New Moon – Biss zur Mittagsstunde (Review)

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“I love you. You’re my only reason to stay alive… if that’s what I am.”

Originaltitel: The Twilight Saga: New Moon
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Chris Weitz
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Ashley Greene, Peter Facinelli, Elizabeth Reaser, Kellan Lutz, Nikki Reed

★★½☆☆ Jet Strajker
★★☆☆☆ Batzman

new-moon-posterDie pubertären Tage der wunderhübschen Bella sind gezählt: Sie ist 18 Jahre alt und damit eigentlich erwachsen geworden. Trotzdem muss sie sich nach wie vor mit schwersten Teenienöten herumschlagen, die so leidvoll wie scheinbar unüberwindbar und bestimmt so notwendig wie natürlich ihr quälendes Mittelklasseleben bestimmen: Da sitzt die Hübsche monatelang an ihrem Fenster, während die Jahreszeiten vorüberziehen und die Popsongs in der Endlosschleife fest hängen. Und alles nur, weil der ewig 17jährige Edward das kleine Städtchen Forks verlassen hat, um keine Gefahr mehr für seine geliebte Sterbliche und die durstige Familie darzustellen. Der anmutige Blutsauger hat damit indes das Feld für eine ganz andere übernatürliche Genrespezies geräumt – Bella wird nun vom Indianer Jacob umgarnt, der sich jetzt außerdem regelmäßig in einen pelzigen Werwolf verwandelt und daher anders als im Vorgänger jede Szene halbnackt bestreitet. Geil!

Das Gefühlswirrwarr ist der rote Faden in „New Moon“, ganz so wie in „Twilight“ (den ich irgendwie komisch fand). Es ist eine Schmonzette für junge Mädchen und alle, die es gern sein wollen. Es ist ein Film, der emotional funktionieren und der viel über unerfüllte Liebe, Sehnsucht, Hingabe, unstillbares Verlangen, Herzschmerz und besonders das erste Mal erzählen möchte. Letzteres spielt natürlich keine Rolle, im ersten Teil nach Stephenie Meyers unverschämt erfolgreicher Buchserie musste ein harmloser Kuss ohne Zunge als Höhepunkt genügen. Und auch hier ist an Sex eigentlich gar nicht zu denken, würden Bellas lustvolle Blicke und ihr sehnlichster Wunsch nach einem kräftigen Vampirbiss nicht ein simples Chiffre für diesen doch nur allzu ordinären Gedanken bilden: Warum also kann der schmierige Edward nicht einfach mal seine Beißerchen rausholen und es der Bella gepflegt besorgen, damit der ja doch irgendwie grundlos wehleidige Tonfall auch dieses zweiten „Twilight“-Filmes hinfällig wird? Vermutlich, weil „New Moon“ wie sein Vorgänger als romantisches Kintopp für die Generation Enthaltsamkeit fungieren und deshalb auf jedwede Form von körperlicher Nähe verzichten muss.

Der leicht reaktionäre Einschlag von „Twilight“ hat sich allerdings nicht allzu bemerkenswert in die Fortsetzung geschummelt, die endlosen Dialoge über schmerzhafte Nähe und unmögliche Berührungen sind mehr oder weniger verschwunden: Das Loblied aufs große Warten trällert Regisseur Chris Weitz zurückhaltender als Catherine Hardwicke, Regisseurin des ersten Films. Dennoch bleiben Zielgruppenabweichlern die ganzen Probleme dieser Geschichte merklich fremd – man will einfach nicht so recht verstehen, wo in all dem Emo-Quark aus Wortschwall und Gefühlschaos eigentlich der Grund für die zweistündige Unzufriedenheit liegt, die ausnahmslos alle Figuren befallen hat. So mag sich „New Moon“ sorgfältig in die Erlebniswelt seiner jugendlichen Heldin einfühlen und mit Kristen Stewart auch eine enorm begabte und vielseitige Hauptdarstellerin gewonnen haben, erscheint nichtsdestotrotz als ebenso inhalts- wie ideenloses Replikat einstiger Jugendfilme, dem er ungleich weniger feinfühlig Genreelemente beimengt, die frei von Tiefsinnigkeit offensichtlichste Werwolfs- und Vampirmythen bemühen.

