Heute im gar-nicht-mal-so-kurz-Review: Der fantastische Mr. Fox +++ A Single Man +++ The Crazies (2010) +++ Cabin Fever 2 – Spring Fever
A Single Man – USA 2009





Los Angeles kurz nach der Kuba-Krise: George Falconer (Collin Firth), Universitätsprofessor hangelt sich nach dem Tod seines langjährigen Lebensgefährten von Tag zu Tag. Nach außen der perfekte, adrette Gentleman, ist er innerlich kurz vor dem Zusammenbruch und denkt darüber nach allem ein Ende zu bereiten. Wie wird dieser vielleicht letzte Tag in seinem Leben ausgehen?
Das der Regisseur bislang Modemacher war, kann der Film nicht verleugnen. Viel ist hier der unbedingte Wille zum Stil. Ob es die übertriebene 60er Jahre Optik ist, in der alle Figuren aus “Father knows best” entsprungen zu sein scheinen (oder wahlweise aus der “Somewhere thats green”-Traumsequenz in “Little Shop of Horror”), die Erinnerungsflashbacks die hart am Kitsch kratzen oder die nicht eben subtile Farbdramaturgie, die immer dann die Sättigung hochschraubt, wenn unser Protagonist sich für Momente mal wieder mit dem Leben, mit angenehmen Erfahrungen und Zuneigung verbunden sieht. Dazwischen, so sagt es uns der Stil, ist sein Leben grau und öde. Das ist elegant, aber teilweise schon etwas geleckt und gestelzt und verliert damit an unmittelbarer Nähe.
Das der Film dennoch funktioniert und sich die eher behauptete als gefühlte Beziehung zum verstorbenen Ex verschmerzen lässt, liegt an der wunderbaren Besetzung, allen vorran natürlich Collin Firth, der hier angenehm nuanciert spielt. Auf den ersten Blick dröger Spießer, lauert unter der Oberfläche fast der Rebell, der gekonnt gelernt hat sich anzupassen, seine subversiven Gedanken nur unterschwellig zu akzentuieren. Das er eben nicht nur der konservative Nachbar “in den besten Jahren” ist, wie es die Umwelt wahrnimmt, zeigt sich immer wieder in kleinen Blicken und Gesten.
Und während Matthew Goode, als verblichener Lover leider etwas blass bleibt und für wenig mehr als Postkarten-Nostalgie zuständig ist, kann sich die restliche Besetzung sehen lassen. Julliane Moore spielt mit viel Ambivalenz die beste Freundin, die bei aller Toleranz nie wirklich darüber hinweggekommen ist, dass sie George nicht für sich bekommen konnte und Nicholas Hoult (der ehemalige Steppke aus “About a boy”) kann sich einmal mehr als vielseitiger Nachwuchsstar etablieren. Dank ihm gerät der finale Flirt zu einer spannenden und warmherzigen Angelegenheit, in der Hoult genau die richtige Mitte zwischen seiner durchtriebenen Figur aus Skins und der entwaffnenden Naivität, die ihn in About a boy auszeichnete.
Kein perfekter Film, aber letztlich dann doch anrührend – auch wenn das Ende ein wenig zu schwülstig gerät.
Der fantastische Mr. Fox – USA/UK 2010 (The fantastic Mr. Fox)





Mr. Fox (George Cloones) hat die perfekte dysfunktionale Familie und einen Hang zum Hühnerdiebstahl. Dies bringt ihn immer wieder in die Schusslinie der drei bösen Bauern Boggis, Bunce und Bean, die ihm das Fell über die Ohren ziehen wollen. Doch Mr. Fox weiß sich zu wehren…
Wes Anderson liefert einen bewusst hässlich-animierten Film ab, bei dem sich gut nachvollziehen lässt, warum ihn seine Animatoren die er per E-Mail aus Paris dirigierte gehasst haben. Im Stil alter TV-Kinder-Stop-Motion-Serien, deren Charme schon damals überschätzt wurde, erzählt er eine extrem amerikanisierte Version von Roald Dahls klassischer Kindergeschichte, die von einer prominenten Voice-Cast relativ lustlos eingesprochen wurde und durch den trockenen, ebenfalls TV-mässig schlechten Tonmix und Schnitt nochmal ordentlich Drive verliert.
