Oben / Up (Review)

46 Comments

“This is crazy. I finally meet my childhood hero and he’s trying to kill us. What a joke. “

Originaltitel: Up
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Pete Docter / Bob Peterson
Darsteller: Ed Asner, Christopher Plummer, Bob Peterson, Jordan Nagai

★★★★½

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Carl Fredricksen hat sein Leben fast schon hinter sich. Er ist 78 und wohnt alleine in seinem Haus, seine Frau Ellie ist gestorben und er weiß nicht, wie er ohne sie weitermachen soll. Rückblickend erscheint ihm, der immer davon träumte mit ihr zusammen Abenteuer zu erleben und zu reisen, das Leben als Reihe verpasster Chancen.
Als er in ein Seniorenheim abgeschoben werden soll, weil sein kleines Häuschen einem Bauprojekt weichen muss, entschließt er sich zu einem letzten Ausbruch. Er bindet tausende Luftballons an das Haus und entschwebt mit ihm in die Wolken.
Womit er nicht gerechnet hat ist ein blinder Passagier, der kleine, dicke Pfadfinderjunge Russel, der sich eigentlich nur seine “Hilf den Älteren Mitmenschen”-Pfadfinder-Auszeichnung verdienen wollte, als das Haus startete.
Gemeinsam fliegt das widerwillige, ungleiche Paar gen Südamerika und erlebt tatsächlich das Abenteuer von dem Carl als Junge immer geträumt hat. Mit samt sprechenden Hunden, einem seltsamen Vogel namens Kevin und einem größenwahnsinnigen Entdecker… der einst Carls großes Idol war.

Ich bin ja nun nicht der typische Pixar-Fanboy. Ich mochte The Incredibles und Monsters Inc. tat mich mit den übrigen Filmen aber immer etwas schwer. Nemo und Ratatouille waren so gar nicht mein Ding und bei aller Sympathie war auch Wall-E mit seinem Cute-Overkill nur teilweise meine Tasse Tee, auch wenn ich die Animation wirklich bewunderte.

Süsse Roboter, vergessliche Fische und knuddelige Ratten sind leider nur begrenzt attraktiv für mich, aber wenn ich mich mit etwas identifizieren kann, dann mit grantigen alten Humpeln, die Kinder nicht mögen und eine Vorliebe fürs Herumzettern haben. Carl Fredricksen ist eine klassische knarzige Opa-Figur, irgendwo zwischen Walter Matthau, Hume Cronyn und E.G. Marshall. Natürlich steckt ein weicher Kern hinter der harten Schale, was ihn aber dennoch nicht hintert mit sarkastischen Bemerkungen um sich zu werfen und von Russel mehr als einmal wirklich genervt zu sein.

Doch Oben hat mehr als nur die Hauptfigur, die für ihn spricht. Auch der Look gefällt mir besser als die sehr runden, warmen Figuren aus Ratatouile. Das Charakterdesign und die Animation sind erfrischend “unniedlich”, Carl ist ein kantiger Klotz, Russel ist ein fettes Ei, das so gar nicht dem gängigen “Ach wie niedlich”-Kindchenschema entspricht.
Die Dialoge sind gewitzt und der ganze Film strahlt ein altmodische Herzlichkeit aus, die sich in anderen Animations-Filmen so selten findet (bei allem optischem Prunk, blieben die Figuren in “Monsters vs. Aliens” oder “Kung Fu Panda” ja immer auf einer karikaturhaft-oberflächlichen Ebene, die es schwer machte wirklich mit ihnen zu fühlen) und sehr deutlich an Pixars großes Vorbild, die frühen Disney-Filme erinnert.

Die Bildsprache schafft es immer wieder fantastische Momente einzufangen, die im Grunde aber doch in der Realität verwurzelt sind. Das sanfte, auf Effekthascherei verzichtende 3D unterstützt die wirklich wunderschönen Bilder, deren stärkstes ohne Zweifel der Start des Hauses ist. Wie tausende Ballons emporsteigen, das Haus davonschwebt und die farbigen Reflektionen über die Zimmerwände einer Hochhauswohnung gleiten (in der grade ein verdutztes kleines Mädchen spielt), ist ein wirklich beeindruckend schön und inspirierend anzusehen. Diese Größe wird später zwar nicht mehr ganz erreicht – und einige der Verfolgungsjagden im Dschungel wirken auch etwas sehr routiniert – aber dennoch hat der Film viele Bilder zu bieten, die echtes Kinogefühl aufkommen lassen und nachhaltig im Kopf bleiben.

