(MTV Direktzombie, via Topless Robot)
MTV war auf dem Set der gehenden Toten und hat die ersten Bewegtbilder zur Serie mitgebracht. Hat jemand Vorschläge, wie ich die Zeit bis Oktober totschlagen soll? Die Comics etwa nochmal lesen?
- Renington Steele •
- Juli 20th, 2010 •
- 24 Kommentare
- Schlagwörter: Horror, Production, Series, The Walking Dead, Zombies



















Ich bin bisher nur bis Band 6 gekommen. Um die Zeit bis Oktober zu überbrücken nehm ich mir jetzt den Rest vor.
Ansonsten würde ich die Eric-Cartman-Methode vorschlagen ;)
Kommentar #1 von Olli am 20.07.2010 um 13:49 Uhr
Wie sieht das denn aus mit den Comic vorher lesen?
Hatte TWD bestimmt schon 10 Mal in den vergangen Jahren in meinen Händen beim Comicshoppen, aber war nie der große Fan von S/W, dafür aber von Zombies.
Soll man das vorher lesen? Dann ärgert man sich doch nur wenn es nicht getreu umgesetzt wird? Oder lieber danach? Tips?!
Kommentar #2 von reeft am 20.07.2010 um 14:48 Uhr
@ Reeft: Naja, die Entscheidung kann ich Dir nicht abnehmen… das sieht soweit aber schonmal toll aus, wobei ich sagen muss: Ich bin Fanboy.
Aber lies das Comic! Ich finde so ziemlich alle Zombie-Comics sehr, sehr lame, ohne interessante Charakterzeichnung, nur auf Effekt ausgelegt… TWD ist da ganz anders.
Kommentar #3 von Renington Steele am 20.07.2010 um 15:00 Uhr
Hm, danke auf jeden Fall schon mal! Denke ich werde mir mal den ersten Band holen. Das gleiche Dilemma habe ich mit Scott Pilgrim. Beides ewig in der Hand mal gehabt aber nie so wirklich die Motivation gehabt es zu lesen bis irgendwelche Umsetzungen kommen und die einfach genial ausschauen.
Habe aber bisher immer die Erfahrung gemacht zuerst die Umsetzung und das das Original zu lesen. I Am Legend z.B.
Kommentar #4 von reeft am 20.07.2010 um 18:16 Uhr
Hallo,
also ich finde die Comicreihe nur so mittel. Der Schreibstil ist auf Groschenromanniveau, die Handlung dümpelt so vor sich hin & bietet das ein oder andere ausgelutschte Klischee & die Figuren erscheinen mir recht gesichtslos. Kein Vergleich zu Comics von Lewis Trondheim, Alan Moore oder Joann Sfarr.
Wobei mich aber am meisten wirklich der grottenschlechte, trivale Stil von Kirkman stört.
Kommentar #5 von alfie am 20.07.2010 um 20:12 Uhr
@ Alfie: TWD ist sicher keine Hochliteratur und kann natürlich auch nicht mit der Vielschichtigkeit von Alan Moore mithalten, aber Trivialliteratur ist dann nochmal was ganz anderes, ausgelutschte Klischees sehe ich auch nicht und die Figuren sind alles, aber nicht gesichtslos und ganz sicher ist der Stil nicht „grottenschlecht“. Anders gesagt: Bullshit.
Kommentar #6 von Renington Steele am 20.07.2010 um 20:22 Uhr
Hmm.
Die Roamers in dem Trailer sind mir zu langsam.
Viiiiiel zu langsam.
Schade drum, aber im Comic gibt es ja auch nur Schlurfen als Maxspeed.
Hoffentlich taugt die Stampede dann wenigstens. Unter 10.000 will ich nix sehen :)
Kommentar #7 von nixx am 20.07.2010 um 21:04 Uhr
Ich sag ja nicht, dass die ganze Geschichte ein einziges Klischee ist. Aber Figuren, wie die des Gouvernors sind mir schon gefühlte hundert Mal über den Weg gelaufen, sei es in Comics oder in B-(Endzeit)movies. Auch die Situation “Unschuldige müssen sich auf engen Raum mit Verbrechern arrangieren” kommt mir auch einfach schon viel zu bekannt vor und Kirkman hat für mich da nichts Neues hinzugefügt.
Die Entwicklung der Figuren gefällt mir auch ganz und gar nicht. Die Entwicklung die z.B. Rick in den ersten beiden Büchern macht, vom leichten Tölpel zum angangierten, aber überforderten Anführer finde ich einfach unglaubhaft, da viel zu überhastet. Mir wäre es lieber gewesen, wenn Kirkman mehr Zeit für die Psyche seiner Charaktere investiert hätte und dann aus ihnen heraus die Geschichte entwickelt hätte. Zudem stört es mich wirklich extrem was Kirkman den Leuten in seinem Comikc für Worte in den Mund legt. Es gab wirklich Textpassagen wo ich gedacht habe, oh nein, bitte nicht, wie schlecht ist das den. Vielleicht liegts ja auch an der Übersetzung. Außerdem kommen mir alle Figuren irgendwie sexuell leicht verkrampft vor, um das auch noch los zu werden.