Und bestimmt, es ist ein Leichtes, dieses kurios erfolgreiche Phänomen (die Einspielergebnisse sprechen für sich) mit Sarkasmus und böswilliger Ironie nicht ernst zu nehmen. Doch die beiden „Twilight“-Filme, so banal sie vermitteln, so ideologisch sie gestrickt sein mögen, so überraschend schlecht sie inszeniert, getrickst und bebildert sind, treffen ganz offensichtlich einen Publikumsnerv. Es ist nicht die schlechteste Unterhaltung des Kinojahres, und gewiss ist es auch kein so dummdreister Film wie, sagen wir, zum Beispiel einer über kämpfende Riesenroboter aus dem Weltall. Trinken wir das Glas also doch einmal halbvoll und freuen uns über die Wertschätzung von Literatur, überforderte Jungdarsteller, ständig nackte Oberkörper. Und – immerhin – bei aller Verdammung des männlichen Körpers zum absoluten Sexobjekt über die Re-Emanzipation der jungen Frau im Kino. Bis zum dritten Blutsauger-Werwolfs-Gemisch, bis zum Sommer 2010 dann.

Batzman Batzman meint:

Natürlich vereint auch der zweite Teil der New Moon-Saga wieder alles was an Teenagern unausstehlich ist: Absolute Ironiefreiheit, den Hang pubertäres Schmollen für philosophische Gedanken zu halten, schlechten Pathos, Weltschmerz über Nichtigkeiten und das Bedürfnis sich selbst als einsamen, unverstandenen Mittelpunkt des Universums zu sehen.

Auch New Moon ist das filmische Gegenstück zu Schülerzeitungs- und MySpace-Lyrik, der moderne Nachfahre von Hedwig Courths-Mahler mit quasi denselben Mitteln. Bella und Edward sind immer noch das chemieloseste und langweiligste Liebespaar des Jahrtausends. So talentiert Kristen Steward auch andere Rollen mit Leben erfüllt hat, aus der hohlen Schablone Bella, deren einziger Lebenszweck das dramatische Jammern, Schmollen und Anhimmeln ist, schafft auch sie kein Feuer zu schlagen.

Twilight bleibt auch im Zweiten Aufguss ein Buffy für emotionale Analphabeten. Wo in der Serie ein ironisch-vielschichtiger Ansatz die Probleme der Liebe zwischen Mensch und Vampiren analysierte und mit geistreicher Distanz und Einfühlungsvermögen ausgefeilte Charaktere entwarf, verhaart New Moon in der pubertären Pose. Statt über Teenager-Liebe zu erzählen, wird das Klischee, die idealisierte Eigensicht romantischer Gefühlsimitationen ins Infinitum gedehnt.

Die Pausen zwischen den bedeutungsschwanger dahingehauchten Worten erreichen zum Teil Längen, die einen überlegen lassen, ob der Film in der richtigen Geschwindigkeit läuft oder einer der Darsteller beim Sprechen weggedöst ist. Action findet, auch wenn anderes behauptet wird, so gut wie keine statt und auch die Subplots um sich mit Vampiren kabbelnde Werwölfe und eine von Michael Sheen mit “Ich freu mich schon auf den Scheck”-Miene gespielte Bösewichtfigur, sind absolut unbedeutend und nehmen kaum eine halbe Stunde des über zweistündigen Streifens in Anspruch.