Das ganz nebenbei die Themen Alter, Trauer und Verlust auf liebenswert unschmierige Weise abgehandelt werden, ist eine weitere Stärke dieses Films, der seinen leicht melancholischen Grundton nie ganz ablegt und auch nach Slapstickeinlagen und Actionszenen, Luftkämpfen und waghalsigen Rettungsversuchen nie zu einem reinen Abenteuerfilm wird.

Kleine Spoiler Ahead

Alleine die ersten zehn Minuten von UP gehören zum anrührensten und bewegensten, was ich im 3D-Animationsfilm bislang gesehen habe. Wenn Carls gesamtes Leben, seine Kindheit, seine Liebe zu Ellie, ihre Träume, ihre Enttäuschungen im Alltagsleben, sein Job als Ballonverkäufer im Zoo, eine Fehlgeburt der ihre Träume von eigenen Kindern platzen lässt und schließlich Ellies Tod und Carls Einsamkeit innerhalb weniger Minuten zusammengefasst wird, entwickelt sich eine emotionale Tiefe die selbst die albernsten Szenen des folgenden Abenteuers nicht zu Klamauk verkommen lässt. Denn Carl ist, so karikaturenhaft er auch aussieht, eine Figur mit eigener Geschichte, mit eigenem (Innen)Leben, die es schafft den Film emotional zu verankern und ihn auch über seichtere Stellen hinwegzutragen. Der Anfang des Films ist so stark, das er auch als eigenständiger Kurzfilm funktionieren würde (was nicht heißt das der diesjährige Intro-Film Partly Cloudy – auch wenn er nicht so stark ist wie Presto – nicht auch sehr sehenswert ist).

Die Transition ins Abenteuer erfolgt schrittweise, nachdem Carl mit Russel unterwegs ist, steht am Anfang noch die störrische Annäherung der beiden (und die Erkenntnis das Russel zwar nervig ist, aber durchaus nicht dumm), wandelt sich die Geschichte mit der Ankunft in Südamerika und der Einführung des schrägen Vogels Kevin (der mich an eine Mischung aus Road Runner und Tiny Toons Gogo Dodo erinnerte) und den (fast) sprechenden Hunden zu einem actiongeladenen Abenteuer, komplett mit einem von Christopher Plummer süffisant sinister gesprochenen Bösewicht. Das ist dann zwar etwas konventioneller erzählt und folgt eher gewohnten dramaturgischen Schemen, bietet aber dank der beiden sympathischen und ungleichen Hauptfiguren jederzeit spassige Unterhaltung.

Und auch wenn der Slapstick zunimmt funktioniert er doch meist recht gut, genauso wie die Running Gags, mit denen die Hunde realistisch, wie konsequent als nicht sonderlich helle Tierchen gezeichnet werden (“Squirrel!”).

Das Happy-End ist natürlich Pflichtübung und insgesamt weniger überraschend, aber es fällt schwer sich dem Charme zu entziehen mit dem im Abspann der ganz normale Alltag gezeigt wird, in den Carl und Russel zurückkehren. In gewisser Weise stellt UP den positiven Gegenentwurf zum thematisch sehr ähnlichen neuen Michael Caine-Film “Is anybody there?” da, der eine ähnliche Konstellation (verwitweter giresgrämiger alter Mann, trifft auf nervig-neugierigen kleinen Jungen) jedoch ganz anders auflöst.

Up ist ein bemerkenswert warmherziger Film, der dennoch die Klippen des Kitsch zu umschiffen versteht (auch wenn er ein paar mal dicht dran vorbeischrammt), ein ulkiges Abenteuer und eine visuell-fulminante Animations-Story, die in straffen 90min für mich erstmals bewiesen hat, das CGI dem klassischen Zeichentrick wirklich das Wasser reichen kann.

