Nightmare on Elmstreet (2010) (Review)

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“Can I have another? Can I have another cup of coffee, please? “

Originaltitel: A Nightmare on Elm Street
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Samuel Bayer
Buch: Wesley Strick, Eric Heisserer
Darsteller: Jackie Earle Haley, Rooney Mara, Kyle Gallner, Katie Cassidy, Thomas Dekker
★½☆☆☆ Batzman
½☆☆☆☆ Jet Strajker

Der durch einen Akt von Selbstjustiz von einem Eltern-Mob hingerichtet Kinderschänder Freddy Krueger erscheint Teenies in ihren Träumen und will sie umbringen. Die Teenies finden das doof und überlegen, was sie dagegen tun können.

Another Year, another shitty Platinum Dunes-Remake. Es ist durchaus ermüdend, sich immer wieder durch die ebenso geleckt- wie gelangweilt heruntergekurbelten Leichenschändungen gestandener Horrorklassiker zu gucken. Denn Samuel Bayer – und seine Drehbuchautoren – haben natürlich ebensowenig Gespür für eine wirklich inspirierte Neu-Konzeption der genialen Pop-Ikone Freddy Krueger, wie es die anderen Video-Clip-Regisseure hatten, die aus unerfindlichen Gründen immer wieder aufs Kino losgelassen werden. Wie Kollege Marcus Nispel gebricht es Bayer an der Fähigkeit irgendeine Empathie für seine Figuren zu entwickeln, noch tatsächliche Spannung jenseits abgedroschener Buh-Momente zu erzeugen.

Der Verleih tat gut daran, die Tagline des Films “Never Sleep Again” zu nennen – denn die Werbezeile des Wes Cravens Original “Don’t fall asleep” hätte wohl noch mehr hämische Kommentare erzeugt, angesichts des völligen Fehlens jeglichen Grusels in diesem abgestandener-Kamillentee-schalen Neuaufguss, der sich in bemitleidenswerter Verzweiflung wenn ihm so gar nichts mehr einfällt an Shot-for-Shot-Imitation des alten Films versucht, ohne ihm auch nur im Mindesten das Wasser reichen zu können.

Es tut weh einen respektablen und keineswegs schlechten Schauspieler wie Jackie Earle Haley zu sehen, der sich sichtlich abmüht der Rolle ein paar Facetten abzugewinnen und dabei durch die Inszenierung und strunzöde Dramaturgie immer wieder ausgebremst wird. Da sein Make-Up ein totaler Griff ins Klo ist und er aussieht wie eine Mischung aus einem Zombie und einem Gummiebärchen das zuviel Sonne abbekommen hat, macht es ihm auch nicht leichter. Es erklärt aber viel grundlegendes: Die Macher haben die Qualitäten des Originals – und selbst den der schwächeren Sequels – nie kapiert. Selbst “Freddys Finale” ist im Vergleich zu diesem Stinker noch ein Ausbund an Spaß und originellen Einfällen.

Freddys Motivation, der eigentliche Hintergrund seiner Taten vor seinem Tod, wurde früher bewusst immer vage gehalten. Freddy war ein Kindermörder, aber nicht das Abziehbild eines pädophilen Monsters, als das er jetzt hier erscheint. Craven bezog eindeutig Stellung für die unverstandenen Teenager, indem er die Kinder die Erbschuld ihrer Eltern ausbaden ließ. Die Eltern waren es, die ihre Kinder nicht ernst nahmen, die ihnen immer wieder ihre Ohnmacht vor Augen führten, weil sie keine wirkliche Kontrolle über ihr Leben besaßen. Eltern entscheiden wo die Kinder wohnen, mit wem sie Umgang haben dürfen, was sie unternehmen und was sie nicht dürfen. Eltern sind bisweilen unehrlich und treffen Entscheidungen, die später das Leben ihrer Kinder tangieren, wenn nicht gar zerstören können. Craven ließ bewussten Interpretationsspielraum und bot dem jugendlichen Horrorfilmpublikum viel Identifikationsfläche an.