Dennoch: New Moon ist unterhaltsamer als Teil 1. Was vor allem daran liegt, dass der anämische Erzlangweiliger Edward, der seine Textzeilen von auf dem Boden liegenden Spickzetteln abzulesen scheint und wahrscheinlich nur deshalb Bellas Gedanken nicht lesen kann, weil sich in ihrem Kopf so wenig abspielt, im Film auch fast keine Rolle spielt. Am Anfang verzieht er sich, am Ende wird kurz geglitzert und melancholisch dreingeschaut und das war es auch.

Was ein Glück ist, denn der Film besteht zum Großteil aus der möglichst geleckten Inszenierung durchtrainierter Werwolf-Bubis, allen voran dem aufgehunkten Taylor Lautner, der den Großteil des Films ohne Hemd spielen darf, was dem ansonsten in TV-Manier gedrehten (und mit hilflosen Billig-FX gepimpten) Streifen wenigstens ein paar Schauwerte beschert. Zwar passiert auch zwischen dem Wolfsjungen und Bella nicht mehr als einstündiges Blickficken, doch zumindest nimmt man Lautners innigem Anstarren ab, das er Bella gern einmal Doggystyle beglücken würde. Dagegen wirkt die von Edward am Ende präsentierte blaßblaue Hühnerbrust doch wie Gammelfleisch vom Vortag, da hilft dann auch das scheue Herumgeglitzere nichts mehr.

Warum Edward und Jakob allerdings so auf Bella abfahren, die außer trotzig gucken nicht grade die beste Abendunterhaltung ist, bleibt wohl ihr Geheimnis, bzw. das der Buchautorin. Selbst in den Köpfen vieler Twihards, wären Edward und Jakob wohl das bessere Paar, zumindest wenn man sich die eingängige meist von Mädchen verfasste Slashfiction zu Twilight durchliest, die von der Prüderie der Vorlage nicht viel übrig lässt. Was nahe legt, dass die Twilight-Girlies die romantische Idee der sexlosen Liebe, die die Bücher propagieren als Konzept reizvoller finden, als es tatsächlich zu leben. Wobei natürlich die Frage erlaubt sein muß, ob Geburtenkontrolle grade in dieser Klientel nicht tatsächlich sehr wünschenswert ist.

Der Erfolg von New Moon und den Sequels wird wohl kaum zu verhindern sein und es hilft wenig diesen zu bejammern, denn wäre es nicht Twilight, wäre es irgendwas anderes dummes und anspruchsloses, das Backfische anscheinend genauso brauchen, wie Teeniejungs Furzwitze und dümmliche Explosionspornos. Und es tröstet ja ein wenig, das grade die treue Fanhingabe von kleinen Mädchen nichts für die Ewigkeit ist.

Oder erinnert sich noch jemand wer Zac Efron war?

In : Review

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Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

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34 Comments

  1. Paul

    Oh Gott. Dieser Film kommt direkt aus der Hölle, dicht gefolgt von demjenigen, der den deutschen Titel zu verantworten hat. Das geht schon bis zur Schmerzgrenze des Erträglichen.

    Nette geschriebenes Review, leider ähnlich ohne Biss wie der beschriebene Film.

  2. Gerrit

    Ich bin positiv überrascht. Endlich mal keine dieser typisch-zynischen Antizielgruppenpolemik, die man ansonsten im Internet liest, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung.

    Ich finde die Twilight-Geschichten zwar auch ziemlich befremdlich, sogar mitunter ärgerlich (am meisten stören mich alle Szenen im Buch, in denen Bella ihrem Vater wie selbstverständlich jeden Tag das Essen kocht), aber irgendetwas lösen die ja anscheinend aus.

    Ich finde sogar, dass sich Twilight und dieser Film mit den Robotern aus dem Weltall, gar nicht mal so unähnlich sind. Beide Geschcihten sind hanebüchen und vertreten reaktionäre Werte und sprechen niedere Instinkte an. Der Unterschied besteht darin, dass Transformer niedere Instinkte der Mädels und Transformers die der Jungens anpiekt.

