The Horror: Die schlimmsten Filme 2009

112 Comments

Jedes Jahr kommt sie aufs Neue: Die Zeit der Rückschau. Was hat das Jahr gebracht. Was war gut, was war – Oh mein Gott ich bekomme Augenbluten!

Denn ehe wir uns dem Wahren, Schönen und Guten zuwenden, wollen wir der Chronistenpflicht genügen und eine kleine Bilanz der Demenz führen. Hier also die Liste der Filme, die uns in diesem Jahr am meisten geärgert, enttäuscht und genervt haben. Aber keine Angst, morgen kommen dann die Filme, für die wir das Kino lieben.

BatzmanBatzmans Liste

Teuerster Teeniewitz des Jahres: Transformers – Die Rache

Schon der erste Teil beinhaltete alles was ich an dieser Art von Effektspektakel verachte. Doch Michael Bay schaffte es souverän den debilen Vorgänger noch zu unterbieten. Noch weniger Sinn, noch weniger Story, noch mehr rassistische Stereotype und noch mehr Humor über den sich vorzugsweise männliche prepubertäre Jungen wegschmeißen können: Notgeile Roboter die das Bein von Megan Fox begatten, Roboter am Krückstock und Roboter mit Abrißbirnen-Klöten. We’ve got balls. Dazu unübersichtliche Actionszene ohne Sinn und Verstand und eine Besetzung die den Spezialeffekten nur im Wege herumsteht. Spätestens wenn Shia LaBeouf in den Robo-Himmel einfährt, ist alles verloren. Danke, Herr Bay, aber das nächste mal hau ich mir gleich mit dem Hammer auf den Fuß, da habe ich mehr Spaß und kann mehr drüber lachen.

Ärgerlichste Agenda des Jahres: 96 Hours

Liam Neeson gegen den ausländischen Abschaum der Erde. In Paris lebt nur gemeingefährliches Gesindel, das die jungfräulichen, unschuldigen Töchter Amerikas wegfangen und an dicke Araber verkaufen will. Wohl der mieseste ideologische Scheißdreck der in diesem Jahr in die Kinos geschwappt ist. Eine denkfaule, sadistische Rächerphantasie, die genau das Publikum ansprechen will, das sich auch von Gossenjournalisten zu Rufen nach der Todesstrafe aufwiegeln lässt. Neeson schlachtet bergeweise Schuldige und Unschuldige ab, foltert und mißhandelt und läßt mal so richtig den ohnmächtigen Kleinbürger mit all seinen Ängsten und Ressentiments Rache üben, an einer Welt die er nicht versteht. Das die Zuschauer dieses geistigen Absud in die Charts katapultierten, sollte Grund sein von Volksbegehren und mehr direkter Demokratie dringend Abstand zu nehmen.

Abgegriffenster Altherrenwitz des Jahres: Hangover

Zu diesem schlecht getarnten Vatertags-Ausflugs-Film habe ich im Grunde schon alles gesagt . Verklemmte unsympathische WASP-Klappsgeigen leben ihre Spießerphantasien und misogynen Ängste aus, ehe sie brav zu Mami ins langweilige Eheleben zurückkehren. Das ist trotz des sonst so wunderbaren Zach Galifianakis genau genommen ziemlich peinlich und wird in 10 Jahren wohl einer der Filme sein, bei denen sich niemand mehr erinnern kann, warum man ihn irgendwann mal so saukomisch fand. Erinnert sich noch irgendjemand an Porky’s?

Hässlichster Blockbuster des Jahres: Public Enemies

Michael Mann lässt Dillinger auferstehen… im Heimvideo-Look. Mit enormen Aufwand und Starbesetzung hat Mann einen der hässlichsten Filme des Jahres geschaffen, der auch erzählerisch nicht überzeugen kann.Eine historisch fragwürdige Glorifizierung eines im Grunde langweiligen Gangsters, der mit Johnny Depp grandios fehlbesetzt ist. Früher sah man Mann seine inhaltlichen Schwächen noch nach, weil er geleckte Bilder ablieferte. Seit er sich auf HD-Video verlegt hat, das teilweise eher nach DV-Video aussieht, kann ich ihm nichtmal mehr den Look zu Gute halten. Dann doch lieber nochmal das Video von Ommas letzten Geburtstag wo Onkel Horsti in die Bowle gekotzt hat. Ist auch doof, geht aber schneller vorbei.

Unerwartester Ausfall des Jahres: Brüno

So provokant treffsicher Sacha Baron Cohen in Borat Dummheit, Feigheit und rassistische Vorurteile aufs Korn nahm, so zielsicher langte er mit seiner Kreation Brüno daneben. Denn das einzige was der Film wirklich enthüllte ist, das Leute genervt und ablehnend reagieren, wenn ihnen eine aufdringliche, blöde Tunte auf den Sack geht. Denn man muß absolut nicht homophob sein um die Figur Brüno unerträglich zu finden. Wo Borat bei allen ungeheuerlichkeiten die er von sich gab immer noch einen liebenswert-warmherzigen Kern hatte, ist bei Brüno nur endlose Leere. Bis auf 2-3 Szenen (das Babycasting als Highlight), bleibt dieser Film schlicht ärgerlich auf Schock und billige Lacher bedacht. That’s so 1980.

Fadester High-Concept-Streifen des Jahres: Der seltsame Fall des Benjamin Button

Brad Pitt als rückwärts alternder Mensch, der absolut keine Persönlichkeit hat. David Fincher erliegt einmal mehr dem Look und den Spezialeffekten, wenn er mehr Zeit darauf verwendet “schöne Bilder” und einen durchgängig creepy-aussehenden Button zu erzeugen, der als echter Mensch nie greifbar wird und deutlich weniger Persönlichkeit hat, als sein erfolgreicher Bruder. Noch weniger als im inhaltlich fast deckungsgleichen Forrest Gump besteht eine echte Chemie zwischen dem leidensgeplagten Liebespaar. Eingerahmt von einer sinnfreien Rahmenhandlung, zieht sich der Film in seiner unreflektierten Perma-Nöligkeit über Stunden und Stunden. Am Ende bleibt Erleichterung, wenn Benjamin endlich den Löffel abgibt und das ganze Elend vorbei ist.

Lahmste Forsetzung des Jahres: Terminator: Die Erlösung

“If you hear this, you are the resistance. This is John Connor on W-T1000,8 – and now some sweet music for all the Lovers and Evil Killing Machines out there…”

Er kam zurück und… kackte uns auf den Sitz. Die Logik hatte Urlaub. Christian Bale ließ sich ein weiteres mal gutural grunzend in die unwichtige Nebenrolle drängen und trotz zum Teil eindrucksvollen Actiongerumpel, ließ die Story doch weitgehend kalt. McG der mit den Charlies Angels-Filmen immerhin selbstironischen Actiontrash abgeliefert hatte, übte sich in humor- und inspirationsloser 08/15-Apocalypse und bewies warum es richtig war die öde Kriegszukunft in den vorrangegangenen Filmen immer nur als kurzen Ausschnitt zu zeigen. Statt gnadenloser Spannung und klarer Struktur, gab es hier dutzende Terminatoren, die in ihrer Anhäufung aber nicht bedrohlicher sondern langweiliger wurden. Und Arnolds Kurzauftritt als plastiniertes Digidouble wirkte so selbstgefällig wie überflüssig. Einziger Pluspunkt: Selbst der cheesige dritte Teil: Terminator 3 – Rebellion der Maschinen wirkte nach Teil 4 schon wieder unterhaltsam. I’ll be back? Also meinetwegen jetzt nicht unbeidngt.

Größte Enttäuschung des Jahres: Avatar – Aufbruch nach Pandora

Jaja der Film hat technische Meriten und James Cameron bekommt ordentlich Fleißkärtchen für seine quietschbunte Renderwelt. Ist tatsächlich superdetailliert gebastelt und in der Fülle bisher noch nicht vorher gemacht worden. Was Avatar aber lediglich zu einem State-of-the-Art-Renderdemo macht und nicht zu einem gut erzählten oder gar optisch inspirierten Film. Aber das habe ich ja Hier schon ausführlich genug ausgeführt. Ein Flop ist der Film nicht, wohl aber die größte Enttäuschung des Jahres.

Schaut Leute, ich hab es doch geschafft nicht einmal Twilight und New Moon zu erwäh- oh verdammmt!

Jet StrajkerJet Strajkers Liste

Beklopptester Autorenfilm: Der seltsame Fall des Benjamin Button

Hätte auch „Forrest Gump 2“ heißen können, ist unerträglich sülzig und schwerfällig auf Oscarfang hin inszeniert, und lässt David Fincher leider zum zweiten Ron Howard mutieren. Was für ein Mumpitz.

Kotz-Film zum Kotz-Buch: Der Vorleser

Stephen Daldry, der eigentlich immer als Garant für sehr schöne Filme galt, adaptiert die ihrerseits schon fragwürdige Schullektüre zu einem noch stärker ideologisierten Reinwaschungsprogramm deutscher Schuld. Ein Film, schon vom Ansatz her völlig falsch gedacht und schlicht ärgerlich.

Franchise-Killer: Terminator – Die Erlösung

Christian Bales One-Man-Show. Keine Skynet-Maschine ist so groß wie das Ego des meistüberschätzten Schauspielers der Dekade, der mit seinen permanenten Einmischungen in den Arbeitsprozess anderer nicht nur den Film, sondern gleich noch das ganze „Terminator“-Franchise nachhaltig ruiniert hat. Diagnose: Kompetenzbereich weit überschritten.

Unverschämtheit des Jahres: The Spirit

Wie man Will Eisners Jahrhundertcomic in ausnahmslos jeder Hinsicht nicht ins Kino konvertieren darf. Wie man für einen Film keinen Zeichner, sondern einen Regisseur verpflichten muss. Wie man ein so nervtötendes Unding von einem Film wirklich auf ein Publikum loslassen kann. Wie man seine kostbare Lebenszeit für so einen Haufen Dreck opfert. Ich bin froh, diesen Quatsch schon wieder vergessen zu haben.

Hirnzellenabtöter No.1: Transformers II

Zweieinhalbstündiger Bilderflash, der an Dilettantismus, Fremdscham und Dummheit nicht mehr zu überbieten ist. Mir fällt kein Regisseur ein, der so einfältig, berechnend und gleichzeitig handwerklich miserabel inszeniert wie Michael Bay. Das hat nichts mit Große-Jungen-Kino oder Unterhaltung zu tun – es sei denn, große Jungs sind per se Epileptiker und Unterhaltung bedeutet Massentötung von Hirnzellen.

Völlig überschätzt: Up, Inglourious Basterds, Avatar, District 9

Restliche Rohrkrepierer/Enttäuschungen: Seven Pounds, Slumdog Millionaire, Tanjong rhu, Funny People, The Children, Watchmen, The Uninvited, A Christmas Carol, Saw VI, Whatever Works, Soul Kitchen, Valkyrie, Frost/Nixon, The Last House on the Left, Rückenwind, The Hangover, Che: Part One, Che: Part Two, 2012, End of Love, W., Vingança (Retribution), The Time Traveler’s Wife, X-Men Origins: Wolverine, Rohtenburg, Public Enemies, Obsessed, Homecoming, ZweiOhrKüken

Mal SehenMal Sehens Liste

Endgültiger Tritt in die Eier von Jugenderinnerungen des Jahres: Transformers – Die Rache

Als ich den ersten Teil sah, leugnete ich noch was da auf die Leinwand gekotzt wurde. Ich war ein Fanboy der ersten Stunde und wollte nicht wahrhaben was Michael Bay meiner Kindheit antat.

Ich sah den zweiten Teil nicht einmal im Kino und hätte ihn auch nicht auf DVD gesehen, wenn ich nicht an der Männergrippe erkrankt wäre und nach einem Film gesucht hätte, der sogar einen Grippekranken unterfordert. Mein Körper wehrte sich und versuchte in ein Wachkoma zu fallen, aber die vielen Explosionen hielten mich von der Erlösung ab. Schlimmer wurde es nur, als ich eines Tages nachhause kam und die Kleine mir etwas Gutes tun wollte. Überall brannten Kerzen, sie hatte etwas leckeres gekocht und die romantische Stimmung war mit den Händen greifbar. Langsam zog sie mir die Jacke aus und schob mich sanft auf das Sofa, um mir leise ins Ohr zu hauchen: “TRANSFORMERS, ASSEMBLE..!”

Dann lief auch schon die DVD zu Michael Bays Roboterkatastrophe.

Vorzeitiger Ausschaltfilm des Jahres: The Spirit

Normalerweise schalte ich keinen Film vorzeitig aus. Das Geld ist mir einfach zu schade und ich finde selbst in dem schlechtesten Film irgendetwas, was wenigstens okay ist. Nicht so bei The Spirit. Der erste Film seit Jahren, der mich so bitter enttäuscht hat, dass ich ihn nach 30 Minuten ausstellen musste. Dabei waren die Erwartungen schon so niedrig, dass ich damit gerechnet hatte zwischendurch aufzustehen und mir einen Kaffee zu machen, ohne auf Pause zu stellen. Dass ich mir Badewasser einlassen und zwischendurch baden könnte, hätte ich wirklich nicht gedacht. Ein Film der dafür gedacht sein müsste Gesetze gegen solche Filme zu machen.

