Paranormal Activity (Review)

“You’re screaming like that over a spider? “

Originaltitel: Paranormal Activity
Herstellungsland: USA 2007
Regie: Oren Peli
Drehbuch: Oren Peli
Darsteller: Katie Featherston, Micah Sloat, ein Mehlmonster

Mal Sehen: *½
Renington Steele: **½
Batzman: **½

paranormal-activityNormalerweise hätte ich besseres zu tun, als mir einen Horrorfilm anzuschauen. Zähne putzen, zum Beispiel. Oder meine Porzellan-Seepferdchensammlung nach Farbe und Größe zu sortieren. Stattdessen hielt ich es für eine gute Idee mal wieder mit René und Batz ins Kino zu gehen. Als das Licht ausging hielt ich die Idee plötzlich für eher semi-gut bis mittel.

Eine wackelige Kamera geht hinaus auf die Einfahrt, wo eine Frau schüchtern in die Kamera grinst. Katie fragt noch woher Micah diese sündhaft teure Kamera her hat und schon ist der sinnvollste Dialog des Films zuende.

(Achtung, eventuelle Spoiler voraus!)

Die Geschichte geht aber noch weiter, denn wir erfahren, dass Katie seit ihrem 8. Lebensjahr von unheimlichen Vorkommnissen verfolgt wird und Micah diese teure Kamera gekauft hat, um diese paranormalen Aktivitäten aufzunehmen, um… Na, deswegen eben. Wir sehen also den Zusammenschnitt, den irgendjemand irgendwann nach den Geschehnissen geschnitten hat. Wir sehen Micah und Katie schlafen. Wir sehen Micah und Katie streiten. Wir sehen Micah schlafen und Katie stundenlang rumstehen. Und zwischendurch wird der Zuschauer mit einem dumpfen anhaltenden Geräusch gewarnt, wenn es spannend wird. Spätestens nach 20 Minuten ist Batz eingeschlafen und ich werde nur von dem Kreischen der Frau neben mir wachgehalten.

Es ist ja nicht so, dass man nicht wenigstens versucht die Geschichte spannend zu erzählen. Aber versuchen reicht nicht. Da hilft es auch nicht, dass Micah sämtliche Klischees verkörpert, die man in Horrorfilme findet. Auf dem Dachboden gibt es Geräusche? Klar, dann gehe ich mal die Treppe rauf und gucke mal nach. Der Geisterprofi sagt man solle kein Kontakt aufnehmen, um den Dämonen nicht zu provozieren? Dann besorge ich mir mal fix ein Ouija Brett und rufe mal an. Irgendwie muss ja die Geschichte weitergehen und da ist noch Saft in der Kamera.

Um mal deutlich zu machen wie ungruselig der Film ist, habe ich mal ein paar Filme aufgeführt, die mich wirklich gegruselt haben:
Akte X, Ghost Ship, Shawn of the Dead, Blair Witch Project, Wrong Turn, Elmo im Grummelland.

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Renington Renington meint:

Wenn Malcolm sein Review erstmal mit einer unmotivierten Breitseite gegen Horrorfilme einsteigt, muss er sich jetzt hier anhören, dass er Unsinn schreibt. Ich meine, jetzt mal ehrlich: Wer sich bei Akte X wirklich gruselt, der trinkt auch nach dem Onanieren kaltes Wasser, um’s mal mit Monty Python zu formulieren. Sei’s drum: Paranormal Activity. Und deshalb erstmal: Blair Witch Project.

Die Parallelen der beiden Filme sind ja dermaßen offensichtlich, dass man mit dem „von der Hand zu weisen“ gar nicht erst anfangen muss. Beides No-Budget-Filme, beide mit LoFi-Technik gedreht, beide von Amateuren, beide Filme ungeheuer erfolgreich und das nicht nur im Verhältnis der Kosten zum Einspielergebniss und bei beiden spielte dabei das Internet die zentrale Rolle. Und auch wenn ich mit Blair Witch eher nicht so viel anfangen konnte, immerhin konnte der einigermaßen unterhalten und war stellenweise sehr innovativ inszeniert, soviel muss ich dem zugestehen. Nicht so bei Paranormal Activity.

