Warum das Ende von Lost gar nicht schlimm ist

47 Comments

Drüben für moviepilot hab ich anläßlich des LOST-Themen-Weekends einen langen Text geschrieben, warum ich ganz froh bin, wenn LOST jetzt endlich endet. Hier ein Anteaser:

Wirtschaftskrise, Schuldenloch, Eurofalle – und dann hört auch noch Lost auf. Batzman verrät euch, warum das gar nicht so schlimm ist.

Ich geb zu, ich mochte Lost mal ziemlich gerne. Nach tausend Familienserien und Sitcoms, die halb so lustig sind wie Mario Barth, war LOST eine willkommene Ablenkung. Eine Serie, die mit gewaltigem Aufwand einen wahrlich furiosen Start hinlegte. TV, das wirklich nach Kino aussah und eine Menge Rätsel und scheinbar genial gestreute Hinweise, die alle auf ein mächtigeres, größeres Geheimnis hindeuteten.

Dazu – wie so oft in angelsächischen und so selten in deutschen Serien – eine wirklich talentierte Besetzung, die mehr konnte als nur rumstehen und gut aussehen. Die Idee mit den Flashbacks, die nach und nach Details über die Figuren enthüllten, war ebenso gelungen wie die Infohäppchen, die die Macher den Zuschauern gekonnt servierten. Ein Monster im Wald, vielleicht sogar ein Saurier? Ein Eisbär, der irgendwie mit den vielen Eisbärfiguren in Comics und Rückblenden zusammenhängen musste und ein Cliffhanger am Ende der ersten Staffel, der viel versprach.

Doch gleich eines der ersten Interviews mit dem Lost-Mastermind Damon Lindelof ließ Böses ahnen: Freimütig gab er damals zu, vom Erfolg der Serie überrascht worden zu sein, dass sie einen sehr vagen Handlungsbogen für ca. 3 Staffeln im Kopf hätten und er machte keinen Hehl draus, dass der Fortgang der Handlung eher von den Einschaltquoten und den Buchungen der Werbekunden, denn von einem wirklichen Masterplan abhinge. Den gäbe es nicht.

Ein ziemlicher Schlag ins Gesicht für all jene, die glaubten, aus den Puzzleteilen ließe sich etwas Sinnvolles herauslesen. All die Spekulationen und zum Teil wirklich inspirierten Theorien, die in Foren und Newsgroups gesponnen wurden, waren mit einem Mal für die Katz, eine richtige Lösung gab es nicht, denn keiner der Autoren wusste selbst, was die ganzen Andeutungen bedeuteten. Die Macher entwickelten die Serie im Gehen, was etwa so lustig ist wie mit Bilbo das alte Rätselspiel zu spielen. Was hab ich in meiner Tasche? Keine Ahnung, mein Schatz, ich hab nicht mal Hosen an.

Der unbedingte Zwang Lost entgegen der initialen Erwartung plötzlich für eine lange Laufzeit fit zu machen, führte zu einer desaströsen zweiten Staffel, in der etwa zwei Folgen tatsächlich relevante Handlung auf über 20 Episoden gestreckt wurden. Es passierte einfach nichts mehr, nachdem Locke den Hatch entdeckt hatte. Die Flashbacks wurden zu öden Pflichtübungen, die nichts substantiell Neues enthüllten, sondern in epischer Breite das wiederholten, was wir im Endeffekt doch schon wussten. Dazwischen gab es die Expedition der Woche, in der irgendwer aus dem Hatch auszog, um am Ende wieder zurückzukehren. Raus aussem Hatch, rinn innen Hatch. Das alte Rein-Raus-Spiel, wie Kollege Alex wohl sagen würde.

