The Thing Prequel kommt – Drehbeginn im März

19 Comments

Der beste Film den John Carpenter gedreht hat und dessen FX auch in Zeiten des CGI-Wahnsinns noch Spaß machen, bekommt bekanntermaßen ein Prequel in dem wohl die Story um die norwegische Forschungstation erzählt wird, deren Überreste Kurt Russel und Co. in “The Thing” entdecken. Der erste Teil ist einer meiner absoluten All-Time-Favorites, was nicht nur an den Tricks sondern auch an der morbiden Paranoia-Stimmung, der einprägsamen Cast liegt und dem düsteren Ende liegt.

Production Weekly kündigte jetzt den Drehbeginn für das ebenfalls “The Thing” benannte Prequel zu Anfang März an. Regie wird der noch unbekannte Matthijs van Heijningen Jr. führen, der bislang nur durch Kurzfilme und Musikvideos auf sich aufmerksam gemacht hat. Interessanter ist da schon das Drehbuch, daran schreibt nämlich neben Eric Heisserer (he who reboots Nightmare on Elm-Stree) Ronald D. Moore mit, der bereits bei den Star Trek-Serien und dem Battlestar Galactica-Relaunch Erfahrungen im SF-Bereich sammeln durfte. Immerhin hat er schon bewiesen, das er auch Geschichten erzählen kann, bei denen es nicht zwingend notwendig ist, das Gehirn ganz abzuschalten.

Langsam wird es also Zeit sich um die Besetzung zu kümmern. Das Original bot durch die Bank unterschiedliche, knorrige Charakterköpfe zwischen 30-60 – bleibt abzuwarten ob wir im Prequel glattgebügelte Twinks und vielleicht noch eine sexy Forscherin bekommen, damit die MTV-Zielgruppe auch brav ins Kino geht. Als sicher dürfte allerdings gelten, das die Transformationen und Mutationen des THING wohl mit Standard-CGI-Geraffel umgesetzt werden, statt mit klassischen Effekten a la Rob Bottin und Stan Winston.

Link (via Reelzchannel)

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About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Ich muss es jetzt und hier gestehen. Nach jahrelanger Verehrung des Carpenter-Filmes hat die erneute Sichtung kürzlich leider die Ernüchterung gebracht, dass der gar nicht (mehr) sooo gut ist.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Ich hab ihn mir gerade wieder auf BD geholt und nochmal geguckt und mochte ihn immer noch sehr gern. Er hat einfach sehr viele sehr stimmige Momente…

    Dadurch das durch CGI heute jede Verformung mühelos möglich ist, entfällt auch einfach jede Spannung und die Verlockung einen dauermorphenden Alien im Effektoverkill zu zeigen erscheint mir einfach sehr groß.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Finde aber, so toll die Make-Up-Effekte auch sind, dass sie die Zeit keinesfalls so unbeschadet überstanden haben, wie es gerne immer heißt.

    Am Schlimmsten fand ich nun die Musik von Morricone. Und dass Carpenter immer wieder den Hawks gibt, nervt mich auch.

  • Auggie Wren

    Ich mag “The Thing” auch heute noch gern sehen und fürchte, dass es darauf hinaus läuft, dass wieder einmal ein geplantes Prequel dem Original nichts hinzuzufügen weiß. Vorallem die handgemachten Effekte von Winston und Co. vermisse ich in der heutigen Filmlandschaft schmerzlich. Ich habe die Sorge, dass wieder ein moderner Klassiker durch überbordernde (und alle irgendwie gleich aussehende) CGI-Effekte und MTV-Optik nebst entsprechender Musikvideo-Erzählstruktur versaut wird für eine neue (anspruchslosere? – soll nicht anmaßend klingen) Generation von Multiplex-Kinokassenfüllern.
    Ich weiß, dass ich weinerlich klinge, aber ich bin nunmal der Meinung, dass die Filmlandschaft (zumindest die der größeren Produktionen) ärmer geworden ist und Qualität in Zeiten von zuviel CGI und Haudrauf-Pomp keine Notwendigkeit mehr darstellt und so von eher geringem Interesse ist.
    Tja, früher war halt alles besser ;)
    Außerdem: was Carpenter und Effekte angeht, ist der “Exot” aus “Dark Star” eh nicht zu übertreffen! ;)

  • Syko

    Aber der Film hat seine Momente. Klar wenn man ihn sich heutzutage anguckt ist er schon angegraut.
    Ich hatte letztens beim Gucken aber wieder sehr viel Spass.
    Alleine die Szene mit dem Bluttest ist immer wieder sehenswert.