1. PA ist komplett vorhersagbar und zwar deshalb, weil er sich viel zu sehr an seine Formel klammert: Nachts filmt die Kamera das geschehen, tagsüber wird darüber geredet, was da so spukiges die Nacht zuvor passierte. Und das zieht sich durch den ganzen Film, gelegentliche Lockerungen von dieser Formel, wie etwa der Geisterjäger oder das Oija-Brett werden im ersten Falle unzureichend, im zweiten Fall okay ausgereizt. Diese Vorhersagbarkeit des Films raubt ihm leider sämtliche Spannung: Ein flatterndes Betttuch ist überhaupt nicht spooky, wenn man genau weiß, dass es flattern wird.

2. Alle guten Szenen kennt man aus dem Trailer, der sogar das Ende zeigt, was mich doch sehr geärgert hat. Man meint, nachdem der Film endlich in die Gänge gekommen ist und tatsächlich etwas passiert… da ist er zu Ende.

3. Um dann doch auch etwas positives zu sagen: Die Zeitrafferaufnahmen in der Nacht sind innovativ und die Szene mit dem Ouija Brett, zwei, drei weitere Szenen sind einigermaßen spooky und er zitiert zwei hochkarätige Vorbilder: Poltergeist und The Haunting, ohne natürlich jemals deren Klasse erreichen zu können. Für einen abendfüllenden Spielfilm ist das allerdings viel, viel zu wenig.

——————-
Batzman Batzman meint:

Auch mich hat der Film nicht wirklich vom Puschen gehauen und das obwohl ich normalerweise sehr anfällig bin was Geisterfilme angeht. Zombieschocker, Splatter, Saw – wirklich unheimlich wird es mir da nie. Im besten Falle fiebere ich mit, im schlechtesten ärgere ich mich oder werde müde. Doch Geisterfilme haben bei mir leichtes Spiel. Selbst das Bonusmaterial von “The Frighteners” in dem die Macher von ihren eigenen Geistererlebnissen erzählen, war bei mir für ein paar ängstliche Blicke unters Bett gut. Von sowas wie “Shutter” (das Original nicht das Remake) ganz zu schweigen. Geister machen mir Angst und sei es nur wegen ihres lautlosen Auftauchens und des Buhfaktors.

Womit wir beim zentralen Problem von “Paranormal Activity” sind: Der Film ist bis auf ein-zwei Momente (die allesamt am Anfang stattfinden) nicht unheimlich. Er ist gut gespielt und technisch durchaus kompetent gemacht. Die “Homevideo”-Prämisse ist halbwegs glaubhaft inszeniert, doch es passiert einfach zu wenig, selbst für einen psychologischen Horrorfilm.

Es fehlt die echte Progression des Horrors, dessen Schema Nachts Spuk, Tags Talk auf Dauer ein wenig lächerlich wirkt. Und irgendwann sind auch die Erklärungen warum die beiden Bespukten nie ihr Haus verlassen ausgelutscht und scheinen als lahme Ausrede, weil das Budget einfach nur eine Location zuließ. Sicher muss nicht alles bis ins kleinste erklärt werden, aber so derart fragmentarisch wie der Film seine Story abspult, bleibt am Ende einfach der Schock aus. Zumal ja im Gegensatz zu Blair Witch kein wirkliches Gesamtkonzept zu erkennen ist, wenn man die diversen Alternate Endings kennt, die durchs Internet geistern. Der Schluß von Blair Witch schaffte es die Infofragmente die über die Laufzeit des Films gegeben wurden und die die Internetkampagne und die Begleitdoku lieferten, zu einem ganzen Zusammenzusetzen und tatsächlich ein wenig Gänsehaut zu erzeugen. Die Informationen in Paranormal Activity kommen wie Kai aus der Kiste und werden eher des kurzfristigen Effekts, denn der narrativen Logik zuliebe eingesetzt.

Es mag ja zartbesaitete Zeitgenossen geben, die sich bei Geistern mit Mehl an den Füßen vor Angst urogenital benetzen, für alle weniger sensitiven Menschen, also jene die auch ohne Angst alleine Brötchen holen gehen können, dürfte der Film halb so aufregend sein, wie ein Shoppingbummel am verkaufsoffenen Sonntag.

