Die F5 Oscar-Nachlese 2010

43 Comments

Batzman

Batzman meint

Okay das wars wieder einmal. Die Preise gehen im wesentlichen in Ordnung, auch wenn ich Coraline und District 9 durchaus ein Goldmännchen gegönnt hätte. Best FX für Avatar geht natürlich in Ordnung, aber der Kamera-Oscar für Camerons Schlumpfkatzen war dann doch eher ein Witz.

Da mich bei dem Ganzen insgesamt aber mehr die Show interessiert, als die Gewinner, fällt mir eines ein: WTF? Was war denn da bitte los?

Kein Eröffnungsfilm, stattdessen eine kurze Revuenummer mit… Neil Patrick Harris, der mit dem DDR-Fernsehballett ein paar halbierte Schwäne schwenken durfte. Was dummerweise auch noch das Beste und aufwendigste Event des Abends war und spätestens mit dem Auftritt von Steve Martin und Alec Baldwin den Wunsch aufkeimen ließ, das NPH auch den Rest der Veranstaltung moderieren würde (so wie er das im Herbst bei den Emmys souverän und witzig getan hat).
Statt dessen gab es Steve Martin, der schon seit Jahren in gelangweilter Lustlosigkeit erstarrt ist, die man ansonsten nur von Harald Schmidt kennt und Alec Baldwin, der wie Ottfried Fischer wohl mittlerweile den Kopf nicht mehr drehen kann, ohne die Schultern mitzubewegen und nicht so ganz realisiert, das er außerhalb von 30 Rock jetzt nicht gerade die spritzigste Perle im Sektkelch ist.

Zusammen kalauerten sich die beiden durch mal mehr, meist weniger gelungene Späßchen, die in ihrer biederen Darbietung und bar jeder echten Chemie zwischen den beiden, dann doch wirkte, als habe man versehentlich Bernd Stelter und Fips Asmussen einfliegen lassen. Was perfekt zur Bühne passte, die sah nämlich aus wie wenn die Oberstufe des Wiesengrund-Gymnasiums Bad Salzufflen die Aula festlich schmückt. Klein, beengt, piefig und mit einem muffigen Pseudoglamour versehen, der die ganze Veranstaltung auf das Niveau einer hochkarätig besetzten Schulaufführung herabzog.

Unterstützt wurde der Eindruck einer sparsam produzierten und zum Teil recht hastig zusammengestoppelten Veranstaltung vom fehlen wirklich origineller Ideen. Waren die aufwendigen Einspielfilme in den Jahren in denen Billy Crystal, Whoopi Goldberg oder Jon Stewart moderierte das Highlight der Show, gab es diesmal wenig zu bewundern.

Die übliche Totenrolle in Memorian, die dreisterweise Farrah Fawcett mal eben ausließ (was damit begründet wurde man könne ja nun nicht jeden aufnehmen) und die mal einfach jede Schauspielerin als Actor bezeichnete, dann ein half-assed Tribute to Horror-Movies (wie schön, nachdem das Genre ja traditionell nie eine Chance hat ausgezeichnet zu werden, wenn man vom Schweigen der Lämmer mal absieht) und als einziges Glanzlicht die Statements der animierten Figuren, bei denen tatsächlich mal etwas Aufwand betrieben wurde.


(Youtube DirektAnimation

Einen Hauch von Gänsehaut vebreitete auch die verdiente Hommage an John Hughes, dessen Ex-Stars noch einmal an ihn erinnerten. Aber selbst die Featurettes zum Sounddesign und andere Kleinigkeiten machten den Eindruck mit der heißen Nadel gestrickt worden zu sein.

Auch ansonsten gab es wenig Grund sich abseits der Preise unterhalten zu sehen. Ein paar schöne witzige Dankesreden, u.a. vom Gewinner des Kurzfilm-Oscars oder Sandra Bullock und Jeff Bridges, kontrastierten mit viel Durchschnitt, einem bekifft dreinschauenden George Clooney, einem angepisst wirkenden James Cameron und einer ersten Reihe die absolut frei von Jack Nicholson war – wie kann bitte sowas passieren!?

