szmtag

Es ist mal wieder Zeit für ein Mega-Review-Special – quer durch die Filme, die ich die letzten paar Wochen so gesehen habe. Also buckle up, it’s going to be a bumpy ride.

Heute dabei: Karate Kid 1-3 +++ Tannöd +++ Exam +++ Rampage +++ True Blood Season 1 +++ From Paris with love +++ Kevin – Die Vampirdoku

Kurz bevor das Remake mit Smith-Zögling Jaden und Martial-Arts-Legende Jackie Chan in die Kinos kommt, habe ich mir nochmal alle drei Originalfilme hintereinander gegeben. Teil 4 weigere ich mich zum Franchise zu zählen, because Hillary Swank WTF?

Karate Kid – USA 1984
★★★★☆

Der frisch nach Kalifornien verzogene 17jr Daniel Larusso (Ralph Macchio) muss sich an seinem Wohnort gegen Karate-kickende Bullies durchsetzen, die ihm das Leben zur Hölle machen. Erst als ihm der alternde Hausmeister Mr. Miyagi (Pat Morita) zur Seite steht und ihn in die Geheimnisse des Karate und der japanischen Philosophie einweist, lernt er sich zu behaupten.

Zurecht ein Klassiker, der auch neuerlichen Ansehens standhält. So wie Rocky kein Film über das Boxen ist, so ist auch Karate Kid (selber Regisseur) im Kern kein Film über Karate.
Mit viel Witz und Einfühlungsvermögen wird hier eine unwahrscheinliche Freundschaft geschildert, die vor allem aus dem durchaus beeindruckenden Zusammenspiel von Pat Morita und Ralph Macchio erwächst.

Mr. Miyagi ist vielleicht der beste Yoda-Epigone, weil er kapiert hat, was diese Figur einzigartig macht: Humor, Tiefgründigkeit und eine durchaus dunkle Vergangenheit (die in diesem Fall ein unrühmliches Kapitel der US-Geschichte ganz beiläufig erwähnt: Die Internierungslager für Japaner, die die Vereinigten Staaten während des zweiten Weltkriegs einrichteten).

Es sind nicht die großen Gesten, es sind die vielen kleinen Momente die den Culture-Clash, die erste Teenie-Romanze und ein bißchen Pathos zu einem so rundherum süffigen und liebenswerten Film machen. Macchio dürfte einer der wenigen Schauspieler sein, die mit Mitte 20 noch tatsächlich glaubhaft einen 16jr darstellen konnten, ohne das es lächerlich wirkt. Sein naiv-freundliche, charmant-dauerplappernde Art, seine ungelenke Neugierde und Offenheit sind der ideale Gegenpol zu Pat Moritas augenzwinkernder Lehrmeister-Figur. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, nur deswegen kümmert uns ihr Schicksal, nur deswegen ist der Schlusskampf überhaupt von Interesse – obgleich er im Grunde nur der Katalysator für Daniels und Miyagis Geschichte ist.

Wenn sich Daniel-San am Ende mit anrührend fusslahmem Hüpfen in den Ring zurückschleppt, dann fällt es schwer ihm nicht die Daumen zu drücken und sich zu freuen, wenn er gegen alle Wahrscheinlichkeit den Sieg davonträgt.

Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa – USA 1986
★★★½☆

Miyagi muss zu seinem sterbenden Vater nach Okinawa, Daniel begleitet ihn und ahnt nicht, das er dort in Kreuzfeuer alter Fehden gerät, denn jemand hat mit Miyagi noch eine Rechnung offen…

Dank des Location-Wechsel und der Verlagerung des Storyschwerpunkts auf die Fish-out-of-water-Story und Miyagis Familie kann auch dieser schwächere Nachzieher zu Karate Kid noch gut unterhalten, auch wenn der unvermeidliche Schlusskampf am Ende arg gezwungen wirkt. Die Chemie zwischen Morita und Macchio stimmt nach wie vor und sorgt zumindest für solide Feierabendunterhaltung mit einigen sehr schönen Landschaftsaufnahmen.


Karate Kid III – Die letzte Entscheidung – USA 1989

★★½☆☆

Dasselbe wie Teil 1. Nur schlechter.