Höchste Erwartungen enttäuscht-Film des Jahres: Pineapple Express
Im Kino verpasst und mich über die Kretins geärgert, die mir den Film weggeliehen haben, jedesmal wenn ich in die Videothek meines Vertrauens ging. Eines Tages, ich rechnete schon gar nicht damit, standen nur noch drei, anstelle von 10 DVDs, hinten in der Ecke. Ich konnte mein Glück kaum fassen, genauso wenig, wie man einen Film mit Seth Rogan hinten in eine Ecke verfrachten konnte. Nach den ersten 20 Minuten verstand ich nicht warum es solange gedauert hatte und war mir auch gar nicht mehr so sicher, ob der Film überhaupt in die Kinos kam.
Dabei mag ich Kifferfilme ganz gerne. Das Gegenteil von subtiler Humor gepaart mit herrlich flachen Witzen, ist genau das Richtige nach einem langen Arbeitstag. Was David Gordon Green aber abgeliefert hatte, schien so lustlos und unkomisch, dass nicht einmal ich lachen konnte. Dabei schmeiße ich mich heute noch weg, wenn ich Half Baked sehe (nach gefühlten 20 Mal anschauen).

Staraufgebot und trotzdem eingeschlafen des Jahres: Burn After Reading
Es kann vielleicht daran gelegen haben, dass die Person, die den Film empfahl, normalerweise Filme empfiehlt, die ungefähr so spannend sind, wie Damen-Curling. Vielleicht aber auch, weil ich an dem Tag mit der Kleinen durch ganz Köln gelaufen war, um eine hübsche Tasche für sie zu finden. Was auch immer der Grund war, warum ich nach der Hälft eingeschlafen bin: Ich hatte bisher nicht das Bedürfnis gespürt den Film nochmal auszuleihen. Jetzt dürfen mich fanatische Kommentatoren steinigen und mich für einen Banausen halten, weil ich eingeschlafen bin und keine Lust hatte den Film nochmal anzusehen. Mir doch egal!

Ich habe lange gebraucht, um mich zu Max Payne durchzuringen. Entsprechend waren die Erwartungen niedrig. Dass diese aber noch unterboten werden konnten, hat mich dann doch gewundert. Der Film fing noch viel versprechend an, ließ aber nach dem ersten Drittel dermaßen stark nach, dass selbst der Umstand, dass ich nichts dafür bezahlt hatte, mich nicht tröstete. Nicht unbedingt der schlechteste Film des Jahres, aber höchstens ein Film, den man sich auf Kabel1 auch nur deswegen Sonntag Nacht anschauen würde, weil man nicht schlafen kann und alle anderen Filme mindestens schon drölfmal gesehen hat.

Die allergrößte Enttäuschung des Jahres. Aber auch nur deswegen, weil ich so erleichtert war, dass ich nur einmal gezuckt habe, nämlich als die Frau mittleren Alters neben mir, vermutlich zuckend aus dem Schlaf aufgewacht ist. Ein Film so langweilig, wie überflüssig. Als Bambi der Filmfreunde, muss ich mir ständig anhören, was für eine Pussy ich bin – dieser Film hat bewiesen, dass ich es nicht bin. Oder, dass Filme auch gerne mal überbewertet werden. Ich bin noch unschlüssig was davon zutrifft..

Nilz N. Burgers Enttäuschungen des Jahres:

Vielem meiner Kollegen kann ich zustimmen. “Pineapple Express” zum Beispiel hat mich zu Tode gelangweilt. “Brüno” fand ich auch einen Reinfall, wenn auch eher aus dramaturgischen Gründen, sprich: Mit der Figur passiert den ganzen Film über nix. Man hat also bei Borat die Handlung eher als lästig empfunden und jetzt gleich ganz weggelassen. Schlechte Idee. Was war denn sonst noch nicht so toll….

Horst Schlämmer – Isch kandidiere

Wie habe ich diesem Film entgegengesehnt. Und wie grossartig hätte der sein müssen. Denn alles hat gestimmt: Die Figur, die Idee, die teilnehmenden Schauspieler und Nicht-Schauspieler. Trotzdem ist es ein viel zu braves Stück geworden, das an akuter Einfallslosigkeit des Regisseurs/Autors Colagrossi krankte. In der aktuellen Titanic steht ein schöner Artikel über den in der Humorkritik. Kann ich so eigentlich nur unterschreiben. Da hab ich mich sehr geärgert.

Sunshine Cleaning

Das Team von “Little Miss Sunshine” macht einen neuen Film und fällt dem selbst ausgelösten Hype zum Opfer. Ich bin wirklich ein Freund dieser “neuen” amerikanischen Indie-Komödie. In der es auch mal ruhig etwas trauriger zugehen darf. Wie gesagt: “Little Miss Sunshine” ist ein Film, den ich immernoch jedem blind empfehle, “Juno” genauso und “Dan-Mitten im Leben” ebenfalls. Dementsprechend habe ich mich auf diesen Film hier gefreut. Aber mal ehrlich: Das war ganz, ganz grosser Mist. Es reicht eben nicht einfach nur ein skuriles Setting (Arbeitslose Frauen machen Tatorte sauber) und ein paar komische Gestalten (der einarmige Reinigungsmittelverkäufer, der komische Vater mit einer Badewanne voller Austern oder so) in den Mixer zu werfen und zu hoffen das das ganze mit ein paar dahingeschluderten Pseudo-Storylines zu einem homogenen Ganzen wird. Oder anders gesagt: Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr gelangweilt wie während diesem Film. Wobei ich die ganze Zeit gehofft habe, das noch was kommt. Bis er dann plötzlich zu Ende war.

Contact High

Ich habe es schon oft gesagt und ich sage es gerne immer wieder: Die besten deutschsprachigen Komödien kommen aus Österreich. “Hinterholz 8″, “VaterMuttertag” oder die Hader-Filme. Grossartigst. Man scheint in der Alpenrepublik eine Vorliebe für schrägen Humor zu haben, der den Coen Brüdern alle Ehre macht. So ging auch dieser Film ganz grossartig los. Die ersten 20 Minuten habe ich mich gefreut im Kino zu sitzen. Und kaputt gelacht (Das Telefon klingelt. Typ der daneben steht reagiert nicht. Sein Chef fragt warum er nicht rangeht. Er sagt, im breitesten wienerischen Dialekt: “Weil i eh ned hab, wos der wüll…”). Ja, das schien ebenfalls wieder ein wunderbares Kinoerlebnis zu werden. Aber dann: Dann verliert sich der Film in seinen eigenen Ideen. Dann geht es um Drogen, ums High sein, dann wird alles unlogisch und unlogischer und man hört die Macher, wie sie sich die Hände reiben, weil sie den Zuschauer spitzbübisch an der Nase herumführen und die Handlung plötzlich Abzweigungen nimmt, denen nun wirklich niemand mehr folgen kann, auch nicht beim besten Willen. Und auch wenn ich keine stringent erzählte Geschichte brauche um glücklich zu sein: Eine Geschichte die erzählt wird, hätte ich dann doch ganz gerne. Und ein kleines Bisschen nachvollziehbar sollte sie bitte auch sein. Mehr will ich gar nicht. Leider etwas was der Film nicht mehr konnte/wollte/machte. Schade um den schönen Einstieg.

Crank 2: High Voltage

Die Macher dekonstruieren ihre eigene Legende. Und zwar nicht wegen der Widerauferstehung Stathams. Da war ich noch dabei, da hatten sie mich noch. Das war das “freche” Element, das mir im ersten Teil schon so gut gefallen hat. Film kann behaupten, alles was er will. Das fand ich super. Als der Film aber dann losging wurde es schlechter und schlechter und schlechter. Die Nebenfiguren hatten nur noch die Funktion, volle Kanne zu nerven. Der Look sollte überhöht werden und wurde nur schlechter, undramatischer. Alles sah so aus als wenn ZDF-Kameramänner, die seit 25 Jahren die Kameras im Studio bedienen, versuchen sollen den “Viva-Look” zu machen. Sprich: Viel Bewegen ohne Grund. Alles war nur noch bemüht und gewollt. So geht das aber nicht. Anscheinend hat das dicke Studio im Rücken der Macher ihnen auch das Genick gebrochen. Gewollte Tabubrüche und ein Look wie in den Storyteilen eines Pornos. Leider auch mit ebensolchem Acting. Totaler Scheiss, ich bin mal auf den neuen Film gespannt. Einen Fehlschuss hat jeder bei mir frei.

Der Kaufhaus Cop

Also bitte. Ich mag Adam Sandler. Ich mag auch Adam Sandler Produktionen (Ich kann ja sogar “Deuce Bigalow – European Gigolo” was positives abgewinnen). Und ich mag natürlich Kevin Smith James, denn ohne Zweifel: King of Queens ist grandios. Warum man aber mit so vielen positiven Vorzeichen unbedingt einen verlängerten Segway-Werbespot machen muss, das muss ich nicht verstehen, oder? Keine wirkliche Fallhöhe und eine Dramaturgie zum abgewöhnen, haben aus einem meiner most anticipated Movies 2009 ein komplettes Desaster gemacht. Ich glaube so was nennt man “Talentverschwendung”. Oder ne. Wohl doch eher “Gelddruckmaschine”.

In : Features, Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

Related Articles

  • Time

    Kann euch in allem zustimmen,ausser die “Burn After Reading” Sache…
    Der Film rockt,auch wenn nicht viel passiert!

  • Tippi

    Ich teile die Enttäuschung über Terminator 4 und Transformers 2. Benjamin Button war für mich ein schöner Film, ich habe aber nie weiter darüber nachgedacht danach, und ihn auch kein zweites Mal gesehen. Avatar hingegen liebe ich. Eine Enttäuschung war er für mich keinesfalls. Und dass das gesamte Internet ihn in der Luft zerreißt und händeringend nach Gründen giert, ihm immer mehr Mängelrügen aufzuerlegen, macht den Film nur noch sympathischer für mich.

    Ein gutes neues Filmjahr wünsch ich! =)

  • Wonschi

    AVATAR der völlig überhypte Render-Blockbuster, da waren die Gurken 96 Hours, Terminator 4 und Public Enemies wieder gut ;o)

    Zum Teeniesgedöns sag ich nix, schau ich eh nicht genauso wie dieses Twilight-Gedöns!

  • http://kazperle-theater.blogspot.com SuppenkaZper

    Niiieeellls ^^ wir wollen Niels seine Liste..

  • http://kazperle-theater.blogspot.com SuppenkaZper

    Edit Funktion geht nicht ^^ und natürlich auch Reningtons …

  • Floto

    also wenn ihr immer von euren “Kleinen” redet, meint ihr da etwa eure Freudinnen?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Renington und Nilz ergänzen natürlich noch, die kommen auf jeden Fall!

  • Till

    @JetStrajkers Ich würde mich wirklich über eine Erklärung freuen inwieweit der Schlink Roman eine “fragwürdige” Schullektüre und das Buch bzw. seine Verfilmung ein “ideologisiertes Reinwaschungsprogramm deutscher Schuld” sein soll. Wer verfolgt hier genau welche “Ideologie”? Was soll denn da Deiner Meinung nach “rein gewaschen” werden?

    Man kann sicher darüber streiten, ob die filmische Umsetzung gelungen ist, aber einen derartigen Unsinn habe ich lange nicht gelesen. Konzepte wie “Ideologie” hinzuschludern, um intellektuell zu wirken ist natürlich einfacher als sich differenziert mit einer Vorlage auseinanderzusetzen. Der öffentliche Vorwurf von Geschichtsrevionismus erfordert aber mehr als das Nachplappern von Schlagworten und halbverstandenen Debatten.
    Setzen, sechs. Liegt ja vielleicht an der falschen Schullektüre.

  • temper

    @Jet Strajkers: gab es überhaupt film die Du 2009 gut gefunden hast? es scheint nicht so…

  • Eskobar

    Aber.. aber.. aber.. “Hangover” war doch klasse, Jungs ._.”

  • http://www.calibanblog.de caliban

    *lach*
    Ooooh… ich sehe schon die Hass-Kommentatoren, die in den Ecken lauern und ihre Federn wetzen;)
    Kann eigentlich bei so gut wie allem zustimmen!
    Da ist eine Verbeugung angesagt!
    Einzig “Burn after Reading” hat mich dann doch amüsiert. Im Vergleich zu den hier (so)genannten Komödien wie Brüno oder Hangover ist der schon ein bissel besser. Aber jedem seine Meinung!

    Und: Ich finde es erfrischend, dass hier mal kein Twilight-Bashing dabei war (Und ja: New Moon war unterirdisch schlecht – aber perfekt für die Zielgruppe)!

  • http://www.konsolenschnaeppchen.de guggug

    @8 … das gefühl hab ich irgendwie auch …
    hauptsache überkritisch sein… aber das einfache unterhaltung geniessen dabei total vergessen

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Mal Sehen

    Ich warte sehnsüchtig darauf, dass der erste das “Einfach mal den Kopf abschalten”-Argument bringt! Hihi!

  • http://die-chaosmacherin.blogspot.com kasumi

    “Kotz-Film zum Kotz-Buch: Der Vorleser”
    *unterschreib*

  • Till

    Schade, dass ihr meinen Kommentar zensiert. Darf ich zumindest fragen weshalb?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Mal Sehen

    Das nennt sich der “Kommentare müssen erst moderiert werden”-Trick. Da musst du dich noch ein wenig anstrengen, bis dein Kommentar zensiert wird! ;)

  • bad80s

    lol
    ja so ein Erlebnis wie Mal Sehen bei “Paranormal Activity” hatte ich vor Jahren auch mal mit ein paar Freunden beim Remake vom “Planet der Affen”.
    Damals sind alle in so eine spontane Massen-narkolepsie gefallen und nur zwischendrin mal durch ungewolltes mitzucken aufgewacht^^
    also DAS war ein fieser Film aber allein schon wegen dieser Erinnerung aber irgendwie kultig
    Schönen Gruss und Frohes Neues

  • Felix

    *gähn*

    Ich bin raus.

