Alice im Wunderland (2010) (Review)

32 Comments

“I need a pig!”

Originaltitel: Alice in Wonderland
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Tim Burton
Buch: Linda Woolverton
Darsteller: Mia Wasikowska, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Crispin Glover, Anne Hathaway, Stephen Fry, Christopher Lee, Michael Sheen, Alan Rickman, Matt Lucas, Timothy Spall

★★★½☆ Batzman
★★★☆☆ Jet Strajker
(Review gibt’s hier)

Kurz vor ihrer unliebsamen Verlobung folgt die 19jährige Alice (Mia Wasikowska) abermals dem Weißen Kaninchen (Michael Sheen) und kehrt ins Wunderland (oder Underland) zurück.

Nur bruchstückhaft erinnert sie sich an ihren Besuch als Kind und ihre alten Bekannten, Tweedledee und Tweedledum (Matt Lucas), die Teemaus (Barbara Windsor), der verrückte Hutmacher (Johnny Depp) und die Grinsekatze (Stephen Fry) versuchen sie zu überzeugen, den Kampf gegen die Rote Königin (Helena Bonham-Carter) und deren Lieblingsmonster den Jabberwock (Christopher Lee) aufzunehmen.

Die Erwartungen an die Kombination von Burton und Lewis Carrols skurril-surrealen Büchern waren zweifellos riesig. Genausowenig verwundern die gespaltenen Meinungen zu dem Film. Einige Kollegen großer UK- und US-Publikationen haben den Film offensichtlich gehasst, wobei die Motivationen dafür höchst unterschiedlich sind. Dem einen war es zu schräg, dem anderen zu künstlich und einem anderen war es zu glatt erzählt.

Ein bißchen Recht haben sie vielleicht alle, aber dennoch tun sie dem Film damit ein wenig unrecht, denn auch wenn er sicher kein neuer “Ed Wood” ist, ist er auch sehr weit von “Planet der Affen” entfernt.

Burton liefert eine top besetzte und verschroben düster gespielte Alice Version, die Spaß macht und nicht zuletzt wegen der sympathischen Hauptdarstellerin Mia Wasikowska zu gefallen weiß. Stephen Frys Grinsekatze gehört stimmlich und optisch zu den absoluten Highlights, dieses an opulenten Bildern nicht eben armen Films. Helena Bonham Carter ist eine Red-Queen, die genial die launisch-pubertäre “Queenie” aus Black Adder gepaart mit einem Hauch Idi Amin channelt (interessanterweise spielte die echte Queenie Miranda Richardson die Rolle in der Alice Miniserie von 1999), und ebenso irrational zwischen Liebenswürdigkeit und tobsüchtiger Grausamkeit wechselt. Wie schon in früheren Versionen ist diese Figur eine Mischung aus der Red Queen und der Queen of Hearts der Vorlage.

Dazu kommt ein sanftmütiges Monster, ausgestochene Augen, abgebrochene Finger und massenhaft abgeschlagene Köpfe, sowie ein von Depp gewohnt freakig angelegter Borderline-Hutmacher mit schottischem Akzent, der den Eindruck vermittelt in seinen manischen Episoden vielleicht auch Anhalter im Garten zu vergraben oder vor der Schule mit Süssigkeiten zu warten. Es gibt also vieles das sich zu mögen lohnt an diesem Film, der es mit wenigen Abstrichen schafft gut zu unterhalten.

Natürlich ist das Set-Design klassisches Burton-Eye-Candy. Natürlich gibt es fantastische extravagante Kostüme. Und natürlich hat Alice ein sehr anpassungsfähiges Kleid, das auch bei ihren Wachs- und Schrumpfeinlagen dafür sorgt, das die Jugendfreigabe gewährleistet bleibt. Die vieldiskutierte CGI-Animation ist dann doch überraschend gelungen – nicht ganz so charmant wie handgemachte Tricks, aber dennoch oft inspiriert und im Falle der extrem geschmeidigen Grinsekatze von unbestreitbarer Faszination. Schwarzhumorige Gags und der Hauch von Gewaltätigkeit und Abgründen finden sich hier ebenso, wie der obligatorische Elfman-Soundtrack der klingt wie, nunja, wie alle Elfman-Burton-Soundtracks.