Auch musikalisch gab es nichts, nichtmal die obligatorischen Pinkelpausen, wenn die besten Songs eingesungen werden. Alles wurde hektisch runtergerasselt und als dann tatsächlich mal eine Showeinlage für die beste Musik kam, sah es aus, als würde das Waldorf-Ballet Wittenberge die Namen der Nominierten als Ausdruckstanz darbieten. Ohne Zusammenhang zur Musik oder zum Inhalt der Filme wurde hier mal wieder bewiesen, warum selbst Menschen die Musicals lieben, bei Ballett das kalte Grausen bekommen. Die WTF-Gesichter im Publikum nach diesem Debakel sprachen Bände.

Höhepunkt dieses trotz des gehetzten Eindrucks zu langen Show-Schlamassels, aus dem sich die Moderatoren zwischendurch mal ganz verabschiedeten, war dann die Fuck-Off-Verkündung des Best Movie Awards. Die besten Filme waren über die ganze Show von uninspirierten und freudlosen Laudatoren vorgestellt worden (genau wie viele anderen Kategorien durch überlang-geschwätzige Einzellaudationen ins Infinitum gedehnt worden waren) und am Ende hatte man wohl so gar keinen Bock mehr und ließ Tom Hanks den Best Picture Award kurz rausnuscheln.

Das er den Preis Frau Bigelow, die direkt zuvor den als erste Frau ever den Best Director Oscar erhalten hatte, nicht gleich hinter die Bühne warf, war auch schon alles. “Hier nimm mit und jetzt ist Schluß, wir müssen inner halben Stunde hier raus sein, dann tagt hier der Kartoffelfarmer Verein Idaho”. Selten wirkte eine Oscarverleihung, so lustlos, konzeptlos und chaotisch wie in diesem Jahr. Und dabei waren schon Steve Martins erste beiden Hostings nicht gerade eine Offenbarung und spielten sich auf seltsam designten Bühnen ab.

Fürs kommende Jahr dann bitte wieder fragen ob Jon Stewart Zeit hat oder lasst es gleich NPH machen.
Der kann das nämlich. Und bitte lasst die Show nicht mehr von Hamish Hamilton inszenieren. Der hat ja auch die die letztjährigen MTV und Scream-Awards zu schnarchigen Veranstaltungen gemacht.

Danke.

—————

Jet StrajkerJet Strajker meint:

Ein kurzes Nachwort:

Da ich mich nicht am F5-Live-Chat beteiligt habe, um mich ganz auf die Verleihung konzentrieren zu können, noch einmal ein paar Worte zur reichlich tristen Oscarverleihung, die da vergangene Nacht rasch über die Bühne gebracht wurde. Weitaus weniger innovativ, ideenreich und amüsant als unter der Regie von Baz Luhrman im letzten Jahr, wurden die Preise ohne inszenatorische Raffinesse vergeben, und am Ende blieb sogar trotzdem nicht einmal Zeit, um noch einmal die nominierten Best-Picture-Kandidaten vorzulesen. Das ging dann alles ganz schnell und unglamourös.

Und dennoch war die 82. Verleihung der Academy Awards kein allzu kurzweiliges Vergnügen, was wohl an der grauenhaften Moderation der beiden Hosts Steve Martin und Alec Baldwin gelegen haben dürfte (sollte diese Konstellation in irgendeiner Weise PR für ihren gemeinsamen Film “It’s complicated” betreiben?). So ungelenk, unkomisch und zahm wurden die Oscars wohl selten unterhalten.

Die wenigen Highlights besorgten dann andere. Ben Stiller zum Beispiel, der als Na’vi verkleidet noch den originellsten Beitrag zum eher unangenehmen, an diesem Abend aber offenbar sehr populären “Avatar”-Bashing abgab. Eine schöne Hommage an den verstorbenen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten John Hughes versammelte noch einmal die Stars des 80er-Jahre Coming-of-age-Kinos (darunter Molly Ringwold und Anthony Michael Hall). Und Jeff Bridges wurde in der “Crazy Heart”-Nominierungsrede von seinem einstigen Co-Star Michelle Pfeiffer anmoderiert, was sehr bewegend und wehmütig ausfiel und der Verleihung einen kurzen Augenblick wahrer Größe verlieh.

