei ich immer C3PO sein wollte – aber das ist eine andere Geschichte), verschlang ich alles was mit SF zu tun hatte – was damals zumeist Bücher waren. Die Begleitromane und Abenteuer von Han Solo und Lando Calrissian, aber auch viele Filmlexika und Abhandlungen über das Genre. Mein Grundwisse über Film, filmtheoretische Ansätze und alle wichtigen Klassiker habe ich mir damals angeeignet.

Viele großartige Filme habe ich entdeckt und mich wie ein Schneekönig gefreut, wenn sie einmal zufällig im TV liefen. Von Alarm im Weltall bis Der Tag, an dem die Erde stillstand und natürlich alles von Jack Arnold. Von SF-Film wanderte ich zu Horror, dem Fantasy-Film, Krimis, Thrillern, Dramen, Arthaus und vielen anderen Genres. Aus der Liebe zu Star Wars wurde die Liebe zu Kino allgemein, zu packenden Erzählungen, großen Bildern, starken Dialogen und großartigen Schauspielern.

>>>weiter gehts bei meinem Brötchengeber moviepilot, für den dieser Text entstand…

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About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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5 Comments

  1. Syyx

    Schön geschrieben, und das mit dem Star Wars hat mich zum Filmfan gemacht, kommt mir sehr bekannt vor auch wenn ich eine völlig andere Generation bin.

  2. kumi

    Mir ist es genau so ergangen. Mit Star Wars hat es angefangen, als ich 1978 mit 12 im Kino saß, danach hat mich das Genre und das Kino nicht mehr losgelassen. Was war das schön damals in dem kleinen Pupskino in meiner Heimatstadt, nach Krieg der Sterne bin ich in jeden gottverdammten SF-Film gerannt, der nicht bei Drei auf den Bäumen war (auch dieser grausame italienische KdS-Rip-Off »Star Crash – Sterne im Duell« war dabei, mit The Hoff und der heißen Caroline Munro, für einen Jungen in der Pubertät ein sehr prägendes Erlebnis)

    Der Kinobesitzer war zwar ein Arschloch, aber ein Cineast mit Hang zu alten SF, weshalb Sonntag morgens in der Frühvorstellung um 11.00 die ganzen Jack-Arnold-Schinken, Metaluna 4, Zeitmaschine, Forbidden Planet, The Thing oder Der Tag, an dem die Erde stillstand und die ganzen japanischen Godzilla-und-andere-Gummimonsterfilme liefen. Die Sendung mit der Maus habe ich zu der Zeit oft verpasst. Im TV habe ich mir dann auch jeden SF- und Horrorstreifen (Hach, »The Haunting«) gegeben, Bücher ohne Ende gekauft.

    Später machte dann noch ein Kino in der Innenstadt auf, in dem nur Zombie- und Exploitationstreifen liefen, und als ich dann älter wurde, entdeckte ich die Wuppertaler Programmkinos mit ihren Arthausstreifen für mich. Meine Lieblingsgenre sind jedoch immer die der Phantastik geblieben.

    Ich denke, ich habe da George Lucas auch so einiges zu verdanken, dem ZDF mit der Wahnsinns-Reihe der phantastischen Filme aber ebenfalls :-)

  3. Leto

    @kumi

    das kann ich soooo gut verstehen – mir ging es nämlich genauso. Als kleiner Junge mit StarWars angefixt (7x im Kino gesehen) und dann von der Sci-Fi/Fantasy-Welle nicht mehr runtergekommen – inclusive StarCrash, Sternenkrieg im Weltall (der Japan-StarWars-Verschnitt), Kampf um die 5. Galaxis (noch so ein italienischer Murks), Sador – Herrscher im Weltraum (aka “John-Boy im Weltraum” ;-)), Kampfstern Galactica, Buck Rogers, Flash Gordon (wow…), Krull und all die anderen.
    Genau …und dann gings im TV mit den “Klassikern” weiter.

    Das Interesse an Sci-Fi/Fantasy ist geblieben – aber die Ansprüche sind (zum Glück) gestiegen.
    Danke, George Lucas, für den “Einstieg” in diese Materie…. war eine schöne Zeit.

  4. kumi

    Haha, ja, wie konnte ich »Sador« vergessen, und dann gab es auch mal eine ziemlich bekloppte Parodie namens »Krieg der Eispiraten«. Hat den einer? Den habe ich mit 18 das letzte Mal gesehen. Damals fand ich den ganz witzig, kann aber auch Verklärung sein :-)

  5. Rugadizzer

    Das ist alles so zu unterschreiben.

    “Sador” und”Krieg der Eispiraten” waren natürlich großes Kino, in diesem Kanon fehlt noch “Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension”.

    Der Sinclair ZX81, ich krieg Pipi in die Augen…..schnüff.

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


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    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14