Review

Inception (Review)

Standard, 30. 7. 2010, Batzman (Oliver Lysiak), 262 Kommentare

„…a three hour tour… a three hour tour…“

Originaltitel: Inception
Herstellungsland: Großbritannien / USA 2010
Regie & Buch : Christopher Nolan
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Ellen Page, Tom Hardy, Cillian Murphy, Tom Berenger, Michael Caine, Lukas Haas

[rating:3.5]

Cobb (DiCaprio) und seine Bande von Traumdieben werden vom Industriellen Saito mit sanftem Druck überredet dem Sohn eines Konkurrenten, der droht ein Monopol aufzubauen, eine Inception zu verpassen – statt Informationen aus dem Traum herauszuholen, eine Idee einzupflanzen, die diesen dazu bringt seine Firma aufzusplitten. Die Truppe steht damit vor ihrer größten Herausforderung beginnt eine riskanten Plan umzusetzen, in dem sie beginnt mehrschichtige Träume zu designen….

Christopher Nolan präsentiert eine faszinierende Grundidee und entwickelt ein recht ausgetüfteltes Traumkonzept, das sich bewusst von den Traumrealitäten eines Nightmare, The Cell, Dreamscape, Spellbound usw abhebt. Im Grundkonzept eines Heist-Films wird die Implantation einer Idee in den nichtsahnenden Kopf von Cillian Murphy, zu einem Gannovenstück, dem es aber an der Heistüblichen Gelassenheit und Leichtfüßigkeit mangelt. Hier wird immer etwas angestrengt geguckt und Spaß hat bei der Sache wohl auch niemand so recht.

Dafür nimmt sich Nolan viel Zeit sein Konstrukt zu erklären. Nicht die fiktive Technologie, die es ermöglicht an den Träumen anderer teilzunehmen, aber den grundlegenden Aufbau der Traumwelt und der Funktionsweise der Dreamlayer – der Träume innerhalb von Träumen, das Verhältnis der Zeitwahrnehmung innerhalb der einzelnen Ebenen usw.

Gerade zu Beginn bietet er da auch einige ganz schicke Bilder an, die zwar ein bisschen an Autowerbung erinnern, aber doch ganz eindrucksvoll sind. Die sich zusammenfaltende Stadt, in der Objekte erscheinen und verschwinden, Gestaltenwandlung und eine etwas zu lange, aber brillant getrickste Szene bei Zero G.

Was dem Film fehlt ist Drive und wirkliche Spannung, was vor allem an den extrem blassen Charakteren liegt, von denen keiner eine echte eigentliche Persönlichkeit hat, die über das hinausgeht was die allesamt sehr talentierten Darsteller ihnen mitgeben können. Ellen Page ist Ursel Exposition und eigentlich nur als Ausrede dafür vorhanden die ellenlangen Erklärungen im Film unterzubringen, die den Streifen im ersten Akt dominieren. Wie weiland Joachim Bublath führen die Figuren sie in die Mechanik des Traumes ein, inkl. Risiken und Nebenwirkungen. Das Trauma von DiCaprios Dominic wird weidlich ausgespielt, bis auch dem letzten Zuschauer klar ist, wie die weitere Handlung verlaufen wird. Es wird erklärt, erklärt und noch mehr erklärt, ohne das wirklich etwas passiert und – was schlimmer ist, ohne das die Figuren ein Eigenleben entwickeln. Das der ganze Heist an einer Aufgabe hängt, die etwa halb so involvierend ist wie die Einführung einer neuen Cola mit Rühreigeschmack, macht es auch nicht eben leichter wirklich mit zu zittern.

Es ist fast tragisch, wie sehr die Figuren vom Drehbuch vernachlässigt werden: Ellen Page bleibt Projektionsfläche des Erklärbärs und Ruferin in der Wüste, Joseph-Gordon-Levitt ist der Stylishe mit den gegelten Haaren, Tom Hardy der sympathische Humorbolzen mit der Formwandlungsfähigkeit, Ken Watanabe ist der asiatische Industrielle, Dilepp Rao ist der Betäubungs-Spezi und Cillian Murphy der smarte Yuppie mit dem weichen Kern. Leonardo ist der leidende Anführer mit der traumatischen Vergangenheit und der wohl langweiligsten Frau der jüngeren Filmgeschichte. Postlethwaite, Haas und Cain sind eigentlich nur Garnierung und haben weniger Screentime als der ins Wasser fallende Van.

Nolan ist ein Kopfmensch, ein Trickser, dessen Traumwelt den aseptischen Charme einer Tabellenkalkulation verströhmt und der, wie schon in früheren Filmen deutlich wurde, für echte Menschen, Figurenentwicklung und Gefühle die über die Behauptung derselben hinausgehen, wenig Feingefühl besitzt. Das Unterbewusstsein sympolisiert er als Fahrstuhl, bei dem die dunkelsten Erinnerungen natürlich im Basement zu finden sind. Und Subtil hält er wahrscheinlich für ein Waschmittel.

Wir wissen nichts über die Figuren als Menschen, jenseits ihrer Funktionen und des plakativen Traumas von DiCaprio. Das ist schade, denn Nolan versagt den Schauspielern damit Figuren zu erschaffen, die uns wirklich am Herzen liegen. Lediglich Tom Hardy schafft es aus dem wenigen, was ihm das Drehbuch lässt, soetwas wie einen Charakter zu erschaffen. Talente wie Page, DiCaprio und Gordon-Levis scheitern leider und surfen nur auf dem Goodwill, den wir ihnen als Schauspieler entgegenbringen, anstatt das wir wirklich mit ihren Figuren mitfiebern.

Zum Glück gewinnt Inception an Fahrt, wenn die Expositionsmarathons erstmal überstanden sind und der eigentliche Heist losgeht. Da versucht sich Nolan auch mal wieder an Action und ein zwei surrealen Momenten (schön ein Zug der durch die Stadtmitte prescht), was ihm so einigermaßen gelingt. Eine Verfolgungsjagd ist wieder genau in Nahaufnahmen gestückelt wie damals in The Dark Knight, Überblick und gute Choreographie blitzen immer mal wieder auf, sind aber optional.
Aber immerhin passiert mal was, außer dem redundanten Gequatsche das sich DiCaprio und Page zuvor abgeliefert haben. Die Entführung des Industriellen-Söhnchens, der von Murphy solide verkörpert wird, die Konfrontation mit seinem Paten, den Tom Berrenger schön mit Leben erfüllt und die Flucht auf die zweite Traumebene, die von Joseph Gordon Levits Figur Adam kontrolliert wird, bieten einige schöne und spannende Momente. Ja auf dieser Ebene erleben wir sogar den einzig menschlichen Moment von Adam, der gerade deswegen so irritierend wirkt, weil er ansonsten keinerleich Charakter hat: Er erschleicht sich einen Kuss von Page – das wirkt wie ein Überbleibsel einer früheren Drehbuchfassung, in denen die Figuren noch lebendig waren.

Es liegt in der Natur des Konzepts, das ein sehr mechanisch-nüchternes ist, dass die Bilder einen in den seltensten Fällen wirklich umhauen. Die Wow-Momente sind im Grunde alle schon im Trailer zu sehen und auch wenn die Zero G-Szene wirklich wahnsinnig gut getrickst ist, stellt sich nach einer Weile das Gefühl ein, eine Space-Night-Aufzeichnung aus der MIR zu beobachten. Das sieht schon irgendwie geil aus, dauert aber auch gefühlte Jahre, in den nicht wirklich viel passiert. Das Umschalten zwischen den Traumebenen ist denn auch eher umständlich als wirklich Komplex. Verregnete Stadt, Hotel, James Bond-Festung im Eis und Marzahn am Meer.

Die wirklich spannenden Ideen, die Nolan in den Raum wirft, das Konzept der Idee als Virus, die weitreichenden Konsequenzen des Traumdiebstals, der Abhängigkeit von der Traumwelt und der Inception werden nichtmal oberflächlich angekratzt und weichen durchschnittlichen Actionmomenten und Schießereien, die wir schon oft und besser erlebt haben. Es ist schön wenn der Plan am Ende doch irgendwie funktioniert und Cillian seine Idee eingepflanzt bekommt, ein kleines Zucker dafür das wir uns als Zuschauer durch diese umständliche Narration gekämpft haben – spannender wäre es aber gewesen, zu wissen, warum und welche Auswirkungen das hat.

Doch so simpel die Beziehung von Cillians Figur auf Daddy Issues reduziert wird, so simpel bleibt auch Doms Beziehung zu seiner Frau und deren Tod. Ein Liebespaar, das an manische SIMS-Spieler erinnert, die es mit dem Detailwahn irgendwann so weit treiben, dass sie ihre Kacheln abfotografieren und als Textur ins virtuelle Traumhaus einbauen – es gibt spannendere Menschen mit denen man seine Zeit verbringen möchte. Wie bei Nolan – dessen Alter Ego Leo hier unzweifelhaft darstellt – ist auch die Phantasie von Dom und seiner Frau eine eher freudlose und öde Angelegenheit. In diesem Limbo 50 Jahre verbracht zu haben, erscheint in der Tat als Urlaub in der Vorhölle.

Die Traumsucht, die Vielschichtigkeit von Träumen und deren Funktionen für die menschliche Psycho bleiben außen vor, sind nur Buzzwords für einen letztlich recht konventionellen Film, der sich mit einem Taschenspielertrick ein absehbares Ende ermöglicht, das wohl für Diskussionen sorgen soll und sicher von Lost-Fans als willkommener Ausgangspunkt waghalsiger Theorien erfreut aufgenommen wird.

Unterm Strich bleibt ein toll besetzter Film, mit einigen sehr schönen Momenten, grandiosen Tricks, der im Endeffekt viel Lärm um recht wenig Substanz macht und insgesamt als einer der freud- und phantasie und humorloseren Einträge ins Genre des Traumfilms zählen darf. Angesichts des traurigen bisherigen Kinojahrs, welches außer Sequels, Remakes und Adaptionen nicht viel zu bieten hatte, ist Nolan mit diesem Film neben Toy Story 3 aber dennoch einer der großen Lichtblicke, was zugegeben aber auch nicht so schwer ist.

Achja: Die oft gelobte Musik von Hans Zimmer nervt, da sie den ganzen Film, ohne Atempause, in zwei Modi durchschrammelt, ominöses Blubbern und dramatisches Hornpupsen mit Verstärkung.

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262 Kommentare

  • Reply noidea 30. 7. 2010 at 0:51

    Ich sollte in Zukunft vielleicht mal Geld drauf setzen, dass die guten Filme hier immer verrissen werden… dann bin ich bald Millio… ach was Milliardär! ;-)

    Seriously? Der Film rockt und ist das beste was ich seit „The Dark Knight“ und „Gran Torino“ gesehen habe… und ich sehe wirklich viele Filme!

  • Reply Jo 30. 7. 2010 at 0:58

    IMDb 9.2

  • Reply JoKnopp 30. 7. 2010 at 1:02

    Hab den Film heute gesehen. Du zählst alle Kritikpunkte auf, die ich auch habe. Daher wundere ich mich, dass du auf dreieinhalb Sterne kommst. Hätte höchstens drei gesagt: für die Handwerkliche Leistung.

    Ich habe genau gar nicht mit den Charakteren mitgefiebert, weil sie so blass waren. Ob sie es schaffen den Gedanken zu platzieren oder nicht? Völlig schnurz, es geht ja nur um verschachtelte Träume, was in der echten Welt geschieht ist ziemlich egal. Laaangweilig.

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 30. 7. 2010 at 1:06

    @Jo

    Wenn ich die IMDB-Bewertung ernst nehmen würde, kann ich auch Stubenfliegen zur Bildungspolitik befragen… ;)

  • Reply Flibbo 30. 7. 2010 at 1:10

    Da haben wir ja sogar mal gleichzeitig gepostet, Herr Batz.
    Sehr scharf beobachtet, da ziehe ich meinen Hut. Ich habe mich vom Film mehr einfach nur unterhalten lassen, wobei ich mich ja schon als scharfen Beobachter sehe. Das mit der schwachen Figurenentwicklung und so ist wohl richtig – mir aber gar nicht aufgefallen. Bestimmt weil es so eine Figurenentwicklung in so einem Film gar nicht braucht, bzw. weil die gar keinen Platz hat. Mir haben die Charaktere so gereicht und gefallen, wie sie waren. Dagegen finde ich die Spezialeffekte etwas weniger der Rede wert als du (zumindest so, dass es knapp nicht für eine Oscarnominierung reichen dürfte), interesting. Ich fürchte mit der Meinung über die Musik wirst du ein bisschen allein dastehen, aber macht ja nix!
    Leicht neidisch bin ich auch auf deine lockerflockige Zusammenfassung des Inhalts – oft kaum beachtet, jedoch sehr gelungen. (Achja: In dem Satz mit dem Van stimmt was nicht.)
    „Inception“ ist für mich zum jetzigen Zeitpunkt der erste Nolan-Film seit „Memento“, den ich wirklich „wow“ fand.

  • Reply Hm... 30. 7. 2010 at 1:11

    Ich teile nicht alle Kritikpunkte von Batzman, aber eines muss man schon sagen:

    Hätte es nicht eine spannendere „Idee“ gegeben, die von DiCaprio und seinem Team gepflanzt werden muss? Ob jetzt der eine oder der andere Konzern die Vormachtstellung auf dem Energiemarkt hat ist irgendwie etwas trivial… verglichen mit dem, was alles möglich gewesen wäre!

    Revolution, irgendetwas Gesellschaftsveränderndes hätte ich besser gefunden, wo man tatsächlich das Gefühl hat dass es bei der ganzen Aktion um etwas Wichtiges geht. Das wird am Anfang ja auch angedeutet, als DiCaprio und Gordon-Levitt diese Revolution oder was das sein soll beobachten.

    Das „Wie“, der Weg zum Ziel und die Umsetzung, ist aber große Klasse.

  • Reply Suturb 30. 7. 2010 at 1:13

    Ach Batz, 3,5 Sterne sind nun wirklich zu wenig. Auch wenn die Schauspieler meist unter ihren Möglichkeiten bleiben, ist die Idee und die visuelle Umsetzung absolut gelungen und herausragend. 4 bis 4,5 Sterne hättens auch getan. Nicht der (ein bisschen erhoffte) Film der Jahrzehnts, aber mit Sicherheit ein Film der lange, lange in Erinnerung bleibt. Und das ist gut so.

  • Reply SuppenkaZper 30. 7. 2010 at 1:17

    Hab schon auf die Review gewartet :) danke.

    Also erstmal finde ich das die gelesen Review schlechter klingt als die „Stern-Bewertung“ die aber ja eh nur nebensache ist.
    Allgemein kommt mir hier der Film etwas zu schlecht weg muss ich zugeben. Ich bin aber auch ein Nolan Fanboy seit Memento, den ja auch viele für überschätzt halten.

    Also der Film hat mich vor allen Dingen auf einer Ebene begeistert. Der Blockbuster-Mainstream Ebene. Wenn so Mainstreamfilme und „Sommer-Blockbuster“ aussehen, wird Mainstream endlich kein Schimpfwort mehr sein in meinem Wortschatz (Überheblichkeit ick hör dir trappsen) sein.

    Natürlich täuscht der Film mehr Tiefe vor als er wirklich besitzt und die Kritikpunkte hinsichtlich der flachen Charaktere gehen auch in Ordnung. Allerdings finde ich muss bedacht werden, was der Film bietet.
    Er erschafft erstens ein Universum von dem ich mehr wissen will. Ich will Inception Bücher! Ich will mehr von anderen „Jobs“ wissen, ich will ein bisschen techbabbel und ich möchte mehr über Cobb erfahren, über die Welt, war das Traumzeug mal legal? Wann wurde es illegal? usw und sofort. Das sind auch keine negativen sondern positiven Punkte meiner Meinung nach. Alles haarklein zu erläutern und darzustellen hätte nochmehr Expositionsmomente gefordert, die Batz ja anscheinend schon so auf den Keks gegangen sind ;).

    Der Film fühlte sich trotz der themengeschuldeten unausweichbaren parallelen zu Matrix für mich einfach sehr frisch, neu, innovativ, kreativ und durchdacht an. Ich hatte nicht das Gefühl dort Standardkost serviert zu bekommen, aber vielleicht auch nur weil Nolan die Fischstäbchen so hübsch auf dem Teller angeordnet hat.
    Ich habe mich im Kino seit langem mal wieder richtig Wohl gefühlt und keinen Cent des bescheuerten 9,50 Euro „Männerabend“ Kinotickets bereut.
    Der Film hat bei mir von Beginn an funktioniert und mich hat diese Welt auf anhieb in ihren Bann gezogen.

    Den Score so abzuwerten kann ich nun gar nicht verstehen ^^ ich hatte seit langem nicht mehr das Gefühl das Bild und Musik so gut aufeinander abgestimmt waren. Großartig in meinen Ohren.
    Das einzige was mir tatsächlich nicht sooo sehr gefallen hat, war der Action-Overkill im Schnee. War zwar nett anzuschauen, hat meiner Meinung nach aber weder so recht in den Tenor des Films gepasst, noch irgendwas wichtiges dazu beigetragen.

    Was Nolan da meiner Meinung nach geschaffen hat und was mir seit Jahren fehlt, ist ein Blockbuster mit einer gescheiten Meta-Ebene. Mainstream-Popcorn-Kino wo man eben nicht sagen muss „das Hirn an der Gadrobe abgeben“ sondern es mit reinnehmen kann, spaß haben kann und sogar eine nette Diskussion mit ihm führen kann.
    Natürlich ist Inception nicht der großartigste Film aller Zeiten. Aber Inception ist Blockbuster Kino wie es meiner Meinung nach sein muss.
    Große Unterhaltung die den Zuschauer nicht für dümmer als einen Hydranten hält, sondern ihn ernst nimmt und versucht ihm etwas zu bieten. Danke Herr Nolan. So gehe ich gerne ins Kino, auch für den überteuerten Preis von 10 Euro.
    Natürlich auch danke für die Review :) Hoffe von den anderen Freunden kommt auch noch was, bin gespannt ob alle dem ähnlich desillusioniert (no offense here) gegenüberstehen.

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 30. 7. 2010 at 1:20

    @Suturb

    3.5 Sterne sind immer noch Guckempfehlung – 4.5 Sterne kriegen wirklich nur herausragende Werke, die mich wirklich beeindrucken. Da ich 5 nicht vergebe, wäre 4.5 also ein Spitzenwert und dafür ist Inception dann bei allen Qualitäten doch etwas zu banal und lahmarschig.

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 30. 7. 2010 at 1:26

    @SuppenkaZper

    Ich stimme dir mit der Welt durchaus zu – und ich sehe das Potential des Konzepts, aber ich find es einfach traurig, wie wenig Nolan daraus macht – alleine in deiner Aufzählung sind eine Menge Dinge die ich lieber gesehen hätte als den eigentlichen Film. Er ist einfach zu talky und verschwurbelt sich in seiner Weltenentwicklung – das ist als wenn man erstmal ein Handbuch lesen muss, ehe man bei einem Spiel Spaß haben darf… und das ist verdammt schade. Es gäbe soviel zu entdecken, soviele tatsächlich anspruchsvolle Themen und Fragen die sich geradezu aufdrängen, statt dessen walzt er wenig Story auf 2.5 Stunden… Sollte es ein Sequel oder eine TV-Serie geben (was find ich vom Scope besser passen würde und die Macher dazu zwingen würde sich gute Stories auszudenken), wäre ich aber in jedem Fall dabei…

  • Reply Lino 30. 7. 2010 at 1:39

    Find 3,5 Sterne vollkommen in Ordnung. Die Idee war gut aber was daraus gemacht wurde war, mit Verlaub, arg ausbaufähig. Am Anfang haben den Film große Bilder und „den Zuschauer verwirren“ gerettet und am Ende Action. Bin mir recht sicher, dass der Film beim 2. Sehen alles andere als besser wird. Dazu noch recht hahnebüchene Wendungen (Moment 1: X stirbt, kommt ins Limbo. Moment 2: Y bekommt die Traumdrogen, kommt ins Limbo. Moment 3: X fällt? stirbt? im Limbo, kommt eine Traumebene zurück. Könnte da noch mehr aufzählen.). Der Film verbringt Stunden damit, die Regeln zu erklären und einem zu erzählen „Boah, wir haben hier eine riesige, genau durchdachte Welt! Total ausgeklügelt!“, nur um am Ende alles zu vergessen, um den Plot zu retten. Genau, wie von Anfang (fast) alle Charaktere nur da sind, um den Plot zu retten. Und nie mehr, als nötig, um den Plot zu retten. Unterhaltsam: Joah. Idee: Super. Darsteller: Verzweifeln am Drehbuch.