  • sebastian

    puh, ewig nicht gesehen den Streifen.

    Ich liebe aber RDM’s neuauflage von BSG und da hat er für mich bewiesen, das er in der Lage ist altbekanntes aufzuwärmen und schmackhaft zu machen. Ob ihm das auch im Kino gelingt sei mal dahingestellt.

    May the force be with him. So say we all! oder so ähnlich! ;)

  • Silencer

    Ich bin durch Kommentare zu 30 Days of Night auf “Das Ding” aufmerksam geworden, wo es hieß, dass die eisige Stimmung dort noch besser zur Geltung kommen soll. Ich fand den Film dann auch richtig gut.

    Zu CGI vs. “klassiche Effekte”:
    Heute bietet sich ein Mittelweg an. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Serie Farscape, wo zwei Hauptfiguren Puppen/”Animatronics” sind und nach kurzer Eingewöhnungszeit auch völlig real wirken. Für Scifi-Stadtansichten bzw. Weltraumszenen ist halt CGI besser (auch finanziell). Das Jim Henson Team hat auch die Vorlonen im “Anhalter” gemacht. Eine weitere gute Mischung aus CGI und Puppen/Maske ist auch in “Silent Hill” zu sehen.
    Und jetzt gibt es noch die 3D CGI-/Real-Technik, die alles bisher Gesehene in den Schatten stellt [oh nein, nicht schon wieder diese Avatar-Fanboys!! :) ].

  • Auggie Wren

    @Silencer: Was das angeht, stimme ich dir zu. Von den Monstern aus “Wo die wilden Kerle wohnen” war ich zum Beispiel schwer begeistert: die Menschen in Monster-Kostümen mit toller CGI-animierter Mimik fand ich klasse.
    Mein Problem mit CGI ist kein generelles, ich mag es nur nicht wenn die Filmemacher aus Mangel an Ideen alles mit reizüberflutenden Effekten vollstopfen. Da geht für mich persönlich viel an Atmosphäre verloren, wenn es in jeder Ecke der Leinwand ständig “lustige” Effekte zu sehen gibt. Ohne CGI mussten Filmschaffende sich noch mehr Gedanken über Monster, Requisiten, etc. machen, da Effekte sehr teuer und aufwändig waren. Heute sehen fast all diese digitalen Welten doch irgendwie gleich aus.
    Außerdem finde ich Monster viel spannender, wenn sie nicht permanent in riesigen Actionszenen von allen Seiten zu sehen sind
    (z.B.: Unterschied Alien 1 – Alien 4).
    Und warum muss ein Prequel zu “The Thing” überhaupt her? Der Film ist gut, so wie er ist und da muss (meiner Meinung nach) nicht jemand im Kielwasser des berühmten Originals noch einmal Kohle machen. Die Gefahr, dass so etwas schief läuft ist sehr groß.
    Warum haben so viele Filmschaffende keine neuen Ideen mehr?
    Entweder drehen sie Filme im Erfolgssog bereits bekannter Filme (Teil 2-100, reboots, etc.) oder sie verfilmen bloß noch Modethemen (Zauberer, Vampire, Fantasy, oder eine Comicverfilmung nach der anderen).
    Mann, ich bin aber auch ein Nörgler… ;)

  • GunGrave

    … warten wirs ab – ist halt immer so ne Sache mit den Re-makes… bin da nicht so ganz von überzeugt – mir fehlt das frische BLUT… anstatt uralte Konserven aus em Keller zu holen… den Staub abzuwischen und neu zu etikettieren!

  • Jan

    Kennt eigentlich jemand den allerersten Film dazu aus den 50ern?
    Der ist zwar typisch für seine Zeit mit den Dialogen, aber regt schon zum nachdenken an, auch weil das Monster da eben kein klassisches Monster ist. Das nur so am Rande.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Klaro. Finde den mittlerweile auch besser als den Carpenter, weil es da noch um etwas mehr geht als Grusel-Monster-Theater. Neben Siegels BODY SNATCHERS meines Erachtens der interessanteste ideologische Sci-Fi-Film der 50er.

