3 alternative Lost-Enden, die besser sind als das tatsächlich ausgestrahlte

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Okay. Klappe zu, Eisbär tot. LOST ist Geschichte und nicht eben wenige Fans fühlen sich verarscht, weil sie mit metaphysischem Geschwurbel und einem banal-sülzigen Hug-Fest statt irgendwelcher befriedigender Antworten entlassen wurden. Auf der ABC-Seite wird sich dort lautstark Luft gemacht: “crappy ending .Was this the best you could do ?” oder “Bottom line, they actually managed to ruin all the last 5 years of good memories for me in 10 minutes time. Very upsetting :(” oder sogar: “It was by far the worst final episode to a series I’ve ever seen and am quite pissed off for wasting so much of my time and interest hoping for a decent denouement.” und natürlich “Horrible! What a let down… six years of my life for one of the biggest let downs!”

Salon.com beurteilt das Ende ebenfalls kritisch und fragt sich ob die Serie nicht durch ihre Fans ruiniert wurde.

Natürlich gibts auch diejenigen die alles toll finden und denen es nie um die Story ginge, sondern nur um die tollen Charaktere und die sich über Friede, Freude und Eierschaukeln freuen. Was Laura Miller von Salon.com ebenfalls hinterfragt:

“But, let’s face it, “Lost” was not ultimately “all about the characters,” as its creators and admirers often claimed, because the characters were not interesting enough to sustain a series by themselves, either. As pleasant as it was to see the gang achieving lives of ordinary happiness in this season’s flash-sideways, we care about them because we’ve seen them go through so many bizarre ordeals. Would you really have wanted to watch a series in which the same people got their shit together in the ordinary fashion? I didn’t think so. “Lost” was not “Six Feet Under.””

Was den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft. Losts initaler Reiz lag eben im Puzzlen, in der banalen Mystery und nicht in den Charakterstudien. Die Flash- Vor-Zurück-Side- und Aufnkopf-Ways sollten die Story vorrangbringen und nicht in versuchen halbgar irgendwelche tiefen Weisheiten über Gut und Böse aufzuorgeln. Oder wie es Miller schreibt:

“The series squandered its final season in a misguided effort to transform its trademark narrative ingenuity into a grand metaphysical statement. (…) “Lost” may be the quintessential example of a pop masterpiece ruined by its own fans. The comic-book paraphernalia and texture of the island — its secret bunkers with their code names, Jacob’s migrating cabin with its creepy paintings, the ersatz normality of the Others’ compound ringed by those sonic pylons and the fantastically mechanical grinding and dragging sounds that used to accompany the appearance of the smoke monster — were not peripheral to the heart of “Lost.” They were the very essence of its appeal, what that show did better than any other. If I want to contemplate the nature of good and evil, I’ll turn to Nietzsche or Hannah Arendt (or, for that matter, Joss Whedon), and if I want ruminations on love, give me Emily Brontë or John Updike (or “Big Love”). From “Lost” I wanted less profundity and more fun. And I still want to know what the deal was with those numbers.”

Wenigstens ein Lichtblick gab es. In einem vielleicht sogar ganz enthüllend-selbstironischen Zug, präsentierten die beiden Macher Lindeloff und Carlton Cuse in Jimmy Kimmels-Lost-Special drei alternative Enden für die Show. Die genau genommen alle witziger und befriedigender sind als das was schließlich über den Sender ging.


(Youtube DirektLOST, via Salon)

Achja, kleine Randbemerkung. Kurz nach der Ausstrahlung war die Seite whylostsucks.com wegen zu hohem Trafficaufkommens nicht mehr erreichbar. Go figure.

In : Features, News

About the author

Oliver “Batz” Lysiak studierte Mediensoziologie und arbeitete als Redakteur u.a. für NDR, RTL, Pro7, wo er lernte, dass “die Zuschauer Ironie nicht verstehen”. Seit 2006 betreibt er, zusammen mit vier anderen Cinemaniacs, das erfolgreiche Filmblog “Die Fünf Filmfreunde” und arbeitet als “Creative Director” und Filmjournalist bei Deutschlands größter Filmwebsite moviepilot.de. Er mag Wombats, Katzen und Leute die im Kino die Klappe halten und träumt davon, irgendwann von Stephen Fry adoptiert zu werden.

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  1. robert

    Ach Batz… Dein eigener kleiner Privatfeldzug gegen bestimmte Sachen, die Du nun mal nicht magst, hat ja irgendwann vor zwei jahren aufgehört witzig und originell zu sein, aber nun auch noch auf BILD Niveau abzugleiten und völlig zusammenhangslos vier Zitate aus den Kommentaren zu klauben in der Hoffnung Deinen nicht vorhandenen Punkt zu belegen? Da warst Du schonmal besser. Ich könnte jetzt von der von Dir verlinkten Seite auf Anhieb ebenfalls vier Kommentare zusammensuchen, die das genaue Gegenteil aussagen. nur beweisen die doch genau wie Deine Beispiele schlicht nur, dass Menschen nunmal unterschiedlich auf Geschichten reagieren.

    Natürlich hat das Finale viele Menschen enttäuscht – das war uns allen vorher klar. Seit Beginn der Season war es klar, dass es keine Auflösung geben wird, die alle zufrieden stellt. Das wußten wir alles. Nun hier den bösen Batz rauszukehren und Deinen gesamten Hass dieser Serie gegenüber mit einem “bäbäbäbä, ich habs Euch doch gesagt…” Artikel ein letztes Mal in Textform zu bringen ist ebenso billig wie es vorhersehbar war.

    Geh einfach mal in die Foren bei z.B. tv.com oder lies auf Serienjunkies die Kommentare unter der (weitaus objektiveren) Besprechung (falls man diese Kanonade hier so nennen will) und Du wirst ebenso viele Leute finden, die es toll fanden wie solche die enttäuscht waren (oder es schlicht nicht verstanden haben).

    Und ich will jetzt gar nicht anfangen Dir zu erklären warum ich es großartig fand, denn erstens stoße ich da bei Dir eh auf taube, bockige Öhrchen und zweitens bin ich in Deinen Augen sowieso schon zum “Eierschaukelliebhaber” abgestempelt, nur weil ich es großartig fand, dass es eine Art versöhnliches Endes für quasi alle Charaktere gab, die mir in den letzten sechs Jahren nicht zuletzt durch wunderbares Storytelling ans Herz gewachsen sind. Wenn mich das in Deinen Augen zum Weichei macht, dann bitteschön.