Alles zog sich wie Schmelzkäse, uninteressante Nebenfiguren, die für die Handlung völlig irrelevant waren, wurden ausführlichst durchdekliniert und auch gern mal aus der Serie geschrieben, weil ihre Schauspieler besoffen Auto fuhren und ihnen danach die Einreise nach Hawaii versagt blieb. War aber egal, denn sie spielten ja eh keine Rolle. Schwere Kindheit in Afrika, Drogendeals in Takatukaland, Walt quatscht rückwärts und Locke driftete in den religiösen Wahn ab – alles irgendwie egal. Warum passierten die Dinge? Darum. Es ging nicht mehr darum, eine gute spannende Story zu erzählen und eine in sich schlüssige Dramaturgie zu entwickeln, es galt Strecke zu machen. Im Zweifel erzählte man halt irgendetwas in einem Flashback, warf ein paar kryptische Momente in den Topf und vertraute darauf, dass die Zuschauer das schon fressen würden. Ohh…. so mysteriös. Oh so geheimnisvoll, was mag das alles nur bedeuten?

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About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  • http://gefangenendilemma.blog.de/ loserxyz8

    Dass sich all die scheinbare Ordnung in Nichts auflöst gefällt mir dann aber irgendwie doch, nach all dem Geplapper von John Locke, alles hätte einen Sinn und so.

  • nixx

    Und das Schlimmste ist: Die kommen damit durch!

  • Hans

    Genauso haben es die Autoren vom neuen Battlestar Galactica nach eigenen Bekunden auch gemacht. Und es endete entsprechend mies. Mal sehen wies für Lost läuft.

  • blaubaum

    Jake ist ‘ne Pfeife.

  • blaubaum

    Jake’s Kommentar ist weg.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @blaubaum

    Jep. Because: “Jake ist ‘ne Pfeife”

  • http://blub wurzelbert

    verdammt ich hätte gern gelesen was jake die pfeife geschrieben hat..

    achja ihr habt alle keine ahnung. lost über alles (sogar breaking bad und dexter) :D

  • schokakola

    @Hans
    Nur mit dem Unterschied, dass Lost jetzt schon besser dabei weggekommen ist als BSG. Keine Lust, das hier jetzt breit zu quatschen, http://preview.tinyurl.com/33hln7u fasst es perfekt zusammen.

  • http://www.splatterblog.net Andreas Port

    Ach ja, Lost. Ich fand die Serie ja im Großen und Ganzen gelungen, trotz des mangels eines Masterplans.

    Herr Gott, es ist eben nur Unterhaltung, und wer mehr dahinter sehen will, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

  • http://www.splatterblog.net Andreas Port

    PS: Das beschissendste Serienende hatte übrigens, zumindest meiner Meinung nach, immernoch “Prison Break”, bei dem sie eigentlich schon nach Staffel 2 hätten Schluß machen sollen (auch wenn die Dritte, zugegeben, auch nicht unbedingt schlecht war).

  • Olaf
  • http://normanblog.de Norman E.

    Ich habe niemals angenommen die wüssten, was sie tun und war bis jetzt gut unterhalten worden. Es ist nur Unterhaltung. Ich bin Schriftsteller und weiß selbst nicht, was ich da Schreibe, bis ich es niedergeschrieben habe. Für manche funktioniert das einfach so. Deshalb hatte ich nie ein Problem mit losen Enden, die einfach verlaufen.
    Weiterrätseln konnte man dennoch. Auch jetzt noch.
    Die letzte Staffel kenne ich jetzt bis zur aktuellen, in Deutsch veröffentlichten Folge und wirklich viel gelöst wurde nicht…

  • http://filmtagebuch.blogger.de thomas

    LOST ist nunmal keine “mitrate-serie”. wer sie als solche missversteht (zugegeben: das fällt sehr leicht), bekommt sehr schnell, was da oben in großen lettern steht: frust. was ich an LOST aber hochspannend finde ist gar nicht so der das “was steckt dahinter?”, sondern das “mit welcher dreistigkeit kommen sie jetzt davon?”. wenn man sich locker macht und LOST als exzessiv ausuferndes experimentierlabor für narrative volten betrachtet, macht die serie eine heidenfreude (auch wenn die 6. staffel diesbezüglich etwas schluckauf hat, zugegeben) und schärft ungeheuer den blick dafür, welche narrativen stragetien und folgerungen man als so selbstverständlich ansieht, dass eine serie, die diese fortläufend untergräbt, einem vor augen führt, wie begrenzt und manipuliert doch eigentlich übliche narrationen sind. darüber hinaus mag ich es, wie LOST eigentlich ziemlich pulpige trivialgeschichten aus allen genres so dermaßen verbogen erzählt, dass sie als solche erst über weite umwege erkennbar werden. umso folgerichtiger wäre es also, wenn das ende ein ganz großer cheese aus dem groschenroman wäre. warten wir’s ab!