  • Reply Anmerkungsmann 30. 7. 2010 at 1:59

    muss ausnahmsweise mal dem review recht geben, bei den meisten hier tu ich das nicht, aber diesmal führt kein weg drum herum. die charaktere waren eisfiguren, denen man beim schmelzen zuschauen wollte, aber irgendwie blieb die entwicklungstemperatur konstant unter 0 grad. lag auch daran, dass da wenig konsequente fixierung auf wirkliche hauptfiguren vorhanden war (abgesehen von domm, oder dobb, oder bobb, wie hieß der noch… nennen wir ihn leo). wo ist nur das hollywood archetyp des leinwand- trios hin? ist das inzwischen komplett ausgestorben?
    bezeichnend war doch dieser ken watanabe- stunt, der die anfangsszene spendiert bekommt, die einen bogen zum schluss spannt. überflüssig so wie es umgesetzt wurde. übrigens SOLLTE marion cotillard vielleicht mit absicht so eine scheißrolle spielen… sie war nur noch ein blasser schatten am horizont, die erinnerung verblasst bei leo halt. anders kann man sich diese peinlichkeit nicht erklären.
    contrair geh ich nur mit einem: ellen page kann mir persönlich sehr gerne den erklärbären spielen, von der würd ich mir die bedienungsanleitung von nem dvd- player vorlesen lassen, wenn es sein muss. die hätt noch stundenlang Paris auf den Kopf stellen können, das nenn ick mal nen romantischen Urlaub!

    naja, wie auch immer, ne tv- serie wäre für dieses Konzept wirklich toll, zumal dann endlich mal jemand nach 6 staffeln und 400 stunden sendezeit mit nem gewagten finale daherkommen könnte, das alle umhaut… „jungs, es tut mir leid, aber das war alles nur ein schlechter traum“ ;)

  • Reply Buckaroo Banzai 30. 7. 2010 at 2:53

    für mich einer der besten sf-filme seit jahren und so nebenbei wohl ohnehin der beste film des jahres (bis jetzt freilich)…

    speziell das grandiose, geradezu geniale drehbuch verdient höchste bewunderung. allein wie die (zugegeben recht äufwändige) exposition sich mit der handlung weiter offenbart ist meisterhaft. wiewohl ich zugeben muss, dass die emotionale einbindung mit den charakteren durchaus teilweise auf der strecke bleibt, aber eben auch nur teilweise…

    und was mögliche fehlende substanz, tiefe etc. betrifft, so sehe ich dies ganz anders, besonders weil der film um eine ganze reihe von substanziellen motiven und strukturen kreist…

    ich erlaube mir mal hierzu einige flapsig hingeworfene stichworte:

    christopher nolan und seine vision des urbanen raums, die stadt als filmmotiv… metropolis, blade runner als quasi-vorgänger… die stadt als eigentlicher kulturraum in dem das subjekt erst seine identität in der symbolischen zäsur zur welt (’naturraum‘) definiert… architektur als manifest gewordene sprache… die symbolische wirklichkeit, die sich in beton und glas überstülpt… übergangszonen, konstrukte, projektionen… limbos als ende der sprache, ende der identität, als ort jenseits aller orte… das verdrängte, das hervorbricht und sich nicht verdrängen lässt… hel (mal) als die herrin der unterwelt… sich schuldig machen und die schuld (an)erkennen… das unbewusste fassbar (bewusst) machen… luzides träumen und luzides wachen… das konstrukt als wahrheit… das ende des konstrukts auf der suche nach wahrheit…

  • Reply nurah-Bielefeld 30. 7. 2010 at 2:59

    ich check das hier nicht,warum Toy Story 5 Sterne bekommt und Inception 3,5??

    nur weil der rosane Hase mit den machen nicht geschlafen hat ähhh ich meine ein Filmchen gedreht hat???:S

    ich sage nur IMDb 9.2!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!;)
    IMDb RULEZ!

  • Reply Christopher 30. 7. 2010 at 7:15

    War nett ja, aber beeindruckend nicht. Würde als Schulnote ne 2 geben, also passt das auch so ungefähr mit den 3.5 Sternen.

  • Reply def 30. 7. 2010 at 7:15

    Das ist ganz einfach Nurah.

    Wer würde denn noch auf diese Seite kommen, wenn Filme, die „jeder gut findet“ hier auch gute Bewertungen bekommen würden und Filme, für die ein Großteil der Leute sein Geld zurück verlangen wöllte, negativ bewertet? Keiner. Daher hebt man sich als Kritiker halt ab, indem man antizyklisch gute Filme verreisst und schlechte lobt mit dem Argument, alle anderen Zuschauer hätten den Film nur nicht verstanden.

    Aber das ist das, weshalb man sich auf Unterhaltung durch F5 verlassen kann. Sobald mal was Taugsames in die Kinos kommt, setzt man sich am Tag nach dem Kinobesuch mit einer Tasse Kaffee an das Review und schaut, welche fadenscheinigen Argumente man sich diesmal wieder aus den Fingern gesaugt hat, um sich ja von IMDB und Metacritic abzuheben.

  • Reply Phil 30. 7. 2010 at 8:23

    def hat’s erkannt.

    Ich komme auch nicht wegen der Reviews her, sondern wegen den sonstigen Posts. Für Reviews gibt’s ja genug kompetente Websites.

    Und wenn man tatsächlich tiefgründige Bewertungen lesen will geht man eben zu filmzentrale.com.

  • Reply reeft 30. 7. 2010 at 8:24

    @def wooooord

  • Reply Nilz N Burger 30. 7. 2010 at 8:29

    hui, def hat uns durchschaut. bloss nicht bewerten was man sieht, sondern einfach nur danach, wie die kleinen nerds auf der imdb bewerten, DIE müssen es ja wissen.

    im ernst: wer die imdb-liste in irgendeiner weise für aussagekräftig hält, der meint auch das bei dsds talente gefunden werden.

    wenn man hier mehr als einmal liest (was du ja offensichtlich tust), dann hat man sicher gemerkt, das batz etwas schärfer als andere urteilt. aber nie unbegründet. obiger kritik substanzlosigkeit oder an-den-haaren-herbeigezogigkeit vorzuwerfen beweist nur das du:

    a) sie nicht gelesen hast oder
    b) nicht lesen kannst.

    so einfach ist das manchmal…aber die welt ist schöner mit verschwörungstheorien, oder?

  • Reply Silent Rocco 30. 7. 2010 at 8:36

    Für mich war „The Dark Knight“ eine relative Enttäuschung, somit bin ich mit eher gedämpften Erwartungen in das Kino gegangen. Was ich dann erlebt habe, war die Geburt eines neuen Klassikers auf dem Level eines „Blade Runner“ mit einer nahezu perfekten Spannungsschraube (die den Film wie einen 80-minüter erscheinen lässt), einem für Blockbusterverhältnisse unglaublich genialen Skript (da kann die gesamte Gilde richtig neidisch auf Nolan sein), einem großartig besetzten Schauspielerensemble, vielen Kinnladenszenen, die trotzdem nicht übertrieben wurden, einem wundervollen Ende…. die Liste könnte ewig weiter gehen. Und das Allerbeste: Der Film bleibt insgesamt offen für vielseitige Interpretationsmöglichkeiten, die EINE Wahrheit in allen Details scheint es nicht zu geben. Hier gibt es zum Beispiel eine wunderschöne Analyse: http://www.chud.com/articles/articles/24477/1/NEVER-WAKE-UP-THE-MEANING-AND-SECRET-OF-INCEPTION/Page1.html (mit einer wunderbar angeregten Diskussion und weiteren Deutungsmöglichkeiten in den Kommentare) … da merkt man, was uns (und einer dämlichen Branche in Amerika) Nolan für ein Filmgeschenk gemacht hat. Nach dem Film finde ich es wohltuend, das er es in keiner Richtung übertreibt, nicht zu kitschig, nicht zu effekthascherisch, nicht zu philosophisch in den Dialogen… und genau das lässt ihn VIEL größer werden. Wenn man dann aktuelle Trailer wie z.B. zu „Salt“ usw. ansieht, die die gleiche Action haben, aber dann 0 Hirn, wirken die Werke gleich doppelt dünn und schlecht.

    Nolan hat einen Klassiker geschaffen. Punkt.
    Und bei mir die Sache mit dem Batman wieder gutgemacht :)

  • Reply Inception. Kopfkino. « 3Toastbrot 30. 7. 2010 at 8:46

    […] Zusammenhänge klar geworden, für die mein Gehirn gestern im Kino einfach nicht die Zeit hatte. – Nolan ist ein Kopfmensch. – weitere Kritiken Explore posts in the same categories: […]

  • Reply Silent Rocco 30. 7. 2010 at 9:27

    Das einzige, was mich an „Lost“ erinnert, sind die unsäglich billigen Plakate…

  • Reply Dr.Strangelove 30. 7. 2010 at 9:47

    Erstmal finde ich die Review sehr gut! Ich habe genau vor den Dingen an… das in den Träumen Actionlastiges Einheitsblick Dingens ist. Verfolgungsjagd und Schießerei. Da klingt ja Matrix 2 spannender. Und zum IMDB …. ich finde „The Dark Knight“ zum Beispiel schlechter als Nolans ersten Batman. Die letzte Stunde von „the Dark Knight“ nervte mich extrem. Batman kann durch Wände schauen… blaues 3D Gewusel… was total nervte. Und diese zwei Schiffe auf einem die Terroisten, usw… das ging mal zu schnell… mal zu langsam. Einfach total schlecht erzählt. Und dann noch Two-Face am Ende irgendwie lieblos reinplaziert. Egal.

    Und District 9… auch 8.2 Sterne auf IMDB. Aber im Grunde doch eher 6.9 oder 7.2. …. eigentlich ein Actionfilm… aber alles sagen das der ja so „schlau“ sei.
    Die Hollywood/Blockbuster Filmegucker kann man wohl sehr leicht mit ein wenig „tiefgang“ ködern. „V wie Vendetta“ wirkt auch eher unfreiwillig komisch. In 20 Jahren wird das noch deutlicher werden. Ich schätze den Film auf 7.0 Sterne… aber nö… hat auch 8.2 Sterne.

    Man man man. Echt blöd Ein Fahrstuhl ins Unterbewusste, Actiongeballer aller Bond, Charaktere die doof schauen (sieht man im Trailer ja schon gut.) und „Broooom, Zong, Peng Musik von Zimmer“.

  • Reply getchaos 30. 7. 2010 at 9:51

    Hmm, interessante Positionen hier…und das Review ebenfalls.

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich persönlich hin und weg von dem Film war. Ich bin jetzt nicht der Arthouse Film Gucker, aber auch niemand, der sich jeden Adam Sandler Film reinziehen muss…also ich schätze eher ein Mainstream Gucker mit „Anspruch“

    Wie gesagt, ich persönlich hab mich einfach von dem Film mitreissen lassen und meine hohen Erwartungen wurden meiner Meinung nach übertroffen.

    Was hier optisch, sound- und „head-scraching“ mässig geboten wurde ist die wahre Wonne. Kurz nachher habe ich gedacht: Der größte Mindfuck seit „Matrix“, aus dem ich damals auch völlig buff rauskam.

    Sitze normalerweise nicht im Kino und kralle mich in den Sessel, aber Inception hat dies für mich geschafft.

    Mich hat es nicht gestört, bzw. ist es mir im Rausch der Gefühle nicht aufgefallen, dass die Charaktere eisern und starr seien…ich fand das passte sehr gut in den Film…

    Gerade wenn man über das Ende nachdenkt, dann machen viele der „flachen“ Charaktere oder der Fokusierung auf den Cobb Charakter doch erst Sinn…was wenn diese wirklich nur seinem Kopf entstanden? Wie dem auch sei…

    Beim ersten Sehen hat mich persönlich der Film umgehauen…das beste Dinge seit „The Dark Knight“ im Mainstream Kino, mit sehr vielen coolen Ideen und jede Menge „Matrix“ mässiger Elemente, die zwar nicht neu, aber in ihrer Anordnung sehr einzigartig waren.

    Was beim zweiten Schauen und weiterem Analysieren späterer Sichtungen für mich ist, weiß ich nicht…ich denke die enttäuschten Reviewer haben einfach von Anfang an zu viel analysiert und sich nicht soooo mitreißen lassen…was ja auch ok ist ;-)

  • Reply Ranor 30. 7. 2010 at 10:14

    Die Kritik ist schon recht zutreffend, auch wenn mir der Film subjektiv deutlich besser gefallen hat. Denn Nolan kann einfach mitreißend inszenieren und ist momentan einfach einer der besten Handwerker in Hollywood.

    Zur Musik: Ich finde den Score großartig und bin auch positiv überrascht, dass die Musik von Zimmer in so ziemlich allen Rezensionen gelobt wird.

  • Reply Tino 30. 7. 2010 at 10:14

    Na ich geh heute rein und mach mir selbst ein Bild. Mal von imbd abgesehen, schneidet der Film auch bei moviegod, filmstarts, moviejones usw. sehr gut ab.
    Aber wir kennen ja den guten alten Batz, immer etwas kritischer als die „graue“ Masse. Oftmals zu sehr gewollt, aber häufig auch treffend.

    Ich halte Nolan für einen guten Regisseur, allerdings find ich seine Arbeiten etwas überbewertet.
    The Dark Knight war ok, aber die Lobhudelei darüber hab ich auch beim zweiten Mal nicht verstanden. Es ist gutes Popcornkino, mehr aber auch nicht.

  • Reply Andi 30. 7. 2010 at 10:16

    Ich habe jetzt schon mehrmals (bei mir ind er Tageszeitung und im Internet) von dem Film folgenden Titel gelesen: „Inception – Anfang“ bzw. „Inception – Der Anfang“. Ist das ein Fehler, oder ist der Film tatsächlich als Mehrteiler geplant?

    Außerdem lese ich häufig, dass die Traumsequenzen zwar toll anzuschauen, aber sehr steril seien (wie Action-Szenen aus James-Bond-Filmen). Dem Film würden wohl einige surreale Szenen a la David Lynch fehlen.

    Ich selber habe den Film zwar noch nicht gesehen, freue mich aber (immer noch) darauf, auch wenn ich die Filme von Nolan alle nicht so dolle fand. Memento fand ich zwar innovativ, aber mehr auch irgendwie nicht. Vielleicht müsste ich ihn einfach noch mal anschauen. Und die beiden Batman-Filme fand ich auch eher fad. Beim ersten Teil hat es zwar actionmäßig ordentlich gekracht, aber bei mir kam seltsamerweise überhaupt kein Spannungsgefühl auf. Keine Ahnung warum, vielleicht waren die Action-Sequenzen einfach zu schnell, oder ich war in einer schlechten Stimmung. Und der zweite war auch kein Meisterwerk, jedenfalls in meinen Augen.

  • Reply Moviesteve 30. 7. 2010 at 10:19

    Abgesehen von den (wohl der späten Uhrzeit geschuldeten ;)) Tippfehler, die Du bei Gelegenheit ruhig noch korrigieren solltest, eine gut geschriebene Rezension, deren Kritikpunkte ich gut nachvollziehen kann, ich in ihrer Gewichtung und Wirkung aber anders beurteile.
    So kam mir der Film trotz der genannten Schwächen z.B. alles andere als langatmig vor, mich hat gar überrascht, wie schnell die Zeit verging. Die nüchterne, teils fast emotionslose Grundstimmung fand ich sehr gut, da es ein schöner Kontrast zu anderen Traumfilmen darstellt. Einen zweiten „The Cell“ oder hatte ich nicht erwartet und bin auch froh, dass das hier eine andere, frische Interpretation der Gedankenwelt war. Nur weil es um Fantasiegebilde und surreale Erlebnisse geht, muss es ja nicht immer wie bei Charlie Kaufmann zugehen und wie bei Terry Gilliam aussehen.

    Ist sicherlich Geschmackssache. Wie gesagt, falsch liegst Du nicht wirklich.
    Begeistert bin ich trotzdem. Für mich der beste Film des Jahres, ja seit langem. Aus Mainstream-Hollywood kam seit „Matrix“ nix Vergleichbares (heißt: nix, was mich so durch seine aus bekannten Versatzstücken gewonnene Neuheit beeindruckt hat). [Diese meine Auffassung hast Du sicher schon auf Facebook mitbekommen. :) Entschuldige die Wiederholung!]
    Doch „Matrix“ magst Du ja, glaube ich, auch nicht sonderlich. (Korrigier mich, wenn ich mich irre!)

    PS: Meine Lieblingsstelle „…haben weniger Screentime als der ins Wasser fallende Van.“ So wahr! :D

  • Reply Moviesteve 30. 7. 2010 at 10:20

    Jaja, über Tippfehler mosern und dann sowas verzapfen. Eigentor! ;)
    Wo ist eigentlich die Editier-Funktion hin?

    LG
    steve

  • Reply Mad 30. 7. 2010 at 10:20

    Also ich fand den Film sehr gelungen, auch wenn ich dem Einwand mit den etwas blassen Charakteren teilweise zustimmen kann.

    Was ich sonst noch zu der Review sagen kann: da sind mir wahnsinnig viele Rechtschreibfehler aufgefallen, vielleicht solltet ihr den Text noch mal überarbeiten. (Ja ich weiß, ich mag solche Rechtschreibfetischisten auch nicht, und in meinem Post wird sicherlich jemand auch einen Fehler entdecken. Aber in dieser Review ist es mir eben extrem aufgefallen.)

  • Reply H. 30. 7. 2010 at 10:25

    Ja, meine eigene Rechtschreibung ist auch nicht perfekt. Ja, ich hasse Rechtschreibnazis auch. Ja, Kommentare wie dieser nerven.

    Aber: Leute, könnt Ihr Eure Artikel bitte bitte gelegentlich mal Korrekturlesen, bevor Ihr sie veröffentlicht? Mannomann, dieser Text ist ja schon wieder voller Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler. Ganze Worte fehlen einfach so im Lesefluss.

  • Reply Moviesteve 30. 7. 2010 at 10:33

    [Mmh, irgendwie hat die Inception meines Kommentars nicht funktioniert, er ist vermutlich im Limbo verschwunden. Na ja, dann eben nochmal (Strg+C sei Dank!) und wenigstens auch gleich ohne Vertipper. Sollte der ursprüngliche Beitrag doch noch zurückkehren, dann durch die Admins bitte löschen, danke.]

    Abgesehen von den (wohl der späten Uhrzeit geschuldeten ;)) Tippfehlern, die Du bei Gelegenheit ruhig noch korrigieren solltest, ist dies eine gut geschriebene Rezension, deren Kritikpunkte ich gut nachvollziehen kann, ich in ihrer Gewichtung und Wirkung aber gänzlich anders beurteile.

    So kam mir der Film trotz der genannten Schwächen z.B. alles andere als langatmig vor, mich hat gar überrascht, wie schnell die Zeit verging. Die nüchterne, teils fast(!) emotionslose Grundstimmung fand ich sehr gut, da dies einen schönen Kontrast zu anderen Traumfilmen darstellt.
    Einen zweiten “The Cell” hatte ich nicht erwartet und bin auch froh, dass das hier eine andere, frische Interpretation der Gedankenwelt war. Nur weil es um Fantasiegebilde und surreale Erlebnisse geht, muss es ja nicht immer wie bei Charlie Kaufmann zugehen und wie bei Terry Gilliam aussehen.

    Ist sicherlich Geschmackssache.
    Wie gesagt, objektiv falsch liegst Du nicht.

    Begeistert bin ich trotzdem. Für mich der beste Film des Jahres, ja seit langem. Aus Mainstream-Hollywood kam seit “Matrix” nix Vergleichbares (heißt: nix, was mich so durch seine aus bekannten Versatzstücken gewonnene Neuheit beeindruckt hat).
    [Diese meine Auffassung hast Du sicher schon auf Facebook mitbekommen. :) Entschuldige die Wiederholung!]
    Doch “Matrix” magst Du ja, glaube ich, auch nicht sonderlich. (Korrigier mich, wenn ich mich irre!)

    Jedenfalls ein Muss-man-im-Kino-gesehen-haben- und Kann-man-hinterher-schön-drüber-sprechen-Film, wie es sie leider nur noch viel zu selten gibt.

    PS: Meine Lieblingsstelle “…haben weniger Screentime als der ins Wasser fallende Van.” So wahr! :D

  • Reply Silent Rocco 30. 7. 2010 at 10:37

    Wäre super, wenn die Mods mein etwas längeres Kommentar freischalten würden. Sollte der Link stören, einfach diesen Part löschen. Danke!