Okay hier war leider wirklich langsam die Luft raus. Die Story wirkt erzwungen auch wenn es immer noch unterhaltsame Momente gibt. Macchio sah mit fast 30 und ein paar Kilos mehr auf den Rippen auch nicht ganz so überzeugend aus als 17jr (der Film spielt 1 Jahr nach Teil 1, wurde aber rund 5 Jahre später gedreht) und Mr. Miyagis Kampfeinlagen die immer schon etwas gestelzt wirken, haben hier durchaus Slapstick-Charme wenn ihm die Gegner quasi gegen die Hand laufen. Der im Grunde ganz spannende Konflikt und Daniels Emanzipationsprozess werden leider nur angerissen, zuviel Zeit wird auf die Variation bekannter Muster verschwendet. Kein so ruhmreicher Abschluss der Original-Saga… aber immer noch besser als der furchtbare Teil 4. Und mit seinem Trash-Faktor auch besser als das Remake…

Exam – UK 2009
★★★☆☆

9 Kandidaten werden zu einem knallharten Eignungstest für eine überaus lukrative Führungsposition eingeladen. Eingesperrt in einen Raum müssen sie eine einzige Frage beantworten. Doch was ist die Frage? Auf der Suche nach der Antwort entwickelt sich ein mörderisches Psychospiel zwischen den Teilnehmern….

Ein solide gedreht- und gespielter People-in-a-room-Film, der spannend beginnt, aber nach und nach unter seiner überfrachteten Story zusammenbricht, die ohne den Virus/Sci-Fi-Dreh wesentlich besser funktionieren würde und gerade mit ihrer merkwürdigen HaHa-Auflösung wenig Sinn macht. Schade, aber da hat das Genre schon besseres Zustande gebracht.

Rampage – Rache ist unbarmherzig – USA/Deutschland 2009
★★★½☆

Ein Mann sieht rot. Bill Williamson (Brendan Fletcher) läuft Amok. Doch dies ist kein wilder Hassausbruch, sondern ein eiskalt geplanter Massenmord, mit überraschender Motivation.

Ein guter Film von Uwe Boll? Fuck yeah. Zeigte sich schon in Postal viel Potential, das lediglich durch den kruden Schnitt und ein paar Timing-Probleme etwas litt, so kann Rampage mit Fug und Recht als Bolls bester Film bezeichnet werden. Mögen die Boll-Basher, auch aufjaulen: Es könnte Zeit werden sich endlich auf Michael Bay einzuschießen, denn dieses sardonische Psychogram eines durchkalkulierten Amoklaufs ist tatsächlich verdammt beeindruckend.
Boll und sein Star und Co-Produzent Brendan Fletcher liefern hier einen gnadenlosen Film ab, der provoziert und drängt einen eigenen Standpunkt zu finden. Die Dauerfeuernachrichten einer aus den Fugen geratenen Welt, sind der perfekte Hintergrund für die Verheerungen die der selbsternannte Planetenreiniger Bill anrichtet und mischen sich zusammen mit seinen eigenen Tiraden zu einem explosiven Gebräu dessen zynischer schwarzer Humor nie befreiendes Lachen zulässt.
Das Boll Eier hat war bekannt. Das er neben unglaublicher Chuzpe auch das Talent hat gut Filme zu drehen, daran müssen wir uns vielleicht gewöhnen.

From Paris with Love – Fr/USA 2009
★★☆☆☆

US-Spezialagent Wax (John Travolata) räumt in Paris mit dem Gesindel auf.

Einmal mehr lebt Luc Besson seine pubertär-xenophoben Gewaltphantasien aus und versucht die US-Filmindustrie auf dem eigenen Gebiet zu schlagen. Wo 24 oft verschämt mit seiner neokonservativen Agenda kokettierte, umarmt Besson sie mit offenen Armen und kriecht dem US-Publikum dabei so tief in den Arsch, das er schon wieder bei den Mandeln rauswinken kann.

Jeder der kein weißer Amerikaner ist, muss in diesem Film damit rechnen eine Kugel in den Kopf zu bekommen. Asiaten, Albaner, Pakistanis und Franzosen – sie alle sind nur Kanonenfutter für Travoltas Wax – eine Figur die so übermenschlich ist, das sie in keiner einzigen Szene des Films auch nur für eine Sekunde in Gefahr wäre.

In seinem Bestreben Travoltas zu Tode gerittene Mr. Cool-Manirismen – die schon seit ca. 10 Jahre wie aufgewärmtes Essen von Vorgestern schmecken – zu inszenieren, vergisst Besson-Büttel Morell nach Taken einmal mehr, das unzerstörbare, perfekte Helden das Langweiligste der Welt sind.
Zudem zerstört die Fokussierung auf die Travolta-One-Man-Show, das Konzept eines Buddy-Movies bei dem sich beide Figuren zusammenraufen und ergänzen müssen. Jonathan Rhys Meyers-Figur steht jedoch im wesentlichen im Weg herum und zeigt seinen albernen Pencil-Bart – und wirkt eher wie der Praktikant der versehentlich in die Szene gerannt ist. An keiner einzigen Stelle hat er Travolta auch nur irgendetwas entgegenzusetzen.