  • Lynsch

    Hach. Ich bin echt ein großer Fan von den Filmfreunden. Denn was die schlecht finden, und das ist ja so fast alles, finde ich gut. Hier müssen Filme schon Glück haben über 2,5 Sterne zu bekommen.
    Und ich warte grade noch 2h20min bis ich endlich das Seasonfinale auf Sky1 HD guggen kann. Ich finds genial. Aber wie immer hier: Man kann alles schlechtschreiben.

  • http://hadouken.de/ Jeremy

    Ich muss widersprechen.

    Ich erinnere mich an ein Interview mit Team Darlton nach der 3. Staffel, in welchem die Beiden zwar zugegeben haben, sich bisher das Meiste aus den Fingern gesogen zu haben, nun aber einen Masterplan für die restlichen 3 Staffeln hätten, da damals bereits klar war, dass es nur 6 (zum Zeitpunkt des Interviews waren noch von 7 die Rede) Staffeln LOST geben wird.

    Nur mal so.

  • whaleryda

    Also, ich hab das Ende letzte Nacht gesehen und behalte es lieber mal für mich. Ich könnte kotzen! Was für ein Dreck! Da hätte man sich die ganze Serie sparen können, wirklich!

  • Hans

    @schokakola

    Wer jetzt mehr oder weniger erklärt spielt für meine Aussage doch überhaupt keine Rolle. Es war ein qualitativer Vergleich, kein quantitativer.

    @Norman E

    Wenn aber die Autoren selbst gar nicht wissen, was denn nun dahinter ist, dann ist selbst miträtseln ziemlich sinnlos. Das ist ein großer Unterschied zu einer durchdachten Geschichte, wo es Erklärungen gibt, diese aber nur nicht alle verraten werden. Allerdings nehme ich den meisten Mysterie-Serien nicht (mehr) ab eine durchdachte Geschichte zu haben. Aus Budget-Gründen werden eben die meisten so vorgehen wie du es beschrieben hast. Aber wo liegt dann der Sinn so eine Serie zu schauen oder mitzuraten? Es steckt dann schliesslich nichts hinter den Geheimnissen.

    @thomas

    Dann sollte so eine Serie aber auch so beworben werden. Die Selbstdarstellung ist jedenfalls eine Andere. Will nur sagen dass die Schuld hier nicht beim Zuschauer liegt.

  • Rocksteady

    100 prozentige Zustimmung. Ich bin froh Mitte der zweiten Staffel ausgestiegen zu sein, denn da zeichnete sich die Planlosigkeit schon ab. FRUST.

  • Alan

    Jaja…..Menschen die Looser in Ihrem eigenen Leben sind schreiben schlechtes über LOST. Leute, die Serie war ein Meilenstein und hat die Zuschauer mit vielen Fragezeichen ins Bett geschickt. DIe VErmischung von Rätseln, Anspielungen und unschlüssigen Storyrichtungen hat mich Jahrelang bei Laune gehalten. Ok, es gab viele lahme Abschnitte, aber es ist jedem klar…..TV ist wie Kino ein Geschäft….da geht es um Werbekunden, Image-PR und um eine Serie die lange läuft. Sex in the City…war 10 Seasons lang…langweilig wie Hechtsuppe….Frauen jenseits der 35 daten/bimsen/shoppen und müssen nie arbeiten…wow…..Friends war eine seichte Freundschafts-Beziehungs Droge (Coupling ist da 100mal realistischer). Hereos hatte auch nur Lückenfüllerfolgen….die gab es auch bei Star Trek STNG-DS9-etc.