Es bleibt abzuwarten ob die nächsten Pixar-Filme, die beide eine Rückkehr zu bestehenden Franchises sind (Toy Story 3 und Cars 2), dieses Niveau halten können.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • Peter

    Naja, den Spoiler habt ihr ja schon im Zitat gebracht. ; )

  • http://www.linseneintopf.com Marc

    4,5 Sterne verpflichten einen ja geradezu, den Film zu sehen.
    Hatte ich zwar sowieso vor, aber dieser Bericht untestützt mich nochmal in meiner Meinung.
    Den kleinen Spoiler hab ich aber mal ausgelassen ;)

  • 3rd Engine

    der Film war sehr gut, allerdings nicht wirklich so humorvoll, mit dieser prise “trockenem Humor” gewürzt wie der Trailer es einem verprach….

    Insgesamt war der Film sogar eher deprimierend!

    achtung SPOILER——

    HALLO?! seine Frau erleidet eine Fehlgeburt, & stirbt noch bevor die beiden sich ihrem Traum erfüllen können…!

    schön, der alte mann…. fängt dann irgendwann doch an, wieder zu leben, will dann mit seinem Haus zu dem Wasserfall um dort seinen Lebensabend zu verbringen.
    Was nun danach klingt, als würde der Film endlich rauskommen, aus dieser deprimierenden, “das-Leben-fickt-dich-jeden-Tag”-Stimmung ….endet in einem… Schlag in die Magengrube!
    Sein Haus verbrennt (währenddessen haben wirklich viele Kinder angefangen zu heulen…!!!), er tötet sein ehemaliges Idol, den Zeppelinreisenden & klaut ihm sein Luftschiff!
    ähm…
    um sich das nochmal auf der Zunge zergehen zu lassen: Er tötet sein ehemaliges Idol, den Zeppelinreisenden & klaut ihm sein Luftschiff!
    WTF?!

    —-SPOILER ende!

    ich habe insgesamt einen … anderen Film erwartet, habe ihn aber doch mehr oder weniger gerne mitgenommen. Trotzdem empfinde ich ihn als ein Stück “In your Face!” oder “u’re Fucked!”. Eine “merkwürdige” Message hinterlassend und zumindest mich – ratlos im Sitz zurücklassend.

  • http://www.verollet.de Mischa

    Lieber Batzmann, 100 % ACK. UP-OBEN ist der definitiv beste Film, den ich dieses Jahr im Kino gesehen habe und erst der zweite Film, dem ich bei moviepilot 10 Punkte kredenzt habe. Ein wunderbares Stück Kino und was du über die ersten zehn Minuten schreibst ist so wahr – perfektes Storytelling, auf den Punkt. Kurz: Ein Meisterwerk!

  • ru3be

    @3rd Engine
    das er sein idol getötet hat, habe ich so nicht rausgesehen, hing der nicht noch an ein paar luftballons? ansonsten ist deine kritik nachvollziehbar, du hast halt andere erwartungen an den film gehabt. ich fand es hingegen geradezu „erfrischend“, dass nicht der komplette film happy war. ich bin schon der meinung, dass unsere kinder in einem gewissen umfang mit dem leben konfrontiert werden können. allerdings würde ich den film auch nicht unbedingt dem ganz jungen publikum, welches noch zu heulen anfängt, wenn ein haus abbrennt, empfehlen. für diese kinder ist die story wahrscheinlich doch zu tiefgründig.

  • Sven M

    Ich mag eigentlich keine CGI-Filme. Aber den schau ich mir an, denn:

    Zitatat von Batz: “… wenn ich mich mit etwas identifizieren kann, dann mit grantigen alten Humpeln, die Kinder nicht mögen und eine Vorliebe fürs Herumzettern haben. ”

    Überhaupt mag ich melancholische Filme, gerade jetzt im Herbst.

  • http://www.konsolenschnaeppchen.de guggug

    ich hab ihn nun auch schon gesehen und gebe euch vollkommen recht.. ihr habt die worte für den film gefunden, die ich gesucht habe.
    10 punkte wäre er mir wohl beim moviepilot nicht wert .. aber 9 sinds allemal

    meine empfehlung bekommt der film jedenfalls zu allen seiten

  • slowcar

    wie isn das mit der deutschen version? hab so meine zweifel ob ich bald eine OV in einem kino in der nähe finde, und die “verfügbaren versionen” sind noch nicht so die qualität…

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    zur deutschen fassung kann ich leider nichts sagen, da ich damals die originalversion gesehen hab. ich weiß spontan nur das kalle böhm den bösewicht spricht und dirk bach den dusselhund dug.

  • Miez

    Ich kenne beide Fassungen und die Deutsche ist auf jeden Fall sehr gelungen. Vor allem Carl ist toll geworden! KH Böhm hat seine Sache sehr gut gemacht und Dug ist auch putzig.