Natürlich wäre das kein Anderson-Film, wenn er nicht seinen typischen Dysfunctional Family-Krempel auch in diese Geschichte tragen würde, doch im Gegensatz zu Spike Jonze, der es in Wo die wilden Kerle wohnen geschafft hat Herz und Hirn zu vereinen und einen echten, erwachsenen Blick in kindliche Sichtweisen zu erschaffen, ergeht sich Anderson in seinen immer wiederkehrenden Skizzen pubertärer Problemchen und Bauchnabelpulereien, die doch immer das eigentliche Herz vermissen lassen.
So bleibt Mr. Fox und seine Familie -mit all den starren Gesichtszügen und gebleckten Reißzähnen und Krallen – eine sehr uninvolvierende, unsympathische Truppe die man sich – wie auch in “Darjeeling Limited” – eher distanziert, denn mit echter Anteilnahme ansieht. Dazu kommt die konzeptionelle Unstimmigkeit, die die Figuren einerseits bis zur Schmerzgrenze als typische Amerikaner darstellt (nur die bösen Farmer sprechen mit britischem Akzent), andererseits versucht als normale Füchse zu zeigen. In Dahls Story können die Tiere sprechen, sind aber immer noch Tiere, so wie die Hühner in “Chicken Run” trotz allem immer noch Hühner sind (oder die Viecher aus Over-the-hedge immer noch Wildtiere, Die Ameisen im ANTZ immer noch Ameisen).
Indem Anderson die Tiere aber als Wesen mit menschengleicher Lebensweise darstellt und gleichzeitig versucht sie als Wildtiere gegen die Farmer zu stellen, entsteht ein Konstrukt das vorne und hinten nicht passt. Tiere mit eigener Tageszeitung und Maklerbüro, Stromversorgung und Mildlife-Crisis-Issues sind als Gegenspieler menschlicher Bauern als Hühnerdiebe nicht wirklich glaubhaft. Anderson beraubt die Story ihres kindlichen Appeals, ohne ihnen wirklich erwachsene Emotionen oder Erkenntnisse mitzugeben. Aus einer simplen, mit Witz und Dahls üblichem Schuss Ironie gewürzten Story, wird ein in jeder Szene schrabbelig aussehende Farce, die beständig ein “schau wie smart und brainy und retro-cool ich bin” vor sich herträgt, ohne wirklich das entspannte Level an Souveränität zu erreichen, die all diese Äußerlichkeiten vergessen ließe und sie rückhaltlos in den Dienst der Geschichte stellt.
Das alle Sprecher monoton auf einem Level vor sich hinbruddeln scheint Anderson für “coolness” zu halten, führt aber nur dazu die Figuren noch weiter von ihren Sprechern zu distanzieren. Die Fox-Puppe und Clooneys Stimme verschmelzen nie zu einem neuen Wesen, wie dies bei guten Animationsfilmen der Fall ist. Hier sitzen die Sprecher wie Aufkleber auf den Puppen und vermitteln bisweilen den Eindruck kurz vorm Eindösen gewesen zu sein, als sie ihre Rollen aufnahmen. Das Jason Schwarzman, der in seinem Leben bislang auch nur eine Rolle gespielt hat, den mauligen Sohn spricht, erhöht den Spaßfaktor jetzt auch nicht unbedingt.
Bisher war Hollywood gut zu Dahl. Ob “Matilda” oder “Hexen hexen” und selbst Tim Burtons “Charlie und die Schokoladenfabrik” bewahrte sich eine gewisse “britishness” und ließen sowohl den bösartigen Witz, als auch das warme Herz des genialen Schreibers erkennen. Anderson ist zu zerebral um Emotionen wirklich außerhalb der Psychiatercouch zu thematisieren und liefert einen gnadenlos, selbstgenügsamen, ziemlich kalten Film ab, der selbst die neurotischsten Momente von Woody Allen noch als gefühlsduseligen Fluff erscheinen lässt.