Größe, die dann zügig wieder von Sandra Bullocks tränendrüsiger Rede auf ein Normalmaß gestutzt wurde – ihre vor Political Correctness strotzende Laudatio gehörte zu den Tiefpunkten des Abends, ganz zu schweigen von den beschämenden und absolut unerklärlichen Standing Ovations für die einen Tag zuvor noch mit dem Razzie Award als schlechteste Schauspielerin ausgezeichnete “Blind Side”-Darstellerin (zum Film selbst in Kürze mehr – ich muss ihn erst noch verdauen). Auch eine völlig unmotivierte Montage diverser Horrorfilmausschnitte gehörte zu den Kuriositäten der Verleihung, zumal darin nur die üblichen amerikanischen Box-Office-Hits und Klassiker Erwähnung fanden, Meilensteine des Genres aus England oder Italien (Argento anyone?) aber völlig unberücksichtigt blieben. Richtig lustig wurde es aber, als eine wilde Tanzgruppe die nominierten Musikscores “interpretierte” – im Falle von Hans Zimmer und James Horner war das Kasperltheater ja noch angebracht, aber bei Marco Beltramis bedrückender “Hurt Locker”-Musik hatten die Choreographen verständlicherweise einige Darstellungsprobleme mit der Interpretation tänzelnder Bomben.

Eine überwiegend schlechte Show also. Aber: Mit guten Preisträgern. Und das ist natürlich wichtiger. Mit “The Hurt Locker” gewann endlich wieder ein Film, der auch wirklich gut ist und der die Aufmerksamkeit nur gebrauchen kann (beim Publikum fiel der Film trotz überwältigender Kritiken bekanntlich durch). Kathryn Bigelow erhielt als erste Regisseurin in der Geschichte der Academy Awards einen Oscar, was ihr nun hoffentlich die Anerkennung bringen wird, die sie schon mit ihren Genremeisterwerken “Near Dark” oder “Point Break” verdiente, und ihr Film über Bombenentschärfer im Irak trug mit sechs Auszeichnungen auch den verdienten Sieg des Abends davon.

+++

Hier gehts zur Oscar-Nachlese von moviepilot-Kollegen Sebastian und hier hat Ines für moviepilot ihre Eindrücke zusammengefasst.

In : Features, Thema

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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43 Comments

  1. buzz

    *sign* bis auf den zweiten Satz.

  2. reeft

    http://www.youtube.com/watch?v=wV0JxoiXIdc

    Beim Schauen dieses Videos wird mir auch vieles klar, was du ansprichst, Batz.

    So eine Stimmung, Lustlosigkeit und Gespräche kenne ich von Uni-Referatsgruppen, die ich lieber komplett vergessen würde.

    Da kann mir wer mit Kreativität oder Gelassenheit oder WHATEVER kommen, ein Produzent, der auf dem Tisch sitzt geht ja mal gar nicht. Was ist das denn für eine Rangehensweise?!

  3. kumi

    @ buzz:

    Wieso? Stimmt doch. Um einen Oscar für Kamera zu bekommen, sollte auch größtenteils eine eingesetzt werden. Virtuelle Kameras in CGI-Renderprogrammen zählen nicht :-)

  4. Bill_Door

    War das erste mal, dass ich mir die Verleihung live ansehen wollte, aber ich hab ungefähr auf 2/3 aufgegeben, war mir doch zu langweilig. Bei Martin/Baldwin hat man gemerkt, dass da gute Gagschreiber im Hintergrund saßen, aber der Vortrag der beiden lief doch sehr auf Autopilot. Wie die Bester Film Nominierungen immer vor den Werbepausen wegmoderiert wurden war auch schlicht eine Katastrophe, genau wie der Horror-Movies Tribute: “Hey, wir geben keinem Horrorfilm einen Oscar, aber deshalb, hier eine 5 minütige Clipshow.Dankeschön”