  • Reply andres 30. 7. 2010 at 10:42

    Dass Inception eine Geschichte erzählt, die noch nie erzählt wurde, dass Bilder zu sehen sind, die noch nie so auf der Leinwand zu sehen waren und dass es zudem einen logischen Überbau gibt, der den Zuschauer wirklich fordert reicht den Herren hier natürlich nicht. Da fehlen natürlich Figurentiefe, die Beziehungen untereinander, und natürlich der eigentlich auch egal.

    Vielleicht sollten die Filmfreunde mal die Theorieschinken beiseite legen und sich daran erinnern, was einen guten Film ausmacht.

  • Reply lakritz 30. 7. 2010 at 10:54

    Habe mich noch nie bei Schieß- und Prügelszenen so sehr gelangweilt. Die Motivation für diese Standard – Actionelemente fehlte ja komplett.
    Warum mussten die Protagonisten eigentlich stundenlang in der Wintertraumszenen Skifahren und Bergsteigen? Hätte der Traum nicht gleich vor dem Tresor starten können? War wahrscheinlich noch zuviel Geld übrig und die Darsteller hatten Bock auf einen Skiurlaub.

  • Reply Nilz N Burger 30. 7. 2010 at 10:55

    @andres: mit figuren steht und fällt jeder film! da kann die story noch so sehr „niemals da gewesen“ sein, da kann der film noch so sehr fordern. die figuren sind das allererste, was stehen soll. wenn dann einer, der sich immer so sehr als formalist proflilieren will wie nolan, nicht mal mit den basics anfängt: dann ist das eher ein armutszeugnis. handlung sollte immer den figuren folgen, nicht umgekehrt. das ist wirklich drehbuch 1×1 erste stunde.

    wenn du das anders siehst, okay. kein problem. viel spass bei der verfilmung deiner videorecorder-anleitung.

    nochmal: gute figuren (das hat auch erstmal nichts mit tiefe oder so zu tun, sondern mit logischer plastizität…iron man ist auch nicht die logischste figur von allen und funktioniert trotzdem super…) sind das a und o eines jeden films. wenn die stehen, kann man erzählen was man will. da die aber die handlung transportieren müssen, müssen sie auch zwingend funktionieren. gute figuren machen einen guten film aus. an oberster stelle.

  • Reply Gewerkschaft der Leser 30. 7. 2010 at 10:59

    Die Lesern fordern Zweit- und Drittreviews von René (4,5 Sterne) und Rajko (1,5 Sterne)!

  • Reply “Inception” — Thoughtcatcher 30. 7. 2010 at 11:14

    […] Fünf Filmfreunde […]

  • Reply mon2908 30. 7. 2010 at 11:27

    Der Film war scheisse.

  • Reply Ranor 30. 7. 2010 at 11:34

    Ja, ich möchte unbedingt wieder vom Strajker beschimpft werden!

  • Reply andres 30. 7. 2010 at 11:37

    @nilz
    Bei Iron Man gings auch um Iron Man.
    Die Geschichte war auf Iron Man zugeschnitten, weils um Iron Man ging.

    War Matrix so gut weil Reeves so eine unglaublich vielschichtige Figur war?
    Eben.

  • Reply Der grüne Blob 30. 7. 2010 at 11:44

    Der eine mags, der andere nicht, das ganze nennt man Unterricht…

    „Über Kunst und Geschmack kann man nunmal streiten.“
    „Nein, entweder man hat Geschmack, oder man hat keinen!“

    Der Watzmann oder wie der heißt schreibt ne Review, über nen Film den er gesehen hat. Darin schreibt er was ER gut und was ER scheiße, ähhh schlecht, findet. Andere sehen das anders, über manche Punkte kann man streiten, aber man kann doch seine Wertung (Meinung) nicht angreifen, wenn sie in sich stringent und logisch ist. Andere finden den Film geil, okay, gebt halt 5 Sterne, aber toleriert halt dem Mann seine Meinung. (jaja Toleranz und Akzeptanz sind die Vorboten der Homosexualität, blabla ich weiß).
    Wenn er schreibt: Der beste Film den ich je gesehen hab, und gibt 0,5 Sterne, dann kann man ihn zerreissen.
    Wenn man zu anderen Punkten anderer Meinung ist, auch gut…

  • Reply SuppenkaZper 30. 7. 2010 at 12:28

    @ Nilz … Jetzt hör mal auf :P
    Da werden ja noch mehr Fehler deutlich die mir nicht aufgefallen sind weil Nolan so schön mit den Händen vor meinem Gesicht rumgefuchtelt hat um mich abzulenken.
    Vorgestern fand ich den Film noch über fast jeden Zweifel erhaben und jetzt pflanzen du und Batz die Saat des Zweifels… ja beinah… wie einen Gedanken in meinem Geist….
    ^^

  • Reply Nilz N Burger 30. 7. 2010 at 12:51

    @SuppenkaZper: lol…:)
    @andres: ach, matrix war gut? dann hab ich da was nicht mitbekommen..:) im ernst: ich konnte den nicht leiden. aber aus anderen gründen (die figuren bei matrix waren in der inneren logik des films schon sehr klar definiert und haben da auch funktioniert. wie gesagt: du musst funktionierende figuren nicht mit vielschichtigkeit verwechseln..die mädels bei charlies angels funktionieren auch als glaubwürdige figuren in ihrem universum, und da kann ich auch keine irrsinnige tiefe entdecken..)

  • Reply bale 30. 7. 2010 at 13:09

    typisch batzman… war auch gestern drin mit mehreren leuten. MEISTERWERK! KLASSIKER!!! GUCKEN!!!

    DAS ist das avatar von filmliebhabern!

  • Reply Der grüne Blob 30. 7. 2010 at 13:34

    @Bale: aber Avatar war doch totale Grütze, oder nicht?

  • Reply bale 30. 7. 2010 at 13:43

    ok, hab mich ein bisschen falsch ausgedrückt..

    avatar und transformers 2 sind das inception der hirn-abschalten-popcorn-fraktion … !!!

    besser? ;)

  • Reply Der grüne Blob 30. 7. 2010 at 13:46

    ahhhh oki. stand auf der leitung, jetzt ist mir dein Standpunkt klar…

  • Reply Don Pablito 30. 7. 2010 at 14:13

    Um’s mal gesagt zu haben; Ich hätte dem Film 9 von 10 Punkten gegeben. Aber mal was anderes (Vorsicht SPOILER)…

    Wenn sich Schwerelosigkeit immer auf die darunter liegende Ebene auswirkt (Fallender Van -> Hotel), warum hört das nach einer Ebene auf? Wenn die Jungs alle im Hotelzimmer frei im Raum schweben, also in der Schwerelosigkeit, warum wirkt sich das dann nicht auch dort auf die Ebene darunter (Gebirgsfestung) aus? Wurde das mal erklärt und ich hab’s verpasst…?

  • Reply getchaos 30. 7. 2010 at 14:21

    Ich schätze einfach mal….das war so, weil die Zeit in den unteren Ebenen um ein vielfaches langsamer vergeht…also brauchen werden auch die generellen Veränderungen in der Eben darüber nicht bemerkt…

    schließlich würden in der 3ten Ebene ja 10 Jahre vergehen, wenn auf der 2ten nur Monate vorbei sind…genaue Zahlen hab ich nicht im Kopf…

  • Reply Silent Rocco 30. 7. 2010 at 14:27

    Das ist richtig. Hinzu kommt noch, dass die Beschleunigung ausschlaggebend ist, d.h. die Änderung der Bewegungsgeschwindigkeit, und die ist ja auf der Hotelebene wieder nahezu 0. Kein großer Unterschied, ob sie liegen oder schweben.

  • Reply mo 30. 7. 2010 at 14:30

    Joseph Gordon-Levitt spielt Arthur, nicht Adam.

  • Reply Renington Steele 30. 7. 2010 at 14:30

    OMG! Filmfreunde-Kommentatoren entdecken den Humor! ZOMG! ;D

  • Reply Don Pablito 30. 7. 2010 at 14:30

    Ah Okay, das mit der Beschleunigung klingt logisch.

    Gracias

  • Reply DW70 30. 7. 2010 at 14:51

    Acha:
    „Unterm Strich bleibt ein toll besetzter Film, mit einigen sehr schönen Momenten, grandiosen Tricks, der im Endeffekt viel Lärm um recht wenig Substanz macht und insgesamt als einer der freud- und phantasie und humorloseren Einträge ins Genre des Traumfilms zählen darf.“

    Ach und ein bißchen Zimmer-Bashing muß auch sein:
    „Achja: Die oft gelobte Musik von Hans Zimmer nervt, da sie den ganzen Film, ohne Atempause, in zwei Modi durchschramm …“

    Unterm Strich bleibt ein Filmblog, der abolute Gurken und Filmstudentenfilme auf dem Niveau von DSF-Sexyclips sowie Brasilianisch/Spanisch/Kaukasische Splaterfilme als Filmhighlights anpreist und ein nervender Zimmerbasher der noch keine Frau mit seinen Gitarensolis „rungekriegt“ hat aber bestimmt mal ein großer Filmkomponist wird, nur bisher wollte ihn keiner.

    Es stimmt doch, dass Internet und insbesondere Blogs sind die Klowand derer die sonst nie gehört werden und auch in Zukunft deren Meinung auch keinen interessieren wird … sorry aber diesmal lag 5FF absolut daneben!

    Oder wie war das noch: Arbeitsloser Filmschaffender mit Blog sucht Arbeit als Autor oder Journalist, nach dem Motto: Arbeitest Du schon oder blogst Du noch ;o)

  • Reply Don Pablito 30. 7. 2010 at 14:58

    Ich finde es übrigens nicht schlimm, dass die Thematik „Träume / Psyche / Vorstellungskraft“ nur als Fundament benutzt wird, um darauf eine (zugegeben Heist-übliche) filmische Dramaturgie aufzubauen. Eine filmische Abhandlung über das Thema zu verfassen, war – denke ich – nicht Nolan’s Absicht, und wurde auch in den Trailern nie so versprochen. Wäre natürlich mal interessant, auch für mich persönlich. Dafür gehe ich dann aber nicht in’s Kino, sondern in die Fachabteilung der örtlichen Bibliothek o.Ä.

    Ich finde, für einen sehr, sehr unterhaltsamen „Blockbuster“ sind hier Denk-Anstöße in ausreichender Menge vorhanden, was für sich schon ein kleines Kunststück ist. Von da aus kann ja jeder für sich selbst weiter spinnen.

    Ich fand vor Allem die Parallelen vom Prinzip der Extraction / Inception zum Medium Film sehr nett; also schon der reizvolle Gedanke, eine Idee in die Köpfe der Menschen einzupflanzen, kommt dem Konzept Film doch recht nahe. Hätte natürlich eine ausgefallenere Idee sein können, sehe ich auch so. Aber Cobb & Co. sind ja wohl auch eher finanziell als politisch motiviert. Ich könnte mir auch andere (weitere?) Geschichten innerhalb des Inception-Universums vorstellen, die dann von gefährlicheren Ideen handeln. Dann könnte man dann auch auf die ausschweifende Exposition verzichten und das Ganze etwas knackiger gestalten…

    Schade jedenfalls, dass du darauf nicht eingegangen bist. Ich fand die Hinweise darauf dann doch recht offensichtlich… (SPOILER: So, wie die Jungs am Ende im Flugzeug aufwachen, fühle ich mich nach einem abendfüllenden Kino-Besuch auch manchmal…)

  • Reply Nilz N Burger 30. 7. 2010 at 14:58

    @dw70: du meinst sicherlich solche studenten/sexy clips filme wie „toy story 3“ oder „sherlock holmes“, oder, die hier entgegen irgendwelcher mainstreamproduktionen in den himmel gelobt werden?

    batz artikel und dein kommentar unterscheidet etwas grundlegendes: batz „argumentiert“. hui. nie gehört das wort? merkt man.

    ne, so war das: schreibst du noch sinnlose kommentare oder bist du schon über 15? :)

  • Reply Karub 30. 7. 2010 at 15:11

    @DW70: Ich hätte jetzt gerne bei deinem Kommentar ein Like Button sehr sinnvoll gefunden aber naja wir sind ja nicht in einem Social Network …von daher schon sehr geil dein Kommentar und stimme dir voll und ganz zu……!!!!

  • Reply Silent Rocco 30. 7. 2010 at 15:14

    Dieser „Sherlock Holmes“ Egalfilm hat hier echt ne gute Bewertung bekommen? Ich bin erschüttert… :)

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 30. 7. 2010 at 15:28

    @DW70

    Wenn ich dich richtig verstehe meinst du: „Wähhh Mami, der Onkel findet einen Film den ich superduper finde doof. Und weil ich keine andere Meinung ertragen kann, beleidige ich ihn als arbeitslosen Blogger der keine Frau abkriegt.“

    Das mit den Klowänden gilt ja in erster Linie für Kommentatoren, gell?

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 30. 7. 2010 at 15:36

    @DonPablito

    Die Analogie drängt sich natürlich auf, besonders da DiCaprio ja auch rein optisch als Double von Nolan durchgeht, aber ich fand das in anderen Kritiken schon sehr eloquent und ausführlich ausgebreitet und hab es deswegen gestern abend rausgelassen. Ich finde aber auch, das Nolan weder zum Thema Traum noch zum Thema Kino und seiner Wirkungsweise über die offenkundige Anspielung hinaus viel zu sagen hat. Die Themen sind da, aber er macht irgendwie nischt draus…

  • Reply sebastian 30. 7. 2010 at 15:42

    ich fand den film großartig! Batzmann nicht. na und?
    ich war begeistert vom score. gänsehaut! Mr. Blogger nicht. who cares?

    ich lese und schreibe hier ja nicht, weil ich bestätigung für meine meinung suche. grösstenteils mag ich den schreibstil von den 5en und fühle mich durch ihre artikel und die folgende diskussion gut unterhalten. ich meine sätze wie „Postlethwaite, Haas und Cain sind eigentlich nur Garnierung und haben weniger Screentime als der ins Wasser fallende Van.“ sind einfach auf’n punkt! danke dafür! =)
    hier soll ja wohl kaum jemand missioniert werden…

    aber mein Amiga ist besser als euer Atari ST!

  • Reply Silent Rocco 30. 7. 2010 at 15:43

    Nein, ich finde, er bringt das Thema sogar auf einen perfekten, essenziellen Punkt. Glatt ist hier nur der Vordergrund. Aber gerade weil er die Thematik weniger totredet, macht er sie eher spürbar, wirkungsvoller. Ich halte den Film für unheimlich tiefgründig. Man muss sich nur die Arbeit machen und danach auch ein wenig drüber nachdenken. Dann kann man endlos über das Gesehene diskutieren.

  • Reply anne 30. 7. 2010 at 16:07

    und wieder ein film der von allen gemocht und gelobt, aber hier zerrissen wird. man muss auch an allem rummäkeln oder?

    übrigens wären namensrecherchen sehr hilfreich, dann schreibt man einen Schauspieler nicht dreimal anders und die Charakter Namen würden auch stimmen. Wenigstens das, wenn man schon so hart ins gericht mit einem so guten film ist.

  • Reply Ranor 30. 7. 2010 at 16:25

    „übrigens wären namensrecherchen sehr hilfreich, dann schreibt man einen Schauspieler nicht dreimal anders und die Charakter Namen würden auch stimmen. Wenigstens das, wenn man schon so hart ins gericht mit einem so guten film ist.“

    Damit stößt du hier auf taube Ohren, leider…

  • Reply dude 30. 7. 2010 at 16:26

    Okay, mir ist klar, dass sich die Geister bei Filmen, die so gehyped wurden, scheiden. Aber man muss sich auch nicht wundern, dass die Debatte hitziger wird, wenn man teilweise in Nebensätzen diesen Film argumentativ gar nicht mal so reflektiert abwertet.

    Dieser Film macht bestimmte Dinge sehr gut bis excellent und manche Dinge nicht;die er nicht nötig hat. Nur, warum sollte man ihm das vorhalten?
    Die Aussage „mit figuren steht und fällt jeder film“ ist eine subjektive Meinung und dieser Film fällt wohl nicht mit seinen Figuren. Dieser Film konzentriert sich auf den Plot, die Bilder („wie Autowerbung“, man kann alles irgendwie negativ konnotieren, wenn man will), eine sehr gut getimte Entwicklung und darauf, komplexe Sachverhalte, die an die Grenze der Vorstellungskraft gehen, sehr einleuchtend darzustellen.

    Die Charaktere, hm, nun ja, ich würde sagen, letztenendes konzentriert sich alles auf Cobb (und die Inhalte seines Unterbewussseins, including Mall). Alle anderen sind Teil seines Teams, das er zusammenstellt. Sie haben keine besondere emotionale Tiefe, aber warum ist das schlimm? Aber gerade Cobb, über den man immer wieder durch kleine Twists mehr erfährt, wodurch letztlich die Tragik seines Charakters überdeutlich wird, ist sehr ausgefeilt. Ob DiCaprio die bestmöglichste Besetzung war, ist schwer zu entscheiden. Aber in seinen großen Szenen macht ihm der (in diesen Momenten) überfrachtete Soundtrack das Leben sehr schwer. Dadurch schafft es der sehr interessante Charakter nicht mehr, wirklich stark zu wirken (bei Shutter Island war das eindrucksvoller).
    Den Soundtrack aber in einem Nebensatz als entweder zu ominös oder zu dramatisch abzutun, finde ich schwach. Die Musikuntermalung schafft es in vielen Szenen, diese noch stärker zu machen, versagt aber leider manchmal (wie eben beschrieben).

    Ach ja, mich hat es im Film überhaupt nicht gestört, relativ behutsam und sehr ästhetisch in das Funktionieren der Welt Inceptions eingeführt zu werden. Mir war es sogar sehr recht, nach der Introszene erstmal verschnaufen zu können und zu verstehen, was gerade passiert ist.

    Überhaupt (man lese sich die 6 Interpretationsansätze und 1000de Kommentare dazu durch) kommt in diesem Review die definitiv vorhandene Tiefe des Films viel zu kurz. Natürlich ist nicht alles explizit dargestellt, aber wahrscheinlich beschäftigt jeden, der diesen Film gesehen hat, ein gewisser Skeptizismus; was ist real, was ist Traum, wie relativ ist mein Empfinden von Zeit und so weiter. Meiner Meinung nach geht an einem Film, der es schafft, eine solche Wirkung auf den Zuschauer zu erzielen, Kritik, die sich nicht auf die zentralen Wirk- und Darstellungselemente des Films konzentriert, etwas am Problem vorbei.

  • Reply SuppenkaZper 30. 7. 2010 at 16:47

    @ Anne

    Recherchen sind auch hilfreich um herauszufinden das der Film längst nicht von „allen gemocht und gelobt wird“ (new york times, chicago reader, wall street journal uvm.)
    Und wie kann man eigentlich Leuten die Filme reviewen und bewerten ein „rummäkeln“ vorwerfen? Das ist ja quasi ihr Job

  • Reply andres 30. 7. 2010 at 17:02

    @nilz
    Dass du Charlies Angel funktionierender findest als Inception passt irgendwie ins Bild.

  • Reply Mozzerino 30. 7. 2010 at 17:17

    @Anne

    Wenn ein Film 3,5 Sterne kriegt und als „gut, aber nicht grandios“ bezeichnet wird, bezeichnest du das als „zerrissen“?

    Scheiß Hype, danach können sich die Fanboys echt nicht mehr einkriegen. Geht doch zur Imdb, da könnt ihr alle 10 Punkte vergeben und „Supergenial“ schreien.

  • Reply ph0 30. 7. 2010 at 19:03

    Ich habe jetzt nicht alle Comments gelesen, bin kein grandioser beobachter, aber: „Die wirklich spannenden Ideen, die Nolan in den Raum wirft, das Konzept der Idee als Virus, die weitreichenden Konsequenzen des Traumdiebstals, der Abhängigkeit von der Traumwelt und der Inception werden nichtmal oberflächlich angekratzt[…]“

    War nicht genau DAS der Fall bei Cobbs Geschichte mit seiner Frau? :P

    Fehlende Charakterentwicklung, ja, aber mich hat (auch wenn es wohl vom Film so geleitet wurde) eben auch mehr die Inception ansich, ob alles klappt, ob jemand stirbt, was das für Auswirkungen auf der Unterschiedlichen Ebenen hat.. usw. interessiert.

