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(Youtube Direktkongress, via /Film)

Leider nur ein paar kurze erste Ausschnitte aus Ari Folmans („Waltz with Bashir“) Verfilmung von Stanislav Lems „Der futurologische Kongress“. Der Film entsteht in derselben Technik, wie Waltz und wird eine Mischung aus Real- und Animationsfilm. Endlich wieder vernünftige Zeichentrick-SciFi für Erwachsene, yay! Hier der Plot von Lems Shortstory via Wikipedia:

Raumfahrer Ijon Tichy nimmt an einem futurologischen Kongress in der Hauptstadt des Bananenstaates Costricana teil. Der Kongress findet im hundertsechsstöckigen Hilton-Hotel statt. Thema des Kongresses ist die wachsende Überbevölkerung.

Als Tichy einen Anfall von Güte und alles umfassender Zuneigung erleidet, wird ihm klar, dass der Diktator des Landes das Trinkwasser mit Benignatoren versetzt hat, chemischen Begütigungsmitteln, die einen Aufstand der unzufriedenen Bevölkerung des Landes gegen ihn verhindern sollen.

Als es trotzdem zum Aufstand kommt, setzen Polizei und Militär neben Benignatoren auch ganz konventionelle Waffen ein, und das Hilton wird zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Tichy, Professor Trottelreiner und andere Hotelgäste statten sich mit Sauerstoffgeräten aus und fliehen in die Kanalisation unterhalb des Hilton.

1 Trackback

  1. 15.04.2010 - Lesezeichen vom 14. April 2010 | PolkaRobot

13 Kommentare

  1. Also nach Ion Tichy kann ich Lem irgendwie nicht mehr so richtig ernst nehmen ;)

    Btw: Es kommt wohl ne zweite Staffel: kosmische-kollegen.de/

    Kommentar #1 von maniacator am 14.04.2010 um 09:42 Uhr

  2. Mein Gott, die Erinnerungen. Das Buch war dermaßen aberwitzig, daß es eine Offenbarung war, lange vor Douglas Adams. Lem halte ich ja für unverfilmbar, zumindest hat es bisher niemand geschafft, den Büchern gerecht zu werden. Dieser Ansatz paßt ganz gut zum Buch, Trick und Realität zu vermengen, hoffentlich bleibt der irrwitzige Humor erhalten.

    Kommentar #2 von Schwarzmaler am 14.04.2010 um 11:28 Uhr

  3. Hammer Geschichte! Freu freu freu.

    Kommentar #3 von shortee am 14.04.2010 um 11:31 Uhr

  4. …das wäre sowieso noch mein Traum, einen genialen Regisseur mit großem Budget die wichtigsten Lem-Bücher verfilmen zu lassen, unter Beibehaltung der Dialoge, mit erstklassigen Schauspielern und tricktechnisch auf dem heutigen Stand. Solaris will ich endlich sehen, zum Beispiel.

    Kommentar #4 von Schwarzmaler am 14.04.2010 um 11:33 Uhr

  5. GeilGeilGeilGeilGeilGeil!!!

    Danach bitte noch Prof. Taratogas Sprechstunde, Mondnacht, Testflug, aber vor allem bidde ‘Die Lymphaterische Formel…

    Habe ich schon gesagt dass ich das geil finde? Nee? Na dann:

    GeilGeilGeilGeil²GeilGeil!!!

    Kommentar #5 von Hell-G am 14.04.2010 um 14:43 Uhr

  6. Ich hoffe der Film wird besser, als diese klamaukig-unlustige Verfilmung der Sterntagebücher, die das ZDF vor einigen Jahren unter dem Titel “Ijon Tichy: Raumpilot” weggesendet hat…

    Kommentar #6 von Batzman am 14.04.2010 um 20:10 Uhr

  7. Professor Trottelreiner? ^^ Ich hab die Bücher zwar nicht gelesen, aber heißt der tatsächlich so?

    Kommentar #7 von michael am 14.04.2010 um 22:24 Uhr

  8. @2
    Die Solaris verfilmung von Andrej Tarkovsky war schon ziemlich werkgetreu. “Der schweigende Stern” als ehrgeiziges DEFA Projekt ist auch eine Super Verfilmung von Planet des Todes.

    Kommentar #8 von noyse am 14.04.2010 um 22:44 Uhr

  9. hmm… Waltz with hat mir gut gefallen… eben auch durch die Real-Ani Mischung – das nächste Werk sieht auch vielversprechend aus!

    Kommentar #9 von GunGrave am 14.04.2010 um 23:21 Uhr

  10. @1. und 6.
    Wir sollten Prof. Tarantoga dankbar sein, daß er die Sterntagebücher seines Freundes Ion Tichy herausgegebn hat. :-) Die Verfilmung trifft ziemlich genau den Ton der Geschichten. Auch wenn der Akzent der Hauptfigur und die Ausstattung gewöhnungsbedürftig sind, freue ich moch doch auf ein Wiedersehen.
    Daß ausgerechnet der futurologissche Kongress verfilmt wird, hätte ich nicht gedacht. Mein Tippp wäre Pirx gewesen. Aber vielleicht tut sich ja was, nachdem der Meister im Augenblick nicht selbst über die Filmrechte entscheidet.

    Kommentar #10 von KutE am 14.04.2010 um 23:47 Uhr

  11. @KutE

    Ohjehh… wenn der platte Klamauk-Trash eine gelungene Verfilmung war, möchte ich von Lem glaub ich weder noch was lesen, noch was verfilmt sehen. Brr.

    Kommentar #11 von Batzman am 15.04.2010 um 00:06 Uhr

  12. @11.
    Von gelungener Verfilmung habe ich nichts gesagt. Aber dieser ironisch-groteske Ton ist schon so im Buch vorhanden. Auszug aus dem Klappentext: “Der Herausgeber A.S.Tarantoga verwahrt sich mit Fug gegen Stimmen, die die Urheberschaftder Schriften Tichys in Zweifel ziehen und einem gewissen “Lem” zuschreiben, da jeder, der ein wenig die Geschichte der Kosmonautik kennt, weiß, daß LEM die Abkürzung von Lunar Excursion Module ist.” :-)
    Lem kann für die Verfilmung nichts. Von Tarkowskijs Solaris-Verfilmung hat er übrigens gar nichts gehalten.
    Aber es gibt genug Lesenswertes von Lem, versuch es einfach mal.

    Kommentar #12 von KurtE am 15.04.2010 um 00:49 Uhr

  13. Juhu.. schön zu lesen, das es verfilmt wird! Lem ist ja mein Lieblingsschriftsteller, auch wenn er leider verstoben ist. Ich warte ja seit meiner Jugend auf Verfilmungen wie “Der Unbesiegbare” oder “Fiasko” – das wäre toll! (:

    Kommentar #13 von Andi am 15.04.2010 um 17:33 Uhr

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