  • http://nope Hendrik

    Ich fand bislang bei den Pixar Filmen immer das wundervolle, dass sie so unbeschwert waren. Als ich in Up! im Kino saß, fragte neben mir ein Kind seine Mutti “Du, warum ist die Frau gestorben? Das ist total traurig” und fing an zu weinen.

    Und genau das war auch meine Grundstimmung bei diesem Film. Warum so melancholisch, Pixar? Warum? Meiner Meinung nach einer der schlechtesten Pixar Filme.

  • Michael

    Die deutsche Fassung geht in Ordnung. Der einzige gravierende Unterschied ist, dass statt “Squirrel!” immer “Katzen!” kommt. Das klingt einfach nicht so charmant ^^

    Der Anfang ist grandios. Selten wird man so berührt. Und er ist viel (Faktor 100) besser als Wall-E, den ich mies fand.

  • Tino

    Ich muß gerade dreimal hinschaun, fast die volle Punktzahl von Batzman. Also eigentlich wollt ich erst auf die DVD warten, aber jetzt geh ich definitiv ins Kino. Da bin ich echt gespannt.

  • robgordon

    Ich mausere mich langsam zum Pixar-Fan. Ich fand “Oben” ziemlich grandios. Ein CGI-Film, der es innerhalb von 12 Minuten schafft, mich emotional derart zu berühren wie es seit Jahren keinem Realfilm gelungen ist, muss gut sein (meine Frau hat geheult und ein kleiner Blick in den Kinosaal verriet mir, dass sie nicht die einzige war). Störend fand ich nur die Hunde, diese Idee war meiner Meinung nach weniger passend. Trotzdem: Ein insgesamt warmherziger Film mit tollen Figuren. Absolutes Pflichtprogramm!

  • http://www.hanno.de/blog/ Hanno

    Äh, Rechtschreibprüfung für Batzmann, bitte.

  • SgoTscH

    3rd Engine…
    Generationen von Kindern sind mit dem Sruwwelpeter und nich gerade wenigen Märchen groß geworden deren Pointe aus Mord und Totschlag besteht.
    Unten am Fluss, oder Felidae hat da auch nich gerade die Kinderaugen & – psychen geschont, die sich zu diesen Streifen verirrt haben… und ich bin mir in allen Fällen sicher, dass es nicht zu den schlimmsten Erlebnissen zählt, die die Kleinen in ihren Leben hatten.

    Up fand ich auch genial und erfrischend melancholisch ^^
    Aber der Vogel hats mir angetan, vor allem die Abfolge von Knuddeln, Hacken, Kreischen bei seinen 3 Kumpanen bietet ein gutes Beispiel für den glänzenden Humor der immer nebenbei im Hintergrund mitschwingt.
    Und : Spoiler -> mal ehrlich, der alte Reisende wäre doch von seinem jüngeren, weniger fanatischen Ichs doch genauso behandelt worden, wie vom altem Griesgram. Im weit entfernten Sinne ein weiterer der vielen sich schließesenden Kreise des Films <- Spoiler.

  • http://bewegtbilder.blogspot.com mo

    Bei der Vorpremiere hat der Regisseur etwas sehr Interessantes gesagt: “Animation ist kein Genre, sondern ein Medium.” Trifft voll auf “Up” zu – einfach ein grandioser Film mit bewegenden Figuren und emotionaler Story, der das meiste im Kino in den Schatten stellt. So nah am Weinen, war ich jedenfalls schon lange nicht mehr.

  • http://wallpaperszene.wordpress.com Marc Walter

    Ich habe den Film auch in der 3D-Vorschau gesehen.

    War schon recht cool. Werde mir dne Film wenn dann aber auf jeden Fall in 3 D ansehen. Die Story war recht ansprechend und dein Preview macht ja auch Lust auf mehr. Also warum nicht.

  • 0geez

    ich liebe sie alle, pixar filme sind mit die schönsten filme, die das moderne kino zu bieten hat. eigentlich sollte es nur pixar filme geben, vielleicht wär die welt dann ‘was besser^^

    freu mich riesig auf den film, direkt in 3d und ot!