Kudos den Schauspielern, die es trotz der dramaturgischen Schwächen schaffen glaubhaft ein sich anzickendes Pärchen zu geben.

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1 Trackback

  1. 24.11.2009 - Paranormal Activity - hilferuf.de-Forum

33 Kommentare

  1. 1/5. Und ich war auch noch in der Spätvorstellung drin. Da bleib mal einer wach…

  2. war ebenfalls sehr enttäuscht vom großen hype-film der saison…
    schade – aber sei’s drum, immerhin war eure review sehr amüsant zu lesen.

  3. Aber sehr schön geschrieben. Und Elmo im Grummelland ist nicht gruselig sondern geil. :D

    Kommentar von Matty am 18.11.2009 um 23:55 Uhr
  4. Danke, dass Renington mal wieder das Ende spoilert!!!

    Kommentar von Depp am 19.11.2009 um 09:48 Uhr
  5. wie viele alternative enden gibt’s denn? ich kenn nur insgesamt zwo.

  6. Ach ich fand den super, hab mich selten so gegruselt…ist vielleicht ne Einstellungssache? Vielleicht liegts auch an der dt. Synchro, die sollte man sich sicherlich sparen. Die holprige Dramaturgie ist wohl dem Konzept geschuldet, auf mich wirkte es dadurch glaubhafter :-) Und jupp: Schauspieler sind sehr fein.

  7. Man muss schon ein Depp sein, um oben die Zeile zu überlesen, dass es Spoiler gibt und sich danach zu beschweren, dass gespoilert wurde.

  8. @mistermister

    *SPOILER*

    ich weiß von drei Enden insgesamt . Eines wie es jetzt zu sehen ist, eines wie es auf Festivals zu sehen war, wo sie nen ganzen Tag katatonisch vorm Bett schaukelt bis die Bullen kommen und eines wo sie reinkommt und sich vor der Kamera den Hals aufschneidet.

    @Tom

    Naja wir haben auch die Originalfassung gesehen und fanden die eher lahm. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie das ganze wirkt wenn es durch die Synchro durch ist…

  9. *SPOILER*

    eine Szene welche ich wirklich gruslig und auch gut gemacht fand, war die Szene in welcher Katie vom Dämon am Fuß aus dem Bet gezerrt wird. totaler Terror :D Ansonsten war der Film leider nicht wirklich gruselig!

    Übrigens habe ich das andere ende gesehen – bei dem Katie nach 1 1/2 tagenm von den Polizisten erschossen wird. Wesentlich besser als das normale Ende.

    Kommentar von Kiran am 19.11.2009 um 11:31 Uhr
  10. Ich sehe tote Filme… *gähn*
    Zumindest liest sich eure review sehr unterhaltsam. Die sollte man eher mal verfilmen als einen solchen langweiligen “blair witch”-Verschnitt mit großem TamTam in die Kinos zu bringen.

    Kommentar von Auggie Wren am 19.11.2009 um 15:00 Uhr
  11. Es beruhigt mich sehr das ihr den Film so schlecht bewertet, ich habe schon lange nichts mehr gesehen, was mich abwechselnd so gelangweilt/geärgert hat. Aber von Rene als Mann vom Fach hätte ich gerne noch weniger Sterne gesehen, dem Text kann ich allerdings so zustimmern.

  12. Hey, das ist eine neue Filmkunstform – die Spannung wird generiert, weil man nicht weiß, welchen Schluss man serviert bekommt…

    Was allerdings wirklich das spannendste an dem ganzen Film sein dürfte.

    Schauspieler ++; Film an sich –

  13. tausche gerne ein “weil” durch ein “indem” – muss aber nicht zwingend.

  14. Der Hype entstandt sicherlich, weil Blair Witch schon zehn Jahre alt ist und für die neue Generation es sowas noch nicht gab. Aber ich geh nicht gern ins Kino um mir nur ein Setting anzusehen und dann noch im nicht gerade abwechslungsreichen Horror Genre. Ne, lass mal gut sein, dann seh ich mir lieber an, wie die Erde untergeht oder jemand auf Rachefeldzug geht.

