Das Kabinett des Doktor Parnassus (Review)

25

“Don’t believe everything you read. Especially The Mirror.”

Originaltitel: Imaginarium of Doctor Parnassus, The
Herstellungsland: Frankreich, UK, Kanada 2009
Regie: Terry Gilliam
Drehbuch: Terry Gilliam & Charles McKeown
Darsteller: Christopher Plummer, Heath Ledger, Lily Cole, Andrew Garfield, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law, Tom Waits, Verne Troyer

★★★½☆

Der uralte Schausteller Doktor Parnassus (Christopher Plummer) vollführt mit seiner fahrenden Truppe, bestehend aus seiner Tochter Valentina (Lily Cole), dem kleinwüchsigen Percy (Verne Troyer) und dem Jungen Anton (Andrew Garfield), eine gar wundersame Zaubershow.

Für einen kleinen Preis darf eine Person aus dem Publikum durch den Zauber-Spiegel hindurch in das Imaginarium eintreten und dort eine magische Welt erleben, die für jede Person anders aussieht.

Doch nicht alles ist so harmlos wie es ausschaut. Denn der zwielichtige Mr. Nick (Tom Waits) drängt Parnassus zu einer weiteren Wette. Als schließlich der kurz vor dem Erhängen gerettete Tony (Heath Ledger, Collin Fareel, Jude Law, Johnny Depp) zu der Truppe stößt spitzen sich die Dinge zu und ein Verwirrspiel um Lug und Trug, Wirklichkeit und Phantasmagorie beginnt…

Es fällt schwer die widrigen Produktionsbedingungen für einen Moment zu ignorieren, denn wieder einmal war Gilliam mit einem gewaltigen Problem konfrontiert, das die Fertigstellung dieses Films kurzfristig zu verhindern drohte. Es hat ja beinah Tradition. Wenn er sich nicht mit den Produzenten überwirft, Unwetter den Dreh verhindern oder ihm sein eigenes Ego ein Bein stellt, muss ihm einer der Darsteller wegsterben – dummerweise auch noch das Zugpferd das ihm überhaupt erst die Produktion ermöglicht hat.

Doch wie sein Alter Ego Münchhausen, hat sich Gilliam wieder einmal – mit Hilfe vieler Freunde – am eigenen Haar aus dem Sumpf gezogen und einen Film abgeliefert, dessen Trick mit den drei verschiedenen Schauspielern, die den verstorbenen Heath Ledger ersetzen, nie als Hilfslösung auffallen würde, wüsste man nicht um die Ereignisse die dazu führten.

Das ist Gleichzeitig Kompliment wie Kritik, denn Parnassus ist, wie oft bei Gilliam ein an Phantasie überbordender Film, dessen dramaturgische Zügel mehrfach zu entgleiten drohen. Es dauert bis die Geschichte in Gang kommt, bis sich dieses Ensemblestück rund um Christopher Plummer als den titelgebenden Doktor erschließt. Nicht zuletzt gilt es für all jene Zuschauer, die nur kamen um die letzte Arbeit des posthum zum Genie ausgerufenen Ledger zu sehen, zu begreifen, das Ledger hier keineswegs die Hauptrolle und noch viel weniger ein sympathischer Charakter ist.

Noch wird diese Rolle, so gut er sie auch spielt, als seine letzte Meisterleistung in Erinnerung bleiben, denn diese Ehre gebührt weiter seinem Joker aus “The Dark Knight”. Hier fügt sich Ledger brav ins Ensemble und spielt seinen Part, den zwielichtigen Tony mit Unterstützung der für ihn eingesprungenen Kollegen Depp, Law und Farrell mit angenehmer Zurückhaltung und unterschwelliger Ambivalenz (zum Glück erteilte Gilliam Tom Cruise eine Absage, der unbedingt auch als Ledger-Ersatz auftreten wollte – eine gruselige Vorstellung).