    Auch die Rätsel der Insel wurden über die sechste Season hinweg für mich zufriedenstellend aufgelöst und ich bin zufrieden damit, auch wenn vieles nur in Nebensätzen erklärt wurde.

    Also was sollen solche Artikel? Wollt Ihr hier irgendwie ernstgenommen werden oder habt Ihr Euch hier einfach einen kleinen Sandkasten gebaut, in den Ihr ab und zu Leute einladet, die Euch zuschauen dürfen, wie Ihr bockig die Schaufeln umherschmeißt und schreit, was Euch alles nicht gefällt?

  2. Batzman

    @robert

    Der Artikel- der durch die AFP-Meldung inspiriert wurde, die derzeit alle möglichen Nachrichten-Seiten bringen (Such mal nach” Lost Fans Stumped by Finale” ) fasst unter anderem die Punkte des Salon-Artikels zusammen, die mir spannend erscheinen und die ich für gute analysiert halte. Wenn du meinst das alle die dieses Finale, bzw die letzten Staffeln kritisieren “bockig” sind, dann kann ich dir das auch schlecht ausreden, weil du im Endeffekt ja nur sagst: Schreibt nichts negatives über LOST, weil ich die Serie toll fand.

    Außerdem ist das Video ziemlich witzig und wäre auch alleine ein Posting wert gewesen, so habe ich das und den Salon-Artikel und meine eigene Einschätzung zusammengepackt.

  3. schokakola

    Lächerlich.

  4. Festor

    … Kann Robert nur beipflichten…

  5. robert

    @Batz – sorry, wenn das falsch rüberkam. Die alternativen Enden habe ich letzte Nacht schon bei Kimmel live gesehen und das Sopranos Ende ist toll udn ich habe auch gelacht. Da hast Du komplett recht.

    Und natürlich steht es Dir jederzeit frei schlecht über Lost zu schreiben – nur mir steht es eben genauso frei dagegen zu argumentieren. Und es ist ja nicht das erste Mal, dass Du hier, in meinen Augen ohne jede Basis, auf der Serie rumhackst.

    Und die Ausrede, das Video alleine wäre ja schon… und es ging ja eigentlich nur um die AFP Meldung… blablabla? Beleidige doch bitte nicht Deine und meine Intelligenz:

    “…weil sie mit metaphysischem Geschwurbel und einem banal-sülzigen Hug-Fest statt irgendwelcher befriedigender Antworten entlassen wurden. ”

    “…sondern nur um die tollen Charaktere und die sich über Friede, Freude und Eierschaukeln freuen.”

    “In einem vielleicht sogar ganz enthüllend-selbstironischen Zug…”

    “Die genau genommen alle witziger und befriedigender sind als das was schließlich über den Sender ging. ”

    Allein in dem wenigen, was Du an Inhalt zu dem von Dir verlinkten und zitierten Kram beigetragen hast, finden sich diese Aussagen, die mit objektiver Kritik eben nichts zu tun haben, sondern tendenziös sind und genau das Bild färben, das Du von Lost hast, seit Du in Season 2 enttäuscht wurdest.

    Und natürlich ist es Dein gutes Recht das alles zu schreiben und zu meinen. Es hat halt nur nichts mit Analyse oder gar Kritik zu tun. Und das darf ich Dir dann eben genauso sagen.

  6. Batzman

    Ich glaub wenn ich noch einmal objektive Kritik höre, muss ich schreien. Ich dachte eigentlich, das hätten wir hier oft genug behandelt.

    Aber ich glaub das bringt nichts zu diskutieren, weil du nicht diskutierst oder auf den Salon-Artikel eingehst, sondern dich nur dran hochziehst, das ich die Serie nicht (mehr) mag und meinst ich müsste sie deswegen “fair and ballanced” ;) behandeln. Was natürlich Blödsinn ist. Natürlich reflektieren meine Kommentare meine Meinung, was willst du mit mit den Zitaten da oben beweisen? ” Batz mag LOST nicht, deswegen soll er nichts mehr drüber schreiben. Weil wenn er die Serie objektiv analysieren würde, würde er sie ja toll finden ;)”

    Und einer Meinung (die ich auch gerade in einem sehr langen Artikel bei moviepilot ausführlich belegt habe) vorzuwerfen sie sei tendenziös, ist schon ein bißchen albern oder?

  7. Stan

    Ich bin mir sicher, Batz hatte die Kritik schon vor der Ausstrahlung der letzten Folge weitgehend fertig. Ganz unabhängig davon, ob man jetzt mit Lost was anfangen kann oder nicht, ist es doch unsinnig jemanden einen Beitrag über etwas zu schreiben, über das er vorher schon die ganze Zeit gelästert hat und damit will ich gar nicht sagen, dass Lost super ist und irgend jemanden davon überzeugen. Ich fand eigentlich nur die ersten beiden Staffeln überragend, danach ist man etwas abgedriftet. Egal was für ein Ende Lost genommen hätte, ein positives Echo hätte es nie gegeben, dafür ist die Serie zu kontrovers. Die einen mögen sie überhaupt nicht und dann gibt es noch die, die sich viel zu viel erwartet haben. Selbst wenn 80% das Ende super finden würde, die 20% die laut schreien, werden immer mehr Gehör finden und Batz bekommt doch eine keine Kommentare, wenn er es ganz in Ordnung finden würde, findet er es scheiße, ist doch viel mehr los.

  8. Lynsch

    Das ist einfach lächerlich hier. Eure News sind super. Trailer sind immer recht zügig hier aber alles andere kann man getrost in der Pfeiffe rauchen. Da zählt genau dieser Beitrag auch dazu.

  9. robert

    @Batz

    Dann schrei halt. Sorry, wenn das nicht Deine Meßlatte ist – ich finde es für eine Kritikseite nach wie vor wichtig.

    Aber Du hast Recht. Es bringt nichts, das hier weiter auszudiskutieren. Du stellst mich von Anfang an in die Ecke desjenigen, der Dir Dein Recht auf Kritik absprechen möchte und lässt mich da auch nicht wieder raus obwohl ich mehrfach schrieb, dass Du sagen kannst was Du möchtest. Auf meine Initialkritik bist Du dann gleich gar nicht eingegangen und stempelst mich einfach nur als den “beleidigten Fan” ab. Ist ok – lassen wir das Spielchen, denn wenn Du jetzt anfängst mir Worte in den Mund zu legen, die ich nie schrieb, dann wirds echt albern.