  3. Alf

    Sehr schöner Review, da er Neutral geschrieben ist… und so sollte es auch sein. Habe mir den Film bisher noch nicht angeschaut aber werde es warscheinlich tun da der Review mich ja nicht ganz von abgehalten hat. Ich stelle einfach keine großen Erwartungen und dann kann auch nicht viel schief gehen :-P

  4. Tino

    …für mich ist es nicht mehr als eine billige Bravo-Fotolovestory mit Vampireinschlag um vielleicht neben pubertierenden Mädchen noch den ein oder anderen Mann ins Kino zu locken. ( cool, Vampire und Werwölfe…so schlimm kann der doch nicht sein)

    Seifenoper auf allerschlimmsten Niveau, wenn ich GZSZ mit Vampiren verfilmen würde, würde das dabei rauskommen.

    Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, aber Bullshit bleibt Bullshit.

  5. GunGrave

    … naja – vielleicht zieh ich mir den mal auf DVD rein – das kann ja noch dauern! ^_^

  6. Schwarzmaler

    Haha, wenn ich gern ein junges Mädchen sein wollte müsste ich wohl dringend mal einen Psychiater kontaktieren. Den ersten Film habe ich ja noch aus Unkenntnis gesehen – in der Hoffnung auf einen guten Vampirfilm. Aber noch einen Teil? Wie man das richtig machen kann – Vampire und Herzschmerz – kann man bei BtVS sehen.

  7. Leto

    Ich bin zwar schwul, aber nach _dieser_ Kritik bin ich mir sicher, dass ich mir das auf DVD ansehen muss. Diese heissen Jungs auf dem Plakat sind da ständig mit nacktem Oberkörper zu sehen?!! Das motiviert mich auf jeden Fall mehr als CGI-Riesenroboter oder Emmerichs Weltuntergänge ;-)

    gruss

  8. DrSnyder

    Weshalb wurde hier mein Kommentar nicht veröffentlicht? War er zu kritisch? Ich könnte ja mit Boykott drohen, aber so herzlos bin ich dann doch nicht.

    Ich bleibe dabei. Über guten Geschmack lässt sich nicht streiten. Wem außer meinem schwulen Vorredner reichen schon nackte Jünglingsoberkörper, solch einen Streifen über sich ergehen zu lassen.

    Ach ja, ganz koscher bin ich in meiner Haltung auch nicht, weil ich den Film shice finde, ohne ihn gesehen zu haben.

    Grüße, und ich würde mich freuen diesmal nicht zensiert zu werden.
    Danke!

  9. Tino

    ja Leto, Deine Kritik beschreibt genau die Zielgruppe…die Story ist wumpe, Hauptsache die Kerle schauen permanent schmachtend wie ein Schimpanse mit Verstopfungen

    Ich finde es schade, dass es wirklich funktioniert. Das Zielgruppen so berechenbar geworden sind.

    Aber @ Leto, ich versteh den Passus “ich bin zwar schwul” nicht, es hätte heißen müssen, “gerade weil ich schwul bin”. Das würde nur funktionieren, wenn Du schreibst “ich bin zwar ein heterosexueller Mann, aber ich schau mir den Film trotzdem an”…

  10. Jet Strajker

    @Leto: Eigentlich ist jede Szene, in der Taylor Lautner auftaucht (und sich meist sehr trashig auszieht) recht schwul, insofern könnte der was für dich sein (und unseren Batz *g*). :)