Depp channelt, obwohl er nur einen Drehtag hatte, die Persönlichkeit Ledgers dabei am Besten und würzt sie dann so langsam mit seinen eigenen Manierismen, das diese erste Verwandlung ohne jeden Bombast und fast selbstverständlich geschieht. Das Notbesetzung insgesamt nie unangenehm auffällt, ja im Kontext der Geschichte sogar plausibel wirkt, das Tony bei jedem Gang durch den Spiegel die Erscheinung wechselt, ist dem engagierten Spiel aller Darsteller, aber auch Gilliams verschrobener Regie zu verdanken, der das ursprüngliche reale Londoner-Setting immer mehr in eine mythisch, verschobene Welt abgleiten lässt in der selbst normale Dinge wie Einkaufszentren und die Londoner Skyline surreal überhöht wirken.

Das ist typisch Gilliam und erinnert an “König der Fischer” oder “Fear and Loathing in Las Vegas”, mit einer guten Portion “Münchhausen”, “Time Bandits” und selbst “Monty Python” findet sich als optisches Zitat wieder, wenn Tony plötzlich in einem knuffigen Paradies landet, dessen Bäume und Hügel aussehen wie einem von Gilliams frühen Cartoons des fliegenden Zirkus entsprungen. Da passt es dann auch, wenn unvermutet tanzende Polizisten im Minirock und explodierende russische Mütterchen auftauchen. Wäre nicht der bisweilen arg digitale Look, der immer wieder etwas mit den Miniaturen und wunderschönen schrabbelig-kollossalen Studiosets kollidiert, gäbe es optisch gar nichts zu bemängeln.

Schwieriger wird es da schon bei der Geschichte, die immer mal wieder Durchhänger hat und sich nie so recht auf eine Figur fokussieren mag. Etwas blass und funktionell bleibt Valentina, die eher Objekt der Handlung als wirklich greifbare Figur ist. Sie wechselt ihr Verhalten spontan, vom mädchenhaften Hüpfer zur schlagkräftigen Amazone, zur lasziven Verführerin – ohne das sich daraus am Ende ein völlig runder Charakter formt.

Anton – den der schon in der UK-Serie “Red Riding” und dem großartigen “Boy A” positiv aufgefallene Andrew Garfield spielt – ist noch am ehesten als Herz des Films anzusehen, denn seine Figur bleibt am konsistensten und reinsten in ihrer Liebe zu Valentina. Der Doktor selbst pendelt zwischen bemitleidenswert und ein wenig langweilig, er wirkt zu passiv und rollt eher mit den Wellen, als das er selbst die Segel setzt, den Kurs vorgibt. Ohne Verne Troyer, der hier mit Percy endlich mal wieder eine anständige Rolle bekommen hat, wäre er ziemlich verloren.

Wenn sich bisweilen der Eindruck einschleicht “this is a beautiful mess” ist das sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Gilliam schwelgt in Rückblenden, in aufwendigen Sets voller liebevoller Details, inspirierten optischen Ideen, von Riesenquallen bis zu Schlaraffenländern, endlosen Wüsten und abgewrackten Landschaften. Die Schwierigkeit das alles unter einen Hut zu bekommen wird an einigen Stellen spürbar, aber zum Ende hin nimmt der Film zum Glück noch einmal spürbar an Fahrt auf, die Story wird deutlicher, die Zusammenhänge klarer und Collin Farrell darf als letzte Inkarnation des Tony noch einmal seinen gesamten Charme aber auch gewalttätige Proletenhaftigkeit Gassi führen.

Über allem thront Tom Waits, der als teuflischer Mr. Nick einen Besetzungscoup darstellt und eine sehr unterhaltsame, vielschichtige Variante des Leibhaftigen abgibt. Seine genuschelten, ebenso ironischen wie verspielt-mitfühlenden Sätze beleben die Story dort, wo Plummers Rolle die Energie fehlt.

