
Das Thema spukt mir schon lange im Kopf herum und ich habe diesen Artikel mindestens dreimal geschrieben, aber nie auf “Publizieren” gedrückt. Diesesmal ist es etwas anderes, denn heute habe ich diesen Zusammenschnitt gesehen:
Und wieder habe ich mich dabei erwischt, dass ich dachte: “Jau, da sind mal zum größten Teil wirklich gute Filme dabei! Unterschreibe ich mal.” Dann stockte ich kurz und dachte: “Moment, stimmt gar nicht! Da gab es doch mal etwas, was du bei den Filmfreunden schreiben wolltest”.
So sei es.
Bei diesem Thema fällt es mir allerdings ein wenig schwer die Gedanken in Worte zu fassen, also entschuldigt, wenn es etwas verworren rüber kommt. Im Kopf sieht es etwas ordentlicher aus.
Fangen wir mit schlechten Filmen an. Ich nehme an, dass wir uns alle darüber einig sind, dass es nachweislich schlechte Filme gibt und dass man nichts etwas dagegen einwenden kann. Unabhängig davon, dass diese Filme naturgemäß Mist sind, kann man natürlich sagen, dass man bei diesen Filmen oft auch seinen Spaß haben kann. Es ist für die folgenden Überlegungen wichtig, dass wir miesen Filmen nicht zusprechen, dass sie deswegen vielleicht doch gut sind, denn hier geht es nicht darum einen Film danach zu urteilen, ob man Spaß hatte (sic!), sondern, ob der Film technisch und von der Geschichte her mies war. Nehmen wir zum Beispiel den Trailer zu Mega-Piranha, der mir letztens eine große Freude bereitet hat. Ich nehme einmal an, dass ich mich nicht weit aus dem Fenster lehne, wenn ich sage, dass dieser Film mies ist: Die Effekte saugen und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trailer erfolgreich eine der besten Storys aller Zeiten vor uns versteckt. Aber der Spaßfaktor ist für mich da!
Ich möchte aber dennoch wissen, ob es einen guten Film gibt. Nur einen einzigen, guten Film, unabhängig davon, ob der persönliche Geschmack getroffen wurde. Gehen wir es nämlich jetzt mal andersherum an: Bei welchem Film hattet ihr das letzte Mal das Gefühl, dass ihr ihn richtig scheiße fandet, aber trotzdem zugeben müsst, dass der Film gut war? Und wenn ja, warum war der Film gut? Und was bedeutet “gut” (für euch)?
Vielleicht sollte ich nochmal etwas näher erläutern, was ich suche: Ich suche einen Film, der technisch (Kamera, vielleicht auch Effekte usw.) einwandfrei ist, eine gute Story hat (Sprich: Für niemanden vorhersehbar und unterhaltend), natürlich gute Schauspieler beinhaltet und natürlich nicht kopierbar sind. Ich persönlich glaube nämlich, dass es nur einen guten Film geben kann, wenn er einzigartig ist.
Vielleicht täusche ich mich auch nur und werde auch in diesen Fragen von meinem Geschmack davon geleitet. Das beweist aber dann auch, dass es keinen einzigen guten Film gibt, gab oder jemals geben wird, sondern alles nur Geschmacksache ist.
Wie seht ihr das? Sind meine Überlegungen klar rübergekommen, oder erscheinen sie so wirr, wie sie mir am letzten Sonntag Morgen erschienen, als ich verkatert nach einer langen, feuchten Nacht zu mir kam und die Erinnerung an genau dieselbe Unterhaltung mit einem Freund hochkam, der mir nach zwei Stunden endlich beipflichtete und sagte: “Scheiße. Ich habe noch nie einen guten Film gesehen. Nur Filme, die mir gefallen.”
NACHTRAG
Auf SpOn gibt es einen interessanten Artikel über einen Forscher, der einen Rythmus in Filmen gefunden haben möchte, der den Geist schmeichelt.
Dem Kinospektakel “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith” wurde unter Kritikern wenig Gnade zuteil. Wegen seiner mauen Handlung wurde der kommerziell durchaus erfolgreiche Spielfilm sogar von Fans der Serie kritisiert. Dem kann sich der Psychologe James Cutting von der Cornell University in Ithaca, New York, nur anschließen: “Einfach schauderhaft”, urteilt er. Dennoch musste der Wissenschaftler nach eingehender Begutachtung einräumen, dass Regisseur George Lucas wohl doch erstaunlich viel richtig gemacht hat.
- Mal Sehen •
- April 15th, 2010 •
- 113 Kommentare









































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