Gemessen an der Skurrilität der Vorlage und Burtons eigenem Werk, fällt allerdings tatsächlich die fehlende Komplexität und die stromlienenförmige Story auf, die weniger auf den surrealen, doppelbödigen Wahnsinn des Mathematikers Caroll, als auf die typische “Held wider Willen, muß die Welt vor dem Bösen retten”- Geschichte setzt und diese auch sehr schnörkellos und ohne viele Wendungen heruntererzählt. Wer auf Humpty Dumpty wartet oder doppelböde Diskussionen zwischen Walross und Zimmermann erwartet wird hier enttäuscht. Zwar ist auf dem “inspired by”-Album eine Coverversion von “White Rabbit” zu finden, aber der Film selbst legte nahe das hier zur Inspiration doch eher Kräutertee getrunken, als Joints durchgezogen wurden. Die Drehbuchautorin Linda Woolverton kommt eben eher aus dem Disney-Animationsbereich, als aus dem Python-Umfeld (der Alice-ähnliche Film Labyrinth von Jim Henson sicherte sich damals die Mitarbeite von Terry Jones und Brian Froud – die der Zauberwelt eine sehr ironisch-zeitgenössische Stimmung verpassten).

Ein bißchen liefert Burton “Alice Light”, denn dort wo es wirklich komplex oder herrausfordernd werden könnte, bietet der Film einfache Antworten. Dort bleibt er unter seinen Möglichkeiten, könnte bei der Masse an Talent das vor und hinter der Kamera versammelt war noch wesentlich mehr aufdrehen und überrascht vielleicht auch ein wenig, weil er eben doch von der Weltgestaltung, vom Look & Feel eher an inoffizielles (und heftig dementiertes) Sequel zu Disneys-Zeichentrick “Alice” ist als an “America McGees” psychothischer Game-Heroin erinnert.

Das ist bei der Zielgruppe verständlich und schmälert nicht den positiven Gesamteindruck, überrascht aber. weil die Kombination von Burton und Alice natürlich hohe Erwartungen an den Mann weckte, der mit Batman Returns, Ed Wood, Corpse Bride oder Mars Attacks wesentlich verschrobenere Geschichten erzählt hat.

Überzeugend sind die Charaktere – und damit bleibt er der Vorlage dann doch treu, denn die Figuren waren in Carrols-Büchern immer größer als die Narration in der sie auftraten. Stimmig ist der düstere Unterton der Geschichte und die positiv-selbstbewusste Alice, die es schafft echte Hauptfigur statt Staffage im kauzigen Panoptikum zu sein. Die Geschichte selbst und das etwas biedere Coda (der Alice als Karrierefrau auf Weltumsegelung zeigt), hätten noch ein wenig mehr Abwechslung Burton-Feeling vertragen können. Wobei Burton, wenn man sich seine Filme nochmal kritisch anguckt, immer viel weniger abgedreht und sehr viel mainstreamtauglicher war, als es allgemein empfunden wird. Verglichen mit einem wirklich schrägen Regisseur wie Gilliam war Burton doch immer recht berechenbar und brav.

Ein Wort noch zum vielbeschworenen 3D. Das ist leider wiedermal extrem überflüssug, trägt zur Geschichte nichts bei und funktioniert grade in den realen Klammerszenen erschreckend schlecht. Oft stellt sich der typische Pop-Up-Look ein, bei dem es wirkt, als seien mehrere flache Ebenen hintereinander angeordnet. Was wohl nicht zuletzt daran liegt, das der Film aus ökonomischen Gründen herkömmlich gedreht und erst im Nachhinein auf 3D umgerechnet wurde. Wer sich “Alice” in 2D ansieht, verpasst hier wirklich gar nix.

In : Review

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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32 Comments

  1. brotz.

    Dem kann ich uneingeschränkt so zustimmen.
    Dumm in meinem Kino war, dass “2D” nicht überhaupt erst angeboten wurde, was aber nicht geschadet hat; einige Highlights bot 3D da schon. Die Fall-Szene z.B. zu beginn des Films war die reinste Reizüberflutung, also, im positiven Sinn :D
    Diese Stapel-Ebenen konnten aber auch gehörig nerven.
    Depends.