    Jedenfalls muss ich den nochmal sehen um zu checken ob das Ende nun wirklich so mysteriös ist oder nicht (Naja, in beiden Fällen gilt eh: „geht so“)

  • Reply ph0 30. 7. 2010 at 19:04

    Ach, am Ende wollte ich sogar noch etwas sitzen bleiben um den Hörner und Tuba Soundtrack weiter zu hören. ;)

  • Reply Nilz N Burger 30. 7. 2010 at 20:03

    siehst du andres, so einfach mach ich dir das leben… :)
    ich biete dir sätze an, die du gemütlich aus dem zusammenhang reissen kannst. da sage noch einer, wir wären kein serviceblog! hehehe…

  • Reply Butz 30. 7. 2010 at 20:04

    Janz einfach: Danke! Ich dachte schon ich hätte mittelschwere Ausfälle und wäre die Einzige, die im frenetisch klatschenden und ballermanesk johlenden Kino nicht mitbekommen hat, wieso wir Kapitän Nolan applaudieren sollten.

  • Reply Anmerkungsmann 30. 7. 2010 at 22:38

    ich finde der bessere inception- film ist the prestige von nolan. hat viel interessentare charaktere und nimmt sich selbst viel lockerer an.
    und da wo in inception städte gefaltet werden, hat the prestige teslaspulen.

  • Reply Julian 31. 7. 2010 at 1:02

    Au ja, eine Inception-Serie. Produziert von J.J. Abrams und geschrieben von Carlton Cuse und Damon Lindelof, damit das Ende sicher totaaaaaal bombig wird und alle Mysterien erklärt werden…

  • Reply Chris 31. 7. 2010 at 1:49

    Mal wieder eine schnell hingerotzte Rezension, nur um einen wirklich guten und durchdachten Film zu bashen und mit aller Gewalt irgendwelche konstruierten Schwächen zu finden.

    Ist anscheinend hier inzwischen schon Tradition allein um sich von der Masse abzusetzen und ein paar Klicks abzugreifen – und ich Depp mach auch noch mit einem weiteren Kommentar mit… aber hey – nur darum geht´s ja hier anscheinend.

  • Reply Anguy 31. 7. 2010 at 1:49

    @Anmerkungsmann
    Das finde ich auch.

    evtl spoiler:
    Ausserdem hat mich der Schluss von Inception eher mit dem Gedanken „Wie das wars jetzt schon?“ dasitzen lassen als mit dem Gefühl jetzt aber doll an der Nase herumgeführt worden zu sein. Natürlich lässt es einiges offen, aber das reicht mir dann nicht aus. Ich hätte nach der eingepflanzten Idee noch mit irgendwas gerechnet und nicht mit so einem Friedefreudeeirkuchenkram wo alle ganz doll glücklich sind und vor allem ausser Cobb niemand mehr eine Rolle zu spielen scheint. (Eventuell natürlich ein Hinweis darauf, dass er wirklich noch nicht aufgewacht ist, aber trotzdem). Wie hier jemand schrieb, dass die Eisszene so wirkte, als hätten die Macher noch zu viel Geld übrig gehabt und zuviel Zeit und deswegen so viel Action abgespult, so wirkte der Schluss auf mich so als hätte man plötzlich gemerkt, dass ja gar nicht mehr so viel Zeit ist und man sich doch ein bisschen beeilen muss, ist ja bald abendbrotzeit.
    Trotz aller Sympathie für Levitt oder DiCaprio hätte ich mir ebenfalls bei den Charakteren mehr Tiefgang gewünscht, denn manchmal kam mir der Van eher wie der lustige Hollywood Starvan vor in dem möglichst viele tolle Schauspieler untergebracht wurden und nicht wie wichtige Charaktere um die ich mich wirklich kümmere.
    Bin ich eigentlich der einzige der dachte das die Rolle von DiCaprio der aus Shutter Island sehr ähnelt?
    Es hätte nur noch gefehlt, dass seine Frau die Kinder an die Hand nimmt und mit ihnen zum See hinunterläuft…
    Insgesamt würde ich dem ganzen wohl schon noch 6-7 von 10 Punkten geben aber der ganz große Wurf ist es einfach nicht geworden und da ist sogar noch Sympathiebonus für Nolan mit drin, den ich eigentlich sehr mag (auch Dark Knight).

  • Reply blues brothers 31. 7. 2010 at 1:53

    „das Konzept der Idee als Virus, die weitreichenden Konsequenzen des Traumdiebstals, der Abhängigkeit von der Traumwelt und der Inception werden nichtmal oberflächlich angekratzt“

    gehts nicht darum im ganzen film?

  • Reply FrostQ 31. 7. 2010 at 2:33

    Freudloses, septisches Review? Kurz nachgucken = Jap, Batz hat’s geschrieben! :D

    Naja, der Film ist natürlich klasse, hat allerdings ein paar Längen. Macht aber extrem Spaß. Selbst die türkischen Vollhonks neben mir haben die Layer geblickt, kann also nicht so schwer sein.

    Ich werde ihn mir nochmal anschauen.

  • Reply FrostQ 31. 7. 2010 at 2:39

    @60: Das ist mit Abstand der verblendetste, arroganteste Kommentar, den ich jemals von einem zweitklassigen Film-Kritiker gehört habe! Alter, wen kümmert deine Meinung?!?! Der Mann macht Filme auf einem Niveau, auf dem du niemals wirst Kritiken schreiben können.

    Das ist der Grund, warum Fuenf Filmfreunde niemals so richtig wichtig werden können = Selbstverliebte Kritiker.

  • Reply FrostQ 31. 7. 2010 at 3:08

    http://www.chud.com/articles/articles/24477/1/NEVER-WAKE-UP-THE-MEANING-AND-SECRET-OF-INCEPTION/Page1.html

    macht mehr spaß zu lesen, als jedes FF-review.

  • Reply curv 31. 7. 2010 at 8:39

    @ batzman:
    danke für die kritik an der größten schwäche des films: seiner character entwicklung!

    @ all:
    viele kommentare sind hier anmassend, frech, ignorant und respektlos gegenüber der blogbetreiber. da wird der sinn eines blogs meiner meinung nach völlig falsch verstanden. die posts sind 100% eigene meinung. die kann man nicht teilen, aber wenigstens respektieren und dann konstruktiv zerreißen. einfach nur beleidigen ist billig.

  • Reply Jessmatic 31. 7. 2010 at 9:23

    Blogbuster-Bashing gehört doch zum guten Ton unter Filmkritikern, wie kann überrascht über die penible Fehleranalyse sein?
    Muss schlimm sein, einen Film gar nicht mehr auf sich wirken lassen zu können..
    Die Kritikpunkte sind natürlich auch nicht unberechtigt, aber wo bleibt der Spaß, wenn nur Nietsche und Proust auf dem Nachttisch liegen dürfen und sonst alles mit runzelnder Stirn gelesen werden muss, bis die Schlechtigkeit im Vergleich zum Maestro sichergestellt wurde?
    Naja, ich geb ja zu, hätte mir der Film nicht so viel Spaß gemacht, würde mich so eine abfällige Kritik nicht so sehr abfucken:-)

  • Reply vic 31. 7. 2010 at 11:31

    Was haben Reviews für einen Sinn wenn darin allerheftigst gespoilert wird?

  • Reply badeboom 31. 7. 2010 at 11:34

    Seltsam – diese Kritik entspricht exakt meiner Meinung, obwohl ich in den letzten Jahren kaum mit meiner Stimmung dieser Seite konform ging. Ich bin wirklich ein Fan von Nolan, und „Prestige“ ist für mich einer der besten Filme überhaupt. Aber trotzdem ich heute verkatert, uninformiert und unerwartungsvoll ins Kino ging (was grundsätzlich keine schlechte Vorraussetzung ist), war ich… tatsächlich gelangweilt und verstehe die Euphorie der Kommentatoren einfach nicht.

  • Reply SledgeHammer 31. 7. 2010 at 11:39

    Wirklich sehr treffende Rezension! Ein Grund öfters diese Seite aufzusuchen.

  • Reply SuppenkaZper 31. 7. 2010 at 11:41

    @ 81

    Review.. nicht Preview.. also eine Nachbesprechung.
    Diese ist nicht nur hilfreich um zu Filmen zu raten oder von ihnen abzuraten, sondern auch, damit man mit anderen die den Film gesehen haben darüber Diskurs halten kann , sich austauschen kann o.ä.
    Ich lese bei Reviews wenn ich den Film nicht kenne z.B grundsätzlich nur das Fazit. Erst wenn man den Film kennt macht es doch Spaß und auch Sinn die Kritik dazu zu lesen. Eine Kritik die sich selbst ernst nimmt, kommt meiner Meinung auch eher schlecht ohne Spoiler aus, zumindest wenn sie wirklich argumentieren will..

  • Reply Bebop 31. 7. 2010 at 11:45

    Der Film ist nichts anderes als ein Meisterwerk und fehlende Tiefe der Charaktere können nicht zur Abwertung führen angesichts dieses Gesamtwerks. Dass man den Film hier teilweise ins Lächerliche zieht, ist einfach nur absurd. Während Michael Bay & Co. es ordentlich krachen lässt, hat Christopher Nolan als einer der wenigen Regisseure immerhin noch den Mut, interessante und mitreißende Geschichten zu erzählen. Geschichten, in welchen am Ende das ganze Kino gebannt auf einen Kreisel starrt und dann eine kollektives „NEIN!“ durchs Kino geschrien wird. That’s cinema!

    [E NTHÄLT SPOILER]
    Alle Filmkritiker, die diesen Film stark abwerten, reden ja andauernd vom vorhersehbaren Ende. Was ist denn nun das Ende, muss man da mal fragen. Träumt Cobb oder nicht. Ist seine Frau Mal mit dem Sprung n den Tod oder in die Realität gesprungen? Träumt Cobb im Flugzeug auf dem Weg nach Hause einfach „nur“ einen Traum, in welchem er mit der Figur Fisher (Vater/Abschied/Unwissenheit) den Tod seiner Frau verarbeitet? Der Film biete viele Möglichkeiten zum Nachdenken und dafür gehe ich lieber ins Kino als für irgendeinen 3D-Rotz, den ich fünf Minuten nach Abspann schon wieder vergessen habe.

  • Reply Claas 31. 7. 2010 at 12:18

    Ich finde Batz schreibt immer sehr gut, detailliert und scharf beobachtet. Obwohl ich von dem Film sehr geflasht war, finde ich doch hier Punkte wie mit der Figurenentwicklung wo er absolut recht hat! Aber das macht es doch gerade so schön, dass hier nicht nach dem Mund geredet wird und einem Hype gehuldigt. Wenn ich das wollte dann würde ich mit meinem Papagei reden.
    Mir schmältert das mein begeistertes Kinoerkebnis nicht, sondern erweitert es.
    Ich finde es daher so schade, dass oft in den Comments der Kritiker gebasht wird und nicht über Inhalte und den Film diskutiert. Gibts für erstes nicht irgendeine Müllhalden-Sparte, dass man hier sich mal nur auf den Film und eine interessante Review fokussieren kann?

  • Reply stephan 31. 7. 2010 at 12:47

    Hallo Batzman,

    Deine Kritik fand ich sehr Interessant.
    Ich hab mich noch etwas durch die Kommentare gelesen aber irgendwie habe ich bei Deiner Kritik etwas vermisst…

    Ich würde Dir zustimmen wenn da nicht die Sache wäre, dass Dom, meiner Meinung nach, offensichtlich immernoch in einer „Traumwelt“ ist.

    Das erklärt nämlich sehr gut warum die Charakteren keine besondere Tiefe haben. (Fast) Jeder Charakter soll nur ein Teil seines Unterbewusstseins sein, Projektionen die gar keine Vielschichtigkeit haben können und damit ihre Rollen als teil des Unterbewusstseins sehr gut erfüllen.
    Sehr schön auch die Bedeutung der Namen, der Musik und der Totem die die einzelnen Charakteren haben.

    Bestes Beispiel dafür ist Ariadne

    Ich hab aus Deiner Kritik nicht wirklich rauslesen können ob Du diesen Aspekt in Deine Kritik hast einfließen lassen oder ob Dir das eventuell garnicht aufgefallen ist?

    Grüße,

    stephan

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 31. 7. 2010 at 13:47

    @FrostQ

    Der Chud-Artikel ist bekannt und enthält viele richtige Beobachtungen – Nolan ist ja nicht eben subtil und hat die Lesart des Films als Blick aufs Filmemachen den Journalisten ja quasi aufgedrängt und immer wieder eingehämmert. Doch auch mit dieser Lesart bleiben für mich die Probleme bestehen: Was hat er wirklich interessantes darüber zu sagen. Selbst wenn ich DiCaprio als Nolan lese und Murphy als Zuschauer – die Story selbst bleibt uninvolvierend – weil die Katharsis die erfahren wird billiger Kitsch ist. Und das in beiden Fällen. Murphys Katharsis ist (in der Lesart) billigste Hollywood-Manipulation mit zweifelhafter Motivation. Und DiCaprios Katharsis ist das zu Tode genudelte „Du musst loslassen können – dann wird alles gut“. Beides nicht eben originell oder herausfordernd. Alles mag ein Traum sein von vorne bis hinten unreal – aber es ändert nichts daran das Nolan den Film umständlich aber nicht wirklich komplex erzählt, denn in seinem Zentrum bleibt er ziemlich leer. Wenn DiCaprios Figur Nolan ist und Inception Nolans 81/2, schiesst er sich damit selbst ins Knie und beweist lediglich, um wieviel langweiliger als Fellini er ist.

  • Reply Silent Rocco 31. 7. 2010 at 14:02

    Hahaha, hier wird von billigem Kitsch geschrieben und ein paar Meter weiter kriegt „Toy Story 3“ die Höchstwertung. Filme sind (wie Musik, Malerei und jedes weitere Kunstwerk auch) wirklich nur subjektiv erfahr- und bewertbar. Und das ist auch gut so.

  • Reply Jet Strajker 31. 7. 2010 at 14:17

    @Gewerkschaft der Leser & @Ranor:

    :D

  • Reply Crysl 31. 7. 2010 at 15:04

    @ Batzman

    Zitat „Da ich 5 nicht vergebe, wäre 4.5 also ein Spitzenwert und dafür ist Inception dann bei allen Qualitäten doch etwas zu banal und lahmarschig.“

    Mir scheint der Sinn eines 5-Sterne-Punktbewertungssystems verfehlt, wenn die Vergabe von 5 Sternen scheinbar kategorisch ausgeschlossen wird (jedenfalls von Dir). Schade.

  • Reply devepnut 31. 7. 2010 at 16:46

    Die Wertung von 3 1/2 Sternen passt nicht zum Text.

  • Reply curv 31. 7. 2010 at 18:36

    @ claas
    ganz meiner meinung.

    @ stephan
    das fand ich jetzt interessant. wieder eine andere perspektive. danke dafür…

    @ crysl
    es schreiben 5 freunde hier im blog. vielleicht haben 4 gesagt, das system ist gut und batz hätte es von anfang anders gemacht. ist doch ganz und gar seine endscheidung wie er dann wertet.

  • Reply curv 31. 7. 2010 at 18:42

    ups… entscheidung natürlich…

  • Reply Binding 31. 7. 2010 at 19:55

    Also ich kann zwar Batzmans Kritikpunkten nahezu uneingeschränkt zustimmen. Aber leider beschäftigen sie sich nicht mit Dingen, die für Nolans Film das Spezifische sind. Zwar ist nichts, was darin zu sehen ist, wirklich neu, und das Drehbuch ist bei näherer Betrachtung auch wirklich gar nicht so gehaltvoll, aber was zählt, ist doch, dass es seit langem mal wieder eine faszinierende originäre Drehbuchidee ist – also kein Remake, keine Fortsetzung und keine Comic-Verfilmung oder sowas. Und wirklich genial ist doch allein schon die mit Hilfe der Zeitverlangsamungen durch die tieferen Traumebenen extremste Ausweitung eines Countdown-Showdowns, die es bisher im Kino zu sehen gab. Trotz aller Schwächen gibt mir der Film deshalb mit diesem verschachtelten Dramaturgie-Kniff den totalen cineastischen Kick. Gerade aus dem Blickwinkel von Actionthrillern empfinde ich die Idee mit der extremen Verlangsamung der Ebene-1-Sequenz als revolutionär und absolut faszinierend. Zu bemängeln, dass der Van darin mehr Screening-Time hat als einige Schauspieler im Film, geht daher meiner Meinung nach völlig am Wesentlichen vorbei und ist geradezu lächerlich. Die Kritik am Film an der mangelnden Tiefe der Schauspieler festzumachen, ist auf jeden Fall eine cineastische Verfehlung (auf Nilzenburger wäre es da auch mit Verweis auf # 33 und #35 nochmal unbedingt nötig, zurückzukommen). Wenn es noch eine 5. Ebene geben sollte, trifft außerdem auch die Argumentation von # 65 zu.

    Mir ist das Genörgele an der Story, etc. völlig egal, solange alles nicht zu unlogisch ist und sich auf einem gewissen Qualitätsniveau bewegt (das hier auch eindeutig erreicht wird). Denn die Vorzüge des Films finden sich vor allem in Nolans Dramaturgie und der spannungserzeugenden speziellen Verflechtung der Ebenen. Diese Idee ist genial – und sie funktioniert. Das reicht mir. Der Film nimmt mich gefangen und fasziniert mich. Bei Leuten, bei denen das nicht klappt, fällt die Aufmerksamkeit dann natürlich automatisch auf die 08/15-Story. Auf dieser Ebene ist der Film auch wirklich sehr enttäuschend. Aber das ist wirklich nicht das Spezifische dieses Films! Er steht für mich in einer direkten Linie mit „Memento“ und „Prestige“, die ähnlich genial sind und zum Interessantesten gehören, was im Kino in den letzten Jahren zu sehen war. Wer das nicht sieht, soll Theater-Rezensionen schreiben (an Batzman: ist nur allgemein gemeint!).

    Besser als in der Kurzkritik in epd Film 8/2010 könnte ich „Inception“ übrigens nicht zusammenfassen: „Ein Actionfilm im menschlichen Unterbewusstsein, der in übereinander gelagerten Erzählebenen und mit visueller Brillanz die Architektur des Traumes erkundet, über dessen Manipulierbarkeit nachdenkt, das Medium Film reflektiert und trotzdem noch als großes Popcornkino funktioniert.“ Genauso ist es.

  • Reply TheRudi 1. 8. 2010 at 2:20

    Und Subtil hält er wahrscheinlich für ein Waschmittel.

    LOL. Ich kann deinen Worten, Batz, durchaus zustimmen, wenn auch deine 3.5-Bewertung dann doch etwas „hoch“ ausfällt. Dass die User hier außer Rand und Band geraten, wenn Reviews nicht ihre Meinung widerspiegeln (US-Kritikern widerfährt es ja meist ähnlich), müsstet ihr inzwischen eigentlich gewöhnt sein. Immerhin dürften die Betreffenden dann bis Batman 3 wieder in ihrer Versenkung verschwinden.

  • Reply Sarah 1. 8. 2010 at 11:20

    Leute, jetzt lasst doch mal die Wertung anderer Filme außer Acht – Toy Story kann man ohnehin mit einem Film wie Inception nicht vergleichen, Toy Story unterhält auf ganz andere Weise und dies anscheinend sehr gut, nach der Auffassung der Verfasser. Abgesehen davon ist es scheiß egal, wie andere Filme bewertet werden – hier geht es um Inception und keinen anderen.

    Ich hab hier auch schon viele Reviews gelesen, die mit meiner Meinung nicht konform gingen. Und? Ist es denn so abwegig, dass nicht alle Menschen auf der ganzen Welt einen einzigen Film bis in den Himmel loben? Abgesehen davon konzentriert sich Batz, meiner Meinung nach, vorallem auf die negativen Seiten und hebt die Positiven nicht gar so hervor (die er ja durchaus sah…), vielleicht, weil die positiven ohnehin schon in jedem 2. Review bis zur Genüge durchbesprochen werden.

    Ich verstehe aber nicht, wieso Inception jetzt so innovativ und neu sein soll. Klar, es gab neue Aspekte… Aber das Hinterfragen der Realität kennen wir doch schon lange. Und auch oftmals besser gelöst.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass Leute, die in diesem Gebiet noch nicht viele Filme gesehen haben und allgemein mit der Thematik kaum in Berührung kamen, den Film als wirklich als verdammt neu und innovativ ansehen.

    Aber egal – das Autoren-Bashing, nur weil jemand eine andere Meinung zu einem Film hat als man selbst, ist schon sehr armselig. Lustig ist auch, wie sehr die Fünf Filmfreunde von den ‚Hatern‘ in den Dreck gezogen werden und wie scheiße die Seite doch angeblich ist, lesen tun sie die Reviews hier aber trotzdem. Jo mei!

