Es fällt mir schwer es zu sagen: Aber ich bin tatsächlich mal einer Meinung mit Mr. Blow Shit Up himself. Michael Bay zeigte sich bisher von allgegenwärtigen 3D-Hype wenig beeindruckt. Auch sein neues Epos, das arthausige Familiendrama Transformers 3, wird er ganz traditionell drehen. Also mit Titten, Klötenwitzen und Explosionen (und John Malkovich und Frances McDormand), aber ohne plastische Bilder. Denn 3D ist nur ein doofes Gimmick meint Bay und wenn er etwas nicht will, dann Filme die auf bloße optische Reize setzen. Außerdem könnten Zuschauer sterben, wenn die Hupen von Megan Fox über die Ränge schwingen.
Am wenigsten hält er von der nachträglichen Konvertierung von in 2D gedrehtem Material in 3D, wie es u.a. für Alice im Wunderland und dem demnächst startenden Clash of the Titans gemacht wurde. “I shoot complicated stuff, I put real elements into action scenes and honestly, I am not sold right now on the conversion process.” gab er Deadline zu Protokoll.
Viele Firmen wären trotz großer Versprechungen schlicht überfordert mit der 3D-Konvertierung, einige würden heute noch an Testmaterial rumwerkeln, das er ihnen von Transformers gegeben habe um zu testen ob die Methode evtl. für Transformers 3 in Frage käme. “Right now, it looks like fake 3D, with layers that are very apparent. You go to the screening room, you are hoping to be thrilled, and you’re thinking, huh, this kind of sucks. People can say whatever they want about my movies, but they are technically precise, and if this isn’t going to be excellent, I don’t want to do it. And it is my choice.”
Und der Mann hat Recht. Bisher sahen alle nachträglich konvertierten Filme aus wie ein Pop-Up-Buch. Damit liegt er auf einer Linie mit James Cameron, der zwar Apologet des neuen 3D-Kinos ist, die nachträglich hochgepoppten Filme aber ebenfalls nicht wirklich überzeugend findet und wohl allmählich selbst Zweifel bekommt, ob der von ihm ausgelöste Trend wirklich so gut war. Denn mittlerweile werden Filme ins 3D-Format gezwungen, die nie als solche gedacht waren. Der Hobbit wird wohl plastisch werden, ob Del Toro es will oder nicht und auch andere Regisseure sehen sich unter 3D-Zwang, wie Cameron erzählt: ““This is another example of Hollywood getting it wrong,” Cameron said. “Sony says, we’re doing Spider-Man in 3D.’ The director doesn’t say, `Hey, I want to make the movie in 3D.’ The studio says, `You want to direct this movie? You’re doing it in 3D, motherfucker!’ That’s not how it should be. I’ve tried for the last seven years to get filmmakers excited, and they all hung back while Pixar and DreamWorks did animation and me and a couple others did live action. We prove the point, and now filmmakers are being told to make their movies in 3D.””
Ich hoffe ja weiterhin, dass der ganze Trubel in 3 Jahren wieder vorbei ist und 3D dann wieder ein paar Jahre Winterschlaf halten darf, so wie es nach den ersten 3D-Wellen in den 50ern, 60ern und 80ern auch war.
PS: Was könnte Bay für ein Regisseur sein, wenn ihm Geschichte und Dialoge auch nur halb soviel wert wären wie technischer Spielkram?
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- März 24th, 2010 •
- 53 Kommentare
- Schlagwörter: 3D, Michael Bay, Transformers 3










































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