Und wirklich witzig ist er auch nicht.
The Crazies – USA 2010 (The Crazies)





Durch einen Flugzeugabsturz wird ein Virus freigesetzt, der die Bewohner einer Kleinstadt in rasende Verrückte verwandelt. Das Militär will die Ausbreitung verhindern und greift zu einer drastischen Quarantäne. Eine Handvoll Menschen versucht aus der Stadt zu entkommen…
Another day, another remake. Auch wenn es handwerklich ordentlich daherkommt, kann diese aufgewärmte Crazies-Version nie wirklich überzeugen. Bemühte sich Romero um einen für die damalige Zeit neuen Subtext, begnügt sich Eisner damit die mittlerweile hundertfach erzählte Geschichte ohne eigene Ideen oder gar Einsichten runterzukurbeln. Es ist diese Ambitionslosigkeit und inhaltliche Leere, die den ganzen Film durchzieht und letztlich sehr ärgerlich macht.
Das Eisner bisher meist fürs Fernsehen gedreht hat und auch da nicht gerade die originellste Arbeit abgeliefert hat, macht sich auch hier bemerkbar, denn weder Look noch Inszenierung sind mehr als routinierte Dutzendware, die so auch als TV-Movie der Woche laufen könnte. Was auch an den blassen Darstellern liegen mag. Timothy Olyphant hat immer noch keinen dritten Gesichtsausdruck und auch die anderen Schauspieler verströmene dieses gewisse Meh, das sie nie wirklich interessant genug werden lässt, als dass es mich wirklich interessiert hätte was ihnen passiert.
Wenn einer der bösen Armee-Schergen lapidar sagt: “We lost a plane, what should I say.” erscheinen die Aktionen des Militärs letztlich rational durchaus logisch, wenn die Wahl besteht zwischen einer landesweiten Epidemie und 2000 toten Dorfbewohnern. In Romeros Fassung war alles ambivalenter, wurde die Halbherzigkeit der humaneren Lösung durch Entwicklung eines Impfstoffes deutlicher herausgearbeitet und auch die Charaktere waren interessanter, weil sie die Chance bekamen sich zu entwickeln und sie außerhalb überdehnte Spannungsszenen zu erleben.
Das Remake bleibt – gerade auch weil es sich selbst furchtbar, furchtbar ernst nimmt – langweilig, weil weder das Militär noch die “Crazies” wirklich unheimlich sind, weil sie nie echtes apokalyptisches Feeling einstellen will. Trotz ein paar guter Momente (etwa der “May I walk with you guys for a while longer?”-Szene) bleibt insgesamt ein extrem uninspirierter, berechenbarer und langweiliger Film, der an keiner Stelle versucht eigene Ideen zu entwickeln oder dem Set-Up – das von Outbreak bis Resident Evil in dutzenden Filmen durchgenudelt wurde – irgendetwas hinzuzufügen.
Im Direktvergleich boten die letztjährige und thematisch ähnlichen Filme “The Signal” und Carriers mehr interessante Ideen und bessere schauspielerische Leistungen – und waren in ihrer Sichtweise noch pessimistischer als dieses Remake, das sich brav dem halb-offenen Ende mit Hinweis auf ein Sequel hingibt.
Und ich hab langsam die Schnauze voll, von diesen Movies that make you go Meh. – die aus unerklärlichen Gründen statt Direct-to-DVD irgendwie ihren Weg in die Kinos finden.
Cabin Fever 2 – Spring Fever – USA 2010





Der Cabin Fever-Virus aus Teil 1 verseucht eine ganze Kleinstadt und verwandelt alle Bewohner in rasende Ir- äh hatten wir die Story nicht gerade schon? Egal. Handvoll Schüler muss sich durch eklige Witze und dumme Zombiehorden flüchten um zu entkommen.