Das Imaginarium selbst bleibt ein rätselhafter Ort, halb psychedelischer Mind-Trip in die eigene Psyche, halb Wunderland carrol’scher Prägung – weniger intellektuell konstruiert, als Vehikel zur Erklärung der phantastischen Ausflüge die Gilliam im Sinn hatte. Wie in einem Gedicht – Parnassus gilt ja häufig als Heimstädte der Lyrik und Literatur – sind die Bilder hier eher traumhaft assoziativ, denn wirklich bis aufs Letzte durchdacht. Hinter den von vielen verschiedenen Künstlern beeinflussten Panels, steht die Idee der Welt als Narration, der Geschichte als lebendiges Wesen, das die Welt erschafft und beeinflusst. Nicht unähnlich dem Gedankenkonstrukt das u.a. auch Terry Pratchett in seinen Discworld-Romanen gerne entwirft, formt die Welt von Parnassus die Geschichten und die Geschichten formen die Welt.

In Interviews identifizierte sich Gilliam oft selbst mit Parnassus, als altem Geschichtenerzähler an dem die Welt vorbeigeht und ihr doch noch so viele altmodische Wunder zu eröffnen hätte, wenn sie ihm doch nur zuhören würde.

Zum Glück ist Gilliam nicht so passiv wie seine tattrige Titelfigur, mehr alt gewordener Junge als greiser Tingeltangel-Opa, schafft er das Wunder einen sehr persönlichen, fehlerhaften, undisziplinierten, liebenswerten und letztlich doch befriedigenden Film abzuliefern, dessen altmodische Leidenschaft und die (in Interviews von allen Beteiligten geäußerte) unbedingte Hingabe an Heath Ledger, hilft ihn dann doch zu mögen. Warzen und alles.

+++

And it’s memories, that I’m stealing…


(Youtube DirektDream

+++

PS: Wer hat sich eigentlich diese sauhässlichen deutschen Poster ausgedacht, die den Film aussehen lassen wie “Der Polarexpress” oder sonen Schrott? Wollen Sie den Film wirklich krampfhaft als Love Story verkaufen?

In : Review

About the author

Batzman (Oliver Lysiak)
Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreichstes Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

Related Articles

  • Bomster

    Öhm… ich würd das “Leaving” Las Vegas durch “Fear & Loathing in” ersetzen – ich hab beim Lesen hörbar gestutzt, weil ich nicht wusste, wie ich da Nic Cage als Alkoholiker unterbringen sollte. :)

    Die Rezi bestätigt anscheinend, was ich von dem Film erwarte – charakteristisch Gilliam, also stellenweise etwas unrund, aber vom kreativen Schwung des Regisseurs befördert.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Danke ;) Habs korrigiert, gemeint ist natürlich F&L!

  • http://blog.teo-net.de Teo

    Hört sich ja nicht schlecht an, wenn der Film denn auch flächendeckend gezeigt würde. In nur einem von 4 Kinos in meiner Umgebung läuft der Film überhaupt an diesem Wochenende und dies ist natürlich das am weitesten entfernte…

  • http://mightymib.blogspot.com mightymib

    Hab den Film Mitte September als Vorpremiere gesehen und bin fast eingeschlafen dabei. Das heisst, ich hätte einschlafen können, wäre das nervige overacting sämtlicher Akteure nicht gewesen. Stellenweise kam ich mir vor wie in einem schlechten Theaterstück. Visuell wechselt der Film zwischen Londons Hinterhöfen, Müllhalden und CGI-Sequenzen auf dem Stand von vor 15 Jahren, deren Originalität sich darauf beschränkt, im Unterbewusstsein einer konsumgeilen Tante so phantasievolle Dinge wie übergrosse Handtaschen und Stöckelschuhe zu zeigen. Dramaturgisch dümpelt der Film so dahin, dreht sich mal im Kreis und humpelt dann mit dem Tempo einer angeschossenen Schildkröte weiter. Der Bösewicht Mr. Nick ist zwar skuril, gibt Parnassus aber so viele zweite Chancen, dass man ihn als wirkliche Bedrohung kaum ernst nehmen kann. Dazu streut Gilliam noch etwas unmotivierte Gesellschaftskritik gegen Polizei, Konsum und Medien. Schön und gut, hat man anderswo aber alles schon mal origineller und, ja, phantasievoller gesehen.

