
Jedes Jahr kommt sie aufs Neue: Die Zeit der Rückschau. Was hat das Jahr gebracht. Was war gut, was war – Oh mein Gott ich bekomme Augenbluten!
Denn ehe wir uns dem Wahren, Schönen und Guten zuwenden, wollen wir der Chronistenpflicht genügen und eine kleine Bilanz der Demenz führen. Hier also die Liste der Filme, die uns in diesem Jahr am meisten geärgert, enttäuscht und genervt haben. Aber keine Angst, morgen kommen dann die Filme, für die wir das Kino lieben.
Batzmans Liste
Teuerster Teeniewitz des Jahres: Transformers – Die Rache
Schon der erste Teil beinhaltete alles was ich an dieser Art von Effektspektakel verachte. Doch Michael Bay schaffte es souverän den debilen Vorgänger noch zu unterbieten. Noch weniger Sinn, noch weniger Story, noch mehr rassistische Stereotype und noch mehr Humor über den sich vorzugsweise männliche prepubertäre Jungen wegschmeißen können: Notgeile Roboter die das Bein von Megan Fox begatten, Roboter am Krückstock und Roboter mit Abrißbirnen-Klöten. We’ve got balls. Dazu unübersichtliche Actionszene ohne Sinn und Verstand und eine Besetzung die den Spezialeffekten nur im Wege herumsteht. Spätestens wenn Shia LaBeouf in den Robo-Himmel einfährt, ist alles verloren. Danke, Herr Bay, aber das nächste mal hau ich mir gleich mit dem Hammer auf den Fuß, da habe ich mehr Spaß und kann mehr drüber lachen.
Ärgerlichste Agenda des Jahres: 96 Hours
Liam Neeson gegen den ausländischen Abschaum der Erde. In Paris lebt nur gemeingefährliches Gesindel, das die jungfräulichen, unschuldigen Töchter Amerikas wegfangen und an dicke Araber verkaufen will. Wohl der mieseste ideologische Scheißdreck der in diesem Jahr in die Kinos geschwappt ist. Eine denkfaule, sadistische Rächerphantasie, die genau das Publikum ansprechen will, das sich auch von Gossenjournalisten zu Rufen nach der Todesstrafe aufwiegeln lässt. Neeson schlachtet bergeweise Schuldige und Unschuldige ab, foltert und mißhandelt und läßt mal so richtig den ohnmächtigen Kleinbürger mit all seinen Ängsten und Ressentiments Rache üben, an einer Welt die er nicht versteht. Das die Zuschauer dieses geistigen Absud in die Charts katapultierten, sollte Grund sein von Volksbegehren und mehr direkter Demokratie dringend Abstand zu nehmen.
Abgegriffenster Altherrenwitz des Jahres: Hangover
Zu diesem schlecht getarnten Vatertags-Ausflugs-Film habe ich im Grunde schon alles gesagt . Verklemmte unsympathische WASP-Klappsgeigen leben ihre Spießerphantasien und misogynen Ängste aus, ehe sie brav zu Mami ins langweilige Eheleben zurückkehren. Das ist trotz des sonst so wunderbaren Zach Galifianakis genau genommen ziemlich peinlich und wird in 10 Jahren wohl einer der Filme sein, bei denen sich niemand mehr erinnern kann, warum man ihn irgendwann mal so saukomisch fand. Erinnert sich noch irgendjemand an Porky’s?
Hässlichster Blockbuster des Jahres: Public Enemies
Michael Mann lässt Dillinger auferstehen… im Heimvideo-Look. Mit enormen Aufwand und Starbesetzung hat Mann einen der hässlichsten Filme des Jahres geschaffen, der auch erzählerisch nicht überzeugen kann.Eine historisch fragwürdige Glorifizierung eines im Grunde langweiligen Gangsters, der mit Johnny Depp grandios fehlbesetzt ist. Früher sah man Mann seine inhaltlichen Schwächen noch nach, weil er geleckte Bilder ablieferte. Seit er sich auf HD-Video verlegt hat, das teilweise eher nach DV-Video aussieht, kann ich ihm nichtmal mehr den Look zu Gute halten. Dann doch lieber nochmal das Video von Ommas letzten Geburtstag wo Onkel Horsti in die Bowle gekotzt hat. Ist auch doof, geht aber schneller vorbei.
