
(Originalbild von Joe Shlabotnik)
Natürlich gibt es viele wertvolle Botschaften in Avatar, die wirklich zum Nachdenken anregen. Das betont James Cameron, der mit unserem Heiland ja nicht nur die Initalien gemein hat, ja oft und gerne. Wir lernen vom Krieg gegen den Terror, von der Schlechtigkeit des Kapitalismus, vom Einklang mit der Natur und so weiter. Ich bin nachdem ich den Film gestern ein 2x gesehen habe, weil manniac auch gerne reinwollte noch einmal in mich gegangen, habe nachgedacht und überlegt welche Dinge mir Avatar eröffnet hat:
1) Naturvölker sind blöd wie Ziegelstein und haben auch nach Jahrzehnten der Erfahrung mit den Skypeople absolut nicht gerafft, das es nix bringt Pfeile gegen Panzerfahrzeuge zu schießen
2) Wissenschaftler und Intellektuelle sind unnütze Weicheier. Wenn man was erledigt bekommen will muss ein dummer Soldat her, der dann auch gleich als Erlöser den Kaffern mal zeigen kann wie man ordentlich Kleinholz macht
3) Es gibt keine dicken, untrainierten oder sehr alten, gebrechlichen Na’vi. Und keine Pimmel.
4) Pandora ist nur ein anderes Wort für Delgo oder doch für Terra? Yay, Lawsuit!
5) Wenn du im Dschungel kämpfst und nicht gesehen werden willst und die Evolution dich eh schon aus nicht hinreichend geklärten Gründen blau gemacht hat: Mal dich nicht an wie ein schwuler Truthhahn bei der Landwirtschaftsmesse – sonst bekommst du eine Kugel in den Schädel
6) Wenn du einen zünftigen Genozid planen willst, lass da keinen dummen emotionalen General ran, sondern jemand der was von Taktik versteht und nicht unnütz Bodentruppen verheizt, wenn das ganze auch aus der Luft zu erledigen wäre. Und laßt verdammt noch eins die Heckklappe zu bis du wirklich DIREKT AM ZIEL bist. Sonst kommen nämlich Eingeborene und Flugsaurier rein, wie die Fruchtfliegen auf den Obstsalat.
7) Wenn du von Sigourney Weaver ein Backup auf dem Server machen willst, warte nicht solange bis der Akku alle ist
8) Sechsbeinige Pferde sind ziemlich unpraktisch. Auch wenn sie USB-Anschluss haben
9) Die Na’vi sind dümmer und uninspirierter als ein durchschnittlicher Ewok, wenn es um den Kampf gegen einen technisch überlegenen Gegner geht. Die Ewoks hatten immerhin Netze, Baumkaskaden und Fallen!
10) Es ist vielleicht keine so tolle Idee Milliarden in ein “meet the natives”-Programm zu stecken, wenn man den Erfolg eigentlich nicht will, nur an kurzfristigen Profit denkt und letztlich eh kein Interesse an der Erhaltung der Eingeborenen hat. You know, the shareholders don’t like that.
11) Wenn du eine Mega-Evil-Corporation in einem Popcorn-Schlocker bist, dann nimm es als schlechtes Omen, wenn das Zeug was du abbauen willst “Nichtzukriegium” heißt.
12) Wenn du ein Gras oder Moos bist: Verschwende deine Zeit nicht damit bei jeder Berührung zu leuchten. Das bringt dir evolutionär wenig Vorteile und außerdem können deine Ureinwohner durch dein blödes Herumgeleuchte viel einfacher aufgespürt werden. “Schießt einfach immer dahin wo es leuchtet, Männer!”
13) Superduperverstärktes Panzerglas zerplatzt wie eine Seifenblase wenn man den Speer im dramaturgisch richtigen Moment wirft.
14) Es reicht für den militärischen Führer einer Konzern-Security völlig aus, wenn er sich nur in gut abgehangenen Action-Phrasen artikulieren kann. Let’s Boogie, we’re not in Kansas anymore!
15) Bei einem strategisch wichtigen Gefecht den Einsatz abbrechen und eigenmächtig abdrehen hat keinerlei disziplinarische Konsequenzen, wenn man es aus den richtigen moralischen Gründen tut. Wenn man aber als Undercover-Agent eine Kamera kaputt macht, wird man verprügelt und kommt in Einzelhaft.
16) Wenn du ein superintelligenter Glasfaser-Spaghetti-Baum bist – warte nicht erst bis Captain Superschlumpf dir in die Drähte flüstert ehe du was gegen die böse Supercorporation unternimmst – ich meine hey, du hast mehr Verknüpfungen als das menschliche Gehirn und bekommst Infos von jedem verdammten Lebewesen auf dem Planeten – also mach was. Leuchten alleine ist auch nicht abendfüllend.
17 ) Wenn das Naturvolk bei dem du bist anfängt die schlimme Rave-Szene aus Matrix Reloaded nachzustellen: Renn aus dem Kino, denn dann gibts nicht nur Gruppenknuddeln sondern auch einen ganz fiesen Popheuler.
18) Ewoks haben auch den besseren Schlusssong
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Dezember 30th, 2009 •
- 77 Kommentare
- Schlagwörter: Avatar, James Cameron, titanic









































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