A Serious Man (Review)

24 Comments

“Nimm in Einfachheit alles hin, was dir widerfährt.”

Originaltitel: A Serious Man
Herstellungsland: USA/GB/F 2009
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller: Michael Stuhlbarg, Simon Helberg, Richard Kind, Adam Arkin, George Wyner, Fyvush Finkel, Katherine Borowitz, Steve Park, Amy Landecker
★★★½☆ Jet Strajker
★★★☆☆ Batzman

Mit jedem neuen Film bestätigt sich in der Regel meine Kritik am Œuvre der Brüder Joel und Ethan Coen, an deren immer wieder erstaunlichen Kenntnis darüber, wie Film und Filme funktionieren, und wie zwei so begabte Handwerker ihr Talent lediglich für ein selbstgefälliges Demonstrieren eben dieser Kenntnis bemühen. Die Filme der Coens, bei aller Raffinesse, kranken zu einem großen Teil am steten Ausstellen studierter Filmgeschichte und dramaturgischer Tricks, ohne dass sie ihre skurrilen, aberwitzigen, detaillierten Figuren für mehr als nur den immer wiederkehrenden Witz über sich selbst nutzen – ein Film der Gebrüder Coen darf nie Gefahr laufen, allzu ernst genommen zu werden. Und trotz der enormen Kino-Versiertheit der Regisseure, der zweifellos hervorragenden Filmemacher, ist es doch stets nur ein ganz bestimmtes Kino, das sie ehren, plündern, bedienen: Ein nerdiger Eintopf, der nie über den Tellerrand schwappt.

Doch die Coens haben ihre Kino- jetzt um eine Weltsicht ergänzt. Endlich. “A Serious Man” ist nicht nur ein persönlicher Coen-Film, der erste vermutlich, der persönlichste gleich obendrein, es ist auch ein zurückgeschraubter, vorsichtiger, verhaltener Film ohne besondere ostentative Effekte, ohne zwanghafte Flüchte ins Komische und ohne irgendwelchen Stars in den Haupt- oder Nebenrollen. Er erzählt eine autobiographisch eingefärbte Geschichte in einer jüdischen US-Siedlung in den späten 60er Jahren. Und die Coens haben, vor allem zwischen dem Text, endlich einmal etwas zu erzählen über Menschen, Lebensweisen, Anschauungen – ohne dass sie dabei auf die lieb gewonnenen Stilmittel verzichten müssten. Denn “A Serious Man” ist genauso brillant inszeniert, genauso gerissen geschrieben und auch genauso komisch-lakonisch wie die anderen besseren Arbeiten des Regiegespanns.

Besonders schön ist, dass es dem Film gelingt, die herkömmliche Coensche Filmsprache mit einer authentischen, anrührenden und liebevollen Geschichte zu vereinbaren. Diese dreht sich um Larry Gopnik, einen sympathischen Lehrer, Ehemann und Vater. Einen, es ist leider so, totalen Loser. Denn über Larry ist eine Pechwolke gezogen, die nicht mehr verschwinden möchte. Es beginnt mit Scheidung, es endet mit dem Tod. Vermutlich zumindest. So genau weiß man das nicht. Das ist auch nicht wichtig. Gemeinsam mit Larry erkundet der Zuschauer nämlich eine skurrile jüdische Subkultur, die nach Gesetzen (zweifellos überhöhter) Eigenheiten und bitterböser Absurditäten funktioniert. Eine in jiddisch gedrehte irrwitzige Exposition (die keine ist) veranschaulicht das gleich zu Beginn – hier gibt es einiges zu lernen. Vor allem über die Selbstironie der Coens, über die Sicht auf sich selbst, ihre Kultur, ihre Herkunft und ihre Erziehung.

Warum Larry, dem “Serious Man”, im Laufe der Handlung so konsequent viel Unheil widerfährt, das weiß man nicht. Das erfährt man auch nicht. Denn, hier dürfen die Coen-Brüder ganz die alten sein, spinnen sie Zusammenhänge nach der ihnen eigenen Logik: In freien Parallelmontagen erzeugen sie kuriose Spannungsverhältnisse, während sie die eigentliche Erzählung gern für ausschweifende Intermezzi verlassen. Das ergibt hier indes einen Gesamtsinn, denn man erfährt viel über die Figuren und die kleine seltsame Welt, in der dieser Film verortet ist. Das hat einen ganz eigenwilligen Charme und ist trotz seiner gelegentlichen Zähheit und Coen-typischen Humordialektik um einiges interessanter als die rein filmtechnischen Spielereien Marke “No Country for Old Men”.