  • kasuke

    @ 6:

    Nöö, seine -aus steuerlichen Gründen- geheiratete Ehefrau. ;-)

  • hannes

    euch wirds egal sein, aber sagen will ichs trotzdem :
    Hab beschlossen euren Feed zu löschen, da mich dieses “alles schlecht finden was andere gut finden und umgekehrt” schon ziemlich nervt.
    Anfangs fand ich euren Rezensionsstil noch toll, aber das nützt sich ab und verkommt meiner Meinung nach zum reinen Selbstzweck. Ich hab manchmal den Eindruck ihr verwendet mehr Mühe auf die coolste Formulierung, als auf die inhaltliche Kritik an sich.

  • blablub

    @Jet: war Seven Pounds so schlecht dass er dich gleich zwei mal enttäuscht hat? :P

    Max Payne fand ich jetzt gar nicht sooo schlecht wie er immer geredet wird. Klar kommt er nicht an die Athmosphäre des Spiels ran, klar ist viel Potential verschenkt worden, aber ein Rohrkrepierer war er meiner Meinung nach nicht.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    @Till:

    Die Diskussion habe ich hier schon mindestens zwei Mal geführt. Einfach “Reader” bei der Suche eingeben und die Kommentare durchlesen, viel Spaß…

    @temper:

    Türlich. Die Best-Of-Liste kommt ja erst noch. :)

  • Clark Kent

    bin ich froh das ihr immer noch keine ahnung habt…wir hatten die diskussion schon bei ben button, aber egal möglichst viel gutes schlecht reden…da bekommt man klicks und ihr könnt euch mit dem bischen werbung schön einen keulen…war mir klar das der comment nicht erscheint…danke im vorraus

  • Koalafish

    hmmm, auch wenn vielem zustimme, drängt sich doch eine frage auf:

    Mögt Ihr überhaupt Filme?

    oder guckt ihr die nur, um sie anschließend zu verreißen?
    ist jedenfalls durchaus auffällig, dass nur eure hassfilme des jahres erwähnt werden, eure favoriten aber unerwähnt bleiben.

  • Elbe

    Taken, benajmin button, der vorleser und avatar waren alle super.

    bei Hangover fand ich den abspann am besten. hat jemand wirklich einmal etwas von transformers erwartet ?

  • DoughNut

    Zu Avatar:
    “Ein Flop ist der Film nicht”
    Nö, der hat wohl inzwischen über ne Milliarde eingespielt und da kommen sicher noch 1-2 oben drauf. ;)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_erfolgreicher_Filme#Weltweit
    Werd ihn übrigens morgen noch mal sehen, hab mich nach wie vor nicht satt gesehen an dem Streifen. ;)
    “Burn after Reading” war ein sehr amüsanter Film und mehr erwarte ich von den Coens auch nicht. Das muss nicht jedesmal ein Meisterwerk werden.
    “Benjamin Button” hat mir auch gefallen, ziemlich seichtes Gefühlskino aber als ebendas funktioniert der Film prächtig.
    Ansonsten stimmt das schon, 2009 war ne Menge Schrott im Kino, wünsche Hollywood und den anderen Pfeifen aus der Filmindustrie fürs neue Jahr gute Besserung.

  • Rob

    Die Enttäuschungen sind subjektiv allesamt nachvollziehbar.

    Aber wäre schön wenn auch mal eine positive Liste der Filmtipps 2009 dazu rauskommen würde, aber nach Straijkers Rohrkrepierer/Enttäuschungen bleiben ja nicht mehr viele Filme übrig.

  • kumi

    @ Nilz:

    Kevin Smith spielt im Kaufhaus-Cop gar nicht mit ;-)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Es wird auch in diesem Jahr, genau wie im Letzten, eine BEST OF-Liste geben, die aber erst morgen erscheint, weil wir ja alle auch nur begrenzt Zeit haben. Und zumindest meine Positivliste ist in diesem Jahr wesentlich länger als die Negativliste – wobei ich mir schon ausrechnen kann, das da genausoviele Kommentare kommen, die sich dann echaufieren, warum ich ausgerechnet diese Filme gerne mochte ;)

  • Rob

    Ja weil die Qualität von Harry Potter und der Halbblutprinz auch höchst diskussionswürdig ist ;)

  • GunGrave

    … hei hei hei – die 5 Filmfreunde sind ja mal ganz schön hart. (im Ab-urteilen ^_~) … ich meine Transformers 2, der hätte mich beinah aus dem Kinosessel geblasen… tolle Komödie und CRANK 2 ebenso – bääm in your face (einfach alles ab – absurdum und noch viel viel weiter!) … und zum Abschluss… MAX PAYNE… der Film kann auch kein größeres Verbrechen sein als die 2. Fortsetzung des Spiele – GTA Macher da ran-zu-lassen… doch lieber gleich einschläfern!

  • Patrick

    Fuu, es wurde The Spirit gennant und werde wieder unfreiwillig an diese Grütze erinnert. -.-

  • http://www.darthfj.de DarthFJ

    Ach meine juten Filmfreunde^^
    Auch wenn ich (seitdem ich auf die Site aufmerksam wurde) wirklich jeden Beitrag verfolge… bleiben eure Kanten und Ecken an denen ich mich anstoße*g*

    Auch wenn Transformers 2 total missglückt ist in meinen Augen (kein Wort zu den 1000.Mal genannten Kiddie-Gags – sondern eher die fade Story die die Charaktere total untergehen lässt) hat er schon paar coole Passagen wo Musik und CGI den Tiger in dir erwecken^^
    Und Hangover ist einfach der “haste schon gesehen?-Film” des Jahres 2009 .. weis nich wies in eurer Umgebung war, aber hier war der Film nur im Gespräch und eindeutig das witzigste 2009 *duckundweg*

  • http://www.darthfj.de DarthFJ

    *ergänzend*
    Ach und.. Einfach mal den Kopf abschlaten (speziell bei TF 2) … :)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    @kumi: aaah! ICH DEPP! ich änders mal schnell solange es nur dir und mir aufgefallen ist…;)

  • Densemann

    Über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen streiten. Und dafür reicht so ne Kommentarspalte irgendwie nie richtig aus. In diesem Sinne: Danke für die Mühe.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Nilz N Burger

    ach so: bevor ich euch alle aufregt, was wir so scheisse finden, wartet doch erstmal die liste ab, was wir alles toll fanden…;)

  • JNT

    Was soll eigentlich diese erbärmliche politische Korrektheit die ganze Zeit?? Ist ja hier schlimmer als in den USA. “Rassistische Stereotypen” allerorten.
    Und gibt es etwa keine Menschenhändlerringe die sich einen Dreck um menschliches Leben scheren und junge Mädchen (und wahrscheinlich auch Männer) wie Vieh handeln??? Gibt es soetwas nicht???

    Hoffentlich kommt bald 96 Hours 2.

  • Hm…

    Vielleicht sollten sich die Fünf Filmfreunde lieber die Fünf Filmnörgler nennen :-) ?

    Besonders Batzman, der – siehe Taken und Hangover – noch hinter jeder Ecke sein scheinbares Feindbild, den je nach Laune bösen oder langweiligen “weißen männlichen Normalbürger” findet… und sich dann bei Avatar auf einmal wieder über die Ethnomessage aufregt. Was denn nun, böse WASPS oder böse Ökos?

    Transformers Mist, der Look von Public Enemies eine Frechheit, völlig richtig. Brüno daneben und Crank 2 enttäuschend, jo. Aber wer Avatar, immerhin der Film, bei dem seit Titanic und Herr der Ringe scheinbar die meisten Leute endlich wieder große Gefühle im Kino erleben, und bei dem Kinder zum erstem Mal über CGI-Geschehnisse weinen, weil sie vergessen dass es nur aus dem Computer kommt, als bloße “Renderdemo” abtut, kann irgendwie kein “Freund” von Filmen oder vom Filmerlebnis sein.

    Ich kopier hier mal den Kommentator Hannes, der triffts ganz gut:

    “Anfangs fand ich euren Rezensionsstil noch toll, aber das nützt sich ab und verkommt meiner Meinung nach zum reinen Selbstzweck. Ich hab manchmal den Eindruck ihr verwendet mehr Mühe auf die coolste Formulierung, als auf die inhaltliche Kritik an sich.”

    Batzman, deine ironische Inhaltsangabe zu Avatar (Ich sag nur Rio Render) war als Persiflage echt witzig, aber kann es sein dass du neidisch warst auf die vielen Menschen, für die Avatar der größte Film seit langem ist? Deine Emotions- und Fantasieklaviatur ist für Camerons Stil offensichtlich unempfänglich. 1 Milliarde Dollar weltweit sehen zum Glück danach aus, als seist du in dieser Hinsicht nicht das nonplusultra.

  • Nepomuk Nilsgans

    Frost/Nixon und Slumdog Millionaire als Rohrkrepierer zu bezeichnen zeugt nicht gerade von fortgeschrittenen Sprengstoffkenntnissen .

    Aber die mehr als verdiente Crank2-Nominierung dürfte das überstrahlen! ;-)

  • Mozzerino

    Meine persönlichen Worst of the Worst:
    INGLORIOUS BASTERDS,
    RADIO ROCK REVOLUTION (Gott, da kommts mir jetzt noch hoch..*würg*),
    TRANSFORMERS 2 (but of course),
    TERMINATOR SALVATION,
    BRÜNO
    WOLVERINE,
    THE BORING LIFE OF BENJAMIN BRADPITTON;

  • Hm…

    Man könnte sich ja als Film”freund”, anstatt anderen ihre Erfahrung mieszumachen, auch mit den Implikationen auseinandersetzen, die Avatar für die Branche hat. Ich kopier mal eine Bemerkung aus einem anderen Forum:

    “I think the 3D technology is being used to crush another opponent: the small indy filmmaker. We’re rapidly reaching the point where someone with a microbudget could make a movie approaching the technical level of, say, the old George Pal films, or of a Star Trek: TNG or Deep Space Nine episode. In order to maintain what’s left of the studio system, the studios need something distinctive about their product that you need to be part of the system to deploy. They’re raising the bar on new technologies so that filmmaking will remain expensive enough to box microbudget filmmakers out. Make enough AVATAR type movies and the studios will be safe for another generation, because that becomes the new “minimum” to be considered a serious theatrical production. And there’s nothing wrong with the studios doing this, by the way – they’re anticipating future competition and improving their product to be able to fend it off, which is what competition is supposed to do.”

    3D als neues Alleinstellungsmerkmal am Markt ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Wenn man bedenkt dass Ice Age 3, der in 3D lief, weltweit 800 Millionen gemacht hat, obwohl er dem ersten Teil nicht mehr ansatzweise das Wasser reichen kann, scheint das Argument logisch zu sein.

    Abgesehen von 3D ist in punkto Branchenbedeutung auch folgendes interessant: Cameron hat gezeigt, wie 250 Millionen Dollar aussehen können. Das Studio hat bei ihm etwas für sein Geld bekommen, und der Erfolg gibt ihm doppelt Recht. Verglichen damit sieht man zB dem vierten Terminator seine 200 Millionen weniger an, und auch bei dem neuesten Harry Potter oder Spider-Man 3 fragt man sich, wo die 250 Millionen hin sind. Cameron liefert für dieses Geld dagegen eine umwerfende Welt, absolut glaubwürdige 3MeterAliens und eine Luftschlacht ohne Gleichen. Wenn man dieser Argumentation folgt, ist Avatar die Big Budget Antwort auf District 9, nach dem ja einige gesagt haben dass man jetzt keine Big-Budget-Filme mehr bräuchte, weil man schon mit wenig Geld überzeigende SciFi machen könnte.

  • Mozzerino

    @Hm…

    Interessanter Kommentar, was der aber in diesem Beitrag zu suchen hat, das muss man mir erklären.

    Und ich verteidige den, meiner Meinung nach, enormen Unterhaltungsfaktor von AVATAR immer wieder gerne, aber langsam nervts mich doch, dass jede Diskussion hier in “AVATAR IS DOOF!” (Filmfreunde) gegen “AVATAR IS GENIAL!” (Die meisten Kommentatoren) ausartet.
    Lassts doch mal gut sein (damit mein ich beide Seiten), oder beschränkt Euch wenigstens auf die relevanten Posts.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Hm…

    Die Leute haben auch “Große Gefühle” wenn Xavier Naidoo singt, Lady Di stirbt, der Papst ein Deutscher wird, sich eine Boyband trennt oder sich irgendein Torwart umbringt – insofern finde ich es kein Qualitätskriterium, wenn sie das bei Avatar auch haben.

    Das viele Leute etwas mögen muss nicht gegen einen Film sprechen, ist aber ganz sicher kein eindeutiges Qualitätsindiz. Die Massen mögen auch die BILD, Kerner, den Wendler, Rosamunde Pilcher und Twilight – alles Dinge die etwa dasselbe Niveau haben wie Avatar.