    Ich hab mich in’s Kino mit großen Erwartungen gesetzt. Vielleicht war genau das mein Fehler. Von der, groß angekündigten, Tiefsinnigkeit bekam ich wenig mit. Der Film erklärt in der ersten Hälfte permanent, nur, um dann im letzten Drittel alles über den Haufen zu werfen. Da ist einfach nichts mehr so richtig logisch. Aber darauf will ich jetzt nicht näher eingehen.
    Auch vermisste ich eben ein Traum-Feeling. Surreale Gebilde, Emotionen… Sowas sind Träume für mich. Das ist wohl auch ein, für mich, großer Minuspunkt: Emotionen wurden hier einfach schlicht weg vernachlässigt. Außer, man sieht dieses eindimensionale Geweine von Cobb als wirklich vielschichtig an. Und das ist eben hinderlich, wenn es hier um Träume gehen soll. Da sieht man sich nämlich mit Ängsten konfrontiert oder nie erreichte Wünsche.. Sowas, halt.
    Zu den anderen Charakteren muss man gar nichts mehr sagen, da stimme ich Batz ohnehin in jeder Beziehung zu.
    Ich denke aber auch nicht, wie oben schon angedeutet, dass Cobb ein wirklich ausgebauter Charakter ist. Da viele ja meinen, es würde sich alles in seinem Kopf abspielen, so auch die anderen Charaktere und daher nur er ausgebaut ist.. Well, ich finde ja nicht mal ihn ausgebaut.

    Und: Dass man Cobb den Mord an seiner Frau anhängt ist auch totaler Quatsch. Man kann nämlich sehr wohl feststellen, dass sie aus einem gegenüberliegenden Fenster gesprungen ist. zB über Fingerabdrücke am Sims, ihr Aufprall auf dem Boden, etc.

    Abgesehen davon sind mir etliche Regiefehler aufgefallen. Das erinnerte mich sehr an Twilight und sowas muss wirklich nicht sein. Solche peinlichen Fehler schließen für mich schon fast eine Höchstwertung aus.

    Alles in Allem stimme ich Batz in allen Belangen zu. Am Ende des Films hatte ich ein Gefühl von ‚das war ja sehr ausbaufähig‘. Konzept ganz nett, Idee ganz nett, Umsetzung: Für mich persönlich mangelhaft.

  • Reply Silent Rocco 1. 8. 2010 at 11:38

    „Und: Dass man Cobb den Mord an seiner Frau anhängt ist auch totaler Quatsch. Man kann nämlich sehr wohl feststellen, dass sie aus einem gegenüberliegenden Fenster gesprungen ist. zB über Fingerabdrücke am Sims, ihr Aufprall auf dem Boden…“

    Wenn Du Dir darüber Gedanken machst, hast Du den Film und seine Intention nicht wirklich verstanden ;) Regiefehler suchen und dann „Twilight“ erwähnen … genau so stell ich mir hingebungsvolles Filme-Schauen vor.

    Mich würden mal ein paar Regiefehler interessieren :)

  • Reply Michael 1. 8. 2010 at 11:52

    Diese Unlogik kommt mir gewollt vor, eben weil alles ein Traum ist und die sind nicht besonders logisch. Vor allem zum Ende hin, hab ich das Gefühl gehabt, dass ich auch von Träumen her kenne. Schnelle Wechsel der Orte. Naja, in einem Traum ändert sich auch die Geschichte beständig, hier ja nicht, aber das könnten die Traumebenen symbolisieren.

    Mich hat auch etwas an den Charakteren gestört, aber ich bin mir nicht sicher, ob das dann mit dem ganzen Film zu tun hat. Kanns mir nicht anders als so vorstellen.

    Aber wenn man über dem Traum argumentiert, dann macht es Sinn, weil im Traum sind mir noch keine tiefen Charaktere begegnet, sondern nur Abziehbilder der Realität.

    Aber die Schneeschlacht war echt langatmig. Da hätte ich mir was anderes gewünscht.

    Tom Hardy war aber cool.

  • Reply Kai 1. 8. 2010 at 13:11

    Viel von Dark City geklaut.

    Dark City war nur viel athmosphärischer, spannender und tiefgründiger.

    Schwache Nummer.

  • Reply Silent Rocco 1. 8. 2010 at 13:25

    Es ist absolut NICHTS von „Dark City“ geklaut – nicht eine Idee.
    Hatte vor dem Film auch Angst, dass er irgend einen Klassiker zum Thema nur wieder aufgreift, aber das ist nicht der Fall. „Inception“ macht seine eigene Welt auf.

  • Reply frank 1. 8. 2010 at 13:34

    “Ein Actionfilm im menschlichen Unterbewusstsein, der in übereinander gelagerten Erzählebenen und mit visueller Brillanz die Architektur des Traumes erkundet, über dessen Manipulierbarkeit nachdenkt, das Medium Film reflektiert und trotzdem noch als großes Popcornkino funktioniert.”

    dazu konter ich mal mit einem zitat aus suchslands review auf telepolis.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33047/1.html
    „So entpuppt sich auch dieser Film als kühler Karrierebaustein eines Regisseurs(-Labels) und als unbewusste Selbstreflexion Hollywoods, der Traumfabrik.“

    die kurzreview oben spricht alles an was nicht wirklich funktioniert hat in dem film. die action war langweilig. hat man alles schon besser inszeniert gesehen. dark knight hat da mehr adrenalin erzeugt.
    das menschliche unterbewusstsein wurde recht flach dargestellt. zuviel fantasie hätte wohl den popcorn esser verwirrt (siehe den schluss des films.) deswegen waren war auch alles vorhersehbar. der fantasie des zuschauers wurde kein raum gelassen. alles wurde erklärt und konstruiert. dafür gab es nur einen begrenzten zeitraum und daher auch nicht viel tiefe über das thema bzw die möglichkeit zur tiefe musste aus gründen der erhaltung des konstrukts abgeschnitten werden.
    die erzählebenen sind recht durchschaubar. jede weitere erzählebene bedeutet die verlangsamung der vorhergehenden. netter trick damit das klientel noch folgen kann und man im prinzip unendlich viele ebenen hintereinander klatschen könnte.
    die visuelle brillianz fehlte leider. ein paar beeindruckende szenen die am anfang schnell abgegessen werden und dann folgt eher optische langeweile. der vergleich wieder zu matrix: die hyperwelt dort wurde eigen und stylisch dargestellt. da fehlt es an inception die inspiration die andere filme mit den thema haben. es muss nicht bunt und hippie psychedelisch sein. matrix hats vorgemacht. inception hats nicht kopieren oder transzendieren können.
    nun zum medium film. erzählebenen? parallel laufende geschichten? hatten wir alles schon viel besser und ausgklügelter in anderen filmen. selbst nolans memento hat mehr reflektion über das medium film als inception überhaupt will. revolution des popcornkinos?
    sorry. zuviele abgestandene elemente die alle schonmal besser gemacht wurden. die grundidee ist super. aber scheitert am regisseur der (durchschnittliches) handwerk liefert und dem es aber eindeutig an inspiration fehlt.

    warum war matrix der bessere film? weil die action mitreissend war. selbst wenn man die story flach fand war er optisch ein fest. wer keine ahnung von spiritualität/relgion/esoterik/hackergeschwurbel hatte konnte trotzdem einen modernen action film sehen.
    man beachte wieviel filme matrix seitdem in der gestaltung der action beeinflusst hat und wie oft der zitiert wurde.
    was bleibt bei inception hängen? meisterwerk? in was? salziges und süßes popcorn zusammengemixt bleibt immer noch popcorn.

  • Reply Silent Rocco 1. 8. 2010 at 13:44

    Stimmt. „Inception“ hätte mal besser „Matrix“ kopieren sollen, um ein besserer Film zu werden. Meine Meinung: das Drehbuch und die vielen offenen Interpretationsmöglichkeiten (mindesten eine Hand voll) sind so cool, dass es keinen anderen übergreifenden Schauwert braucht. Gerade in dieser Zurückhaltung wirkt der Film 100mal zeitloser als der ganze Billigeffekte-Kram momentan… in den Trailern vor diesem Film gab es davon genug zu sehen. Und auch Matrix (der für mich damals auch eine kleine Blockbuster-Kinorevolution war), sieht heute stellenweise richtig billig aus. Jaja, die liebe Technik. Darum mein früherer Vergleich zu „Blade Runner“. In 10 Jahren wird „Inception“ immer noch gut aussehen. Und „Matrix“ gibt es dann in der B-Movie-Ramschecke (eeeetwas überspitzt).

  • Reply Kiran 1. 8. 2010 at 14:10

    @ mo: DANKE…ich dachte schon dass wäre nur mir aufgefallen :)

  • Reply frank 1. 8. 2010 at 14:16

    du verstehst mich falsch. mir ging es in dem vergleich nicht um zeitlosigkeit. um gottes willen. hab mir gerade vor ein paar wochen bladerunner und alien reingezogen. du solltest auch bedenken blade runner war damals ein flop an den kinokassen.
    inception wird genauso in der ramschecke enden, da die interpretations möglichkeiten die du ansprichst einfach zu flach sind. war es nur ein traum? das letzte aufbäumen oder nicht? das is irgendwie so egal bei dem film weil der rest einfach nicht gut genug ist. ob deckard ein replikant ist oder nicht, diese frage hat auch beschäftigt weil das drumherum gestimmt hat und man sich gerne wieder darauf einlässt. die stimmung, die charaktere, die musik von vangelis….(äh zimmermann..bruummm)…

  • Reply Sunspecter 1. 8. 2010 at 14:37

    Ich teile Batz’s Meinung, wenn auch nicht ganz so harsch. Aber ein Aspekt macht den Film dann wirklich clever – und gaukelt es dem Zuschauer nicht nur vor:

    http://www.chud.com/articles/articles/24477/1/NEVER-WAKE-UP-THE-MEANING-AND-SECRET-OF-INCEPTION/Page1.html

    Die Parabel auf Nolan und die Filmemacher gefällt mir (die Heist-Typen im Film als Regisseur, Schauspieler, Tontechniker, etc. zu sehen). Zeigt sie doch nur, dass der gesamte Film im Grunde dazu dient, dem Zuschauer eine Inception einzupflanzen. Von Nolan und seiner Filmcrew.

    Und auch die Traumlogik des schlafenden Leos (see, the hole movies’s a dream, haha!) erklärt einiges: Die dünnen Nebencharaktere, die nur bruchstückhafte Projektionen sind. Gewisse unlogische Szenen, die auf Filmlogik/Traumlogik basieren (Leos Verfolgungsjagd durch den eigentlich viel zu engen Spalt zb.). Zudem gibt es auch in der „Realität“ keinen fixes Zeit- und Raumgefühl, der Film springt „absichtlich“ umständlich hin- und her, erklärt absichtlich vieles, aber nicht die „Dream-Sharing“-Technologie – wie soll Leo das auch wissen, ist ja schließlich nur geträumt. Damit verliert sich Leo in der Traumwelt wie der Zuschauer in der Filmwelt, die von der Nolan-Filmcrew erschaffen wurde.

    Und sowas kommt natürlich immer gut:

    http://www.youtube.com/watch?v=UVkQ0C4qDvM&feature=player_embedded

    Trotz all dieser interessanten Hints und Interpretationen hat das Filmerlebnis als solches auf mich nicht so intensiv gewirkt, wie es manche Szenen angedeutet haben. Und allein das bleibt am Ende des Tages haften – denn dieses ganzen Spielereien haben andere Traumfilme wie Mulholland Drive auch. Nur bieten sie auch _während_ des Sehens eine emotionale Wuchtigkeit.

    Großartig fand ich aber, dass Nolan uns in gewissen Schlüsselszenen versucht zu wecken:

    http://www.youtube.com/watch?v=UVkQ0C4qDvM&feature=player_embedded

    So viele tolle Ansätze..wirklich schade, dass der Film auf dem Screen nicht so gewirkt hat wie in meinem Kopf gerade.

  • Reply Holger 1. 8. 2010 at 15:22

    Die Story ist alles andere als neu, über Traummanipulation gibt es mindestens drei gute Filme, die sicher nicht so teuer und aufwändig gedreht wurden, aber nichtsdestotrotz schon auf ihre Art bahnbrechend waren.
    Und auch viele Effekte waren nur die hochgerechneten Kopien alter Produktionen („Dark City“ zum Beispiel).
    Letztendlich hat Nolan einen netten Film gemacht, vorher gut Ideen „gesammelt“ und neu zusammengerührt.

  • Reply Kai 1. 8. 2010 at 15:25

    @Silent Rocco
    Die Kreation ganzer Stadtarchitekturen aus dem Nichts heraus, ist von „Dark City“ abgekupfert.

  • Reply Marcus 1. 8. 2010 at 15:43

    Egal wie mir das Review jetzt gefällt oder der Film.

    Muss denn jeder Film eine Charakterstudie sein? Muss jeder Charakter super-tiefgründig und super-viele Entwicklungen durchmachen? Passt es nicht zum Film, „gesichtslose“ Charaktere zu haben, wenn sich ohnehin alles um einen Traum handelt? Oder träumt ihr von komplexen Charakteren in komplexen Situationen? Kann denn nicht auch eine Idee im Vordergrund stehen?

    Ein Film wie Predator besitzt auch keine „tiefen“ Charaktere, aber er funktioniert – er funktioniert perfekt – eben weil er die Idee, die er transportieren möchte, transportiert. Schön und gut, das Geschmäcker verschieden sind, aber wie sich alle an den Charakteren abrubbeln ist schon recht seltsam – der Film ist schließlich keine Charakterstudie.

  • Reply Batzman (Oliver Lysiak) 1. 8. 2010 at 15:55

    @Marcus

    Du missverstehst wie einige andere hier die Kritik. Es geht nicht um tiefgehende Charakterstudie, es geht um Charakter. Zugegeben hätte Nolan zumindest mit DiCaprios Figur mal ein wenig mehr investieren können, aber mein Vorwurf ist nicht, dass der Film bei den anderen Figuren nicht die Psycho bis ins letzte ausleuchtet, sondern das sie keinen Charakter haben. Sie sind mir als Zuschauer absolut egal, weil sie weniger Charakter haben als die Figuren in Predator. Sie sind Phantome, Schatten. Das mag sogar beabsichtigt sein, im Konzept des „It’s all a dream“ – aber es lässt mich als Zuschauer kalt. Ob einer von denen stirbt oder alle sterben ob es real ist irreal ob die Mission gelingt oder scheitern – es wird alles egal, weil ich auf keiner Ebene mit dem Geschehen mitfiebere. Selbst bei überzogenen cartoonigen Figuren wie im guten Popcorn-Kino kann ich den Figuren einem bestimmten Charakter zuordnen. Inception hat, hart gesagt, keine Figuren.

    That aside: Warum ein Film der sich mit dem Unterbewusstsein und Träumen beschäftigt keine Charakterstudie sein sollte, leuchtet mir nicht ein. Das ist wie zu sagen ein Film über Psychoanalyse sollte sich nicht mit dem Innenleben der Figuren beschäftigen. Du kannst sagen: Predator ist ein Big Dumb Action Movie, oder The Expendables.. . diese Filme brauchen keine Charakterstudien – aber Charaktere.

  • Reply Liz 1. 8. 2010 at 17:04

    Inception.

    Ganz ehrlich: Ich kann nicht genau ausmachen, was ausschlaggebend dafür war, dass mit der Film gefallen hat – Tatsache ist, dass ich vergessen habe, dass ich in einem Kino sitze, dass ich meine Nachos samt Käsesoße erst beim Rausgehen bemerkt habe, dass während des Abspanns mein Hals zugeschnürt war und überhaupt während des ganzen Film scheinbar 4 G auf mich lasteten und mich in den Sitz gedrückt haben.
    Die Musik von Hans Zimmer habe ich vor lauter Spannung übrigens kein bisschen bewusst wahrgenommen.

    Der erste Film seit vielleicht Matrix wo ich mit einem WOAH-WAS-ZUR-HÖLLE-IST-EBEN-PASSIERT?-Gefühl aus dem Kinosaal gehe.

  • Reply gamequickie.de | The mind is like a parachute. It doesn’t work if its not open. 1. 8. 2010 at 17:24

    […] zu Inception bei F5 und Wasted […]

  • Reply Hans 1. 8. 2010 at 18:04

    @Holger:

    Was sind denn diese – mindestestens – drei andere guten Filme über Traummanipulation?

  • Reply Batzman 1. 8. 2010 at 18:16

    @Hans

    gute Filme zum Thema Träume und deren Manipulation und Wechselwirkung mit der realen Welt gibts ja einige. Größter Traummanipulator dürfte nach wie vor Freddy Krueger sein, aber gibt auch andere.

    -Dreamscape
    -Waking Life
    -Vanilla Sky
    -Akira Kurosawa’s Dreams
    – Lost Dreams – Stream of Conscious Amateur Film, dennoch nicht schlecht
    -Spellbound

  • Reply Michael 1. 8. 2010 at 18:41

    Boah, große Liste, um mitzudiskutieren müsste man jetzt alle mal ansehen. Aber mir waren die Charaktere in Inception nicht egal, mitgefiebert habe ich.

    Muss ich aber noch einmal sehen, damit ich sagen kann, an was es hapert, mir kommen nur die guten Sachen in den Sinn. Aber kann es sein, dass es in Dark Knight das gleiche Problem gab? Der ließ mich mit einem ähnlichen Gefühl zurück.

    Aber ich liebe den Look des Film, da trifft Nolan immer meinen Geschmack.

    Die Action Szenen hätten etwas mehr Pepp vertragen können. Da hätte sich Slow Motion oder Bullet Time ähnliches angeboten.

  • Reply Gerald 1. 8. 2010 at 20:12

    3.5 Sterne

    Ich kann die Matrix Effekthascherei-Materie-in–Klötze-Zeitlupen- Explosion eigentlich nicht mehr sehen. Ist auch echt keine Kunst mehr.

    Aber ein kleiner Lichtblick für das Jahr 2010.

  • Reply Sophie 1. 8. 2010 at 20:14

    Film super oder nicht so doll hin oder her, SOVIELE kommentare hab ich hier selten gesehen^^.

  • Reply Hans 1. 8. 2010 at 21:04

    @Batzman

    Interessante Liste. Kenne keinen Film von denen. Muss ich mal ausprobieren. Freddy Krüger, ja, an den hatte ich natürlich vergessen ;-)

  • Reply TommyH 1. 8. 2010 at 21:09

    Wieso ist der Film flach? Hier haben einige den Film nicht verstanden – es ist alles nur ein Traum und Cobb ist der Träumer, denn nur er hat Tiefe und alle anderen Personen sind so flach, weil sie Projektionen seines Unterbewusstseins sind. Der Film ist eine Offenbarung und pflanzt so manche Idee/Gedanke in die Hirne seines Publikums – Nolan ist ein Genie – im Prinzip ist er der Träumer (Regisseur) und wir dürfen zusehen! 5 Sterne!

  • Reply Sarah 1. 8. 2010 at 21:20

    @Silent Rocco
    Ähm, ja, diese Schnittfehler haben mich durchaus an Twilight erinnert. Vielleicht war Regiefehler der falsche Ausdruck, Schnittfehler ist der richtige Begriff.

    Als Beispiel: Die Figur von Levitt trägt in der einen Einstellung im Bus Kopfhörer, bald darauf sind diese verschwunden, dann aber wieder plötzlich da.
    Oder als die Figur von Page mit Cobb Kaffee trinken ist, führt sie die Tasse zum Mund und setzt sie dann im nächsten Schnitt sofort wieder ab, als ob sie bereits getrunken hätte.
    Ich persönlich finde so etwas störend und habe solche, für mich, gravierenden Fehler das letzte Mal in Twilight erlebt.
    Das macht zwar nicht automatisch den ganzen Film schlecht, ist aber ein Aspekt, von dem der Film eben auch lebt.

  • Reply Sarah 1. 8. 2010 at 21:26

    Sich sofort darauf zu beziehen, dass man den Film nicht verstanden hat ist eine ziemlich lasche Argumentation.

    Spielst du darauf an, dass sie sich in der Traumwelt befinden und da ‚alles‘ möglich ist, oder wie? Ob der Film zu der Zeit wirklich in der Realität gespielt hat, ist unklar. Das Ende gibt viele Hinweise auf eine Traum, sowie eine Realität. Eine finale Interpretation gibt es nicht.