    Fazit: 1 von 5 Sternen gibts von mir wegen Heath Ledger, Tom Waits, Johnny Depp sowie Lily Coles Ausschnitt, ansonsten gibts hier wenig zu sehen. Ja, da schaue ich mir lieber ein zweites Mal die Traumfänger und Einhornbilder aus Avatar an als dieses Flickwerk, das mir in jeder Szene entgegenschreit, wie unkonventionell es ist. Sorry Mr. Gilliam: ihr letzter guter Film hiess 12 Monkeys und ist von ’94.

  • Andi

    Nur mal so ein Hinweis am Rande (und bitte nicht hauen): Es würde sowohl die Lesbarkeit der Texte, als auch die Seriösität der Seite erhöhen, wenn ihr die von euch geschriebenen Texte mal Korrektur lest.

    Teilweise musste ich die Sätze mehrmals lesen, weil da einfach Kommas fehlen oder wichtige Buchstaben fehlen (“das” statt “dass”, “den” statt “denn”).
    Ich meine, nobody is perfect und das erwarte ich auch nicht, aber bei dem Text oben ist es mir wirklich ganz krass aufgefallen. Und ich weiß, ihr könnt (bzw. du, Batzmann kannst) das besser.

    Also, bitte nicht hauen :-)

  • Heiko

    @Andi: Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.

  • http://stitch-jones.blogspot.com StitchJones

    Ich persönlich komme ja zu einem etwas anderen Ergebnis, der Film ist definitiv a fuckin’ mess, und das hat überhaupt nichts mit Ledgers Ableben zu tun. Die Figuren und ihre Schicksale waren mir komplett egal, und solange ich da keine emotionale Beziehung aufbauen kann, packt mich auch der Plot nicht. Und das ist für mich das Problem des Films, er ist letzten Endes anspielungsreiches Eye-Candy, und das ist ja nun mal überhaupt niemals Gilliams Ansatz gewesen, was auch immer man von Brothers Grimm halten mag. Schade. Aber ich bleibe trotzdem Gilliam-Fan.

    Zum Poster: Das ist in der Tat furchtbar, aber ebenso schrecklich finde ich aus “Imaginarium” “Kabinett” zu machen, um unbedingt noch eine Caligari-Anspielung zu konstruieren? Wenigstens fällt das Wort in den synchronisierten Dialogen nicht, das ist schonmal was wert.

  • http://stitch-jones.blogspot.com StitchJones

    P.S. Stehe ich alleine mit der Ansicht, dass Farrell in seiner Passage Ledger total an die Wand spielt und vielleicht von vorneherein die bessere Besetzung gewesen wäre?

  • GunGrave

    … doch nicht so fantastisch der Film wie ich ihn mir vorstelle? … naja muss selber mal reinguggn! Danke für die Review! ^_^

  • alex

    blöd wenn die sich hier wirklich häufenden rechtschreibfehler vom inhalt der review ablenken – sorry, aber in dem ausmaß hab ich das hier echt noch nie gesehen! ;-)

  • Pingback: Kino 2010 – campino2k - das Blog von Christian Jung über Design, Web, digitales Leben, Linux, Open Source, Fotografie und den Rest des Lebens

  • Chris

    Der Typ in dem Video ist nicht Tom Waits. Das ist zwar ein Tom Waits-Song, aber da spielt/lippenbewegt jemand synchron.

  • Chris

    Hier noch der selbe Song mit dem echten Tom Waits: http://www.youtube.com/watch?v=GdjMInSV2kQ (der Typ in dem Video aus dem Artikel ist deutlich jünger, ist aber nicht “der junge Tom Waits”, siehe diverse YouTube-Videos …)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    Das Video ist ein Clip aus dem Tom Waits Concertfilm BIG TIME von 1988. Und das ist er selbst.

