(Dailymotion Direkttrier, via Digg)
Es gibt wenige Dinge, die ich mehr hasse, als Menschen die während eines Films ständig reden. Ich weiß nicht, was das Problem dieser Leute ist, wahrscheinlich ist es eine Mischung aus ADS und Geltungssucht… jedenfalls würde ich, jedesmal wenn ich im Kino sitze und jemand denkt, er müsse den kompletten Film kommentieren, genau dasselbe tun, wie Lars von Trier in seinem Kurzfilm „Occupations“ (einem Segment aus „Chacun Son Cinéma“).
Von 


































das sollten sie ab jetzt vor jeder vorführung zeigen. ich hasse es auch so dermaßen.
achja:
mit “ads” hat das nichts zu tun. ich hab ads – kannst mir glauben.
wenn dann noch “adhs”.
der Kurzfilm lief letztes Jahr bei den Shorties des FantasyFilmFests und kam im Publikum sehr gut an. Danach war alles etwas ruhiger und es wurde weniger gemurmelt.
btw. die Seite ist zerschossen. Oneliner, Features und Archiv befinden sich unter den Kommentaren. Reviews fehlen komplett!
Dumm und vorhersehbar. So ist die Kinowelt heutzutage.
Lars von Trier ist persönlichkeitsgestört und macht Filme. Klasse Mischung.
So ein Schrott.
Hehe, nicht schlecht.
Nur noch eine zusätzliche Bestätigung dass Lars von Trier schwer einen an der Waffel hat. Aber auf eine interessante Art und Weise, wie ich finde.
Fand auch ANTICHRIST einen sehr interessanten Film muss ich sagen. Bietet auf jeden Fall genug Stoff zum Nachdenken.
Schließ mich der Meinung von Stefan an.
Langweilig.
Alle warten auf genau das was dann passiert. hm naja.
ANTICHRIST ist schon ein interessanter Film, um nicht zu sagen nett. Genauer gesagt, war ich etwas enttäuscht und weiss nicht so recht ob ich ihn gut oder schlecht finden soll. Skandal? Sicher für Feuilleton-Leser der Zeit oder Süddeutschen. Für Filmfreaks die sich auch Splatterfilme anschauen nichts was einen aus dem Sessel reisst. Ich hab mich zwischendurch im Kino gefragt wie lange er noch läuft, und das bei 104 Minuen Länge!
Am beindruckendsten finde ich die Anfangssequenz, die ja mit ner extremen Zeitlupen Kamera aufgenommen wurde (siehe Interview mit dem Kameramann Stefan Ciupek hier auf der Seite).
Antichrist will schockieren. Das ist an der “ästhetisierten” (bla bla) Anfangsszene zu sehen. Dieser SlowMotion Effekt ist gefährlich. Er verkommt zu einer einzigem einzigen Haufen ARTY.
Die Geschichte ist recht simpel, die Direktion verworren und genau das ist das Problem. Wenn der Mann nicht Herr seiner Sinne ist, dann funktioniert es eben nicht.
Warum reden hier alle von Antichrist? Ich finde, dass der Kurzfilm ein wenig langweilig ist, da auf eine Reaktion hin zugearbeitet wird. Und wer keine Lust hat, sich Filme mit anderen Menschen anzusehen, der sollte nicht ins Kino gehen. Filme sind Diskussionsgrundlage und jeden Moment, der mich bewegt, möchte ich auch mit den Leuten teilen, die mich begleiten.
… hmm… bisken hart… aber das geht mir manchmal auch durch en Kopf – wenn so unfähige Dingens quatschen… aber er macht “schon” richtig ^_^
@Henry: Diskussionsgrundlage schön und gut aber während der Film läuft, sollten evtl. Mitgucker echt die Backen halten. Ich geh hauptsächlich aus dem Grund nicht mehr ins Kino.