  • Bronco Wiener

    Aufgrund Batzmann seiner Aussage habe ich mal kurz nachgegrübelt und komme zu folgender Carpenter-Topliste:

    1. They Live
    2. Halloween
    3. Escape from New York
    4. The Thing
    5. Assault on Precinct 13
    6. Big Trouble in Little China

    Mouth of Madness und Prince of Darkness fand ich damals auch ziemlich gruselig, is aber schon lange her, keine Ahnung ob die mich heute noch vom Hocker reissen würden. The Fog fand ich ziemlich lame, obwohl der ja auch gerne als Klassiker genannte wird. Den weiteren potentiellen Klassiker Dark Star hab ich leider noch nie gesehen.

    Flop-Film Nr. 1 ist Ghosts of Mars (hier hat Herr Carpenter übrigens die Idee des tollen Mutant Chronicles Rollenspiels/TCGs/Tabletops geklaut, für dessen Verfilmung er kurz attatched war und auf die ich sehnsüchtigst wartete. Ist ja vor kurzem in einer zumindest etwas besseren Version doch noch realität geworden).

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Die Erstverfilmung der Geschichte “Who goes there?” hat aber mit der Vorlage viel weniger zu tun, als Carpenters Version und war außerdem so ein klassischer Böse-Russen-Paranoia-Film. In jedem Freund kann ein kommunistischer Verräter stecken… Keep watching the skies…

    Insofern find ich die Agenda des Films ganz abgesehen von der albernen Umsetzung des Monsters eher unerfreulich.

    Der Subtext von Carpenters Film ist dagegen vielschichtiger und spannender und das nicht nur wenn man ihn als AIDs-Parabel interpretiert, wie das später getan wurde.

    Lesenswert dazu: http://outpost31.com/media/All_About_The_Thing.pdf

    Und viele der anderen Analysen auf Outpost31

  • Jan

    Naja, also die Agenda vom Original ist natürlich zeitgemäß. Und das heißt in dem Fall 50er Jahre. Solche Filme spiegeln ja nunmal den Zeitgeist, genau wie es The Thing 1984 gemacht hat.
    Weder wäre da der alte Film möglich gewesen noch in den 50ern die 84er Version.
    Und so albern finde ich das Monster nicht. Für das damalige Budget ist es ok. Es dient der Geschichte, ohne Splatter oder Effekt Freunde zu bedienen. Geht für mich in Ordnung.

    Was den Subtext von The Thing angeht – also ich hab mal in das verlinkte PDF geschaut und mir explizit den Anfang und das Ende vorgenommen. Mal ernsthaft, man kann es auch übertreiben. Da wird in jede Kameraeinstellung wirklich alles reininterpretiert was möglich ist. Ich vermute, selbst Anschlussfehler werden da auf Tiefgründigkeit abgeklopft. Lustig zu lesen, aber zum Großteil sicher nicht komplett mit den Intentionen von Carpenter gleichzusetzen. Er wollte einen Thriller mit damals herausragenden Effekten und Action sowie einem zweideutigen Ende. Alles andere wäre aber auch zuviel der Ehre für ihn und für mich pure Haarspalterei (also z.Bsp. ob es jetzt eine Bedeutung hat das Russel am Anfang den einen Computer ein Spiel verliert, oder das beide am Ende aus einer Flasche trinken).

  • Jan
  • http://www.fuenf-filmfreunde.de/jet-strajker/ Jet Strajker

    Filme im Nachhinein mit Bedeutung aufzuladen bringt nicht viel, AIDS war zur Entstehungszeit des Carpenter-Films noch kein global erfasstes Phänomen. Insofern sollte man dem Film nicht zu viel Ehre zuteil werden lassen (unabhängig davon, dass THE THING, wäre er in der Zeit gedreht und veröffentlicht worden, in der die “Schwulenseuche” Schlagzeilen machte, sicher kein Flop geworden, aber auch reichlich geschmacklos wär). Es ist ein reinrassiger Genrefilm auf hohem inszenatorischem Niveau, bei dem Carpenter zum ungefähr 500. Mal “Rio Bravo” remaked. Die 50er-Jahre-Version ist theatralisch, aber durch seinen eindeutigen und bewussten politischen Subtext immerhin diskussionswürdiger.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Jan