    Daher find ich die Aufrechnung wieviele Leute den Film gesehen haben, wieviel Geld er eingespielt hat genauso unwichtig wie das Ranking in der imdb. Vox Populi Vox Rindvieh.

    ABER: Der zitierte Kommentar zu Avatar bezüglich seiner Bedeutung als Machtinstrument der Studios gegen den Indiefilm ist in der Tat sehr spannend und wäre mal einen eigenen Beitrag wert.

    Was ich subjektiv empfinde ist das man Avatar das Geld ansieht: Denn ich hab mich bei den Bildern extrem gelangweilt und hatte das Gefühl mit recycelten Bildern bombardiert zu werden, die nicht einen Funken Inspiration erkennen ließen. Da gab es wirklich keinen einzigen Moment der mich staunen machte, weil die technische Güte in in keinem Verhältnis zur optischen Idee stand. Bestenfalls das Anerkennen der handwerklichen Fertigkeiten erkenne ich in Avatar. Ja alles ist besser gemacht als in andere Filmen, aber es ist nicht neu, nicht frisch, nicht originell. Es dasselbe wie immer nur mehr. Was daran die Phantasie beflügeln soll weiß ich nicht, es bleibt ja auch nichts mehr übrig, weil Cameron alles zeigen muss.

  • !!!

    Stimme mit Batzman überein, Taken ist ein reaktionäres, rassistisches filmisches Ärgernis gewesen. Sich mit so einem Film und seinen platten Attitüden kritisch auseinanderzusetzen, hat Nichts mit übertriebener political correctnesss zu tun

  • Jan

    @Hm…
    Naja, inwieweit 3D die absolute Zukunft ist, sei mal dahingestellt. Es bedarf eben mehr als gute Bilder (ab und zu ist eine Geschichte auch schön). Die darrf natürlich schön verpackt sein – aber wenn Avatar in die Kinogeschichte eingehen wird, dann wegen der technischen Leistungen, nicht wegen der Geschichte! (Im Gegensatz Z.Bsp. zu King Kong 1933 – der beides einbrachte)
    Was Ice Age 3 angeht – der leif in 2D und 3D und ich wette 90 % kamen aus dem 2D Sektor weltweit, da erst seit Avatar selbst normale Kinos auf 3D umrüsten.
    Aber ja, man sieht dem Film das Budget an – im Gegensatz zu vielen anderen (Spiderman, Superman, 10000 BC, usw).
    Und nein, die Welt ist nicht 100% glaubwürdig. Die Landfauna (Hammerkopfnashörner und Viperwölfe) sehen künstlich aus – glatt und glänzend. Und auch die Navi wirken im Gesicht zu glattgebügelt. ich empfehle da mal King Kong. Weta hat es geschafft dem Gorilla mehr Emotionen in seinen CGI Kopf zu zimmern, ohne Worte, als alle blauen Schlümpfe zusammen haben.
    Und was die Luftschlacht angeht – mag daran liegen, das ich abgestumpft bin, aber allein der Kampf Imperium gegen rebellen in return of the Jedi war da ohne gleichener (auch wenn das jetzt nicht wirklich in der Luft war).

    Und nochmasl zu dem Argument – 1 Mrd. Dollar – also muss der Film gut sein. Ich glaube nicht das mam die 1 Mrd. von Avatar mit der 1 Mrd. von LotR3 oder Titanic oder so vergleichen kann. Das ganze Inflationsbereinigt und auf die Eintrittspreise bezogen sieht nähmlich ganz anders aus. Dank 3D zahlt man nähmlich gleich mal ordentlich mehr für eine Karte heute – heißt in der 1 Mrd. stecken weniger Leute als noch bei LotR3 oder als Titanic 1 Mrd eingespielt hatte. Ist trotzdem sehr viel Geld, klar, aber das allein ist kein Alleinstellungsmerkmal für Qualität (ich sage nur Alvin und die Chipmunks 2 mit 150 Mio).

  • taxamuxie

    <>

    Mit dem Posting schreibst du dich um Kopf und Kragen. Bin dann auch mal raus, euch 5 noch viel Erfolg mit dem Blog

  • Schwarzmaler

    Mannmannmann. Allem kann ich zustimmen. Nur bei Benjamin Button seid ihr mir ein Rätsel. Irgendwie habt ihr einen anderen Film gesehen.

  • Bomster

    Ich sehe überhaupt nicht, dass die Autoren hier alles, was “in Wirklichkeit” gut und gesund ist, krampfhaft schlecht reden, um sich zu profilieren, wie es die pathologischen Filmgutfinder in den Kommentaren ständig behaupten. Wenn ich die Liste oben sehe, war da nun wirklich kein Film dabei, der in der öffentlichen Meinung durchweg als Konsens-Qualitätsfilm durchgehen würde – bei den meisten der Filme bis auf wenige Ausnahmen war eigentlich auch bei zahllosen anderen Filmseiten oder -Magazinen allenthalben ein gelangweiltes “Hmpfh” zu lesen. So richtig mit System gegen den Strom schwimmen die Jungs hier nicht. (und auf das Argument “Einspielergebnis = Qualität” kann man eigentlich nur drei Worte erwidern: Mario. Barth. Olympiastadion.)

    Wer also hier mit theatralischer Geste ankündigt, die 5FF künftig nicht mehr lesen zu wollen, sondern sich lieber auf Medien konzentrieren will, die auch ihre Lieblingsfilme lobpreisen, wird wohl auf lange Sicht nur in diesem McDonald’s-Gratisheftchen glücklich werden. Da finden sie nun wirklich alles immer gut.

    Zu meinen eigenen Flop-Filmen 2009: Ich war diesmal erschreckend selten im Kino und kann daher nur Transformers 2 (aus allen oben aufgeführten Gründen) und den Da Vinci Code (Miss Marple für sehr, sehr dumme Menschen) nennen. Es gab auch viel ho-hum-Zeugs, aber nichts, was mir als so schlecht in Erinnerung geblieben wäre. Außer der DVD von “Meine Frau die Spartaner und ich”. Der war zwar von 2008, aber hat in meinem Gedächtnis ein schwarzes Loch erzeugt, das die Erinnerung an die meisten Filme einfach aufgesogen hat.

  • Michael

    Wie zum Teufel hat Avatar es geschafft soviel Kohle einzuspielen? Der Film ist hier nirgendswo im Gespräch. Ich bin schwer irritiert.

    Liegts vielleicht an den teureren 3D Kinokarten?

  • http://freelantern.com/quatsch Type

    ENDLICH! Ich kann es nämlcih nicht mehr hören wie Hangover über den Klee gelobt wird! Der Film ist echt nix besonderes. Genauso wie Burn after Reading. Den mußte ich ungefähr nach der Hälfte ausmachen, weil ich den so mies fand.

  • L-Boogie

    Danke Jungs, ich bin raus: Inglourious Basterds, District 9, Burn After Reading, Slumdog Millionaire und Frost/Nixon als Rohrkrepierer des Jahres zu bezeichnen läßt tief blicken. Zu meiner Schulzeit gab es die Unsitte eine Band genau dann schlecht zu finden sobald sie es aus der Visions zu MTV geschafft hat. Im Endeffekt ist das natürlich alles Geschmackssache, aber hier wird einfach nur grundlos mit der Spaltaxt reingedroschen. Jungs, ich wünsche euch trotzdem 2010 viel Spass im Kino. Bleibt geschmeidig.

  • http://blog.glotzkind.de/ Björn

    Der Vorleser war ein klasse Film, da kann man gar nichts gegen sagen.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Mal Sehen

    Was ich hier teilweise lese, erschreckt mich zutiefst! Das Beispiel mit dem McDonalds-Heft trifft es beinahe auf den Punkt.

    Davon mal abgesehen, dass hier nur Meinungen geschrieben werden, wird vergessen, dass es “nur” Filme sind. Kein Grund sich persönlich angegriffen zu fühlen, nur weil hier jemand den Film doof fand, den man selber toll findet.

    Übrigens muss ich noch hinzufügen, dass ich den einen oder anderen Film zu meinen Top-Filmen zähle, die andere Filmfreunde zum Kotzen finden. Was sagt das? Richtig: Kein Grund zu heulen und den Feed zu löschen. Einer der fünf Onkel wird schon einen eurer Lieblingsfilme zu den Top Filmen 2009 küren!

    Meine Güte… Das ist ja schlimmer, als würde man bei einer heiligen Messe auf den Altar kacken!

  • Hell-G

    Genau, lasst doch die Leute schreiben was Sie wollen. Ist doch cool, die machen sich nen’ Kopf, wursten da Hirnschmalz rein und kommen zu einem Ergebnis. Ich liebe es in einem Land zu leben, in dem sich jeder seine Meinung bilden und die auch kundtun darf. Der eine mag’s, der andere nicht, der dritte sieht das deswegen so und der letzte genau anders rum. So what. 2012 geht die Welt eh’ unter. Hab’ ich im Kino gesehen.

  • Turtle

    Witzig, wie manche Leute immer gleich beleidigt sind, wenn jemand seine Meinung über Filme(!) kund tut.

    In allen Punkten stimme ich nicht mit euch Filmfreunden überein, aber bei Benjamin Button (viel zu glatt gebügelt), Vorleser (Kate war wie immer gut, der Persilschein aber viel zu widerlich), Up (leider nicht die gewohnte Qualität aus dem Hause Pixar, zu viel Disneyweichspüler), Public Enemies (mir ist von der Bildqualität im Kino fast schlecht geworden), Terminator 4 (Sam Worthington ist definitiv überschätzt als Schauspieler, das wäre ja noch auszuhalten gewesen wenn der Film nicht so laaangweilig wäre) und last but not least Avatar (“Pocahontas in Blau”, wie schon mehrfach von anderen korrekt angemerkt), bin ich eurer Meinung. Eine ganz paar von den genannten Filmen habe ich mir gar nicht erst angesehen (Transformers 2, The Spirit, …), war mir das Geld zu schade.

    Sehr zwiespältig fand ich Wachtmen, die Anfangssequenz ließ ja auf was Großartiges hoffen. Der Film hat dann leider enttäuscht, statt zynisch zu sein, war es leider nur faschistoide Kacke. Aber den Film habe ich ehrlich gesagt nur zufällig gesehen.

    Interessant, aber noch nicht Weltklasse fand ich The International
    Richtig gut fand ich: Revolutionary Road. Titanic war mir immer zu “schön”, aber in dem Film war das Paar Winslet/DiCaprio einfach nur genial.
    Sehr gut war auch Slumdog Millionaire, weil man das Gefühl hatte, dieser Film wurde mit Leidenschaft gemacht.
    Und eine nette Überraschung zu Weihnachten: Soul Kitchen (auch wenn das Ende ein bisschen fehl am Platze war).

    Wo würdet ihr eigentlich Limits of Control einordnen? Den hab ich leider verpasst. Lohnt sich die DVD?

    Und jetzt freue ich mich wieder auf Dr. Parnassus, Sherlock Holmes, Toy Story 3, Iron Man 2 und Serious Man, und ein paar andere :)

  • Mozzerino

    Gibts diese McDonald’s Kinoheftchen eigentlich noch? Als Kind hab ich die immer gern gelesen. Waren sozusagen meine Einführung in die Welt des Filmsjournalismus ;-)

    Ansonsten gilt ja immer noch “Opinions are like assholes: Everybody has one.” Und wer sich auf einem Blog über Meinungen zu Filmen darüber aufregt, dass er tatsächlich Meinungen zu Filmen liest, der ist hier offensichtlich sowieso falsch. Also immer schön kontrovers bleiben, auch wenns langsam mit den “Warum AVATAR gar nicht so toll ist”-Threads echt genug is.

  • Andre

    Wow, ich muss zugeben, dass sich die gesamten Listen aller Filmfreunde recht gut mit meiner Meinung decken. Ein, zwei Abweichungen (“Inglourious Basterds” mocht ich z.B. ziemlich gerne) aber ansonsten Zustimmung. Vor allem DANKE für den Langweiler “Burn after reading”, der bewiesen hat, dass auch die Coens Mist fabrizieren können, wenngleicgh die das ja schon mit “Ladykillers” recht eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten.

    “Hangover” würd ich nichtmal als Altherrenwitz bezeichnen, die gesammelten Werke von Fips Asmussen lassen meine Mundwinkel höher schnellen als diese Gurke.

    Und “Avatar” ist für mich wie eine Silvesterrakete. Ich gebe ne Menge Geld aus (3D ist sauteuer im Eintritt), schaue dann gebannt zu wie es am Himmel bunt wird (ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich während des Films nicht unterhalten gefühlt habe) aber am Ende liegt doch nur Müll am Boden und ich frag mich, ob es das wert war. Ich verstehe auch die vielen “Boah, KRASS, 10 von 10 Punkten, bester Film wos gibt!!!”-Wertungen diverser Fans nicht, die dann im nächsten Satz gleich zugeben, dass die Story nicht sonderlich originell gewesen ist. Höchstwertungen werden heutzutage recht schnell gezückt, was?

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Mal Sehen

    “So what. 2012 geht die Welt eh’ unter. Hab’ ich im Kino gesehen.”

    FUCK!!! Dann muss es stimmen. Ich habe es nämlich auch gesehen!
    Was ziehe ich nur an?!

    (hihi!)

  • Hugo!

    Wäre mal interessant zu sehen, was denn die TopFilme wahren. Wahrscheinlich irgendwelche Indiescheißdirein Produktionen mit absolut öder Handlung, die insgeheim aber absolut genial und durchdacht ist.
    Hier denkt man manchmal, jeder Film sei schlecht, wenn er ein Erfolg war.