  5. Moviesteve

    Da habe ich ja fast keine Lust mehr, mir die aufgenommenen 4 Stunden noch in Ruhe anzusehen. Aber eben nur fast, bin ja Kino-Nerd. ;)
    (Apropos 4 Stunden: Obwohl überall zu lesen ist, die Sendung sei sehr gehetzt gewesen, ging sie anscheinend doch länger als in den vergangenen Jahren, oder? Meine Videorekorder-Programmierung hat zumindest nicht ganz gereicht, wie ich beim Aufstehen um 6 Uhr morgens bemerken mußte. Aufnahme ging nach vier Stunden aus, Show lief immer noch. Die letzten fünf Minuten mit “Bester Film” sind nun nicht mehr dabei. Sonderbar.)

    Die bisherigen Ausschnitte, die ich heute Morgen mitbekommen hatte, ließen mich jedenfalls schon erahnen, daß die diesjährige Verleihung keinesfalls an die gelungene (aber vollkommen unterschätzte) Hugh-Jackman-Show aus dem letzten Jahr rankommen würde.

  6. Hansi

    batz meckert immer nur. :(
    aber stimmt schon, ne richtig dicke show wäre geil. mit seiltänzern und feuerschluckern.

  7. Gerriam

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht verstehe, warum auf dem Cinematography Oscar für Avatar so rumgehackt wird. Es ist nich nur Kamera, sondern Cinematography. Auch ein CG-Animationsfilm könnte den bekommen. Da ist es vollkommen egal ob tatsächlich einer mit ner Kamera vor “echten” Leuten herumfuchtelt. Wenn für Avatar tatsächlich dermaßen viel Technologie erfunden bzw. weiterentwickelt werden musste, wie gesagt wird, dann hat der Film den schon alleine Dadurch verdient.
    Ich finde es auch nicht schlecht, dass er nicht unbedingt bester Film geworden ist, aber ich denke schon, dass die Oscars, die Avatar gewonnen hat, schon verdient waren.

  8. Keeper

    Ein DEFA-Fernsehballett gabs nicht, Fernsehballett (des DFF) schon.
    Die DEFA hatte aber damit nichts zu tun.

  9. mo

    also ich versteh eher die sound-oscars für hurt-locker nicht. avatar hat da schon ganz schön gebummst…ansonsten natürlich verdienter award an michael giacchino für seine arbeit bei lost.

  10. Lino

    Zum Thema “Kamera”: Gerade im Bereich 3D + Kameraarbeit hat sich Avatar durchaus weit aus dem Fenster gelehnt. Da wurde munter experimentiert. Und am Set gab’s “Kameras” durch die man die fertig gerenderten Szenen betrachten konnte. Das gehört – imho – den imposantesten/innovativsten Dingen, die sie gemacht haben. Also, Kamera-Oskar ist für Avatar mindestens so verdient wie Special Effects-Oskar.

  11. Killerspots

    Was, das Ding hat Hamish Hamilton inszeniert?
    Und ich war einmal ein so großer Fan seiner Arbeit, als er noch musikalische Größe bewies. Siehe Rammstein, U2 und Andere.

    Ich muss zu Jet aber anmerken, dass es hier um die Auszeichnung von auszeichnungswürdigen Kinomomenten geht, und nicht, wie es bei dir im Falle von “Hurt Locker” heraus klingt, um die Bewerbung von Filmen geht.
    Ich habe kurz vorher “Hurt Locker” gesehen und konnte nicht verstehen, wie dieser Film für 9 Oscars nominiert werden konnte.
    Weder als bester Film, noch bester Hauptdarsteller oder Kamera.

    “Avatar” habe ich zwar auch den “besten Film” nicht gegönnt, aber “Hurt Locker” war, wie im Vorjahr schon das indische Drama “Slumdog Millionär”, völlig fehl am Platz und überbewertet.
    In meinen Augen.

  12. doc

    wieder eine sehr gelungene schreibe , batzman . bist und bleibst mein lieblings-pitbull im f5-zwinger :) . nie im leben würde ich mir den schmarrn live antun (oh gott , 4 (!!) stunden ?) , noch nicht mal eine 5 minuten zusammenfassung . viel lieber lese ich am morgen danach bei den f5 und anderswo , dass ich auch dieses jahr nichts relevantes verpasst habe .

