News

Danny Boyles „127 Hours“

Standard, 8. 11. 2009, Mal Sehen (Malcolm Bunge), 19 Kommentare

boyle_ralston

Eine ganze Stunde lang soll der Zuschauer ohne einen Dialog auskommen. Wozu auch? Immerhin hatte Aron Ralston im Jahre 2003 auch ganze 127 Stunden niemanden zum Reden, als bei einem Unfall im Blue-John-Canyon sein rechter Arm eingeklemmt wurde. Befreien konnte sich Ralston auch nur, weil er sich selber den Arm amputierte. Da kann Rambo mit seinen grob zusammengeklöppelten Wunden aber einpacken!

Noch hat Danny Boyle keinen Finanzier, aber immerhin wissen wir, dass der Slumdog Millionair Schreiber Simon Beaufoy dran sitzen soll, wenn es nach Boyle geht. Genauso wie sein Plan schon im März 2010 loszulegen. Aber nach seinem Oscar-Erfolg sollte das wohl das kleinste Problem sein..

via

You Might Also Want To Read

Splice – Poster

8. 5. 2010

Tron: Legacy – Daft Punks Soundtrack-Stream

25. 11. 2010

Eine Million Unterschriften und Uwe Boll hört auf.

7. 4. 2008

19 Kommentare

  • Reply Muriel 8. 11. 2009 at 12:40

    Die Stunde ohne Dialog ist abschreckend, aber noch abschreckender finde ich Danny Boyle. Gut, ja, Slumdog Millionaire war überragend, aber es soll mal keine glauben, dass The Beach und 28 Days Later deshalb sofort vergessen wären.

  • Reply Mal Sehen 8. 11. 2009 at 12:43

    Ich verstehe nicht was an The Beach und 28 Days Later schlecht gewesen sein soll. Gar so schlecht, dass es abschreckend wirkt. Das musst du nochmal erklären.

  • Reply Muriel 8. 11. 2009 at 12:48

    Naja… Also, The Beach fand ich einfach nur langweilig. Es gibt Schlimmeres, zugegeben.
    Aber dafür fand ich 28 Days Later in seiner Vorhersehbarkeit, Klischeehaftigkeit, Belanglosigkeit und seiner Lieblosigkeit gegenüber seinen abziehbildhaften Charakteren und der ganzen Geschichte so dermaßen ärgerlich, dass Boyle schon noch zwei oder drei Slumdogs drehen muss, bevor sein Name mich nicht mehr abschreckt. Am schlimmsten war für mich so die letzte halbe Stunde des Films. Wer seinem Publikum mit seiner verquasten Botschaft so dermaßen penetrant auf den Kopf haut, der kann es nicht besonders mögen.
    Ist natürlich Geschmackssache, aber mir ging’s so.

  • Reply Torsti 8. 11. 2009 at 13:26

    Ich schätze die Hälfte aller guten Kurzfilme kommt ohne Dialoge aus, warum nicht auch bei nem Langfilm? Wie viel wurde denn bei Wall.E in der ersten Stunde geredet oder beim Grossen Rennen von Belville? Ist doch schön wenn die Leute mal die Klappe halten.

  • Reply reeft 8. 11. 2009 at 15:52

    @muriel
    Dir ist klar, dass 28 Days Later das Zombiegenre de facto wiederbelebt hat, ne?

    Achja, Herr Boyle hat auch so „schlechte“ Filme wie Sunshine oder Trainspotting gemacht. Schon ein schlechter Kerl, haste Recht.

  • Reply KodyMonstah 8. 11. 2009 at 17:17

    @ Muriel:

    Warum ist The Beach langweilig?? Weshalb ist 28 Days Later vorhersehbar, klischeehaft, belang- und lieblos?? Wieso sind die Charaktere abziehbildhaft?? Weswegen war die letzte halbe Stunde des Films so schlimm für Dich?? Was ist Deiner Meinung nach die Botschaft, die Dir Boyle so penetrant auf den Kopf schlägt?? (Mir nämlich nicht und ich gehöre auch zu seinem Publikum.)

    Deine Erklärung wirft mehr Fragen auf, als dass sie erklärt.

  • Reply Rossi 8. 11. 2009 at 17:33

    Ach, der User Muriel spamt doch schon seit Monaten alle möglichen
    Blogs zu. Bitte ignorieren.

  • Reply Mal Sehen 8. 11. 2009 at 18:35

    Nehmt die Argumente nicht zu ernst. Im Grunde haben die Filme einfach nicht den Geschmack getroffen und das sind typische Argumente, die es rechtfertigen möchten.