Ich bin da aber eh eine Art “Nazi”: Wenn’s nach mir ginge, würde es im Kino auch nix zu futtern geben und jeder, der zu spät in die Vorstellung kommt, sollte grundsätzlich nicht mehr reingelassen werden.
Aber was solls. Ich kann es ja nicht ändern…
@Marcel: Aber das ist doch gerade das Schöne am Kino: das Chaos. Jede menschliche Eigenheit und dann wenn man die Hitze merkt und jede Szene, die Stimmung des Publikums verändert; das ist einfach nur großartig. Wer allerdings nur für die riesige Fläche und den Sound ins Kino geht, sollte sich lieber ein Heimkino aufbauen und glücklich sein. Für mich hat das aber dann nichts mehr mit einem Kinoerlebnis zu tun.
„Occupations“ ist einfach recht lustig. Der Witz liegt in der Übertreibung. (machen doch viele “Comedians”). Absolut dumm wenn hier Leute schreiben das Trier einen an der Waffel hat oder ihm eine Persönlichkeitsstörung attestieren.
Und Slowmotion ist bei Trier dann auch eine gefährliche Ästhetisierung… oder es ist “arty”. Wärs von Michael Bay wärs “Gute Unterhaltung” und “Hirn abschalten”… oder so. Man kann es sich schon sehr einfach machen.
ähm. Antichrist wirkt leider wie ein “Versuch”. Man vermisst die Tiefe wie in anderen Trier Filmen… Braking teh Wave, Dancer in the Dark, etc…
Keine Ahnung woran es liegt. Es ist gut gespielt. Aber die Story und die Dialoge bleiben komisch flach und banal.
Und zum Thema: “Klappe halten im Kinosaal”…noch nie empfand ich es nerviger als in dem film “Das Experiment”… da johlte der ganze Kinosaal als der eine “Wärter” im Film Volksmusik spielt und die Frau vergewaltigen wollte. 50% schallendes Gelächter. Ich hätte liebend gern jedem einzelnen die Rübe weggeschossen. Alle 20 Minuten mal 2 Sätze flüstern ist okay… aber wenn sich eine Person nicht auf den Film konzentrieren kann… warum hockt er dann eigentlich im Kino. Und Geraschel hasse ich auch wie die Pest. Am besten dann wenn der Film losgeht… aber ja nicht vorher… bei den ganzen Trailern und so.
, dass Michael Bay hier erwähnt wird …
Interessanterweise konnte Trier bei Antichrist nichtmal selbst den DoP machen, warum? Weil er Depressionen hatte. Zumindest nach eigenen Aussagen, aber vielleicht ist das ja nur PR. Wenn das so ist, dann ist er letztendlich auch einer dieser Regisseure geworden, die den Pakt mit dem Teufel geschlossen haben.
Hey Dr. Seltsam!
Bevor Du hier den besserwissenden Art-House Spezialisten raushängen lässt und Aussagen als absolut dumm aburteilst würde ich an Deiner Stelle mal die Hausaufgaben machen!
van Trier lässt selbst keinen Zweifel daran, dass er enorme psychische Probleme hat. Schau Dir doch mal den gerade hier geposteten VICE-Artikel mit ihm an, da redet er über fast nix anderes als darüber, was für schwere Depressionen er hat und wieviel Medikamente er einnehmen muss. Das ich das jovial mit “einen an der Waffel haben” (ist überigens durchaus wohlwollend gemeint) bezeichne, finde ich absolut im Rahmen.
Hey Mozzerino.
da oben steht: “eine zusätzliche Bestätigung dass Lars von Trier schwer einen an der Waffel hat.” … das leitest du von diesem witzigen Filmchen ab.
Mich nervt es einfach wenn Leute Trier oder auch David Lynch schauen… und danach sagen: boar ey, der Mann ist ja sooo krank,… habe gehört der hat auch Depris und so.