Nicht nur mit den Teenies und vor allem mit Nancy – sondern durchaus auch mit den Antagonisten Freddy, der als dunkles anarchistisches Element durchaus seinen Reiz hatte. Robert Englunds Freddy ist kein sabbernder Pädobär, dem schon in der Stimme das Sperma von den Lippen perlt und der sich auf Polaroids von kleinen Mädchen einen runterholt. Er ist ein böser Dämon, der wie alle guten Bösewichte seit Goethes Mephisto, Spaß an seiner Arbeit hat. Freddy war bei allen Scheusslichkeiten immer von einer enormen Freude an seinem Tun besessen – eine Eigenschaft die Haleys Krueger leider trotz einiger auf “cool” getrimmten (und teilweise geklauten) Sprüche nicht gelingen mag. Es mag mit an der unpassenden Maske liegen, die weniger auf Stilisierung, als auf Ekel abzielt, dass dieser Freddy – wie der ganze Film ein hochgradig ödes und freudloses Spektakel ist. Haley gibt sich Mühe, doch seine Stimme dröhnt monoton, wo sie sarkastisch, ironisch, verspielt und diabolisch sein müsste. So wenig wie man dem neuen Krueger abnimmt ein oberflächlich toller Spielkamerad für die Kinder an seiner Schule gewesen zu sein (und ist es tatsächlich eine Simpsons-Referenz, das Krueger hier nicht Kraftwerksarbeiter sondern Groundskeeper an einer Schule ist?), so wenig nimmt man ihm ab, dass er wirklich Spaß an seinem jetzigen bösen Tun hat. Er ist näher am Metzel-Langweiler Jason, als an Englund, dessen differenziertes und wuchtiges Spiel erst im Direktvergleich wirklich in seiner vollen Leistung wertzuschätzen ist. Wo schon der Austausch der Machetenschwinger hinter der Jason-Maske negativ spürbar war, wird das Fehlen des Mannes der Freddy war, zu einer Katastrophe. Doch der Fehler steckt im unverstandenen Konzept – Haley ist nur der Unglücksrabe, der die Misere ausbaden darf und sich dabei nach Kräften müht der Rolle würdig zu sein.

Doch neben Freddy funktioniert auch das Traumkonstrukt nicht, denn in ihrem Bemühen den Film “düsterer und realistischer und härter” zu machen – was anscheinend die einzigen drei Worte sind, die man seit ca. 5 Jahren braucht um auch wirklich den letzten Kack finanziert zu bekommen – verzichten Bayer und seine Drehbuchautoren darauf das surreale Moment des Konzepts auch nur im Ansatz auszureizen. Cravens Nightmare war eine Offenbarung, weil er sich als einziger traute dem abgedroschenen 80er-Jahre-Slasher eine phantastische Komponente hinzuzufügen. Er wollte keinen Exploitation-Slasher über sexuell mißbrauchte Kinder drehen, die sich lernen ihrem Kindheitstraume zu stellen – er spielte vielschichtig mit adoleszenten Ängsten. Erwachende Sexualität, Schulangst, Angst vor dem Alleinsein kurz: Teen-Angst fand seine phantastische Entsprechung in der Traum-Realität in der Telefone leckten, Arme ins unendliche wuchsen und die Umgebung in ständiger Veränderung begriffen war.

Der neue Nightmare könnte auch ohne die Traumsequenzen auskommen, denn sie sind stinklangweilige Abziehbilder – zusammengebastelt im immer gleichen Stakkato-Schnitt-Stil, in dem jeder neue Horror-Film daher kommt. Selbst wenn der Film sich direkt beim Original bedient – etwa bei Freddys Abbild, welches sich durch die Tapete manifestiert – bleibt es belangloses CGI-Gequäke. Weil es nicht fühlbar ist. Weil es künstlich aussieht und das Bild selbst einfach nicht zu verblüffen mag, weil es mies getimed ist und letztlich auch, weil uns die Figuren herzlich egal sind.

Wo früher fröhliche Teenager im Angesicht des Schreckens langsam zusammenbrachen, je deutlicher sie den Phantasmagorien Kruegers ausgesetzt waren, da stacksen heute bleiche Figuren durch den Film, die schon von Anfang an aussehen wie die Nacht der lebenden Emo-Toten. Auch wenn Rooney Mara als Nancy und Kyle Gallner keine schlechten Schauspieler sind, ihre Figuren durchlaufen leider keine Entwicklung. Gallner sieht den kompletten Film aus, wie frisch vom Haken genommen und Nancy spielt sowieso erst ab der Hälfte wirklich mit und hat bis dahin verpasst, einen wirklich bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die anderen Teenies sterben entweder im Off oder so unspektakulär gleichförmig, dass schnell deutlich wird, wie wenig die Drehbuchschreiber mit Krueger und seinen kreativen Mordmotiven anzufangen wissen. Wahrscheinlich halten sie es für gewagt und “edgy” aus Krueger einen Pädo zu machen und Nancy am Ende eine “oh mein Gott ich bin mißbraucht worden”-Nummer zuzumuten, die letztlich den Eltern und ihrer Selbstjustiu nachträglich recht gibt – wie der Film generell wenig Verständnis für seine jugendlichen Protagonisten mitbringt. Er ist näher an den Eltern, die in jedem GTA-Spieler einen zukünftigen Amokläufer sehen und generell an eine Welt voller Gefahren glauben, die nur durch stärkere Verbote und die harte Hand im Zaum gehalten werden darf. Da passt es dann auch, dass Pädo-Freddy immer noch Spät-Teenager-Nancy flach legen will – die wie immer in US-Filmen von einer 25jährigen gespielt wird. Das ist Kinderschänder-Hysterie aus der Eltern-Sicht – keine Spur mehr von unverstandenen Jugendlichen, die mit den Tücken des Erwachsenwerdens hadern.

Das die Chose auch optisch nur Einheitsbrei ist, versteht sich nach all dem fast von selbst. Der neue Nightmare hat kein einziges gutes Bild anzubieten, wenn man von der ikonographischen Silhouette Kruegers absieht, die zumindest solange funktioniert, ehe man diesem geschmorten Zombie-Na’vi (wie Kollege Angry Joe es so schön formulierte) ins Gesicht guckt. Sich langsam aufbauender Schrecken, die beständige Ungewissheit was Traum und was Realität ist. Das Gefühl der Machtlosigkeit, ja das grundlegend Alptraumhafte ist hier dummer Schnitzelware gewichen, die nichtmal sonderlich blutig, geschweige denn interessant umgesetzt wurde.

Was uns wohl nicht vor einem Sequel bewahren wird, denn die Massen rennen in dieses Remake, wie in die vorherigen Totalausfälle von Platinum Dunes und geben diesen filmischen Steuerberatern damit auch noch recht.

Vielleicht kommen ja wenigstens alle alten Nightmare-Teile jetzt auch auf BD raus, dann hätte dieses öde Ärgerniss wenigstens irgendetwas gutes.

Wer doch ins Kino geht, dem rate ich dringend vorher ein paar Hallo-Wach-Pillen einzuschmeißen. Denn das wahre Monster ist diesmal nicht Freddy sondern Morpheus.

Jet StrajkerJet Strajker meint:

“Don’t fall asleep!”. Die Tagline von Wes Cravens bizarrem, klugen, bahnbrechenden Independent-Klassiker “A Nightmare On Elm Street” erscheint angesichts seiner jüngsten Neubearbeitung in einem völlig anderen Licht: Der Film, ein sterbenslangweiliger und bemerkenswert dümmlicher Alptraumgarant, ist weit entfernt von den vergleichsweise ambitioniert wirkenden Remakes selbiger Produktionsfirma unter Ägide des Fetischästheten Michael Bay, und angesichts der Fallhöhe auch geradezu unverschämt in seiner rücksichtslosen Demontage des Originals. Erschreckend einfalls-, lust- und belanglos übt sich nun der nächste einer Reihe völlig uninteressanter Werbefilmer in Nachstellung, ohne dem hinreichend bekannten Plot neue Wendungen, Schliffe oder gar frische Ideen abgewinnen zu wollen. Im konsequenten Zertrampeln des einst so vitalen, sich immer wieder neu erfindenden Franchises löst der Film nicht einmal die Minimalerwartung ein, sein höheres Budget für die fantasievolle Aus- und Neugestaltung von Traumszenen aufzuwenden.