    Das schreibt der Autor des Textes ja selbst, das er in dieser sehr ausführlichen Auflistung absolut nicht zwischen intendierten und zufälligen Dingen trennt, sondern nur schaut was tatsächlich vorhanden ist und danach schaut was rauszuholen ist. Also ähnlich wie klassische Gedichtanalyse auch betrieben wird, bei der man ebenfalls bisweilen den Eindruck bekommen kann, das zuviel hineininterpretiert wird. Nichtsdestotrotz eine sehr spannende Herangehensweise, die bei Filmen seltener angewendet wird – sicher auch weil die Macher dort oft und gerne ihre Intentionen gleich miterklären.

    @Jet

    Ich hab ja gesagt, das die AIDS-Parabel später reingelesen wurde und nicht von den Machern so geplant wurde, aber das macht diese Lesart nicht automatisch wertlos oder irrelevant.

    “The Thing looks into the dark heart of the abyss, it is a nihilistic American horror film where one’s anxieties, fears and paranoia are reflected by an unknown monster which looks identical to us. John Carpenter’s The Thing was not born out of the threat of Communism nor Nuclear destruction but rather an equally terrifying prospect for 1980’s America, the fear of the Aids virus. Much has to be made of the solely male cast, the complete absence of women, and an invisible killer that seems to infect the person rather than destroy them outright. The oblique ending of the movie only reinforcing the feeling of paranoia and distrust that the media portrayed during the height of the aids epidemic.”

    Das Carpenter und seine Drehbuchautoren das zumindest im Hinterkopf hatten (immerhin ist der Produktionszeitraum des Films genau das Jahr in dem HIV in der Öffentlichkeit erstmals wahrgenommen wurde) ist so unwahrscheinlich nicht.

    Und ob Carpenter jetzt seinem Lieblingsregisseur Ehre erwiesen hat, ist eigentlich auch egal. Zumal es etwas albern ist ihm ein Rio Bravo-Remake vorzuwerfen, wenn er sich direkt auf Hawks-Thing-Film bezieht. Fest steht, das Carpenters-Film viel mehr Projektionsfläche bietet und damit auch heute noch viel spannender ist, als der 50er Jahre Film. Der kann sehr eindeutig festgelegt und kategorisiert werden und bleibt eben ein Paranoia/Propaganda-Film.

    Ich würd btw. auch jederzeit die Body-Snatcher-Neuverfilmung mit Sutherland (und selbst die Ferrara-Version) dem alten Film vorziehen.

  • Rob

    Abgesehen von allen möglichen Qualitätskriterien bei einem Film bzw. Prequel fehlt hier doch schon komplett die Spannung.
    Habe gerade The Thing angesehen und da wird ja ziemlich explizit gezeigt was im Norweger-Camp passiert ist, insbesondere wie die letzten beiden Überlebenden dem Hund hinterherjagen in den ersten fünf Minuten.

    Das Prequel wird hier hier wohl keine neuen Erkenntnisse bringen außer dass alle sterben und am Ende zwei Leute in den Hubschrauber steigen…
    Das Doku-Video der Norweger im Film reicht doch eigentlich als Info über die dortigen Geschehnisse.

  • http://www.myspace.com/dirkmichael Dirk Michael

    Ich freu mich irgendwie auf den Film und hoffe auf ein überdurchschnittlich gutes Prequel! Allerdings erwarte ich nicht, dass er Carpenters Geniestreich toppen wird! Und was die Oldschool-Effekte betrifft in Richtung jüngere Kinogänger: Die gehören – heute wie damals – zu den ausgereiftesten mechanischen Tricks, die man kennt – besser ging’s kaum noch! Bei der heutigen CGI-Technik ist allerdings noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, denn moderne Filme wie z.B. Green Hornet, Green Lantern, Thor und wie sie alle heißen haben in meinen Augen nur durchschnittliche Digital-Effekte, die schon in ein paar Jahren total veraltet ein werden! Kommt auch immer aufs Genre drauf an! Ich würde nämlich behaupten, dass ein guter Horrorfilm heutzutage nur mit mechanischen Effekten wirklich eine gute Atmo vermitteln kann! Man stelle sich z.B. mal digitale Zombies in einem entspr. Film von G. Romero vor – brrr! Bei “I am Legend” wars ja schon so ähnlich – ächz!

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