Batzman Batzman meint:

Vielleicht ist es mit den Coens ein wenig wie mit der ehemaligen Lieblingsband, die man sich irgendwann einfach mal übergehört hat. Das bedeutet nicht unbedingt, das sie schlechter geworden ist, aber vielleicht das sie es nicht mehr so richtig schafft einen zu überraschen.

Die süffige, aber letztlich inhaltslose Fingerübung “Burn after reading” hat mich schon nicht mehr nachhaltig beeindrucken können und auch “A serious man” ließ mich eher ernüchtert zurück. Es bleibt skurril und auch wenn der allgegenwärtige Humor anderer Werke fehlt, bleibt die Distanz zu den Figuren gewahrt der alle Coen-Filme auszeichnet. Da hilft auch die vielfache Wiederholung nicht, dies sei ein sehr persönlicher Film, denn selbst wenn die Coens hier eigene Erfahrungen verarbeiten, bleiben diese seltsam fremd. Die Figuren sind keine liebevollen Karikaturen, sondern kalte Skizzen von Versagern und anderen Unsympathen. Larry Gopnik, der hier als moderner Hiob durch die Gegen irrt, ist niemand dessen Schicksal wirklich Anteil nehmen lässt. Ob ihn nur Hashem-Fluch ereilt, weil Gott sauer ist, wegen einer lange zurückliegenden Missetat von Larrys Vorfahren oder es einfach nur das alltägliche Leben ist, das ihn auf dem Kieker hat und alles immer schlimmer und schlimmer werden lässt: Who cares? Larrys erträgt alles, wehrt sich nie und mäandert durch den Film und irgendwie ging es mir mit dem Film, wie Larry mit der sinnlosen Geschichte um eine geheime Botschaft die ein Zahnarzt in einem Zahnabdruck entdeckt, die ihm einer der Rabbi erzählt: Warum erzählen Sie mir das?

Wenn Woody Allen auf Sinnsuche ging, tat er das auch mit Sprachwitz, schwarzem Humor und ironischer Distanz – aber gleichzeitig auch mit viel Zuneigung zu seinen filmischen Alter Egos. Die Sinnsuche Larrys lässt aber weder viel Mitgefühl noch wirkliches Interesse an ihm erkennen. Den Coens scheint alles Spielerei und Zurschaustellung ihrer Fertigkeiten zu sein und natürlich haben sie es filmisch drauf. Aber irgendwie bleibt diese Glaubenshaderei trotz allem seltsam leer und herzlos.

Und trotz des üblichen drögen Witz und der skurrillen Momente – irgendwie ist mir Larry dann doch zu egal, um mich wirklich für sein Leben zu interessieren.

Seriously.

In : Review

About the author

Rajko Burchardt mein es gut mit den Menschen. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn vielleicht auch deshalb "einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands".

Related Articles

  • Droggelbecher

    Hmm, hierzu würde ich gerne mehr Reviews/Meinungen von euch lesen.

    Aber vielleicht hilft mir die Beantwortung folgender Frage:
    Wenn ich Burn after Reading furchtbar + langweilig + leidlich witzig und No Country for old Men hervorragend fand, werde ich dann A serious Man mögen?

  • Koalafish

    hmm, so nicht zu beantworten, aber wenn du “The Man Who Wasn’t There” gut fandest, wirst du auch “A Serious Man” mögen.

  • GunGrave

    hmm… ne gute Review… macht mich neugierig auf den Film!

  • http://captain-obvious.de David

    “Warum erzählen Sie mir das?” Das frage ich mich bei Coen-Filmen eigentlich immer. HaShem ist übrigens einfach nur Gott (der Teil mit HaShem-Fluch ist komisch formuliert.) Fand ich überhaupt schwierig, wenn die ganzen jiddischen Begriffe nicht erklärt oder übersetzt werden, hat mich ein bisschen gestört.

    Den Film fand ich ganz witzig und unterhaltsam, allerdings auch sehr merkwürdig. Plötzlich ist Ende und man fragt sich nur: “worum ging es jetzt überhaupt?”. Ich habe irgendwie Probleme mit Filmen ohne wirkliche Aussage und Sinn.

  • Lite

    Guter Film, mal wieder typisch, daß solche Perlen erst mit übelster Verspätung in DE starten, in der Bucht gibbet schließlich schon BDRips.
    Die deutsche Sync tue ich mir gewiss nich an; das Jiddisch am Anfang ist ja recht leicht zu verstehen.

  • Claas

    In der Synchro Fassung ist der Prolog natürlich auch noch in jiddisch.

    habe mich auch gefragt “worum ging es eigentlich?”
    aber hach… sie machen den nonsense aber so raffiniert und begabt, dass es ein genuss ist, ratlos aus dem kino zu wanken.