Wenn Travolta wie heißer Draht durch Butter wirklich jeden der unwürdigen “Ausländer” mit Links fertig macht, ist es wie einen Ego-Shooter im Gott-Modus zu spielen. Nichts kann ihm was anhaben, er ist immer zehn Schritte vorraus und spielt die Rolle auf Autopilot. Das mag Wichsphantasie kleiner Jungen sein, ist aber genau genommen verdammt langweiliger Scheiss. Man würde erwarten, dass irgendwann einmal IRGENDEIN verdammter Moment kommt, den Wax nicht im Schlaf meistert, aber Fehlanzeige. Noch öder könnte die Dramaturgie nur sein, wenn Travolta alle Gegner auf einen Schlag mit Fingerschnippen auslöschen könnte – was das Publikum natürlich um die voyeuristische Freude beim Anblick durchlöcherter Ausländer bringen würde.

Kein Wunder, wenn nach dem ersten großen Sieg das Bonding von Jonathan Rhys Meyers-Figur mit den jovialen Supermann Wax keinen tatsächlichen emotionalen Eindruck hinterlässt, denn ungleiche Teams in Buddy-Movies müssen sich beweisen. Sie müssen einen Weg zusammen zurücklegen, sie müssen gemeinsam eine Situation durchleiden und dabei Schaden nehmen und echte Bedrohungen aushalten.

Wax und Reece heben die angebliche Terrorzelle aus wie einen Besuch im Kindergarten. Es rumst und knattert, aber es stellt sich nie das Gefühl ein tatsächlich eine echte Herausforderung bewältigt zu haben, denn unseren Helden fällt wirklich alles in den Schoß.

Selbst der finale Twist dieses unlogischen Ganzen – den man auch nach ca. 20min kommen sieht – schafft es nicht irgendeine Form von Dringlichkeit zu erzeugen. Zumal die Idee einen G8-Gipfel in die Luft zu sprengen ja durchaus als konstruktive Kritik verstanden werden könnte und nicht unbedingt als fanatisch, terroristischer Akt.

Es bleibt ein weiterer ärgerlicher Film von Produzent und Storyschreiber Luc Besson, der zweifelhafte moralische Weltsicht mit routiniert inszenierter Actionmumpitz mischt und dabei Logik, Spannung und Menschenwürde gleich mit erschießt.

Tannöd – Deutschland 2009
★★½☆☆

Auf dem Inbreed-Hof ist was gar furchtbares passiert. Mei Mei Mei Mei… Weh oh weh….

Nix neues vom Dorfe. Langsam wissen wir das auf Dörfern alle dumm, verbohrt und zurückgeblieben sind. Das dort der Inzuchttoni mit der Deppenresi vögelt, alle Dreck am Stecken haben und Fremde misstrauisch beäugt werden. Dialoge finden wenige statt und werden über die komplette Laufzeit nur geraunt oder geschrien. Waschen tut sich die Landbevölkerung auch nicht und schaut deswegen immer auch aschgrau und verhärmt aus der Wäsche. Dem hat Tannöd – dessen Name durchaus Programm ist – nichts neues hinzuzugfügen und tut schwurbeliger als die banale Story es im Grunde rechtfertigt. Handwerklich und schauspielerisch natürlich alles sehr solide und in effektvollem Surround abgemischt, kann der Film dennoch nicht verhindern, dass diese Variante des altbekannten Aufm Dorf isses doof-Themas ziemlich altbacken und verschnarcht daherkommt.

True Blood Season 1
★★★☆☆

Nachdem diese Serie ja immer als das erwachsenere und bessere Gegenstück zu Twilight herangezogen wird, musste ich mir die Serie jetzt doch auch mal geben. In einem verschlafenen Kaff, freundet sich die gedankenleserisch begabte Kellnerin Pupsi mit einem Vampir an. Denn Vampire gehören seit ihrem Outing vor zwei Jahren ganz normal zur Gesellschaft, trinken den Blutersatz TrueBlood und sind eigentlich total dufte Kerle. Blöd nur das die Hinterwäldler das noch nicht so ganz kapiert haben und die Blutsauger selbst am liebsten Bluten lassen um sich am Lebsensaft der Vampire zu berauschen…

Staffel 1 zieht sich in der Tat genauso, wie die mit 1:45min eindeutig zu lange Titelsequenz. Eine grundsätzlich ganz spannende Prämisse mit einem halbwegs glaubwürdigen Plot verliert durch das schaumgebremste Tempo mit dem die Handlung ebenso lahm dahinplätschert wie der anstrengend Southern Drawl in dem die Figuren ihre Dialoge hinauskauen.

