Was macht eigentlich… Edward Furlong?

7 Comments

edfurlong

Das schlimme an Terminator 4 ist ja, dass im Direktvergleich Teil 3 schon wieder unterhaltsam wirkt. Und das obwohl Nick Stahl als quengeliger John Connor so gar nicht passen wollte. Für moviepilot bin ich die Strasse der Erinnerung hinabgejoggt und hab mir die Karriere des einzig wahren John Connor-Darstellers nochmal angesehen: Whatever happend to Eddie Furlong?

Es hätte der Start zu einer Traumkarriere sein können. Edward Furlong erlebte als 13jähriger, wovon wohl viele Kids heute immer noch träumen. Er wurde von der Straße für einen der wichtigsten und größten Actionfilme der 90er Jahre weggecasted: Terminator 2 – Tag der Abrechnung sollte Maßstäbe setzen.

Der späte Nachfolger des B-Movie-Erfolgs The Terminator stand am Anfang der digitalen Revolution und verband genial geradlinigie, packende Actiondramaturgie mit einer relativ smarten Story, nachhaltigen Dialogen und bahnbrechenden Spezialeffekten voller optischer Inspiration. Furlong schaffte es darin überraschend gut, sich als frühadoleszenter John Connor gegen seine Erwachsenen Mitspieler zu behaupten.

Nach dem bombastischen Erfolg des Films galt Furlong als Jungstar, wurde zum Idol für japanische Teenager, nahm schlechte Popmusikalben auf und modelte für Calvin Klein. Auch die Kinokarriere gab Anlass zu schönsten Hoffnungen. Nach T2 folgten diverse Dramen und Genrefilme: Friedhof der Kuscheltiere II, Brainscan, Little Odessa – Eiskalt wie der Tod, American Heart – Die zweite Chance, Die Grasharfe, Davor und danach – und wenn auch nicht alle davon Erfolge waren, bestand Konsens, dass dieser Knabe Talent hatte. Für ihn sprach sein anämisch-zerbrechliches Aussehen, gepaart mit rauen Sprüchen und einem verschlossenen, skeptischen Blick aus Augen, die ihn viel abgeklärter und erwachsener wirken ließen, als er es tatsächlich war. Furlong war der Poster-Boy aller Troubled Teens, der Sensibilität und Düsternis perfekt verband.

Dass er in diesen Rollen überzeugte, könnte allerdings auch in seinem realen Leben begründet liegen, denn Eddies eigene Kindheit war mindestens so turbulent, wie die seiner Filmfiguren. Seine Mutter hatte ihn früh zu Verwandten abgeschoben, bei denen er auch lebte, als er für T2 entdeckt wurde. Noch während des Drehs entbrannte heftige Sorgerechtsstreits zwischen seiner Mutter, deren Schwester und ihrem Mann. Beide Seiten warfen sich vor, nur des Geldes wegen an Edward interessiert zu sein.

Kein Wunder, dass der Junge die Flucht ergriff und sich Hals über Kopf in eine Affäre mit seiner fast doppelt so alten Set-Lehrerin Jacqueline Louise Domac stürzte, die später auch seine Managerin wurde. Gegen den Rat aller zog Edward mit der Frau zusammen. Die Beziehung hielt fünf Jahre und ging im Streit auseinander, Domac verklagte Furlong schliesslich noch, weil er ihr angeblich noch Prozente seiner Filmgagen schuldete.

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About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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7 Comments

  1. chrisse

    Ich glaube er dreht auch einen Film mit Uwe Boll. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, bleibt jedem selbst überlassen :)

  2. The Director

    Seit Terminator 3 hab ich ihn vermisst, nach Terminator 4 umso mehr. Er würde in viele Rollen sehr gut hineinpassen. Ich hoffe für ihn auf ein Comeback als John Connor, der er nunmal ist und als einziger jemals sein wird.

  3. The Director

    @ chrisse:
    Yo Mann, du hast Recht. Hab grad nachgeforscht. Der neue Film von Uwe Boll heißt “Janjaweed” und das interessante daran ist, dass neben Eddie auch TX Kristanna Loken mitspielt. Ein kleiner Schritt für ihn zurück zu den Wurzeln, wenn auch nur ein unbedeutender.

  4. Dominik Jungowski

    Er hat bereits in einem Uwe Boll Film mitgespielt, nämlich “Stoic”. Und übrigens finde ich Uwe Boll Filme sind besser als ihr Ruf.

  5. Andreas Port

    Der hatte doch auch mal was mit Linda Hamilton. Kann mich noch relativ gut daran erinnern, dass drüber ein Beitrag bei Exclusiv auf RTL lief.
    Danach hat man von Hamilton eigentlich auch nichts großartiges mehr gehört.

  6. HiPPiE

    Sh#t happens.

  7. Maryknows

    so außergwöhnliche jungdarsteller gibt es nur 1 unter 1ooo. zb. ebenfalls herausragend: ET: Henry Thomas alias Elliot, The Client: Brad Renfro († 2008)

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


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    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

    11/15/14

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

    10/20/14

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    iambluedog:

    Life is too short to be holding on to old grudges

    10/20/14

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    10/09/14