  • Frank

    Na wenigstens seid ihr euch einig, all jene Filme, über die ein genügend großer Teil schimpft sind in der schlechtesten der schlechtesten Liste.
    Ist ähnlich wie mit TokioHotel die fanden ja auch schon immer alle scheiße.

  • Frank

    Stimmt es eigentlich, dass ihr nicht ins Kino geht um die Dreckig reichen Regisseure nicht zu unterstützen und stattdessen lieber ein bisschen Kino.to guckt und eich wundert, warum Avatar so flach ist?
    nein ehrlich die Liste zeigt für mich keinesfalls die schlimmsten filme 2009.
    Maximal die, die euch auf den Sack gehen, weil über sie zu viel gesprochen wird. Ich freu mich auf die Top Liste :)

  • med

    Jep, im Großen und Ganzen stimme ich den Listen zu, wobei ich anderer Meinung bei The Spirit und 96 Stunden bin. Jedoch was ich gar nicht verstehe, ist, wie ein Film, der es als einziger je geschafft hat mir körperliche Schmerzen zuzufügen, da nicht aufzutaucht: Twilight! Team Edward my ass!

    Ausserdem, memmt bitte nicht so rum, wenn ihr erst den ganzen Hype im Vorfeld eines Films konsumiert (und erzeugt) und dann enttäuscht werdet. Mal ehrlich, sind die Filme die einem noch lange im Gedächtnis bleiben nicht die, die einen am meisten überrascht haben?

    Um mal Matrix zu zitieren: “Unwissenheit ist ein Segen” ;)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    TWILIGHT taucht auf. :)

  • kumi

    Kloppt euch doch. :-)

    @ taxamuxie oder watt:

    Auf Kommentare wie den deinen habe ich nur gewartet. »Ich bin raus.« Schade für die 5 Filmfreunde. Wirklich schade.

    Dies ist ein Meinungsweblog. Wenn es die Meinung der Filmfreunde ist, dass ein Film klasse oder scheiße ist (was sich mit meinen Einschätzungen zu 80% deckt), dann ist das einfach zu akzeptieren. Ich finde auch manche Filme prima, die einer der 5 als grottenschlecht erachten. Aber das ist mein Problem, und nicht das der Fimfreunde. Da gehe ich nicht an die Decke und schmeiße den Laden aus meiner Linkliste. Da muss schon mehr passieren als ein Verriss.

    Fertig aus, Banane geschält.

  • Claas

    Wo ist “Wolverine”??!

  • http://www.ofdb.de Hias

    Ich weigere mich zu glauben das “Contact High” schlecht ist… Nein, nein das nehm ich dir nicht ab. Wenn unsere Lieblingsnachbarn eine dezent verspulte Kifferkomödie im Wiener Slang abliefern KANN das nur ein Fest werden.
    Ich bin gespannt.

    Und thx für die netten Floplisten. Bin zwar nicht überall d`accord aber nett zu lesen ist das allemal.

  • J

    interessant…
    da ich eher selten ins kino gehe (bin armer schüler und die scheiß kinos wollen samstags bei filmen mit überlänge 7-8€) schau ich mir viele filme an wenn sie auf dvd rauskommen (leihe mir sie dann). daher habe ich einige der filme noch nicht gesehen… benjamien butten fand ich aber eigentlich ganz gut, wenn auch vieleicht eher wegen der vorlage des films (die ich nicht kannte), naja..
    ich könnte mir vorstellen das filme wie zb. avatar vieleicht auch ein bischen der film für die sein soll die eben “der mit dem wolf tanzt” nicht gesehen haben weil sie zb. da noch zu jung waren. diese leute loben ihn dann vieleicht auch in den letzten himmel. ich kenne das von mir selber, als ich sunshine gesehen habe fand ich ihn echt gut, aber es war auch so ziemlich der erste film seines genres den ich gesehen habe.
    ich könnte mir so die unterschiedlichen meinungen zu avatar erklären (will jetzt aber sicher nicht jedem der avatar mag mangelnde filmkenntnis vorwerfen)

    freue mich schon auf die top-liste

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Taucht ebenso auf.

  • Tom

    kann sehr vielen meinungen hier nicht zustimmen und hab mich sogar über manche ansichtsweisen und aussagen so geärgert, daß ich diese seite wohl in zukunft meiden werde.. entweder sind diese “kritiker” hier so selbstverliebte alleshasser oder kommt das einfach von langeweile im kopf.. finds schad, aber so macht das kritikenlesen (und auch alles andere) keinen spass und ich wechsle zu ner objektiveren betrachtungsweise :) thx & bye

  • CineMan

    Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr!

    Ruhig Brauner sage ich nur liebe (erregte) Besucher der 5FF Homepage!

    Wie schon anfangs erwähnt handelt es sich hier um die Liste der Filme, die die 5FF in diesem Jahr am meisten geärgert, enttäuscht und genervt haben.

    Das diese Liste zwangsweise nicht mit dem eines jeden Lesers übereinstimmt bzw. übereinstimmen kann ist doch klar und bedarf keiner Erklärung. Es mag ja auch nicht jeder Pizza, Spaghetti oder Döner – obwohl sehr viele diese gerne und oft verzehren.

    Das alle o.g. Filme definitiv nicht die schlechtesten sind, ist glaube ich uns allen bewußt. Uns allen sind wohl schlechtere Filme “entgangen” – seien wir froh darüber …….

    Am meisten war ich enttäuscht von Terminator: Die Erlösung, Inglorious Basterds, Benjamin Button & Burn After Reading, da die Erwartungen aufgrund der Vorgänger, der Namen usw. groß waren.
    Ach ja: erspar uns bitte endlich deinen Fuß-Fetisch Quentin!

    Transformers 2: etwas bessere (erkennbare) Action aber deutlich flacherer Humor. Es hat nur noch ein schwuler Roboter oder ein TransoBot gefehlt. Vielleicht kommen die ja im 3. Teil. Und die nervige Mutter erst !

    Max Payne: stinklangweilig, Zeitvergeudung.

    Crank 2 ist der letzte Dreck (sorry). So was von “wir wollen over the top sein” dass mir schlecht wurde. Ein Ekel-Gewalt-Porno mit verdammt nervigen Charakteren (z.B. diser schwule Epileptiker oder was er war) . Für mich definitiv einer der miesesten Filme die ich dieses Jahr gesehen habe – wenn nicht sogar der mieseste!

    Der Kaufhaus Cop: 10 Schläge auf Kopf und Po mit dem Segway für die Hauptverantwortlichen dieses Filmes.

    The Spirit habe ich mir erst gar nicht angetan.

    Zu Hangover & District 9: Für mich Filme, die auf keinen Fall in dieser Liste erscheinen dürfden oder sollten – vorallem D9 nicht!

    Up bzw. Oben finde ich ebenfalls sehr überschätzt. Man kann ihn sicherlich anschauen und er ist auch gut – aber noch lange nicht so gut wie Toy Story, Findet Nemo oder Ice Age.

    Bin auf Eure Favoriten/ Besten-Liste 2009 gespannt …….

  • http://mylifeinreverse.wordpress.com/ Dr. Borstel

    An “Hangover” hatte ich furchtbar niedrige Erwartungen und bin vielleicht deshalb sehr positiv überrascht worden. Okay, viel öfter als einmal werde ich ihn mir auch nicht anschauen, aber für anspruchslose Unterhaltung schlägt er sich ziemlich gut. Oh, und ich erinnere mich durchaus noch an Porky’s …

    “Avatar”, auf jeden Fall. “Benjamin Button” war nicht wirklich schlecht, aber trotzdem eine ziemliche Enttäuschung. Und “Pineapple Express” einer der Rohrkrepierer des Jahrzehnts; außer den beiden genialen Hauptdarstellern hat da wirklich überhaupt nichts funktioniert. Die meisten anderen der genannten Filme habe ich aufgrund der miesen Kritiken gar nicht erst angeschaut und auch kein Bedürfnis, das nachzuholen. Ausnahme: “Burn after Reading”, den ich immer noch ganz okay fand, auch wenn ich mir mehr erwartet hatte …

  • Pingback: Mediales vom 5.1.2010 | Internet, Deutschland, Dubai, Ruhrgebiet, Jetzt, Medien | Blokster.de

  • http://none Snyder

    “Max Payne fand ich jetzt gar nicht sooo schlecht wie er immer geredet wird”

    Für ne Spieleverfilmung fand ich den gar nicht mal so schlecht. Hätte man etwas ältere Schauspieler genommen (Mila Kunis sieht einfach immer noch aus wie ein Teenager) und die Voice Overs mehr aus dem Spiel übernommen (“I was playing it Bogart”) wär vielleicht sogar etwas dabei rausgekommen dass man als “gut” bezeichnen könnte

  • Maikovicz

    JUNGE! AVATAR WAR KRASS; DU STORY FANATIKER!!!! ;)
    EINFACH MAL GEHIRN AUSMACHEN UND GAFFEN! :D

    Terminator 2 war zwar auf jedenfall besser, aber ich dachte Cameron verhauts noch mehr! Zuviel Tauchluft geatmet der Freak!

    Hangover war einfach sau lustig!!!!

  • http://www.youtube.com/user/PatrickBRau Patrick B. Rau

    “Max Payne fand ich jetzt gar nicht sooo schlecht wie er immer geredet wird”

    Ich auch nicht.
    Ich fand ihn noch schlechter.

  • Pingback: Grandios: Die besten Filme 2009 | Die Fünf Filmfreunde

  • Paul_Baeumer

    @49 Bomster
    “Da Vinci Code (Miss Marple für sehr, sehr dumme Menschen)”

    Das ist es was mich stört. Ich hab kein Problem damit wenn jemand einen Film gut oder schlecht findet, ich hab was gegen diese Geisteshaltung dass manche Leut meinen wenn jemand einen Film toll findet den man aber selbst nicht so toll findet, dann muss dieser Mensch dumm oder sonstwas sein. Und sowas ist arroganter Quatsch. Mag sein dass das nur ein Stilmittel ist um die eigene Abneigung eines Films in einer Krititk besser hervorzuheben, aber so verscherzt man es sich halt mit den Leuten die den Filmmögen und folglich diese Beleidigungen auf sich projeziert sehen.
    Da wird gesagt: Wer 96 mochte ist ein faschistischer Gewaltmensch! Punkt!
    Wer Twilight mochte ist ein präpubertäres Mädchen! Punkt!
    Oder das Zitat von Bomster.

    Also wie gesagt auch wenn es vielleicht unabsichtlich ist aber auf die Art greift man evtl. andere Leute PERSÖNLICH an. Und dass das nicht schön ist sollte jeder wissen und auch verstehen können, bzw. sich nicht wundern wenn dann groß gemotzt wird.

  • Jumn

    Ich stimme Batzman im Falle Avatar zu. Und Leute, regt euch doch nicht so auf, jeder hat seine Meinung, ich fand 2012 beispielsweise zum Kotzen und habe Inglourious Basterds geliebt, aber hasse ich Batz deshalb jetzt für seine Top-Liste? Nein. Wem die Seite hier und der Schreibstil nicht gefällt, der muss sie doch auch nicht lesen, so einfach ist das.

  • Hm…

    @Mozzerino:

    “Interessanter Kommentar, was der aber in diesem Beitrag zu suchen hat, das muss man mir erklären.”

    Naja, wenn man hier über jeden Film reden darf der in der Liste vorkommt, warum nicht darüber :-) ? Aber du hast schon ein wenig Recht, damit hätte ich im Thread zur Avatar-Review kommen sollen, den ich aber nicht mitgelesen hatte. Deshalb auch…

    @Batzman

    … entschuldige das etwas weite Abschweifen meinerseits. Nächstes mal versuche ich, im korrekten Thread zu posten. Aber dann müsst ihr den auch offenlassen :-) Und freut mich, dass du die Frage der Branchenwirkung Avatars interessant findest… mal schauen ob da noch Statements von Insidern kommen.

    “Die Leute haben auch “Große Gefühle” wenn Xavier Naidoo singt, Lady Di stirbt, der Papst ein Deutscher wird, sich eine Boyband trennt oder sich irgendein Torwart umbringt – insofern finde ich es kein Qualitätskriterium, wenn sie das bei Avatar auch haben”

    Warum so elitär? Mit der emotionalen Intelligenz verhält es sich nicht wie mit der intellektuellen Intelligenz, da sind die Unterschiede zwischen den Menschen nicht so groß. Ich finde es überheblich, (implizit) zu behaupten dass deine Gefühlsregungen in irgendeiner Form höherwertiger sind, als die Gefühlsregungen von Menschen, die emotional auf andere Dinge ansprechen.

    Für mich sind Stimulierung des Intellekts und Stimulierung von Emotionen voneinander zu trennen. Sprich, nur weil ein Film wie Avatar oder Herr der Ringe emotional befriedigend ist, sagt das noch lange nichts über die “Intelligenz” der Zuschauer oder die “Tiefe” des Stoffs aus. Es sagt erstmal nur darüber etwas aus, dass die “emotionale Klaviatur” der Zuschauer auf die Machart des Films angesprochen hat. Das kann einem “Dummen” genauso passieren wie einem “Schlauen”, einem Mario Barth- genauso wie einem Kafka-Fan. Meine Mitzuschauer jedenfalls mögen weder Xavier Naidoo oder Rosamunde Pilcher noch haben sich über den Papst gefreut, aber Avatar hat sie bewegt. Und das zählt einiges in meinem Regelwerk zur Bewertung von Filmen.