…wenn man gar nicht mehr zwischen einen witzigen Kurzfilm wie diesen und großen epischen Kino wie “Breaking the Waves” unterscheidet. Und wer Filme wie Antichrist für “krank, irre” etc… hält hat einfach zu viel Hollywood Blödsinn geschaut… oder zu viel A-Team. Explosions Porno am Stück… aber das ist “normal” und “psychodrames” sind immer krank.
Bei dem “UP” Review liest man in den Kommentaren wie “doof” es ist das die Frau stirbt. in einem Kinderfilm, in einem Trickfilm stirbt jemand! .. OMG .. warum so melancholisch???
Trier darf gerne Sex in seinen Film zeigen. Es ist deswegen noch lange kein Skandal… (eher die Doppelmoral… das in Hollywood jede Sexszene abgeblendet wird… aber die Pornoindustrie eben doch größer ist als alles andere)
Und Pixar darf gerne weiterhin Menschen sterben lassen. Weil: Menschen sterben nun mal. Aber auch das… scheinbar ein kleiner Skandal.. weil Kinder, Trickfilm, Unterhaltung … und dann Tod. (mist, passt dann einigen einfach nicht so in den Kram)
Ich hoffe einige werden es verstehen.
Trier lässt in Antichrist den Hoden zerschlagen UND ZEIGT DAS und in den darauffolgenden BEATS wird der zertrümmerte Hoden durch den Werkzeugkasten auf dem Tisch verdeckt, oder andersartig.
Warum?
Also ich habe das ein wenig anders in Erinnerung. Die Frau haut mit einem Holzklotz kräftig aufs Genital. Zu Beginn stirbt ja eben auch ein Kind… während die Eltern Sex haben. Die Frau ist den ganzen Film über Depri drauf.. und versucht ihren Schmerz auch mit Sex zu kompensieren. Aber sie hasst eben gleichzeitig auch die Lust. (Verständlich, oder?) Den ganzen Film über ist das eigentlich ziemlich klar. Sie beißt ihren Mann ja auch mal. Am Ende richtet sich die Gewalt gegen die Lust des Mannes… und ihre eigene Lust. Selbstverstümmelung. Das ganze dann noch mit viel Religion aufgeladen was leider, in meinen Augen, gar nicht funktioniert. Und somit der Film banal erscheint.
War 18. als Antwort auf meine Aussage? Das passt doch in keiner Weise.
@Dr. Seltsam
Wo habe ich denn bitte behauptet, das ANTICHRIST irre, pervers oder krank sei? Ich habe ihn weiter oben als “interessant” bezeichnet.
Mit der Aussage, dass Lars van Trier nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, habe ich wohl recht, das gibt er ja selber zu (geschweige denn die Leute, die mit ihm gearbeitet haben, frag mal Björk).
Seine Lust an expliziter Gewaltdarstellung ist aber wohl sowohl in ANTICHRIST, als auch in dem hier gezeigten Kurzfilm deutlich, oder findest Du es etwa konventionell, wenn er einen Film darüber macht, in dem er einem arg- und wehrlosen Mann mit einem Hammer den Schädel zu Matsch zerhaut?
Deswegen heißt das ja noch lange nicht, dass ich seine Filme mit einem verächtlichen Grinsen anschaue und mir die ganze Zeit nur denke “Boah ey, der is ja voll gestört.” Keineswegs und hab ich auch nie behauptet.
Wo Du allerdings großartig religiöse Bezüge in ANTICHRIST findest, will mir nicht so ganz ins Hirn. In dem Film ist doch von Glaube oder Gott nie die Rede (wenn dann von Satan).
Meiner Meinung nach hat ANTICHRIST allerdings ziemlich deutlich frauenfeindliche Tendenzen und ich würde das auch darauf zurückführen, dass van Trier selbst ein etwas gestörtes Verhältnis zu Frauen hat. Sieht man ja auch schon in DOGVILLE.