    Und dem was Du “Meinung ausführlich belegen nennst” wurde unter anderem von einigen anderen Leuten unter dem von Dir angesprochenen langem Artikel widersprochen – aber auch da lässt Du die Argumente halt einfach nicht gelten, weil sie nicht in Deine Sicht passen.

    Aber ist ok – ich werde meine Energie nicht darauf verschwenden mich mit Dir über eine Fernsehserie zu streiten. Ich finde es nur schade, wie durch solche, in meinen Augen, Bullshitartikel das Blog hier runtergerissen wird, denn die Filmkritiken lesen ich nach wie vor gerne, denn da kannst u.a. Du es dann ja plötzlich doch fundiert belegen, was Dich an einem Film stört und was Dir gefällt – nur bei Dingen, die bei Dir verloren haben, geht das plötzlich nicht mehr… aber ich fange schon wieder an. Also, viel Spaß noch. Bis zur nächsten Filmkritik.

  10. Sascha

    Ich kenne diese Lost-Geschichte nur vom Hörensagen. Mich wundert einfach, warum man sich nicht die (angeblich) enorme Ideenvielfalt der Fangemeinde zunutze gemacht hat. Zumal diese ja (angeblich) viel mehr Tiefgang als das aktuelle Ende hatten.

    Der nicht geplante Erfolg der Serie, die sich bildende Gemeinde mit Spekulationen und Interpretationen, das arg metaphysische Ende und die Reaktionen darauf, erinnern mich deutlich an Neon Genesis Evangelion. Insofern bin ich einfach gespannt, ob man mit dem ganzen Gewinn (und unter Wiederverwertung des gedrehten Materials) nicht einfach noch ein bis zwei andere Enden verfilmt.

  11. Marcel

    Ums mit dem Stranger aus The Big Lebowski zu sagen: Ich denke ich kann irgendwann mit nem Lächeln im Gesicht abtreten, ohne das Gefühl zu haben, dass mich die LOST-Macher behumpst haben.

    Ich halte das Ende für durchaus versöhnlich. Auf jeden Fall besser, als wenn jetzt noch krampfhaft versucht würde noch jedes WTF der Serie zu erklären. Wer erwartet hat in der letzten Folge noch die Bedeutung der Zahlen erklärt zu bekommen, hat Lost vermutlich mit dem falschen Anspruch geschaut. Zumindest hat sich schon seit einigen Wochen abgezeichnet, dass eben nicht jedes Detail erklärt wird. Das hätte vermutlich auch wieder die meisten enttäuscht, denen die Erklärungen dann unlogisch oder banal erschienen wären.

    Also hat man sich auf die wichtigen offenen Fragen beschränkt: Was passiert mit der Insel? Was wird aus dem Rauchmonster? Was hatte die alternative Zeitline zu bedeuten?

    Auf den Rest muss man sich halt versuchen selbst einen Reim zu machen oder akzeptieren dass auf der Insel halt einfach seltsame Dinge passieren. So what?

  12. buzz

    Neben dem natürlich provozierenden Ton des Textes wirkt eine Sache besonders komisch: Der Artikel liest sich, als wäre die vorherrschende Meinung zur letzten Folge negativ…dem ist nicht so.

  13. buzz

    Achja und wie schon jemand erwähnte hat das zitieren von Teilbereichen einer Quelle die die eigene Meinung untermauert und das gleichzeitige Weglassen der vielen gegenteiligen Meinungen etwas BILDhaftes. So sieht kein guter Journalismus aus. Und ich hab mir nur die ABC Seite angeschaut…

  14. Batzman

    Ich schreibe oben “nicht eben wenige” – das ist etwas anderes als “die meisten” und ich erwähne explizit, dass es auch andere Stimmen gibt.

    Das ist mehr als das Gros der Zeitungen macht, die auf die AFP-Nachricht abheben und ebenfalls negativ aufmachten:

    “‘Lost’ finale answers questions, but disappoints” MSNBC
    “Lost fans stumped by ‘horrible’ finale‎” – Sydney Morning Herald
    “The Lost Finale: When a Cop-Out Isn’t Better Than a Dream” – Huffington Post
    “Season 6: The Bomb Did Not Work” Slate
    “‘Lost’ Fans Divided Over Series Finale” MTV
    “Critics Slam Lost Finale – Do You Agree?” – US Magazine
    “‘Lost’ finale a deadly departure” Toronto Sun
    usw…

    Lesenswert auch die NY-Times zur Episode:

    “But when the entire island story line we had been following for six seasons turned out not to matter very much within the internal organization of the show’s narrative — to be largely disconnected from that final quasi-religious resolution of the plot — it was deflating, despite the warm feelings the finale otherwise inspired.

    Most of the post-mortem discussion of the finale will involve parsing and grading that final 10-minute sequence. Before conducting our own analysis, however, let’s talk about the previous 140 minutes of “The End.” It’s not uncommon — in fact, it’s probably the norm — for successful television shows to soften up as the seasons pass and viewers (and creators) get more attached to characters and more personally invested in how stories play out. It happened this season with “Lost,” and it reached its apogee on Sunday in an episode that was largely a pleasant, nostalgic wallow for the show’s fans.

    (…)

    Meanwhile, the island story, in keeping with a season-long trend, was eventful but strangely thrill-free.

    The production crew was never able to make the cave holding the all-important, island-binding golden light look more impressive than a water ride at a cheap amusement park, and it was a major problem that the scenes of Desmond and Jack lugging stones around the sacred pool inspired giggles rather than awe.

    “The End” exemplified how pedestrian the action in “Lost” became over the years, a falloff that began even in Season 1. There was nothing to make you tense up in the scenes of Jack and Locke fighting on the cliff or of boulders rolling around as the island threatened to disintegrate.

    (…) Rendered insignificant, in this scenario, were the particulars of what they had done on the island. Pushing buttons, building rafts, blowing up hatches, living, dying — all the churning action and melodrama that made “Lost” so addictive in its early seasons — none of it was directly connected to this final outcome, beyond that it constituted “the most important part” of all their lives. ”

    Der Artikel schließt damit, das er als Bilanz sagt: Die Soap hat gut funktioniert bis zum Schluß, aber die Story, die Mystik hat sich verabschiedet.