  • Reply Silent Rocco 1. 8. 2010 at 21:34

    @Sarah
    Diese Art von Fehler hat JEDER, ich wiederhole, JEDER größere Film. Das ist unvermeidbar bei einem riesigen Projekt mit mehreren hundert Beteiligten. Wenn Du immer genau hinguckst, wirst Du so etwas in jedem Film finden. Und es gibt auch keinen Klassiker ohne solche Fehler. Wenn Du das als Kriterium für Filme siehst, sieht es ganz schön Finster für Dich aus :)

  • Reply Dr.Strangelove 1. 8. 2010 at 21:36

    „Waking Life“ und „Abre los ojos“ (Bitte nicht das Remake „Vanilla Sky schauen) sind zwei Hammer Filme … und stehen bei mir in den TOP10. Bei „Vanilly Sky“ haben die einiges geändert, teils vereinfacht, und haufenweise Popsongs die unangenehm stören (Die größten Hits der 90er, usw…).

    Habe „Inception“ noch nicht gesehen. Gehe am Mittwoch rein. Bin gespannt…. aber das was ich gesehen habe… wirkt in der Tat wie aus einer Autowerbung. Und dann liest man überall das es eben wohl doch viel um „Waffen und Verfolgungsjagden“ geht…. also so die James Bond Richtung. Das mag ich gar nicht. Naja.
    Waking Life muss man auf jedenfall anschauen. So schön wie urplötzlich Dinge zu schweben beginnen oder der Barmann immer wirreres Zeug redet, oder die Szenen mit den Lichtschalter…
    Es gibt viele Methoden um zu erkennen das man sich gerade in einem Traum befindet. Die Sache mit dem Lichtschalter ist wohl bekannt. Im Traum ist es immer hell… man kann das Licht nicht ausschalten.
    Auch bekannt das Texte oder Uhrzeiten (Wecker) verschwimmen. Kennt auch jeder der träumt.

    Es ist dumm zu behaupten das das „Hollywood Publikum“ mit surrealen Bildern nicht zurecht kommen würde. „Eternal Sunshine ..“ hat haufenweise surreale Bilder und funktioniert super… das verstört nie. Man schaut gespannt zu wenn Jim Carrey auf einmal ein Kind ist…. und ganz klein, oder Erwachsen… aber die Küche ist dennoch rießengroß und so.
    Bei Inception sah ich im Trailer jetzt eine gefaltet Stadt… dann eine Brücke die sich aufbaut ( ÜBRIGENS AUS EINEM MUSIC VIDEO CLIP GEKLAUT !!!! 1:1) … und dann eben so James Bond Aktion.
    naja. abwarten.

  • Reply Silent Rocco 1. 8. 2010 at 21:40

    „Vanilla Sky“ ist ganz billiger Dreck mit dem schlimmsten Erklärbärfinale (Endlosfahrstulllaberei) der Traumfilmgeschichte. Das Remake für Doofe.
    Also wenn das vor „Inception“ gestellt wird und sogar noch anstelle des viel besseren Originals genannt wird… gute Nacht.

    Bei „Waking Life“ bin ich gern dabei. Einer der besten und intelligentesten Animationsfilme überhaupt.

  • Reply Claas 1. 8. 2010 at 23:28

    wie bewerten die anderen filmfreunde denn das werk?

  • Reply Silent Rocco 2. 8. 2010 at 0:32

    Hach, allein schon für die realistischste Schwerelosigkeitsdarstellung ever.
    In diesem Zug möchte ich gleich mal die schlechteste erwähnen, die mir je unter die Augen gekommen ist. Man möchte mich schelten: Tarkowskis „Solaris“

  • Reply k-d 2. 8. 2010 at 3:19

    „Also wenn das vor “Inception” gestellt wird und sogar noch anstelle des viel besseren Originals genannt wird… gute Nacht.“

    !!!!!!

  • Reply Niniel 2. 8. 2010 at 9:03

    Haben die anderen 4 Filmfreunde noch eine eigene Meinung zum Film? Hier ist man sich ja selten der selben Meinung.

    Bei jetzt schon fast 130 Kommentaren, wird doch sehr deutlich welchen Einfluss der Film hat.

    Zu der Wertung von Batzmann. Diese war fast sicher zuerwarten. Je größer der Hype hier im Vorfeld umso mehr wird er hier zerissen.

    Vielleicht gibts ja bald noch nen 2ten Review
    ich würd mich freuen

    schöne grüße

  • Reply Samba 2. 8. 2010 at 11:11

    Sorry aber wie hier immer Filme zerrissen werden ist echt unfassbar. Keine Kinozeitschrift oder andere Filmseite hat diesen Film schlecht bewertet oder fand ihn gar billig bzw. oberflächlich.

    Irgendwie hat diese Seite was von einer alten deutschen Tugend “ alles schlecht reden und meckern “ und “ nie zufrieden sein“.

    Ich bin seit Jahren Filmfan und versuche Filme nicht alle mit dem gleichen Anspruch oder mit der gleichen Einstellung zu sehen. Ein Toy Story hat andere Qualitäten als z.B. ein a beatiful Mind oder American Beauty.

    So kann man verschiedene Filme gut finden auch wenn sie mal nicht so anspruchsvoll sind. Und anspruchsvolle Filme vielleicht auch mal nicht so gut, weil sie nicht das erfüllen was sie eigentlich wollten.

    Ich habe am Samstag Inception gesehen und kenne auch die ersten Werke von Nolan. Ich bin der Meinung das dieser Film einer der Besten überhaupt ist.

    Es ist eine total abgefahrene Story die von gut ausgesuchten Schauspieler hervorragend dargestellt wird. Spezialeffekte und Kamerafahrten die einfach spektakulär sind, aber nicht die Hauptrolle spielen. Der Film hat alles was gute Unterhaltung ausmacht und er schafft es sogar, dass Menschen sofort danach über den Film diskutieren und selbst am nächsten Tag noch darüber nachdenken.

    Der Film fesselt einen von der ersten Sekunde an und immer dann wenn man kurz davor ist den Faden zu verlieren, erklärt der Film wieder verschiedene Elemente und man ist mittendrin.

    Inception ist einer von diesen Filmen die man mehrmals sieht und immer wieder was neues entdeckt.

    Um das alles aber wahrzunehmen muss man sich eben fallen und den Film auf sich wirken lassen. Ein Film ist ein Unterhaltungswerkzeug. Wie ein Besuch im Musical, Zoo oder Theater. Man muss also genießen und nicht erwarten dass da das wahre Leben abläuft.

    Es wird immer Miesepeter geben, die das nicht können. Die sofort nach Fehler suchen, die alles störend finden und eigentlich eh immer gegen den Strom schwimmen, einfach nur weil sie anders sein wollen.

    Solche Leute geben dann aber witzigerweise bei Filmen wie Star Trek auf einmal Traumbewertungen und sehen dort alles als logisch und passend an.

    Natürlich sind Filme immer Geschmackssacke aber hier wird man das Gefühl nicht los, dass absichtlich schlecht bewertet wird nur um anders oder besonders zu sein.

    Vielleicht sollte einige hier mal über Ihren Schatten springen

    Arme Welt………..

  • Reply Dr.Strangelove 2. 8. 2010 at 12:56

    @Silent Rocco: Hier geht es nicht um besser oder schlechter. Es geht darum ob Waking Life nicht besser das Thema „Traumebenen“ behandeln als Inception. Das bedeutet nicht das Waking Life besser als Inception ist… (so Vergleiche sind eh doof.)

  • Reply Dr.Strangelove 2. 8. 2010 at 12:59

    @Silent Rocco: Du magst Tarkowskis “Solaris” nicht??? ARGG.. ja dann. Solaris ist mal wirklich großartig. Da gibt es Filme von Hitchcock die als großartig gelten.. die man sich heute nicht mehr anschauen kann… weil ja Hollywood die Methoden übernommen hat… und auch besser macht. So wirkt manch Klassiker den alle früher bejubelt haben heute einfach nur noch lahm. Aber SOLARIS bleibt super. Er ist halt langweilig… (was jetzt negativ klingen mag.. aber nicht ist) .. man muss in der Stimmung für sein. Aber dann ist der einfach nur „WAU“.

  • Reply Sarah 2. 8. 2010 at 13:31

    @Silent Rocco
    Ja, Fehler sind meist vorhanden bei größeren Projekten.
    Mir ist es aber speziell bei Inception äußerst negativ aufgefallen. (Und ich habe sicher nicht danach gesucht, es fiel mir eben einfach auf.) Und Filme leben nun mal von Schnitt und Regie, deswegen sehe ich es als Aspekt.
    Und dieses mich permanent angreifen, wie es denn um mein filmisches Verständnis bestellt ist, kannst du dir auch sparen. Ich hinterfrage deinen Zugang ja auch nicht, nur weil du eine andere Meinung teilst.

  • Reply Silent Rocco 2. 8. 2010 at 13:34

    Ich habe a) keinen Vergleich zwischen „Inception“ und „Waking Life“ gezogen, nur bekundet, dass ich den auch toll finde und b) mich nicht zu „Solaris“ als Film geäußert (find ihn ganz gut), sondern mich nur auf die in meinen Augen tricktechnisch grottige Schwerelosigkeitssequenz bezogen.

    Und auf die Diskussion „Du bist nur ein guter Cineast, wenn Du Tarkowski verehrst“ lasse ich mich seit Jahren nicht mehr ein ;)

  • Reply bale 2. 8. 2010 at 13:48

    bin ich auch dabei! das vanilla sky jetzt schon herangezogen werden muss inception zu dissen…. ^^

    und ich werf jetzt einfach mal rein das dark city total überbewertet ist und das nur nerds schon zu matrix zeiten gebetsmühlenartig wiederholt haben wie toll der doch ist und das eh alles davon gestohlen ist…

  • Reply NYQVYST 2. 8. 2010 at 14:27

    Film ist einfach nur Mega. Aber die Review wie immer auf der Seite ein absoluter Fail.

  • Reply Madeleine 2. 8. 2010 at 14:54

    Herrje! man kann einen film aber auch kaputtreden, wenn man will..

  • Reply rufus dunkel 2. 8. 2010 at 16:11

    Was für ein verriss. Hätte sich der Autor einmal die Titelsoundtrack angehört (Hans Zimmer) dann könnte er die Musik auf einer anderen Ebene beurteilen. Inception ist grosses Kino ala Hollywood! Na und? Wenn man einmal bedenkt das auf Grund der Story und der verschachtelten Zeitabläufe jetzt schon so einige nicht hinterher kommen, wie soll sich der gemeine Kinozuschauer (Mitten im Leben, Entscheidung am Nachmittag) dann noch auf die einzelnen Charaktere konzentrieren? Zudem sind die Protagonisten und deren background für die story auch nicht weiter erheblich und können somit auch getrost in den Hintergrund treten.
    Hinzu kommt auch noch die Unfähigkeit des Autors viel subtilere Metaphern aus zu machen als die des Fahrstuhls der als die Ebenen des Unterbewusstseins dargestellt wird. Viel mehr geht es darum ein Gerüst zu erschaffen und dieses mit Leben zu füllen. Der Film als Gerüst und diesen mit Sichweisen und Interpretationen zu füllen ist die Aufgabe des Zuschauers. Was darauf schliessen lässt, dass der Film als solches genau darauf anspielt. (kann man auch auf Musik etc pp übertragen). Ich finde den Film ein gelungenes Spiel zwischen den Schaffenden und den Betrachtenden.
    Das das Buch auch aus Nolan’s Feder stammt würde ich nicht zu vorschnell mit Kritik an die Sache herangehen sondern viel mehr den Blick auf das Gesamtwerk richten, welches als solches, viel mehr als nur Entertainment zu bieten hat. Aber das ist hier wohl das Hauptkriterium nach dem Filme beurteilt werden. Drive & Action!! Schau mal über deinen Tellerrand, deine Welt ist nicht die Wirklichkeit!!!!!!!

  • Reply öfchtzchen 2. 8. 2010 at 16:12

    „Im Traum ist es immer hell… man kann das Licht nicht ausschalten.
    Auch bekannt das Texte oder Uhrzeiten (Wecker) verschwimmen. Kennt auch jeder der träumt.“

    Komisch, dann träume ich wohl nicht denn die von Dir hier mal einfach so als allgemeingültige Traum-Gesetze formulierten Phänomene sind mir (abgesehen von Waking Life eben) völlig unbekannt.

  • Reply Nilz N Burger 2. 8. 2010 at 16:17

    @rufus dunkel: siehste? für leute wie dich werden solche filme gemacht. für leute die sich unheimlich intellektuell vorkommen möchten, weil sie es schaffen einem ganzen film zu folgen. und die nicht müde werden zu betonen, das man total schlau sein muss um zu verstehen was sie verstehen. und um sich noch besser darzustellen, noch schnell einen diss ans rtl-nachmittagsprogramm. du hast noch vergessen „unterschichtentv“ zu sagen.

    so arrogante, kleingeistige leute wie du, die nicht mal ein review richtig lesen können, die lieb ich ja besonders. und ausgerechnet DU faselst was vom tellerrand. nach einem kommentar a la: „wer den film scheisse findet, der hat nicht so viel ahnung wie ich!“. oh mann, junger freund. glashaus, digger, glashaus.

  • Reply Batzman 2. 8. 2010 at 16:32

    @Nilzenburger

    Ich wäre ja dafür den „Mehr als ein Ausrufezeichen = Müll“-Filter wieder einzuführen ;) In 98% aller Fälle sind Kommentare mit mehr als einem Ausrufezeichen nacheinander ganz gewaltiges Gedöns.

  • Reply Dr.Strangelove 2. 8. 2010 at 16:44

    öfchtzchen: Diese „Traum-Gesetze“ habe nicht ich aufgestellt… noch handelt es sich um Gesetze. Das sind sog. Reality-Checks… die in der Realität funktionieren, im Traum aber nicht. Ich träume sehr viel und Lucides Träumen gelang mir schon nach nur einer Woche Training. Für mich am besten hat der Trick mit „kleiner Schrift“ funktioniert. Man schaut ein Etikett an… den Text darauf, schaut weg, dann wieder hin. Realität check = bin wach. Im Traum träumt man vielleicht dann auch von diesem Etikett… oder einem anderen.. und schaut auch da weg, dann wieder hin. … der Text hat sich dann verändert, oder ist verschwommen. Buchstaben verschwimmen. Das sind keine „Gesetze“… sondern so funktioniert nunmal das Gehirn wenn es träumt. Es schafft einfach nicht Details „fest“ zu halten… Statt „kleiner Texte“ geht auch oft „Uhrzeit“ oder oder oder… kann sich jeder selbst aussuchen.

    Ich fand das bis jetzt die beste „Review“ die ich so lesen konnte. Und Fahrstuhl und der ganze Actionkram ist echt doof. Sorry.

  • Reply bale 2. 8. 2010 at 17:16

    also das mit den verschwommenen zeitangaben in träumen kann ich bestätigen (auf die uhr schauen, schilder lesen und man erkennt nichts..)

    leider träume ich eher gar nicht (oder ich kann mich nur nicht mehr daran erinnern..) aber wenn der ausnahmefall eintritt, macht es mir extrem viel spass, gerade wenn es unheimlich wird (irgendwelche erscheinungen, monster, zombies..) ich bin dann immer teil einer gruppe und statt draufzugehen endet es immer damit das wir >>hier alptraum einsetzen<< besiegen…

    mein gehirn wurde wohl unterbewusst von hollywood auf "happy end" konditioniert. :)

  • Reply blues brothers 2. 8. 2010 at 19:13

    @ Nilz N Burger:

    DU wirfst anderen Leuten Arroganz und möchtegern-intellektuelles Getue vor? Dann lies lieber mal deine eigenen Kommentare hier zu dem review…

  • Reply Nilz N Burger 2. 8. 2010 at 19:46

    ja, hab ich jetzt gemacht. und? du musst deinen diss schon begründen, sonst kann ich dir nicht folgen.

    es geht darum: ich beziehe mich immer auf konkrete kommentare die mit der immer gleichen leier kommen, das batz nur kritisiert, damit er kritisieren kann. wenn ich das lese muss ich aber davon ausgehen, das der kommentator obigse review nicht gelesen hat, denn sonst würde er das nicht sagen. wie gesagt: man muss ja nichtmal mit batz meinung einverstanden sein, das haben ja auch genug kommentierer hier bewiesen. die haben dann sehr argumentativ ihre meinung über den film dargelegt. ist super! hat keiner was dagegen. aber direkt hier aufschlagen und meckern „bähbähbäh“, da werd ich fimschig und kann schonmal etwas ruppiger antworten.

    deswegen muss ich mich aber nicht über irgendwen stellen um zu zeigen, was für ein toller hengst ich bin. warum müssen wir diese diskussion hier immer und immer und immer und immer wieder führen. was haben die menschen für ein anspruchsdenken?

  • Reply luzid 2. 8. 2010 at 19:55

    ich verstehe auch nicht , wieso die figuren wie in einem heist-movie spas haben ?? sie werden ja nur von projektionen gejagt ( denen von fisher ) und wenn , dann müssen sie in den limbo !! was f[r eine unversch’mcheit von nolan ?? PS: nur ein vergleich – karate kid 1 hat 4 sterne und inception 3,5 sterne, wobei karate kid ein guter film ist , aber halt es nie im leben mit so einem meisterwerk aufnehmen kann!!! was christopher nolan hier schafft ist ein perfektes blockbuster actionkino , welches die Intelligenz eines perfekt thrillers einfängt und es ist eine schande , dass ein film wiedermal von batzman schlechter gemacht wird!!! jo , das wars

  • Reply ringvernichter 2. 8. 2010 at 21:41

    Wenn ich auch mal was sagen darf: Ich mag Nilzenburgers Art des kommentierens. Viel ehrlichkeit und immer eine prise Witz. So danke. Könnt euch nun weiterbehaken….

  • Reply TommyH 2. 8. 2010 at 22:34

    Wer des Englischen mächtig ist sollte unbedingt diese unglaubliche Analyse lesen – ich denke das schafft einige Klarheit: http://www.chud.com/articles/articles/24477/1/NEVER-WAKE-UP-THE-MEANING-AND-SECRET-OF-INCEPTION/Page1.html

  • Reply tonci 2. 8. 2010 at 23:46

    @Nilz, „warum müssen wir diese diskussion hier immer und immer und immer und immer wieder führen.“

    Weil Batz sich einfach nicht an den Rat guter Freunde halten mag: geh nicht ins kino wenn du nen furz quer sitzen hast!

  • Reply tonci 3. 8. 2010 at 0:20

    Wie humorlos. Das war nur ein Zitat von Nilz an Batz aus dem Spiderman 2 Review. Ist aber schon vier Jahre her, kann man mal vergessen.

  • Reply Gerade ausm Kino zurück 3. 8. 2010 at 1:29

    Ich habe das Gefühl, deine Review spiegelt, außer Rechtschreib- und Interpunktionsfehlern, vor allem ein großes Unverständnis wider.
    Das „sympppolisierte“ Unterbewusstsein beispielsweise ist doch eher die konstruierte Traumwelt. Wie viel „subtiler“ (?) das nun wäre spielt ja nun keine Rolle. Und der „ganze Heist“ hängt ab der ersten Traumstufe nicht mehr an der Cola mit Rühreigeschmack. Der Protagonist darf sich bei gelungener Mission wieder als freier Mann bewegen und seine Kinder sehen – alle Teilnehmer müssen die starke Dosis so lange überstehen, dass sie nicht auf immer ihr Bewusstsein verlieren. (Heist ist wohl dein Lieblingswort?)

    4.5 Punkte
    ..spannende Action mit netten Ideen erwartet, spannende Action mit netten Ideen geboten gekommen.

  • Reply Nilz N Burger 3. 8. 2010 at 1:37

    aber dann sag das doch dazu, tonci. sonst wirkt es ja wirklich nur wie ein lahmer diss. da konnte sich nur wirklich (4 jahre!!!) niemand mehr dran erinnern…

  • Reply Johnny Del Mar 3. 8. 2010 at 10:49

    „(…) Marzahn am Meer.“

    Ohne jetzt den Film in Schutz nehmen, aber schon recht dumme Phrasen von Batzman. Sehr plakativ, nicht wirklich witzig aber auch nicht wirklich helle.

    „Es ist fast tragisch, wie sehr die Figuren vom Drehbuch vernachlässigt“

    Die Reduktion entspricht vielleicht der Wahrnehmung Cobbs? Hallo?!

    „Achja: Die oft gelobte Musik von Hans Zimmer nervt, da sie den ganzen Film, ohne Atempause, in zwei Modi durchschrammelt, ominöses Blubbern und dramatisches Hornpupsen mit Verstärkung.“

    Jeder kennt es wahrscheinlich mittlerweile: http://www.youtube.com/watch?v=UVkQ0C4qDvM
    Eigentlich ziemlich durchtdacht, subtil und dennoch wuchtig. Unbedingt filmunterstützend.