Und während Anna Paquin durchaus eine ansprechende Besetzung ist, bleibt der mimisch doch eher eingeschränke Stephen Moyer als Love Interest doch eher gewöhnungsbedürftig. Die schnell erblühende und sich dann nicht wirklich weiterentwickelnde Lovestory zwischen Sookie und Bill wirkt jedenfalls mehr behauptet als gelebt und lässt wehmütig an Buffy, Angel und Spike zurückdenken, deren Beziehungen da weit mehr Feuer und echte Konfliktpotential boten.

Denn auch wenn True Blood sich als Kabelserie mit Titten, Ärschen und kübelweise Blut schmücken darf, wirkt das ganze sowohl von der Story als auch vom Tiefgang (zumindest in Staffel 1) wesentlich flacher und harmloser als die Abenteuer der betagten Jägerin.

Für das was in Staffel 1 inhaltlich passiert, hätten andere Serien 5 Folgen gebraucht – da merkt man schon das die Vorlage, die The Southern Vampire Mysteries-Bücher in all ihrer Vom Winde Verweht-Südstaatenromantik (die nervigste Figur der Serie heißt sogar (sic!) Tara – sehr lustig) doch eher an junge Mädchen als erwachsene Leser gerichtet waren und sich nicht eben durch übersprudelnde Handlungsdichte auszeichnen.

Ich warte mal ab ob es mit den Folgestaffeln spannender wird – ein gewisses Potential will ich der Serie nicht absprechen, auch wenn bisher selbst der Low-Budget-Verschnitt “The Lair” noch mehr originelle Ideen auf der Pfanne hatte als True Blood.

Kevin – Die Vampirdoku – Deutschland 2008
★★★½☆

Einen sehr ähnlichen Ansatz wie True Blood verfolgt der Leipziger Low-Budget-Film “Kevin – Die Vampirdoku” die auf einer Story des Regisseurs Christian von Aster basiert und dankenswerter Weise von Epix auf DVD veröffentlicht wurde. Ein Doku-Team verfolgt den jungen Vampir Kevin, der ebenfalls in einer Welt lebt, die Vampire zu akzeptieren beginnt. Das Bier heißt hier Bloodweiser und statt Hinterwäldlern machen Naziskins dem Jungen das Leben schwer.

Die im Handkamera-Reportage-Stil gedrehte Satire kann zwar ihr geringes Budget an keiner Stelle verbergen, macht aber dennoch eine Menge Spaß. Als unromantischer Gegenentwurf zu Twilight und True Blood, entwirf der Film ein durchaus realistisches Bild vom wahr gewordenen Vampirismus. Ob die überzogene staatliche Reglementierung, die Vampire zwingt in Zwangs-Familien zusammenzuleben, das neckische Spiel der Werbung mit dem Flair des exotisch-gefährlichen oder die politischen Entwicklungen – von Aster denkt die Realität einen Dreh weiter und wendet sie ins Absurde. Das nicht alle Schauspieler top sind und das ganze bisweilen schon etwas cheesy aussieht, macht der Film durch seine Spielfreude und knuffiges Lokalkolorit wieder wett.

Sicher kein Film für jeden, aber ein schönes Gegengift zur romantischen Verklärung. Team Kevin!

2 Trackbacks

  1. 07.07.2010 - Off-Topic Begins - Seite 430
  2. 04.08.2010 - True Blood – 1. Staffel #Kritik vom Filmfreund | Serie, Staffel, Sache, Blood [...]

34 Kommentare

  1. True Blood ist von Alan Ball. Alan Ball hat Six Feet Under gemacht. Six Feet Under war langatmig?
    Warum rezensiert ihr nicht mal The Wire?

    Kommentar #1 von schokakola am 06.07.2010 um 00:34 Uhr

  2. @schokakola

    Weil keiner von uns The Wire bisher gesehen hat? ;) Ich gucke ja nun schon wirklich viel Zeug, kann aber wirklich nicht alles sehen, auch wenn The Wire zumindest auf meiner Merkliste für irgendwann mal steht… Und True Blood hat halt durch Twilight nen aktuellen Anlaß zum Vergleichen.