Habe aber erst bis zum 5. Band die Geschichte verfolgt & die anderen Bände werde ich wohl auch noch bei E-Bay ersteigern – also so ganz kalt lässt mich die Geschichte dann doch nicht, zudem ich ein leichtes Faible für Zombiegeschichten besitze.
Kommentar #8 von alfie am 20.07.2010 um 21:17 Uhr
@ alfie:
“sexuell leicht verkrampft”
Woran Du das festmachst, danach muss ich dann aber doch fragen.
Kommentar #9 von nixx am 20.07.2010 um 21:22 Uhr
@ Alfie: Zur Übersetzung kann ich nix sagen, da ich die Originale lese, aber tatsächlich nimmt die Story ab Band 5 extrem an Fahrt auf… und ansonsten ist „Unschuldige müssen sich auf engen Raum mit Verbrechern arrangieren“ auch eher ein ganz klassisches Storymotiv, dem Kirkmann durchaus ein paar neue Perspektiven abringt, genau wie dem Gouvernor. Aber das entfaltet sich erst ab Band 6 richtig und endet in Band 8 (wenn ich mich richtig erinnere) äußerst böse…
Kommentar #10 von Renington Steele am 20.07.2010 um 21:24 Uhr
@ nixx
An den gezeichneten Sexszenen und den Verhältnis der Figuren untereinander.
@ Renington Steele
Dann lese ich mal weiter, vielleicht ändert sich ja meine Meinung noch, wie gesagt, so richtig Scheiße finde ich ja die Serie nicht.
Kommentar #11 von alfie am 20.07.2010 um 21:31 Uhr
@alfie:
Ich weiß jetzt zwar nicht wirklich mehr, will es nach nochmaligem Überlegen aber auch gar nicht so genau wissen.
Ich kann Dir aber versichern, dass mit der Figur des besagten “Governour” sexuelle Freizügigkeit in die verkrampfte kleine Gemeinschaft kommt.
Kommentar #12 von nixx am 20.07.2010 um 21:38 Uhr
@ nixx
Mir geht es nicht um sexuelle Freizügigkeit oder brutale sexuelle Perversionen. In den Bänden die ich gelesen habe kamen Sexszenen vor.
Im Vergleich zu den Goreszenen (?) , wirkten diese Szenen sehr schamhaft. Kann mich auch an ein Interview erinnern, indem der Zeichner sagt, dass Kirkmann bei Sexszenen nicht ganz so locker ist, was deren Darstellung in dem Comic betrifft & ich rede jetzt nicht von exzipliter Darstellung. Wenn ein Autor schon damit Probleme hat, kann ich mir auch vorstellen, dass er bei der Ausarbeitung der Geschichte in dieser Richtung gehemmt ist. Als Vergleich nenne ich jetzt mal Comics wie “Klezmer” oder “Isaac der Pirat”, die damit viel natürlicher umgehen, wohl auch, weil in ihren Köpfen nicht diese prüde amerikanische Hemmschwelle sitzt, wie man sie oft bei Überseeautoren findet. Sorry musste jetzt was dazu schreiben, auch wenn es dich nicht interessiert hat.
Kommentar #13 von alfie am 20.07.2010 um 22:16 Uhr
also… The Walking Dead ist so ziemlich die einzige Comicreihe, von der ich mehr als 60 Ausgaben gelesen habe. Es ist schon manchmal wie ne Zombie-Soap – auch wenn in manchen Ausgaben gar keine oder so gut wie keine Zombies vorkommen. und wenn ich eh schon müde war, bin ich öfter über den Laber-Passagen eingepennt. Egal!
Manche Erzählstränge ziehen sich über 20-30 Hefte und jetzt grad hab ich diese 5-teilige Hunter-Story durch. Das ganze ist groß angelegt (Kirkman redet auf den Leserbrief-Seiten von “locker über 100″ Heften) – und verdammt, man muss dabei bleiben, auch wenns manchmal wehtut.
Ist halt so’n bisschen wie bei der Lindenstraße.
Kommentar #14 von finefin am 20.07.2010 um 23:10 Uhr
bezüglich “prüde amerikanische verhältnisse” bitte ich doch darum mal Y the last man zu lesen. Vaughn ist glaube ich Amerikaner….
Kommentar #15 von reeft am 21.07.2010 um 01:56 Uhr
Tut mir Leid, ich kann dem Comic auch wenig abgewinnen und wunder mich ein wenig über all den Zuspruch. Ich mag Zombies, ich mag das post-apokalyptische Szenario, aber wirklich gar keiner der doch zahlreichen Charaktere hat meine Sympathie. Dumme stereotype Charakterzeichnung. Da mag es zwar einige interessante moralische Konflikte geben, aber letztendlich steckt da ein Menschenbild wie 1950 hinter (und ich dachte zu Beginn noch, dass die alle als stumpfe Rednecks charakterisiert werden, sei Satire…)
Ich weiß, wir reden hier von Zombie-Comics, da darf man ja offenbar keine “hohe Literatur” erwarten. Aber fuck it! Ich ertrage es nicht, dass meine Lieblingsmonster immer nur in einem so abgedroschenem Kontext stattfinden.
