Tarantino über PTA

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Wuaaaah! Quentin reviewed meinen absoluten Lieblingsfilmemacher! Bei Sky in England hat Tarantino wohl eine kleine Serie in der er über Filme erzählt. Und in dieser einen speziellen Folge redet er über “There will be blood”. Wobei: Eigentlich spricht er mehr über sein Verhältnis zu Paul Thomas Anderson, welchen Film er von ihm am besten findet (“Boogie Nights”!!!! Mein Lieblingsfilm!!! FTW!!!) und was ihm an TWBB so gut gefällt, welche speziellen Szenen ihn umhauen. Man lernt in den 10 Minuten viel über Tarantinos Verständnis von Film, aber eben auch was über Andersons Arbeitsweise.

Um es kurz zu machen: Ich kann gar nicht so viel Häute haben, wie ich Gänsehaut hab. Neun Minuten Siebnundfünfzig Anschaubefehl.


[YouTubeDirektThereWillBeBasterds, via Slashfilm]

In : Filmfun, News

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15 Comments

  1. Michael

    Dort hat er auch mal seine Top 20 der letzten 17 Jahre veröffentlicht. War auch sehr interessant.

    There Will Be Blood habe ich noch nicht gesehen, aber jetzt hab ich Lust drauf bekommen.

  2. Leopold Koch

    Da hat jemand Recht!

  3. Ced

    Nilz: 1000% AGREE!!!! Love 4 da man! ^^

  4. Zetterberg

    Interessante Ansichten, stimme auch größtenteils überein. Nur Tarantinos Deutung, dass die Taten des Protagonisten dadurch gerechtfertigt werden, dass er durch die Hölle gegangen ist, finde ich zu simpel. Klingt für mich ein wenig zu apologetisch nach dem “American-Dream-Mythos”. Aber gerade mit diesem Mythos möchte sich PTA kritisch auseinandersetzen (er knüpft an Upton Sinclairs Vorlage “Oil!” an). Ein sehr toller und intelligenter Film!

  5. Lomexx

    Hmmm. “Boogy Nights” und “Magnolia” sind zwei meiner absoluten Lieblingsfilme, Tarantino einer meiner Helden. Seltsamerweise halte ich aber ihre letzten Werke, “Blood” und die “Basterds” für ihre jeweils schwächsten – (zwar jeden für sich aus ganz unterschiedlichen Gründen, wenn ich die jedoch auf einen Nenner bringen müsste, würde ich es vielleicht mehr oder weniger “angestrengte bzw. aufgesetzte Kunstwilligkeit” nennen.) Seltsam ist das deshalb, weil Tarantino in dem Interview am Ende ja implizit erklärt, dass die beiden sich kreativ beeinflusst haben – es fällt der in punkto Legenden-Potential vielleicht derzeit noch etwas vermessene Vergleich Clift/Brando. Nach diesem Interview könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass die Künstler-Partnerschaft/Rivalität im Fall Tarantino/Anderson eben gerade nichts Positives mit sich bringt, sondern beide auf Irrwege leitet. Aber das ist – wie “There will be blood” und im Übrigen auch Day-Lewis’ Overacting darin – wohl Geschmackssache. (Auch wenn viele “Blood”-Fans wie ja auch Tarantino, die Formeln: Film=Meisterwerk und Day-Lewis=Glanzleistung gern als Naturgesetze betrachten.)

  6. junger, gieriger Banker

    Er war schon immer ein Schwätzer.

  7. Andi

    Ja, er ist schon bisschen ein Schwätzer.
    Aber mir fällt grad niemand anderes ein, bei dem (mir zumindest) das Zuhören so Spaß macht wie bei Tarantino. Man merkt, dass er so eine Begeisterung für das Thema Film hat. Das reißt einen richtig mit.

  8. Andi

    Beim gleichen Youtube-User
    findet man übrigens noch mehr von diesen Filmchen:

    Tarantino über Taxi Driver,
    die 20 besten Filme seit 1992, die QT für die besten hält,
    QT über Sunshine,
    QT über Death Proof

    alle wirklich sehr unterhaltsam.