    Und für mich war das Soap-Element bei LOST nie wirklich stark genug um mich zu interessieren. Auch wenn ich es gegen einen generellen Soap-Einschlag gar nichts habe.

  15. Goodbye Lost. | Flrnz.

    […] Abschluss der Serie (wer es nicht gese­hen hat, sollte nicht wei­ter­le­sen): Ich fand es gut. Viele nicht, aber is mir eigent­lich recht egal. Gut, es war kit­schig am Ende, so kam mir die­ses Kir­chen­ding doch etwas mehr wie ein […]

  16. Hans

    Interessant dass es hier anscheinend doch einige Leute gibt, die sich mit schlechten Story-Writing zufriedengeben und das im Nachhinein zu rechtfertigen versuchen. Irgendwelche Geheimnisse und Rätsel ausdenken ist nicht schwer, das Schwierige an guten Geschichten ist das Ganze auch sinnvoll machen zu können. Es ist eben sehr viel anspruchsvoller eine Serie zu schreiben, welche viele Geheimnisse und Rätsel bietet und diese am Ende auf spannende, aber erklärbare Art und Weise auflöst. Ohne Auflösung ist es eben nur billig und faul.

    http://www.collegehumor.com/video:1936291

  17. stefanx

    also ehrlich, das finale war scheisse. christlich-kitschiges hollywoodende. hilfe. dann lieber nochmal six feet under.

  18. Alice

    …bei SFU hat die Melodramatik wenigstens Sinn ergeben.

    Auch ich bin wahnsinnig enttäuscht von dem Ende, das in keinster Weise auch nur ein kleines bisschen zum Rest der Serie gepasst und nicht eine wichtige Frage geklärt hat (wer zur Hölle sind diese Leute, die behaupten, in der 6. Staffel seien lauter Mysterien aufgelöst worden!? Das waren doch alles Sachen, die schon seit 2 Jahren mehr oder weniger klar waren…), das wirkt, als hätte mal ganz schnell und innerhalb von 2 Tagen ein Ende gefunden werden müssen und das noch dazu voll von Logikfehlern ist. Herzlichen Dank.

  19. Sebastian

    Ich war ja dann, nachdem ich die Serie auch spätestens ab Staffel 3 immer langweiliger fand, doch irgendwie neugierig aufs Finale. Und jetzt mal unabhängig davon, dass ich eh wenig mit so religiösem Gesabbel anfangen kann, störte mich ja am meisten, dass diese Auflösung schon nach der ersten Staffel in diversen Fanforen in ähnlicher Form vorausgesehen und von den Machern als falsch abgetan wurde. Siehe zum Beispiel hier (aber, damit keiner meckert, Achtung Spoiler!): http://io9.com/5546513/hey-is-that-jj-abrams-claiming-that-lost-doesnt-take-place-in-purgatory

    Die Jimmy Kimmel-Enden sind tatsächlich alle deutlich befriedigender. Da fällt mir auch mein persönliches Lost-Finale wieder ein, ein Tweet irgendwann am Sonntag Abend von Jimmy Kimmel: “just saw the Lost finale…I NEVER would have guessed they were inside a video game. Holy crap.”

  20. ph0

    Also ich bin wirklich keiner der Leute die für alle Mysterien eine Auflösung haben wollten, mir war relativ schnell klar, dass die sich den Kram oft wohl nur ausdenken und einstreuen – aber dieses Ende fand ich schon ziemlich albern. :(

  21. Bendi

    Als ob die Inselhandlung belanglos wäre. Ich hab jetzt oft gelesen, dass man ja S2-5 hätte rauslassen können, weil nicht wichtig.

    Aber die ganze Emotion der letzten Szenen rührt doch nur daher, dass wir die Charaktere kennen und lieben (oder hassen ;) ) gelernt haben. Ohne die Inselhandlung hätte sich ja garnix gerührt.

    Und ich verwette Stein und Bein, dass eine Auflösung von ungelösten Rätseln praktisch keinen glücklicher gemacht hätte.

    Ich verstehe ja die Kritiker, die die alles beantwortet haben wollen und Lost als großes Erwachsenenpuzzle sehen, die, die ein Pauken-und-Trompeten-Finale wollten mit Explosionen, epischem Jack-Locke Endkampf and stuff, aber es ist wie es ist: LOST hätte in keiner Endkonstellation mehr als 50% der Zuschauer glücklich gemacht. Und in 100% der Fälle hätte es Batzman nicht glücklich gemacht ;)

  22. McFly

    Ich liebe Lost, oder sollte ich sagen liebte? Ich fand das FINALE und die letztliche Aufklärung scheiße… die Serie hat sich ab Staffel 5 in die falsche Richtung entwickelt..

  23. pixeljuice

    Habe ich das richtig verstanden: Der Text kritisiert eine Serie, die vom Kritiker gar nicht geschaut wurde? Wenn dem so ist, dann ab in die Kritiker-Hölle! Das ist unterste Schublade: Meinungen kann man nur haben, wenn man etwas kennt, der Rest ist Vorurteil und schlimmer – auch und gerade auch dann, wenn man externes Material verwendet.

    Und mir ist ganz ehrlich vollkommen egal, wer und wer nicht Lost gut oder schlecht findet!

  24. Keine Zensur? Danke!

    Ich finde LOST weder gut noch schlecht, ich bin nur übberrascht, dass die ersten News, aus den USA, am Sonntag recht positiv ausgefallen sind. Artikel wie “Last Thoughts on Lost” von Jim Windolf auf Vanityfair beschreiben ein sehr gemischtes Bild und nicht nur Schwarz oder Weiß, Gut oder Schlecht.

    Die ersten News in “German” vielen total mieß aus.
    Liegt es daran, dass wir Deutsche wieder alles mieß machen oder ist eine Ende wie in LOST kein deutscher Geschmack?

  25. Tino

    Ich verstehe es nicht, warum eine Seite die sich Fuenf-Filmfreunde nennt objektiv sein muß?
    Wie soll ein “Subjekt” bei einer Geschmackssache objektiv sein?