    „(…) die Vielschichtigkeit von Träumen und deren Funktionen für die menschliche Psycho bleiben außen vor (…)“

    Waren wir im gleichen Film? 3 komplett (in Raum und Zeit anderen Gesetzen unterliegende) Ebenen und dazu der Limbus. Im Vergleich zu vorangegangen Filmen wie „Finding Neverland“, wo in Zeitlupe über quietschgrüne Wiesen (=Traum) gehopst wird, ein Quantensprung.

    „Die wirklich spannenden Ideen, die Nolan in den Raum wirft, das Konzept der Idee als Virus, die weitreichenden Konsequenzen des Traumdiebstals, der Abhängigkeit von der Traumwelt und der Inception werden nichtmal oberflächlich angekratzt“

    Cobbs Frau, die den Virus in sich hat wird in aller Ausführlichkeit (auch in Rückblenden) sehr in die Tiefe thematisiert. Sie ist Dreh- und Angelpunkt Cobbs Obsessionen und der ist der Hauptdarsteller! Oberflächlich angekratzt wäre wohl eher die Erwähnung „eines Viruses“ und das wars dann…

    „Das Trauma von DiCaprios Dominic wird weidlich ausgespielt, bis auch dem letzten Zuschauer klar ist, wie die weitere Handlung verlaufen wird.“

    Wir war nicht klar wie es weitergeht, war total gepackt von der Handlung, war voll im Film „drin“ hielt meine Knie fest umklammert… absolut packend.

    Zum Heist: „Das der ganze Heist an einer Aufgabe hängt, die etwa halb so involvierend ist wie die Einführung einer neuen Cola mit Rühreigeschmack, macht es auch nicht eben leichter wirklich mit zu zittern.“

    Gerade die Greifbarkeit der Aktion rückt den Film doch überhaupt in den Bereich der Glaubhaftigkeit. Es hätte natürlich auch ein Green-Goblin-Anzug des Industriellen, verkörpert von William Dafoe, sein können. Dann wäre ich aber mitfieberungstechnisch raus gewesen. Ein MacGuffin sollte eben nicht Bestandteil der Diskussion sein sondern diese nur antreiben. War hier absolut so!

  • Reply öfchtzchen 3. 8. 2010 at 12:36

    Gestern Abend im Kino gewesen. Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter & kurzweiliger Film – mit weniger Action und mehr Konzentration auf die Charaktere sowie die eigentliche Grundidee manipulierter Träume hätte er jedoch ein Meisterwerk werden können. Meine Wertung: 8/10.

  • Reply nils 3. 8. 2010 at 13:15

    Schaut doch mal in den Referrer-Logs nach woher die ganzen „anonymen“ Heulsusen kommen, irgendwie sieht das finde ich schwer nach ner Studivz-Gruppe „wir bashen alle die inception doof finden“ oder so aus. Erinnert an die Mädels von Twilight, vor allem die gute Argumentation („Ich wollte Action, ich bekam Action und darum seid ihr scheisse und euer Review ist zu schlecht“)…

    Viele Grüße,
    nils

  • Reply nele 3. 8. 2010 at 13:26

    gute kritik! stimme in allen punkten überein. war nur zu faul, das selber so ausführlich durchzudenken ;-)

  • Reply Vulkanente 3. 8. 2010 at 14:09

    Kloppt Euch noch ein bißchen weiter, wenn das erforderlich sein sollte. Ich find´s teilweise amüsant. Lese hier nicht mit, um mir eine Meinung abzuholen oder mich aufzuregen über unterschiedliche Geschmäcker, sondern weil die Reviews stilistisch wirklich etwas bieten, mich zum Nachdenken bringen, mich amüsieren etc. Mehr kann man von einem Filmblog nicht erwarten, finde ich. Und: ich fand den Film unglaublich gut, muss und werde das aber nicht begründen, breittreten oder verteidigen.

  • Reply Claas 3. 8. 2010 at 14:32

    was geht denn ab hier?

  • Reply surfling 3. 8. 2010 at 16:13

    also, ich war jetzt beim ersten sehen auch nicht ganz so begeistert wie erwartet/erhofft, ABER – das ging mir bisher noch bei jedem nolan film so. und ich hab sie inzwischen alle gesehen. und mit ausnahme der batman filme fand ich sie ALLE beim zweiten sehen deutlich besser, so dass z.b. nach dem dritten mal „the prestige“ zu einem meiner absoluten lieblingsfilme geworden ist.

    was ich sagen will – ich glaube dass auch inception einer dieser filme ist, die man nicht nach dem ersten sehen abschliessend beurteilen sollte.
    ich werd ihn mir baldmöglichst wieder anschauen und bin eigentlich fast sicher, dass ich ihn dann noch mehr mögen werde als beim ersten mal.

    übrigens hatte ich auf dem nachhauseweg vom kino so einen gedanken – ob nolan sich mit der ganzen ski- und sonstigen verfolgungsaction bei broccolis als james bond regisseur empfehlen wollte?
    ich fänds ja gut wenn sie ihn lassen….

  • Reply maniacator 3. 8. 2010 at 18:22

    @Jonny Del Mar: Word! Bin da voll auf einer Linie…
    Das Video kannte ich übrigens wirklich noch nicht – unabhängig davon hab ich mir tatsächlich beim rausgehen und reden über den Soundtrack schon gedacht, dass es die verlangsamte Version sein könnte, allein aufgrund dieses Effektes. Außerdem wird man wird ja schon mit dem Holzhammer drauf hingewiesen als der Countdown losgeht und man in der einen Ebene das Lied total verzerrt dröhnen hört….

    Wenn man natürlich damit beschäftigt ist, sich schonmal die nötigen Worte für den pro forma Mainstreamfilm – Bash zurechtzulegen, dann kann man sich von dem „ominöses Blubbern und dramatisches Hornpupsen mit Verstärkung“ schon ziemlich gestört fühlen und man bemerkt das nicht ;)

  • Reply der sepp 3. 8. 2010 at 21:54

    film = awesome :P

  • Reply Zartbeseitet 3. 8. 2010 at 22:39

    Der Film hatte seine Längen und sicherlich hätte man einiges besser umsetzen können … aber irgendwie waren die Ideen, die Erklärungen und die Bilder so zauberhaft, dass ich danach wirklich „geflasht“ war.
    Ich träume selbst viel, kenne das Gefühl des Fallens (den „Kick“), hatte schon einen Traum im Traum … so ein Film wirkt dann wie eine kleine, cineastische Droge für Vielträumer.

    Auch wenn er nicht perfekt ist, lässt er mich seit gestern nicht los.
    Irgendwie werde ich ihn wohl doch nochmal gucken müssen. Und nochmal.

    P.S. Josephs Charakter heißt Arthur!

  • Reply SIC 3. 8. 2010 at 23:44

    komme gerade vom kino!
    top film! der keine drecks 3D effekte braucht um einen schlechten film zu überdecken!
    soweit ich das überblickt habe war es eine fehlerfreie story ohne logiklöcher.
    puhhh… muss mich mal wieder beruhigen… mein blutdruck :D
    der war einfach echt gut.

  • Reply Björn 3. 8. 2010 at 23:45

    Auch wenn ich es gerne gesehen hätte dass der Film der Kracher ist den alle so feiern, so muss ich leider wohl Batzman doch in fast allem Recht geben. Der ganze Film wirkt wahnsinnig zusammengestrichen, leider aber an den falschen Stellen… bzw. eigentlich gibt es keine richtigen Stellen. Ist ja nicht so als wäre das was man sieht nicht geil gewesen, es hat nur das gefehlt was es zu etwas wirklich besonderem hätte machen können. 1-2 Stunden mehr Spielzeit hätten dem Film vielleicht gut getan.

  • Reply Gregy 4. 8. 2010 at 0:49

    Die schwache Prome, der völlig nichtssagende Teaser und ein verwirrender Trailer haben mir bereits vorweg die Lust auf den Film genommen, doch nun bin ich froh, dass ich Nolan einen Chance gegeben habe.

    Auch einige Stunden nach dem Kinobesuch bin ich beeindruckt, welche Konstrukte sich Filmemacher einfallen lassen, um den Zuschauer zu beeindrucken. Ach Batze, bereits im Vorfeld sollte klar sein, dass emotionale Narratologie nicht vorzufinden sein wird. Wozu auch? Ich habe ja kein Ticket für einen Sparks Film gekauft.

    Was mich an Inception interessiert hat ist das gewisse Etwas der Filmidee. Und genau aus diesem Grund hat mir die narratologische Federführung auch gefallen. Figuren als Projektionsfläche für Erklärungen der Inception zu instrumentalisieren hatte Nolan garnicht nötig. Das gehört für mich zur Konstruktion und bietet dem Zuschauer die Möglichkeit in die Fiction zu folgen. Wie bitte sollte der Film ohne diese Erklärung auskommen?

    Das ökonomische Hauptmotiv der Inception finde ich zugegebendermaßen zweifelhaft, aber ist das nicht marginal? Was hätte es geändert, wenn es um gesellschaftsmodifizierenden Stoff gegangen wäre? Nichts!

    Die Review von Batze ist eigentlich ok. Gut beobachtet zumindest. Vielleicht hätte er sich lieber zurücklehnen und mitreißen lassen sollen, denn ehrlich gesagt weiß ich nicht, wann ein Film das letzte mal solch grandiosen Eindruck bei mit hinterlassen hat.

  • Reply Georg Krüger 4. 8. 2010 at 12:30

    Die ersten die den Film so gesehen haben wie ich

  • Reply handzon 4. 8. 2010 at 16:10

    Zitat:

    „Auch weil er geteilte Meinungen evozieren wird. Ist der Film nur eine Genre-Oberfläche mit aufgepflanztem strukturellem Schnick-Schnack? Oder der intelligenteste und experimentellste Hollywood-Blockbuster der Dekade?“

    Ganz wichtig die beiden Wörter „Meinungen“ und „oder“. Sollten sich viele hier ein bisschen mehr zu Herzen nehmen.

  • Reply Niniel 4. 8. 2010 at 16:12

    @Georg Krüger
    wer jetzt?

  • Reply Sascha 4. 8. 2010 at 19:59

    Ich habe ihn gesehen (zum Glück analog) und bin recht zufrieden. Die Kritik von Batzmann ist korrekt. Allerdings stört mich das Fehlen von tiefen Persönlichkeiten nicht.

    Als Psychogramm versagt der Film völlig. Ich wollte aber einen Abenteuer-/Actionfilm sehen und wurde nicht enttäuscht. Neo hatte auch nie mehr Tiefgang als das KarateKid. Anfangs faszinierten die Traumwelten, hinterher die Action. Nolans Nüchternheit führt andererseits dazu, dass man sich trotz Action auf n Traumebenen immer zurechtfindet. Inception ist ein Film, den ich nicht sofort wieder sehen muss, aber einer, den ich durchaus wieder ansehen würde.

    Bei mir fängt die 4-Sterne Welt auch erst an, wenn ich einen Film praktisch sofort noch mal möchte. Das ist bei Inception nicht der Fall. Ich habe alles verstanden und es ist eine großartige Geschichte.

  • Reply Azurelle 4. 8. 2010 at 20:18

    @ Batzman: Würdest du diesen Film besser oder schlechter als „Vergiss mein nicht“ finden? Reine Frage aus Neugier, der kam nämlich mit sehr viel weniger Effekten aus, und hatte schon etwas vielschichtigere Charaktere – fand ich zumindest.

    Inception: Der Kreisel wird nicht umfallen.
    DiCaprio’s Realität weist einfach zu viele Dinge auf, die nicht zusammen hängen, um sie als „Reale Welt“ zu erklären. Deswegen nahm ich die teilweise viel zu flachen Erklärungen und Motive auch so „bereitwillig“ an.
    Die meiste Arbeit machte mir der Film damit, die „Schichten“ zu sortieren, dadurch sorgten dann die wenigen optischen Leckerbissen zwar für einen größeren Impakt, aber auch ich finda die Traumwelten zu lahm. Es war unkreativ, vor allem wenn ich es mit anderen „Traumblockbustern“ wie The Cell vergleiche.

    Schade eigentlich, denn die Konstruktion war ja solide genug für eine „Interessante Welt“. :(

  • Reply SIC 4. 8. 2010 at 20:31

    @Azurelle:

    der „normale“ mensch träumt halt in der regel von einer „normalen“ (realen) welt und nicht von einer haribo säbelzahn alien unterwelt die mit schneckenrittern bevölkert ist…

  • Reply Azurelle 4. 8. 2010 at 20:33

    PS: Auch die „Realität“ im Film ist nur ein Traum und macht es uns deshalb „leichter“ die flachen Charaktere zu akzeptieren denn…
    alle arbeiten plötzlich zusammen um einen nicht wirklich „greifbaren“ Feind zu besiegen, selbst die ursprünglich „böse“ Figur und sogar die Figur, die sie „bestehlen“ sollen hilft ihnen dabei, und letztendlich endet alles in einem sehr unrealistischem Szenario in dem Di Caprio all seine Fehler wieder gut machen kann, und wo, in egal welcher Ebene, der Feind, außer in der Figur seiner Frau kein richtiges Gesicht hat.
    (Seine Frau, die übrigens auf der falschen Seite aus dem Fenster springt, obwohl diese Erinnerung die Realität widerspiegeln sollte – wie kam sie denn da hin? ;) )

    Seine Frau ist aber ein Teil seiner selbst, und symbolisiert seine Schuld und seinen eigenen Kampf mit dem Realitätsverlust. Also kämpft er, kämpfen alle in Wirklichkeit mehr gegen ihn/ Di Caprios selbst als den virtuellen „echten“ Feind der unzählige Gesichtslose zum Abschuss bereit stellt.

    Deswegen wäre die „unlogische“ Realität von Di Caprio auch nur eine Darstellung aller Facetten seines eigenen Geistes, er liegt wahrscheinlich in Wirklichkeit im Koma und liefert dadurch den perfekten Grund, warum gewisse Dinge nicht genauer begründet, und Figuren nicht tiefer beleuchtet werden müssen.

    Ein trickreiche erfolgreicher Sommerblockbuster. Dennoch mit langweiligen Traumwelten – schade!

  • Reply Azurelle 4. 8. 2010 at 20:35

    SIC: Muss die Welt denn von Schneckenrittern bevölkert werden, um „spannend“ zu sein? Ich denke nicht.
    The Cell bietet da zB doch ein sehr gutes Beispiel für einen Blockbuster mit interessant gestalteten Traumwelten. Zumindest im Vergleich zu Inception.

  • Reply SIC 4. 8. 2010 at 20:47

    @Azurelle:
    ja eben nicht!!!

    wir reden aneinander vorbei.

  • Reply Azurelle 4. 8. 2010 at 21:20

    SIC: Ich glaube nicht, dass wir aneinander vorbei reden, da ich ja nie etwas über die Maßen übertriebenes verlangt oder erwartet habe sondern finde, dass die Szenarien insgesamt sich alle zu ähnlich, mir teilweise auch zu „realistisch“ sind, was sie als „Träume“ einfach langweilig macht.

  • Reply FrostQ 4. 8. 2010 at 22:18

    @152: thanks. guter kommentar und nötiger gegenpart zu dem hier gewohnten und erwartbarem „mainstream“-bash.

  • Reply Michael 4. 8. 2010 at 23:56

    Wie kann man in einer Review nahezu durchgehend auf einen Film einschalgen und dann noch 3 1/2 Sterne drüber setzen? Einfach mal gegen das sein was (ausnahmsweise mal zurecht) viele mögen?

    Ich fand den Film großartig, gerade weil er gleichermassen massenkompatibel und dennoch nicht dumm und mit Logiklöchern übersäht war. Sowas passiert selten. Gerade weil klassische Architypen verwendet werden brauch es keine großen erklärungen, wir wissen einfach wer diese Leute sind… nur die Architektin die sich ohne weiter zu Fragen in einen Globalen Betrug verwickeln lässt viel etwas negative auf.

    Die spannungskruve ist großartig, vieles konnte man nicht zu 100% vorhersagen, es wird ebend nicht mit dem Holzhammer erklärt bis auch der letzte zuschauer weis was wie und warum sache ist (Gegenbeispiel Vanilla Sky).

    F´N A – Ich wünschte wir hätten mehr Mainstream Filme auf diesem Qualitätslevel. Wer was dagegen hat kann sich gern in sein Elitaires loch reden, dagegensein ist ja auch coooooooool

  • Reply tonci 5. 8. 2010 at 0:07

    Wenn ich da mal einspringen darf, Azurelle. Die Träume sind hier nicht aus Einfallslosigkeit „realistisch“ gehalten, sondern ganz zielgerichtet so entworfen um die Handlung zu entwickeln. Der Film stellt einen Satz eindeutige Regeln auf, an die er sich auch später hält. Im Unterschied zum alltäglichen Chaostraum sind die Träume in Inception so konstruiert, dass sie einem (dem Subjekt) die Realität vorgaukeln sollen. Der Anschein bricht erst dann zusammen wenn sich etwas Ungeplantes ereignet.

    Darüber hinaus ist das ja das zentrale Thema des Film: die Realität wird durch unser subjektives Empfinden geprägt. Lässt sie sich noch beweisen wenn der Verstand nicht mehr daran glaubt? Und ist dies die einzig wahre Stufe der Existenz? Immerhin glauben auch nicht wenige Menschen in unserer Welt an eine höhere Ebene, in die man eintritt wenn man hier die Augen endgültig schließt.
    Durch die so „realistisch“ dargestellten Handlungsebenen wird noch etwas anderes erreicht. Dem Zuschauer werden Zweifel eingepflanzt. Er beginnt sich zu fragen, ob die im Film behauptete Realität nicht doch auch ein Traum sein könnte. Zwar findet sich an keiner Stelle ein eindeutiges Indiz um die Filmrealität als Traum zu entlarven, doch die bewusst eingewebten Mehrdeutigkeiten nähren den Zweifel und fördern die selektive Wahrnehmung.
    Selbst nach dem Ende dürften viele Zuschauer nicht erkannt haben, dass Nolan mit uns das gleiche anstellt wie Cobb im Film mit seiner Frau. Einen parasitären Gedanken einpflanzen, der sich nicht mehr eindämmen lässt. Wenn Du meinst, dass Cobb wahrscheinlich in einem Koma liegt, dann kommt diese Mutmaßung nur aus einem Gefühl heraus. Belegen wirst Du es nicht können.

  • Reply Claas 5. 8. 2010 at 2:13

    Zur Musik
    Die Trailer Mukke is gar nicht von Zimmer sondern von einem Komponisten namens Zack Hemsey speziell für den Trailer geschrieben.
    http://music.zackhemsey.com/track/mind-heist

    Bin ich jetzt doof und alle lachen, weil sie’s längst wussten nur ich nicht?

  • Reply Johnny Del Mar 5. 8. 2010 at 8:45

    http://www.youtube.com/watch?v=jN9NZWZTJnI

    Hehe!

  • Reply Gunnar 5. 8. 2010 at 10:51

    Sehr schöner Review, könnte von mir kommen (nur wäre er dann wohl etwas holpriger formuliert…). Insgesamt war der Film gut, die ganze Traumkiste fand ich hübsch und die Geschichte war auch ok. Allerdings leidet der Film neben der Kopflastigkeit auch darunter, dass er zu lang ist. Man hätte bequem eine halbe Stunde heraus kürzen können, und ich bin sicher, der Film hätte dadurch gewonnen. Tatsächlich ist der ganze Anlauf bis zum eigentlichen Coup viel zu langatmig, und erst ab da gehts so richtig los. Was das Ende angeht, eigentlich ist es mir wurscht, ob Cobb das alles geträumt hat oder nicht, denn es wurde keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren hergestellt. Und es war genau das Ende, auf das der Film hinauslief… von daher wenig überraschend. Ich denke, 3 1/2 Sterne sind angemessen.

  • Reply Niniel 5. 8. 2010 at 12:22

    die story verbietet doch das die chars zu abgefahrene dinge träumen. sobald ihnen klar wird das sie träumen, bricht der traum zusammen oder machen den eindringlingen die „arbeit“ zur hölle. beides wird auch so im film erklärt.

    also in sich ist das schon ganz logisch.