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Hendrik

    Grade die melancholische Grundstimmung fand ich positiv und überraschend. Es fehlte diese naive Heiterkeit, die nach dem angfänglichen Genozid mit dem Nemo beginnt, die Story so banal und langweilig macht. Nemo hatte wie ich fand ganz klar eine unter 10 Zielgruppe, während Oben endlich mal ältere Zuschauer ins Visier nimmt und auch Themen verhandelt die über die pure Niedlichkeit hinausgehen…

  • Andi

    Hab den Film auch gerade gesehen in der Originalfassung und 3D hier in Frankfurt auf der Berger Straße. Unglaublich, obwohl der Film gestern erst angelaufen ist, waren wir (meine Frau und ich) ganz alleine im Kinosaal. Das war jetzt schon das zweite Mal (nach There will be blood).

    Aber der Film war super. Unbedingt, wenn möglich in 3D schauen. War mal angenehm, einen 3D-Film zu schauen, bei dem die Effekte nicht so penetrant im Vordergrund stehen.
    Nur etwas übertrieben fand ich die Fähigkeiten der Hunde und dass der alte gebrechliche Knacker am Ende wieder fit wie Turnschuh ist. Und die ersten 15 Minuten waren ja eh Weltklasse.

  • cj

    @ Batzman
    Walken=Plummer :)

  • Andi

    Hier ein Artikel der Welt Online über den Film und dass 3D nicht alles ist.
    http://www.welt.de/kultur/article3732236/Oben-beweist-3D-ist-keine-Kino-Sensation.html

    Zwei Zitate:

    “Carl, Russell und Kevin [...] dürften ihren Platz in der Filmgeschichte [...] sicher haben: als Hauptfiguren in dem ersten 3-D-Film, der seine famose neue Technik komplett dem Geschichtenerzählen untergeordnet hat.”

    “Dies ist eigentlich ein Disney-Film, der sich aber fast vollkommen wie ein Pixar-Film anfühlt. Gewiss, es geht um familiengerechte Unterhaltung, aber verschwunden sind die Ideologie der heilen Familie und die übersüßte Cleverness. Dies ist eine Firmenübernahme, wie man sie sich häufiger wünschte: Das Imperium Disney gestand seinen kreativen Bankrott ein und begab sich ganz in die phantasievollen Hände der Magier von Pixar.”

  • GunGrave

    Ein wirklich guter Animationsfilm – gegen Ende zwar lässt er etwas nach… aber im Ganzen sehr gelungen – lädt zum träumen ein! ^^

  • Mr.Unbekannt

    Ein wirklich wunderbarer Film, vielleicht sogar der beste Pixar-Film bisher, das muss ich noch ein wenig abwägen.

    Gerade da es wenig Filme gibt die mich wirklich traurig Stimmen, und Up! es geschafft hat, und das als Pixar-Film – die bisher ja wie angemerkt eher die “fröhlichniedlichkitsch”-Schiene gefahren sind.

    Der Einstieg war einfach ein schöner und auch trauriger Abriss über das Leben, Lieben, Altwerden und Sterben.

    Diejenigen die alle meinen das ganze wäre zu hart für Kinder, möchten sich bitte mal an ihre Kindheit erinnern. Irgendwann sollte man Kinder einfach mit der “echten Welt” konfrontieren, nur dann kommen diese auch besser mit Widrigkeiten zurecht. Das hat Disney doch bisher immer so gemacht – man denke an den König der Löwen, furchtbar traurig, ich meine die Hauptfigur des Filmes verliert ihren Vater, und das für einen “Kinderfilm” äusserst explizit.

    Alles in allem ein schöner empfehlenswerter Film, allein schon wegen der sehr sympathischen Hauptfigur. Und wer hier nicht wenigstens eine Träne wegdrücken muss, hat kein Herz!

    Bin ich eigentlich der einzige der beim jungen (und ein wenig älteren) Carl an Henry aus “Eraserhead” denken musste? Muss wohl an der Frisur gelegen haben.

