Review

The Tournament (FFF09 Review)

Standard, 20. 8. 2009, Renington Steele, 12 Kommentare

„Oh God, please give me strength… because I need a drink.“

Originaltitel: The Tournament
Herstellungsland: UK 2009
Regie: Scott Mann
Buch: Jonathan Frank, Nick Rowntree
Darsteller: Ving Rhames, Kelly Hu, Robert Carlyle, Andy Nyman

[rating:3.5]

Alle sieben Jahren findet ein Wettkampf auf Leben und Tod zwischen den 30 besten Auftragskillern der Welt statt. Nur einer überlebt und räumt den Preis von 10 Millionen Dollar ab. Und diesmal ist sogar der Gewinner der letzten Saison am Start, und der ist aus auf Rache für seine ermordete Frau. Die Killer haben allesamt eine „Ortungs-Bullet“ eingenäht und fiese Geschäftsleute sitzen zusammen in einem Raum, um das 24 Stunde dauernde Spektakel auf Überwachungskamera und Hightech-Schnickschnack zu verfolgen. Nur blöd, dass einer der Killer seine „Ortungs-Bullet“ rausgeschnitten und einem Priester in den Kaffee geschmissen hat. Und der findet sich ab dann ziemlich vielen Anschlägen auf sein Leben ausgesetzt.

„The Tournament“ ist ein ziemlich abgefahrener Over-The-Top-Actionfilm in der Tradition von „Crank“ und ebenfalls wie der mit jeder Menge platzender Köpfe und Körper ausgestattet. Splatter-Action at its best mit einer Cast, der der Film sichtlich Spaß macht. Eigentlich ein sicherer 4 Sterne-Kandidat, wenn, ja, wenn…

Wenn das Ende nicht wäre. Ohne zu spoilern, aber der Film leistet sich am Ende einen dermaßen Bruch in der Logik, der tatsächlich die Rezeption des Films beeinträchtigt und mindestens holpern lässt. Wenn das komplette Finale des Films in der Nacht stattfindet, in Echtzeit (Countdown) und dann innerhalb weniger Minuten die Sonne scheint, wie es jeglicher Erfahrung widerspricht… dann muss man sich als Betrachter schon fragen: „Was zum Geier haben die sich dabei nur gedacht?“

Wäre das Ende dann ganz am Schluß nicht so explosiv, wie es ist, hätte der Film noch schlechter abgeschnitten, denn das hier versaut einem die ansonsten wirklich sehr vergnüglichen ersten 90 Minuten. Es bleibt ein sehr guter Film mit jeder Menge explodierenden Köpfen und einem sehr durchwachsenen Ende, den man aber trotzdem im Kino schauen sollte.

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12 Kommentare

  • Reply Everyday Madness … and more! » FFF09 – “Polytechnique” und “The Tournament” 20. 8. 2009 at 7:08

    […] Köpfe” haben bei mir die Glocken geläutet. Folglich: angucken! Review gibts hier. […]

  • Reply Bastian 20. 8. 2009 at 8:29

    Kleiner Hinweis: Vergleiche Poster “every six years, the world’s greatest assassins gather” mit “Alle sieben Jahren findet ein Wettkampf[…]”. Nicht das es wichtig wäre, aber es springt ins Auge weil es quasi nebeneinander steht :)

  • Reply Renington Steele 20. 8. 2009 at 8:30

    @ Bastian: Ist tatsächlich auf dem Poster falsch, im Film ist die Rede von 7 Jahren ;)

  • Reply Mark 20. 8. 2009 at 10:31

    Ob sechs oder sieben Jahre….der Film hört sich auf jeden Fall ziemlich gut an

  • Reply Kilgore Trout 20. 8. 2009 at 10:42

    Erinnert mich ein bisschen vom Konzept her an „Mean Guns“ (1997) mit Christopher Lambert. Somit nicht sehr originell die Idee.

  • Reply Andreas Port 20. 8. 2009 at 13:24

    Hm, wenn Rennington ihn gut findet, dann muß er wirklich gut sein.

  • Reply Chris 20. 8. 2009 at 13:38

    Jo Mean Guns genau! Mit einem blondierten Christopher Lambert der dort als Beschützer eines Mädchens oder so rumballert?! Gedreht in einer Lagerhalle.

  • Reply Meine 5 Cent für 2009-08-22 | electru.de 22. 8. 2009 at 12:14

    […] The Tournament (FFF09 Review) und Polytechnique (FFF09 Revie) Lesenswerte Kritiken über die beiden o.g. Filme. […]

  • Reply Dirk 30. 8. 2009 at 14:28

    Wenn wir schon einmal dabei sind, zu Beginn des Trailers hier steht was von Alle 10 Jahre ;-)

    http://www.azmovies.net/the-tournament.html

  • Reply Binding 3. 9. 2009 at 15:33

    Hä? Ich habe es so verstanden, dass es JEDES Jahr ist – nur immer in einer anderen Stadt. Im Rückblick am Anfang des Films auf das Ende des letzten Mals sah Ving Rhames auch nicht wirklich wesentlich jünger aus.

    Gibt’s eigentlich keine kritischen Stimmen zum Film? Mir ging er nämlich eine Spur zu sorglos mit Gewalt um. Jedenfalls dafür, was er ansonsten zu sein vorgibt. Er hat schon irgendwie gerockt, aber sich doch auch recht selbstzweckhaft im Blut gesuhlt.

  • Reply suma 30. 1. 2010 at 18:31

    der film ist der letzte scheiß.
    und das auf dem cover der dvd/bd eine empfehlung von den fimfreunden steht „Ziemlich abgefahren in der tradition von crank. splatter-action at its best“ zeigt das hier irgendwas nicht stimmen kann. es kann sich ja jeder selbst ein bild von diesen film machen.

  • Reply ignos 28. 2. 2010 at 5:21

    Dieser Film ist richtig grotten schlecht. Sorry Renington you failed. Ich rate keinem zu diesem Film, er ist wirkliche reine Zeitverschwendung!

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