  13. HerrSchuh

    also nun muss ich doch einmal loswerden was mir so die ganze zeit durch den kopf geht wenn ich tgl. euren blog lese.
    ersma präsentiert ihr euch wahnsinnig pessimistisch und anspruchsvoll was irgendwelche filme oder anderes angeht.
    hat bei euch eigentlich irgendein gehypter film überhaupt eine chance besser bewertet zu werden als der hype war??
    wenn ich bei euch wirklich einmal gute kritiken lese dann nur zu filmen die entweder total unbekannt sind oder von denen eh keiner was erwartete.
    das sind für mich keine objektive kritiken mehr sondern eher ein mainstream-bashing-deluxe.
    mir machts wirklich spass hier immer vorbei zu schauen und mir trailer und hintergrundzeug anzuschauen…doch ganz ehrlich…bei filmkritiken habt ihr mich noch nie überzeugt.
    warum ich das hier rein schreibe hat den einfachen grund, dass ihr (wie jedes jahr) die oscar show total langatmig und schlecht fandet….wie soll ich euch ernst nehmen wenn ihr jedes jahr wisst wie der oscar verläuft und euch trotzdem immer wieder darüber aufregt?
    ich mag euch ja jungs aber ihr solltet eure anspruchshaltung gegenüber filmen überdenken…viele filme wollen einfach nichts anderes als z.Bsp. zu unterhalten und/oder action zu zeigen (…transformers…)…..und doch kritisiert ihr dinge die mancher film einfach nicht erreichen möchte!!
    naja egal…die oscars warn eigentlich wie immer, nur dass diesmal mit waltz erstmal ein österreicher den oscar als bester nebendarsteller erhielt *jiha*

  14. Batzman

    @HerrSchuh

    ->http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/06/01/das-wird-teuer-die-f5-kommentar-fibel/

    Und wenn du den Text gelesen hast, müsstest du eigentlich mitbekommen haben, das ich viele Oscarverleihungen sehr gern mochte und diese oben sogar einzeln aufzähle. Auch die letztjährige hatte ihre Highlights dank Hugh Jackmans Opening und Baz Luhrmanns Regie.

    Das wir die Filme die du magast anders bewerten ist nicht zu ändern, aber zu behaupten die F5 wären zu anspruchsvoll ist wohl kaum haltbar. Die Zahl der echten Arthaus-Filme die hier besprochen werden ist doch sehr gering – das meiste ist mehr oder weniger Mainstream. Zu behaupten das würd keiner kennen, zeigt vielleicht eher, das du nicht so viel Ahnung oder Interesse an Film jenseits des Krach-Bumm-Kinos hast?

  15. bale

    hab gestern abend nur schnell abgewartet bis waltz seinen oscar abräumt und matt damon blöd aus der wäsche schaut… :)

    kam zum glück gleich zum anfang und ich konnte pennen gehen!

    ps: ich kann die begeisterung über hurt locker auch nicht nachvollziehen. ist ein okay’er film – mehr nicht. achja, und steve martin fand ich schon immer scheisse.

  16. Oscars ohne mich | killefit.net

    [...] wie die Verleihung der “Academy Awards” ohne große Fragezeichen zu überstehen. Aber wie man so liest, gab es auch nicht allzu viel zu verpassen. Heute morgen war ich dann [...]

  17. hud

    warum werden Menschen mit mehr als nur einen Vornamen immer abgekürzt. NPH? WTF?
    Das hat ein Neil Patrick Harris nicht verdient!
    MfG hud

  18. anne

    Mein Highlight war ja der Sketch in Paranormal Activity Manier und die netten Animationsfiguren Einlagen und ihre Interviews zu den Nominierungen.
    Ansonsten schienen alle angepisst oder typisch Hollywood lächelnd.
    Vor allem Hanks hatte wohl am Ende noch was vor. Husch Husch! Schnell den Umschlag auf, Name sagen, abhauen. Yeah.