  • Chris

    Batzman : 1 – Chris : 0
    Aber das Video das ich vorhin gepostet habe ist trotzdem gut :-)

  • http://sabina Sabinchen

    Ich fand den Film langweilig! Mir war es danach sowas von peinlich dass ich meine Freunde da mitgeschleppt habe.
    Ich würde den kein zweites mal sehen.

  • stb247

    Ich hab Terry Gilliam auch mal gemocht. 12 Monkeys ist super, Time Bandits ein Klassiker und Brazil wunderbar originell. Aber nach dem desaströsen Tideland, dem enttäuschenden Brothers Grimm und nun Parnassus muss ich wohl gestehen, dass mich seine Filme nicht mehr interessieren.

    Komisch. Sie bieten Bilder jenseits des Mainstreams, die skuril und interessant sind. Aber ich kann mit seinem Humor nichts mehr anfangen und das Spiel seiner Darsteller wird auch immer unglaubwürdiger. Wie soll man mit jemandem mitfühlen, wenn man nicht über den beobachtetenden Blick von Aussen hinwegsehen kann?

  • http://www.myblog.de/writersblock weasel

    Offenbar scheine ich hier bei den Kommentaren bis jetzt die einzige zu sein, die dem Film 4 von 5 Sternen geben würde. ^^ Macht ja nix.
    Tom Waits ist ganz großartig und daß man Mr. Nick “als wirkliche Bedrohung kaum ernst nehmen kann” ist durchaus kein Filmfehler, sondern Teil des Spiels zwischen Teufel und Parnassus. Wir erfahren nämlich ‘zufällg’ am Ende, daß es Mr. Nick nicht darum geht Parnassus wahrhaftig zu Bedrohen, sondern um den Spaß an dessen Angst (geschürt durch die Wette).
    Der Film eine Ansammlung an liebenswerten Skurillitäten, die Setausstattung finde ich in diesem Zusammenhang besonders gut gelungen, die abgetragenen Kostüme, die Mechanik des Imaginariums etc. (Die Szene in der Parnassus diesen völlig kaputten Regenschirm über seinen Kopf hält, mit Tony redet und unvermittelt sagt “Hier, halten Sie mal!” und der sich das Ding über den Kopf hält ist grandios! Hat was von Beckett oder Monty Pythom *g*)
    Leider leidet die Story etwas unter den (visuellen) Verschrobenheiten und dem absurden Humor des Films. Finde ich aber entschuldbar, sofern man nach spätestens 15 Minuten einfach mal aufhört zu Fragen “Warum?! (passiert dies oder das so…)” ^^
    Johnny Depp ist meiner Meinung nach auch eindeutig die beste Fantasiewelt Variante Heath Ledgers und Colin Farrell spielt die vollends fiesen Charakterzüge Tonys hervorragend. Jude Law hätte man sich auch sparen können, bleibt er doch recht farblos. (Das mag aber auch an der Fantasieweltszene liegen, die er spielen muß, denn in den Gegenstücken ist die Wandlung des ‘Aussehens’ storytechnisch weit besser begrüdet.)
    Ich fand’s gar nicht langweilig und würd mir den Film jederzeit wieder ansehen.

    ps: ich habe die ganze zeit vergeblich darauf gewartet, daß tom waits ‘god’s away on business’ singt….

  • Schwarzmaler

    A wounderful mess. 4 von 5 Sternen. So schön schräg altmodisch wie von Gilliams zu erwarten. Ich wurde nicht enttäuscht. Und es gibt noch nicht einmal ein sicheres Happy End. Danke.