Teil 1 war ja schon ziemlicher Scheiss mit extrem unsympathischen Charakteren, der sich nicht so recht entscheiden konnte, ob er nun witzig oder spannend sein sollte. Der problemgeplagte Teil 2 – dessen Regisseur sich vom fertigen Produkt distanzierte – entscheidet sich deutlich für den Versuch einer Horror-Komödie, kann aber damit auch nichts retten. Teilweise hat man man den Eindruck einen Amateurfilm zu sehen, so schlecht spielen die Darsteller, so dilletantisch sind Schnitt und Tonmischung.
Die Splatterszenen ziehen auf reinen Ekel und sind lausig getrickst und die Geschichte schleppt sich mühsam über die kurze Spielzeit, immer wieder unterbrochen von langatmigen holprigen Dialogen. Sorry, aber dieses Werk taugt nicht mal für einen trashigen Filmabend. Dann doch lieber was von Troma.
- Batzman (Oliver Lysiak) •
- Mai 14th, 2010 •
- 27 Kommentare
- Schlagwörter: A Single Man, Animation, Cabin Fever 2, Colin Firth, Fantastic Mr Fox, Horror, Review, The Crazies, Wes Anderson, Zombies






















Hm bei Mr. Fox stimme ich überhaupt nicht mit dir überein. Ich fand den Film witzig, die Animationen charmant und gelungen und die einzelnen Charaktere passend.
Kommentar #1 von buzz am 14.05.2010 um 11:36 Uhr
Ähm, habt ihr “Cabin Fever 2″ gesehen, oder habt ihr euch die Review aus irgendwelchen Schnipseln die ihr im Netz gefunden habt zusammengereimt?
Da wird keine Kleinstadt infiziert, sondern eine Highschool. Zombiehorden gibts genausowenig wie rasende Irre.
“Dann besser was von Troma”, ich fand den durchaus Tromalike, das Cartoon Intro und Outro und die Musikauswahl waren top. Hatte streckenweise das Gefühl einen verschollenen 80s Trasher zu guckn.
Kein guter Film, aber unterhaltsam.
Außerdem ist euch ein schwerwiegender Fehler unterlaufen:
Normalerweise interpretiert ihr doch in jeden Film der Männerfreundschaften zeigt was homosexuelles rein. Hier haben wir also einen dicken Nerd, der versucht seinen besten Freund zu verkuppeln und als der tatsächlich Eine abgkriegt, fault dem Nerd der Penis weg! Plakativer gehts ja nicht. Ich bin enttäuscht ;-)
Kommentar #2 von ScheichHabib am 14.05.2010 um 13:00 Uhr
meh, warum hat denn ‘fantastic mr. fox’ so auf’s maul bekommen?
naja…who cares anyway.
Kommentar #3 von mickey am 14.05.2010 um 14:44 Uhr
Für alle die ansatzweise mit Anderson was angefangen können ist “Mr. Fox” ein Muss. Hat mich gut amüsiert und unterhalten und die Art wie hier die Sprecher agieren ist zigfach höher einzuordnen als in jedem Disney / Pixar wasauchimmer Werk.
Also, eine negative Kritik ist ja nicht weiter tragisch und ein paar der angesprochenen Punkte sind nachvollziehbar und anschaulich beschrieben, aber bitte bitte bitte diesem wunderherrlichen Film eine Chance geben!!!
Kommentar #4 von Kameni am 14.05.2010 um 17:09 Uhr
@habib
Ich hab den Scheiss tatsächlich von Anfang bis Ende gesehen. Und auch wenn der Film größtenteils in einer High School spielt, wird ja doch zunächst mal der Fluss verseucht, dadurch in die Wasserfabrik gelangt und von dort an die Schule kommt (und wahrscheinlich zu einigen anderen Abnehmern der Fabrik) … und wenn die Leute sich dann aufzulösen beginnen haben sie durchaus was von Zombies, bzw Infizierten. Ist sicher etwas flapsig formuliert, aber im Grunde auch nicht so wichtig.