  11. Leto

    @Tino:
    Nun ja, meine Formulierung bezog sich auf die Nicht-Zugehörigkeit zur primären Zielgruppe, nämlich 15-jährige Teeniegirls mit Emo-Background.
    Aber wenn ich nun lese, dass der Film recht offensichtlich auch “andere” Geschmäcker treffen kann, fühle ich mich ja in meinem Vorsatz bestätigt, diese Serie auf jeden Fall im Auge zu behalten… und sei auch “nur” um der männlichen Hauptdarsteller willen ;-)
    Grundsätzlich hast Du aber recht, ich hätte schreiben müssen: “Ich bin zwar männlichen Geschlechts, aber schwul, deswegen…”

    gruss

  12. caliban

    bin ja ebenfalls eher dem eigenen Geschlecht zugeneigt.
    Und habe den Film auch gestern gesehen.
    Leider muss ich sagen: Auch wenn Mr Lautner sich das Hemd auszieht: Im Gesicht bleibt Babyspeck. Gott! Der Bub ist 17!
    Ne. Also bitte. Ich darf die Kritik des Spiegels zitieren:

    Ob ihres gebrochenen Herzens verfällt das Mädchen dem, was in Meyers moralinsaurer Vorstellung von Adoleszenz wohl als jugendlicher Leichtsinn gilt, etwa bei Fremden auf dem Motorrad mitzufahren. Bei der recht provinziellen Gefahrensuche Bellas erscheint der abwesende Edward zumeist als mahnendes Geisterbild, eine Art spiritistische Spaßbremse mit dem siebten Sinn für Unfallprävention.

    Handfesten Halt findet Bella dagegen bei ihrem Jugendfreund Jacob Black (Taylor Lautner), der im nahen Reservat lebt und seine eigene übernatürliche Last zu tragen hat: Jacob gehört zu einer Gruppe von jungen Ureinwohnern, die sich – Testosteronstau sei Dank – bei passender Gelegenheit in riesige Werwölfe verwandeln. Die Rudelkollegen erkennt man im Film am nackten Oberkörper, dem feurigen Blick sowie den riesigen Muffins, die sie zum Frühstück verzehren.

    besser kann man es eigentlich kaum zusammenfassen.
    Bis auf Martin Sheen als Aro funktioniert das leider einfach nicht.

  13. Batzman

    @Caliban

    Ohne Lautner gäbe es gar keinen Grund den Film zu sehen. Und im Vergleich zu ihm sieht Pattinson doch aus wie frisch vom Haken genommen, wenn er sich am Ende das Hemd von der behaarten Hühnerbrust reisst.

  14. Kameni

    Um es mit den Worten von Quentin T. zu sagen, als er gerade “From Dusk Till Dawn” abgedreht hat:
    “Vampire sind böse und wollen Dein Blut – und deshalb muss man Ihnen einen Pfahl durch Herz treiben! Ich halte nichts davon, dass Vampire immer mehr zu romantisch-sensiblen und etwas schwuchtelig wirkenden Frauenverstehen mutieren. (Anspielung auf “Interview mit einem Vampir”)

    So sehe ich das auch.
    Dass das Ganze zudem noch wirkt wie eine Vampirversiuon von Marienhof oder GZSZ macht es noch schlimmer! Das ist der wahre Horror.

  15. Jet Strajker

    Dass Tarantino sowas sagt macht ihn mir noch unsympathischer als ohnehin schon…

  16. Teo

    Ich habe meiner Freundin gestern Karten für ein Doublefeature der ersten beiden Twilight-Teile geschenkt, also werde ich das am Samstag auch anschauen. Mal sehen. Ich habe so niedrige Erwartungen, dass ich kaum enttäuscht werden kann.

  17. Batzman

    @Kameni @Jet

    Komischerweise macht genau das Zitat mir Tarantino wieder sympathisch :) Auch wenn ich seine vergangenen beiden Werke eher mißlungen finde.

    Denn genau das ist es was mich an Vampiren nervt, das sie keine wirklichen Monster sind, sondern irgenwelche romantischen Projektionsflächen für untervögelte Frauen. Dieses ganze erotische Lover-Rumgetue was sich seit den Zeiten von Bela Lugosi seelig ausbreitet macht Vampire so uninteressant und Werke wie Bram Stokers Dracula zu so einem elendigen Kackfilm. Da lob ich mir die Vampire aus FDTD oder Fright Night…

  18. stb247

    Blasphemie!!! Batzman, Coppolas Dracula ist ein absoluter Hammer.

