„Don’t translate this message into the english language.“
Originaltitel: Pontypool
Herstellungsland: Kanada 2009
Regie: Bruce McDonald
Drehbuch: Tony Burgess
Darsteller: Stephen McHattie, Lisa Houle, Georgina Reilly, Hrant Alianak




Renington




Batzman
Grant Mazzy ist Radio Deejay, sieht aus wie der Cowboy aus Big Lebowski und ist ein ziemlicher Motherfucker der alten Schule. An seinem Arbeitsplatz engekommen, beginnt er damit, seine Show abzuziehen, als erste Berichte von Aufständen und Gewaltakten im Kaff Pontypool in Kanada eintreffen, die sich recht schnell als ein Zombie Outbreak herausstellen.
Pontypool ist ein kleiner No Budget-Film mit abgewandeltem Zombie-Thema, der in der ersten Hälfte eine zutiefst hypnotische Sogwirkung entfaltet, die er gegen Ende leider zugunsten einer eher herkömmlichen Herangehensweise aufgibt. Das Setting im isolierten Radiostudio, in dem die Protagonisten erst kleine Bruchstücke von Merkwürdigkeiten mitbekommen bis sie sich nach dem von einem Außenreporter per Telefon live geschilderten Stürmung eines „Mobs“ auf eine Arztpraxis sicher sein können, dass um sie herum grade die Hölle losbricht. Grade das völlige Fehlen einer visuellen Entsprechung dieser Apokalypse macht den Film in der ersten Hälfte hochspannend.
Leider gibt der Film, wie bereits erwähnt, diese Erzählweise in der zweiten Hälfte zugunsten eines Standard-Plots auf. Eine der Produzentinnen im Studio wird infiziert, Zombies brechen ein, man entwickelt eine Flucht-Strategie und so weiter. Darüberhinaus finde ich das Wesen der Infektion überaus bekloppt. *SPOILERWARNUNG* Die Infizierung findet über die englische Sprache statt, das Verstehen von Worten führt zum Zombie-Dasein. WTF?! Es ist übrigens nur die englische Sprache befallen. Wait, what? *SPOILER ENDE*
So bleibt ein Film, der extrem spannend und hypnotisch startet, gegen Ende aber leider sein Potential verschenkt. Trotzdem mehr als empfehlenswert.
+++
Batzman meint:
Gevatter Renington und ich sind hier mal einer Meinung. Pontypool ist ein gut besetztes und bedacht inszeniertes Kammerspiel (das zeitgleich zum Filmstart übrigens auch als Hörspiel ausgestrahlt wurde), das ein klassisches Zombieszenario aus neuer, respektive nicht zu häufig-verwendeter Perspektive angeht.
Die Idee einen einen originellen, wenn auch nicht vollauf überzeugenden Infektionsweg aufzuzeigen finde ich im Ansatz gelungen, auch wenn ich mir gewünscht hab, die innere Logik wäre etwas plausibler und die Art der Infektion würde ein bißchen glaubhafter in den Gesamtkontext eingebunden.
Die Buchvorlage mag da erhellender sein, denn sie erzählt die Story streckenweise aus der Perspektive der “Conversationalist”, der Infizierten und versucht zu schildern, was in ihnen vorgeht, wenn das Virus zuschlägt.
Die insgesamt humorvolle Herangehensweise und der großartige Darsteller des DJs. Grant Mazzy lässt kleinere Längen und Logikfehler bei dieser Low-Budget-Perle verschmerzen. Trotz des nicht wirklich runden Endes: sehenswert.
Hier der Trailer:
(Youtube Direktpool)
- Renington Steele •
- August 22nd, 2009 •
- 17 Kommentare










































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