Ansonsten stimme ich dem Vergleich mit der Zombie-Soap zu. Obwohl mich unglaublich viel stört und aufregt und die meinetwegen alle von den Zombiehorden gefressen werden können, bleib ich doch dran und les weiter…
btw. bin grad mit Band 6 fertig und lese im Original.
Kommentar #16 von Sisel am 21.07.2010 um 02:20 Uhr
@ Sisel: Ich finde die Kritik an TWD ziemlich interessant, nehme ich alles ganz anders wahr… liegt aber auch vielleicht daran, dass ich bei TWD alles gelesen habe und tatsächlich nach Band 8 so dermaßen viel passiert und keiner der Charaktere so bliebt, wie er war… lies einfach mal weiter…
„Ich weiß, wir reden hier von Zombie-Comics, da darf man ja offenbar keine “hohe Literatur” erwarten. Aber fuck it!“ – d’accord, absolut. Deshalb: Lies mal weiter, danach reden wir nochmal ;)
Kommentar #17 von Renington Steele am 21.07.2010 um 03:34 Uhr
Vielleicht hat ja jemand, der wie ich, mehr von den aktuellen frankobelgischen Comics (& vom litarischen Naturalismus) geprägt ist, größere Probleme ein Zugang zu TWD zu finden, als Leser, die eher mit amerikanischen Comics groß geworden sind. Werde mal die Bände weiterlesen & die Serie abwarten …
Kommentar #18 von alfie am 21.07.2010 um 16:44 Uhr
Ich kenne die Geschichte jetzt bis Band 10 und finde sie im Großen und Ganzen klasse, auch wenn es vielleicht einige Dinge gab, die mir nicht wirklich geschmeckt haben. Momentan kann ich den elften (deutschen) Band kaum erwarten, zumal Kirkman ja scheinbar einen weiteren, nicht uninteressanten Aspekt in die Geschichte einfügen wird.
Auf die Serie freue ich mich da natürlich wie ein kleines Kind. Lediglich der “Shane”-Darsteller wirkt auf mich (optisch) im Moment eher wie eine Fehlbesetzung. Das muss doch ein etwas größerer Kerniger Typ sein! ;)
Naja, ich will nicht meckern, bevor ich das Endergebnis gesehen habe.
Kommentar #19 von ThunderChild am 21.07.2010 um 17:56 Uhr
@ ThunderChild:
Scheiss auf Shane. Der hält eh` nicht lange (kommt dafür als Super-Zombie zurück).
Aber die Biester könnten sich einen Tacken schneller bewegen, nach meinem Geschmack.
@ alfie:
“mehr von den aktuellen frankobelgischen Comics (& vom litarischen Naturalismus) geprägt ist”
Ich glaub, ich muss doch noch Französisch lernen. Und Spanisch. Was die an interessant anmutenden Comics rausrotzen …. . In MASSEN.
Kommentar #20 von nixx am 21.07.2010 um 19:12 Uhr
@nixx
Bloss nicht! Zombies müssen langsam sein, die sind immerhin tot, wenn sie sich schneller bewegen fallen ihre verfaulten Füße ab.
Ich empfehle da wirklich den Zombie-Survival-Guide ;)
Das Bedrohungspotential eines Zombies liegt eben nicht bei “ich fang dich”, sondern bei “ich bin schwer zu töten, unnachgiebig und meine Zahl wächst stetig”.
Kommentar #21 von ThunderChild am 21.07.2010 um 19:29 Uhr
@ ThunderChild:
Usain Bolt. Langsamer sollte ein Zombie nicht sein.
Aber, ich denke, da treffen zwei Thanatophien (<–Achtung!11! Wortwitz!1!11!) aufeinander.
Noch einer: Das Du Thunder im Namen trägst, und nicht mit Bolt einher gehst, verwirrt mich. (<– Ich schmeiss mich weg !!!1!!!11!)
B.t.w: Der "Zombie-Survival-Guide" rät auch von Gefängnissen ab. Aber aus völlig falschen Gründen.
Er hat nicht immer Recht (auch, wenn Chicone ihn gelesen zu haben scheint).
Kommentar #22 von nixx am 21.07.2010 um 20:27 Uhr
@ nixx
Freut mich, dass ich dich motiviert habe zwei neue Fremdsprachen zu lernen. Meist enden Internetdiskussionen nämlich damit, dass der eine die Argumente des anderen nicht verstehen will und diese Person bzw. deren Argumente dann ins Lächerliche zieht. Wenn du Französisch gelernt hast (Tut mir leid, im spanischen Comicmarkt kenne ich mich nicht aus) empfehle ich dir aber nicht die Massen (oder wie du schreibst MASSEN) zu kaufen, sondern lieber eine erlesene Auswahl zu treffen, denn Quanität ist nicht gleich Qualität, aber ich denke da erzähle ich dir nichts neues, du scheinst ja deinem Posting nach zu urteilen den Markt schon sondiert zu haben.
Kommentar #23 von alfie am 22.07.2010 um 00:35 Uhr