  19. Johnnie Foxtrott

    Miro deucht die Aufklärung hat im Kapitalismus keine Chance. Welch finstre Aussicht.

  20. Batzman

    @stb247

    Coppolas Dracula ist eine Chick-Flick-Kitsch-Oper ohne einen einzigen gruseligen Moment und mit einem Bösewicht dessen Schatten hinter ihm alberne Faxen macht. Die Art von Overacting die dort alle praktizieren findet sich normalerweise nur in Parodien. Nee, Stokers Dracula ist genau Teil der Banalisierung des Horrorfilms als süssliche girliekompatible Familienunterhaltung, die dann zu abscheulichkeiten wie Brannaghs Frankenstein, Die Mumie oder Van Helsing geführt hat. Oder zu den zahnlosen Vampiren in Twilight….

  21. TopF

    musstet ihr den mist mit buffy vergleichen? p.q
    dieser twillightquatsch kann sich nicht mit buffy und angel,oder spike messen.
    nicht mal ansatzweise.
    ich fand schon twillight mächtig langatmig und überstürzt zum ende hin.
    ein film den man schnell vergisst,da werd ich mir den kram nicht in fortsetzung antuhen.
    ich fand diesen edward krank,weil der das mädel immer fressen wollt .
    stellt euch mal vor ihr sprecht so mit ner lady..die wäre sowas von schnell weg o.ô

  22. Mekki

    Ich weiß gar nicht, was alle haben… Lasst den Mädels doch ihre Träume und ihren Spaß. Toleranz ist gefragt.

  23. Binding

    @ Batzman: Also man mag ja Branaghs Frankenstein und Coppolas Dracula finden, wie man will. Aber ein direkter Vergleich mit infantilen Blockbuster-Mainstreamfilmen wie “Die Mumie” und “Van Helsing” ist illegitim! Das ist eine gaaaanz andere Liga. Coppolas Dracula ist aus künstlerischer Sicht eine der interessantesten Bram-Stoker-Verfilmungen überhaupt und auch ansonsten ein cineastischer Orgasmus sondergleichen.

    Was mich bei den “Twilight”-Filmen stört, ist, dass sie gar nicht als Genre-Filme betrachtet werden. Das ist aber auch besser (für sie), denn dann sind sie einfach nur noch lächerlich. In dieser Hinsicht fand ich den ersten Teil fast noch unterhaltsam. Aber das neue Ding ist ja wirklich kaum auszuhalten mit seiner triefig-klebrigen Liebesdrama-Überdosis. Ich empfehle als Kontrastprogramm den superinteressanten Vampirfilm “Die Weisheit der Krokodile” und “Durst” von Park Chan-Wook.

    Und zu den halbnackten Ethno-Werwölfen (wie bescheuert ist es eigentlich, in der Öffentlichkeit nur mit Shorts rumzulaufen?) fällt mir natürlich der geniale “Wolfen” ein, der den indianischen Mythos wenigstens ernstnimmt.

  24. OccasionalWeirdo

    Oh Batzman, das ist alles ja sooooo wahr! Ich bin so enttäuscht von der Verfilmung, die Bücher haben soviel Potenzial und alles wurde verschwendet. Hätten sie mal einen wie Alfonso Cuaron rangelassen!

  25. Lenox

    Ich musste mich Beruflich schon mit den Twilight Büchern beschäftigen und kann nur jedes Blatt Papier bedauern, dass statt mit Literatur, oder dem neuen Kochbuch von Lichter/Lecker/lustig bedruckt wurde, das Machwerk von Frau Meyer aufnehmen musste.

    Insofern ist der Film für mich keine Überraschung gewesen. Mit Frauenverstehenden Vampieren habe ich gar keine Probleme, den Horrorfilmvampir vermiss ich kein Stück und finde diese Variante auch kaum noch interessant.