Unerwartester Ausfall des Jahres: Brüno
So provokant treffsicher Sacha Baron Cohen in Borat Dummheit, Feigheit und rassistische Vorurteile aufs Korn nahm, so zielsicher langte er mit seiner Kreation Brüno daneben. Denn das einzige was der Film wirklich enthüllte ist, das Leute genervt und ablehnend reagieren, wenn ihnen eine aufdringliche, blöde Tunte auf den Sack geht. Denn man muß absolut nicht homophob sein um die Figur Brüno unerträglich zu finden. Wo Borat bei allen ungeheuerlichkeiten die er von sich gab immer noch einen liebenswert-warmherzigen Kern hatte, ist bei Brüno nur endlose Leere. Bis auf 2-3 Szenen (das Babycasting als Highlight), bleibt dieser Film schlicht ärgerlich auf Schock und billige Lacher bedacht. That’s so 1980.
Fadester High-Concept-Streifen des Jahres: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Brad Pitt als rückwärts alternder Mensch, der absolut keine Persönlichkeit hat. David Fincher erliegt einmal mehr dem Look und den Spezialeffekten, wenn er mehr Zeit darauf verwendet “schöne Bilder” und einen durchgängig creepy-aussehenden Button zu erzeugen, der als echter Mensch nie greifbar wird und deutlich weniger Persönlichkeit hat, als sein erfolgreicher Bruder. Noch weniger als im inhaltlich fast deckungsgleichen Forrest Gump besteht eine echte Chemie zwischen dem leidensgeplagten Liebespaar. Eingerahmt von einer sinnfreien Rahmenhandlung, zieht sich der Film in seiner unreflektierten Perma-Nöligkeit über Stunden und Stunden. Am Ende bleibt Erleichterung, wenn Benjamin endlich den Löffel abgibt und das ganze Elend vorbei ist.
Lahmste Forsetzung des Jahres: Terminator: Die Erlösung
“If you hear this, you are the resistance. This is John Connor on W-T1000,8 – and now some sweet music for all the Lovers and Evil Killing Machines out there…”
Er kam zurück und… kackte uns auf den Sitz. Die Logik hatte Urlaub. Christian Bale ließ sich ein weiteres mal gutural grunzend in die unwichtige Nebenrolle drängen und trotz zum Teil eindrucksvollen Actiongerumpel, ließ die Story doch weitgehend kalt. McG der mit den Charlies Angels-Filmen immerhin selbstironischen Actiontrash abgeliefert hatte, übte sich in humor- und inspirationsloser 08/15-Apocalypse und bewies warum es richtig war die öde Kriegszukunft in den vorrangegangenen Filmen immer nur als kurzen Ausschnitt zu zeigen. Statt gnadenloser Spannung und klarer Struktur, gab es hier dutzende Terminatoren, die in ihrer Anhäufung aber nicht bedrohlicher sondern langweiliger wurden. Und Arnolds Kurzauftritt als plastiniertes Digidouble wirkte so selbstgefällig wie überflüssig. Einziger Pluspunkt: Selbst der cheesige dritte Teil: Terminator 3 – Rebellion der Maschinen wirkte nach Teil 4 schon wieder unterhaltsam. I’ll be back? Also meinetwegen jetzt nicht unbeidngt.
Größte Enttäuschung des Jahres: Avatar – Aufbruch nach Pandora
Jaja der Film hat technische Meriten und James Cameron bekommt ordentlich Fleißkärtchen für seine quietschbunte Renderwelt. Ist tatsächlich superdetailliert gebastelt und in der Fülle bisher noch nicht vorher gemacht worden. Was Avatar aber lediglich zu einem State-of-the-Art-Renderdemo macht und nicht zu einem gut erzählten oder gar optisch inspirierten Film. Aber das habe ich ja Hier schon ausführlich genug ausgeführt. Ein Flop ist der Film nicht, wohl aber die größte Enttäuschung des Jahres.
Schaut Leute, ich hab es doch geschafft nicht einmal Twilight und New Moon zu erwäh- oh verdammmt!
Jet Strajkers Liste
Beklopptester Autorenfilm: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Hätte auch „Forrest Gump 2“ heißen können, ist unerträglich sülzig und schwerfällig auf Oscarfang hin inszeniert, und lässt David Fincher leider zum zweiten Ron Howard mutieren. Was für ein Mumpitz.
Kotz-Film zum Kotz-Buch: Der Vorleser
Stephen Daldry, der eigentlich immer als Garant für sehr schöne Filme galt, adaptiert die ihrerseits schon fragwürdige Schullektüre zu einem noch stärker ideologisierten Reinwaschungsprogramm deutscher Schuld. Ein Film, schon vom Ansatz her völlig falsch gedacht und schlicht ärgerlich.