    Die Academy Awards sind schon seit einigen Jahren eher so mittelmäßig. Vor allem was deren Entscheidungen angeht. Also zumindest für mich.
    Man kann nur noch hoffen, dasses besser wird. ;D

  19. reeft

    “hab gestern abend nur schnell abgewartet bis waltz seinen oscar abräumt und matt damon blöd aus der wäsche schaut… :)”

    @bale

    matt damon hat vor ner woche oder so schon in einem interview gesagt, dass er sich freut, wenn “am sonntag” der oscar an christoph geht. Von daher…

    Zumal es auch für mich ein Wunder ist wieso man Waltz so dominieren lässt, während das fast gleichstarke Drehbuch komplett vernachlässigt wird. Sehr traurig.

    Dieses Jahr war so ähnlich wie letztes wo man wusste, wer was kriegt in dieser Kategorie. Ich fand Damon stark in invictus

  20. just a hero

    Beim John Hughes Tribut war ich doch schockiert, zu sehen, bei wie vielen der gezeichneten Ex-Jungstars man frühere Entzüge ablesen konnte. Noch gruseliger waren im Grunde nur einige der Gesichter im Publikum von Leuten, die sich wohl schnell vor den Oscars noch haben liften lassen. Der Typ hinter Helen Mirren war in jedem Fall nicht von dieser Welt.

    Die Moderation war grenzwertig, die Tanzeinlage für die Nomierungen ebenfalls und auch sonst empfand ich die Veranstaltung als etwas ungünstig umgesetzt (Kulissen, Best Movie Teaser, zahlreiche Ankündigende, der Horror-Clip). Positiv waren dafür die Nominierungen und Gewinner selbst.

    Mir persönlich haben einige der Laudatoren für die Best Actor / Best Actress Kategorien gefallen, unter anderem für Morgan Freeman, Colin Firth oder Helen Mirren.

  21. HerrSchuh

    @Batzman

    also ihr habt also eine kommentar-fibel die es euch erleichtert kritik an euch besser abprallen zu lassen….

    schön für euch.
    spricht aber auch bände darüber wie ihr über kritik an eurer person denkt….

    sobald die kritik einem gewissen klischee entspricht ist sie hinfällig????

    also mal ganz im ernst…diese fibel meint ihr doch nicht ernst….
    ihr stellt in eure fibel die meist genannten kritikpunkte an euch und sagt dies muss alles gar nicht so.
    und dann eure kritiker auch noch als “quengeligen Teenager” abstempeln…

    ich finde es durchaus wichtig, dass kritik nicht subjektiv sondern so gut wie möglich objektiv gehalten wird (sonst kann ich auch einfach meinen nachbar fragen….ihr wollt doch, dass eure meinung über filme höher gewertet wird als die eines weniger erfahrenen kinogängers oder??)
    wenn ja dann solltet ihr aber auch sachlich über filme reden können und nicht nur eure eigene meinung raushaun…..ne eigene meinung hat nämlich jeder….

    aber wenn euer blog überhaupt nicht darauf abzielt (und danach sieht es ja aus) objektiv filme zu bewerten oder fremde menschen dazu ermuntern diesen film zu schauen und andere nich (wie es zum beispiel die zeitschrift cinema tut) dann scheint ihr ja einfach nur viele filme zu schauen und euren eindruck mitzuteilen…..dann will ich meine kritik auch als haltlos bezeichnen und 5€ in die kasse zahlen.

    p.s. ich mag transformers nichma sonderlich…finde aber trotzdem, dass er seine absichten ziemlich perfekt zum ausdruck gebracht hat….als film 8 oder 9 punkte von 10…..persönlich würde ich eher 5 oder 6 punkte geben.