    Während sich Kristen Stewart noch redlich müht, eine leere Hülle mit Inhalt zu füllen, hat Patterson den Award der nutzlosesten Rolle in einem Film verdient. Immerhin kann man bewundern für so wenig Leistung bezahlt zu werden.

    15min weniger schmachtende Blicke und bedeutungslose Pausen hätten den 2 Teil für mich noch annehmbar gemacht. Doch man kann sich Fragen was dann noch von dem Film übrig bleiben würde.

  26. Raptile

    Batzman kann nicht schreiben.

  27. mirhelle

    Um Gottes willen, so viel intellektuelle Selbstbeweihräucherung im indirekten Reszensionsmäntelchen habe ja schon lange nicht mehr gelesen…
    wieso regt man sich in solch einer Länge über einen Film auf, der anscheinend so banal ist, dass er keine zwei Worte Inhalt enthält…
    Wie wäre es denn damit, solche Filme diejenigen anschauen zu lassen, die sich hineindenken wollen und können, und selbst die anspruchsvollen Wim Wenders-Filme zu konsumieren, die ja anscheinend für die Herrschaften hier gerade gut genug sind…
    Ich schaue mir diese Filme gerne an – genauso wie ich die Bücher gerne gelesen habe – weil ich ab und zu gerne wieder 13 bin und nicht nachdenken will… genauso wie ich gerne anspruchsvolle Filme sehe, um dann intellektuelle Diskussionen über philosophische Themen zu führen…
    Aber doch nicht über Bella und Edward – das ganze soll so simpel sein wie ein Kinderreim, jeder, der mehr hier hineininterpretiert, hat wohl zuviel Zeit und nicht verstanden, dass man manche Filme anschaut, genießt und wieder geht und nie wieder einen Gedanken darüber verschwendet – die intellektuellen Ausführungen über “Die hard” würden mich da ja wirklich auch mal interessieren
    Herzlichst

  28. Binding

    @ mirhelle: Du hast absolut recht: Als Cineast kann man wirklich nicht verstehen, “dass man manche Filme anschaut, genießt und wieder geht und nie wieder einen Gedanken darüber verschwendet”. Es gibt zwar Filme, an die man tatsächlich nie wieder einen Gedanken verschwendet, aber die hat man dann nicht unbedingt genossen. Wenn mir dagegen ein Film gefallen hat und ich ihn sogar “genossen” habe, werde ich ihn nie mehr vergessen. Ein Film, den man gleich wieder vergessen kann, bedeutet doch eigentlich schon, dass er sein Geld nicht wert ist! Was ist das denn bitte für eine oberflächlich-desinteressierte Konsum-Haltung, die Du hier an den Tag legst??? Apropos: Gerade weil man als Cineast Filme liebt, regt man sich über schlechte Beispiele auf!

  29. Azurelle

    Ich habe keine Ahnung wer Zac Efron war! :P

    Ich habe sehr über diese Kritik gelacht – Batzman du liest Twilight Fanfics? *g*

    Leider versuchen diese Filme wirklich viel zu sehr etwas zu sein, das sie nicht sind, (gefühlvoll, romantisch… dramatisch?! – um wahres Gefühl zu vermitteln müsste die Story nicht mal “anspruchsvoll” und verworren sein, sie bräuchte nur, bitte, vor Allem eine Heldin mit mehr Eigenantrieb…) weil sie in Wirklichkeit nur Teil einer Marketingmaschinerie sind, die pubertierenden Teenies das Geld aus der Tasche saugen, äh ziehen soll. Es macht mich nicht traurig, dass diese Filme nicht mal versuchen, dies zu verschleiern… eher, dass die Zielgruppe dies nicht zu bemerken scheint…

    Und noch mehr besorgt es mich, dass die Figur der Bella zwar eine weibliche Hauptdarstellerin bietet, aber darüber hinaus keinerlei wahren Eigenimpuls zu haben scheint, und auch nichts alleine kann.
    Das schafft ein tolles Frauenbild!