  • Andi

    @Mr.Unbekannt:
    Ich liebe ja Eraserhead, aber bei Up ist mir nix aufgefallen. Kann mich auch nicht erinnern, das Carl am Anfang so ausgesehen hat (schließe es damit aber auf keinen Fall aus). Mit einem Foto von der Stelle könnte man das vergleichen.
    Vielleicht werde ich mir den Film auch noch mal anschauen mit anderen Verwandten von mir; dann werde ich darauf mal explizit achten. Dieser Film ist es auf jeden Fall wert, mehrmals angeschaut zu werden. Aber diese 3D-Vorstellungen sind ja aber auch beinahe unverschämt teuer. 20 Euro für zwei Personen habe ich hier gezahlt. Vor paar Jahren waren es noch um die 8 Mark pro Kopf.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @CJ

    natürlich Plummer… ist geändert :)

  • dynamitrios

    Der Film hat m9ir recht gut gefallen, jedoch gehört der Übersetzer gefeuert der aus “Up” ein “Oben” gemacht hat.
    Müsste lauten “Nach oben”

  • http://bla.de bla

    wäre da eher für: aufwärts

  • Wonschi

    Up/Oben = Film des Jahres 2009 = der beste Pixar! Einfach nur Klasse! Schon lange nicht mehr nachhaltig über einen Kinobesuch gefreut.

    Jetzt warte ich auf die Up/Oben Blu-ray Disc :o)

    PS: Doch leider geht es so gut bei Pixar nicht weiter, uns erwarten die Nachfolger von Toy Story und Cars, Filme die mir gar nicht gefallen haben. Erst seit Die Unglaublichen wurde Pixar interessant und “Kindergeburtstagfrei”!

  • phylthia

    Ich habe Up am Freitag in 3D gesehen (leider auf Deutsch, aber da meine Mutter auch mal gerne was in 3D sehen wollte und nicht soooo gut Englisch kann fand ich dass man mal ne Ausnahme machen kann ;) ) und muss sagen dass ich wirklich begeistert war.

    Als ich die ersten Konzepte des Scripts hörte klang das für mich alles so seltsam zusammenhangslos, und die Charaktere sahen aus wie ein zusammengewürfelter Haufen, da sich die stilistischen Designmerkmale nicht über alle Figuren hinweg zu ziehen schienen; ergo: ich wusste bis dato nicht was ich von dem Film halten sollte.
    Mit dem zweiten Trailer wurden damals meine Bedenken jedoch deutlich gedrückt, und jetzt da ich ihn sah, muss ich sagen, dass er absolut nicht dass war was ich erwartete, kann aber auch nicht behaupten dass ich enttäuscht wurde.

    Carl war einfach eine vollständige Figur, es war trotz seiner Griesgrämigkeit einfach ihn irgendwie gern zu haben.
    Auch ich gehöre zu den Leuten die während Carl’s Lebensgeschichte am Anfang weinen musste, erinnert daran wie viel schwerwiegender und bewegender einfache Bilder sein können, als ein Dialog dazu.
    Ich bin auch der Meinung dass der Film durchaus Kindergerecht ist, denn Sterben und Trauern gehören nunmal zum Leben dazu, dass ist doch nichts was man einem Kind vorenthalten sollte, und ich denke spätestens 5 Minuten nach der Vorgeschichte haben die meisten Kinder ihre Trauer darüber schon soweit überwunden, dass sie der Geschichte folgen bzw. sich an den Gags erfreuen können.

    Definitiv jedoch nichts für sehr kleine Kinder, aber ansonsten durchaus lehrreich und unterhaltsam.
    Besonders gut gefallen hat mir eigentlich die wirklich schöne Auflösung von Carls Dilemma am Ende, da war mir der Bösewicht ja schon fast egal.
    Und ich mochte Dug.
    Ich hätte gerne so ein Halsband.
    (Ja ich weiss ein Japaner hat so eins erfunden, aber das wäre ja trotzdem nicht das gleiche.)

    ——SPOILER——–

    War das der erste Pixarfilm in dem man Blut sehen konnte?
    Bzw der erste Disneyfilm oder irre ich da?
    Wenn ja empfinde ich dass als einen durchaus konsequenten Schritt auf den ich schon länger gewartet habe.

    Ich hoffe ich habe mich Satztechnisch nicht zu sehr verschachtelt; ich sollte schlafen gehen.

  • Wonschi

    @ phylthia: Das Problem wenn Kinder im Kinosaal sind: Unruhe! Und darauf kann man bei Up verzichten! Vielleicht sollten man in den Kinos nach Erwachsen und Kinder trennen (2 Säle).

  • phylthia

    @wonschi:
    Das finde ich nun mehr als Übertrieben, geht man einfach in eine Spätvorstellung und dann ist die Sache geklärt.