    Das schlimme bei Lost ist, dass es viele Autoren gab…..JJ irgendwann mal weg war um Kinofilme zu drehen und das Geld immer knapper wurde…man sieht es in der letzten Staffeln sehr deutlich. Das neue Serienformat ist 20min…seicht…und ohne zusammenhängende Handlung…..und der Grund…seid ihr….die Zuschauer!

    Lost ist und bleibt ein TV Meilenstein…………mit Hängern, lahmen Stellen und einigen Enttäuschungen in den späteren Seasons, aber trotzdem LOST war ein Phänomen mit Grund.

    Matrix von dem W-Brüdern erschaffte eine Welt……Matrix 2 wurde niedergemacht, obwohl es dieser Welt mehr Tiefe in Form von Fragen, Figuren und Mythen gegeben hat……..mit Matrix 3 zerstörte man es, da einer der W-Brüdern ein Transgender wurde…die Jungs keinen Bock mehr hatten und weil man Attention nicht ewig aufrechterhalten kann.

  • hohlfrucht

    Lost ist für mich immer ein gutes Argument gegen Fernsehen. Eine Serie die immer weiter läuft, aber nie irgendwo ankommt. Ich finde sowas einfach nur frustrierend. Wenn ich feststelle, dass ein Autorenteam die Geschichte “on the fly” entwickelt, verliere ich meist das Interesse.

    Die neue Battlestar Galactica Serie z.B. ist ein ähnlich gearteter Fall. 2 gute Staffeln und danach nur noch gedehnter Kaugummi ohne Geschmack, bis das Ganze dann in einem völlig belanglosen Finale gipfelte welches meine sämtlichen Erwartungen untertroffen hat.
    Ich hoffe ja immer noch, dass irgendwann mal wieder Jemand den Mut hat eine Serie raus zu bringen die tatsächlich von Anfang bis Ende durchdacht ist. Babylon 5 ist da z.B. ein positives Beispiel, auch wenn die 5. Staffel da etwas aus dem Rahmen fällt. Der Grund dafür war allerdings die Last minute Finanzierung und nicht die Ideenlosigkeit der Autoren.

  • Tommy

    Was bin ich froh, dass LOST komplett an mir vorbeigegangen ist. Anscheinend wieder mal alles richtig gemacht :-)

  • Spoilermann

    ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT.ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT.ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT. ALLE SIND TOT.ALLE SIND TOT.

    Thats the End.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    wenn ich mir die kritiken im Netz zum Lost-Finale so durchlese, dann fühlen sich gerade eine ganze Menge Leute ziemlich verarscht *gnihihi*

  • Svean

    Ihr wundert euch über loose Enden in LOST? Warum seid ihr keine Milliardäre? Warum bekommt ihr die Frau/den Mann eure Träume nicht? Was wäre gewesen, wenn 1994 “ihr” in einem Moment anders entschieden hätten? Warum liefen die letzten Jahre so?

    Es gibt keinen Sinn im Leben? Dinge passieren und man interpretiert in Dine, welche am Ende gar nicht wahr sind oder Dinge passieren die nicht geschehen sollten (Stichwort: Liebe, Beziehung, Gesundheit & Krankheit).

    Lost hat mir von 1-3 viele Fragen aufgestellt, danach gab es viele “Längen & Lücken”….okay…..es gibt die perfekte Serie nicht….Firefly vielleicht. Schaut euch ALIAS an….viele Geheimnisse und am Ende weiss man genauso wenig wie vorher. J.J.Abrahams liebt es ein Netz zu spinnen und am Ende das Netz einfach niederzureissen…..siehe Mi3…….man weiss immer noch nicht was diese die Bösen haben wollen? Cloverfield…….erzeugt mit Webseiten und viralen Kampagnen ein Geheimnise…am Ende ist alles unklar…..und es geht nur noch um Menschen! Vielleicht ist LOST nur eine Serie um Menschen……die einfach leben/überleben….scheitern…etc.

