(Youtube Direktdracula, via Filmtagebuch)
Heute abend läuft auf Arte um 00:20 Uhr der erste pakistanische X-rated-Film „Zinda Laash – Dracula in Pakistan“ aus dem Jahr 1967 (Wiederholung am Donnerstag 10. Juni um 03.00 Uhr). Laut Thomas solle der Film der Legende nach im Kino eine Fehlgeburt ausgelöst haben, nun ja. Snip von Arte:
Zum Zeitpunkt seiner Entstehung ist “Zinda Laash”, so der Originaltitel, einer der ersten Horrorfilme überhaupt in Pakistan. Die Geschichte von Dracula war dort vollkommen unbekannt. Das ist auch der Grund dafür, dass die Verwandlung in ein Monster, anders als in der Romanvorlage Stokers, wissenschaftlich hergeleitet werden muss. Ein Zugeständnis an das pakistanische Publikum und die pakistanische Zensur ist auch der moralisierende Bezug auf Allah, in dessen Hoheitsgebiet Professor Tabani eingreift und der allein die Helden retten und Dracula besiegen kann, sowie die im Zusammenhang mit dem Stoff überraschenden traditionellen Tanzszenen.
Diese verstehen es, Verführung, Liebe und Laster anzudeuten, ohne sie explizit zu zeigen. Der Gruselfaktor ist zudem an die Sehgewohnheiten eines Publikums ohne Horrorerfahrung angepasst. Trotzdem kommt “Dracula in Pakistan” – mit Jazzmusik und einer Version von “La Cucaracha” – erstaunlich westlich daher und nimmt eindeutig Anleihen an den “Dracula”-Verfilmungen mit Christopher Lee. An manchen Stellen mag der Film unabsichtlich komisch wirken, er ist aber schon wegen seines Seltenheitswerts ein außergewöhnliches Filmerlebnis.
- Renington Steele •
- Juni 4th, 2010 •
- 7 Kommentare
- Schlagwörter: Bollywood, Classics, Horror, Vampire, Zinda Laash
Zum Zeitpunkt seiner Entstehung ist “Zinda Laash”, so der Originaltitel, einer der ersten Horrorfilme überhaupt in Pakistan. Die Geschichte von Dracula war dort vollkommen unbekannt. Das ist auch der Grund dafür, dass die Verwandlung in ein Monster, anders als in der Romanvorlage Stokers, wissenschaftlich hergeleitet werden muss. Ein Zugeständnis an das pakistanische Publikum und die pakistanische Zensur ist auch der moralisierende Bezug auf Allah, in dessen Hoheitsgebiet Professor Tabani eingreift und der allein die Helden retten und Dracula besiegen kann, sowie die im Zusammenhang mit dem Stoff überraschenden traditionellen Tanzszenen.



















Allein der 2:45 YT-Trailer ist der blanke Horror (besonders die Musik)!
Cineasten schauen den Film natürlich nur in der OF! ;o)
Kommentar #1 von Wonschi am 05.06.2010 um 00:46 Uhr
So progressiv ist “die Jazzmusik” ja nun nicht wirklich:
Da hockt zwar eine Jazz-Combo-Besetzung mit Blechbläsern und Drum Set – aber abgespielt wird ein landesübliches Tanzlied mit Bongos und Streichern.
Oder hört jemand den Trompeter im Bild wirklich spielen…? ;-)
Kommentar #2 von burns am 05.06.2010 um 09:00 Uhr
Macht Lust auf mehr…
Kommentar #3 von MtodaR am 05.06.2010 um 10:10 Uhr
wer’s verpasst hat, arte nennt einen wiederholungstermin: donnerstag, 10. juni, 03:00 uhr!
eine dvd erschien übrigens bei rapid eye movies
Kommentar #4 von thomas am 05.06.2010 um 13:19 Uhr
Es tut mir Leid, aber ich finde den Film einfach nur Scheisse… schlecht gemacht, billig gedreht.
Tja, ich bin kein Trash-Fan.
Aber wenn der Film Jemandem Spass macht, erfüllt er seinen Zweck ja.
Kommentar #5 von Leonidas am 05.06.2010 um 15:12 Uhr
Also die Tanzszene, wenn ich mir die Bewegungen so anschaue, erinnert irgendwie an manche modernen HipHop/Rap/RnB-Videos. *gg*
Kommentar #6 von ben am 05.06.2010 um 20:15 Uhr
Wunderbar! Das sind die Perlen, wegen denen es sich lohnt bei den 5f vorbeizuschauen.
Kommentar #7 von oi am 05.06.2010 um 23:54 Uhr