Das der Regisseur sich so für den Scheiss geschämt hat, dass er seinen Namen zurückziehen wollte, spricht denke ich Bände, da die Produzenten das Ding selbst nachgedreht haben und dieser Stinker seit 2007 auf Halde lag. Und jeder Troma-Film hat mehr Witz und Charme, weil er seine schlechten Darsteller konsequent mitinszeniert. Hier war es wirklich fremdschämen. Für einen guten Take auf das Thema sollte man sich lieber Dance of the Dead ansehen…
Kommentar #5 von Batzman am 14.05.2010 um 17:12 Uhr
dance of the dead, schöner film *schmacht*
zombiefrösche rocken halt
Kommentar #6 von TopF am 15.05.2010 um 07:18 Uhr
spiegel.de/kultur/kino/0,1518,...
hier, da hat einer Ahnung.
Kommentar #7 von Bratzman am 15.05.2010 um 23:02 Uhr
da stimme ich buzz aber mal zu!
buzz hat vollkommen recht!
weiter so buzz!
Kommentar #8 von lukipuki am 15.05.2010 um 23:30 Uhr
Also, Mr. Fox hat hier 2,5 Sterne, aber in deinem Moviepilot-Profil 4,0 Punkte.
The Crazies in deinem MP-Profil hingegen 5,0 Punkte und hier 2 Sterne.
Hä?
Kommentar #9 von Dachsman am 17.05.2010 um 13:40 Uhr
the fantastic mr. fox ist einfach fantastic.
Kommentar #10 von jAnsen am 17.05.2010 um 16:27 Uhr
So sehr ich dem Dude den Oscar gewünscht und gegönnt habe – nachdem ich “A Single Man” sah, war ich (nachträglich) nur noch für Colin Firth. Lange Zeit dachte ich, das sei einfach nur der Depp aus “Bridget Jones”, aber zumindest inzwischen ist er einer der besten lebenden Schauspieler.
“Crazies”: Leider noch nicht gesehen, aber wenn selbst die Megagurke “Carriers” besser sein soll, dann gute Nacht.
Kommentar #11 von Binding am 18.05.2010 um 09:51 Uhr
Allein Willem Dafoes Stimme aus einem Cidre-versoffenen Rattenmaul zu hören, macht Mr. Fox sehenswert!
Kommentar #12 von dontpanicitsorganic am 21.05.2010 um 01:13 Uhr
Was soll dieses bescheuert “Meh” eigentlich immer bedeuten?
Kommentar #13 von treckzack am 28.05.2010 um 08:27 Uhr
Thema Cabin Fever 2: Der ist einfach nur plakativ und mies. Mehr dazu hier:
kino-zeit.de/dvd/cabin-fever-2
Kommentar #14 von MacReady am 05.06.2010 um 10:15 Uhr
kann man meine frage etwa nicht beantworten ?
Kommentar #15 von anonym am 05.06.2010 um 23:53 Uhr
@ Anonym: Falls Du das mit dem „Meh“ warst, meh bedeutet das hier.
Kommentar #16 von Renington Steele am 05.06.2010 um 23:56 Uhr
“Der fantastische Mr. Fox” war pure Scheisse. Wirklich. So einen Schwachsinn habe ich selten gesehen. Da bringen auch Clooney und co. als Synchronsprecher wenig.
Kommentar #17 von Leonidas am 07.06.2010 um 20:14 Uhr
Zur Mr. Fox Kritik: Den Film subjektiv schlecht finden, ist irgendwie nachvollziehbar. Den Film jedoch in dieser lustlosen uncharmanten Weise schlecht zu reden lässt auf einen frustrierten Kritiker schließen. Einer, dessen Begeisterung für Filme durch Konsum selbiger abgewetzt und verdorben wurde. Mach’ lieber mal ne Pause.
Kommentar #18 von DrDnyd0r am 08.06.2010 um 15:17 Uhr
Mr. Fox ist super ..