  • Pingback: links for 2010-01-05 « TV… und so

  • bale

    WTF?! inglorious basterds überbewertet??? finds genial das batz den 96 hours immer noch nicht verdaut hat. für mich bleibt der einfach genial simpel am reissbrett entworfen um zu schocken. exploitation-rape-and-revenge-revival. nichts worüber man sich künstlich empören müsste – war alles schon da.

  • Dachsman

    Ich denke tatsächlich, dass es der Kommentar von Paul_Baeumer auf den Kopf trifft.
    Ich meine, ich lese die Kritiken und Kommentare auf dieser Seite wirklich sehr gern und habe zumindest Batzman bei moviepilot als Freund (über 80% Geschmacksübereinstimmung, scheibar ein Hack), sowie Renington, ganz einfach weil mich eure Meinungen zu Filmen zumindest interessieren.
    Allerdings habt ihr (insbesondere Batzman) teilweise ein unmögliche Art und Weise eure Meinung kund zutun.
    Ich möchte euch da nicht reinreden, wenn ihr es für angemessen haltet, bitte und mir liegt es auch fern von ein paar Einträgen im Internetz auf die Person dahinter zu schließen, aber wenn ich diverse Sachen so lese denke ich mir (und da ihr ja auch Freunde von klaren Worten seit nehmt ihr mir das jetzt hoffentlich nicht übel):
    “Ja, er mag ja irgendwo recht haben, aber, mein Gott, was für ein arrogantes Arschloch”

    Bei aller sprachlicher Eloquenz und der Qualität eurer Einträge, ich denke, die Zahl der flamenden Posts könnten deutlich verringert werden, wenn man nicht in jeder Kritik den Leuten Anlass bietet beleidigt zu sein.

    Wie gesagt, nur meine Meinung, an dem was ihr hier macht habe ich wirklich wenig auszusetzen, das wie lässt mich aber ab und an dann doch mal schlucken.

    Anyway, irgendwas sollte man doch noch zum eigentlich Topic sagen:
    Zustimmen würde ich bei dem grottenschlechten “Transformers 2″, dem stinklangweiligen “Public Enemies”, dem enttäuschenden “Brüno”, dem völlig überhypten “Avatar” und dem [insert Adjektiv here] “The Spirit”.

    Hangover fand ich trotz allem wirklich lustig, und auch “Benjamin Button” hat mir auch sehr gut gefallen, sowohl der Look, als auch der Inhalt, ebenso wie “Burn After Reading”.

  • h.

    ich finde dass z.B. 96 hours ein sehr gut gemachter film war. ich verstehe eure meinung leider überhaupt nicht ..

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Dachsman

    Erstmal danke für einen differenzierten Beitrag. Was das “beleidigt sein” angeht, ist es allerdings auch ein Problem der Rezipienten. Die bildhaften Vergleiche, die deutliche Sprache, das alles gehört zu einer Kritik – insbesondere auch zu denen aus dem angelsächsischen Raum, die ich oft lesenswerter finde als die der deutschen Kollegen. Auch dort gehören Formulierungen wie “Dark City is the thinking man’s Matrix” selbstverständlich dazu. Genauso wie die Protagonisten aus “The Hangover “als GCA (genuinly charmless assholes) zu charakterisieren und als solche zu analysieren. Das mag bei empfindlichen Zeitgenossen für Empörung sorgen, ist im Rahmen der Kritik aber dennoch vollkommen angemessen, denn wenn der Kritiker beschreiben will was ihn stört, dann muss er diese Dinge benennen. Wenn ein Film also als intelligent, charmant, tiefgründig und anspruchsvoll daherkommt, dies aber in den Augen des Kritikers nicht einlösen kann, dann wird es immer Leser geben, die sich dabei angegriffen fühlen, weil sie eben den Film ganz anders sehen.

    Wer glaubt Matrix sei extrem anspruchsvoll und clever und philosophisch, der wird es nicht gerne hören, wenn ein Kritiker den Film als Teenager-Philosophie auf Abreißkalender-Niveau beschreibt.

    Wobei wir da schon sehr nahe am Problem sind: Die Schwelle ab der sich Leser persönlich beleidigt fühlen ist dabei nämlich oft sehr niedrig. Das mag bisweilen dem Altergeschuldet sein, also die Leute gerade in der Phase erwischen in der sie dabei sind sich erstmals einen eigenen Geschmack auszubilden, irgendwo zwischen 12 und 22.

    In dem Alter reagieren Teenager meist sehr humorlos darauf, wenn man etwas das sie mögen ablehnt oder sogar für dämlich hält, denn sie sehen dabei sofort ihr Ego kritisiert. In dem Alter reicht es ja bisweilen, wenn man eine Band doof findet, die der andere mag, um dauerhaft den Kontakt abzubrechen. In diesem Alter besteht auch gefühlt eine enorm hohe Deckung zwischen der Meinung und der Persönlichkeit. Im Laufe der Jahre lernt man meist, das die Meinung wichtig ist und ein Teil der Persönlichkeit, aber das sie eben nicht 100% identisch ist. Und das es absolut möglich ist von anderen respektiert zu werden und sie als Mensch zu respektieren, ohne dabei ihre Meinung zu teilen.

    Das bedeutet nun aber nicht, das man deswegen auf Watte herumtänzeln muss und in einer Diskussion oder einer Kritik nicht genau auf den Punkt bringen kann, warum man ein Werk mag oder nicht mag – selbst wenn andere Personen die man für intelligent hält diese Meinung so absolut nicht teilen. Ich liebe Roger Ebert und habe unendlichen Respekt für ihn, aber dennoch bin ich bei vielen seiner Kritiken völlig anderer Meinung. Ich freue mich, wenn ich mit ihm übereinstimme, aber ich wäre nie beleidigt, wenn er einen Film den ich mag als blöd und idiotisch abtut. Gleiches gilt für Mark Kermode und viele anderer meiner Lieblingskritiker, aber auch für meine Freunde und die Filmfreunde hier. Nilz und Malcolm haben nun wirklich einen EXTREM anderen Geschmack als ich und ich diskutiere immer wieder mit ihnen und das auch nicht immer mit Samthandschuhen, aber das ist völlig getrennt davon das ich die beiden als Menschen, als Filmfreunde sehr gern habe.

    Natürlich wirken stark vorgetragene Meinungen oft arrogant, aber es sind trotzdem nur Meinungen die nach ihren Argumenten zu bewerten sind. Ich find es – auch wenn ich diese Teenie-Geisteshaltung kenne – ziemlich albern, wenn da im Tonfall tiefer persönlicher Ehrverletzung rumgeschimpft und gejammert wird, weil jemand seinen Lieblingsfilm (und damit sich selbst) beleidigt sieht. Als ich 7 war fand ich das Spencer/Hill-Filme das lustigste der Welt sind und dachte das ein Kalauer wie “Seit ihr Mitglied? – Natürlich sonst wär die Stimme höher!” das smarteste ist was ich jemals gehört habe. Das war in dem Alter für mich auch gut so, macht die Filme aber trotzdem nicht zu wirklich smarten oder so richtig guten Filmen. Bestenfalls zu einem nostalgischen Guilty Pleasure. Wer kaum Filme gesehen hat und im richtigen Alter ist, in dem er eh gerade zu Adoleszenz-Grübeleien neigt, dem kommt sowas wie Matrix natürlich ungewöhnlich anspruchsvoll vor. Mit ein paar Jahren Abstand und ein bißchen mehr Erfahrungen, wird sich das Bild hoffentlich irgendwann relativieren.

    Kritiken sind aber für eine allgemeine Zielgruppe und dienen dazu die Ansicht des Autoren möglichst griffig,kenntnisreich, gut belegt und im besten Fall auch noch unterhaltsam auszuformulieren. Es macht wenig Sinn ständig so zu schreiben, das man dabei bloß niemandem auf die Füße tritt, denn denn hinter einer Kritik steckt im Idealfall eben auch immer eine gewisse Leidenschaft, Engagement und eine Reflektionsphase in der die Argumente entstanden sind. Mir ist es lieber ein Kritiker schreibt mit Leidenschaft einen pointierten Verriss, auch wenn ich dessen Schlussfolgerungen nur bedingt oder auch gar nicht teile, als wenn ich das Gefühl habe einen wohl austarierten sowohl-als-auch-Moddle-of-the-Road-Kram zu lesen, bei dem ich am Ende immer noch nicht weiß, was der Autor eigentlich denkt.

    Die Rücksichtnahme auf das leicht beleidigt seiende Publikum ist aber nicht nur deswegen nicht angeraten, sondern schlicht auch weil eben diese Leser immer dazu neigen, in Extremen zu reagieren. Wenn sie einen Beitrag toll finden ist es The best ever! wenn sie einen Beitrag uninteressant finden bepöbeln sie, das man sich diese langweilige Scheiße hätte sparen sollen und wenn man einen Film angreift den sie mögen, sind sie persönlich verletzt, knallen wütend die Tür und sagen “Ich komme nie nie wieder ihr seit voll doof” oder sie üben sich in Beleidigungen, die aber auch so gar nichts mit dem Film zu tun haben und gehen die Autoren direkt persönlich an. Es wird oft oberflächlich gelesen, bzw nur bis zu der Stelle wo derjenige wütend wird und dann gleich in die Kommentare zettert. Die Fähigkeit tatsächlich zu diskutieren ist bei vielen schlicht nicht vorhanden, es ist das ewige Abbeten derselben Sprüche von “Man muss das Gehirn abschalten” über “Wer diesen Blockbuster nicht mag, findet bestimmt nur Arthausscheisse toll”, “Das ist ja voll subjektiv” und all die anderen Klassiker aus unserer F5-Kommentarfibel.

    In dem Maße ermüdet das natürlich bisweilen und auch wenn ich immer noch viele Kommentare sehr gerne lese und mich auch auf echte Diskussionen einlasse, bin ich (oder Malcolm oder einer der anderen) nicht immer bereit auf jedes Gezettere einzugehen, jedesmal wieder dieselben Grundsatzdebatten zu führen, bei denen nie wirklich etwas neues herauskommt und die letztlich mehr Zeit kosten, als sie Erkenntnisgewinn bringen, weil die andere Seite den Text nicht richtig gelesen, nicht verstanden hat oder einfach grundlegende Fähigkeiten zum Diskurs führen fehlen. U.a. auch die Erkenntnis das Diskussionen auch ein intellektueller sportlicher Wettstreit sind, in dem es nicht zwingend darauf ankommt den anderen von seiner Meinung zu überzeugen, sondern lediglich seine eigenen Argumente zu schärfen und zu überprüfen. Was aber schwer möglich ist, da viele Menschen Filme eben nur aus dem Bauch bewerten und nicht reflektieren. Gegen ein immer wiederholtes “ich fand den aber supertoll und bewegend” ist es zwecklos zu argumentieren.

  • Bomster

    @76 Paul Baeumer: Mit dem Vorwurf der Arroganz hab ich erst mal kein Problem, wollte aber in diesem Fall mit “*für* dumme Menschen” eher die Zielrichtung des Films angreifen. Das ging also weniger gegen die Leute, die den Film oder Dan Browns Bücher mögen, als vielmehr diejenigen, die diese Filme drehen bzw. Bücher schreiben. Beim Sehen hatte ich das Gefühl, der Film kommuniziere mit seinem Zuschauer wie mit einem ungebildeten Vollidioten im Sinne von “Du hast ohnehin keine Ahnung, also erzähle ich die irgendeinen Mumpitz und verkaufe ihn als den total cleveren Scheiß”.

    Und das hat mich beim Kinobesuch unglaublich genervt.

  • DoughNut

    Willkommen im Tal der Selbstgerechten. Ich werd auch mal etwas mitmachen bei dieser Farce hier.^^
    @Batzman:
    “Mir ist es lieber ein Kritiker schreibt mit Leidenschaft einen pointierten Verriss, auch wenn ich dessen Schlussfolgerungen nur bedingt oder auch gar nicht teile, als wenn ich das Gefühl habe einen wohl austarierten sowohl-als-auch-Moddle-of-the-Road-Kram zu lesen, bei dem ich am Ende immer noch nicht weiß, was der Autor eigentlich denkt.”

    Ist dir je in den Sinn gekommen, dass es Leute gibt, die nicht zu allem und jedem eine extreme Meinung vertreten? Die also sehr wohl erkennen, wenn bei einem Film die Story eher solala ist oder die Schauspieler eher bemüht als talentiert oder wenn sonst etwas faul ist, die den Film insgesamt aber trotzdem irgendwie mögen (ging mir bei Benjamin Button, Crank 2 und Hangover so) und für die solche derben Verrisse eher kindisch wirken?
    Ich will nicht jedesmal erklärt bekommen, wieso dieser oder jener Film völliger Mist sei. Am Ende stimmt das nämlich dann doch nicht, so schlecht sind die meisten Filme nicht wie ihr Kritiker auf eurem hohen Ross behauptet.