    Kommentar #2 von Batzman am 06.07.2010 um 00:40 Uhr

  3. Oh ja, Rampage muss ich mir unbedingt ansehen. Ist der in der deutschen Fassung geschnitten?

    Kommentar #3 von Ranor am 06.07.2010 um 00:46 Uhr

  4. @Ranor

    Nein leider nicht. Er ist wohl sogar inhaltlich verändert worden: schnittberichte.com/news.php?I...

    Also vielleicht doch lieber im Ausland besorgen.

    Kommentar #4 von Batzman am 06.07.2010 um 00:56 Uhr

  5. er ist geschnitten ranor leider x.x

    undfassbar boll wird seriös.
    er sollte auf spieleverfilmungen scheißen und genau SOLCHE filme machen.

    Kommentar #5 von TopF am 06.07.2010 um 05:29 Uhr

  6. @ Batzman.

    Danke. Welche Fassung hast du denn gesehen?

    Kommentar #6 von Ranor am 06.07.2010 um 07:17 Uhr

  7. Witzig und genial die alten Karate Kid Filme zu reviewen ;-)

    Kommentar #7 von Hans am 06.07.2010 um 08:11 Uhr

  8. Nur damit keine falschen Hoffnungen aufkommen: nach dem was ich bisher gesehen hab wird True Blood nach der ersten Staffel nicht besser. Eher im Gegenteil.
    (War aber immernoch nicht sooo schlecht, dass ich die dritte nicht schauen werde, wenn sie komplett verfügbar ist.)

    Kommentar #8 von fennek am 06.07.2010 um 09:41 Uhr

  9. Über Geschmack lässt sich nicht streiten…. leider!
    True Blood ist immer noch um Längern besser als der restliche Twilight-Vampire Diaries-Dreck…

    Kommentar #9 von Jott am 06.07.2010 um 10:05 Uhr

  10. Boll wird seriös? Ja klar, und Argentinien wird doch noch Weltmeister 2010.
    Also das was ich bisher von Rampage gesehen habe spricht die gleiche Sprache wie auch Postal oder andere seiner Werke – Boll will provozieren, er geilt sich an Gewalt auf zum Selbstzweck und er kann definitiv nicht inszenieren! Rampage mag allgemein über Bloodrayne oder Alone in the Dark liegen – was ja nun wirklich nicht die Kunst ist, aber deswegen ist er immernoch unter Mittelmass.
    Und das ist der Unterschied zu Bay – seine Filme sind inhaltlich auch Schrott, aber er kann, wenn sich nicht gerade Roboter prügeln und alles unübersichtlich wird, inszenieren. Gebt Boll das gleiche Budget und er wird trotzdem nur Ware abliefern, die billig aussieht und wie Stückwerk wirkt.
    Egal wie toll er sich auch selber findet und wieviele Filme er angeblich schon gesehen und katalogisiert und ausgewertet hat – Gespür und Talent hat man oder eben nicht!
    Der Film, der Boll als wirklichen Regisseur beweist, muss noch gedreht werden.

    Kommentar #10 von Jan am 06.07.2010 um 10:06 Uhr

  11. The Wire auf der Merkliste für irgendwann? Das ist die mit riesigem Abstand beste Drama-Serie, die ich kenne!

    Kommentar #11 von pixeljuice am 06.07.2010 um 10:20 Uhr

  12. true blood steht nur eine stufe unter “dexter” oder “breaking bad”. großartige darsteller (minus stephen moyer und skarsgard) inkl. DER entdeckung, ryan kwanten, verschrobene charaktere (andy bellefleur, lafayette) und herausragende inszenatorische einfälle (z.b. das ableben Amys in “to love is to bury”). die ersten acht folgen der zweiten staffel übertreffen mit dem spaßig an der realität orientierten fundamentalchristen-camp das niveau der ersten gar, die letzten vier fallen leider arg ab. aber die dritte sieht wieder gut aus.

    Kommentar #12 von Ancketill Brewer am 06.07.2010 um 10:31 Uhr

  13. Also ich fand ja Staffel 2 von True Blood also deutliche Steigerung. Würde der ersten auch 3/5 geben und der zweiten 4/5 evtl. so gar 4,5/5.