  • Daniela

    also ich hab den film heute auch gesehen und muss sagen, mightymib hat vollkommen recht.
    ich wusste bis nach einer halben std oder so nicht wer dr parnassus überhaupt sein soll und fands am schluss ehrlich gesagt ziemlich schade, dass tony “böse ist” und war außerdem immer noch verwirrt, was der film mir jetzt eigentlich sagen wollte.
    ansich ja sehr schöne ideen mit den ganzen fantasiewelten, aber die sind so schlecht dargestellt, da fragt man sich echt, warum die mit der technik da nix besseres produzieren konnten.
    der film wurde bei den oscars für „Bestes Szenenbild“ und „Bestes Kostümdesign“ nominiert – das ist/war auch super, aber storytechnisch ne…
    mir kams zumindest die ganze zeit so vor als ob die geschichte zwanghaft noch zu ende gemacht werden musste –
    wie wär wohl, wenn heath ledger und william vince nicht gestorben wären, die geschichte dann gewesen? das würde mich mal interessieren!
    trotz alledem: 3 stern *** :) , da es mal was anderes war :)

  • Der Knochen

    @Andi: Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.
    @Batz: Das muss doch nicht sein…

  • SuB-BazE

    Von mir gibt es 5/5 Sternen.
    Wer den Film nicht kapiert ist einfach zu dumm für Gilliam.
    Es ist einfach faszinierend wie ein einzelner Mensch soviel Fantasie aufeinanderstapeln kann, um sie dann in einem Film auf den Zuschauer einprasseln zu lassen. Die Besten Szenen waren zum einen die, wo im Imaginarium die Russen hinter Tony her waren und sich ihre Wünsche in die Szenerie eingekoppelt haben. “Hey ich spreche garkein russisch mehr.” Herrlich. Und zum anderen am Ende die Katholiken-Kritik, wo der Teufel / Mr. Nick den zwei Nonnen den Apfel schenkt. Genial. Alles in allem saß ich am Ende des Films im Kinosessel mit offenem Mund und konnte mich nur verbeugen vor dieser atemberaubenden Leistung. Nach Brazil sein bester Film.
    PS: Einziges was ich zu bemängeln hatte, war die Ähnlichkeit der Namen Tony und Anton. Machte es teilweise unnötig kompliziert.

  • Stranger

    Nun mal ganz ehrlich. Ich habe gestern den Film gesehen, äh habe versucht Ihn ganz zu sehen. Ging aber nicht, der ist so scheisse das der Film mal gar nicht geht. Wer hat das Drehbuch gelesen und dann gesagt, jo da machen wir nen Film von? Der muss doch völlig zu gedröhnt gewesen sein mit Drogen die nicht einmal der Schlauste Drogenbold kennt. Boa ist der scheisse, der Film. Jede DVD ist zu schade um dort so nen Dreck drauf zu ziehen. Kann man einfach nicht gucken den Mist. Verstehe auch nicht wie andere dafür soviel Punkte geben können. Ich würde nur einen geben und das auch nur weil man Ihn abschalten kann. Wer den Gut findet der fährt auch Smart. Liebe Leute wenn ich euch nen Tip geben darf, bevor Ihr euch den Film ausleiht oder kauft, holt euch lieber nen anderen es kann nur besser werden. Mit freundlichen Grüßen Stranger

  • Sponi Wolf

    Tach auch :) Also ich war & bin noch immer begeistert von diesem Film. Es ist ein typischer Gilliam, ich bekam in etwa das, was ich erwartet habe, und dazu noch jede Menge Verwirrendes. Ich hab ihn auch erst nach dem dritten mal gucken verstanden (hab ich das?), und er gehört auf jeden Fall zu den erwähnenswerten Filmen in meinem Universum :)
    In der Tat habe ich die erste Verwandlung Ledger/Depp anfangs garnicht mitbekommen, was auf jeden Fall für Depp spricht. Auch Tom Waits hat mir viel Spaß gemacht, und nach mehrmaligem Gucken habe ich an keiner der Besetzungen was auszusetzen.
    4 von 5 Sternchen geb ich gerne!

  • Thomas Herfen

    Die Bewertung bekommt von mir einen Punkt weil sie es schafft mangelnde eloquenz mit kreativen Wortschöpfungen zu schmücken. Leider enthäht Sie kein einziges schlüssiges Argument. Würde man Ihren Sinn umdrehen wäre sie gleichermaßen überzeugend. Aber gut, irgendwann haben wir alle mal angefangen Schreiben zu lernen.

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr