Hollywoods beleidigte Leberwurst No.1, Kevin Smith, poltert dieser Tage wieder mächtig auf twitter. In diesem lesenswerten Artikel von Brad Brevet wird seine jüngste Ich-bin-ja-so-unterschätzt-Heulattacke ins Visier genommen. Nicht, dass ich mir überhaupt noch mal jemals einen Film von diesem Stümper anschauen würde, aber wie der sich permanent als den großen Missverstandenen inszeniert ist nur noch lächerlich. Und dass er nunmehr sogar das Filme-sollen-nur-Spaß-machen-”Argument” aufzufahren versucht, ist sogar verdammt arm. Im Prinzip ist Smith seit seiner öffentlichen und ermüdenden Hasstirade gegen “Magnolia” seinerzeit bei mir unten durch… nicht zu vergessen natürlich seine völlig bekloppten und reaktionären Filme.
So, tut mir leid, das musste mal raus.
- Jet Strajker •
- April 15th, 2010 •
- 53 Kommentare
- Schlagwörter: Kevin Smith


















Ich entschuldige mich mal so pauschal für diesen Smith-Diss und muss sagen: Unser’n Jet hat halt keine Ahnung. Aber deshalb schreibt er ja auch bei den F5. Und ich les’ den Blödsinn auch noch gerne ;D
Kommentar #1 von Renington Steele am 15.04.2010 um 18:41 Uhr
Die Smashing Pumpkins mag ich gern, schaue mir aber lieber das normale 1979-Video an. :)
Kommentar #2 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 18:43 Uhr
Smith ist ne fette Sau, macht absolut nichtsnutzige Scheißfilme, ist so homophob wie sexistisch und sieht aus wie ne Preßwurst – und dann sollen wir seinen Müll auch noch geil finden? Geh kacken, Kevin – hoffentlich schmeißen sie Deinen fetten Arsch bald wieder aus dem Flieger.
Kommentar #3 von Julio Sacchi am 15.04.2010 um 18:49 Uhr
Ohne je einen Smith-Film gesehen zu haben (ja, ich schäme mich): Was soll denn an dem reaktionär sein?
Kommentar #4 von Keyser Soze am 15.04.2010 um 18:58 Uhr
@Julio:
*love* *love* *love*
@Keyser Soze:
Uraltwitze, bestehend aus schlimmsten Rollenklischees (Stichwort: Geschlechtsdeterminierung), super klemmiger Humor, homophob und sexistisch (CHASING AMY brrrrrrr).
Kommentar #5 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 19:17 Uhr
“Chasing Amy” ist super. “Clerks” war auch toll. Mal richtig gutes Independent Kino. Heutzutage geht ja “Juno” als Independent durch… was hierzulande Mainstream wäre. Oder “500 Days of Summer”. Smith hat mehr gerockt als die ganzen “neuen”. Aber “Chasing Amy” und “Clerks” sind auch die einzigen Filme die man sich von ihm anschauen kann. “Zack and Miri Make a Porno” und “Jay und Silent Bob schlagen zurück” sind einfach schlecht.
Aber das ist okay. Was seine Person und seine Auftritte angeht ist mir das immer noch lieber als die anderer Regisseure die immer brav in die Kamera lächeln und bedacht sind nie was falsches zu sagen und sich für ihre Kollegen immer tierisch freuen.
Smith plauderte katastrophale Hollywood-Sitzungen aus… mit Drehbuchautoren und Produzenten. Ich sah da nie ein “Ich bin viel besser als diese Hollywood Penner”. Nie.
bei dem Link sagt er nur das er Filmstudenten hasst und Kritiker… usw. Ich studiere selbst Film… und auf den Festivals laufen Filme wo es um Todgeburten und so was geht. Oder man dreht Filme die auf einen einzigen Schlußgag hinaus laufen… wo dann am Ende so das große “Aha” zu sehne ist.
In den USA ist es teils noch schlimmer als in Europa. Schaut euch mal eine Sundance Kurzfilmreihe an. Egal.
Die Hasstirade auf Magnolia kenne ich nicht. Magnolia ist super. Aber ich finde es auch okay wenn jemand was gegen Magnolia sagt. Wo ist das Problem. Da kotzt es mich mehr an Sigourney Weaver zuzuhören wie sie Avatar in den höchsten Tönen lobt… von der Story her.
Kommentar #6 von Dr. Strangelove am 15.04.2010 um 19:18 Uhr
Also ich kenne filmtechnisch nicht viel von ihm aber die Aufzeichnungen von “An evening with Kevin Smith” finde ich äußerst erheiternd. :-)
Kommentar #7 von Thomas am 15.04.2010 um 19:22 Uhr
@Dr. Strangelove.
Das Problem ist nicht, dass er was gegen MAGNOLIA gesagt hat, sondern wie er es gesagt hat. Das war Kunstfeindlichkeit, Ignoranz und Dummheit in seiner schlimmsten Form. Leider ist das Originalreview nicht mehr online, finde es jedenfalls nicht.
Kommentar #8 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 19:25 Uhr
Das Foto ist doof. Und homophob ist Smith ganz sicher nicht. Till Schweiger ist homophob wenn bei Keinohrhasen das widerlichste zu sein scheint… wenn ein Mann einem anderen Mann einen bläst. Wenn aber bei American Pie zum Beispiel zwei homophobe Männer sich küssen müssen… weil sie wollen das sich zwei Lesben küssen… dann ist das witzig… und absolut nicht homophob. Und Kevon Smith Filme haben einen ähnlichen Witz (wenn es um Schwule geht… ) Sprich: Einer findet es eklig… ein anderer zieht ihn deshalb nur noch weiter auf. Das ist absoulut okay. Und Chasing Amy ist absolut nicht sexistisch. WTF. Wo ist der denn sexistisch? Am Ende wollen alle einen Dreier machen… und die Jungs müssen sich zugestehen das sie evtl. etwas schwul sind. Und der Typ hat einfach nur ein Problem weil die Frau nen krasses Sexleben hatte… der Typ im Film ist verklemmt aber nicht der Film an sich. Da geht es endlich mal zur Sache. Und das eben nicht wie bei den dummen American Pie Filmen. Die sind verklemmt…. und auch sexistisch.. weil die zum Teil TITTEN zeigen… was ja in den USA dann voll cool ist weil die das eben nur im Kino dürfen und nicht im TV und dann alle Kids da reinrennen… uncool.
Kommentar #9 von Dr. Strangelove am 15.04.2010 um 19:26 Uhr
ach, sowas der schreibt der herr strajker ja nur, damit nicht wieder alle denken, er und batz seien eine person.
Kommentar #10 von keiler "beule" stopfer am 15.04.2010 um 19:28 Uhr
Wer Smith als homophob bezeichnet hat ganz gewaltig einen an der Marmel. Seine Filme sind durchwachsen, aber er gehört ganz sicher zu den besten Dialogschreibern die Hollywood zu bieten hat und hat einige verdammt gute Filme hingelegt. Außerdem ist er unterhaltsamer als die meisten anderen Arthausfilmer zusammen. Und das schließt die Werke von Mr. Magnolia (den ich selbst ganz gern mag, dessen Sachen ich aber nie so oft gucken könnte wie die von Smith) eindeutig mit ein.
Kommentar #11 von Batzman am 15.04.2010 um 19:29 Uhr
“Arthaus”, auch so ein Begriff, unter dem man ganz gerne mal Filme subsumiert, die den eigenen Horizont übersteigen. :P
Kommentar #12 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 19:31 Uhr
Schön, daß es immer noch genügend Leute gibt, die nicht dazu in der Lage sind zwischen geschriebenem Dialog/Rolle und Autor zu unterscheiden…
Mehr Precious – Based on the Novel “Klischeetränendrüse” by Sapphire für euch, mehr “homophobe” Kevin Smith-Filme für den Rest der Welt!
Kommentar #13 von absonderland am 15.04.2010 um 19:35 Uhr
>“Arthaus”, auch so ein Begriff, unter dem man ganz gerne mal Filme subsumiert, die den eigenen Horizont übersteigen
Damit hast Du sehr Recht. Nur schiebe ich die Schuld an meinem Nichtverstehen immer dem Filmemacher zu, immerhin hab ich ein 1,8er-Abi. Wenn also irgenein Künstler meint, unbedingt möglichst verklaususlisierte Kunst machen zu müssen (äh, what?), dann kann er das tun. Das aber deshalb gut zu finden, finde ich auf so ne Arthouse-Weise sehr primitiv.
Kevin Smith allerdings tut genau das nicht, aber mit denselben Stilmitteln. Wie ich so gerne sage: He shits in your face, but artful.
Wie man es auch dreht und wendet: Man kann Smith nicht wirklich Scheiße finden, weil es tatsächlich der Cineastik (gibt’s das Wort?) widerspricht. Dazu gehört eine Menge pauschaler Hype-Hate. Und die kann ich gar nicht leiden.
(Es genügt der erste auf Youtube gefundene Ausschnitt aus einem Smith-Film, um Jets Bloragh hier zu wiederlegen. Und so ist das ;)
Kommentar #14 von Renington Steele am 15.04.2010 um 19:54 Uhr
CLERKS, ein Nerdfilm mit einer Weltsicht, die nie Gefahr läuft, die Grenze der Videotheke zu übersteigen.
Aber egal, ich muss aus diesem Aufstand der Smith-Jünger flüchten, sonst steht es schlecht um meine Gesundheit.
Kommentar #15 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 20:06 Uhr
CLERKS war wohl der einzig wirklich gute film den er gemacht hat.
alles danach war wirklich schrott!
Kommentar #16 von ufomuschi am 15.04.2010 um 20:32 Uhr
Hätte vielleicht gereicht auf den wirklich guten Artikel zu verweisen, statt sich selbst durch soviel Rumgeranze in m.M. schlechtes Licht zu rücken :)
Kommentar #17 von pilone am 15.04.2010 um 20:43 Uhr
Ich möchte aus meiner Smith-Aversion aber keinen Hehl machen, schon gar nicht hier.
Kommentar #18 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 20:44 Uhr
Smith kann gar nichts. Das ist ein fetter Nerd, der zu unser aller Unglück die Welt mit seinem Müll zuscheissen darf. In der Reaktion auf Kritik ist das fette Kind noch peinlicher als Boll. Allerdings macht Boll auch bessere Filme.
Kommentar #19 von Julio Sacchi am 15.04.2010 um 20:46 Uhr
Allerdings: Seine Daredevil-Serie war sehr gut.
Kommentar #20 von Julio Sacchi am 15.04.2010 um 20:52 Uhr
Smith ist scheisse, weil er fett ist, buhuhu. Weiter so !!!
Kommentar #21 von sickheinz am 15.04.2010 um 20:56 Uhr
@ Jet: Deine Smith-Aversion bleibt Dir unbenommen… nicht. Für mich gehört Kevin Smith zum Kanon modernen Kinos. Muss man nicht mögen, aber wahrnehmen. (Machste ja auch, so gesehen: Alles super ;)
This is for you: Kevin Smith über „The Dark Side of the Internet“:
Kommentar #22 von Renington Steele am 15.04.2010 um 21:02 Uhr
Und überhaupt, sorry, aber „Aber egal, ich muss aus diesem Aufstand der Smith-Jünger flüchten, sonst steht es schlecht um meine Gesundheit.“ …
Das geht nicht. Du kannst nicht ein so provozierendes Posting veröffentlichen und Dich dann so aus der Diskussion stehlen. Nope, das geht nicht.
Echt, gar nichts gegen das Posting, ich kann die Aversion sogar teilweise nachvollziehen, aber: Stand by your shit, man! ;)
Kommentar #23 von Renington Steele am 15.04.2010 um 21:05 Uhr
Tu ich doch auch, bin doch da. :)
Kommentar #24 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 21:13 Uhr
Denn is ja jut. Du hast nicht Recht. So. ;D
Kommentar #25 von Renington Steele am 15.04.2010 um 21:16 Uhr
was ist das denn für ein schwachsinn? der typ ist absolutes mittelmaß, nich mehr und nich weniger, wie kann man da jetzt so nen bumms drum machen? mein gott, so ein rumgehype in bashform. der typ kann doch wohl labern was er will, magnolia scheiße finden ist auch nicht verboten, stänkert doch lieber gegen was anderes.
Kommentar #26 von Anmerkungsmann am 15.04.2010 um 21:40 Uhr
Man kann über Kevin Smith vieles schreiben:
Fett?
Ja klar, sagt er selbst. Doch was hat das noch gleich mit seinen Filmen und seinem Charakter zu tun?
Geradezu pubertär sexbessessen?
Logisch, da ist er der erste, der das zugibt. Wenn man sich diesen Themen entwachsen fühlt, sollte man sein Werk nicht unbedingt ansehen.
Manchmal ignorant, ungehobelt und erschreckend ungebildet (wir würden es wohl auch “typisch amerikanisch” nennen)?
Jupp, trifft alles zu, aber er weiß das selbst am besten – und hat aus genau diesen Untugenden sogar eine erstklassig unterhaltsame Podcast-Show gemacht.
Aber homophob?
Hast Du je irgendeine seiner Aussagen zum Thema Homosexualität gehört oder gelesen? (Denn die Aussagen, die er dazu in seine Filme eingebaut hat, scheinst Du ja wohl vollkommen übersehen/nicht verstanden zu haben.)
Mal abgesehen davon, dass Smiths Bruder schwul ist, erscheint mir Smith stets wie der schwulste Hetero, den ich je erlebt habe. Er geht mit dem ganzen Thema unglaublich lässig, lustig, ja nonchalant um. Er spielt immer wieder mit festgefahrenen Rollenvorstellungen von schwul, bi, hetero und scheint keiner Richtung wirklich abgeneigt, zumindest hat er wirklich null Berührungsängste. Homophobe Anwandlungen bei anderen Leuten, auf die trifft, erstickt er dann auch im Keim, indem er sich entlarvend darüber lustig macht.
Also dahingehend solltest Du Dein Bild von ihm wirklich mal überdenken. Ein paar Folgen SModcast hören, hilft vielleicht! ;)
Ach und noch eines ist Smith auf jeden Fall:
Authentisch, ehrlich, einfach er selbst.
Man muss ihn und seine Filme nicht mögen, aber die unverstellte grundehrliche Art, in der er sich immer und überalle jedem präsentiert, sollte man respektieren.
Mir ist Smiths unüberlegter, aber ehrlicher “Wutausbruch” gegen Kritiker und Filmstudenten (das sind aber teilweise auch Wichtigtuer und Flachpfeifen) jedenfalls sehr viel lieber als das unechte Getue und Gepose, das man von anderen Filmschaffenden oft erlebt – egal ob artsy-fartsy oder Michael Bay.
Kommentar #27 von Moviesteve am 15.04.2010 um 21:46 Uhr
Und um mal nicht nur über die Person Kevin Smith zu sprechen, sondern zu der eigentlich recht spannenden Sachdebatte “Was macht die Meinung des Kritikers eigentlich so viel bedeutender?” zurückzukehren, empfehle ich quasi als Gegenrede zum oben verlinkten Artikel diesen Beitrag der Webseite Widescreen Warrior: “Why Kevin Smith is Right Critiquing Critics”
widescreenwarrior.com/news/raf...
Kommentar #28 von Moviesteve am 15.04.2010 um 21:55 Uhr
@ Moviesteve:
Amen!
Dass Kevin Smiths Filme wirklich nicht Jedermanns Sache ist, kann ich durchaus verstehen. Aber hier so dumme Kommentare zu bringen wie “Smith ist fett und macht nur Scheißfilme” is ja wohl unter aller Sau. Und sich bei dieser Ausdrucksweise auchnoch über die Filme dieses Mannes paufregen. tz tz tz
Wie gesagt, ich kann Jets standpunkt verstehen und sehe auch ein, dass Smiths “geheule” manchen auf den Magen schlägt. Jedoch, sehe ich es immer von der Seite dessen, der da an etwas gearbeitet hat, dafür steht und sich vielleicht einfach nur wünscht, dass das Ergebnis etwas mehr gewürdigt wird. Denn so eine flache und grundlos gehypte scheiße wie Transformers und Twilight, hat Mann noch nie abgeliefert (und würde sich auch wohl eher erschießen).
Bei Smith teilt sich ja eh bekanntlich das Cineasten-Volk, aber das tut es bei so vielen anderen sachen auch.
-KuoDyNe, bekennender Smith-Fan und stolz drauf :P
Kommentar #29 von KuoDyNe am 15.04.2010 um 22:48 Uhr
Kevin Smith ist witzig. Punkt. Und der einzige Grund, einen TwitterAccount zu haben: twitter.com/ThatKevinSmith
Kommentar #30 von Birgit am 15.04.2010 um 22:54 Uhr
Achja und zum ausgenudelten Thema KS und Magnolia, lohnt es sich vielleicht ein bißchen mehr zu lesen:
http://filer.case.edu/~bcl3/
Kommentar #31 von Batzman am 15.04.2010 um 23:28 Uhr
Man könnte jetzt einiges zu der ganz empört in die Tastatur gehackten Seifenblase oben schreiben… nur wozu? Um nach ellenlangen Ausführungen über die eigene Sicht der Dinge stupide als “Fanboy” abgewatscht zu werden? Zumindest weiß man, dass es nicht darum geht, dass Smith “Magnolia” scheiße findet, und je öfter einem dies versichert wird, desto glaubwürdiger scheint es. Und klingt so gar nicht nach beleidigter Leberwurst.
Und (neben der Verwendung von Begriffen wie “Fettsau”, “fettes Schwein”, “Fettbacke” etc. in JEDEM Satz) immer ganz wichtig: Das “Klemmi”-Argument. Vor allem von Menschen, die merkbefreite (oder, hohoho, “provokante”) Thesen wie “wer auf rasierte Mumus steht, ist ‘n verkappter Pädophiler” ins Netz scheißen.
Selbstbesoffene Borniertheit im Endstadium.
Kommentar #32 von Average Jizz Mopper am 15.04.2010 um 23:28 Uhr
@Batz:
Ähm, und? Furchtbarer, inkompetenter Quatsch, den Smith da ablässt. Das ist eine ganz doll beschränkte Sicht auf Filme.
Kommentar #33 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 23:30 Uhr
Moviesteve, du bist geil.
Den Punkt, dass Smith homophob sei würde ich wirklich nochmal ergründen. Ich denke das ist wirklich (wirklich!) einfach falsch. Wenn du in Chasing Amy eine homophobe Aussage erkannt hast, dann hast du den Film tatsächlich falsch verstanden. Smith erklärt das sogar selber in seinen Q&As an den Unis (gibts auf Youtube, heisst “An evening with Kevin Smith” glaub ich). In Teil 8 (oder so) wird er von einer lesbischen Studentin mit eben diesem Vorwurf konfrontiert.
Kommentar #34 von pilone am 15.04.2010 um 23:32 Uhr
@pilone:
Nun ja, zumindest scheint CHASING AMY diesbzeüglich für Verwirrung gesorgt zu haben, so zweifelsfrei eindeutig nicht homophob ist der nämlich keineswegs, nicht zuletzt wurde seinerzeit in vielen Kritiken dieser Vorwurf erhoben. Dass jede Medaille zwei Seiten hat, ist natürlich klar.
Ich habe zuletzt DOGMA wieder geschaut und mich vor Fremdscham regelreicht gewunden. Diese pubertären Sexwitzchen (permanent und aus allen Richtungen) können nur einem Geistes Kind entstammen, das es für nötig hält, einen ganzen Film lang über den Dreier einer Frau zu “fachsimpeln” (CHASING AMY), nämlich einem totalen Klemmi.
Was die angeblich so lockere Art von Smith betrifft: Ich habe selten einen so eitlen Bock reden gehört wie bei diesen “An Evening With”-Abenden. Selbstverliebt bis zum Anschlag. Und beim Thema “Superman” und Tim Burton merkt man erstmal, was für eine verkappte Show-Diva der Mann ist.
Kommentar #35 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 23:39 Uhr
@Jet
Er mag den Film nicht und hält ihn für aufgeblasenen, selbstverliebten Quark. Wo ist das Problem? Roger Ebert hat gerade Kick-Ass verrissen, den ich toll fand. Na und? Ich mag und respektiere Ebert trotzdem. Und Smith ist nichtmal Kritiker, er schreibt einfach als Filmfan und Zuschauer das er Magnolia ätzend langweilig fand. Teile ich auch nicht ganz die Sicht, aber ich kann sie verstehen – Anderson ist jetzt nicht gerade sehr subtil in seiner Inszenierung und hat den Hang zum schwurbeligen Epos. Boogie Nights mochte ich auch lieber, aber Magnolia hat zweifellos seine großen Momente die ich extrem mag und er ist einer der wenigen Filme in denen ich Cruise ertrage. Den Film so zu verklären und als etwas unantastbar Heiliges anzusehen habe ich jedoch nie verstanden – er haut einem mit seinem “Ich bin wichtig und tiefgründig” schon ziemlich über den Kopp. Ist schick gemacht, aber Short Cuts und The Player mochte ich mir trotzdem öfter angucken. Ist aber auch alles egal, denn ich kann Smiths Meinung akzeptieren, genauso wie Eberts. Und ich kann auch akzeptieren das Smith manchmal emotionales Gedöns schreibt, wenn er sauer ist. Der von dir verlinkte Artikel ist wesentlich interessanter und lädt mehr zur Auseinandersetzung ein, als die reine Beschimpfung. Der Autor da hat einige richtige Punkte herausgearbeitet, nimmt Smiths Sachen aber auch einfach zu ernst. Sein Film wird in Grund und Boden gestampft und er ist angepisst, so zickig haben viele andere Regisseure auch schon reagiert. In einem Jahr sieht das schon wieder ganz anders aus oder in ein paar Monaten. Ich hab Smith grade live erlebt und er war in der Tat einer der unterhaltsamsten und authentischst wirkenden Filmemacher die ich bisher erlebt habe. Inkl. Widersprüche und dem zugeben eigener Fehler und Fehleinschätzungen. Ihn so unbegründet als reaktionären, homophoben Fettsack hinzustellen wird bei allen berechtigten Kritikpunkten und Diskussionspunkten der Person nicht gerecht und wirkt schon etwas unreflektiert und rein emotional – was ziemlich schade ist…
Kommentar #36 von Batzman am 15.04.2010 um 23:44 Uhr
Das ist ja nur ein Nachtrag, eine Reaktion auf die Reaktion, das eigentliche Review hatte ich gelesen (es war lange online, keine Ahnung warum nun nicht mehr) und es war schlimm. Es war ein übles Geschmacksurteil, das man einem normalen Kinogänger durchgehen lassen kann, aber keinem Filmemacher. Denn Smith, das wird auch in dem verlinkten Text von dir deutlich, hat sich überhaupt nicht die Mühe gemacht, sich mit dem Film auseinanderzusetzen. Er watscht ihn als prätentiös und selbstverliebt ab, schmeißt noch ein paar Stimmungsvokabeln hinterher – und fertig ist das fundierte Urteil? Nee. Der Mann hat einfach keine Ahnung, wovon er redet. Für den gibt es nur Popkultur, die Frage, ob EMPIRE oder JEDI der bessere STAR WARS sei, und sich selbst. Deshalb feiern den auch alle so, weil er postmodernes Zeug faselt und sich als Geek gut zu verkaufen weiß.
Kommentar #37 von Jet Strajker am 15.04.2010 um 23:56 Uhr
@Jet
Selbst wenn das so ist: Wieso diese gekränkte Reaktion? Ein Filmemacher dessen Filme du nicht magst, findet EINEN Film eines anderen Filmemachers doof, den du wiederum gut findest. Und sagt sogar noch, dass er andere Werke desselben Regisseurs gern mag. Und das ganze ist 10 Jahre her und eigentlich schon längst vergessen, bzw. sollte eher als launige Anekdote taugen.
Du nimmst einen soliden Artikel, den man auch schön hätte zusammenfassen und zur Diskussion stellen können und polterst nur beleidigend und ohne Argumente gegen Smith rum. Beleidigen ist ja okay, macht Smith ja auch gern mal und im Rahmen eines ansonsten analytischen Review finde ich es auch in Ordnung. Aber es sollte doch irgendwie mehr dahinterstecken, als beleidigt sein, weil da einer den eigenen Lieblingsfilm gedisst hat und man bis heute nicht drüber weggekommen ist.
Magnolia issen guter Film mit einigen Längen, der sich selbst ziemlich wichtig nimmt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Es ist erlaubt ihn Scheisse zu finden, so wie man jeden Film scheisse finden darf. Und trotzdem kann ich Leute die ansonsten vernünftiges, kluges Zeug reden auch mögen, respektieren und gerne lesen, wenn ich mit ihnen mal nicht übereinstimme oder ihre Aussagen sogar für Gedöns halte.
Und ich bin ja ansonsten auch gern mal dabei, wenn es um darum geht homophobe Untertöne auszumachen, aber weder Chasing Amy noch andere Smith Filme sind homophob – und weil der GLAAD damals ein bißchen am Rad gedreht hat, sollte man das nicht unbedingt für bare Münze nehmen.
So sehr ich den Verein grundsätzlich für wichtig halte und schätze, aber die schreien wirklich oft bei jedem Scheiß auf, weil sie humortechnisch auch nen Stock im Arsch haben – ähnlich wie der LSVD. Ich warte schon das sie sich wegen Phillip Morris in Harnisch werfen. Ich würde sogar sagen, wenn mehr Heteros so locker mit Schwulen und Lesben umgingen wie Smith das tut und generell etwas selbstironischer wären, dann hätten wir einige Probleme weniger.
Kommentar #38 von Batzman am 16.04.2010 um 00:22 Uhr
Mir geht’s hier gar nicht um MAGNOLIA und die Frage, ob das ein guter Film ist oder nicht, und natürlich darf man den auch scheiße finden. Es geht um eine grundsätzliche Herangehensweise an Filme. Und jemand, der sein (Halb-)Wissen so gern ausstellt wie Smith es tut, und dann auch noch permanent die mit Löffeln gefressene Weisheit vor Publikum auskotzt, der sollte mal über den Videojunkie-Tellerrand blicken und checken, dass das Kino nicht erst mit STAR WARS und die Literaturgeschichte nicht bei Comics beginnt. Dann geht man an solche Filme auch nicht mit bloßen Unterhaltungsmaßstäben ran oder reflektiert die zweifellos sehr manipulative Inszenierung von MAGNOLIA, der den Zuschauer sehr bewusst (über)fordert. Mir ging es damals um das WIE der Rezeption. Und ich meinte auch nur, dass ich Smith da das erste Mal (negativ) wahrnahm und dieses Review bis heute denkwürdig finde.
Zum anderen: Eine Diskussion über den GLAAD oder LSVD fange ich jetzt bestimmt nicht an. :P
(aber in der Siegessäule wurde PHILIPP MORRIS wohl bereits verrissen…)
Kommentar #39 von Jet Strajker am 16.04.2010 um 00:32 Uhr
@Jizz Mopper:
Hatte das gar nicht gelesen… wer hat sowas ins “Netz geschissen”?
Kommentar #40 von Jet Strajker am 16.04.2010 um 00:40 Uhr
Wie kommt ihr denn jetzt auf Magnolia? Der ist doch von Paul Anderson?
Kommentar #41 von McFly am 16.04.2010 um 01:45 Uhr
Also ich wundere mich ja schon über Kommentare a la:
>>>
Smith ist ne fette Sau
>>>
Was hat’n das mit einer sachlichen Diskussion zu tun? In welcher Welt ist die körperliche Erscheinung eines Menschen denn Hinweis auf die Beschaffenheit seines Charakters oder seiner Fähigkeiten? *kopfschüttel*
Kommentar #42 von Andy am 16.04.2010 um 03:28 Uhr
mallrats
Kommentar #43 von Bootie am 16.04.2010 um 04:21 Uhr
“Und jemand, der sein (Halb-)Wissen so gern ausstellt wie Smith es tut”
Weil er kein Diplom hat?!? Würde ihn das berechtigen, eine eigene Meinung zu haben?!
Kommentar #44 von Svennö am 16.04.2010 um 08:05 Uhr
… ich mag Smith – seine Filme und sein Duo! … hat wirklich einiges gemacht bei dem ich lauthals gebrüllt habe! ^_^ … aber gut – jetzt sitzt er wohl mit Boll in einem Boot – die MS “Unverstanden&Gehasst”! ^_~
Kommentar #45 von GunGrave am 16.04.2010 um 10:55 Uhr
Wo wir grad bei Halbwissen sind: Jet, wo ist denn dann bitte dein Kunst/Film/Literaturgeschichte-Diplom? Wenn wir alle mit Vollwissen ausgestattet sein müssten, um unsere Meinung abzugeben, egal wer, egal worüber, dann wärs in dieser Welt verflucht still.
Und wo hier so Vokabeln wie selbstverliebt und mit Löffeln gefressene Weisheit auskotzen und dergleichen fallen, dann muss ich doch mal ganz ernsthaft fragen, was du meinst was du hier tust, weil Kritik ist das keine. Kritik geht anders.
(Und bezüglich Weisheit mit Löffeln fressen usw, da ist ja auch der durchschnittliche Filmfreund auch nicht immer ganz frei von, wenn ich das mal bemerken darf.)
no offense meant.
Kommentar #46 von DerMatze am 16.04.2010 um 11:06 Uhr
Magnolia sucks. Ne, keine Ahnung, hab den nie gesehen, aber Smith ist ganz witzig und Jay und Silent Bob schlagen zurück ein verdammt witziger Film. Never fuck with the CLIT Master.
Kommentar #47 von Michael am 16.04.2010 um 18:58 Uhr
Lol, Jets Smith-Aversion ist doch so alt wie der Fall der Mauer. Aber süß, dass die Fünf Filmfreunde dafür dennoch n Extra-Post spendieren.
Kommentar #48 von Flo Lieb am 17.04.2010 um 00:56 Uhr
Hmm, ich muss mir mal Magnolia angucken. Ich hab auch irgendwann aufgehört Kevin Smith bei Twitter zu folgen, das Gerede über seine Frau und Analverkehr war irgendwie langweilig – aber Clerks, Jay & Silent Bob und Zack and Miri fand ich trotzdem sehr lustig.
An Clerks fand ich das Mini-Clerk-Universum (Videojunkie-Tellerrand?) sehr nett – aber das ist wohl auch eher mein Niveau, so ganz ohne Filmtheorie-Diplom! :)
Kommentar #49 von ph0 am 17.04.2010 um 12:04 Uhr
@39: “…dass das Kino nicht erst mit STAR WARS und die Literaturgeschichte nicht bei Comics beginnt.”
Oh Gott. Dankeschön!!! Sollten sich deine ewig-pubertären und extrem rechthaberischen Kumpels von den FünfFreunden mal hinter die Ohren schreiben.
Kommentar #50 von FrostQ am 17.04.2010 um 13:43 Uhr
ich fand FANBOYS ziemlich geil, und kann eure HASStiraden nicht nachvollziehen, aber auch die Kreuzritter haben versucht was zu richten (hohoho zweideutigkeit).wie ihr eben., nur könnt ihr kleinen Pimpfs unseren FILMGESCHMACK nicht beeinflussen.———— GOD BEHAVE.. Gott mit UNS und nicht mit Internet Klick Schmarotzern
Kommentar #51 von dead men talking am 20.04.2010 um 19:41 Uhr
schön, dass ihr hier jetzt auch schon zensiert.
wegen meinem verweis auf eure slashfilm-news-kopiererei?
Kommentar #52 von guest am 21.04.2010 um 14:44 Uhr