    Rampage hab ich mir auch mal vorgermerkt, van Postal schon ganz ordentlich.

    mit The Wire werd ich nicht so recht warm, hab die ertsen 4Folgen gesehen, die waren auch Klasse, aber der drang zum weiter gucken ist nicht da. Werde mir mal nen Ruck geben und nen schwung von weitern 3-4 Folgen schauen, wenn der Suchtfaktor dann nicht da ist werd ich mich an was anderes machen, oder einfach die Sopranos weiter gucken, hab da noch 5,5 Staffeln vor mir.

    Kommentar #13 von Detronic am 06.07.2010 um 10:57 Uhr

  14. Ich kann mich der Rezension zu True Blood anschliessen, bin ich mit der ersten Staffel auch gerade durch. Da ich zuvor die überraschend grossartige “Dead like me” abgefrühstückt hatte, wurde ich doch ein wenig enttäuscht. Viele gute Ansätze, die nicht weiterverfolgt werden (oder zumindest noch nicht), teilweise unnötig hasteig umgesetzte Plots. Aber eine wirklich gute Atmosphäre, gute Grundkonstellation, und laut allen Berichten, soll die zweite Staffel ja besser sein, was sich noch beweisen muss. Ich hoffe vor allem auf ein wenig mehr Charaktertiefe, gerade die Hauptdarsteller bleiben eher blas.

    Kommentar #14 von JMK am 06.07.2010 um 11:59 Uhr

  15. Die 2. Staffel True Blood ist definitiv besser als die erste. Die Figuren und der Plot haben sich m.E. zum Positiven entwickeln können und vor allem die Grundstory in der 2. Staffel um die große Gegenspielerin ist wirklich prima gelöst. Unglaublich, was da abgeht :-)

    Nur Herrn Moyer finde ich nach wie vor etwas blass, während die Spielfreude der anderen Hauptdarsteller wirklich gut anzusehen ist.

    Ich freue mich jedenfalls auf die 3. Staffel, die gerade angelaufen ist. Im Originalton ist die Serie eh besser, wenngleich die Synchro auch nicht schlecht ist.

    Was die für manche zu lange Titelsequenz angeht: Die finde ich so gut, dass ich nie vorspule :-)

    Kommentar #15 von kumi am 06.07.2010 um 12:11 Uhr

  16. Zitat zu “From Paris with Love”

    “Zumal die Idee einen G8-Gipfel in die Luft zu sprengen ja durchaus als konstruktive Kritik verstanden werden könnte und nicht unbedingt als fanatisch, terroristischer Akt.”

    WTF??

    Kommentar #16 von Tomsen am 06.07.2010 um 12:34 Uhr

  17. also “from paris with love” ist mal wieder nicht sooooo mies … ist zwar schon länger her das ich den gesehen habe (im o-ton) aber ich hatte spass daran travolta abwechselnd als abgrundtief peinlich, lustig und teilweise wirklich cool einzustufen! expendables fans sollten also einen stern dazugeben ;)

    Kommentar #17 von bale am 06.07.2010 um 14:15 Uhr

  18. True Blood krankt von Anfang an durch “Hey schaut mal was wir uns bei HBO trauen”. Keine Story, dafür Blut, Sex und Ärsche. Wenn man die Pubertät hintersichgelassen hat wirkt das nur langweilig. Gähnend langweilig. Dann doch lieber “blood, toil, tears and sweat”. Oder eben Buffy.

    Kommentar #18 von Schwarzmaler am 06.07.2010 um 15:37 Uhr

  19. PS: Kann den niemand mal an die Kinder^w^w^wwieder einen guten Vampirfilm, eine gute Vampirserie drehen?

    Kommentar #19 von Schwarzmaler am 06.07.2010 um 15:38 Uhr

  20. true blood ist genial, neben breaking bad meine absolute lieblingsserie, aber geschmäcker sind ja gott sei dank verschieden…

    Kommentar #20 von firejoe am 06.07.2010 um 18:30 Uhr

  21. true blood is cool – fand die erste staffel jedoch besser als die zweite.
    die 3. scheint mir bisher 1 und 2 zu toppen .. aber mal sehn -sind ja erst 3 folgen raus.
    für mich war die titelsequenz mit 1.45 min. immer wieder ne feier – vor allem wegen der musik. ähnlich wie bei the wire :)
    finde true blood jedenfalls für kurzweilige unterhaltung super. muss ja nich immer alles gehalt- und anspruchsvoll sein. ;)

    Kommentar #21 von rettich am 06.07.2010 um 19:55 Uhr

  22. jungs, guckt euch the wire asap an! wer die nicht kennt, hat eine der realistischsten, kritischsten und spannensten serien aller zeiten verpasst.

