Zweieinhalbminütiger Feature-Trailer zu Ridley Scotts “Robin Hood”-Adaption mit Russell Crowe. Laaangweilig. Finde die Filmstoffe des Regisseurs mittlerweile genauso uninteressant wie seine Arbeiten, die keinerlei wirkliche künstlerische Relevanz mehr haben. Seit “Blade Runner” hat Scott doch eigentlich keinen ästhetisch visionären oder erzählerisch komplexen Film mehr gedreht, das ist alles nur noch konventioneller Quark in ein oder derselben Bildsprache. Aber Cate Blanchett spielt immerhin auch mit.
- Jet Strajker •
- März 11th, 2010 •
- 24 Kommentare
- Schlagwörter: ridley scott, Robin Hood, Russel Crowe


















Naja, Blade Runner gibt es ja inzwischen mehrere Bücher.
Oh wait… mir wird gerade schlecht…
Kommentar #1 von reeft am 11.03.2010 um 04:44 Uhr
-Haha, der Film, in dem Crowe böse guckt.
-Omaha Beach im Mittelalter, wie originell.
-Ich finde ja Cate Blanchett paßt da nicht rein, viel zu alt.
Kommentar #2 von genervt am 11.03.2010 um 10:06 Uhr
Cate Blanchett zu alt? Tja, da kann man Hollywood den Jugendwahn für Frauen nicht vorwerfen, wenn das Publikum nun mal so denkt. Ich finde sie in dieser Rolle super. Prinzessinen müssen nicht immer junge Dinger sein.
Ich freu micht auf den Film, trotz des Pathos.
Kommentar #3 von Hans am 11.03.2010 um 10:27 Uhr
was erzählt der strajker denn da? der gute scott hat schwerter- und sandalenfilme einfach nur revolutioniert. gerade was die ästhetik angeht.
Kommentar #4 von zackbumm am 11.03.2010 um 10:33 Uhr
Na ja… ich denke aber schon daß Scott nach einer Flaute in den 90er sich mit Gladiator als fähiger Regisseur zurückgemeldet hat und immerhin nebenbei den bildgewaltigen Historienschinken wiederbelebt hat, dieses Genre kann er, angefangen von the Duellists über Kingdom of Heavens bis zu diesem hier. Allerdings ist Robin schon ein bisschen Gähnnn…
Ein Prequel oder Sequel zu Gladiator wäre viel interessanter gewesen.
Kommentar #5 von Comedian am 11.03.2010 um 12:12 Uhr
Ich finde das der Jet durchaus Recht hat, dass Scott seit Ewigkeiten keine weltbewegenden Storys mehr auf die Leinwand zaubert, aber hübsch verpacken kann er meiner Meinung nach durchaus. Kein Regisseur zaubert durch so akribische Ausstattung und Sets, vergangene Epochen so akkurat und bombastisch nach wie der alte Sir. Ich fand Gladiator klasse und kann mir auch Kingdom of Heaven heute noch anschauen ohne mich zu langweilen, einfach weil seine Bilder es schaffen einem die Welt die sie abbilden, glaubwürdig zu verkaufen. Da ist nicht Russel Crowe der im Kettenhemdchen Plastikschwerter schwingt, sondern dort IST ein verdammter “echter” Ritter. Dass diese Glaubwürdigkeit bei Scott wenig der Handlung oder grandiosen schauschpielerischen Leistungen geschuldet ist, ist mir dann gerne auch mal wurscht.
Explizit Sorgen mache ich mir bei Robin Hood aber mittlerweile um die Rolle des Sheriff von Nottingham. Den soll ja Matthew McFadyen verkörpern und das hier war der erste Trailer in dem ich ihn auch endlich mal gesehen habe. (Mit dem Flugblatt am Baum, Pfeil, Zisch, HaHa) Den wirklichen Gegenspieler scheint hier eher der Latino Prinz mit diesem fiesen Bart zu geben und das finde ich dann schon eher uncool. Meh.
Kommentar #6 von max'n am 11.03.2010 um 12:27 Uhr
sieht dochmal besser aus als das werk von einem anderen mäßig talentierten schauspieler. ;P
Kommentar #7 von TopF am 11.03.2010 um 13:16 Uhr
Sieht aus wie ein langer Werbespot. Die Bilder sind gut aber insgesamt wirkt das wirklich etwas kalt und langweilig.
Kommentar #8 von The Director am 11.03.2010 um 13:17 Uhr
Ridley Scott für die letzten knapp 30 Jahre visionäre Ideenarmut zu attestieren halte ich ehrlich gesagt für völlig daneben.
Das ließe ich nur gelten, wenn er den Düsterlook seiner Anfangstage bis heute durchgezogen hätte.