  22. SuppenkaZper

    HerrSchuh: “…dann scheint ihr ja einfach nur viele filme zu schauen und euren eindruck mitzuteilen…”

    Halleluja du hast es verstanden. Genau darum geht es. Einen anderen Anspruch vermitteln die FFF doch überhaupt nicht und wollen sie (denke ich auch nicht) dafür sind die Kritiken hier alle durchweg unterhaltsam geschrieben und jeder hat seinen eigenen Stil und sogar Geschmack.
    Der Objektivitätsgedanke ist schlicht und ergreifend falsch. Geht nicht, gibts nicht. Haben die FFF auch schon zig tausend Mal erläutert.
    Aber, wenn du so rattig auf Objektivität und eine “ausgewogene” Meinung bist, dann gibts ja eigentlich nichts besseres, als wenn mehrere Personen den selben Film bewerten. Da kannste dir deinen eignen “möchtegern objektivitätsdurchschnitt” errechnen. Und das passiert hier. Transformers 2 als bestes Beispiel.
    Sorry das ich jetzt hier als Fanboy mit FFF Unterwäsche auftrete aber langsam geht es mir auf den Geist das die Jungs hier egal was sie tun angemault werden. Es ist doch alles gar nicht so schwer zu kapieren. Wenn dir ne Review nicht gefällt, diskutier darüber mit (Zauberwort) Argumenten und kein haltloses Phrasengedresche, welches mit hunderten Gegenbeispielen widerlegt werden kann.
    Wenn Leute unter das Bushidoreview ihre verbalen Popel schmieren, versteh ich das, Scheiße zieht nunmal Fliegen an, aber du scheinst doch ein normal denkender Mensch mit ohne restringiertem Sprachcode zu sein…

  23. phylthia

    @10:
    Da gabs doch auch einen Scientific Innovation Award, und da hätte Avatar imho eher hingehört als in die Cinematografische Schiene.
    Gute Special FX schön und gut, meinetwegen auch gute Virtuelle Kameras, aber man muss doch nicht wer weiss wie viele Trophies für mehr oder weniger die gleiche Sparte für ein und den selben Film verteilen. (Hatte jetzt keine Lust das genau nachzuschauen. Sorry. Und mir ist durchaus bewusst das Cinematografie nicht das gleiche ist wie ein Special FX oder ein Innovation Award, aber irgendwann ist es auch mal gut über die paar Innovationen zu sabbern wenn andere Film Teams auch hervorragende Arbeit abgeliefert haben, und der Film jetzt auch keine Glanzleistung in der Sparte war.)

    Fand es sowieso blöd, dass sie die Leute mit den Innovation Trophies nur mal kurz einblendeten und nichtmal sagten wer was wofür bekommen hat.
    Das hätte mich wahrscheinlich mehr interessiert als viele andere Kategorien.

    Hab mir die ganze Geschichte im Gegensatz zum letzten Jahr nicht ganz angetan sondern morgens ein paar Mitschnitte geguckt, und da das ganze sehr einschläfernd war, bin ich lieber mit dem Hund rausgegangen um selbiges zu vermeiden.

  24. Björn

    The Hurt Locker dürfte als unverdientester Preisträger einer langen Ära eingehen. Habe mich lange nicht mehr über Best Movie und Best Director so sehr geärgert.

  25. Fenix

    Kann euch zu der diesjährige Oscar Verleihung nur zustimmen…

    Aber Ben Stiller als Avatar Na’vi oO? Grandios!
    Find den ja sonst nicht so toll aber die Aktion war mit die beste bei der sonst eher Langweiligen “82 Oscar Verleihung”.

  26. McFly

    Ich fand das witzigste des Oscars war, wie angepisst James Cameron die ganze Zeit war! Ansonsten war ich sehr zufrieden. Hurt Locker war grandios und hat seine Oscars auch verdient.

  27. McFly

    Ergänzung: Achja, der erste WTF? Moment war ja, als Neil Patrick Harris auftauchte, in dem Moment hatte ich solche Hoffnung, dass er in Wirklichleit die Oscars moderiert oder zumindest als Sidekick. Martin und Baldwin waren dann aber doch nicht so schlimm wie befürchtet (zumindest nicht so schlimm wie damals Billy Christal, bei meiner ersten Oscars Vereleihung)

  28. Binding

    @ Björn: Also mir fallen zumindest drei gute Gründe ein, wieso Kathryn Bigelow den Oscar verdient hat: “Near Dark”, “Gefährliche Brandung” und “Strange Days”.