    Kommentar #22 von chris am 07.07.2010 um 00:22 Uhr

  23. Der Vorwurf, die Handlung von True Blood wirke gestreckt, muss ich durchgehen lassen, das wird auch in der zweiten Staffel, besonders am Ende, nicht besser. Die Serie bietet aber genug witzige Ideen und verschrobene Charaktere, um mich zu unterhalten. Und ich hasse Vampire. Die Welt würde so gut ohne diese Untoten Viecher auskommen, die ständig in verschiedensten Settings recycelt werden. True Blood verbindet den übernatürlichen Murks mit den White Trash Charakteren aus dem Süden der USA. Das ist völlig bekloppt, funktioniert aber überraschend gut.

    Und sorry, JMK, aber wer verschnarchten, uninspirierten Bockmist wie Dead like me abfeiert, kann nicht ernst genommen werden :P
    (Die ersten zwanzig Minuten der Pilotfolge waren witzig, danach schaltet die Serie so fix in den konventionell Modus, dass ich Mühe hatte nicht einzuschlafen)

    Kommentar #23 von Christian am 07.07.2010 um 03:55 Uhr

  24. @Christian
    das trifft mich nun aber.
    DLM war eine wunderbare coming of age Serie mit tollen Charakteren, deren Entwicklung sich ungemein langsam und subtil entwickelt. Leider hat, wie so oft, das Studio in der zweiten Staffel das Kommando übernommen, dass das zwangsläufige Ende leider viel zu früh kam.

    Kommentar #24 von JMK am 07.07.2010 um 08:42 Uhr

  25. Ist der neue Film “Karate Kid” schlechter als die alten Teile? Die Wikipedia Rezensionen sind ja nicht so prickelnd.

    Kommentar #25 von Michaello am 11.07.2010 um 15:21 Uhr

  26. Rampage ist erstaunlicherweise wirklich ganz gut (schöner Plot!) – aber in der deutschen Version böse geschnitten (ca. 5 Min), inkl. dem offenbar veränderten Ende.

    Ich habe eine deutsche Version gesehen, in der die hier geschnittenen Szenen im Original drin waren. Es ist wirklich beschämend, was da alles draußen war! So macht das keinen Spass. Ich hasse es, wenn man mir als erwachsenem Menschen vorschreibt, was ich zu sehen kriege.

    Kommentar #26 von Peter am 16.07.2010 um 11:26 Uhr

  27. Ihr habt ja von serien keinen schimmer! True Blood ist ja wohl eine der besten Serien der letzten Jahre. Aber wohlmoeglich kommt das auch daher dass ihr 24 und Lost guckt. In Deutschland wir immer gesellschaftkritischer befindlichkeitskitsch erwartet. bullshit. ich will unterhalten werden und dass macht alan ball verdammt gut.

    Kommentar #27 von gummo am 19.07.2010 um 11:21 Uhr

  28. “From Paris with Love” ist in der Tat einfach nur ideenloses Macho-Kino und zudem extrem langweilig – die Kritik stimmt 100%ig.

    Dass in der (ebenfalls insgesamt gerechtfertigten, wenn imo auch zu strengen) Kritik zu “Exam” unbedingt (ohne Warnung) gespoilert werden musst, dass am Ende ein [spoiler on] “Virus” o.ä. [spoiler off] eine Rolle spielt kann ich nicht nachvollziehen. Hätte ich den Film nicht bereits gesehen wäre ich sauer und das wäre bei einem Film, der von der Auflösung lebt wohl jeder.

    Werde mir “Rampage” mal anschauen, nachdem er ja von verschiedenen Stimmen für ganz okay befunden wurde und ich sogar “Postal” ganz lustig fand.

    Dass niemand von Euch bisher “The Wire” gesehen hat und stattdessen “True Blood” und ne Menge B-Ware besprochen wird ist – hinsichtlich der Tatsache, dass “The Wire” bereits 2002 gestartet ist und wohl unstrittig zu den wichtigsten Serien des Jahrzehnts gehört – wirklich etwas befremdlich.

    Kommentar #28 von öfchtzchen am 25.07.2010 um 16:08 Uhr

  29. Ein Boll-Film bekommt eine bessere Wertung, als ein W. Anderson Film…
    “Rampage” ist sogar mit “Inception” zu vergleichen. Sprich werter Rezensent, kannst du denn noch in den Spiegel schauen?