    Und noch mal zu Avatar:
    “Das viele Leute etwas mögen muss nicht gegen einen Film sprechen, ist aber ganz sicher kein eindeutiges Qualitätsindiz. Die Massen mögen auch die BILD, Kerner, den Wendler, Rosamunde Pilcher und Twilight – alles Dinge die etwa dasselbe Niveau haben wie Avatar.”
    Big Fail. Und danke für die Blumen. Sonne dich weiter in deiner Erhabenheit und freue dich darüber, dass die “Massen” so dumm sind, diesen Film gut zu finden, während du natürlich über diesem albernen kleinen CGI-Märchen stehst.

  • http://www.theflowersaregone.at Mathias

    Ich als Österreicher find’s ja gut, dass Nilz österreichische Komödien mag, aber der Film mit Roland Düringer und Alfred Dorfer heißt immer noch “Muttertag”. :P

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Doughnut

    Es geht nicht um die extreme Meinung, sondern um die deutliche Meinung. Es gibt genug Filme die ich mit 3-3.5 Sternen bewerte und in deren Kritiken ich sehr deutlich deren Stärken und Schwächen aufzeige. Auch Avatar attestiere ich seine technischen Meriten.

    Und falls du dich von dem Vergleich mit Pilcher und Co düpiert fühlst, lies ihn richtig. Ich sag nicht das Avatar-Leser das auch automatisch gut finden, nur das es vom Niveau her vergleichbar ist. Avatar ist extrem anspruchslose Kost, die auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hin optimiert ist und genau dieselben Knöpfe drückt, wie sie bei Kerner oder Pilcher gedrückt werden. Sehr ernsthaft und humorfrei. Das bedeutet ja nicht, das jeder der es sich anschaut dumm ist, denn jeder guckt ab und zu auch Trash-TV oder liest mal nen Schundroman. Jeder guckt mal DSDS oder liest Dan Brown. Aber man sollte sich doch darüber im Klaren sein das es ein Schundroman ist. Das Problem bei Avatar und seinen extremen Fans ist ja im Grunde, das sie genau wie Cameron versuchen einem zu erklären ein Lore-Heftroman sei “Krieg und Frieden”… und sich beleidigt fühlen, wenn man feststellt, das es eben nicht so ist.

  • DoughNut

    Okay, verstehe nun, wie du den Vergleich meinst und nehme meine Arroganzvorwürfe hiermit zurück.
    Und ich gebe auch gerne zu, dass mich solche altbackenen Stories wie die von Avatar durchaus mitreißen können, wenn sie gut präsentiert werden und wenn die Darsteller die Geschichte gut rüberbringen. Und ebendas klappt in dem Film imo wunderbar, selbst die “Schlumpfkatzen” wecken Mitgefühl, was will man mehr? :)
    Es gibt nun mal so archetypische Geschichten, die werden einfach nicht langweilig. Ob es nun Romeo und Julia / Titanic oder Der mit dem Wolf tanzt / Avatar ist, die meisten Leute lassen sich jedesmal aufs neue mitreißen. Wenn dir das nicht so geht, dein Bier.
    Sei dir aber bewusst, dass dieser Film bei vielen Zuschauern großen Eindruck hinterlässt und zwar nicht nur als “Technikdemo”. Und dass die Ökobotschaft von den meisten auch eher nur am Rande wahrgenommen wird und nicht jeder, der Avatar mag, ist ein besserwisserischer Umweltaktivist. ;)
    Etwas mehr Verständnis und etwas weniger Spott dieser Mehrheit gegenüber fänd ich daher schon irgendwie schön.
    Denn an sich les ich deine Reviews gern, nur dieser eine gefällt mir gar nicht, weil du das Wesentliche, weswegen Leute diesen Film mögen, nicht goutierst, schade.

  • boulah21

    2012 war mit abstand der schlechteste film 2009!!!!! und nicht nur das….sondern auch der letzten 10jahre!..was habe ich mich gefreut auf einen schönen katastrophenfilm, aber wenn ich sehe, wie die ganze welt zusammenbricht und diese kleine gruppe es schafft durch ganze HOCHHÄUSER zufahren, während die erdplatten tango tanzen, dann fällt mir wirklich nicht viel ein.

    Roland dein bester film war independence day- und nach dieser zerstörungsorgie hättest du es belassen sollen.
    was kommt als nächstes???…der urknall???

    TRANSFORMERS 2 ist geil—–bis auf den schluß- mit dem roboterhimmel-da muss ich recht geben…..aber allgemein gutes actionkino,…robotor sind halt groß und richten viel schaden an, wenn sie sich bewegen:)….ich hoffe da kommt noch ein dritter teil…aber etwas düsterer!!!

    terminator war richtig sch…….nicht zuletzt wegen pc-arnie.

    aber das der christian bale so nieder gemacht wird-kapiere ich nicht ganz,..immerhin hat er batman wieder glanz gegeben indem er nicht bunt sondern düster gespielt wurde!!!

    benjamin button fand ich auch nicht schlecht……zwar hat der film seine längen, aber schön ist er allemal.

    was ich nicht ganz verstehe ist aber, warum soviele leute diesen film mit forrest gump vergleichen???!!!!….Forrest gump ist einer der besten filme überhaupt. allein schon, wie man auf die idee des film kommt und das noch in einem fluß erzählt-einfach nur top.

    PARANORMAL ACTIVITY fand ich auch nicht schlecht, ok den film kann man einmal sehen und dann nie wieder-aber ich habe mir schon etwas in die hosen gemacht, wenn ich ehrlich bin. wenn man diesen film mit blairwitch project vergleicht sind da meilen dazwischen.
    Ich weiß ja nicht wie teuer dieser paranormal activity war, aber ich glaube so 60000???….und versucht mal mit so nem budget einen film auf die leinwand zubringen. ich weiß nicht, ob das jedem gelingen würde.

    avatar will ich mir noch angucken……aber würde ihn ganz gerne auf 3d gucken!!!..weiß jemand ob der film überall in 3d angeboten wird???….
    habe auch schon gehört, dass man extreme kopfschmezen von dem film bekommen soll:)??!!!!…….naja ich muss ihn sehen.

  • Hm…

    @Boulah21:

    Allgemein ist es etwas anstrengender, durch die 3D-Brille zu schauen. Ein kleiner Teil der Zuschauer bekommt Kopfschmerzen. Wenn es schlimm ist bei dir kannst du immer noch die Brille abnehmen und auf der Leinwand zumindest erkennen was passiert. Probier’s einfach aus :-) Und die meisten Kinos haben für Avatar auf 3D umgerüstet, schau einfach im Programm des Kinos deines Vertrauens on- oder offline, es wird jeweils gekennzeichnet ob eine Vorstellung in 2- oder 3D ist. Viel Spaß!

  • Hm…

    @Batzman:

    “Humorfrei”? Wo warst du im Kino, als ungefähr jeder wichtige Charakter ein paar ironische Sprüche von sich gelassen hat? “Das versaut mir den ganzen Tag”/”Küssen Sie mich da, wo die Sonne nicht hinscheint”/”Denken Sie einfach an nichts, sollte ihnen nicht allzu schwer fallen”/”Was zum Teufel habt ihr da draußen alles geraucht?”… gerade die 80er Jahre-Machart von Quaritch, der mit seinem Verhalten und seinen Sprüchen ebenso gut in Rambo vorkommen könnte, ist doch humorvoll…

    Und siehe Kommentar Nummer 78. Was ist mit der Trennung von emotionaler und intellektueller Stimulierung bzw. Intelligenz? Ich habe nie behauptet, Avatar sei auf intellektueller Ebene sehr ausgeklügelt (mindestens solide ist er aber, wer das leugnet attestiert meiner Meinung nach jedem anderen großen Action-Adventure der letzten Jahrzehnte etwas zu viel Tiefe). Aber ich behaupte, dass es auf emotionaler Ebene keinen Qualitätsunterschied zwischen Avatar und etwas wie Krieg und Frieden (dein Beispiel) gibt, weil man Emotionen nicht begründen kann oder muss, im Gegensatz zur intellektuellen Stimulierung.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Hm….

    Die Actionphrasen die derOberbösewicht da am Stück ausspuckt waren eben nicht humorvoll, sondern anstrengend. Der Film als solches nimmt sich und seine Prämisse ja extrem ernst und weidet sich am Pathos der armen Na’vi und ihrer Kultur die von den bösen Kapitalisten kaputt gemacht werden soll. Die Na’vi selbst sind eine extrem humorlose und anstrengende Rasse, die im Endeffekt nur aus Ehrgefühl, Naturreligion und Tradition bestehen.

    und zur Emotionalen Stimulierung: Ich finde eben nicht, das es egal ist, wie man stimuliert wird. Klar funktioniert vieles, aber es gibt sehr billige Stimuli und geschicktere, die eben auch mit der Tiefe der Charaktere zu tun haben und deren glaubwürdiger Schilderung. Die Figuren in Avatar sind Abziehbilder ohne große Nuancen. Unser Held ist jemand ohne Geschichte, ohne Vorleben, ohne echte Entwicklung. Die Na’vi-Tante ist auch eine One-Note-Performance. Insofern finden auch die emotionalen Stimuli auf dem niedrigsten Level statt. Klar mag das funktionieren bei vielen, aber das ist für mich genauso wertvoll, wie wenn Leute die volkstümliche Musik hören daraus emotionale Stimulation beziehen. Die Tränen sind vielleicht echt, aber das was sie erzeugt ist irgendwie ekelig.
    Kleine Mädchen finden Twilight total mitreißend und emotional berührend. Oder heulen und schreien stundenlang wenn ihr Lieblingspopstar auftritt. Das mag altersgerecht sein und sich im Laufe der Zeit auswachsen, ist aber dennoch etwas völlig anderes als die Emotionen die durch geschickte Erzählung, durch glaubhafte mehrdimensionale Charaktere und eine stimmige Inszenierung erzeugt werden. Es gibt viele Wege zum Ziel und auch mit der Brechstange bekommt man gewisse Menschen zum Heulen, das stellt sie aber nicht auf dasselbe Niveau wie andere Werke, die es sich nicht so leicht machen.

  • no*dice

    @batz: +1 und nochmal +1 für die Wahl auf “Der Vorleser”, dieser Geschichtsrevisionistische Wärmbläser hätte ruhig auf dem Autobahnklo verrosten können. Aber nein, der Mob fands gut, die armen deutschen Täter, die Tante wollte ja nur vorlesen und Teenis bu*msen.

    Ein weiterrer Grund sich gegen Volksbegehren zu stemmen. Pädophile Nazilover f*cuk off!

    Grüße

  • no*dice

    WO bleibt denn Tante EDIT? Gabs doch mal oder? Egal oben gehört ein Absatz nach dem ich Batz +1 gegeben habe.

    Der zweite Teil bezieht sich nbatürlich auf J.Strikers Abriss.

    Ansonsten alles wie gehabt, für Kritik bin ich immer zu haben. Gut das es hier so massig davon gibt.

    Grüße

  • Jane Doe

    Ich hätte da noch “Year One” mit Jack Black im Angebot. Ich verehre Jack, aber das ging wirklich gar nicht. Da war das Fremdschäm-Niveau wirklich sehr hoch.
    Ebenfalls unterirdisch “The Happening”

  • Paul_Baeumer

    @83 Bomster
    Ich wollte dich ja nicht als arrogant bezeichnen, sondern nur bemerken dass dieser Eindruck leicht entstehen kann wenn du eine Formulierung verwendest, die – wie ich schon sagte eher ein Stilmittel ist um deine Abneigung gegen den Film zu verdeutlichen – aber evtl. diejenigen die den Film mochten herabwertet, was bei einem Satz wie “ein Film für Dumme” keine falsche Interpretation erfordert. Durch so entstehende Missverständnisse werden die ganzen Streitigkeiten in den Kommentaren durchaus nachvollziehbarer, wobei ich auch zugeben muss das vieles sich eher auf die von Batzmann (Kommentar 82) genannten Gründe zurückführen lässt.

  • Dachsman

    @Batzman:
    Auch von meiner Seite aus danke für die ausführliche Antwort und an gleicher Stelle auch noch Entschuldigung wenn ich nicht auf alles eingehen kann, auch wenn ich es gerne würde.

    Ich denke was das “beleidigt sein” angeht gilt es zu unterscheiden. Sicher, es wird immer die Typen geben, die du beschrieben hast, die jeden Verriss eines Lieblingsfilms sofort als persönlichen Angriff werten und dann entsprechend unangemessen scharf zurück schießen. Wegen solchen Kommentaren irgend etwas zu ändern oder überhaupt darauf einzugehen ist sicher sinnlos und führt wenn überhaupt zu einer recht unfruchtbaren Diskussion.
    Auf der anderen Seite gibt es denke ich aber auch immer wieder die Rezipienten, die nicht unbedingt sofort beleidigt sind, sich aber am generellen Ton stören (auch wenn es, wie gesagt, am Inhalt nichts auszusetzen gibt). Wenn ich mal mit anderen Seiten vergleiche, auf denen ich sonst so unterwegs bin, ist diese hier wahrscheinlich eine der kritischsten was die Beurteilung von Filmen angeht. Das ist nichts schlechtes, ganz im Gegenteil, da kann ich dir ja nur zustimmen, ein pointierter Verriss ist mir in jedem Fall lieber als pseudodemokratisches Geseiere, ohne auf den Punkt zu kommen.
    Aber, wie gesagt, der Ton in einigen Reviews hier ist manchmal arg agressiv (bspw. “96 Hours”, bei dessen Lektür ich immer mehr fürchtete, dass Luc Besson morgen neben einem abgetrennten Pferdekopf aufwacht), was natürlich von vorne herein eine aufgeladene Stimmung erzeugt. Und wenn das dann alle naselang vorkommt (Film als im Nebensatz als “schlimme[r] Scheißdreck” abgestempelt werden [War of the Worlds Review] und man das Gefühl kriegt, dass ganze Themen nur geschrieben werden um Film YX mal wieder eine reinzuwürgen ["Amellie" ist da so ein Kandidat; es sei ja jedem gelassen, die Art des Filmes nicht zu mögen, wenn das aber immer und immer wieder gesagt wird, nervt es doch], dann neigt man eben dazu auch so eine gewisse Angefressenheit an den Tag zu legen, wenn mal wieder der nächste Verriss hier gepostet wird.
    Gerade wenn ich mir z.B- in diesem Artikel wieder Jet Strajkers-Liste angucke und da fast jeder Film, der mir dieses Jahr gefallen hat unter “Rohrkrepiere” oder “völlig überschätzt” eingeordnet ist, dann fällt das frage ich mich irgendwie “Sind Geschmäcker jetzt echt so verschieden, oder gefällt dem überhaupt irgendwas?”.