Kommentar #9 von Gerrit am 11.03.2010 um 13:44 Uhr
Versteh nicht ganz warum hier alle mit Gladiator kommen um Jets behauptung zu entkräften. Gladiator finden eigtl. eher Leute toll die noch nicht viel Medienerfahrung haben und bei Transformers gibt es genau das selbe Phänomen.
Ein Popcornstreifen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
So wie Robin Hood da oben auch, nur bin ich dem Stoff gegenüber eh nicht wirklich aufgeschlossen weil ich die Robin Hood Geschichte generell langweilig und altbacken finde(ich glaub costner spielt da auch ne Rolle in meiner Wahrnehmung diesbezüglich).
Die letzten gute Filme von Scott waren für mich jedenfalls Black Hawk Down und Matchstick Men. Ersterer ist visuell wie immer top und die beklemmende Situation der Protagonisten gut eingefangen. Ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl das mir dabei eine Meinung aufgedrück wurde, wie oft kritisiert. Es werden am Ende keine Lösungen angeboten und man wird schon ein wenig zum Nachdenken gebracht.
Matchstick Men hingegen ist wohl ein wenig untergegangen in Scott’s Oeuvre. Schade, denn es ist ein wirklich netter kleiner Streifen mit vielen Twists, der mich echt überrascht hat. Immerhin ist der Film mit Cage und ich fand ihn gut, das ist doch schon ne Leistung ;)
Ich fand auch beide Unkonventionell genug um Jets Behauptung zu entkräften.
Man sollte aber bei scott trotzdem bedenken das er eigtl. nur ein Handwerker ist, ein kreativer ist er hingegen nicht.
Die stoffe die ihm gegeben wurden hat er meiner Meinung nach alle ordentlich umgesetzt, mehr war wirklich nicht drin.
PS: Ach, und Legende war ja auch noch von ihm. Auch verdammt nett anzusehen.
Kommentar #10 von Droggelbecher am 11.03.2010 um 15:54 Uhr
Also wirklich! Gladiator mit Transformers vergleichen… Gladiator ist in jeder Hinsicht ein guter Film, und PopcornKino dazu. Was will man mehr. Eher so wie Dark Knight, um den Vergleich mal in die andere Richtung zu strapazieren…
Kommentar #11 von Max Schneider am 11.03.2010 um 16:56 Uhr
@Droggelbecher: “Gladiator finden eigtl. eher Leute toll die noch nicht viel Medienerfahrung haben”
Aha. Ja. Das kann man ja einfach mal so unbewiesen behaupten. Klingt aber schön.
Was “Robin Hood” hier angeht: Wo ist Little John, wo ist Bruder Tuck? Echt mal…
und “Rise and rise again – Until lambs become lions” erinnert nicht von ungefähr an “What we do in life – Echoes in Eternity”, oder?
Kommentar #12 von justus_jonas am 11.03.2010 um 18:51 Uhr
@justus_jonas
Klar kann man das. Aber im nachhinein fällt mir auf dass das ein wenig missverständlich formuliert ist. Streiche toll, ersetze es durch fantastisch.
Es ist nun mal einfach ein Film der nichts neues bietet, auch wenn das was er bietet zugegebenermaßen gut gemacht aber auch geklaut ist. Ein Schema F Film kann einfach nicht ein Meilenstein sein. Wer aber z.B. Ben Hur, Spartacus oder die recht frische Serie Rome(die ich alle für ein paar Klassen besser halte) nie gesehen hat, hat überhaupt keinen Vergleich und rechnet Gladiator Lorbeeren zu die er gar nicht verdient.
Drum->:
Gladiator = Formfleischvorderschinken.
Formfleischvorderschinken schmeckt sicherlich super vorausgesetzt man hat noch nie Parmaschinken probiert…
Und jetzt du:
Was war denn für dich bei Gladiator so herausragend und revolutionär?
@Max Schneider
Ok, Transformers ist vielleicht einen Punkt zu niedrig angesetzt.
Einigen wir uns einfach auf ein Mittelding zwischen Transformers und TDK.
Auf jeden Fall ist er einfach überbewertet. Platz 102 bei Imdb *kopfschüttel.
Kommentar #13 von Droggelbecher am 11.03.2010 um 20:32 Uhr
Die Filmbewertung der Scott-Filme trifft leider zu.
Der Mann hat mit einigen Filmen vollkommen zurecht Filmgeschichte geschrieben. Danach kommt das Mittelmaß. Und das hält schon sehr lange an.
Klar ist das handwerklich jut jemacht. Aber jemand, der sich an FilmKUNST früher Jahre messen lassen muss, sieht mit diesem Spätoevre schon seehr alt aus.
Vielleicht sollte er endlich mal wieder Crowe von der Bettkante stoßen.
Genauso, wie Burton langsam wieder von Depp “runterkommen” sollte.
Etc.
Gääääähn…
Kommentar #14 von burns am 11.03.2010 um 22:15 Uhr
“Kein Regisseur zaubert durch so akribische Ausstattung und Sets, vergangene Epochen so akkurat und bombastisch nach wie der alte Sir.”
Akkurat? Also, bei den mittelalterlichen Landungsbooten im Trailer mußte ich doch laut lachen. Ansonsten eher gähnen. Ich sag’s ja seit Jahren: Ridley Scott hat mit seinen ersten drei famosen Filmen all sein Pulver verschossen.
Kommentar #15 von 4LOM am 11.03.2010 um 22:58 Uhr
Ein Popcornstreifen, nicht mehr, aber auch nicht weniger … und was ist daran schlimm?
Schlimmer waren letztes Jahr nur: Transformers und Avatar und von diesen pseudointellektuelen Mist bei den sich keiner eine negative Kritik traut wollen wird hier gar nicht reden!
Kommentar #16 von Prof. Moriarty am 12.03.2010 um 09:30 Uhr
“Gladiator” mag kein großes Meisterwerk sein, aber als er damals rauskam, hat er doch zumindest einige beeindruckende ästhetische Neuerungen mit sich gebracht (vor allem die Rekonstruktion der Arena und des alten Roms sowie die Kampfsequenzen in Germanien!) und ziemlich geflasht. Und wenn Scott heute Filme rausbringt, sind die doch zumindest immer noch interessanter und besser als vieles andere, was so kreucht und fleucht.
Kommentar #17 von Binding am 15.03.2010 um 12:36 Uhr
… sieht doch gut aus – der Trailer hatte auch ein gutes Tempo!
Kommentar #18 von GunGrave am 15.03.2010 um 18:05 Uhr
So einen Mist wie in dem einleitenden Post habe ich selten gelesen! Es zeigt, dass der Autor KEINE Ahnung hat. Ridley Scott hat in den 70-80er Jahren die Werbebranche mit anderen (wie Alan Parker) zusammen revolutioniert und die visuelle Meßlatte auf neue Ebenen gesetzt. Als er “Alien” drehte war er schon eine Junge Legende in der TV-Kino Werbung. Dann dreht er mit “Alien”, “BladeRunner”, “Black Rain” usw….wirklich interessante Filme. Er produziert dabei nebenher noch Dokus, TV Filme und hat eine Werbefirma. Er kauft mit seinem Bruder die bankrotten Shepperton Studios und bringt Sie wieder in die schwarzen Zahlen (ohne STaatszuschüsse wie hier in Babelsberg). Natürlich hat er in den 90ern Jahren einige soala Filme gemacht (für die er fett bezahlt wurde!). Ridley Scott muss sich visuell nicht mehr beweisen und man merkt seinen Arbeiten (Kingdom of Heaven, Gladiator, Robin Hood..!) einen Trend zur unterhaltenden Story (weniger Glitter). Er arbeitet auch sehr ökonomisch….Kingdom of Heaven war fast ein Low-budget Movie im Internationalen Vergleich (ihr müsst den Special Directors Cut anschauen!). Ihn interessieren mehr Story die direkt oder indirekt seine Heimat (Grossbritannien) betreffen…..daher Robin Hood. Und wie man es von Künstlern im Alter kennt….werden Linien immer skizzenhafter und zeigen Umrisse…ohne an Handwerk oder Genie zu verlieren. Kubrick hat auch keine Mega-dollen Movies gegen Ende gedreht, aber man erkannte in der Story und in der Regie den Stil wieder. Schau du lieber Transformers an. Unglaublich…keine Ahnung von nix und über Ridley Scott herziehen. Der hat doch 100000x mehr in seinem Leben geschafft als du dir ausdenken kannst! Pffffh! Gruss
Kommentar #19 von Rossi am 18.03.2010 um 14:25 Uhr
Lieben Gruß zurück.
Kommentar #20 von Jet Strajker am 18.03.2010 um 16:22 Uhr
Auf dass die Steine fliegen und die Schei… kübelweise über mir ausgeschüttet werden möge: Dem trailer nach zu urteilen kommt das Teil nicht mal in Ansätzen an die Verfilmung vom Costners Kevin ran! Nimmt sich offensichtlich viel zu ernst und hart und schwermütig und pathetisch und…ach, sieht halt nach Ranz aus. So.
Kommentar #21 von Haro am 22.03.2010 um 23:27 Uhr
Wie wäre es, wenn ihr euch den Streifen erstmal anschaut im Mai?
Immer diese Leute, die von einem Trailer auf den ganzen Film schließen und ihn, ohne ihn überhaupt gesehen zu haben, von A bis Z zerstückeln resp. rezensieren!
Kommentar #22 von J.J. am 21.04.2010 um 18:29 Uhr
Keine Ahnung was ihr habt, war gutes Popcorn-Kino mit bildgewaltigen Szenen, Pathos triefenden Dialogen und Schlachtenszenen. as i expected.
Kommentar #23 von Dennis am 28.11.2010 um 08:43 Uhr