    Kommentar #29 von Ignazius am 13.08.2010 um 21:34 Uhr

  30. Also ich persönlich True Blood ist eine der besten Serien der letzten Jahre.
    Anna Paquin ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig nicht gerade meine Idealbesetzung aber sie versteht es das Interesse zu unterhalten.

    Die Serie hat in meinen Augen eine Menge guter Ideen und hat rein gar nichts mit Twilight gemeinsam, was auch davon kommt das es die Bücher auf denen die Serie basiert schon lange vor dem 1. Bis(s)- Buch gab.

    Mein absouluter Lieblingscharakter ist natürlich Eric er ist einfach super besetzt und total unterhaltsam.

    Kommentar #30 von Trulla am 29.08.2010 um 20:36 Uhr

  31. Bei True Blood stecke ich noch mitten in der 1. Staffel, und man merkt ihr den Schoepfer leider an. Wie auch schon bei 6FU wirkt die Inszenierung etwas klapprig, und auch hier versucht er das mit expliziten Sexszenen zu vertuschen. Das ist billig und fuer mich wenig unterhaltsam – die Figuren bleiben blass ;) Grandios ist aber das Intro zu TB, hat fuer mich die Titelsequenzen von ReGenesis und Rome als Beste abgeloest – schaurig schoen!

    Zu The Wire wurde ich auch von der Community gedraengt, und muss sagen, ich fand die ersten beiden Staffeln nur maessig interessant. Irgendwie wie ein aufgeblasener Tatort, ein guter zugegebenermassen, aber eben nie ueber dt. TV-Niveau hinausgehend. Da hat mir zumindest The Shield deutlich mehr Freude bereitet.

    Kommentar #31 von Hakaider am 05.09.2010 um 08:37 Uhr

  32. True Blood hat mich enttäuscht, hab nach 4 Folgen keine Lust mehr gehabt und mich auch über den schon angesprochenen “Oh-guck mal was wir uns bei HBO alles trauen”-Faktor geärgert…Titten, Ficken, blabla…

    Ich find es allerdings lustig, dass ich nicht die Einzige bin, die Buffy 100 mal besser fand.
    Den Vorspann am Anfang finde ich aber wirkungsvoll und nicht bloß “langatmig”. Ihr Filmfreunde solltet mal ein Ranking aufstellen! Bei mir käme “Lie to me” weit vorne, da ich es besonders bei den ersten Malen wo ich ihn sah toll fand zu spüren, wie die emotionalen Gesichtsausdrücke bei meinem Gehirn eine Erregung auslösen. Aber ich habe auch sehr sensible Spiegelneuronen ;-)
    Trotzdem, Ranking für Serien-Vorspanne fänd ich super!

    Kommentar #32 von Jessmatic am 06.09.2010 um 09:54 Uhr

  33. THE WIRE als “wie ein aufgeblasener Tatort, ein guter zugegebenermassen, aber eben nie ueber dt. TV-Niveau hinausgehend” zu beschreiben, ist ganz schön starker Tobak. Aber solcherlei Aussagen können ja nur im Delirium entstehen. Richtig ist, dass THE WIRE absolut behäbig und unscheinbar inszeniert ist, wenig auf auffällige Effekte – optischer oder handlungstechnischer Art – legt. Daher kommt wohl, dass sie nicht den Suchtfaktor hat, den andere Serien entwickeln können. Interessant allemal, dass ihr das hier bereits angekreidet wurde, so als ob eine Serie süchtig machen müsse. Diese Sucht kann ja nur entstehen, wenn eine Serie seine Handlung offensichtlich vor sich herträgt, ständig wiederkäut und alles transparent macht. Das Schöne an THE WIRE ist, dass sie so wenig transparent macht, dass so viele Zusammenhänge einfach im Dunkeln bleiben und nicht ausformuliert werden. Hier ist der Zuschauer so viel mehr gefragt. Und diese Zusammenhänge sind höchst komplex, beinhalten ein Panoptikum an Figuren und jegliche Aspekte der Gesellschaft. Hier wird eine soziale Welt rekonstruiert, die so tief geht, so vernetzt ist, so unübersichtlich – davon können eigentlich alle anderen filmischen Produkte nur träumen. TATORT sowieso.

    Kommentar #33 von bekay am 12.09.2010 um 10:17 Uhr

  34. Da hat bekay absolut Recht.

    Kommentar #34 von Jet Strajker am 12.09.2010 um 13:28 Uhr

Sag was!