  • Reply Muriel 8. 11. 2009 at 23:10

    Na, das geht ja gut los. Ist das das Heise-Filmforum hier?
    @Mal Sehen: Ich verstehe nicht so ganz, was du zu sagen versuchst. Der Film hat nicht meinen Geschmack getroffen, und deshalb soll man meine Argumente nicht Ernst nehmen? Hm. Natürlich geht es um meinen Geschmack, was hat denn der Begriff „Rechtfertigen“ da zu suchen?
    @reeft: Danny Boyle kann ja ein feiner Mensch sein, dagegen sage ich doch gar nichts. Nur ist es eben nicht zu ändern, dass ich die beiden Filme, die ich vor „Slumdog Millionaire“ von ihm gesehen habe, unerträglich fand.
    @Kody Monstah: Gute Fragen. Aber versuch mal, umgekehrt z. B. zu beantworten, weshalb ist 28 Days Later nicht vorhersehbar, klischeehaft, belang- und lieblos ist. Vielleicht kannst du sowas, aber mir geht das hier zu weit.
    Ich versuche aber mal, so ungefähr meinen Eindruck des Films wiederzugeben, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass euch das genausowenig überzeugen wird wie die kurze Erklärung vorhin, denn euch hat er ja gefallen. Es ist eben Geschmackssache.
    Der erste Teil des Films war noch ziemlich stark, aber irgendwann spätestens nach der Hälfte konnte ich mich nicht mehr davor verschließen, dass die Luft raus war. Ekel- und Gewaltszenen wurden um ihrer selbst Willen als reiner Füllstoff eingebaut (Bestes Beispiel: Der Angriff des Zombiekindes in dem verlassenen Gebäude.), dann finden die Überlebenden diese Soldaten, die natürlich alles kranke perverse Schweine sind, klar, sind ja Soldaten, und von da an arbeitet alles auf den großen Schock am Ende hin, den man so lange im Voraus kommen sieht, dass ich gar nicht fassen konnte, dass es das wirklich gewesen sein sollte.
    Ich konnte in dem ganzen Film keine einzige Figur finden, die mir in irgendeiner Weise sympathisch war oder deren Leben, Sterben oder sonstige Befindlichkeit mir etwas bedeutete. Es gab nach meiner Erinnerung auch keine einzige originelle Dialogzeile, aber für Gegenbeispiele bin ich dankbar.
    Schließlich die Logik: Ein Film muss nicht realistisch sein, aber er sollte in sich schlüssig sein, und 28 Days Later ist so voll mit unsinnigen Plot Devices und Dingen, die einfach so sind und nicht näher erklärt werden, dass mein Suspense of Disbelief schon lange vor Schluss zu rauchen und zu stottern anfing.
    Einen ähnlichen Standpunkt wie meinen könnt ihr zum Beispiel hier nachlesen, falls es euch wirklich interessiert.

  • Reply Lalala 9. 11. 2009 at 0:12

    Mr Muriel schreibt in diesen typischen passiv agressiven troll still der nur
    drauf abziehlt das andere drauf anspringen und angreifen. So das er sich
    dann heimlich ins fäustchen lachen kann wie ach so überlegen er is…

  • Reply kapoow 9. 11. 2009 at 20:32

    krass, das die das jetzt verfilmen wollen.
    wie ich den artikel damals in den nachrichten gehört hab, währ ich auch wahnsinnig beeindruckt von dem kerl und dachte mir noch so: das währe ein cooler kurzfilm.

    und jetzt…tada…
    ich sollte nach LA gehen und drehbuchautor werden.

  • Reply GunGrave 9. 11. 2009 at 20:55

    … naja… mal abwarten … tztztz – kann mir so richtig nix drunter vorstellen!

  • Reply Torsti 9. 11. 2009 at 21:57

    Naja, da wird sich ener im Film den Arm abschneiden. Klingt ja auch irgendwie wie SAW

  • Reply Trampvan 10. 11. 2009 at 20:28

    darüber gibt es auch ein buch, das ist sehr gut.

    großer tip!
    der film wird bestimmt interessant.
    stellt euch das mal vor, bei (fast) vollem bewusstsein sich eigenhändig seinen arm abzuschneiden! und das auch noch mit primitiven mitteln… qual ohne ende. aber nur dadurch konnte er sein leben retten.

  • Reply Aktion und Reaktion « überschaubare Relevanz 15. 11. 2009 at 20:03

    […] Blogs, die ich gerne lese. Manchmal mache ich damit sehr angenehme Erfahrungen, manchmal aber auch eher unangenehme. In meinem eigenen Blog freue ich mich über so ziemlich jeden Kommentar, und sogar Spam hat […]

  • Reply Mett Katz 1. 3. 2010 at 15:47

    Wer’s sehen will…

  • Reply 127 Hours – Trailer | Die Fünf Filmfreunde 25. 8. 2010 at 20:11

    […] “127 Hours” von Danny Boyle mit James Franco. Über den Film hat Malcolm schon einmal hier berichtet. Macht visuell einiges her, aber ich bin nach “Slumdog Millionaire” vorerst […]

  • Reply Thomas Demuth 26. 8. 2010 at 11:53

    Ich denke Boyle kann jedem Genre neues Leben einhauchen oder zumindest ihm neue Aspekte abgewinnen. Zuerst hat er es mit dem Zombiegenre geschafft, jetzt macht er es eben mit dem „127 Stunden in einer Spalte eingeklemmt sein – Genre „

  • Reply Restebloggen | überschaubare Relevanz 31. 3. 2013 at 23:01

    […] schnell man manchmal als Troll dasteht, erstaunt mich immer wieder. Hoffentlich ziehe ich daraus die richtigen Schlüsse für den Umgang mit den Kommentatoren […]

  • Kommentar hinterlassen

    Die Fünf Filmfreunde is Stephen Fry proof thanks to caching by WP Super Cache