Franchise-Killer: Terminator – Die Erlösung
Christian Bales One-Man-Show. Keine Skynet-Maschine ist so groß wie das Ego des meistüberschätzten Schauspielers der Dekade, der mit seinen permanenten Einmischungen in den Arbeitsprozess anderer nicht nur den Film, sondern gleich noch das ganze „Terminator“-Franchise nachhaltig ruiniert hat. Diagnose: Kompetenzbereich weit überschritten.
Unverschämtheit des Jahres: The Spirit
Wie man Will Eisners Jahrhundertcomic in ausnahmslos jeder Hinsicht nicht ins Kino konvertieren darf. Wie man für einen Film keinen Zeichner, sondern einen Regisseur verpflichten muss. Wie man ein so nervtötendes Unding von einem Film wirklich auf ein Publikum loslassen kann. Wie man seine kostbare Lebenszeit für so einen Haufen Dreck opfert. Ich bin froh, diesen Quatsch schon wieder vergessen zu haben.
Hirnzellenabtöter No.1: Transformers II
Zweieinhalbstündiger Bilderflash, der an Dilettantismus, Fremdscham und Dummheit nicht mehr zu überbieten ist. Mir fällt kein Regisseur ein, der so einfältig, berechnend und gleichzeitig handwerklich miserabel inszeniert wie Michael Bay. Das hat nichts mit Große-Jungen-Kino oder Unterhaltung zu tun – es sei denn, große Jungs sind per se Epileptiker und Unterhaltung bedeutet Massentötung von Hirnzellen.
Völlig überschätzt: Up, Inglourious Basterds, Avatar, District 9
Restliche Rohrkrepierer/Enttäuschungen: Seven Pounds, Slumdog Millionaire, Tanjong rhu, Funny People, The Children, Watchmen, The Uninvited, A Christmas Carol, Saw VI, Whatever Works, Soul Kitchen, Valkyrie, Frost/Nixon, The Last House on the Left, Rückenwind, The Hangover, Che: Part One, Che: Part Two, 2012, End of Love, W., Vingança (Retribution), The Time Traveler’s Wife, X-Men Origins: Wolverine, Rohtenburg, Public Enemies, Obsessed, Homecoming, ZweiOhrKüken
Mal Sehens Liste
Endgültiger Tritt in die Eier von Jugenderinnerungen des Jahres: Transformers – Die Rache
Als ich den ersten Teil sah, leugnete ich noch was da auf die Leinwand gekotzt wurde. Ich war ein Fanboy der ersten Stunde und wollte nicht wahrhaben was Michael Bay meiner Kindheit antat.
Ich sah den zweiten Teil nicht einmal im Kino und hätte ihn auch nicht auf DVD gesehen, wenn ich nicht an der Männergrippe erkrankt wäre und nach einem Film gesucht hätte, der sogar einen Grippekranken unterfordert. Mein Körper wehrte sich und versuchte in ein Wachkoma zu fallen, aber die vielen Explosionen hielten mich von der Erlösung ab. Schlimmer wurde es nur, als ich eines Tages nachhause kam und die Kleine mir etwas Gutes tun wollte. Überall brannten Kerzen, sie hatte etwas leckeres gekocht und die romantische Stimmung war mit den Händen greifbar. Langsam zog sie mir die Jacke aus und schob mich sanft auf das Sofa, um mir leise ins Ohr zu hauchen: “TRANSFORMERS, ASSEMBLE..!”
Dann lief auch schon die DVD zu Michael Bays Roboterkatastrophe.
Vorzeitiger Ausschaltfilm des Jahres: The Spirit
Normalerweise schalte ich keinen Film vorzeitig aus. Das Geld ist mir einfach zu schade und ich finde selbst in dem schlechtesten Film irgendetwas, was wenigstens okay ist. Nicht so bei The Spirit. Der erste Film seit Jahren, der mich so bitter enttäuscht hat, dass ich ihn nach 30 Minuten ausstellen musste. Dabei waren die Erwartungen schon so niedrig, dass ich damit gerechnet hatte zwischendurch aufzustehen und mir einen Kaffee zu machen, ohne auf Pause zu stellen. Dass ich mir Badewasser einlassen und zwischendurch baden könnte, hätte ich wirklich nicht gedacht. Ein Film der dafür gedacht sein müsste Gesetze gegen solche Filme zu machen.
Höchste Erwartungen enttäuscht-Film des Jahres: Pineapple Express
Im Kino verpasst und mich über die Kretins geärgert, die mir den Film weggeliehen haben, jedesmal wenn ich in die Videothek meines Vertrauens ging. Eines Tages, ich rechnete schon gar nicht damit, standen nur noch drei, anstelle von 10 DVDs, hinten in der Ecke. Ich konnte mein Glück kaum fassen, genauso wenig, wie man einen Film mit Seth Rogan hinten in eine Ecke verfrachten konnte. Nach den ersten 20 Minuten verstand ich nicht warum es solange gedauert hatte und war mir auch gar nicht mehr so sicher, ob der Film überhaupt in die Kinos kam.