    Mich interessieren verschiedene Meinungen der Kritiker weil ich mich auch teilweise daran orientiere bestimmte Filme oder Serien mal anzutesten. Dabei lese ich mir verschiedene Seiten zu einem Thema durch. FFF, filmstarts, moviegod, moviejones, imbd usw. In der Mitte liegt dann meist die Wahrheit.

    Das es hier zu Kontroversen kommt, ist selbstverständlich und läßt sich nicht vermeiden. Ich bekomme hier eher das Gefühl, dass sich Leute ein Duell Ihrer Rhetorik liefern.

    Ich frage mich auch die ganze Zeit, wie eine objektive Filmkritik aussehen soll…

  26. Liz

    Es gibt im Internet so viele LOST-Fans, die vom Ende enttäuscht sind und die fallen nun mal auf. Warum? Weil die Fans, die mit dem Ende zufrieden sind, es nicht nötig haben länger irgendwelche Theorien aufzustellen, über irgendetwas zu diskutieren oder sonst was. JETZT ist es vorbei.
    Deswegen lassen mich Einträge wie Batman seiner gefühlsmäßig kalt.
    Es wurden nicht alle Frage geklärt, klar, aber wäre Lost denn Lost, wenn es das täte? Meiner Meinung nach hängt es nicht vom Finale ab, ob eine Serie gut oder schlecht ist. Es ist der Weg dahin, der sie ausmacht. Und der Weg war doch mal abenteuerlich!

    Ich für meinen Teil beende meine eigene LOST-Reise mit einem wohligen Gefühl im Bauch, ein paar Tränen in den Augen und Gänsehaut auf meinen Armen. Und ich weiß genau, dass es nicht nur mir so geht.

  27. Liz

    Habe ich wirklich Batman statt Batzman geschrieben? Schon irgendwie lustig.

  28. Stan

    Die Qualität einer Serie wird sich mit Sicherheit auch nicht mit der letzten Folge ändern . Entweder man hat die Serie gemocht und wurde gut unterhalten oder nicht.

  29. Ben

    Das Problem ist nichtmal der Kitsch oder die Auflösung an sich, sondern dass die Staffel und eben jenes Ende rein gar nichts mehr mit den grob 100 Folgen davor zu tun hat.
    Die “große Auflösung” löst genau ein Mysterium auf, nämlich ausversehen genau das, welches zu Beginn der letzten Staffel überhaupt erst eingeführt wurde.

    Insofern ist das Ende in der Kirche natürlich schon bezeichnend: Lost ist eine reine Glaubensveranstaltung geworden. Entweder man akzeptiert all die Behauptungen der Serie und wird glücklich, oder man wird auf der Suche nach Logik mit dem Kopf ein grosses Loch in die Wand schlagen.

  30. Marcus

    Alle negativen Kritiken die ich gelesen habe, stammten größtenteils von Zynikern, die ohnehin den ganzen Hippie-Gutfühl-Mist ablehnen, weil es einfach – man kann es ja mal sagen – scheiße ist.

    Echt jetzt, Junge, da gehört den Machern mal ein Fahrrad ins Kreuz geschmissen, dass sie uns ein emotionales Ende bescheren, das eine positive Grundnachricht ausstrahlt die in so vielen Religionen präsent ist und darüberhinaus noch so viel Interpretationsraum für eigene Gedankenansätze offen hält obwohl die Serie einen geschlossenen Kreis bildet. All die Charaktere, die man über die Jahre lieben oder hassen gelernt hat, die einen aber in jedem Fall berührt haben, am Ende so versöhnlich zu sehen ist wirklich eine Farce – wer will so etwas?

    Das das Finale nicht alle zufrieden stellen kann ist einfach ein Fakt – der Zuschauer schreibt nun einmal nicht das Ende, sondern es ist eine kleine Gruppe von Menschen die uns ihre Vision präsentieren und entweder es spricht einen an oder nicht. Fertig. Alle ernstzunehmenden Kritiker haben das auch anerkannt und es ist jedem freigestellt, das Finale entweder zu mögen oder nicht. Ein unreflektierter Verris mit einem zusammengewürfeltem Zitate-Sammelsurium ist mir persönlich aber zu viel E-Wanking.

    Lost war seit dem Start eine Charakterserie, es sei denn all die Flashbacks und charakterzentrierten Episoden waren am Ende doch nur ein Mittel um die Mythologie voranzubringen und ich habe die Show nicht verstaden. Die Story war ein Vehikel – zwar ein komplexes Vehikel und auch wenn die Mythologie der Serie stärker in den Mittelpunkt rückte, die Charaktere waren das Zentrum von Lost. All die Szenen mit Ben und Locke lebten von den Charakteren, weniger von der Story.

    Ich sehe die letzten 10 Minuten als DEN Charaktermoment der Serie an.
    “All of this happened, all of this matters”, wir sind das Ergebnis von Verbindungen zu anderen Menschen, und alles was wir tun hat eine Funktion. Nach all dem was sie durchgemacht haben, sie noch einmal so vereint zu sehen, hat das auch noch einmal unterstrichen. Metaphysischer Mist hin oder her – das Ende vermittelt eine positive Nachricht die für mich mehr als zufriedenstellend war und die mir den Abschied von einer Serie die mich über sechs Jahre gefesselt hat, erleichtert hat. Es war eine schöne Reise, aber es ist okay “to let go”.
    Aber am Ende bin ich auch nur eine sentimentale Weichwurst, der Emotionen, kalten Fakten bevorzugt und sich auch über ein versöhnlichen Gutfühl-Hippie-Humbug erfreit. Ich widme mich dann jedenfalls wieder meinem Eierschaukeln.

  31. Liz

    @Marcus

    Echt jetzt, Junge, du hast es auf den Punkt gebracht.
    Wo kann ich unterschreiben?