Es wäre es eventuell passender gewesen, dass der Typ nicht dauernd vom Business quasselt sondern den Film kommentiert – diese Sorte Knülche gibts deutlich häufiger in unseren Kinosälen als Business-Deppen! Ansonsten: lasst die öh Verhaltensauffälligen sich doch ruhig mit Filmen austoben! Macht Laune und ist gesünder als Massensuicide oder real-life-Wahnsinn ;-)
Austoben ist schön und gut, aber ich verstehe nicht, dass diesen Leuten hier auch noch Platz eingeräumt wird. Es gibt bedeutendere Filme Und Regisseure.
Nu lasst den Lars doch :-)
Der is schon okay, wenn man ihn nicht zuu ernst nimmt! Sein Seelenleben ist mir eigentlich relativ wurscht, Hauptsache er und “diese Leute” machen ab und zu mal Filme, die einem was anderes Bieten als diese ewige phantasielos-biedere Dreckspuupe, die unsere armen Kinosäle zuschleimt… und Kurzfilme von renommierten (wenn auch zuweilen etwas abseitigen) Regisseuren sind doch eigentlich hier bei den 5Fgut aufgehoben!
Es lebe der obskure, unterhaltsame Quicky :-))
ähm. Religion ist also “Gott” und “Satan” ist dann eben nicht religiös… oder was? Schlag doch bitte mal bei Wikipedia das Wort “Antichrist” nach. Er hat ein “besonderes Verhältnis” zu Frauen. Vielleicht auch gestört… aber nicht unbedingt im negativen Sinn. Antichrist finde ich in der Tat auch etwas “frauenfeinlich”… aber das finde ich nicht tragisch. Ich finde es passt sehr gut zu dem Film.
Kam diese Szene nicht in lustig in Scary Movie 2 schon mal vor, mit exakt derselben Pointe?
Nehmen wie mal Antichrist, ähnlich wie “Martyrs” als philosophischen Horrorfilm, dann bleiben am Ende, anders als bei Martyrs, eigentlich keine Fragen offen. Klasse inszeniert und fotografiert….Story eher mau.
@Dr. Seltsam
“Mich nervt es einfach wenn Leute Trier oder auch David Lynch schauen… und danach sagen: boar ey, der Mann ist ja sooo krank,… habe gehört der hat auch Depris und so.”
Ähm, von Trier wird aber nicht müde in so ziemlich jedem Interview SELBST zu betonen das er ne Persönlichkeitsstörung/Depris/n gestörtes Verhältnis zu Frauen und was weiß ich noch hat.
Der Kurzfilm erinnert mich an Ittenbach. Von Anfang an ist kalr worauf es hinaus läuft und s kommt es dann auch.
Der Kurzfilm ist leider etwas platt, auch wenn ich die Reaktion nachvollziehen kann und es ganz so sehe wie Nummer 10. Aber eins ist doch wohl klar: Wer im Kino laut is(s)t, während der Film läuft, stört die anderen und handelt dem Film gegenüber absolut respektlos. Damit sind aber ausdrücklich NICHT spontane Reaktionen auf einen Film gemeint – sofern sie sich nicht in Kommentaren äußern! Mir fällt auch oft auf, dass viele ihren Raschelkram erst dann auszupacken scheinen, wenn der Hauptfilm anfängt und sich danach einen Scheiß um die Lautstärke ihres Tuns scheren. Mir ist dadurch schon sehr oft die Konzentration abhanden gekommen bzw. der Filmgenuss versaut worden, ich werde dann richtig nervös und aggressiv. Man kann Popcorn übrigens durchaus so essen, dass es wenig raschelt – indem man das In-die-Tüte-Greifen auf laute Passagen beschränkt und in leisen Momenten innehält. Das erfordert zwar Disziplin, aber alles andere ist schlechtes Benehmen bzw. in gewisser Weise sogar asozial. Kürzlich saßen zwei Oberhirnis in einem Actionfilm und haben sich zirka alle 5 Minuten bei ihrer Meinung nach coolen und witzischen Szenen über ihre beiden dazwischensitzenden Mädels (!) die Five gegeben – das war auf Dauer auch recht grausam. Aber die haben mir eher leid getan, weil es so unendlich lächerlich und bescheuert war.