Originaltitel: 9 to 5: Days in Porn
Herstellungsland: Germany 2008
Regie: Jens Hoffmann
Mitwirkende: Sasha Grey, Roxi Devill, Belladonna, Ava Rose





„9 to 5 – Days in Porn“ ist eine Dokumentation über Arbeitnehmer in der Pornoindustrie (ach!) und folgt rund einem Dutzend größerer und kleinerer Pornostars in ihrem Alltagsleben und ihrer Arbeit am Set und liefert dabei eine ganz erstaunliche Erkenntnis: Das sind unglaublicherweise ganz normale Leute.
Der Film begleitet ein Jahr lang Protagonisten der Pornoindustrie, unter anderem Sasha Grey, zu Beginn des Films eine Anfängerin, die weiß, was sie will, zum Schluß gehört sie zu den ganz großen des Fickfilms, die ja mittlerweile im anständigen Film angekommen ist und grade „The Girlfriend Experience“ (Trailer) mit Steve Soderbergh drehte und mit „Smash Cut“ (Trailer) einen wahrscheinlich ziemlich abgefahrenen Splatter-Streifen abgeliefert hat.
Daneben folgt der Film der ehemaligen Pornodarstellerin Dr. Sharon Mitchell, die jetzt eine medizinische Beratung für Pornostars leitet und sagt, dass man niemal eine Meryl Streep wird, wenn man zwei Schwänze im Po hat. Oder das Ehepaar Bauer, beide Pornodarsteller, die eine Zeit lang zurechtkommen, bis die Frau langsam aber sicher an ihrem und dem Job ihres Mannes zerbricht. (Am Ende geht’s ihr wieder gut, sagt der Film.)
Der Film bietet einen ziemlich schmucklosen und ehrlichen Blick hinter die Kulissen der Pornoindustrie, zeigt alle Skurrilitäten, die man erwartet, die in dieser Erzählweise gar nicht mehr so skurril wirken. Und so erfahren wir beispielsweise, dass die Haare eines Pornodarstellers nach einer Anal-Szene nach Kot riechen, weil er den hier und da hervortretenden Ausfluß beim Dreh galant weg- und in die Haare wischt, weshalb danach erstmal eine Haarwäsche angesagt ist. Klingt komisch, wirkt im Film aber beinahe banal.
Ein sehr schicker Film, mit zwei Stunden für eine Doku einen Hauch zu lang, tatsächlich gelangweilt habe ich mich allerdings an keiner Stelle.
Website zum Film, Ausschnitt: While shooting the documentary “9 to 5 – Days in Porn” Belladonna talks about hygiene, Ausschnitt: Audrey
- Renington Steele •
- Juli 1st, 2009 •
- 17 Kommentare
- Schlagwörter: 9 to 5 - Days in Porn, Documentary, Porn
3 Trackbacks
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Ist irgendwie was anderes, den Namen der “Schauspieler” zu googlen, als bei anderen Filmen O.ô (google content filter is bei mir auf arbeit aber zum glück an xD )
Kommentar #1 von Robert am 01.07.2009 um 14:17 Uhr
Hmm, Deutschlandradio Kultur hat den Film heute früh ein bisschen zerlegt. Na mal sehen.
Kommentar #2 von Olaf am 01.07.2009 um 16:49 Uhr
Zum Glück?
Kommentar #3 von Björn am 01.07.2009 um 17:04 Uhr
Für ein 4 Sterne Review aber ganz schön kurz geraten… Kein Bock gehabt? Irgendwie kommt auch nicht wirklich raus wofür der Film jetzt 4 bekommen hat. So wie sich das liest klingt das eher nach einer klassischen 3.
Kommentar #4 von honki am 01.07.2009 um 19:32 Uhr
wo hast du den film denn jetzt schon gesehen??
Kommentar #5 von kapoow am 01.07.2009 um 21:27 Uhr
@ kapoow: Auf der Pressevorführung.
Kommentar #6 von Renington Steele am 01.07.2009 um 21:32 Uhr
@renington steele: wie kommt man eigentlich in die rein? und wo und wann laufen die? braucht man da eine akkredition?
Kommentar #7 von Max.List@gmx.de am 02.07.2009 um 10:55 Uhr
“Und so erfahren wir beispielsweise, dass die Haare eines Pornodarstellers nach einer Anal-Szene nach Kot riechen, weil er den hier und da hervortretenden Ausfluß beim Dreh galant weg- und in die Haare wischt, weshalb danach erstmal eine Haarwäsche angesagt ist.”
Der arme Shane Diesel hat aber ne Glatze! Was soll er denn jetzt machen?
Kommentar #8 von Paul_Baeumer am 02.07.2009 um 14:22 Uhr
@ Max: Yep, Akkreditierung. Wir kriegen Einladungen zu den PVs…
@ Paul: Gute Frage, aber der dreht ja selten Analszenen… kein Wunder bei dem Mördergerät…
Kommentar #9 von Renington Steele am 02.07.2009 um 14:29 Uhr
@Renington
Mir ist halt grad sonst keiner mit Glatze eingefallen.
Wann läuft der Film schnell noch mal an?
Der Trailer wurde übrigens von youtube gekickt.
Kommentar #10 von Paul_Baeumer am 02.07.2009 um 16:17 Uhr
Habe “9 to 5 – Days in Porn” im Frühjahr in Berlin bei einem Sonderscreening gesehen.
Der Dokumentarfilm zeigt viele Facetten der Pornoindustie, auch wenn er eher wie ein “making of” daherkommt. Der Titel spielt auf die normale Arbeitszeiten von 9 bis 5 an, denn eines ist klar Porno ist Arbeit, wenn auch keine normale.
Kommentar #11 von KLaus am 03.07.2009 um 05:20 Uhr
weiß einer, in welchen Kinos der Film laufen soll?
Gestern war ja angeblich Filmstart.
Kommentar #12 von Kate am 03.07.2009 um 08:24 Uhr
das ist so ein typischer film den man sich dann laden wird, weil er in keinem verdammten kino laufen wird.
selber schuld, ihr honks!!!!
@ renington steele: was muss man dafür machen? sich anmelden, oder einfach nur bekannt sein. so wie die F5 hier? und vorallem: gibt es solche screenings und PV’s in jeder stadt?
sorry für die löcher in den bauch fragerei :-/
Kommentar #13 von mickey am 03.07.2009 um 16:24 Uhr
ausschnitt: youtube.com/watch?v=YdnMaTSMKR...
Kommentar #14 von xantam am 03.07.2009 um 21:26 Uhr