  30. tilightfan !!!

    ich weis garnicht was ihr habt ich finde beide filme toll !!

  31. Sivan

    Hallo Leute,
    oh Gott, ich kann euch den Film nuuuuur empfehlen.
    Nachdem ich den zweiten Teil gesehen habe, habe ich mir den ersten Teil angesehen. Vorher dachte ich mir das es ein bescheuerter Film ist, doch nachdem ich den zweiten Teil gesehen habe, bin ich verrückt danach.
    Ich kanns kaum noch abwarten, biss der zweite Teil auf DVD rauskommt. Dann guck ich mir den wieder und wieder an.
    Twilight fand ich nicht so gut, wie New Moon.

    Ich freue mich schon soooo riesig auf den dritten Teil.

  32. comet horse

    Ich bin dem Twilight-Wahnsinn zwei Jahre erfolgreich aus dem Weg gegangen. Aufgrund einer verlorenen Wette wurde ich allerdings zu einem Double Feature gezwungen…
    Der erste Teil hat ja noch irgendwie Charme…
    zu New Moon kann ich nur sagen, dass ich noch nie einen Film gesehen hab in dem so wenig im 2.Akt passiert.
    Allerdings überrascht es mich immer noch warum so tolle Musiker wie Thom Yorke, ihre Werke solchen Filmen beisteuern?
    Und wann sind melodrammatische Offtexte zu Beginn und am Ende endlich wieder out?

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    jurassiraptor:

    fromdirectorstevenspielberg:

    Whoever created this: thank you!!

    Haha! Well done!

    11/27/14

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    officialgaygeeks:

    That lightsaber sound lol


    Get the My Neighbor Groot shirt http://buff.ly/1EFUcA2 http://ift.tt/1BEBgm8

    11/16/14

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    pennyfornasa:

    Putting The Cost Of The ESA’s Rosetta Mission In Perspective

    "So what do we get for our €1.4bn? Rosetta is both an astounding feat of engineering (catapulting a tonne of spacecraft across millions of kilometres of space and ending up in orbit around a comet just 4 km across) and an extraordinary opportunity for science (allowing us to examine the surface of a lump of rock and ice which dates from when the Solar System formed).

    Like a lot of blue-skies science, it’s very hard to put a value on the mission. First, there are the immediate spin-offs like engineering know-how; then, the knowledge accrued, which could inform our understanding of our cosmic origins, amongst other things; and finally, the inspirational value of this audacious feat in which we can all share, including the next generation of scientists.

    Whilst those things are hard to price precisely, in common with other blue-skies scientific projects, Rosetta is cheap. At €1.4bn, developing, building, launching and learning from the mission will cost about the same as 4.2 Airbus A380s—pretty impressive when you consider that it’s an entirely bespoke robotic spacecraft, not a production airliner. On a more everyday scale, it’s cost European citizens somewhere around twenty Euro cents per person per year since the project began in 1996.

    Rosetta has already sent us some stunning images of Comet 67P/Churyumov–Gerasimenko and today’s landing will, with any luck, provide us with our first close-up glimpse of the chaotic surface of this dirty snowball. If you’re a sci-fi fan, then, you might consider the mission to have been worth its price tag just for the pictures. The total cost for the Rosetta mission is about €3.50 per person in Europe; based on the average cinema ticket price in the UK (€8.50), it has cost less than half of what it will cost for you to go to see Interstellar.”

    Via Scienceogram: http://scienceogram.org/blog/2014/11/rosetta-comet-esa-lander-cost/

    Find Out How Budget Cuts Canceled NASA’s Own Comet Landing Mission: http://www.penny4nasa.org/2014/11/11/how-budget-cuts-canceled-nasa-own-rosetta-comet-landing-mission/

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    meatbicyclevevo:

    i never wanted this to end

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