  2. Buckaroo Banzai

    Bekommt hier eigentlich ein Film mal so aus Prinzip stets 3 1/2 Sterne und bei Bedarf wird dann 1/2 abgezogen bzw. (etwas seltener) noch angefügt in der Wertung? Zumindest drängt sich der Eindruck in letzter Zeit bzw. überhaupt auf längere Sicht durchaus auf…

    Wusste garnicht, dass derartig gleichförmige, etwas gehobenere Durchschnittsware aus allen Filmgenres in unseren Kinos vorherrscht… Gibt’s demnach überhaupt noch richtig grandiose Meisterwerke oder kotzüble Gurken auf den Leinwänden (in erster Linie bezogen auf den vordergründigen Mainstream-Betrieb)? Insofern könnte man glattgebügelte Dutzenware, die es allen recht machen will auch gerne mal verschriftet zur Sau machen.

    Insgesamt wird hier anscheinend das nettere Mittelfeld für Qualitätsbeurteilungen fetischisiert. Mein persönlicher Eindruck bzw. so generell etwas umgeschauter im Netz geht da allerdings desöfteren (wiewohl nicht immer) eher in eine konträrere oder auch kontroversere Richtung…

  3. Batzman

    Vielleicht solltest du die Texte auch lesen, anstatt dich nur an der Sternwertung hochzuziehen, die eh immer nur grober Richtwert ist?

    Die Kritik ist der Text – nicht die Stern-Wertung.

  4. Andi

    Den Pop-Up-Look fand ich hier allerdings sehr passend, weil er das surreale Element verstärkte und den Charakter des Films als “zum Leben erwachtes Märchenbuch” unterstrichen hat.

    Aber grundsätzlich stimmt es, daß 3D bei diesem Film nichts Wesentliches beigetragen hat. Die Vorschau auf “Tron” war in dieser Hinsicht etwas verheißungsvoller, und die ebenfalls geteaserten Animationsfilme (Toy Story 3 und dieses Ding mit den Drachenwikingern(?)) haben wohl von vorneherein einen technischen Vorteil dabei.

  5. Cathrin

    wir haben uns beim kinobesuch zwischen 3-D-und-grässliche-johnny-depp-synchronisation und 2-D-original für letzteres entschieden, und wenn ich batz so lese, kann ich ja beruhigt sein, dass wir nix verpassen werden.

  6. Andrea

    Gestern im Kino gesehen und seither kriege ich dieses breite Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht!
    Seit langem wieder mal ein Film, der mir einfach nur gefallen hat. :)

  7. Batz (und ich) bei Alice im Wunderland « BLOG OFF!

    […] Geklappt hat das leider nur teilweise – zwar hatten wir am Ende der Woche unser Material von der Rundreise, jedoch fast keine Videoschnippsel vom eigentlichen Event, der Alice-Premiere. In letzter Sekunde wurde von den Presse-Verantwortlichen von Disney UK entschieden, das wir, nicht wie ursprünglich geplant, als Online-Journalisten zur Premiere durften, sondern nur als “Blogger”. Die Konsequenz daraus war, dass ich nicht teilnehmen, und auch Batz offiziell keine Kamera in den halb-leeren Bloggerbereich mitnehmen durfte. (Ich hätte statt dessen im “Fanbereich” dichtgedrängt im Regen stehen und filmen können, wozu ich allerdings keine Lust hatte. Habe mir statt dessen in einer Nebenstrasse 2h lang wärmenden Tee eingeflösst, wofür mich Batz später auch ein wenig gehasst hat). Wir waren nicht die einzigen Online-Journalisten, denen es so erging, und auch diejenigen, die tatsächlich als Blogger vor Ort waren, waren wenig erfreut über das Kameraverbot sowie über den Umstand, dass sämtliche Stars zielgerichtet an Blogger-Bereich vorbeigeführt wurden. An jeder Stelle im “Fan”-Bereich hätte man bessere Chancen gehabt, Johnny Depp oder Alan Rickman die Hand zu schütteln oder eine kurze Frage für ein Video zu stellen (die waren nämlich ausgesprochen gut gelaunt und haben sich sehr viel Zeit für ihre Fans genommen, sofern ihre Presseverantwortlichen sie liessen). Der Film an sich hat Batz und mir sehr gut gefallen, und das obwohl das Kino, in dem wir unsere Pressevorführung geniessen konnten, nicht gerade state-of-the-art war. Eine relativ schlechte 3D-Anlage, eine kleine Leinwand und blechiger Sound konnten nicht verhindern, dass Alice’ Reise durchs Wunderland zumindest einen Teil unserer Strapazen wert war :-) Eine Review des Films von Batz, der ich mich in weiten Teilen anschliessen möchte, findet ihr hier. […]

  8. stecornized

    Alice im Wunderland ist eindeutig Tim Burtons Meisterwerk!