  • Irreversibel

    Ich fühlte mich eigentlich durchweg gut unterhalten und habe auch echtes Interesse für das Schicksal des Protagonisten entwickeln können. Allerdings sind die Argumente von Batz hinsichtlich der emotionalen Distanz zu den Figuren & der diesbezügliche Verweis auf den Umgang Allens mit der Sinnfrage nicht ganz falsch.

  • http://www.couchmonster.de Densemann

    Batzman hat recht.

  • http://hamburg-cathrins-perle.blogspot.com/ Cathrin

    Kann jemand was zur Synchronfassung sagen? Ich würd’s ja im Original gucken, aber meine Begleitung will nicht….

  • Mogwai

    Also die deutsche Synchronfassung fand ich technisch ziemlich mies. Spielerisch war sie Charakter abhängig ganz ok.
    Was mich eher stört sind Leute die sich über das Ende aufregen oder darüber dass sie sich fragen worum es überhaupt geht.
    Der Film könnte die Fragen die er aufwirft und mit denen Larry als Protagonist zu kämpfen hat beantworten. Aber just bei der Frage: Gibt es das Schicksal, Gott, einen Sinn des Lebens, kann es nur eine persönliche Anschauung geben und das mir diese von den Coens erspart geblieben ist macht den Film gerade so gut.
    Im Vergleich zu Burn after reading ist es wunderschön zu sehen dass es keine grossen Namen für einen guten Film braucht.

  • MRJ

    “hmm, so nicht zu beantworten, aber wenn du “The Man Who Wasn’t There” gut fandest, wirst du auch “A Serious Man” mögen.” – Schön wärs…Ersteren fand ich klasse, A serious Man, halte ich schon beinahe für eine Frechheit…- “Gibt es das Schicksal, Gott, einen Sinn des …etc.” schön, wenn man das so sehen kann und sich davon unterhalten fühlt, aber sowas hat man schon 100mal besser gesehen, der Film ist einfach nur witzlos und ich bin wirklich fasziniert, dass er in allen Kritiken so gut weg kommt.
    (Auf Gedeih und Verderb was anderes machen und so, is jetzt wohl die Coen-Masche zum Schaffen einer neuen Art “Arthaus-Snobs” oder so ähnlich, so fühlt sich das jedenfalls teilweise an…- definitiv überbewertet, aber wems gefällt…, von 6 Leuten, die ich kenne, fanden den Film alle schlecht, wobei ich noch zu einem “geht so” tendieren würde.)

  • http://www.denkdreck.de Rooby

    Das ist doch wie das Ding mit dem Parkplatz – alles eine Frage der Perspektive. :-)
    Aus Sicht eines Kenners der jüdischen Kultur, ist der Film mit Sicherheit noch mal witziger, weil hier so viel auf die Schippe genommen wird. Wenn man das nicht kennt, was man ja nicht unbedingt erwarten muss, dann verpasst man leider viel. Der Film ist halt nicht für ein Massenpublikum gedacht, der sich nur mal kurz unterhalten lassen will.
    Davon ab ist genau das Ende z.B. super. Ich find’s immer schade, wenn Filme grundsätzlich mit einem “Happy end” enden müssen. Warum denn? Das Leben ist nicht so und das zeigen uns die Cohens hier wieder sehr gut.
    Ich find den Film gut, nicht sehr gut, aber wie Batzman schon meinte – es fehlt dennoch eine Spur von “irgendwas”. Ich lass das mal offen, weil ich nicht genau sagen kann, was ich eigentlich vermisst habe. :-)

  • Pingback: Die Coen-Brüder haben doch gar keinen USB-Anschluss | www.markus-freise.de