    Gruss

    Svean

  • Hans Peter

    hmm. Kommt mir so vor als hätte ich gerade das finale von BSG gesehen.
    Batzman ich hab mich echt über deine Kommentare zu Lost in den letzten Tagen geärgert. Doch jetzt nach dem Finale muss ich dir leider vollkommen zustimmen, hätte ich gewusst das es so endet, hätte ich meine Zeit mit vielen sinnvolleren dingen verbringen können.

    Over and Out

  • Case

    Guter Artikel, mir ging es ebenso, Anfng klang toll, nach der 2. Staffel bin ich ausgestiegen.
    Gibt es irgendwo ne knappe Zusammenfassung, die einem erklärt, was so grob in den einzelnen Staffeln passiert is und wie das Ganze aufhört?

  • Peter

    Was ist mit dem ursprünglichen Kommentar Nr 23 geschehen (da hat jemand den berechtigten Einwand aufgebracht dass ihr euch eigentlich 5 Filmkritiker und nicht 5 Filmfreunde nennen solltet angesichts eurer Schadenfreude und des Zynismus)?
    Habt ihr hier mittlerweile angefangen, Kommentare die euch nicht passen zu zensieren?

  • stb247

    Das Finale hinterlässt schon eine faden Beigeschmack: einerseits genug emotionale Momente, um es zu mögen, andererseits ist es eine Untermauerung der Richtung, die nach den ersten 3 Staffeln eingeschlagen wurde und mit der ich mich nie richtig anfreunden konnte.

    Daher ist es schon okay, zu sagen: Endlich ist es rum!

  • Jens

    100% fullack
    Hab Lost ungefähr ne halbe stunde gesehn da wusst ich das es nix für mich ist. vielzuviel uhh ohh mysteriös, vielzuwenig aufgelöst. Die Flashbacks waren auch nur eine nette idee um Zeit zu schinden. Da wurde ja in Akte X mehr aufgelöst, und das ging mir damals schon gehörig auf die Glocken.
    Lustig find ich wie meine Bekannten, die am Anfang noch gesagt haben das die Serie doch wirklich spannend sei, voll angepisst sind oder auch schon lange nichtmehr gucken.Hehe, aber ich bin der Miesmacher^^

  • k-d

    hahaha was alan für einen mist schreibt. man muss schon komplett die serienlandschaft ignoriert haben und mit friends daherkommen um lost zu etwas weltbewegendem zu stilisieren. die ersten 2 staffeln waren indeed unterhaltsam, danach gab’s dann profitmaximierung und das absolut dummdreiste und esoterisch zugemüllte happy-end. gratuliere zum finalen plotwist: lost hat nicht mal einen sinnvolen subtext, den alles löst sich in cozy allgemeinplätze auf. selten unfähigere drehbuchautoren gesehen.

  • Time

    1. Ich bin froh das es nun endlich rum ist!
    2. Ich hatte mit dem Ende kein Problem… Hatte nichts anderes erwartet.
    Ich hatte viel Spaß mit Lost.Ich denke das ist was zählt.Lost hat mich immer wieder gepackt und ich wusste das man nicht alle Fragen beantworten kann, nun ist es mir egal!

  • http://twitter.com/sothisisithuh So this is it huh?

    “…Locke driftete in den religiösen Wahn ab – alles irgendwie egal. ”
    Der Satz wäre nach sichtung des Finales sicher anders hier zu lesen gewesen.

    Oh und verarscht fühlen sich vom Finale mMn auch nur die, die warum auch immer geglaubt haben, es würde da Antworten geben. Man fragt sich, was die in den letzten 6 Jahren eigentlich geguckt haben. Hätte einem ja schon früher auffallen können, dass sowas völlig gegen das Konzept der Serie geht.

  • Pingback: LOST: Finale, Quoten, Tributes, T-Shirts und all so ´nen Zeugs .. | Video, Finale, Inhaltsangabe, Serienjunkies | Serien-Load.de

  • robgordon

    @ Batzman: Was? Es gibt tatsächlich Leute, die mit dem Ende nicht zufrieden sind? Davon konnte man ja nun wirklich nicht ausgehen, da doch sonst so ein Konsens über die Serie herrscht…
    Seit der allerersten Folge war klar, dass es nicht für jedermann befriedigend ausgeht.
    Und ich wiederhole mich gerne: Die letzte Folge ist nur eine von über einhundert Episoden, die mich mehrheitlich (sagen wir mal zu 85%) bestens unterhalten und mir unzählige WTF-Momente beschert haben. Gegen Lost stinkt jede andere Serie, die ich in meinem Leben gesehen habe (und das schließt auch Akte X ein), gewaltig ab, daran kann auch ein vermasseltes Finale nichts ändern.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Peter

    Nicht zensieren. Wir löschen die einfach, wenn jemand sich nicht benehmen kann oder nervt :) Unsere Seite. Unsere Regeln.

    @robgordon

    Wer sich davon unterhalten fühlte, dem will ich Lost auch nicht ausreden. Ich hab mich ab Mitte Staffel 2 angefangen extrem zu langweilen. Mich dann bis Ende Staffel drei geschleppt, immer in der Hoffnung das Erzähltempo würde mal wieder anziehen. Es würde mal wieder irgendwas passieren. Danach hab ich dann angefangen sporadischer zu gucken, das hinfiebern auf eine neue Folge war ganz weg. Ich hab lange Pausen gemacht und dann mal wieder aufgeholt – aber meist weil mir Leute gesagt haben, es sei jetzt wieder viel besser geworden. Was sich aber nie so recht bestätigt. Es passierte einfach zuwenig pro Folge – was ja jetzt im Finale wieder genauso war…. Ich fand die letzten drei Staffeln von X-Files auch extrem ankotzend und das Finale vergeigt – aber X-Files hatte den Vorteil, das es immer die Monster-of-the-Week-Dramaturgie als Fallback hatte. Wenn schon die Mythologie völlig an die Wand geschrieben wurde, konnte man mit einer guten Einzelfolge, auch später noch mal etwas unterhaltsames abliefern. Das hat für mich bei Lost nie funktioniert. Lost war am Ende irgendwie, wie einem Psychologiestudenten, der Philosophie im Nebenfach hat, beim Wichsen zuzusehen. Und dieses extrem schnulzige Geh-Ins-Licht-Carrol-Anne-Heititi nervt wirklich.

  • Doughnut

    Ich les hier ständig “Ich wurde bestens unterhalten und es war klar, dass nicht alle Fragen geklärt werden…”.
    Wenn es so klar war, dass viele der WTF-Momente nur zum Selbstzweck da waren und viele Fragen unbeantwortet bleiben, wenn man also vorher wusste, dass man verarscht wird, warum habt ihr es dann die letzten Staffeln überhaupt noch gesehen? Habt ihr nix Besseres zu tun, als schlecht geschriebene Serien zu sehen, die mit beliebig herbeikonstruierter und nachher nicht mal auf Akte-X-Niveau aufgelöster Mystery ködern? oO
    Was anderes ist das nicht, wenn Drehbuchschreiber Plottwists konstruieren, die sich nicht logisch konsistent in die Erzählung einfügen. Das hat auch nix mit übertriebenem Rationalismus oder Phantasielosigkeit auf Seiten des Zuschauers zu tun, logische Widersprüche kann man nicht mit Geschwurbel wegdiskutieren, die müssen aufgelöst werden, sonst haben die Drehbuchschreiber schlichtweg versagt.
    Gott, ging mir Lost in den letzten Jahren auf den Wecker, ein Glück ist der Mist jetzt endlich vorbei. ^^

  • bale

    gott, zum glück geht mir jegliche art von serien am a**** vorbei. ich bewundere aber die, die sovie zeit haben über jahre am ball zu bleiben und dann mit einer ohrfeige verabschiedet werden… ^^

  • flora

    ich finde es echt schade, wie viele LOST jetzt als mist bezeichnen, ich meine, das ende hat mich erstmal auch enttäuscht, aber überlegt euch mal, wie es sonst ausgehen sollte?!
    sie mussten die menschen irgendwie zusammenbringen, sonst wäre niemand zufrieden gewesen und in dem fall, ging es nicht anders als mit dem tod, da einige (fast alle) ja schon tod waren.
    ich fand das finale berührend, ich bin zwar auch nicht total zufrieden, aber es ging mehr um die personen als um die insel selbst, deshalb ist es, meiner meinung nach, wichtiger die menschen zu vereinen, als ein trauriges, aber dafür ins kleinste aufgeklärte ende zu machen.