  15. Ich finde Filme haben eigentlich schon verloren wenn sie mehrere alternative Enden haben…

  16. also ich gehöre dann wohl zu den wenigen Leuten (zumindest hier im Blog ;)), die den Film richtig gut fanden. Habe mich selten so im Kino gegruselt… Zumindest die letzte fünfzehn Minuten waren richtig gut, der Rest des Films hat eben auf diese fünfzen Minuten hingearbeitet.
    Wurde am Anfang im Kino noch eine Menge gelacht, konnte man gegen Ende eine Stecknadel fallen hören, so gespannt waren alle auf das Ende.

    Kommentar von Marc am 21.11.2009 um 17:44 Uhr
  17. übrigens kann man hier, eines der alternativen Enden sehen

    disclose.tv/action/viewvideo/3...

    Ich glaube, bei dem Ende hätte ich den Film auch wesentlich schlechter bewertet ;)

    Kommentar von Marc am 21.11.2009 um 18:02 Uhr
  18. Gestern Abend war ich im Kino und bin enttäuscht. :(
    Der Film wurde echt überhypt, nichtmal meine Freundin hatte Angst.

    Es gab immer mal Spannende Momente gerade wenn es Nacht wurde.
    Aber so richtig genial war es nicht. Da guck ich mir lieber die ganzen Geisterfilme auf youtube an.
    Letztendlich war es nur ein Überlanger Youtube Geister Fake Film.
    Mehr nicht.

    Film Ende – Spoiler!

    Das Ende war das Bekloppteste was ich je erleben durfte. So Mainstreammässig auf Kinozuschauer getrimmt. Schmore in der Hölle Spielberg!

    Alles was ich in Paranormal Activity gesehen hab, hab ich so schon als Geschichte gelesen oder auf youtube als “real ghost nr. 9821″ angesehen. Leute die das erste mal mit der Materie in Berührung kommen werden sicherlich richtig geflasht. Aber so konnte ich Paranormal Activity nur als Film auf mich wirken lassen. Und der hatte nunmal ein richtig Blödes Ende.

    Als die Spuren im Mehl nur drei Zähen hatten, sie auf den Dachboden gegangen sind und das Monster sein Bild kaputt geschlagen hatte waren die geilsten Momente, aber es dann so aufzulösen lassen. Mit einer Kannibalen Frau die noch dieses Dämmliche “Demon Face geht auf Kamera” macht und dann am Ende der Text: “Sie ist seid dem Tag verschwunden” kam war ich extrem enttäuscht. Die hätten vielmehr den Geistertypen bringen sollen, die hätten Nachforschen müssen was es für ein Dämon ist usw. Es war Super dass man das Viech net gesehen hatte! Sehr gut! Aber man wurde einfach nur extrem enttäuscht mit der Entwicklung des Films.

    SPOILER ENDE

    Mein Fazit: Ein total überhypter Gruselfilm der absolut gar nix halten konnte. Bin wirklich enttäuscht.

  19. Ich fühlte mich in jeder Sekunde an Blair Witch Project erinnert (auch wenn die Handlung natürlich eine Andere war,.. aber der ganze Stil, der Hype, das Drumherum), nur wartete ich dauernd das der Film auch so gut wird und als das Ende kam hab´ ich gedacht “wie ? das wars? war ja sowas von gar nicht gruselig”. Bestimmt nicht der allerschlechteste Film aller Zeiten, vor allem wenn man das Budget bedenkt, aber dem Hype wird er einfach gar nicht gerecht, war selten so entäuscht….obwohl ich auch mal dachte Mel Gibson könnte keine Scheißfilme machen und dann “Signs” im Kino gesehen habe, …würden die im Kinopolis Gillette Mach 3 verkauft haben würde ich heute nicht mehr schreiben:-)

    Kommentar von mr.pete am 23.11.2009 um 20:03 Uhr
  20. Ihr müsst schon ganz schön abgebrüht sein. Also viele in meinem Umkreis finden den Film verdammt gut. Mich schliesse ich ein. Das ist mal wieder Abwechslung gewesen. Und wenn im Kino so ziemlich alle Aufschrecken kann der Hype nicht ganz unberechtigt sein.