  • Meer sir my sir

    Also den Plot auf die reine Moralsache zu reduzieren ist trotz des Zitates am Anfang übersimplifizierend. Es kommt bei dem Film einfach drauf an wo und wie man hinschaut, umso genauer, umso mehr ist zu erkennen,
    is ähnlich wie bei Kubrickfilmen, da sagt auch der große Teil des Publikums “einfach nur cool”, ein kleinerer Teil sagt “absoluter schrott” und der kleinste Teil sagt ” kann ich nicht sagen, habs erst 10 mal gesehen”.
    Nur ein kleiner Auschnitt des “Rätsels”,
    Am Anfang hört man Jefferson Airplane, aus dem Dunklen hinaus, in die Kopfhörer des Sohnes hineinfließen. Gleichzeitig werden dem Vater die Ohren untersucht. Sowohl der Lehrer, als auch der älteste Rabbi, hören mit diesem Radiogerät, das im Prinzip aus einem Empfänger, Kabeln und einem kleinen Mikrophon besteht.
    Der Bruder des Hauptdarstellers besitzt ebenso ein schlauchartiges mechanisches Ding, das ihm Flüssigkeit aus dem Nacken saugt, und schließlich das Telefon im Büro.
    Im Miniradio steckt Geld das der Sohn jemanden schuldet.
    Neben dem Telefon liegt ein Kuvert mit Schmiergeld.
    Der Bruder mit dem Schlauch zockt illegale Glückspiele.
    Als dem Sohn der Stöpsel aus dem Ohr gezogen wird, fangen für ihn die Probleme an.
    Als der Bruder in der Traumsequenz mit dem Boot nach Kanada flüchten will, wird ihm ins Genick geschossen, an der Stelle wo der Schlauch normalerweise steckt.
    Der Vater erhält seine Hiobsbotschaften stets übers Telefon.
    Wie hängt das alles miteinander zusammen?
    Sind das Metaphern? Stilelemente? Oder Schlüssel zu einer Geschiche hinter der Geschichte?

  • Martin

    Ich habe den Film gerade gesehen und bin schwer gelangweilt. Das liegt daran, weil ich kein Jude bin und mich nur ein klein wenig mit der Religion auskenne. Das eine oder andere Schmunzeln hatte ich schon im Gesicht – gleichzeitig habe ich mich selten bei einem Coen-Film so gelangweilt und war selten so sehr außen vor. Wer den Trailer kennt, hat die Highlights zum größten Teil gesehen (bis auf die Geschichte mit den Zähznen – die fand ich recht gut). Den ganzen Film zu schauen fordert ein recht langweiligen Abend, an dem man wirklich nichts besseres zu tun hat. “No Country…” war noch okay und “Burn…” für mich mal wieder ein Highlight – diesen neuen Film werde ich aber garatiert nicht noch einmal schauen. Nach dem ich diesen Film gesehen habe, verstand ich auch den oft zitierten Satz “das ist der persönlichste Film der Coen-Brüder” – er läßt nämlich alle anderen außen vor. Schade, nach dem Trailer hatte ich mich darauf gefreut und fühle mich jetzt absichtlich gelangweilt.

  • http://www.live-leben.de Pina

    “Warum erzählen Sie mir das? ”

    Das bringts auf den Punkt.
    Nach 5 Wochen komm ich mehr und mehr auf den Sinn, dass der Film einfach nur total unnötig war. Ein Film ohne Aussage ist wie ein Leben ohne Aussage: einfah nur trostlos…

  • Der Knochen

    @Mogwai (10)
    “Aber just bei der Frage: Gibt es das Schicksal, Gott, einen Sinn des Lebens, kann es nur eine persönliche Anschauung geben und das mir diese von den Coens erspart geblieben ist macht den Film gerade so gut.”

    Wenn du das so sagst, dann kann es doch zu jedem Thema eine persönliche Anschauung geben. Die GIBT es natürlich auch, aber genau das will doch ein Drehbuchautor/Regisseur/Produzent tun: Seine Anschauung zu einem Thema vermitteln und mit einem guten Film hinterlegen/beweisen.

    Ich kann nur immer wieder und wieder das Buch “Story” von Robert McKee empfehlen.

  • http://keine Will

    Also der Film ist zwar nich absolut super-genial, auch (meiner Meinung nach) lange nicht so gut wie Fargo oder Big Lebowski… aber Langweilig? Bestimmt nicht. Ist halt kein Action-Popcorn-Kino, wer soetwas erwartet wird natürlich enttäuscht.
    Jeder Drehbuchautor/Regisseur/Produzent will seine Anschauung vermitteln? Quatsch. Die wirklich guten wollen den Zuschauer dazu bringen sich seine eigene Meinung zu bilden. So wie Thomas Mann über seine Bücher sagt: Jeder soll sich das daraus ziehen was er darin erkennt!
    Ich würde auch sagen der Film hat Aussage genug, dass einize was einen manchmal wundert ist dass es die Hauptfigur während des Films nicht NOCH härter erwischt… irgendwie erwartet man das den ganzen Film über, auch wenn das letzte Telefonat dann doch seltsam überraschend kommt.
    Dass einzige was mich gestört hat ist die allerletzte Szene mit der Musik zu Jefferson Airplane, als wär so ein “kleiner” Sturm so schlimm, wahrscheinlich bin ich aber einfach zu doof um das alles richtig zu verstehn ;)
    MfG

  • roy

    Im Grunde genommen ist es doch so wie schon im Film gesagt, man fühlt sich hinterher wie der Gute nach der Zahn-Story vom Rabbi : “All of the questions, none of the answers”.

  • Paule

    Für die Filmfreunde zum Mitschreiben:
    Es sollte doch immer um die Filme gehen und nicht um die Macher.
    Ja, und der Film lässt einen ratlos zurück, ohne Antworten.
    Distanz zu den Figuren, dass ist die Art Menschen zum Nachdenken zu bewegen…kühl ist was anderes!
    Der Dude mach dass schon…das Ufo am Himmel…der Sturm auf dem Parkplatz…
    Die Arten zu scheitern, die versuche sein Leben zu ändern…nichts liegt in der Hand des Protagonisten, weil er es ihn selbst nicht gibt.
    Wo sind seine Entscheidungen? Er ist ein Spielball.

    Über die Macher:
    Die Coens zwingen den Zuschauer sich in diesem Film mehr zu involvieren…mehr zu denken. Deswegen:
    Seit The Man Who Wasn’t Thera, der beste Coen Film.

  • christian

    ist euch schon mal in den kopf gekommen, dass der film die göttliche rachsucht darstellt. erst als der hauptakteur das schmiergeld wirklich annimmt entwickelt sich die auswegslosigkeit. der bully, der den sohn des hauptakteuers drangsaliert, zeigt sein gesicht zum ersten mal, als der tornado am ende des filmes die göttliche erscheinung markiert. es läuft also auf die einfache formel hinaus, dass gott dich auch für einen kleinen fehler grausam bestraft.
    p.s.: es tut nicht weh neben der kinoleinwand auch gelegentlich ein buch zu konsumieren, das erweitert auf erstaunliche weise den eigenen kulturellen horizont. und klärt so manche frage, die durch die leinwand aufgeworfen wird.

  • Binding

    Typisch Coen in jeder Beziehung – aber viel „persönlicher“
    als sonst. Wer mit diesem Film nichts anfangen kann – sorry – hat die Coen-Brüder noch nie richtig verstanden! Superunterhaltsam und vergnüglich war er so oder so – und wer das nicht so sieht, kann kein echter Coen-Fan sein.

    In den USA haben ja einige Kritiker den Film viel zu ernst genommen und den Coens fast schon Antisemitismus vorgeworfen – was wiederum völlig absurd ist. Auch die haben die Coens offensichtlich noch nie verstanden!

    Welche Funktion hat der Prolog? Ich verstehe ihn als Parabel zu den unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen der vom Schicksal geplagten Menschen (was ja eins der Hauptthemen des Films zu sein scheint).

    Wie das Ende mit dem Arztanruf und dem Tornado zu interpretieren ist oder ob es sich dabei einfach nur um absurden Coen-Style handelt (es wird ja tatsächlich nur noch vom Untertassen-Ende in „The Man who wasn’t there“ getoppt), ist zweitrangig. Der Film ist dadurch schon so anders als alle möglichen Durchschnittsfilme, dass es an sich schon positiv ist. Irritationen und offene Enden sind jedenfalls besser als Eindeutigkeiten!

  • SvelleZwonson

    mir ist noch aufgefallen, dass es in der jüdischen Kultur so ist, dass der Vater für die Verfehlungen seines Sohnes verantwortlich solange er noch keine Bar Mitzwa hatte. Der Sohn klaut Geld, nimmt Drogen und passt im Hebräischunterricht nicht auf… Sein Vater benimmt sich immer richtig und wird trotzdem “von Gott bestraft”. Erst während der Bar Mitzwah scheint sich das Blatt für ihn zu wenden…
    aber als er sich entscheidet das Schmiergeld anzunehmen um die Anwaltskosten zu bezahlen klingelt das Telefon und er erhält (wahrscheinlich) eine neue Hiobsbotschaft.
    Und den Tornado am Ende könnte man auch als “Finger Gottes”
    sehen

    my two cents

  • Pingback: True Grit – Trailer | Die Fünf Filmfreunde

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr
  • photo from Tumblr

    Part of the cast of Avengers: Age of Ultron.

    07/27/14

  • photo from Tumblr

    unamusedsloth:

    No CAPES!

    07/25/14

  • photo from Tumblr

    strikerhercules:

    » Because only Vin Diesel could ever be ridiculously nerdy enough to attend the UK world premiere red carpet for Guardians of the Galaxy wearing a “I am Groot” t-shirt and walking on stilts

    07/25/14

  • photo from Tumblr

    Eeeewwwww

    07/24/14


  • Ohgott Transformers!


    07/12/14