Dabei mag ich Kifferfilme ganz gerne. Das Gegenteil von subtiler Humor gepaart mit herrlich flachen Witzen, ist genau das Richtige nach einem langen Arbeitstag. Was David Gordon Green aber abgeliefert hatte, schien so lustlos und unkomisch, dass nicht einmal ich lachen konnte. Dabei schmeiße ich mich heute noch weg, wenn ich Half Baked sehe (nach gefühlten 20 Mal anschauen).
Staraufgebot und trotzdem eingeschlafen des Jahres: Burn After Reading
Es kann vielleicht daran gelegen haben, dass die Person, die den Film empfahl, normalerweise Filme empfiehlt, die ungefähr so spannend sind, wie Damen-Curling. Vielleicht aber auch, weil ich an dem Tag mit der Kleinen durch ganz Köln gelaufen war, um eine hübsche Tasche für sie zu finden. Was auch immer der Grund war, warum ich nach der Hälft eingeschlafen bin: Ich hatte bisher nicht das Bedürfnis gespürt den Film nochmal auszuleihen. Jetzt dürfen mich fanatische Kommentatoren steinigen und mich für einen Banausen halten, weil ich eingeschlafen bin und keine Lust hatte den Film nochmal anzusehen. Mir doch egal!
Ich habe lange gebraucht, um mich zu Max Payne durchzuringen. Entsprechend waren die Erwartungen niedrig. Dass diese aber noch unterboten werden konnten, hat mich dann doch gewundert. Der Film fing noch viel versprechend an, ließ aber nach dem ersten Drittel dermaßen stark nach, dass selbst der Umstand, dass ich nichts dafür bezahlt hatte, mich nicht tröstete. Nicht unbedingt der schlechteste Film des Jahres, aber höchstens ein Film, den man sich auf Kabel1 auch nur deswegen Sonntag Nacht anschauen würde, weil man nicht schlafen kann und alle anderen Filme mindestens schon drölfmal gesehen hat.
Die allergrößte Enttäuschung des Jahres. Aber auch nur deswegen, weil ich so erleichtert war, dass ich nur einmal gezuckt habe, nämlich als die Frau mittleren Alters neben mir, vermutlich zuckend aus dem Schlaf aufgewacht ist. Ein Film so langweilig, wie überflüssig. Als Bambi der Filmfreunde, muss ich mir ständig anhören, was für eine Pussy ich bin – dieser Film hat bewiesen, dass ich es nicht bin. Oder, dass Filme auch gerne mal überbewertet werden. Ich bin noch unschlüssig was davon zutrifft..
Nilz N. Burgers Enttäuschungen des Jahres:
Vielem meiner Kollegen kann ich zustimmen. “Pineapple Express” zum Beispiel hat mich zu Tode gelangweilt. “Brüno” fand ich auch einen Reinfall, wenn auch eher aus dramaturgischen Gründen, sprich: Mit der Figur passiert den ganzen Film über nix. Man hat also bei Borat die Handlung eher als lästig empfunden und jetzt gleich ganz weggelassen. Schlechte Idee. Was war denn sonst noch nicht so toll….
Horst Schlämmer – Isch kandidiere

Wie habe ich diesem Film entgegengesehnt. Und wie grossartig hätte der sein müssen. Denn alles hat gestimmt: Die Figur, die Idee, die teilnehmenden Schauspieler und Nicht-Schauspieler. Trotzdem ist es ein viel zu braves Stück geworden, das an akuter Einfallslosigkeit des Regisseurs/Autors Colagrossi krankte. In der aktuellen Titanic steht ein schöner Artikel über den in der Humorkritik. Kann ich so eigentlich nur unterschreiben. Da hab ich mich sehr geärgert.