    Vielleicht wirklich ne Einstellungssache. Man muss sich auch auf einen Film einlassen. So kann ja theoretisch jeder Film schlecht sei.

    Verstehe Euere Meinung und argumentation nicht und schliesse mich an dieser Stelle nicht an.

    Kommentar von Alex am 24.11.2009 um 11:46 Uhr
  21. Also ich finde der Film ist sehr fesselnd und gruselig!! Ich hab schon sehr sehr viele Horrorfilme gesehen aber dieser hatte definitiv ewas was andere nicht haben, denn diese Vorstellung was einem alles passieren könnte während man schläft und nichts dagegen unternehmen kann ist schon sehr Krass!! Ohne viele, teure Effekte und mit 2 Darstellern, in einem Haus echt eine klasse Leistung was dabei herauskam! Nur die Stelle wo dieses Ouija Brett anfängt zu brennen ist einfach lächerlich!
    Die Ähnlichkeiten mit Blair Witch Project sind schon gegeben nur hat man da damals kaum was gesehen in diesem Film ist da wenigsten ein bischen mehr Action ^^

    Kommentar von Matze am 24.11.2009 um 13:08 Uhr
  22. … naja… war mir zuviel Viral und Gehype darum – vielleicht stolper ich mal auf DVD drüber! … die Meinungen über den Film legen ja nahe… das man so nichts großartiges verpasst hat.

    Kommentar von GunGrave am 24.11.2009 um 13:47 Uhr
  23. Also bei mir ist im Kino niemand aufgeschreckt, außer in der letzten Szene ein paar Damen, die wohl den Trailer noch nicht gesehen hatten. Das hat mich genau wie Batzman extrem angekotzt, dass man genau wusste, dass der Typ jetzt angeflogen kommt.

    Insgesamt leider ein ziemlich enttäuschender Film und das Ende ist einfach nur kacke und kommt viel zu plötzlich. Ich wollte zumindest wissen, was es genau mit dem Dämon auf sich hat, auch wenn seine Eifersucht ja ziemlich offensichtlich war. Ein liebestoller Dämon …

    Kommentar von Florian am 24.11.2009 um 20:48 Uhr
  24. naja labert was ihr wollt ich fand den film dafür das er so billig war 1000 mal besser als blair witch……

  25. Dieser Film würde ich in Genre Horror eine 4-5 geben. Ich war wirklich sehr enttäuscht, und das Geld war es auch nicht wert. Von meiner seite aus, würde ich den Film NICHT empfehlen.

  26. In vier Worten zusammengefasst: Mau, einfach nur Mau…
    Aber ich glaube man kann auch nicht erwarten, nur mit einer Digicam bewaffnet und Produktionskosten, die sich in etwa an der Tagesgage eines fähigeren Schauspielers bemessen, großes Weltkino zu machen.
    Als ob die ganze “wacklige Handkamera wechselt auf Stativ, Timecode springt an und wieder aus, Kamera wird wieder heruntergenommen etc., etc.- Geschichte” nicht schon genug nerven würde, wird man auch noch von so billigen Sachen wie “Fernseher geht einfach so an” oder “Lampe wackelt” genervt. Die zahllosen anderen Langweiligkeiten verkneif` ich mir jetzt mal.
    Das wäre alles noch zu ertragen und sich mit dem geringen Budget fast schon entschuldigen lassen, würden sich nicht zahllose Logikfehler wie in einer Endlosschleife durch den gesamten Film ziehen. Naja, meine Stirn erstrahlt gerade im Apachenlook…
    Abgesehen davon hat mir “Mica”, der Psychopathenfreund der Protagonistin, mit seiner dämlich-dreisten Art mehr Angst gemacht, als der überaus schreckliche Dämon….
    Warum der Streifen in den USA so erfolgreich sein soll, kann ich nicht verstehen. Sagt vielleicht was über die Amis aus…

    Kommentar von Stefan am 29.11.2009 um 13:07 Uhr
  27. Das schlimmste an dem Film war in meinen Augen die Differenz zwischen dem Hype und der daraus entstandenen Erwartung auf der einen Seite und dem tatsächlichen Film auf der anderen.