    Ich finde es für Eltern wichtig Filme zusammen mit ihren Kindern zu sehen.
    Und obwohl viele Kinder da waren waren sie ziemlich ruhig.
    Da hat mich das Mitte 20er Päärchen hinter mir sehr viel mehr genervt mit ihrem Geflüster und Gesäusel.

    Naja egal, jedem das seine.

  • Andi

    @wonschi: Ich denke, dass dein Vorposter nicht gemeint hat, dass Kinder von ihren Eltern getrennt werden, sondern dass kinderlose Erwachsene in die eine Vorstellung gehen und Kinder (zusammen mit ihren Eltern) in die andere.

    Aber ich halte den Vorschlag auch für quatsch. Dann müsste man auch getrennte Vorstellungen geben für Popcorn-Esser, Tratschtanten, Frauen (die stören durch das ganze rumgehäule die Männer), welche, die dauernd aufs Klo müssen, etc…

    Also alles quatsch. Einfach in die Spätvorstellung, und gut ist.

  • Tomsen

    Definitiv der beste Film den ich dieses Jahr gesehen habe. Gefolgt von The Hurt Locker.

  • knalltüte

    Komme gerade aus der 3D-Vorstellung, die von meiner Tochter(11) und von mir auch, ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt bekommt. Ich stimme allen zu, die “oben” als einen der besten und fantasievollsten Animationsfilme überhaupt bezeichnen.
    Die Bedenken, der Film sei nicht kindgerecht oder gar schädlich für Kinder, sind völliger Unsinn, der nur von jemanden kommen kann, der entweder keine Kinder hat oder sich mit ihnen nie intensiv befasst hat.

  • http://stecornized.20six.de/stecornized/art/546705/PIXAR-s-UP-OBEN-Preview-OBEN-ist-besser-als-Bolt stecornized

    Jeder PIXARianer muss OBEN einfach im Kino anschauen!

    Ich muss OBEN noch mindestens ein weiteres Mal im Kino anschauen =)

  • burns

    Ich habe den positiven Postings und Batzmans Review nichts Eklatantes hinzuzufügen (bin übrigens auch der klaren Ansicht, dass man Kindern Themen wie Verlust und Tod, wie generell überhaupt viel mehr ernsthafte Poesie nicht nur zutrauen kann, sondern muss und sollte; was heute zu 99 % als “Kinderfilm” läuft, ist in der Regel Comedy- oder Action-Pampe auf Kind getrimmt).
    Nur den wunderbaren Fred Maire möchte ich hier noch erwähnen, der in meiner Kindheit schon den “Fuchs” in der Pinocchio-Zeichentrickserie gesprochen hat, und den ich (wenngleich inzwischen eigentlich Original-Sprachen-Gucker geworden) hier wieder bewundern durfte als Carl und der eine einfach nur tolle, grandiose Arbeit macht.
    Es gibt innerhalb des Synchron-Gewerbes selbst sehr viele Klagen über die gewandelte Arbeitssituation, die kein gutes Arbeiten mehr zulässt. Zu viele US-Serien, die am Band und schnell-schnell und billig (unausgebildete Sprecher, keine Zeit für Take-Wiederholungen…) synchronisiert werden, etc.
    Maire ist ein Mann der alten Schule, dem es zu verdanken ist, das es überhaupt kein Verlust ist, diesen Film auf Deutsch gesehen zu haben.

  • http://www.nebcube.com Das Ding

    Ähm…bin gerade aus dem Kino.
    Man hänge also den 3. Kommentar hier bei.
    Ich füge noch hinzu, das ich mit dieser gewollten REALITÄT (…hä?!) nicht so gut klar gekommen bin. Die meisten Kinder bekommen doch gar nicht mit, dass die Dame keine Kinder bekommen kann, sondern sehen sie da nur heulen und finden das aus Solidarität(was sie auch noch nicht kennen, aber fühlen) dann auch traurig, weil Vaddi oder Muddi dann erklärt. Aber wo bitte ist dort eine Fehlgeburt heraus zu sehen? Dazu muss sie ja schließlich erst mal schwanger sein und das war sie nicht.
    Das der ganze Film mit der Realität nun so gar nichts zu tun hat, will ich noch mal betonen…
    Ich habe mich vom Film verzaubern lassen, bis zu einen gewissen Grad versteht sich.
    Das einzige, das bei mir nicht funktioniert hat war die Tatsache, dass der Held noch Agiler war als die Hauptfigur, der mindestens geschätzte 20 Jahre älter sein müsste…und Carl ist…78!?
    Tut mir leid, aber da hat der Film für mich im Grunde verloren, da er dass nicht erklärt. Einem Kind dürfte diese Tatsache aber auch egal sein.
    Seit Joda wissen wir, dass Alter keine Rolle spielt…
    Aber das Idol stürtzt definitiv in den sicheren Tot, da helfen auch keine 5 Ballons mehr, haben das die Kinder auch erfasst? Keine Ahnung.
    Up gesehen, gelacht und wieder vergessen.