Sunshine Cleaning

Das Team von “Little Miss Sunshine” macht einen neuen Film und fällt dem selbst ausgelösten Hype zum Opfer. Ich bin wirklich ein Freund dieser “neuen” amerikanischen Indie-Komödie. In der es auch mal ruhig etwas trauriger zugehen darf. Wie gesagt: “Little Miss Sunshine” ist ein Film, den ich immernoch jedem blind empfehle, “Juno” genauso und “Dan-Mitten im Leben” ebenfalls. Dementsprechend habe ich mich auf diesen Film hier gefreut. Aber mal ehrlich: Das war ganz, ganz grosser Mist. Es reicht eben nicht einfach nur ein skuriles Setting (Arbeitslose Frauen machen Tatorte sauber) und ein paar komische Gestalten (der einarmige Reinigungsmittelverkäufer, der komische Vater mit einer Badewanne voller Austern oder so) in den Mixer zu werfen und zu hoffen das das ganze mit ein paar dahingeschluderten Pseudo-Storylines zu einem homogenen Ganzen wird. Oder anders gesagt: Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr gelangweilt wie während diesem Film. Wobei ich die ganze Zeit gehofft habe, das noch was kommt. Bis er dann plötzlich zu Ende war.
Contact High

Ich habe es schon oft gesagt und ich sage es gerne immer wieder: Die besten deutschsprachigen Komödien kommen aus Österreich. “Hinterholz 8″, “VaterMuttertag” oder die Hader-Filme. Grossartigst. Man scheint in der Alpenrepublik eine Vorliebe für schrägen Humor zu haben, der den Coen Brüdern alle Ehre macht. So ging auch dieser Film ganz grossartig los. Die ersten 20 Minuten habe ich mich gefreut im Kino zu sitzen. Und kaputt gelacht (Das Telefon klingelt. Typ der daneben steht reagiert nicht. Sein Chef fragt warum er nicht rangeht. Er sagt, im breitesten wienerischen Dialekt: “Weil i eh ned hab, wos der wüll…”). Ja, das schien ebenfalls wieder ein wunderbares Kinoerlebnis zu werden. Aber dann: Dann verliert sich der Film in seinen eigenen Ideen. Dann geht es um Drogen, ums High sein, dann wird alles unlogisch und unlogischer und man hört die Macher, wie sie sich die Hände reiben, weil sie den Zuschauer spitzbübisch an der Nase herumführen und die Handlung plötzlich Abzweigungen nimmt, denen nun wirklich niemand mehr folgen kann, auch nicht beim besten Willen. Und auch wenn ich keine stringent erzählte Geschichte brauche um glücklich zu sein: Eine Geschichte die erzählt wird, hätte ich dann doch ganz gerne. Und ein kleines Bisschen nachvollziehbar sollte sie bitte auch sein. Mehr will ich gar nicht. Leider etwas was der Film nicht mehr konnte/wollte/machte. Schade um den schönen Einstieg.
Crank 2: High Voltage

Die Macher dekonstruieren ihre eigene Legende. Und zwar nicht wegen der Widerauferstehung Stathams. Da war ich noch dabei, da hatten sie mich noch. Das war das “freche” Element, das mir im ersten Teil schon so gut gefallen hat. Film kann behaupten, alles was er will. Das fand ich super. Als der Film aber dann losging wurde es schlechter und schlechter und schlechter. Die Nebenfiguren hatten nur noch die Funktion, volle Kanne zu nerven. Der Look sollte überhöht werden und wurde nur schlechter, undramatischer. Alles sah so aus als wenn ZDF-Kameramänner, die seit 25 Jahren die Kameras im Studio bedienen, versuchen sollen den “Viva-Look” zu machen. Sprich: Viel Bewegen ohne Grund. Alles war nur noch bemüht und gewollt. So geht das aber nicht. Anscheinend hat das dicke Studio im Rücken der Macher ihnen auch das Genick gebrochen. Gewollte Tabubrüche und ein Look wie in den Storyteilen eines Pornos. Leider auch mit ebensolchem Acting. Totaler Scheiss, ich bin mal auf den neuen Film gespannt. Einen Fehlschuss hat jeder bei mir frei.
Der Kaufhaus Cop

Also bitte. Ich mag Adam Sandler. Ich mag auch Adam Sandler Produktionen (Ich kann ja sogar “Deuce Bigalow – European Gigolo” was positives abgewinnen). Und ich mag natürlich Kevin Smith James, denn ohne Zweifel: King of Queens ist grandios. Warum man aber mit so vielen positiven Vorzeichen unbedingt einen verlängerten Segway-Werbespot machen muss, das muss ich nicht verstehen, oder? Keine wirkliche Fallhöhe und eine Dramaturgie zum abgewöhnen, haben aus einem meiner most anticipated Movies 2009 ein komplettes Desaster gemacht. Ich glaube so was nennt man “Talentverschwendung”. Oder ne. Wohl doch eher “Gelddruckmaschine”.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Januar 4th, 2010 •
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- Schlagwörter: 2009, Lists, Worst of the Year


















































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