Kommentar #19 von rettich am 26.06.2010 um 16:32 Uhr
Mr. Fox war eher für ältere Männer als Kinder gemacht und verdammt nochmal: 99.99 Prozent der älteren Männer wollen KEINE Trickfilme sehen. Die Anspielungen verstehen Teenager (wie ich) nicht und Kinder sind ab dem bizarren Humor verwirrt und ab der kuriosen Handlung gelangweilt. Man muss etwa 47 sein, um allein die Anspielungen auf politische Geschehnisse überhaupt verstehen zu können.
Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um einen Film zu produzieren, der eine Zielgruppe hat, die an dem Publikum nicht interessiert ist?
Kommentar #20 von Leonidas am 27.06.2010 um 21:39 Uhr
“Ältere Männer” würde ich zunächst mal gerne in “reifere Kinogänger” umbenennen, das trifft’s wohl eher. Außerdem: Wieso nicht auch Frauen? Und wer nochmal behauptet, dass Trickfilme nur für Kinderkacke gedacht sind, gehört für den Rest des Jahres in Walt Disneys “It’s a small world”-Berg-und-Tal-Bahn gesperrt (wer jemals damit gefahren ist, weiß dass das als Folter gemeint ist)! Und zuletzt noch eine Gegenfrage: Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um bei Filmen ausschließlich an Zielgruppen und somit Wirtschaftlichkeit zu denken??? Auch schon mal was von künstlerischen Ambitionen gehört?
Kommentar #21 von Binding am 27.06.2010 um 22:36 Uhr
Fantastic Mr Fox war großartig!
I loved it!!
Kommentar #22 von Claas am 06.07.2010 um 10:26 Uhr
Timothy Olyphant hat nicht mehr als drei Gesichtsausdrücke? Falsch. Beweise siehe “Deadwood”.
Kommentar #23 von Ralph am 16.07.2010 um 14:16 Uhr
Cabin Fever ist mit Abstand mein Lieblingsfilm – gerade weil er so eine Gratwanderung ist und so geschmacklos. Das macht diesen Film doch aus! Ich hab mich köstlich amüsiert…
Kommentar #24 von Chris am 16.07.2010 um 21:15 Uhr
mr fox schlecht zu bewerten ist für mich vollkommen unverständlich. sogar so unverständlich dass ich nun auch bei anderen filmkritiken auf dieser seite nicht mehr weiß ob ich das ernst nehmen kann was da geschrieben wird.
nur dieses zitat um wenigstens ein beispiel zu nennen:
“Dazu kommt die konzeptionelle Unstimmigkeit, die die Figuren einerseits bis zur Schmerzgrenze als typische Amerikaner darstellt (nur die bösen Farmer sprechen mit britischem Akzent), andererseits versucht als normale Füchse zu zeigen” – wie kann man das als unstimmigkeit bezeichnen?
Kommentar #25 von Michael am 23.07.2010 um 01:09 Uhr
@Michael(25)
Kritiken sind halt subjektiv, nicht objektiv.
Mir hat “Fantastic Mr. Fox” garnichts gegeben. Klar war Stop-Motion mal was anderes was man jetzt nicht soooo oft sieht aber die Geschichte war für mich nicht so der Bringer und auch der Humor hat mich auch nicht so wirklich erreicht.
Man muss ja nicht jeden Film mögen und über Geschmack lässt sich nun wirklich kaum streiten.
Kommentar #26 von Sebastian am 02.08.2010 um 18:33 Uhr
Also, ich habe “Carriers” neulich gesehen und muss nun doch anmerken, dass mich “The Crazies” (gemeint ist die Neuauflage) wesentlich besser unterhalten haben, ohne jeden Zweifel. Und irgendwie war “Carriers” dermassen nervtötend pessimistisch und gehässig, dass die Frage erlaubt sein muss, wie es überhaupt je dazu gekommen ist, dass sich die Protagonisten ein Auto teilen…naja, schätze mal, sie wurden vom Drehbuchautor halt einfach dazu gezwungen. Mag wohl auch der Grund sein, dass die ganze Handlung so erzwungen und verknorzt daherkommt…unglaubwürdig und unglaublich langweilig. Bäh.
Kommentar #27 von Haruchai am 11.08.2010 um 18:38 Uhr