  32. andreas

    @ marcus: dem stimm ich zu. aber:

    irgendwie bin ich auch froh, dass lost jetzt von allen seiten kritisiert wird. ich bin nie mit so massenphänomenen klar gekommen, ich hab mich nie in ihnen wohlgefühlt, weil unglaublich viele deppen damit einfach mitgeschwommen sind. vielleicht war es zu oft mein fehler, dass ich mich überhaupt der hoffnung hingegeben habe, in großen events irgendwie eine aufgehobenheit zu finden, aber eigentlich war es immer so, dass die sachen, die ich mochte, nach und nach von der masse aufgegriffen wurde und ad absurdum idealisiert hat (und somit meine eigene idealisierung komplett ruiniert). bei lost ist es das erste mal umgekehrt :) ich finds immer besser, je mehr darüber rumbitchen. dass das ende bei weitem nicht so banal ist, wie es die meisten glauben, wird sich erst über die zeit enthüllen, aber ich glaube, die macher haben sich trotz meiner anfänglichen skepsis nach dem schauen des finales, einen meisterschachzug ausgedacht. das ding wird nämlich irgendwann mal all jenen direkt ins gesicht schlagen, die das jetzt als esotherisches gebrabbel abtun oder behaupten, die macher hätten das nicht von anfang an bedacht :)

    das finale hatte aber dennoch seine schwächen. meines erachtens war vor allem die überbetonung des kitsches einfach unerträglich, vor allem in den FS. das hat dem ganzen ein bisschen ovn seiner genialität gekostet…

  33. dead men talking

    Serien nerven doch sowieso..
    Wird das Ende von two and a half Men alle zufriedenstellen?

  34. Andreas Port

    @ dead men walking: Ich glaube schon ;)

  35. stb247

    Also je größer der Abstand zum Ende wird, desto frustrierter werde ich. Wärend der Show war man ja eingelullt in dieses emotionale Geflecht, dass am Ende nur leicht aufgeknüpft wurde. Und es war ja auch schön, Leute wiederzusehen, die lange tot waren. Aber es ist nun mal so, dass diese Staffel so losgelöst vom Rest der Serie war, dass sie vergaß, was denn die wichtigen Fragen waren. Nämlich nicht, was die Flsashsideways bedeuten oder ob Kate Jack denn nun mehr lieb hat als Sawyer. Das ist ein astreiner Copout: Wir geben Antgworten, die leicht zu beantworten sind, weil wir uns die Fragen erst letztes Jahr ausgedacht haben. Der Rest, ach das war nur ein Trick, um Zeit zu überbrücken, bis wir wussten, was wir in Staffel 6 machen sollen.

    Das ist schon ziemlich enttäuschend, wenn man sich überlegt, wie die Serie mal angefangen hat. Was wäre das für ein Aufschrei (Genies, Genies!!!), hätten die Autoren wirklich einen Masterplan gehabt, der die Mysterien erklärt.

    Ach… wie schade.

  36. Marcus

    @stb247

    Okay, aber erläutere doch mal; was sind denn die wichtigen Fragen?
    Man liest immer “Es gab keine Antworten”/”Fragen wurden nicht beantwortet” – allerdings beschränkt es sich auch immer darauf, keiner weiht einen ein, was genau die Fragen sind.

  37. stb247

    @Marcus

    Na zum Beispiel “The Numbers”. Es ist ja nicht so, dass mit der Tatsache, dass die Zahlen auf ner Dharma-Konsole stehen alles geklärt wäre (und schon gar nicht mit dem Spruch “Jacob has a thing for numbers”). War es nur ein Zufall, dass Hurley damit Lotto gewonnen hat? Echt? Da gab es noch mehr Zufälle. Und die lassen sich eben nicht mit Jacob erklären. Erst recht nicht, nachdem rauskommt, dass er auch nix weiss.

    Oder die Ägyptische Mythologie. Warum wurden denn dort Tempel gebaut, Hiroglyphen gemeisselt, Leute zum Leben erweckt? “Cause it’s fucking magic”. Wie echt jetzt? Gehts nicht etwas tiefer? Speziell wenn man schon mit alter Religion kommt könnte man doch auch vom “typisch christlichen” abweichen. Obowhl ich ja gerade deshalb so enttäuscht bin, weil das “Christliche” Ende mit der Mythologie der Insel nichts zu tun hatte, sondern mit dem Copout “Flashsideways”. Es gibt interessante Sachen in anderen Religionen (wenn man denn schon in diese Richtung gehen muss). Zum Beispiel den “Seelenfresser” Amut, der die im Jenseits erwartet… Der sieht nicht aus wie Desmond, haha.

    Oder die Zeitsprünge. Hat das mal einer erklärt? Nö. Kam einfach so. Hat ja auch wieder aufgehört. Genauso wie Desmonds Zukunftsvisionen. Und überhaupt, warum braucht man eine Konstante (“Desmond Hume is my Constant”), wenn niemand sonst von den Nebenwirkungen der Zeitsprünge betroffen ist? Wobei “The Constant” tatsächlich super wear, weil Penny an Weihnachten angerufen wird…. hach, schön.

    Oder was war eigentlich der Deal zwischen Charles Whitmore und Benjamin Linus? Offenbar gab es einen Punkt, an dem beide die Insel beherrschen sollten, Ben aber Whitmore austrickste und von der Insel verjagte. Und trotzdem hatten sie einen “Deal”, dass der eine den anderen nicht umbringen konnte (oder dessen Tochter, allerdings ging der Deral ja schief, wie man weiss). So ähnlich wie Jacob und sein Bruder (die beide erst danach in die Serie gebracht wurden und offensichtlich parallel existierten… also gab es 2 mal den gleichen Deal? Oder ist das “sloppy writing”?)

    Was war denn nun wirklich mit Dharma? Warum wurden die Leute auf der Insel schneller geheilt (oh, ausser die, die gleich sterben sollte, damit es dramatischer ist). Warum konnten die Dharmafrauen keine Kinder gebähren? Da gab es noch soviel zu erkunden, das einfach weggeblasen wurde.

    Und so weiter und so fort.

    Ich meine, ich mochte die Charaktere und ihre Beziehungen, aber es wurden immer wieder Dinge ins Spiel gebracht, die etwas “mehr” suggerierten. Und dann wird einem am Ende gesagt “Scheissegal… war nicht wichtig. wichtig ist, dass wir uns alle liebhaben”.

    Aber für so eine Erkenntnis muss ich ja nicht auf so eine Insel kommen. Das Ende hätte auch in jeder anderen Serie gepasst.

  38. Marcus

    @stb247

    Klar, das sind Fragen, die zum Teil nicht beantwortet wurden, oder für einige sicher auch unzureichend (wobei es ja einen director’s cut vom Finale geben soll, der noch einige Fragen aufklärt – auch wenn da sicherlich noch einige Fragen unbeantwortet bleiben)

    Die Numbers waren für mich zufriedenstellend geklärt, Jacob hat sein Ding mit Nummern und irgendwie durchzieht es halt auch die Insel – es ist aber natürlich auch offen und man könnte auch sagen, die Insel hat ein Faible für diese Zahlen – schließlich ist sie auch ein Charakter.

    Religion/Mythologie ist einfach profan, das ist ein Erklärungsmodell das in frühen Zivilisationen dazu diente die Natur zu erklären. Ich könnte jetzt mehrere Seiten über das Thema schreiben, wie die Umgebung in der Menschen lebten, ihren Glauben an den Grund ihres Daseins oder dem Leben nach dem Tod beeinflussten – aber das würde zu weit führen. Man möge es mir verzeihen, aber ich halte Religion nicht für tief, es ist ein Mittel um unerklärliche Dinge zu erklären. Generell fand ich das Ende auch nicht christlich, sondern interpretierte es eher buddhistisch. Im übrigen war aber die ganze Serie von christlicher Mythologie durchzogen: Jacob, Benjamin (der Sohn von Jacob), Christian Shepherd – deutlicher geht es kaum. Außerdem wurde doch öfter gesagt, dass Jacob viele Menschen auf die Insel geholt haben, die werden das gebaut haben – bei dem Aufschrei der nach “Across the Sea” durch das Netz ging – willst du wirklich sehen, wie das da hin gekommen ist?

    Die Zeitsprünge entstanden durch das Bewegen der Insel und es wurde auch aufgelöst warum sie wieder aufhören – bin nur gerade zu faul das bei bei Lostpedia nachzulesen.

    Die Geschichte mit Ben und Whidmore war für mich allerdings auch etwas schnell abgewürgt, ich dachte da kommt noch etwas großes – aber ich sehe es als “Stellvertreter-Konflikt”

    All deine anderen Fragen wurden zumindest angesprochen, auch wenn die Unfruchtbarkeit nicht geklärt wurde. Allerdings hat man jetzt nach dem Ende der Serie genügen Material um sich seine eigenen Theorien aufzustellen. Viele der Fragen die du hast, wären auch nur schwer zu lösen gewesen, und hätte wie auch jetzt das Finale die Massen gespalten. Solche Fragen sind halt immer delikat. Natürlich, warum baut man sie dann ein? Aber für mich ist es ein Teil von Lost, dass es eben Mysterien gibt, die ich in meiner eigenen Vorstellung lösen kann – das ist auch ein Teil der Erfahrung die Lost ausgemacht hat. Das es für dich frustrierend ist, kann ich nachvollziehen – aber brauchst du wirklich die Antworten um die Serie als solche zu genießen?

  39. Greyknight

    Volle Zustimmung @stb247

    Die Gesamte sechste Staffel war ein vollkommen lostgelöster mistiger Komplex, der nichts mit LOST zu tun hatte. Die Auflösung (die noch nicht einmal eine richtige war) hatte sich nur auf die Flashsideways bezogen, die erst in der sechsten Staffel eingeführt wurden. Was ist also mit den 5 Staffeln davor, mit dem LOST das ich so gerne geguckt habe? In der sechsten Staffel ist alles vollkommen irrelevant geworden. Die großen Mysterien wurden nicht beantwortet.

    Was ist denn nun mit den Regeln nach denen Jacob und Nemesis gespielt haben (und schon ihre “Mutter”), warum hatten sie übermenschliche Kräfte. Wie ist das Smokemonster entstanden (mit all den anderen die danach ins Licht gegangen sind, ist das ja offensichtlich nicht passiert). Was soll das Getrinke um den Jacob-Status weiter zu geben? Das Ritual wurde mit Mal zu Mal schlampiger und hat offensichtlich nichts übernatürliches weitergegeben. Warum durfte Nemesis nicht von der Insel, was wäre passiert wenn er gegangen wäre?

    Für die Serie existenziell relevante Fragen wurden nicht beantwortet und das in einer Serie in der es um nichts anderes ging als ein Frage & Antwort Spiel. Eine Serie deren Reiz es mal war, das Mysterien schlüssig gelöst wurden, nur um dann wieder neu Fragen zu generieren.

    Und verdammt ist mir das dämliche Sektengegrinse der Losties in den Sideways auf den Sack gegangen, als sie sich alle in Happy-Zombies verwandelten.

  40. Claas

    Ich bin ebenfalls megaenttäuscht vom LOST Finale, den nicht gelösten Fragen und damit das ernstnehmen der eigenen Kreation.
    Daher bin ich sehr froh, dass Batz das hier aufgreift und anreichert mit den Meinungen, die durchs Netz kursieren.
    Lost ist, trotz den enttäuschenden Finales, ein riesigen Popkulturphänomen und da ist es nur gut und richtig, wenn es hier ausführlich behandelt wird. Batz, gut so, weiter so BÄM

  41. Hans

    Soso, bei Lost gings also nur um die Charaktere?

    Dann haben die Fans die ganze Zeit also wegen den Charakteren so viel spekuliert?

    Bitte behauptet doch nicht einfach so offensichtlich falsche Sachen wenn ihr schlechtes Storywriting verteidigt.

  42. zuckerschock

    ja. das finale war schleiße. ich mag lost trotzdem. denn seien wir ehrlich: das dass finale nicht zufriedendstellend wird war mir auch schon spätestens nach der 4. staffel klar. dazu wurden zu viele fässer auf gemacht und das so ein totschlagargument am ende kommen musste war aufgemalt. dennoch hat mich die serie über die jahre einfach gut unterhalten. und viel mehr erwarte ich von ner fernsehserie auch nicht. ich möchte keinen kult, religion, weltanschauung darum aufbauen. die bilder in der serie waren stark und ich brauche keine ultimative, schlüssige auflösung für alles. klar waren die fragen und nicht primär die charaktere das tragende element der serie, aber ich komm auch ohne die antworten weiterhin klar. ich find es auch als schreiber ner serie auch fair genug zu sagen: “ich hab zwar keine erklärung dafür, aber ich find das bild so stark, dass ich es in der serie haben will.” ich verstehe, dass leute unzufrieden sind – bin es ja auch selbst zum teil – aber ich werde nicht wegen einer folge – auch wenn es die letzte ist – anfangen die letzten jahre, die ich die serie gerne geschaut habe, in frage zu stellen….

  43. Tweep

    Der Korken den Desmond rauszieht, sieht aus wie ein Dönerspieß oder?

  44. Spanksen

    Eigentlich ein tolles Finale, wenn es viele nicht so sinnlos erscheinen lassen würde. Ich werde es mir auf alle Fälle die Tage nochmal anschauen und gucken ob ich meinen Frieden damit finden kann ;-)

  45. Liz

    Nein, natürlich ging es nicht “nur” um die Charaktere.
    Aber erinnere dich doch an die Flashbacks in der ersten Staffel. Sie zeigen alle die Charaktere, ihre Probleme, Ängste und mit was sie noch zu kämpfen haben. Im Laufe der Staffeln sieht man, wie sie sich durch ihre “Abenteuer”, aber vor allem durch die Interaktion untereinander verändern – zum Positiven. Die Beziehung zwischen Sawyer und Hurley zum Beispiel. Die Rätsel haben sich im Laufe der Staffeln verändert; es sind neue dazugekommen, einige wurden gelöst, andere nicht. Aber die einzigen, die wirklich konstant im Mittelpunkt waren, sind nun mal die Charaktere (auch wenn einige vielleicht nicht von Beginn der ersten Staffel dabei waren).

    Ansonsten bleibt zu sagen, dass wohl jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er mit dem “open end” klar kommt oder nicht. Schätze, das ist sowas wie die Frage nach der Lieblingsfarbe.

  46. Denpe

    Damit mir das Ende von Lost gefallen könnte müsste meine Lieblingsfarbe “Scheiße” sein, denn es schafft es die eigentlich gute Serie förmlich zu ruinieren.

  47. finn

    das ende fand ich gut, die serie brillant. euer gequatsche find ich genauso dämlich wie die meisten forendiskussionen die letzten 6 jahre, geprägt von fehlendem verständnis für die reichhaltige symbolik.

  48. www

    Ich wollte die Serie wirklich 119 Folgen lang gern haben aber die letzten beiden Folgen haben tatsächlich alles an Konstrukt eingerissen, was so lange und mühsam aufgebaut wurde. Und mit der Aussage ‘es werden nicht alle Rätsel gelöst’ fühl ich mich genauso alleingelassen. Keiner hat erwartet jetzt ne 100% Analyse zu bekommen aber am Ende christlich-religöse Jenseitskacke als Erklärung für ne Serie zu geben, die vorher fast nur mit naturwissenschaftlichen Mysterien gespielt hat, find ich, gelinde gesagt, super unverschämt. Das ist genauso als würde 88 Minuten Fußball gespielt und für die finalen 2 Minuten tragen die auf dem Spielfeld auf einmal einen Gottesdienst aus und verkünden, dass gewinnen nicht wichtig ist. Hauptsache, wir haben uns alle lieb. Das macht doch sauer, oder?

  49. Denpe

    Sauer is gar kein Ausdruck dafür…

  50. shpongle

    Ich empfand LOST schon nach der ersten Folge als langweilige verschwendung von Lebenszeit. Da gibts bessere und spannendere Tierdokus.
    Nun ists endlich vorbei \o/

  51. diman

    War irgendwie zu erwarten, dass das Ende nur wenige befriedigen würde ^^. Die Serie hat halt über die Jahre, mit ihren ganzen “Rätseln” und den kommen und gehen der Charaktere, die Erwartungen der Fans ans Finale ziemlich hochgeschraubt. Aber anscheinend haben die Produzenten zu hoch gepokert und wussten zum Schluss selbst irgendwie nicht mehr weiter….

    Ich hab mich über die Jahre, doch ziemlich gut unterhalten gefühlt.
    Natürlich gab es hier und da ein paar Durststrecken, aber alles in allem hat mir die Serie doch ziemlich viel Spaß gemacht (kommt in der nächsten Folge was interessantes oder muss ich eine Woche länger warten um in der “Story” weiter zukommen? ;)). Ich kam mir vor wie auf einer Schnitzeljagd XD. Man wusste im Endeffekt nie wirklich was kommt und hat trotzdem versucht die Serie zu durchschauen und zu sagen “haha” ich habs ja gesagt ;). Wer nur den Masterplan erfahren wollte, is natürlich ziemlich auf die Fresse geflogen ;D. Ich fand die Charaktere und ihre Schauspieler toll.

    Die alternativen Enden sind super, musste gut schmunzeln. Naja, wir lesen uns im nächsten Leben ^^.

  52. danker

    Als LOST Fan der ersten Stunde, fand ich das Ende als würdig.
    Nicht alle Fragen werden geklärt, was eigentlich auch nicht zu LOST passen würde.
    Das versucht wird den Zuschauern ein warmes (sentimentales) Gefühl zum Abschluss zu geben, mag zwar etwas kitschig sein aber akzeptable.

    … denke es wird noch ein -zwei TV-Filme dazu geben welche die Vorgeschichte erzählen, oder sogar eine Miniserie. :) *hoff*

  53. Lukas Heinzel

    Jemand sollte mal einen MEGA Verriss über diese bescheuerte Dr.Who Serie scheibendann wirds lustig Batz du Mega-Nase!!!

  54. ben

    das finale ist scheisse und das muss ausdrücklich gesagt werden .
    Das Ende ist ein Mischung aus Dantes Göttlicher Kömodie , Platons Höhlengleichnis und mit vielem NewAge Geblabber
    Das Ende ist o.k wenn man zusammen mit seiner Flamme sitzt —“Oh wie schön…. die absolute Liebe …… friede freude eierkuchen “Typisch amis sich nach außen perfekt präsentieren aber im Inneren ….. .
    Ich kann da nicht loslassen(wie Jack) das Ende passt einfach nicht entweder wird es eine 7 Staffel geben oder ich werde meine komplette Lost DVD Sammlung zurück an den Hersteller geben !!!
    Ich hoffe andere werden das auch machen . mann leute die haben uns Lost genommen , nach all den Jahren !!!!
    Ich bereue es wirklich das ich mir das Ende reingezogen habe , hätte ich es bloss nicht gemacht , schade schade ,hätte mir gerne wieder Lost angeschaut aber bei diesem Ende
    Lest lieber Hermann Hesse Siddhartha als das unnütze unwürdige Ende !!!

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