  29. Björn

    Von denen keiner nominiert war…

  30. Björn

    Geht mir ja gar nicht um die Person ansich, sondern um den Film, der einfach in keinster Weise die Qualität hatte um diese Preise zu bekommen.

  31. Binding

    @ Björn: “Von denen keiner nominiert war…” – eben drum! Was ich meine, ist: Ich gönne es der Frau trotzdem, denn sie hat einfach ein paar supergeile Filme gemacht.

  32. Sascha

    Wenn dieser Auftritt von Ben Stiller der Höhepunkt des Abends war, habe ich scheinbar nichts wesentliches verpasst.

  33. Matty

    Wie sich einige hier gleich an die Waesche gehen muessen. Geschmaecker sind nunmal unterschiedlich.

    Bisher hab ich von allen Seiten mitbekommen das die Verleihung eher lame war. Wirklich begeistert klang niemand. Egal wo man drüber gelesen hat.

    Ob Hurt Locker den Oscar verdient hat oder nicht kann man drüber streiten. Das ihn Avatar NICHT verdient hat als bester Film sollte aber klar sein. Den Effekteoscar hat er aber allemale verdient finde ich.

  34. Bensen

    Ganz klar, Alec Baldwin & Steve Martin waren alles andere als spritzig geschweige denn hilarious. Aber Jon Stewart möchte ich mir nicht nochmal geben müssen. Craig Ferguson sollte mal den Laden ordentlich aufmischen…

    Was ich nicht verstanden habe, warum nach “gefühlten” 3 Sekunden Christoph Waltz den Oscar schon in der Hand hatte (auch wenn es ein relativ sicherer Oscar war). Bei den diesjährigen Oscars fand ich gerade die Reihenfolge bzw. das Timing extremst schlecht bzw. konfus.

  35. Cathrin

    mir geht’s mittlerweile so, wenn die 5 einen film nicht mehr als mittelmäßig finden, gucke ich mir den auch schon nicht mehr an, denn erfahrungsgemäß haben sie für meinen geschmack bislang immer recht gehabt!

    ich frage mich inzwischen oft, wo die r i c h t i g guten filme bleiben. für mich war “the hurt locker” einer der besten filme in der letzten zeit, und damit hat er relativ gesehen auch den oscar verdient (und k.b. gönnt frau den ja sowieso!). absolut gesehen fand ich den allerdings auch nicht mehr als ziemlich gut. ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich den letzten wirklich klasse grandiosen film gesehen habe.

  36. GunGrave

    … wow – was man so liest hab ich wohl nicht viel verpasst… den Rest hab ich gelesen das bildet eh mehr ^_~! … Ansonsten basst scho!

  37. Rick in the wall

    Das gibt’s nicht. In diesem Blog finde ich regelmäßig EXAKT meine Meinung wieder. Selbst wenn ich damit ansonsten auf weiter Flur alleine stehe. Wie unheimlich. Ich hab The Oscars auch geguckt, und es ging mir GENAU so!

  38. 4LOM

    Mauro Fiore erhält für “Avatar” den Oscar für die beste Kamera, Emmanuel Lubezki durfte das goldenen Männchen 2007 nicht mit nach Hause nehmen. In der Kategorie läuft in den letzten Jahren wohl so einiges schief.

  39. Rocksteady

    Bei der “John Hughes Homage” habe ich kurz weggeschaltet. Das war so typisch kitschig-amerikanisch, das mir vor Fremdscham die Knie gezittert haben.

  40. Nico

    Ich will nächstes Jahr wieder Billy Crystal oder Whoopie Goldberg als Moderator. Die beiden Tranfunseln Martin und Baldwin dieses Jahr waren ja wirklich kurz vorm Einschlafen. Immerhin hat es ProSieben inzwischen hingekriegt die Werbepausen an die amerikanischen anzupassen, so dass man nicht immer mitten in einem Einspieler plötzlich zurück zur Verleihung schalten musste.

  41. DonsTag » Oscar, Lena und der HSV

    [...] nicht: nie!) eine so langweilige Show gesehen. Ganz ganz schlechtes Kino. Die Filmfreunde haben das treffend zusammengefasst, hätte ich nur mal vorher lesen [...]

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