  • Locutus

    Hab ihn auch deutsch gesehen und muss sagen, dass “Katze” für Hunde sogar besser passt als Squirrel im Original.

  • Schwarzmaler

    Ja. Hmmmhmmm. Hatte durchaus was. Wenn nach zehn Minuten Schluß gewesen wäre würde ich mich dem Chor anschließen. Irgendwo nach der Landung in Südamerika. Danach wurde es immer absurder bis mein Logikmodul durchbrannte. Spätestens beim Luftangriff der sprechenden Hunde… Hallo? Spätvorstellung? Noch irgendwo Kinder anwesend? Das war nichts für Erwachsene. Muß es ja auch nicht. Nichts gegen einen schön animierten Kinderfilm. Nur – nach Nemo und Ratatoullie lag die Meßlatte entsprechend. Naja. Drei von fünf Sternen.

  • doc

    habe “up” (am animationsfilmfestival “fantoche”) im anschluss an “ponyo on the cliff by the see” gesehen , und da zieht er ganz klar den kürzeren . dass sich zwei grundverschiedene charaktere im laufe des filmes zusammenraufen und am schluss beste freunde werden … das kann ich einfach nicht mehr sehen , tut mir leid . während ponyo total erfrischend war und mich echt berührt hat fühlte sich up an wie ein typisches von hinten bis vorne durchkalkulirtes stück ami-kino . und die sprechenden hunde waren einfach nur albern , nicht lustig .

    und der vorfilm war so doof , da fehlen mir echt die worte – wolken , die tiere gebären und an störche zum ausliefern übergeben ? wtf …

    mein tip : schaut euch ponyo an , und zwar im orginal !

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @doc

    Mir schlafen leider schon die Füsse ein, wenn ich den immer gleichen Heidi-Look der Ghibli-Sachen sehe, der sich seit 30 Jahren nicht wirklich weiterentwickelt. Und diese Arielle meets Nemo-Story haut mich auch nicht wirklich aus den Puschen…

  • doc

    ich bin halt ein nostalgiker :) . auch wenn mich die optik von gitsII begeistert hat mag ich gutes altes handwerk . ist ja nicht so , dass ich keine ami-trickfilme mag (die ironie der unglaublichen fand ich … unglaublich toll ;) , und monster house fand ich auch sehr gewagt für einen quasi-kinderfilm , ganz abgesehen von den fantastischen kamerafahrten) , aber hier hatte ich innerhalb von 4 stunden zwei filme gesehen und kann sie sehr gut vergleichen . der erste hat mich berührt , der zweite nicht . wie gesagt , zwei total gegensätzliche charaktere , die sich zusammenraufen müssen … da gehen bei mir auf der stelle die läden runter . hollywood hat’s mittlerweile schwer bei mir , hier+heute bevorzuge ich japanische absurditäten .

    hast du ponyo gesehen , batz ? hier war er jedenfalls (noch ?) nicht im regulären kino .

  • philipp Graf

    Bin ich der Einzige hier, der den Film kitschig, berechenbar und vor allem: langweilig fand?
    Einzig die Sequenz, die Carl´s Leben zusammenfasst fand ich sehenswert. Und dafür hat man mir 12 Euro abgeknöpft…

    (BTW: rezensiert ihr eigentlich noch Stig Larrson´s Verblendung?)

  • kasuke

    @ 43:

    Ich bin sehr gespannt wie sich deine Füsse bei “Küss den Frosch” verhalten werden. Du weisst schon, diesem klassischen Animationsfilm von Disney, deren Look und Stil sich in den letzten 30 Jahren nicht wirklich weiterentwickelt haben. Ich schätze mal “unabhängige” 4 – 4,5 Sterne, nicht wahr ? ;-)

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