  9. slowcar

    Meisterwerk ist zu viel gesagt, es ist allerdings ein sehr guter Film. Seit langem der beste den ich im Kino gesehen habe. Demnächst dann nochmal auf englisch gucken, Stephen Fry werde ich mir sicher nicht entgehen lassen.
    Kann den Film nur empfehlen!

  10. Paul

    Schöne Rezension.
    Ich will mir den Film noch anschauen.

  11. stecornized

    @slowcar
    Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten ;)

    Ich würde mich sehr darüber freuen “Alice in Wunderland” im englischen Original im Kino sehen zu dürfen =)

    Das wird aber wahrscheinlich leider Wunschdenken bleiben =(

  12. Dax

    Zur Synchronisation kann ich jetzt nichts sagen, aber David Nathan, Johnny Depps Synchronsprecher, macht eigentlich immer einen sehr guten Job!

  13. stecornized

    @Dax
    Die Synchronstimme von Johnny Depp ist ja auch in Ordnung.

    Richtig schrecklich ist meiner Meinung nach die Synchronstimme von der Alice Darstellerin Mia Wasikowska: Mia als Alice spricht in ihrer Rolle zurückhaltend und teilweise leise und sicherliche nicht mit der piepsenden Stimme eines höchstens zehnjährigen Mädchens =(

  14. Steffen

    Hab´s gleich Donnerstag gesehen und stimme uneingeschränkt zu. Die Horrorversion der Geschichte aus “American McGee´s: Alice” halte ich für absolut genial und habe mir immer Burton zur Verfilmung gewünscht. Leider ist Disney dabei und unten diesen Umständen ist der Film echt gut. Aber mir hätten “haptischere” Tricks besser gefallen. Und auch mir waren da immer “Labyrinth” und “Die unendliche Geschichte I” als Referenz vor Augen. Schade schon fast, dass die Computertechnik hier den Vorzug hatte.

    Und bei “Alice” dachte ich: was für ein Glück, dass Jackson seinerzeit so sehr auf Miniaturen und möglichst viel “Echtes” gesetzt hat!

  15. Dax

    komme grad aus dem kino und dieses “3D” sieht sowas von beschissen aus. wie ein pop up buch!
    3D heißt doch nicht, den charakter flach gepresst in den vordergrund zu stellen. bei 3D muss auch die Nase rauskommen, die augen gehen ein wenig in den Kopf usw.. aber nein. Flach im Vordergrund. 3 Ebenen. ÄTZEND.

    Nix halbes und nix ganzes, lieber sein lassen!

    Hat mir wirklich den film verdorben.

  16. Jay

    war gestern im kino. laaaaaaaaaaaaaaangweilig!
    film gehts ungefähr so:
    Auftritt Hase.
    Alicie betritt Wunderland.
    “Alice du musst den Blalajabberblablawock erschagen” (weil prophezeiung und so)
    Auftritt Hutmacher.
    Aische erschlägt Jabberwock ( ach was)
    Ende.

    3D war auch ziemlich schwach bzw. überflüssig. Beste 3D-Szene war das gerenderte Intro von Real3D mit so einem fliegenden Ball…..

  17. GunGrave

    … also kann ich mir 3D sparen – danke! … ansonsten nette Review!

  18. Oh Wunder

    Ein Disney Film (lockt Kinder) von Tim Burton (lockt Erwachsene an) in 3D (lockt Technik-Freaks) nach einer bekannten Geschichte (lockt viele an), mit J. Depp (lockt den Rest an). Kein Wunder das die Einspielergebnisse der ersten Tage. die ersten Tage von Avatar schon übertreffen.

  19. stecornized

    @Oh Wunder
    Alice in Wunderland ist einfach viel besser Als Avatar ;)

  20. Cathrin

    und ich war soooo enttäuscht! hübsche bilder, süße kaninchen, laaaaangweilig!

  21. Erebos

    Hab ihn grad gesehen. Wirklich nicht schlecht. Meiner Meinung nach hätte der Film aber etwas weniger “Blockbuster” und dafür etwas mehr “Burton” vertragen können.

    Insgesamt aber ein durchaus unterhaltsamer Film, der leider nicht ganz das Niveau anderer Burton-Filme halten kann.