  • Time

    @Doughnut

    Das was du da geschrieben hast macht herzlich wenig Sinn…

    Grade weil uns die Serie unterhalten hat war es doch egal.

  • DoughNut

    Ist mir ne etwas anspruchslose Haltung und sicher auch nicht unbedingt gut fürs Fernsehen/Kino.
    Denn wenn jeder so genügsam ist und sich erst wer weiß was für große Mysterien vorzaubern lässt, nur um dann am Ende doch mit den Schultern zu zucken, wenn sich alles als große Gaukelei rausstellt, dann erleichtert das den Drehbuchschreibern ungemein die Arbeit.
    Die können dann einfach jede sprunghafte Idee einbauen, die ihnen grad so einfällt, egal, ob es passt, Hauptsache der WOW-Effekt ist groß genug.
    Das ist es, was mir ein wenig Sorge bereitet, wieviel Geld man mit in sich nicht schlüssigen und unrunden Drehbücher neuerdings einfahren kann. Dabei gehts mir nicht mal nur um Lost, kenne die Serie kaum, sondern um das heutige Fernsehen/Kino allgemein.

  • http://www.fuenf-filmfreunde.de Batzman

    @Dough Nut

    Wir sollten froh sein, wenn die Autoren von LOST jetzt in Rente gehen. Stell dir vor die schreiben zukünftig Thriller oder Krimis.

    “Okay die 90min sind rum, wer ist der Mörder?”

    “Keine Ahnung wer der Mörder ist, aber schaut mal ein rosa Kakadu und dort drüben ein Clown der Pandas jongliert. Und diese eine Verdächtige die immer in Haikus spricht, die war doch lustig…”

    “Ich würd trotzdem einfach gern wissen, wer der Mörder ist…”

    “Gott was sind Sie spießig und konventionell….”

  • DoughNut

    Beschäftigt euch mal bitte weniger mit Lost, Batz, und reviewt mehr Filme.

    Ich warte immer noch sehnsüchtig auf deinen Verriss zu Prince of Persia. ;)

  • sebastian

    immer wieder unterhaltsam hier mitzulesen!

    danke dafür. =)

  • killakhan

    war doch spitzen tv unterhaltung,das 6 jahre lang.beste serie aller zeiten.grosses finale!!!

  • http://th80.de thomas

    Immer wieder regen sich die Leute auf, dass sie sechs Jahre verschwendet hätten, nur weil ihnen das Ende nicht gefallen hat. Habt ihr Lost die ganze Zeit nur wegen der Aussicht aufs Ende geschaut? Und schmälert dieses tatsächlich die Qualität der 120 Folgen vorher? Gebt’s zu: wtf-Momente hatte ihr alle. Und die bleiben auch, egal wie die letzte Folge war.

    Eine Zeitverschwendung war es also nicht, sofern ihr unterhalten wurdet.

    Und all Jene, die sagen “nie geschaut, alles richtig gemacht”: die Aussage stimmt immer, denn am Ende hat man immer was zu meckern und fühlt sich bestätigt. So wie ich nie Prison Break oder 24 gesehen habe: “alles richtig gemacht” :-)

  • punisher77

    schöner Kommentar! ^-^

  • Henne

    Hab mir Lost in 3 Wochen komplett gegeben…

    Hat was! Das nicht alle Rätsel aufgelöst wurden, naja… bei welcher Serie passiert das schon.

    Ich fand das faszinierendste Element war, das Hauptcharaktere sterben und man es ganz gut verkraftet weil der ganze Cast einfach saugut ist!

    Meine lieblingsfolge –> La Fleur! zum schiessen wie er den Laden schmeißt! und das als Krimineller! ;)

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