  9. Mozzerino

    Nette Rede vom Quentin, Geschmack hat er ja.

    Wenn er allerdings glaubt INGLOURIOUS BASTERDS spielt auch nur im entferntesten in der gleichen Liga wie THERE WILL BE BLOOD ist er noch illusionierter als ich befürchtet hatte.

  10. Irreversibel

    Sehr nett – aber seine Auswahl der 20 besten Filme seit 1992 ließ mich manches mal wirklich erschrocken zusammen zucken. Ganz schön viel Mist (imo) dabei.
    Trotzdem ist die Sendung selbst ein ziemlich geiles Format für Fanboys wie mich…

  11. Binding

    Wenn ich daran denke, dass das quasi die Anmoderation für einen Film ist, der im TV-Programm läuft, muss ich Deutschland leider als absolutes Kino-Entwicklungsland bezeichnen und werde ganz wehmütig.

    @ Zetterberg: Dass die Taten des Protagonisten “dadurch gerechtfertigt werden, dass er durch die Hölle gegangen ist”, verstehe ich anders: Sie werden nicht gerechtfertigt (auch wenn Tarantino in diesem Moment vom “heroic right” spricht), aber sie werden ihm in nachvollziehbarer Weise voll abgenommen. Und ich glaube auch nicht, dass Tarantino damit das Böse in der weiteren Handlung gemeint hat (er sagt ja auch “almost” und klammert dadurch gewisse Dinge aus), sondern mehr den eisernen Willen, etwas aufzubauen und zu erreichen. Kurz gesagt: Diese Art der Inszenierung und Performance unterstreicht den Charakter der Filmfigur auf denkbar geniale Weise. Man muss berücksichtigen, dass Tarantino hier ja in filmischen Kategorien denkt – nicht in moralischen.

  12. Andi

    @Binding:
    bzgl. dem Einwand mit dem Kino-Entwicklungsland:
    Diese Anmoderation mit Tarantino wurde für Sky gedreht. Also Pay-TV. Nun habe ich hier ganz normales Kabelfernsehen und kein Pay-TV. Aber eigentlich dachte ich, dass die da sowas auch haben. Sollte es das tatsächlich nicht geben, wäre ich enttäuscht, denn gerade so eine Anmoderation gefällt mir ziemlich gut. Ich meine damit eine Anmoderation, die den danach gezeigten Film nicht über allen Klee lobt, sondern die von einem gemacht wird, der wirklich Ahnung vom Fach hat und auch sagt, wenn an dem Film was scheiße ist (bzw. wenn er was an dem Film scheiße findet). So wie bei der Tarantino-Anmoderation des Boyle-Filmes “Sunshine”, die ich für ganz besonders gelungen halte (habe den selben großen Kritikpunkt an dem Film.”

    Allerdings stelle ich mir eine deutsch-synchronisierte Version der Anmoderation auch doof vor. Gerade bei Tarantino würde das viel kaputt machen. Vielleicht mit deutschen Untertiteln? Ob das beim deutschen Publikum gut ankäme?

    Oder die Anmoderation macht gleich ein deutscher. Til Schweiger könnte ich mir zum Beispiel gut vorstellen ……………….. not.

    Kurz gesagt: Ich finde diese Art der Anmoderation sehr gelungen, und daran trägt nicht zuletzt Tarantino ein großes Stück bei. Ob das ein anderer auch so gut könnte, weiß ich nicht. Und ich traue den Deutschen nicht zu, dies adäquat zu übernehmen. Die würden das billig kopieren und dabei ordentlich kaputt machen.

  13. Binding

    @ Andi: Ich meinte das eigentlich viel allgemeiner in dem Sinne, dass jemand den Film anmoderiert, der das Kino liebt und den nötigen Sachverstand mitbringt. Das würde mir schon reichen.

  14. GunGrave

    Macht wirklich Spass ihm zu-zu-hören! Man erfährt wirklich einiges!

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