  22. Flüge

    Also ich muss leider sagen, dass ich schon etwas enttäuscht von dem Film war, habe mir mehr davon versprochen! Auch ihn in 3D sich anzusehen war jetzt nicht unbedingt nötig wie vergleichsweise bei Avatar! Allerdings war Johnny Depp mal wieder einfach göttlich in seiner Rolle! Ansonsten war der Film leider eher enttäuschend.

  23. Hans

    Hmm, ich fand ihn langweilig. Dabei hatte der Film so viel Potential. Man hätte hier die typische Fantasy-Schicksals-Gläubigkeit blossstellen können. Und erst sah es auch danach aus. Nur dann erfüllt Alice doch wieder nur entgegen ihren Charakter und ohne nachvollziehbaren Grund ihr Schicksal. Also alles wie gehabt.

  24. Stephan

    das wird wohl der letzte Film gewesen sein, denn ich mir von diesem Burton angesehen habe. Was für ein unverschämter Müll !!!!

  25. Dennis

    @22:
    Da kann ich nur zustimmen.

    All das vergeudete Potenzial. Die Schwäche von Burtons (wohl geringer eigenen) Kreativität wird mit typischen Helden- und Kampfszenen gefüllt und möglichst einfach gestrickt (soll auch jeder verstehen können).
    Geschmackssache.
    Alice hätte “mehr” sein können…

  26. classless

    “In dieser Situation nimmt Bürgertum-Alice dann doch mal die prophezeite Rolle an und bricht mit der Gewaltlosigkeit. Da das feige Bürgertum sich immer noch im Rechtfertigungszwang für die Guillotine zu befinden scheint, wird das “Off with the head!” dann nicht an der Tyrannin vollstreckt, sondern an ihrer Massenvernichtungswaffe Jabberwocky, dem Monster, das sie gegen Alice in die Schlacht schickt.”

    http://www.classless.org/2010/03/16/alice-the-jabberwocky-slayer/

  27. marCH1LLL

    Der Film war eigentlich ganz gut, war mir aber viel zu hektisch bzw zu kurz, was leider der aktuelle Trend geworden ist. Was ich auch nicht gut fand, war die Synchro mancher Personen, besonders von Alice und die Szenen im Real Life fand ich auch nicht gerade burner mäßig.

  28. Heinrich

    Hm…

    Der Film hat mit den Büchern von Herrn Lewis sehr wenig gemein.

  29. Jesmatic

    Bei der Tanzszene von Johnny hab ich mich erinnert, dass es auch ein Kinderfilm sein soll-ansonsten hab ich mich gut amüsiert. Ich fand alles etwas dicht aneinander gepackt-kann mir vorstellen, dass es eine Director’s Cut Version gibt, die etwas geschmeidiger daherkommt.
    Ich fand es manchmal schade, dass selbst das aufbäumen eines Pferdes oder jeder Sprung des Buben animiert wurden. Es war klar zu erkennen und schlichtweg unnötig.
    Die Charaktere fand ich wiederum zum größten teil ziemlich toll. Das hab ich auch daran gemerkt, dass ich zwischendurch gerne mal “Ab mit dem Kopf!” brülle, wenn mich jemand nervt…

  30. nils

    Heißt die Grinsekatze wirklich “Grinser” oder hab ich das nur falsch verstanden? Und “Fahr wohl” kommt mir auch eher wie eine holprige Übersetzung, nicht wie ein geplantes einstreuen alter Ausdrucksformen vor… :/

    Viele Grüße,
    nils

  31. Leonidas

    Alice in Rüstung? Der Hutmacher mit Zweihänder? Die Tiere des Waldes mit Morgensternen? Häh? Ich dachte, der Film würde sich um Alice im Wunderland drehen, aber das ist lächerlich.

  32. Nilz N Burger

    schrecklicher film, der sich zwar der mythologie der vorlage bedient, aber sie mit komplette neu und selbst ausgedachten wesenszügen vollstopft. lewis carroll dreht durch im grab und alice hätte besser der drehbuchautorin den kopf abgeschlagen. burton holt das bestmögliche raus, es hat halt nur gar nichts mit alice im wunderland zu tun. nichts.

    am peinlichsten ist dieses “du warst schonmal hier” als backlink zur original-geschichte. ich glaub ich guck lieber nochmal das plabet der affen remake, da hat man sich wenigstens an die vorlage gehalten.

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