    Ich bin mir sicher dass z.B. meine Mutter echte Probleme mit dem Film hätte, aber für Leute die ein wenig Erfahrung mit Geister-/Horrorfilmen haben, ist der Eintritt an der Kinokasse raus geschmissenes Geld. Zu vorhersehbar, zu langweilig, zu uncreepy.

    Leider wird ja bei Rezessionen in Mainstream-Medien nie angemerkt, dass der Schreiberling der den Film als “total krass” und “unglaublich creepy” beschreibt, eigentlich nur Rosamunde Pilcher Filme mag und Rüschengardienen sammelt.

    Schade finde ich, dass der Film wirklich einige tolle Voraussetzungen hatte, und ich mir gewünscht hätte dass er besser wäre. Also, kleines Under-underground Projekt, eine Kamera, 10.000 Euro, 2,5 Schauspieler, gedreht im Haus des Produzenten/Regisseurs, und dann mega erfolgreich – wenn der Film dann auch noch gut wäre, das wäre ja wie im Film ;-)

    Mein Fazit: Schade dass ich im Kino war, gut dass es nachher noch 2 Runden ultra teuren irischen Whisky gab, so war der Abend nicht ganz verloren…

    Kommentar von Robert am 02.12.2009 um 10:44 Uhr
  28. Könnte mich mal jemand bitte auf die alternativen Enden deuten? Ich finde die nicht…

    Kommentar von Flo am 05.12.2009 um 14:29 Uhr
  29. Schon komisch, die eine Hälfte findet den Film total gruselig, die andere lahm.
    Ich zumindest zähle mich zu den Ersteren ^^
    Nur das Ende fand ich schlecht.

    Kommentar von Big Flow am 09.12.2009 um 20:39 Uhr
  30. ich habe bisher nur den ersten absatz gelesen!

    danke für den lacher! :D

    den folgetext, sowie die antworten, werde ich mir erst zu gemüte führen, wenn ich den film selbst gesehen habe!

    ich bin “erst” seit dem review von Indy 4 hier an bord – aber seit dem komme ich hier auch nur schwer weg! auch wenn ich des öfteren nicht einer meinung mit den FF bin, macht es einen riesenspass HIER!!!!

    danke FF! =)

    Kommentar von sebi am 11.12.2009 um 01:57 Uhr
  31. Welch unbeschreiblich objektive Filmrezension, dazu höchstwarscheinlich noch von einem selbsternannten Stanley Kubrick verfasst. Sich über einen angeblich fehlenden Spannungsbogen aufgrund fehlender FX Effekte zu beschweren, in der gleichen Kritik aber komerzielle, im Quartalsrythmus wiederkehrende 0815-Teenie-Slasher in den Vergleich zu ziehen, das alles zeugt von einem äßerst hohen Maß an Sensibilität und Gefühl für Horror.
    Blair Witch hat das Rad der Shocumentary zwar erfunden, was aber nicht heisst das es den Standard für Filme dieses Stiles vorgibt. Auf Paranormal Activity muss sich der Zuschauer ganz einfach einlassen um volle Wirkung zu erzielen, nicht das störende Detail macht einen Film aus, sondern das Gefühl mit dem er dich hinterlässt.

    Kommentar von Kommentator am 13.12.2009 um 03:46 Uhr
  32. Schade, ich hab gedacht der Film hätte endlich mal wieder das Potenzial ein guter zu werden, der es fertigbringt zur Abwechslung mal wieder etwas Spannung zu erzeugen, aber das war wohl mal wieder ein Griff ins Klo.

    Kommentar von Mark am 15.12.2009 um 08:34 Uhr
  33. @ Genau meiner meinung
    Ich fand den Film als einer der besten Filme der letzten jahre
    auch alle anderen in meinem umfeld

    Kommentar von Mirek am 08.01.2010 um 15:54 Uhr

Sag was!