Stattdessen konzentriert er sich auf konzeptionelle Änderungen gegenüber der Vorlage, indem er Freddy Krueger (grauenhaftes Neudesign!) nicht länger zum Kindermörder, sondern –Schänder erklärt (ein dürftiges Zugeständnis an politische Korrektheit), und den Traumkiller auch nicht mehr als Racheengel einer verdrängten Schuld begreifen möchte: Freddy rächt sich nicht für die bürgerliche Selbstjustiz der Eltern, er rächt sich für den Verrat ihrer Kinder – womit der Film Cravens fatalistisches Familienbild gegen die x-te Konventionssoße eintauscht und in seinem Verzicht auf Wagemut letztlich den armseligen Tiefpunkt einer nicht enden wollenden Remakeflut bildet. Wenn New Line Cinema hier seinem größten Helden den künstlerischen Todesstoß verpasst, wünscht man sich nichts lieber, als lediglich schlecht zu träumen.

Mehr fällt mir zu diesem Mumpitz nicht ein.

In : Review

About the author

Batzman (Oliver Lysiak)
Oliver “Batz” Lysiak geboren in den 70ern, studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Heute betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, Deutschlands erfolgreichstes Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • http://gefangenendilemma.blog.de/ loser

    Andererseits: Mit Freddy Kruger als Kinderschänder besteht die Chance, dass demnächst mal eine Folge “To Catch a Predator” eine unerwartete Wendung nimmt.

  • http://www.insidemovie.de hash

    Ich kann dem Review leider nur beipflichten…der Film ist absolut nicht zu empfehlen!

  • doc

    vielleicht ist das remake wenigstens in der lage , das orginal in’s rechte licht zu rücken ? je älter dieses nämlich wird , desto mehr wird mir bewusst , dass es sich schlicht und ergreifend um ein meisterwerk handelt . was mir damals im kino natürlich nicht bewusst war – und auch völlig egal , um ehrlich zu sein :) .
    mal schaun , was in ein paar jahren vom remake übrig bleibt , aus künstlerischer sicht . eines jedenfalls ist sicher : niemand zerpflückt einen miesen film stilvoller und treffender als the one and only batzman .

  • http://www.splattermovies.blog.de Andreas Port

    Absolute Zustimmung. Der Film ist totaler Dreck und wie ich schon bei mir geschrieben habe, das mieseste Remake seit dem “The Fog”-Debakel, welches ich im sogar noch als unterhaltsamer in Erinnerung habe.

  • http://- chris

    guter artikel! schade nur, dass die massen ihre konsummacht nicht nutzen, um so einen schrott links liegen zu lassen…

  • Onkel Chop

    danke für die Reviews… hab ihn noch nicht gesehen aber bestätigt mir das was ich schon befürchtet hab. Fand schon das Remake von Jason (den alten Macheten schwingenden Kloppi) grauenhaft.

    Wieviele Klassiker wollen die noch versauen

  • http://www.splattermovies.blog.de Andreas Port

    @Chop: kurz gesagt: Alle! Und ich verwetter meine Haare darauf, dass “Der weiße Hai” und “Die Vögel” auch noch realisiert werden.

  • Hell-G

    War gestern im Kino. Und ich stimme zu. Der Film ist wirklich schlecht. Das einzige, was das Remake schafft: es adelt das Original. Und zwar durch die eigene Unzulänglichkeit. Was ja gewissermaßen auch wieder was gutes hat. Mir graut vor Predator 2010. Gute Rezi.

  • http://spieleschloss.de Mam – Goku

    Da wünsche ich den Filmmachern mal angenehme Träume…

  • Tino

    War doch klar, was sollte man auch an einem perfekten Horrorklassiker in einem Remake noch besser machen. Ich habe nichts anderes erwartet, zur besseren Vermarktung wird doch heute fast jedes gute Konzept auf reine Massentauglichkeit gebürstet.

    Aber für einen SamstagnachtDVD-Abend wirds schon reichen, dafür spielen einfach meine Hormone bei Katie Cassidy zu verrückt ;)

    Doch als alter Freddyfan weint das Herz…

  • http://geniusjoe.spreadshirt.de The Director

    Das ist einer dieser Filme, von dem ich sagen kann: Den werde ich nie in meinem Leben sehen. Selbst Trash Horror ist besser.

  • bale

    schlechter als the fog remake?????????
    oh, nein…

  • Björn

    *So* schlecht? Fuck.

    Andererseits kann ich dann doch endlich aufhören zu überlegen, ob ich mir den allen schlechten Kritiken zum Trotz ansehen werde.

  • Stefan

    Der Kommentar von Loser war unterhaltsamer als Jets gesamtes Review.
    Kann mich einfach mit diesem aufgeblasenem Gerede anfreunden. Batz wirkt da schon natürlicher und außerdem: unterhaltsamer ;)

  • stefan

    Das schlimmste ist vermutlich dass so eine Produktion noch von den Fans der ersten Stunde wie zB mir mitgetragen wird indem sie natürlich in jedem Fall trotz ausdrücklichster Warnungen den Streifen anschauen.

  • Father_Frost

    Jepp Ich denke auch, dass ca. die Hälfte der Kinogänger den Film als üble Grütze durchschaut- bevor sie ihn gesehen hat, sich aber davon überzeugen will und dem Studio damit trotzdem spitzen Einspielergebnisse beschert.
    War bei mir ja nich anders.
    Vorallem: Warum muss der zwei Stunden lang sein? Den Plot hätte man auf 80 min einkochen können, wärs wenigstens schneller aus gewesen.
    Die erste Hälfte des Films ist so unglaublich plotirrelevant, das hätte man auf ne halbe Stunde runterbrechen können…

    Ich frag mich, was Englund denkt, wenn er den sieht…

  • Hell-G

    @ Father_Frost:

    Ich frag mich, was Craven denkt, wenn er auf den Check starrt (der hat doch bestimmt einen Haufen Geld abgegriffen dafür)…

  • blabla

    @Hell-G:
    Craven hat dafür garnichts bekommen. Der hat alle Rechte an Nightmare bereits vor Produktion des Originals an New Line abgegeben. Hat auch von den Einnahmen der ganzen Sequels nichts abbekommen. Ich kann nur die Doku “Never sleep again” empfehlen, da checkt man erst was Nightmare in den 80ern für eine Maschienerie war.

  • Binding

    Das Gute an den “Nightmare”-Filmen war in der Tat das surreal-irrationale Element der Traumwelt (in der alles möglich war, bis hin zum Bekämpfen von Freddy mit seinen eigenen Mitteln). Das war der originelle Unterschied zu den damals dominanten und viel simpler gestrickten Slasher-Movies um Jason und Michael (Myers). Und genau deswegen waren die “Nightmare”-Filme auch eine kreative Spielwiese für Maskenbildner, SFX-Leute und Jung-Regisseure. Aus diesem Potenzial macht das Remake aber rein gar nichts! Und noch schlimmer: Es verwässert die Idee sogar noch, indem (SPOILER) der Mikroschlaf im Wachzustand etabliert wird (SPOILER-ENDE). Durch all das wird Freddy leider zu einem x-beliebigen Slasherdepp unter vielen degradiert.

    Apropos Slasher-Depp: Die geniale Sequenz, in der Johnny Depp damals in seiner ersten Kinorolle von Freddy in das Bett gesaugt und als Mega-Blutfontäne wieder rausgebratscht wird, bleibt ebenfalls unerreicht! Und auch die Zunge im Telefon-Hörer – mein lieber Herr Gesangsverein …

  • http://keine Leonidas

    Jet, du trifftst den Nagel auf den Kopf. Bin voll deiner Meinung.

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