    Long story short: Ich will euch da grundsätzlich nirgendwo reinreden, mir gefällt die Seite ja durchaus, dass es hier aber auch mal zu “gereizten” Antworten kommt, verstehe ich aber auch nur zu gut.

  • http://www.calibanblog.de caliban

    Dazu mal Tschechow, weil Aphorismen so schön elitär sind:
    Wenn ich eine Kritik lese, packt mich immer ein gewisses Entsetzen: Leben denn auf Erden so wenig kluge Menschen, daß es nicht einmal Leute gibt, die eine Kritik schreiben können?

    Das hier ist ein Blog! Der Vergleich mit den achsogutenamerikanischen Kritikern ist unhaltbar. Hier wird nicht von großen Kritikern eine Kritik veröffentlicht. Sondern es sind Fanboys, Filmfans, Filmnarren die hier schreiben.

    Ich finde auch dieses pseudointellektuelle gräßlich. Vor allem, wenn auf der einen Seite gegen den Deutschen Feuilleton mit brennenden Fahnen in den Krieg gezogen wird, aber andererseits genau der gleiche “Wir stehen über dem Proletariat, welches *würglaut* solche Filme amüsiert”
    Unsinn erzählt wird.

    Frei nach “Sunset Boulevard”: Sie hätten wohl auch “Vom Winde verweht” abglehnt?

  • Hell-G

    @caliban
    Und weil es Fanboys, Filmfans, Filmnarren sind, dürfen sie sich nicht mit anderen Kritikern (egal wie achsogut/amerikanisch/gutbezahlt/whatever sie sind) vergleichen? Ist doch Ihr gutes Recht – gerade weil es Ihre Seite ist. Wir dürfen doch auch unseren Senf dazugeben.

    Persönlich kann ich den Kritiken hier zu ca. 40% zustimmen, die übrigen 60% sehe ich völlig anders. Das hat mit eigenen Empfindungen, Erwartungshaltungen und Vorstellungen zu tun mit dem ich den jeweiligen Film sehe. Ich lese lieber eine Kritik, der ich nicht zustimme, die mir dafür aber eine andere Warte zeigt, über die ich nicht nachgedacht habe. Und das zeigt mir letztendlich nur wieder auf, wie mannigfaltig die Meinungen von Menschen sein können. So schlimm ist das gar nicht.
    Wenn wir schon den Zitateschimmel totreiten:

    Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend

    Albert Einstein

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Dachsman

    Das wir alle manchmal übers Ziel hinausschießen, gebe ich gerne zu. Jeder hat seine Hassfilme und das man sichs manchmal verkneifen könnte dem Film nebenbei einen mitzugeben, ist sicher richtig.

    Andererseits sind es eben immer Einzelmeinungen hier, die selbst die anderen Filmfreunde nicht immer teilen. Gerade die Top/Flop-Listen zeigen es ja wunderbar, das wir Filme völlig unterschiedlich beurteilen. Was Nilz und Malcolm mögen, finden Jet/Rajko und ich oft gruselig schlecht und umgekehrt. Und selbst als jemand der oft mit ihm übereinstimmt, schüttele ich bei vielen der Sachen die Rajko als “Enttäuschung und Rohrkrepierer” einstuft ganzmassiv den Koch und dachte genau wie viele Leser: “Was bleibt denn da noch über, was er mochte?” Wichtig ist aber, das er seine Meinung gut begründen kann und ich seine Argumente oft nachvollziehen kann, auch wenn ich sie ganz anders bewerte.

    Zum Tonfall der Reviews, natürlich sind die bisweilen recht drastisch, gerade bei Filmen die ich wirklich hochgradig ärgerlich fand (Wie im Falle von Taken) – aber ein Film der derartig wenig zimperlich daherkommt und so fragwürdige Moralvorstellungen vertritt, muß eine deutliche Kritik vertragen können. In gewissen Fällen ist es einfach schwierig die Punkte die mich an einem Film wirklich stören und die ich in Einzelfällen auch für bedenklich halte, prägnant auf den Punkt zu bringen ohne dabei Gefahr zu laufen Leuten die ihn mochten auf den Schlips zu treten. Wenn man in den 80ern Stock/Aitken/Waterman Einheitsgedudel als uninspirierte Plastikmusik mit völlig debilen Texten bezeichnet hat, gab es sicher eine Menge Rick Astley-Fans die sich tödlich beleidigt sahen. Was aber kein Grund sein kann, das nicht so zu formulieren. Eine Formulierung wie “schlimmer Scheißdreck” steht zudem ja meist nicht alleine da, sondern ist wenn man ins entsprechende Review schaut ja dort dann auch begründet.

    @Caliban

    Was hat die Veröffentlichungsform mit dem Inhalt zu tun? Auch die US/UK-Kritiker bloggen sehr oft – und viele der erfolgreichen Blogs und anerkannten Blogs werden sehr oft von Quereinsteigern betrieben, deren Fachwissen aber dennoch unstrittig ist.

    Als jemand der hauptberuflich als Redakteur arbeitet seit vielen Jahren und ein entsprechendes Studium und Ausbildung hat, finde ich es etwas befremdlich wenn du hier von Fanboys und Filmfans schreibst. Ich weiß ja nicht welche Qualifikation du ansetzt für “qualifizierte Texte”, aber mir reicht es im Grunde wenn jemand schreiben kann und seine Argumente nachvollziehbar vertritt.

    Und wo wird hier gegen den deutschen Feuilleton in den Krieg gezogen? Wenn es Kritiken aus dem deutschen Raum gibt die ich mag, beziehe ich mich auch darauf. Das ich insgesamt öfter angelsächsische Kritiker lese hängt natürlich oft auch damit zusammen, das sie Kritiken früher veröffentlichen als die deutschen Kollegen, die ja meist erst zum Filmstart hierzulande erscheinen.

    Und ehe du dich über die Arroganz meinerseits aufregst, würd ich gern mal die Frage stellen ob du dich nicht genauso von Dingen abgrenzt, die du für dumm hälst. Wie ich oben geschrieben habe: Jeder liest mal Schundromane, guckt Trash-TV und nen Trashfilm – das alleine qualifiziert nicht zur Dummheit. Aber man sollte sich im Klaren sein, das es Trash ist und nicht versuchen spaßigen Scheiß als hochwertige, anspruchsvolle Kunst zu verkaufen.

  • Dachsman

    @Batzman

    In kann dir bei deinen ersten beiden Absätzen ansich nur voll und ganz zustimmen, nur leider fehlen diese Begründungen ja z.B. oben bei der “Rohrkrepierer”-Liste und auch bei der “schlimmen Scheißdreck”-Aussage aus der “War of the Worlds”-Review fehlen die Begründung leider. Fair enough, das sind die einzigen Fälle, wo es mir jetzt so krass auffällt und sicher wäre es wahrscheinlich auch zu viel verlangt von Jet zu jedem Film oben auf die Schnelle einen Kommentar zu schreiben, allerdings fehlt dann einfach die Begründung, was es mir schwer macht die Aussagen zu akzeptieren oder für voll zunehmen.

    Und sicherlich sind eure Reviews eigentlich alle durch die Bank weg gut und nachvolziehbar geschrieben, das will ich auf keinen Fall abstreiten, es fällt dabei aber auch auf, dass ihr sehr oft gegen den “Meinungsmainstream” steht (Referenzseite im deutschsprachigen Raum wäre auf Grund der Popularität wahrscheinlich filmstarts.de).
    Das ist an sehr vielen Stellen natürlich durchaus berechtigt, im Fall von “Avatar” oder “Public Enemies” beispielsweise, kann natürlich bei oberflächlicher Betrachtung (und damit meine ich auch schon das stichprobenartige Lesen von 2-3 Reviews und 2-3 Themen) das Bild erzeugen, erlebe ich ja selbst oft genug, wenn mir Freunde/Bekannte beim Surfen über die Schulter schauen (natürlich nicht nur bei dieser Seite).
    Und an solchen Stellen lässt es sich nicht vermeiden, dass auch mal Emotionen hochkochen , die sich dann in entsprechenden Kommentaren (gewollt oder ungewollt) entladen.
    Das ist und wird dann eben ein Nebeneffekt der Seite bzw. eures Stils. Damit scheint ihr ja auch gut klar zukommen, sonst hättet ihr wohl schon was geändert und mich stört es auch nicht (mehr) sonderlich, was wohl am Reifeprozess und an der Bereitschaft sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen liegt.
    Und ansonsten bleibt wohl nur zusagen, dass diejenigen, die jetzt androhen nie und überhaupt nicht wieder zukommen, wohl eure besten Klickgeneratoren sein dürften. ;)

  • Pingback: News vom 07.01.2009 « julienschweikert.de

  • Jens

    Also tut mir leid, aber dass was ihr zu Avatar zu sagen habt, kann ich mal so gar nicht nachvollziehen. Naja vllt. habt ihr ja einen anderen “Avatar” als ich gesehen…

  • DDD

    96 ist der beste Film des Jahres 2009!
    Liam Neeson in einer Rolle wo man garnicht mit ihm rechnet.
    Er tretet in Ärsche Ballert Rum und jagt verbrecher.
    Der Film ist einfach nur GEIL.

    Was ihr hier für Filme gut findet, ist absolut kindisch und lächerlich.
    Nehmt euch mal selbst ernst und tut nicht so als ob ihr gegen jeden Film sein müsst den die Masse empfiehlt.

    Einfach nur aus trotz rebellisch zu wirken entzieht euren Kritiken jegliche ernsthaftigkeit.

  • http://youtube.com/user/cushycrux cushycrux

    Warum hat denn niemand “Star Trek” erwähnt? War der so schlecht das Ihr Ihn alle schon wieder vergessen habt? Für mich der Horror 2009 – “Gerapetes” Star Trek frenchise.

    Ich mag eure Reviews echt, aber ich suche eigentlich (seit 10 Jahren) wieder mal einen guten Film – wird es auch ein “Himmel 2009 – Die Besten” geben?

  • Pingback: Linktipps vo5 05.02.2010 : Nerdtalk

  • http://blabla.com crash

    Entweder ihr wollt eure Publicity damit steigern, dass ihr absichtlich gute Filme schlecht macht, oder ihr habt wirklich keine Ahnung!

    Egal aus welchem Grund, eure Seite ist zum Kotzen und eine Beleidigung für jeden echten Filmfreund!

  • Irreversibel

    Kontroverse Liste(n).
    Wie mal allen Ernstes “Frost/Nixon” oder “Slumdog” als Rohrkrepierer einordnen kann wird mir wirklich ein Rätsel bleiben. Klar, beide Filme mögen Schwächen haben aber in einer Negativ-Liste zu landen haben sie beide mMn nicht ansatzweise verdient. Gleiches gilt für die “Basterds” oder eingeschränkt auch für “Up”.

    Die Vorwürfe an “Der Vorleser” (Kommentator Nummer 92 macht sich da unfreiwillig zum Vollidioten) sind für mich ebenfalls nur schwer nachzuvollziehen da ich keinen geschichtsrevisionistischen Persilschein erkennen kann (von einem Plädoyer für Pädophilie mal ganz zu schweigen *facepalm*). Dagegen finde ich die Kritik an “96 Hours” völlig gerechtfertigt und wer darin lediglich eine 08/15-Rape & Revenge -Story sieht, die es so schon x-mal gab, sollte den Film evtl. nochmal gucken.

    Das Geflame gegen Volksentscheide und direkte Demokratie aufgrund von Besucherzahlen oder sonstigen popkulturellen Phänomenen ist allerdings wirklich mal ein Grund sich aufzuregen. Das ist einfach nur dümmlichstes B.Z.-Niveau und auch nicht dadurch zu rechtfertigen, dass die Kritik/der Kommentar so bissiger klingt.

    Meine Flops 2009 waren (unsortiert):
    Brüno
    Benjamin Button
    Terminator Salvation
    The Unborn
    The Killing Room
    The Last House on the Left
    The International
    The Box
    My Bloody Valentine
    Knowing
    Friday the 13th
    Frequently Asked Questions About Time Travel
    Dead Snow
    2012

  • http://keine Leonidas

    Wieso ist “Avatar” auf der Liste? Der war doch sehr gut (bzw. gut für alle Leute unter 87).

  • http://blog-film.de Filmkultur

    Also Transformers fand ich eigentlich ganz gut #Outing! Ich steh aber auch auf Trash :)

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr