Warum Roger Ebert 3D hasst – und warum ihr es auch solltet

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Was ich von 3D halte und warum ich es für weitgehend überflüssig halte, habe ich vor einigen Wochen ja schon sehr ausführlich drüben bei moviepilot im Artikel “Warum ich auf die neue Kinodimension gerne verzichte” ausgeführt.

Mit Roger Ebert hat sich jetzt einer der wichtigsten Kritiker der USA zu dem Thema geäußert und es macht Spaß zu lesen, was der große alte Mann (der seit einer schweren Krankheit und dem Verlust des Sprechvermögens im Netz umso aktiver ist) vom 3D-Hype hält, der nicht erst seit dem künstlich aufgeblasenen “Clash of the Titans” einer ganzen Menge Menschen auf die Nerven geht.

“3-D is a waste of a perfectly good dimension. Hollywood’s current crazy stampede toward it is suicidal. It adds nothing essential to the moviegoing experience. For some, it is an annoying distraction. For others, it creates nausea and headaches. It is driven largely to sell expensive projection equipment and add a $5 to $7.50 surcharge on already expensive movie tickets. Its image is noticeably darker than standard 2-D. It is unsuitable for grown-up films of any seriousness. It limits the freedom of directors to make films as they choose. For moviegoers in the PG-13 and R ranges, it only rarely provides an experience worth paying a premium for.”

Lest jetzt den ganzen Artikel den Ebert für Newsweek geschrieben hat.

In : Features, Thema

About the author

Batzman (Oliver Lysiak)
Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreichstes Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • sympozium

    “Its image is noticeably darker than standard 2-D.”

    Word! Ist mir bei Avatar (einziger 3D-Film, den ich gesehen habe) tierisch auf die Nerven gegangen. Teilweise war es arg dunkel!

  • Pingback: Tweets die Warum Roger Ebert 3d hasst- und warum ihr es auch solltet | Die Fünf Filmfreunde erwähnt -- Topsy.com

  • Tippi

    Ohne jetzt den Text gelesen zu haben, kann ich sagen: Avatar hat mir ausgezeichnet gefallen, bei jedem anderen »3D-Film« ist mir das »3D« gehörig auf den Sack gegangen. Strafe für den, der »normale« Filme aus Gründen des Profit »umrechnen« lässt. Strafe für – und Schande über ihn.

  • http://diehaarigenbiester.de/ Andrea

    Manchmal finde ich es etwas beängstigend, wie oft ich mit Roger Ebert einer Meinung bin. Aber nicht lange.

    3D geht mir im Wesentlichen auf die Nerven. Zwei Filme (Avatar + Alice im Wunderland) auf 3D geguckt und schon sucht der ganze Freundeskreis wenn wir ins Kino wollen danach, wo es den Film auch in 2D zu sehen gibt.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    Nur blöd, dass man jedes einzelne von Eberts Argumenten sehr einfach widerlegen kann. (Liste von Gizmodo: http://gizmodo.com/5528270/why-roger-ebert-hates-3+d-and-you-should-too)

    1. It’s the waste of a dimension.
    Nein, ist es nicht. Ebert verwechselt hier Perspektive mit 3dimensionalem Sehen, perspektivische Darstellung ≠ räumliches Sehen.

    2. It adds nothing to the experience.
    Dieses Argument ist ein ganz offensichtliches Witz von Ebert. Hab kurz gelacht ;D

    3. It can be a distraction.
    Was dann nicht die Schuld der Technologie ist, sondern des Regisseurs. Soundtrack, Effekte generell, Maske… alles kann Ablenkung sein.

    4. It can create nausea and headaches.
    Technische Kinderkrankheit.

    5. Have you noticed that 3-D seems a little dim?
    Nope.

    6. It’s an excuse to buy new digital projectors.
    Businessbullshit.

    7. Theaters slap on a surcharge of $5 to $7.50 for 3-D.
    Businessbullshit.

    8. I cannot imagine a serious drama in 3-D (neither can I).
    Ich aber. Warum sollte eine Technologie „seriösem“ Storytelling im Wege stehen? Ich sehe da keine Kausalität.

    9. Whenever Hollywood has felt threatened, it has turned to technology to save the day.
    So wie in Tonfilm und Farbfilm, ja? C’mon…

  • Sascha

    Gibt es eigentlich die gleichen Standardargumente auch bei Einführung der Tonspur? Bei Einführung des Farbfilms? Bei Einführung von Surround-Sound? 3D ist eine Technik und als solche weder gut noch böse.

    Selbst Wackel-Kamera-Aufnahmen können – gezielt als Stilmittel eingesetzt -, einen Film bereichern. Wenn man natürlich die 4-Stunden-Hallen-Halma-Dokumentation mit der shaky cam-Technik aufnimmt, wird sie dadurch nicht automatisch besser.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Renington

    Naja die Gizmodoliste ist aber eher unreflektiertes Techboy-Gebruddel ohne viel Substanz . Der Vergleich mit Farbe und Ton ist – gerade weil er so oft gebracht wird – ziemlich unzulänglich. Es gibt 1000 Beispiel für Dinge die nur mit Farbe und Ton funktionieren, aber kein einziges wirklich tragfähiges Argument wie man aus filmerzählerischer Sicht etwas nur in 3D machen kann – im Gegenteil anstatt das sich neue Möglichkeiten eröffnen finden die meisten Regisseure 3D in erster Linie als Einschränkung ihrer gewohnten Möglichkeiten.

    Und genau deswegen bringt 3D bei seriösem Drama auch nichts. Und ganz eherlich wer nicht merkt, das 3D-Filme extrem dunkel sind, egal wie gut sie projeziert werden (und ich hab das im Verlauf der letzten 2 Jahre in einem dutzend verschiedener Kinos gesehen) der hat glaub ich eh was mit den Augen und kann als ernsthafter Diskussionpart nicht wirklich ernstgenommen werden.

    Und das was dort als businessbullshit abgetan wird, ignoriert den wirklichen Grund für den 3D-Boom den bei dem geht es NUR um Businessbullshit, Antiraubkopiermaßnahmen und nicht darum, das es wirklich eine total neue und tolle Weise ist Filme zu erzählen…

  • http://spieleschloss.de Mam – Goku

    Mir geht der Mehrpreis der Eintrittskarten gehörig auf den Nerv. Kann jetzt nur über UP in 3D was sagen, da waren die Effekte ja nicht so “markschreierisch” in Gebrauch. Aber das Gefühl von Weite beim abheben des Hauses hat schon mächtig Eindruck bei mir hinterlassen – war so ein magic moment für mich, an den ich mich bei jedem Schauen auf Blu Ray gerne erinnere. Es kommt eben auf den Fall an, ob 3D oder nicht…

  • Frybird

    “Although there’s room in most projection booths for both kinds of projectors, theaters are encouraged to remove analog projectors as soon as they can. Why so much haste to get rid of them?”

    Der Grund dafür ist ganz einfach: Retro Liebe zu “Brandlöchern” und dem speziellen Look hin oder her, die Bildqualität analoger Projektoren ist meist ziemlich scheisse. Viele Kinos haben dank der guten alten Projektoren eine Bildqualität, die im Vergleich zu Blu Ray und sogar DVD unter aller Sau.
    Gut, digitale Projektoren haben auch nachteile, vorallem jede Menge DRM Mist, aber da ich kein Kinobesitzer bin nicht wirklich mein Problem

    Eigentlich ist es eher schade, das meist die Digitalen Projektoren NUR für 3D Vorstellungen gekauft/verwendet werden.

    On Topic:
    …Bei der 3D Debatte halte ich mich raus. Ich finde 3D nicht schlecht für ein paar Wow Momente (“Partikeleffekte” sehen in 3D toll aus), aber es ist nichts was das “Filmerlebnis” substanziell ändert.

    That said finde ich es äußerst witzig, wie sich 3D Gegner auf der Suche nach Argumenten die nicht “ich mag es nicht” und “ich brauch es nicht” sind, ins eigene Bein schießen.
    Ebert schreibt z.B. das 3D nur eine Hollywood Taktik ist um einen unterschied zwischen Kino und Heimkino zu schaffen, um leute in ersteres zu locken, genau wie er sagt es bei Farbe, Ton, Widescreen und Raumklang auch war. Aber you know, ich MAG diese kleinen Technischen Dinge, und für gewöhnlich haben neue Filmtechniken entweder die ganze Industrie vorangebracht (stellt euch mal vor Kubrick hätte in 4:3 drehen müssen) oder sind wieder verschwunden. Das Motiv, neue Technologien einzuführen, mag nicht immer nobel gewesen sein, aber es hat Fortschritt gebracht…wo ist also das Problem?
    Und warum im Moment (!) überhaupt so viel meckern? Wenn ich ins lokale Kinoprogramm schaue habe ich noch jede Menge alternativen zum 3D schauen, und konnte mir auch bisher wenn ich wollte jeden Film in 2D ansehen, ohne Premiumgebühren. Solange kein “Zwang” zum 3D schauen besteht, ist doch alles in Butter, wenn man 3D nicht mag, guckt mans eben in der normalen Version. “Vote with your Wallet”, die beste Demokratie von allen….

  • Hans

    Ich habe eine REVOLUTIONÄRE LÖSUNG! Bin mir aber nicht sicher ob die Welt schon bereit dafür ist. Also, hier kommts (ihr wurdet gewarnt!)

    Wer es nicht sehen möchte, geht nicht hin.

    Krass oder?

    Auch ne Lösung für das Problem mit der Einschränkung für die Regisseure: Dreht in 2d! Wenn die Leute das Produkt sehen wollen, werden sie dafür zahlen. Ansonsten nicht. Ist übrigens auch bei den 3d-Filmen so. Das nennt man dann “Marktwirtschaft”. Die Idee dahinter ist, dass der Kunde frei entscheiden kann, und zwar WIE ER MÖCHTE! Ist gefährlich, ich weiss. Weil das Publikum natürlich nicht so intelligent ist wie die Kritiker und es deswegen öfters mal Dinge anschaut, die es sehen möchte (anstelle von Filmen, die es sehen sollte). Das sollte man dann natürlich per Gesetz verbieten. Da sollte jemand einen Plan aufstellen, was sich das doofe Publikum anzuschauen hat. Damit endlich wieder qualitativ hochwerte Filme gemacht werden können, so wie es eben nur in 2d möglich ist. So wie Transformers halt.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Hans

    Du denkst etwas zu naiv. Zum einen haben viele Kinogänger derzeit nicht die Wahl, weil die 2D-Fassung gar nicht gespielt wird (nicht jede Stadt hat soviele Kinos wie Berlin) und zum anderen werden viele Regisseure massiv unter Druck gesetzt in 3D zu drehen. Da kommen die Marketingspezis der Studios an und sagen: Okay du drehst den Film in 3D oder wir suchen uns einen neuen Regisseur. Ich hab mich neulich mit dem Director von “John Carter of Mars” unterhalten, der gesagt hat was es für ein Krampf ist heutzutage einen großen Film noch in 2D zu drehen, wenn man es will und das er viel Glück hatte das es ihm gelungen ist den Film eben nicht in 3D machen zu müssen. Künstlerische Freiheit spielt da gegen Marketingaspekte eher eine untergeordnete Rolle – und 3D ist da derzeit ein neuer sehr unerfreulicher Punkt der – neben den schon bekannten alten – Kreative einschränkt und bevormundet.

  • Hans

    @Batzman

    Das glaube ich gerne, trotzdem kann der Markt das richten. Eben wenn diese Filme sich dann nicht durchsetzen. Genau Frybird formuliert hat: “Vote with your Wallet”. Wenn andere Filme dann erfolgreicher sind, dann werden auch die Studios das schnell merken. Ich stimme übrigens auch zu, dass viele Regisseure sich von 3d dazu verleiten zu lassen, viel Unsinn zu machen. Aber solche Filme schaut man sich dann eben nicht an.

    Trotzdem bezweifel ich dass 3d automatisch Qualitätsverlust bedeutet. Oder gar, wie manchmal angedeutet wird, inhaltlich schadet. Wenn “Citizen Kane”, “Indiana Jones” oder “Ghostbusters” in 3d gedreht wären (ansonsten aber völlig identisch wären) wären es auch keine schlechtere Filme (und schon gar nicht inhaltlich). “How to train a Dragon” fand ich jedenfalls grossartig. Den fände ich sicherlich auch in 2d nicht besser.

  • brc

    Speziell der Argumentevergleich in Bezug auf die Einführung des Tonfilms ist in diesem Zusammenhang völlig deplaziert.
    Und was ich unbedingt auch in dieser Diskussion loswerden möchte: Als Brillenträger ist man mit den heutigen 3D-Gestellen genauso gestresst wie eh und je. Musste man sich früher eine von diesen Pappkonstruktionen -oft ohne Bügel zusammengedübelt- irgendwie ans/vors/hinters Gestell basteln, hat man mit dem nun verfügbaren Teil eher das Gefühl, sich auf eine Tiefseetauchoperation vorzubereiten als in einen entsapnnten Kinoabend zu starten.

  • http://www.piratim.de DerTim

    Ich habe Up und Coraline in 3D gesehen und fand es fantastisch wie dort alle 3D-Klischees vermieden wurden und die Technologie den Filmen eine wunderbare Tiefe gegeben haben.

    Das einzig Schlimme an 3D ist, das viel unnötiger Schrott in 3D rauskommt und sichvor allem Produzenten von dritten Teilen eines Franchises besonders witzig und clever vorkommen diesen dann als “Filmblubb 3D” präsentieren zu können.

  • Mozzerino
  • Sascha

    @Farb- und Tonfilm vergleich.

    Für ein gutes Schauspiel braucht man kein 3D.
    Für ein gutes Schauspiel braucht man auch kein Surround-Sound.
    Für ein gutes Schauspiel braucht man auch kein IMAX-Format.
    Wie Schindlers Liste zeigt, braucht man auch keine Farbe.
    Wie Metropolis oder Nosferatu zeigt, nicht mal Ton.
    Es gibt auch beeindruckende Bilder ohne Ton.
    Und es gibt grandiose Bücher.

    Damals wurden sicherlich auch viele Filme nur Produziert, um als erste mit den Werbesprüchen “Tonfilm”, “Technicolor”, “Surround”, “IMAX” Werbung zu machen, obwohl sie inhaltliche Nullnummern waren.

    Ich bleibe dabei. Wenn sich der ganze Hype um 3D gelegt hat. Wird es Regisseure geben, die die Technik mit Vernunft einsetzen können. Die Early-Adopters werden die Technik bis dahin hoffentlich soweit durch Aufpreise bezahlt haben, dass es für den normalen Kinogänger keinen finanziellen Unterschied mehr macht. Genauso wie die Doku-Gucker sich nicht (mehr) beklagen müssen, dass sie die teure Surround-Anlage mitbezahlen, obwohl die Pinguin-Babies die Anlage gar nicht ausreizen.

    Es gibt viele Filme, bei denen kommt es nicht wirklich auf die Handlung an. Die größten Verdienste von Matrix, Equlibrium, Vendetta, Crank, Iron Man oder 2012 sind doch, dass die Handlung nicht derart widersinnig ist, dass sie den schlafenden Verstand weckt. Solange die Vernunft ohnmächtig unter Popcorn und Cola verschüttet liegt, funktioniert auch 3D.

    Es wird sicher auch in Zukunft Regisseure geben, die fesselnde Cinemascope-Schwarz-Weiß-Stereo-Filme drehen können. Und es wird bestimmt noch Kinos ohne 3D-Aufschlag geben.

  • http://www.topper3.de Killerspots

    Die alte ständige Diskussion.
    Aber mal ehrlich: Hat “Becky Sharp” von 1935, der der erste Spielfilm in Farbe war, in euren Augen Sinn gemacht, was den Einsatz von Farbe angeht? 3D ist hier auf der selben Spur. Am Anfang ist es ein Gimmick. Die wahren Sternstunden kommen erst später. Am Anfang wird damit polarisiert und Geld verdient. Aber den “citizen Kane” des 3D-Films gab es bisher noch nicht. Den wird es erst noch geben. (Gut, “Kane” ist jetzt hinzu kommend auch noch eine S/W Film. Aber egal.)

    Was das Drama-Gequatsche angeht:
    Ich denke durchaus, dass das geht.
    Wir haben eine Tragikomödie in 3D gedreht und durch den intelligenten Einsatz von Tiefe kann man durchaus die Spannung zwischen den Charakteren erzählen. Wenn man die Tiefe zu nutzen weiß.
    Klar muss es nicht sein. Aber es kann durchaus hilfreich und nützlich sein.

    Finde Eberts Argumente auch nicht sonderlich prägnant. Das sind die allgemeinen Vorwürfe, die 3D ertragen muss.
    Und das es zu dunkel ist, halte ich auch für eine Auslegungssache.
    Klar kann es aufgrund der Real-D-Brille zu mindestens einer Blende Unterschied kommen. Aber das kann man gegenregeln, was die meisten Filmemacher und Kinos bereits tun.
    Finde auch das Argument, dass 3D gut erzählte Filme vertrieben würde, völliger quatsch. Filme wie “Terminator” oder “The Matrix” in 3D würden sicherlich nichts ihrer großartigen Geschichte einbüßen, nur weil sie in 3D wären.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Renington Steele

    @ Batzman:

    > Der Vergleich mit Farbe und Ton ist – gerade weil er so oft gebracht wird – ziemlich unzulänglich.

    Entweder etwas ist inhaltlich unzulänglich, oder es ist zulänglich. Nur dass ein Vergleich oft gebracht wird, macht ihn noch lange nicht unwahr.

    > aber kein einziges wirklich tragfähiges Argument wie man aus filmerzählerischer Sicht etwas nur in 3D machen kann

    Doch, Avatar. Ich weiß, Du magst den Film nicht, und er ist ein recht simples Beispiel, weil er ja leider unter seinem blöden Plot und das eher doofe Production-Design leidet – aber der funktioniert praktisch nur in 3D und bleibt in 2D absolut blass.

    Und ein Beispiel für einen Film, der nur in Farbe funktioniert, hätte ich auch gerne.

    > finden die meisten Regisseure 3D in erster Linie als Einschränkung ihrer gewohnten Möglichkeiten.

    Wahrscheinlich, weil sie die Arbeitsweise nicht gewohnt sind. Its a new tool, get used to it.

    > Und genau deswegen bringt 3D bei seriösem Drama auch nichts.

    Warum jetzt nochmal? Sorry, aber das zieht alles nicht… technikfeindliches Ausweichen ist das alles. Und wenn wir in 5 bis 10 Jahren 3D-Technologie ohne Brille haben, ist die Diskussion eh obsolet.

    > Und das was dort als businessbullshit abgetan wird, ignoriert den wirklichen Grund für den 3D-Boom

    Nein, der wahre Grund für den 3D-Boom ist ganz einfach, dass die Technologie reif ist und sich durchsetzen wird. Kannste noch so strampeln.

    > nicht darum, das es wirklich eine total neue und tolle Weise ist Filme zu erzählen…

    Noch! ;)

  • http://www.dvduell.de Christian

    @Renington Steele

    4. It can create nausea and headaches.
    Technische Kinderkrankheit.

    Das ist eben keine technische Kinderkrankheit sondern Folge dessen, wie wir sehen. Bei einem 3D-Film spielt sich alles auf der Leinwand ab, egal ob ein Objekt nun weit oder nah entfernt erscheint. Allerdings fokussieren unsere Augen auf nahe oder weite Objekte, also auf nah oder weit entfernte Ebenen im Raum, die es beim 3D-Film aber nun mal nicht wirklich gibt, sondern nur die eine Ebene, die Leinwand. Daraus, dass unser Sehapparat aber daran gewöhnt ist, auf verschieden tief liegende Ebenen zu fokussieren, wird das Bild unscharf und dies kann zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Alle

    Das ganze Gerede von wegen “Die Technik ist neu, das braucht seine Zeit, da wirds Regisseure geben die was ganz tolles neues draus machen” zählt für mich nicht. 3D ist uralt.Wirklich URALT. Also bitte hört mit dieser Hilfskrücke der neuen Technologie auf. Da lügt ihr euch wirklich was in die Tasche, denn so riesig ist der Unterschied zwischen digitalem 3D und polarisiertem 3D nicht.

    Es kam immer mal wieder und konnte sie nie durchsetzen. Selbst das polarisierte tolle IMAX-3D ist rund 25 Jahre alt und in all den Jahren hat kein einziger Regisseur es geschafft wirklich etwas draus zu machen. Ich warte immer noch auf darauf, das ich mal wirklich etwas sehe bei dem ich sage: Das kann man nur in 3D machen, das hebt den Film so derartig heraus, das es in 2D ein müder Abklatsch wäre. Bewusste 4D-Rummelplatzspektakel mit wackelnden Stühlen usw nehme ich dabei mal bewusst raus.

    Ich kenne keinen solchen Moment, aber dutzende Beispiele bei denen Farbe, Ton, Bildformat entscheidend sind und der Film verkrüppelt wirkt, wenn man ihn anders sieht.
    Es geht nicht darum ob es auch gute Filme ohne Ton ohne Farbe usw gibt, sondern darum das diese nNeuerungen etwas ermöglichen, das ansonsten nicht machbar war und sie ganz neue Dimensionen eröffnet haben für Regisseure.

    3D gibts als anaglyphes Verfahren seit den frühen 50ern und als polarisiertes 3d (also ohne Farbverfälschung) seit den frühen 80ern. Und bei keiner dieser ganzen Wellen ist den Regisseuren dazu irgendwas eingefallen, außer das alle immer gestöhnt haben, das es ein Alptraum sie in 3D zu drehen und es ihnen mehr Möglichkeiten verbaue, als zu eröffnen. Es hat sich nie durchgesetzt – obwohl es Ewigkeiten gab in denen Regisseure den tollen neuen Film, die grandiose neue 3D-Bildsprache entwickeln können. Aber keiner hat es getan. Auch Herr Cameron nicht… 3D ist immer nur ein Gimmick, das man auch weglassen kann – und meist ist es eher zum Vorteil des Films.

    Nimmt man bei Star Wars den bombastischen Sound und das Surround weg, verliert er deutlich an Wucht. Nimmt man Leone-Western das Cinemascope sind sie verkrüppelt, nimmt man einem Woody Allen Film die Sprache ist er tot. Nimmt man einem Baz Luhrmann -Filme die Farbe funktioniert er nicht mehr. Dreht man bei Avatar das 3D ab – hat man denselben Film.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Mozzerino

    Kermode hat das mal wieder schön auf den Punkt gebracht, danke für den Link.

    “Unless you make a movie about cliff-diving spear-chuckers – thats a limited use….”

  • http://www.dvduell.de Christian

    @Batzman:

    Falsch! Die erste große 3D-Welle in den 50er Jahren basierte auf dem Polarisations-Verfahren, bei der zweiten Welle der 80er Jahre wurde vor allem das günstigere Anaglyphen-Verfahren verwendet.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Christian

    Danke :) Du hast recht. Anaglyph ist älter, war aber die Ausnahme in den 50ern. Selbst damals war die polarisierten Filme in der Mehrheit. Was den Punkt den ich oben machen wollte aber im Grunde eher bestärkt, das 3D sich nicht wirklich soviel weiterentwickelt hat.

  • http://www.instant-eistee.de Sims Alabim

    Ich versuche jetzt seit er rausgekommen ist, “Clash of the Titans” in 2D in der Originalsprache zu sehen. In München nicht möglich. In Berlin gibt es in der ganzen Stadt eine einzige Programmschiene (17 Uhr im CineStar), in der das geht.
    So viel zu “vote with your wallet”.

    Dafür bin ich auf der anderen Seite tatsächlich ein großer Fan von “How to train you dragon”, “Up” und – jawohl!- ich fand auch “Avatar” in 3D ziemlich cool.
    Ich möchte aber tatsächlich gerne Filme sehen, in denen sich die Regisseure bewußt für 3D entschieden haben, weil das räumliche Spektakel eine große Rolle für die Geschichte spielt. Weil sie damit eine bestimmte Ästhetik erreichen. So wie andere sich für Widescreen, Steadycam oder Bleichbadüberbrückung entscheiden.

    Ich glaube schon, dass man dann aus 3D was rausholen kann. Witzigerweise haben aber alle guten 3D-Erlebnisse, die ich bis jetzt hatte, irgenwie mit fliegenden Echsen, bizarren Felslandschaften, Luftschlachten und Fabelwesen zu tun. So sehr ich das alles mag, möchte ich doch auch noch Filme sehen können, die von anderen Dingen handeln…

  • Joshua

    “Warum Roger Ebert 3D hasst – und warum ihr es auch solltet”
    meine Güte es ist ja okay, wenn manche Leute den ganzen 3D Wahn scheisse finden, und auch das “3D-Erlebnis” an sich nicht gut finden, aber hey die Geschmäcker sind nunmal verschieden, und bisher wurde jeder Film sowohl in 2- alsauch 3D angeboten, wo ist also euer Problem?
    Warum konzentriert ihr euch nicht einfach darauf Filme zu bewerten, anstatt euch total in dem aktuellsten Kameratrend zu verlieren, ist ja schon fast nen “Anti-3D-Blog” hier.

  • Hans

    @Sims Alabim :

    Natürlich funktioniert “vote with your wallet” auch in diesem Beispiel wunderbar. Ein Film ist doch kein Grundnahrungsmittel. Im Falle von “Clash of the Titans” bedeutet das: Du schaust ihn dir eben erstmal nicht an. Dafür holst du ihn vielleicht später auf DVD. Wenn jetzt ein anderer Filmemacher einen ähnlichen Film macht (vielleicht “Prince of Persia”) und dieser nur in 2d ist und erfolgreicher ist, so werden sich die Studios darüber Gedanken machen. Wenn du allerdings TROTZDEM in “Clash of the Titans” gehst, dann bist du eben doch bereit dafür Geld auszugeben. Es ist und bleibt deine Entscheidung. Man ändert jedenfalls gar nichts, wenn man sich alle Produkte kauft und sich über deren Qualität beschwert. Das ist den Herstellern natürlich egal. Nur das Kaufverhalten führt zu Veränderungen.

  • Dachsman

    “8. I cannot imagine a serious drama in 3-D (neither can I).
    Ich aber. Warum sollte eine Technologie „seriösem“ Storytelling im Wege stehen? Ich sehe da keine Kausalität.”

    Naja, ganz einfach, wenn ein Studio einen Film in 3D dreht muss sich das ganze ja auch lohnen, sprich der Film muss auf 3D konzipiert werden, damit der Zuschauer auch bereit ist den Aufpreis zu bezahlen.
    Das klappt aber nur bei Filmen, die ohnehin Schauwerte bieten, sei es durch einen markanten Stil (Coraline) oder optische Wucht (Avatar), nur, wo bietet denn ruhige Filme so etwas?
    “Die 12 Geschworenen” z.B. an keiner Stelle, den Film also in 3D zu drehen wäre für ein Studio absolut unrentabel.

    Und Film die nur in Farbe funktionieren?
    “Der Zauberer von Oz”
    “American History X”
    “Die fabelhafte Welt der Amelié”
    “Kill Bill”
    Vieles von Kubrick
    “Sin City”
    Das sind alles Filme, die Farbgebung, Farbtöne, Beleuchtung und Kontraste einsetzen um etwas in der Geschichte zu untermalen (das farbenfrohe Oz/die normale Welt; Die rechtsextreme Vergangenheit/die Gegenwart)

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Joshua

    Sheesh. Etwas weniger verbissen rangehen und die Dinge nicht so ernst nehmen, wäre ja nicht zuviel verlangt. Der Ebert Artikel heißt “Why I hate 3D (And you should too)”. Auf nichts anderes bezieht sich die Überschrift, was du auch mit einem Klick hättest merken können.

    Und worauf wir uns konzentrieren, überlass mal uns. Denn wenn wir nach den Leservorschlägen gehen würden, was wir alles bitte nicht machen sollten, könnten wir wahrscheinlich nicht mal mehr das Datum posten.

  • stb247

    Ich hatte das selbe Problem mit “Clash of the Titans” in München. Und in Berlin wollte ich ihn nicht noch einmal sehen, weil er schlecht war bzw. auch nur in 3D kam (im Original).

    Apropos Original: das wäre mal ne Revolution (im deutschen Kino) auf die ich wirklich warte! Warum wir immernoch mit (inzwischen qualitativ grottenschlechter) Synchronisation gequält werden ist mir ein Rätsel. Ich wollte in Berlin schon mehrere Animationsfilm 3D gucken (aus Neugier). Die kamen aber nur synchronisiert (in Berlin!). Wenn man sich DVD-Verkäufe und wichtiger noch InternetSaugstubenstatistiken ansieht stellt man fest, dass ein Großteil der Deutschen unter 40 Jahren eben doch gerne Originalfilme und -Serien sieht. Dass das zu keinem Wandel der Kinobetreiber führt finde ich sehr schade. Vor allem wenn man sieht, dass es offenbar extrem leicht ist, ein altes Kino auf 3D umzurüsten (wie sie es ja alle plötzlich bei Avatar und Clash konnten).

    Aber ich schweife ab. Also wenn 3D gedreht (oder gerendert) wurde, wie bei Avatar oder How to train your dragon, dann mag es noch gehen. Nachträglich gebastelte Scheisse wie Clash oder Alice sind dagegen Müll. Das muss doch jeder sehen.

    Ach ja… ich habe mir How to train your dragon in 3D angesehen (in München) und fand das viel sinnvoller eingesetzt als in Avatar. Und dann habe ich ihn nochmal in 2D gesehen (in Berlin) und kam ganz schnell dahinter, warum ich den so mag: weil er eine schöne Geschichte erzählt. Und das wird immer das wichtigste bleiben.

  • Dr. Strangelove

    Bei 3D wird ja auch immer vom “Erlebnis” gesprochen. Was einen noch mehr “reinzieht”. Ich finde das Kino an eine Grenze gelangt ist wo man “mehr” gar nicht braucht. Man hat einen rießen große Leinwand und ein dunklen Raum. Die Farben strahlen so extrem das Regisseure / Bildgestalter sich auch darum Gedanken machen das Bild zu reduzieren… was den Farbumfang angeht.

    Wenn Kameras mehrer Blenden aufnehmen können… und auch wieder zeigen können… ähnlich der HDR fotografie… dann klint das erstmal toll. Aber warum dreht den kein Regisseur einen HDR Film? Weil die vielen Farben und der Kontrast einfach nur nerven würde. Und 3D nervt mich zumindest auch. Es lenkt ab. Es zieht mich nicht weiter in den Film rein. Eher das Gegenteil ist der Fall.

    Wenn ich mir einen 2D Film anschaue… der traurig macht und wo man heulen muss… dann klappt das auch auf einem kleinenFernseher. Wenn dieser in einem kleinen Raum steht und mich keine weiteren Geräusche stören. Ich werde “hineingezogen” … weil ich Menschen sehen, eine Geschichte. Und nicht viele bunte Farben die evtl. nur ablenken. genauso wie 3D.

    Ich finde den Vergleich mit HDR nicht so verkehrt…. wenn man über 3D spricht. Oder ein Vergleich mit neuen Kameras die mehr aufzeichnen als das menschliche Auge. Und der Mensch blickt ja dann auf eine 10 Meter große Leinwand…

    Viel besser wären endlich mal wieder 70/65mm Aufnahmen, statt 35mm. So wie in alten Western. Also 4K Projektoren, statt 2K. Wo man dann auch die kleinste Falte und das kleinste Zittern der Haut sehen kann.

  • Paul_Baeumer

    Also 3D mag ja eine feine Sache sein, jetzt würde ichs nur gerne mal sehen!

    Christian(#18) hat das sehr gut erklärt: Sowohl bei Avatar als auch bei Clash of Titans habe ich die Dreidimensionalität hauptsächlich bei den Untertiteln gesehen, ansonsten nur ein unscharfes Bild und gleubt mir das beschneidet mein filmisches Erlebnis und wertet es nicht auf!

    Zum Thema “vote with your wallet”: Am Arsch! Wenn das so weitergeht wähle ich mit Kino.to!
    Bei Avatar gabs ja wenigstens noch die Möglichkeit die 2D Version anzuschauen, aber Clash of Titans lief ja scheinbar selbst in Großstädten wie München nur in 3D!

    Naja wenn die die Probleme (mit den Sehproblemen bin ich scheinbar nicht der einzige) in den Griff kriegen kann aus der Sache vielleicht doch was werden, aber momentan grenzt dieser 3D-Zwang an eine bodenlose Frechheit.

  • Hans

    @Paul_Baeumer:

    Dann warste aber im falschen Kino. Ich fande das gerade bemerkenswert bei Avatar, dass das Bild trotz 3d sehr scharf war. So gesehen im “cinema” in München.

    Und nochmal: den Film NICHT schauen = vote with your wallet

    Wenn ihr euch nur beschwert aber ihr euch anscheinend nicht zurückhalten könnt und trotzdem reingeht dann seid ihr nun wirklich selber Schuld.

  • http://www.instant-eistee.de Sims Alabim

    @Hans

    Natürlich funktioniert “vwyw” auch in meinem Fall. Aber ich muss wesentlich mehr “logistischen Aufwand” betreiben, um in die richtige Vorstellung zu geraten, und kann nicht einfach bei der nächstbesten Gelegenheit in meinem Lieblingskino vorbeischneien – wenn möglich zu einer Uhrzeit, zu der auch Freunde mitkommen können, die Tagsüber arbeiten. Einen Blockbuster in 2D sehen zu wollen fühlt sich inzwischen so an, als wollte man in einen Autorenfilm aus Norwegen gehen. Und bis auch bei Leuten, die nur 5 Mal im Jahr ins Kino gehen, die Idee angekommen ist, dass 3D ein unkomfortableres Kinoerleben mit Aufpreis sein kann, kann es halt eine Zeit dauern – gesetzt den Fall, es wird tatsächlich vom Großteil der Menschheit als so störend emfpunden. Was ja noch gar nicht raus ist.

  • http://kontextschmiede.de erz

    3D wird in der Filmbranche deutlich mehr ändern, als die Technik alleine annehmen lässt: Die Sehgewohnheiten der Zuschauer bestimmen zu einem nicht geringen Teil, wie Kinoproduktionen aussehen. Und die neue Technik beeinflusst diese Sehgewohnheiten. Daraus ergeben sich neue Darstellungsformen des Kinos, nicht direkt aus der Technik selbst.

    Ein wichtiger Faktor wird die Schnittgeschwindigkeit sein, die bis heute immer weiter zunahm. Schaut euch einen Actionfilm aus den 70ern an und vergleicht ihn mit heutigen Produktionen. Auf Kongressen wurde allerdings schon debattiert, dass 3D nicht im Schnittgewitter wirkt und die Einstellungen wieder länger werden müssen. Gerade die Blockbuster werden also eine andere visuelle Anlage haben, wenn sie für 3D ausgelegt sind. Die Kompetenz der Produktion und auch die resultierenden Sehgewohnheiten und Erwartungen bilden sich gerade erst heraus. Das ist das eigentlich einschneidende Moment für Kino. Denn es wirkt sich auch auf nicht-3D-Produktionen aus.

  • http://www.topper3.de Killerspots

    @erz:
    Die Schnittgeschwindigkeit ist ein leicht überschätztes Phänomen. Forscher haben heraus gefunden, dass der Mensch in der Lage ist, schneller zu realisieren, wo er sich in einem Raum befindet als das Geschlecht des Gegenübers zu erkennen.
    Soll heißen, dass man auch bei einem 3D-Film ruhig zügiger schneiden kann.
    Hierbei muss man aber auch relativieren, dass wir von “normalen” Einstellungen reden und nicht den extremem Totalen, in denen man sich wirklich erst einmal zurecht finden muss.

    Auch wird das nicht dazu verleiten, die ganze Zeit eine extreme Schnittorgie durch zu ziehen. Aber auch der Schnitt und der Test unseres 3D-Films hat gezeigt, dass schnelleres Schneiden nicht unbedingt zu Problemen führen kann.

  • Paul_Baeumer

    @Hans

    Problem:
    1. Bei uns in der Gegend gibts meines Wissens nur ein 3D Kino, d.h. ich müsste ca. 100km fahren um in ein anderes 3D-Kino zu kommen.

    Nochmals wegen vwyw: Ich hab schon verstanden was damit gemeint ist, aber wenn ich mich seit langem auf einen Film freue beiße ich halt dann doch eher in den sauren Apfel als noch länger zu warten. Und hier kommt dann wieder der 3D-Zwang ins Spiel der jetzt scheinbar Mode ist und mich ärgert.

    Da ich nicht der einzige bin der mit dem 3D nicht zurecht kommt frage ich mich halt ob es das überhaupt braucht?

  • Hans

    Was braucht man schon? Ich finde 3d gut und auch damit bin ich nicht der Einzige. Selbstverständlich macht 3d keinen schlechten Film besser (“fly me to the moon”, “G-Force” usw.). Aber für mich ist es ein Pluspunkt.

    Wenn sich jedoch mit 2d-Filmen mehr Geld verdienen lässt, da die Leute dort eher reingehen, dann werden diese Filme auch bestand haben. 3d hat sich ja nicht zuletzt nur deswegen durchgesetzt, weil eben Avatar so ein großer finanzieller Erfolg war. Und das war eben deswegen so, weil so viele Leute reingegangen sind (ja auch wegen den höheren Preisen, aber Avatar hätte auch so einen Haufen Gewinn gemacht).

    Ich bleibe dabei dass Filme kein so wichtiges Produkt sind, dass man jeden Film unbedingt anschauen muss und somit gezwungen ist auch gegen seinen Willen in die 3d-Vorstellung zu gehen. Außerdem wenn man in einen kleinen Ort wohnt, wo es nur ein Kino innerhalb eines großen Umkreises gibt, dann könnte man evtl. auch mal versuchen mit dem Kinobetreiber zu reden. Ich behaupte jetzt nicht dass das ne tolle Lösung ist, aber versuchen kann mans ja mal. Ansonsten: Billard spielen gehen ;-)

  • Jumn

    @Joshua: Tut mir Leid, aber es ist einfach nur ne anmaßende Unverschäntheit was du hier verzapfst. Man hat eben NICHT mehr die Wahl (außer vielleicht in sehr großen Städten, obwohl man ja hier liest dass es selbst in München unmöglich und in Berlin sehr schwierig ist). Bei unserem Kino (Hamm) werden 3D-Filme nur noch in 3D gezeigt, selbst der konvertierte Mist wie Alice oder Clash. Ich vote tatsächlich mit meinem wallet, ich boykottiere diese Filme, aber ich finde es sehr schade. OK, diese Filme haben mich bisher noch nicht interessiert, aber wenn ich da mal an Sucker Punch oder The Green Hornet denke, das sind Filme die ich sehr gerne auf der großen Leinwand erleben würde.

  • http://www.moviecrabs.de Norman

    Gott endlich mal Leute, die 3D genauso hassen wie wir. Gebt der dritten Dimension keine Chance!

  • XfrogX

    Habe nicht dagegen oder dafür, sobald die technik gelößt ist, den die brille zusammen mit dem dunkeleren bild ist mieß und aufpreis auch.

    Wenn sie nicht genug verdienen müssen die es sagen dun die preise anhaben, das jetzt die 3d kunden die projektoren bezahlen ist auch quatsch denke seit avatar dürfen die meisten kinos ihre bezahlt haben, und die brillen soll man hier sogar nicht zurück geben nach jedem film.

    Finde es muss einfach frei sein wer in 3d machen will soll es können wer nicht bleiben lassen, und wer das nur wie heute auch teilweise mit s/w und stumm es nur szenenweiße in den film einbauen will oder kann sollte dazu die chance haben.

    Aber im mom stimmts schon die 3d filme haben entweder keinen vorteil der den preis rechtfertigt oder sind auf 3d von den effekten gemacht und das wird wohl bei der zweit vermarktung geld kosten wenn die leute merken daheim ist das alles nervig was auf einen zufliegt.

    Selbst avatar wo 3d wirklich gut war hatte für mich nur einige szenen die wirklich dank 3d klasse waren das meisten war kaum unterschied zu zwei 3d.

    Also sucht lösungen für 3d ohne brille und macht wieder einheits preise, oder passende preise zum film.

    Also mich stört nich 3d sondern nur das drum herum. Und das ist glaube ich auch was roger ebert meint. Weil ein ganzes drama hat wirklich keinen mehrwert von 3d aber vielleicht gibt es eine szene mit vorteil, wenn man keine brille braucht kann man genau so eine szene einbauen wenn man will. Wer heute wegen einer szene alle zur brille und zum aufpreis zwingt wird nur kritik ernten.

  • Joshua

    @Jumn
    hey mach dich mal nicht gleich nass.
    ich weiß nur wie das bei mir ist, ich wohne in der nähe in bremen, und da im cinestar, bzw. im cinemaxx gabs bisher bei jedem film die möglichkeit, ihn auch in 2d zu sehen.
    ich wusste nicht, dass das in anderen kinos anders is, war davon ausgegangen, dass cinestar=cinestar ist. wenn du dich also angepisst fühlst sry, ich wusstes nicht besser ;)

  • http://geniusjoe.spreadshirt.de/ The Director

    3D wird sich eines Tages durchsetzen. Vielleicht klingt der aktuelle Hype wieder ab aber irgendwann wird es genug 180° Blickwinkel Panorama Kinos mit brillenlosem 3D Effekt geben, dass niemand mehr über irgendwas meckern kann. 2D wird trotzdem niemals aussterben. Egal ob der Vergleich mit Ton- und Farbfilm angebracht ist oder nicht: Man kann bis heute nicht auf ihre spezielle Aussagekraft verzichten, und das wird mit dem 2D Kino genauso sein.

    Das einzige, was mich an diesem ganzen Hype zur Zeit nervt ist, dass sie die Filme kaum in 2D zeigen. Für einen auf 3D ausgelegten Film (My bloody Valentine) ist das egal, aber Alice im Wunderland? Ich bitte euch…

  • Pingback: 3D ist nicht das Gelbe vom Ei - [ thomas matterne | weblog ]

  • http://diehaarigenbiester.de/ Andrea

    Es geht einfach nur darum, einen Grund zu finden, den braven Bezahlschäfchen noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, als bisher schon. Und da der überwiegende Teil der Menschheit geistig gerade so gut bestückt ist, dass sie sich selbst die Schuhe zubinden können, wird das auf Dauer auch klappen. Wer glaubt, dass ein Schaumgummibrötchen mit einer dünnen Scheibe gepresstem Fleisch und künstlichem Käse eine akzeptable Mahlzeit abgibt, der lässt sich auch einreden, dass Filme in 3D die größte Erfindung seit dem Tonfilm sind.

  • Irreversibel

    Ich schließe mich der “vwyw”-These an, nur auf eine etwas andere Art.
    Anstatt auf die DVD zu warten um einen Film in 2-D oder in der Originalsprache (was mir wesentlich wichtiger ist, da mich die 3-D-Streifen i.d.R. thematisch nicht interessieren) mache ich mein Wallet einfach zu und ziehe ihn mir in DVD-Qualität samt Subs aus dem Netz. Da habe ich absolut kein schlechtes Gewissen. Solange ich selbst in Berlin nur eine sehr kleine Auswahl an Filmen in der OV zu sehen bekomme bezahle ich einfach gar nicht dafür. Finde ich selbst etwas schade da ich eigentlich auf dem Kinoerlebnis stehe und dafür bezahlen würde aber da der Markt mein Problem eben seit x Jahren nicht mal ansatzweise regelt kann er mich mal kreuzweise.

  • http://www.palastmagazin.de Chris

    @Frybird
    stellt euch mal vor Kubrick hätte in 4:3 drehen müssen

    kubrick HAT oft in 4:3 gedreht (path of glory, shining, eyes wide shut etc.)

  • http://keine Leonidas

    Verzeihung, aber ich brauch keinen 68 jährigen Kritiker, der keine Ahnung hat, wovon er spricht. Der kann froh sein, wenn er bei einer PS3 den Einschaltknopf findet.

    Was soll ich ausserdem von einem Kritiker halten, der Super Mario Bros. (1993) als “wirklich guten Film” bezeichnet hat?

    Aber immerhin: Batzman Rules!

  • GunGrave

    … ich boykottiere 3D nicht direkt – nur kam noch nichts überzeugendes raus… Avatar war gut … aber in 2D auch ok … kann ich mir 5Euro sparen. … die Filme kommen hoffentlich noch wo einen das zusätzliche D vom Hocker haut!

Fünf Facefreunde
Fünf Filmtumblr