  • Reply Johnny Del Mar 5. 8. 2010 at 17:04

    Hanni und Nanni hat ja auch 3 1/2 Sterne hier bekommen. Erm…

  • Reply Rezension einer Rezension: Inception « Haihappening 6. 8. 2010 at 9:53

    […] weist darauf hin, dass ich hier vielmehr die Kritik eines anderen bewerte. Einige werden ja die 5 Filmfreunde kennen. Diejenigen werden auch wissen, dass besagte 5 Filmfreunde zwar einen sehr coolen, durchaus […]

  • Reply Medem77 6. 8. 2010 at 9:57

    Hui :-D

    http://haihappen.wordpress.com/?p=78&preview=true

  • Reply Silent Rocco 6. 8. 2010 at 13:56

    Eine Kritik einer Kritik, hey, das ist doch mal was. Aber sehr lieb geschrieben, find ich sympathisch. Ist ja unterm Strich eine super Werbung für Euch. Und ja, „Synecdoche“ ist wirklich ganz groß, wenn auch sperrig und auf einer ganz anderen Ebene fordernd.

  • Reply Fred 6. 8. 2010 at 14:17

    Sich über ein Review ärgern bringt doch mal gar nix – besonders nicht hier. Bis auf quasi unauffindbare Ausnahmen wird doch hier jeder Film kaputtrezensiert. Actionfilmen fehlt der Tiefgang, Horrorfilmen fehlt der Humor, Dramen fehlt die Action usw.
    Insofern empfiehlt sich das Lesen der Reviews bei den Filmfreunden eigentlich immer dann, wenn einem selbst ein Film mal nicht so gefallen hat.

  • Reply Medem77 6. 8. 2010 at 14:53

    Nanana, es soll mal nicht der Eindruck entstehen, ich wollte hier Links posten, die besagen: Die 5 Filmfreunde „renzensieren“ alles kaputt, denn das ist nun recht weit von der Wahrheit entfernt.

    Die Herren renzensieren Filme eben unter bestimmten Gesichtspunkten, die aber alle durchaus die Berechtigung haben, betrachtet zu werden. Dass beispielsweise Actionfilme durchgehend verrissen würden, gehört mAn aber ins Reich der Fabel.

  • Reply Paul 6. 8. 2010 at 16:43

    Vorgestern gesehen. Würde ihn mit 8/10 bewerten.

    Meine Kritikpunkte decken sich auch fast komplett mit diesem Review – nur bei der Musik würde mich einhaken. Hat mir gut gefallen und ist mir auch nicht negativ / eintönig aufgefallen.

  • Reply Michael 8. 8. 2010 at 8:58

    „Tom Hardy der sympathische Humorbolzen mit der Formwandlungsfähigkeit“ stimmt so natürlich nicht, da mit dieser Figur natürlich nur angedeutet wurde, dass alle Figuren in den Träumen der Zeilperson immer anders aussehen.
    Sonst würde man sie ja im realen Leben sofort wiedererkennen.
    Finde den Film keinesfalls langatmig, er hat Drive und treibt die Story eigentlich schnell voran, jedoch hat er viel zu viele Logikfehler, daher stimme ich der Bewertung zwar zu, aber aus anderen Gründen.

  • Reply Janine 8. 8. 2010 at 12:45

    „Marzahn am Meer“, „Ein Liebespaar, das an manische SIMS-Spieler erinnert, die es mit dem Detailwahn irgendwann so weit treiben, dass sie ihre Kacheln abfotografieren und als Textur ins virtuelle Traumhaus einbauen“, „Urlaub in der Vorhölle“ – Danke, dass ich mal wieder so herzlich lachen durfte!

  • Reply ich 8. 8. 2010 at 22:16

    „dem Film fehlt drive“???!!! und dir ein Herz, Gefühle usw.

  • Reply FrostQ 9. 8. 2010 at 14:49

    @190: Richtig erkannt: bei den Fünf Filmfreunden wird mehr Wert auf vermeintlich witzige  Formulierungen gelegt, als auf fundierte Kritik. Das ist aber ja auch kein Geheimnis. Vielleicht sollte man sich ehrlicherweise umbenennen in die „Fünf gescheiterten Germanistikstudenten“?

    Inception ist natürlich alles andere als perfekt. Aber dieses spießige Rumgemäkel, dieses „pubertär patzige“, wie es sehr richtig an anderer Stelle hieß – nun, das finde ich einfach unprofessionell.

  • Reply Alexander 9. 8. 2010 at 17:31

    Mit einem alten Zitat:
    „Gestern im Kino. Geweint.“
    Ob eines derart miesen Filmes.
    Gebt mir Die Hard, gebt mir Alien
    oder meinetwegen Terminator.
    Aber nicht diesen pseudo-intellektuellen
    Schmu ohne jegliche Substanz.

  • Reply alexp 10. 8. 2010 at 10:20

    Die Kritik beweist wieder einmal, dass die Hauptmotivation vieler (Berufs?)Kritiker die Selbstdarstellung – leider meist zu Lasten des Kunstwerks – ist.

    Dazu eine große Prise Frust, darüber, das sman selbst keine Kunstwerke erschafft, sondern sich eben als Kritiker-Kakerlake verdingt.

    Sorry, aber ich hab selten so eine aufgeblasene, zynische und unzutreffende Filmkritik gelesen.

  • Reply Renington Steele 10. 8. 2010 at 15:11

    @ FrostPoo: >bei den Fünf Filmfreunden wird mehr Wert auf vermeintlich witzige Formulierungen gelegt, als auf fundierte Kritik.

    Da oben stehen über zehn Absätze mit Argumenten, denen man nicht zustimmen muss, aber die man verstehen kann. Alles was Du lieferst ist aufgeblasenes Blah ohne Argumente, aber Du bringst es auch noch fertig, uns hier „spießige Rumgemäkel“ an den Kopf zu schmeißen. Besser geht’s nicht. Das beste ist: Du siehst das selbst, würdest das aber nie zugeben. Get lost.

    @ alexp: >Kritiker-Kakerlake

    qed.

  • Reply Frank 10. 8. 2010 at 23:50

    Naja wenn man es so sieht dann stimmt die Kritik.
    Aber irgendwie habe ich den Film anders verstanden.

  • Reply usp 11. 8. 2010 at 1:31

    @48: die Frage habe ich mir auch gestellt.. Bereits davor hätten sowohl die im Hotelzimmer als auch in ihrem Traum im „Schneelevel“ kräftig rumgeschüttelt werden und dann später auch im Schneelevel (und dann auch im „Stadtlevel“) schwerelos sein müssen.

    Riesiges Plothole?!

  • Reply Niniel 11. 8. 2010 at 17:10

    wenn du schwerelos bist und der raum um dich sich bewegt dann bekommst du da nichts von mit. sprich es wirkt keine kraft auf deinen körper. deshalb merken die träumer im schneelevel nichts davon.

    der fallende van bingt die insassen durch seine beschleunigung in schwerelosigkeit (wie bei einem parabelflug), dadurch herscht in traum 2 die schwerelosigkeit.
    in traum 2 wirkt aber keine äußere kraft auf die körper der träumenden, dadurch verhällt sich in traum 3 alles normal.

    grüße

  • Reply Bastl 13. 8. 2010 at 7:17

    Hab den Film gestern Abend gesehen und muss in einigen Aspekten Batzmann zustimmen. Ganz besonders hat mich neben der fehlenden Subtilität(Hier, der Kreisel!! guckt auf den Kreisel!!!) gestört das er aus den wirklich netten Ideen sowenig macht.
    Wenn es um Traummanipulation geht, warum gibt es dann (bis eventuell auf das Ende, Interpretationssache(ich glaub ja das das Aufwachen von Di Caprio im Flugzeug noch ein neues Level ist ;D)) nicht einmal einen Moment wo man sich eben nicht sicher ist in welchem Level man ist? Da hätte man endlos viele Verwirrspiele mit machen können.
    Mir fehlt eben gerade dieser Mindfuck der bei Memento am Ende da ist.

    Ausserdem:
    Warum sind die Träume so normal? Da hab ich schon wesentlich krassere Sachen geträumt ^^ Als das Schneelevel (oder wie ich es nenn, „Hoth“) losging hab ich nur gedacht „Möchte der einfach mal alle Actionszenen loswerden die er sich so in den letzten Jahren ausgedacht hat? Hat er vielleicht überlegt wie er einen Film konstruieren muss um möglichst viele verschiedene Actionsequenzen reinbringen zu können?
    „Ah ja, Traum“Level“! Super Idee.. da wollten wir eigentlich auch noch Bowsers Castle reinbringen aber das hatten die Produzenten leider abgelehnt.“

  • Reply Smiller 13. 8. 2010 at 15:29

    Sehr gelungene Kritik welche den Film in das zerstückelt was er ist: Ein Betäubungsmittel. Ohne Ideen,langweilig wie das moderne Leben selbst. Ein Art Psycho Collumne der Cosmopolitan im Action Gewand, welcher seine Zuschauer mit kleinen “ ich bin bin ein cleverer zuschauer“- Guttis belohnt. Was sind das für Träume in denen lediglich Städte simuliert werden. In denen es ab und zu regnet? Wo bleibt das fantastische ? Wiso gibt es nur begrenzt viele Projektionen? Und wiso sind diese sterblich? Ich denke dass niemand ernsthaft in anderer Leute albträume krichen wollte wenn er wüsste dass er darin sterben könnte(mit unsterblichen kong fu zombis und was weiss ich was^^). Diese wären auch tausend mal bombastischer und gefährlicher als alles was sich Nolan vorstellen könnte. Es ist traurig zu sehen dass Nolans „Fantasie“ mit der seiner breiten Zuschauerschaft zu korrespondieren scheint. Nolan vs Fantasie 1: 0

  • Reply FrostQ 13. 8. 2010 at 22:38

    @195 (OT):
    Rene: All I’m saying ist, gerade Batzmanns Reviews sind sehr durchschaubar auf vermeintlich spaßige Wort-Effekte getrimmt. Auf der Ebene des Mediums zu aufdringlich, you know? Da gehen „Argumente“ aber leider unter. Wenn ich lese, dass jemanden das doofe „Horngepupse“ des Soundtracks nervt, habe ich nicht das Gefühl, dass derjenige ernsthaft den Film besprechen will.

    Da will einer rumstänkern, sich textlich selbst produzieren – spießig rummäkeln eben. Nuff said. Und jetzt gib du doch erstmal zu, dass du meinen Nickname falsch geschrieben hast.

    @194: You got it. Äh, so ist es. Sorry.

  • Reply FrostQ 14. 8. 2010 at 12:56

    @195: hehe, den kommentar lieber nicht zulassen, ne? besser is.

  • Reply Renington Steele 14. 8. 2010 at 19:47

    @ FrostQ (201): Ich kenne meinen Batz und ich weiß, wie ich ihn zu nehmen habe. Klar, Batzi verliert sich gerne in Batzigkeit, aber fuck that. Weil: Die Argumente sitzen und in 99% aller Fälle hat Olli einfach das hier: Recht. Formulierung hin oder her.

    Inception ist leider nur ein mittelmäßiger Film und als solcher wird er hier bewertet. Voll in Ordnung. Ich hätte mir auch gerne mehr erwartet, aber… it’s not that thing!

    Ansonsten weiß ich was Du meinst: Das ist genau das, was ich versuche, zu vermeiden und gerne als „Autoren-Gewichse“ bezeichne. Aber das ist hier nicht das Thema. Das Thema ist hier ein mittelguter Film, der viel viel viel viel viel besser hätte sein können.

  • Reply Renington Steele 14. 8. 2010 at 19:51

    @ Claas (126) >wie bewerten die anderen filmfreunde denn das werk?

    Ich für meinen Teil stimme Batzman zu.

  • Reply Silent Rocco 14. 8. 2010 at 19:55

    Bei Filmreviews hat man vielleicht eine Meinung, die im Bestfall noch von vielen Leuten geteilt wird… aber man hat nie Recht.

  • Reply Renington Steele 14. 8. 2010 at 20:06

    @ Silent Rocco: Doch. Argumente stimmen, oder sie stimmen nicht. (Den Film kann man trotzdem toll finden, DAS ist dann die Geschmacksfrage.)

  • Reply sebastian 14. 8. 2010 at 21:10

    @ Silent Rocco: wahre worte!

    @ R.Steele: argumente hin oder her. diese unterliegen, letztendlich, auch nur der subjektiven auffassung/interpretation. eventuell sogar tagesformabhänging! sieht man hier seit 200 beiträgen…

    dein „doch“ mit verweis auf „geschmacksfrage“ kann ich deshalb nicht nachvollziehen. denn nichts anderes hat Silent Rocco letztendlich gemeint, oder Rocco?

    ich hoffe mal inständig, das keiner von den FF glaubt aufgrund von argumenten IM RECHT zu sein. egal wie ’nachvollziehbar‘ sie zu scheinen sein.

    ich mag den film, ich mag Batzmans review zu dem film – aber ich mag auch einige der beiträge, die ihm ‚contra‘ geben. tellerrand und so…

  • Reply Raventhird 15. 8. 2010 at 13:10

    Ich frage mich ernsthaft, wie der Film wirken würde, wenn man die komplette erste Hälfte bis zum Flugzeug einfach wegschneiden würde, also den ganzen „Hallo, wir sind der wissende und der unwissende Erklärbär und erzählen Euch jetzt mal, wie unsere Welt so funktioniert und was im Anschluss passieren wird“-Teil.

    Er wäre zwar immer noch blutarm gespielt und hätte lauter sinnlose und wenig Spannende Ballerei-Szenen, aber es dem Zuschauer selbst zu überlassen, die Traumebenen zu erkennen und die Mechanismen zusammenzupuzzlen etc. – das hätte definitiv seinen Reiz gehabt, wäre aber deutlich weniger „blockbustertauglich“. In der tatsächlichen Version gebe ich der Rezension komplett Recht. Man hätte durchaus noch schärfer urteilen können.

  • Reply Renington Steele 15. 8. 2010 at 15:28

    @ Sebastian: Hmm, naja… wir nähern uns hier dier Frage nach dem „objektiven Review“, das so nicht machbar ist. Ich gebe da als erster zu, dass ich nicht Bescheid weiß.

    Leider tun das nicht allzuviele in diesem Internetz.

  • Reply Jet Strajker 15. 8. 2010 at 15:38

    Ach, René, du fandest ihn nicht gut? Bitte somit um Rücknahme des Nolan-Seitenhiebes gegen mich von neulich. :D

  • Reply armond white 15. 8. 2010 at 18:45

    also ich finde adam sympolisiert die verströhmung des gegenlesens sehr kuth!

  • Reply sebastian 15. 8. 2010 at 20:27

    @Renington:

    mehr wollte/brauche ich gar nicht hören [bzw. lesen]! #209 gefällt mir.
    obwohl ich noch VOR dir behaupten würde nicht bescheid zu wissen!

    also -> ERSTER nicht-bescheid-wisser!!!! OHNE streit, ja?

  • Reply Renington Steele 15. 8. 2010 at 21:55

    @ Jet: Nää. Ich nehm nix zurück. Never! I tattoo my shit on my butt, all the time! ;D (Mehr Seitenhiebe!)

    @ Sebastian: Streit sowieso nie. Nicht im Internet. Streit habe ich, wenn, dann im echten Leben und glaub mir: Das willste nich erleben. Hier habe ich nur nervige Kommentare ;)

    Wir (inklusive Batzman, für den ich einfach mal mitspreche) sollten einfach öfter die Wahrheit sagen: We completely suck, but we do the best with that.

    Batzi hat trotzdem meistens Recht. Leider.

  • Reply Renington Steele 15. 8. 2010 at 21:57

    (No, really. Watch „Inception“ one year in the future, then think, then read this review again.)

  • Reply Torsten 15. 8. 2010 at 21:57

    Super Review des Films und ganz nebenbei ein sachlicher und angenehmer Ruhepol in dem ganzen Hype. Ich fand den Film gut, aber nicht klasse.

  • Reply zackbumm 16. 8. 2010 at 0:30

    bin mit dem review absolut einverstanden, bis auf den letzten absatz über die musik vom hans.

  • Reply name 16. 8. 2010 at 2:27

    mein Senf:
    Dark Knight war nicht so geil.
    Memento war NUR geil.
    Inception ist irgendwo dazwischen. Aber die Action hätten sie auch kürzen und die Charakterentwicklung etc. ausweitern können/müssen. Grundidee genial, Umsetzung schwächelt, aber insgesamt sehr spannend und so gemacht.

    @45: der war wirklich Grütze.

    Was ich vermisse, sind die wirklich kritischen Filme. Es kommt ein Film nach dem anderen ins Kino, der sich auf einem flachen Niveau befindet, was das Geistige, Philosophische oder Gesellschaftskritische angeht. Und die Showdowns werden immer länger und SFX-reicher. Das stört mal ganz allmählich.

    whatfuckingever.

  • Reply frank 16. 8. 2010 at 4:04

    die besten reviews schreibt imho rüdiger suchsland für telepolis. siehe auch das inception review von ihm.
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33047/1.html

  • Reply Silent Rocco 16. 8. 2010 at 12:38

    Finde es auch ein kleines bissel ignorant, dass trotz aller Hinweise in den Kommentaren der Text nicht nachgebessert wird.

  • Reply Binding 16. 8. 2010 at 13:27

    @ Alexander: Das Zitat heißt korrekt „Im Kino gewesen. Geweint.“, ist von Franz Kafka aus dessen Tagebüchern und genau andersrum von ihm benutzt worden: positiv. Kafka war nämlich Kinofan. Selbst wenn Du es ironisch gemeint hast, finde ich es daher unpassend. Denn um genau diese Art von gerührtem, aufgewühltem oder euphorischem Empfinden gegenüber einem Kunstwerk geht es doch eigentlich, wenn man im cineastischen Sinne positiv über eine Kino-Erfahrung spricht. Und bei „Inception“ funktioniert das genauso, wenn man sich auf die pur cineastischen Aspekte einlässt. Und dazu passt auch noch ein weiterer Punkt:

    @ Batzman (+ auch Nilz): Was Du als „Charakter“ von Filmfiguren und Drehbuch-Autoren einforderst, ist nie verkehrt und kann einen Film nur besser machen. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass es das unbedingt braucht, um einen guten Film hinzubekommen oder dass ein Film ohne diese Zutaten von vorneherein schlecht(er) wäre! Wieder geht es mir dabei um eine explizit cineastische Sichtweise: Film als Kunst ist in erster Linie an einer reinen Form des kinetischen Erzählens festzumachen. Schauspielkunst gehört dagegen ins Theater und hat eigentlich gar nichts mit dem Filmischen an sich zu tun. Und genau deswegen sage ich: In „Inception“ gewesen. Geweint. Aus purer cineastischer Freude.

  • Reply Binding 16. 8. 2010 at 13:54

    Zur (fehlenden) Subtilität: Nolan schneidet ja am Ende weg, bevor man sieht, was mit dem Kreisel passiert. Unsubtil wäre es gewesen, wenn der Kreisel ewig weitergedreht hätte. So aber lässt er es offen. Oder ist das auch schon unsubtil?

    Zu „Dark City“: Ich habe manchmal den Verdacht, der wird nur gemocht, weil er ziemlich gothic ist, ihn Mainstream-Leute kaum kennen und der Regisseur auch noch „The Crow“ gemacht hat. Aber Alex Proyas ist auch für die Mystery-Gurke „Knowing“ verantwortlich gewesen, zu dessen Esoterik-Murks „Dark City“ viel, viel besser passt. Okay, der Mindfuck am Ende von „Dark City“ war wirklich eine klasse (und damals sehr überraschende) Idee, aber die Umsetzung im Detail mit den schwebenden Aliens in schwarzen Trenchcoats ist doch mehr als lächerlich. Ich hab‘ ihn damals im Kino gesehen und ihn mir wegen des neuerlichen Hypes kürzlich extra nochmal auf DVD besorgt. Die Scheibe wollte ich danach aber so schnell wie möglich wieder loswerden, weil ich den Film beim zweiten Schauen trotz aller positiven Aspekte einfach nur noch grottenmäßig fand.

    Zu „The Cell“: Das Konzept und die Gestaltung finde ich dort auch großartig, aber man kann ihn nur insofern mit „Inception“ vergleichen, als es beide Male darum geht, in eine „Traumwelt“ einzudringen und dort was auszurichten. Ansonsten sind das total verschiedene Filme!

    @ frank und zu „Bladerunner“: Dass Deckard auch ein Replikant sein könnte, wird erst seit der Director’s-Cut-Version des Films diskutiert. Vorher gab es keine konkreten Hinweise darauf, und man lobte den Film nur wegen seiner Ästhetik und wegen der empfindsamen Darstellung der Androiden, die letztlich „die besseren Menschen“ sind.

    Zu „Matrix“: Den unsäglichen dritten Teil ignoriere ich hier einfach mal, und Teil 2 lasse ich so stehen, wie er ist. Aber der erste ist natürlich schon längst ein moderner Klassiker, und das zurecht. Allerdings basierte auch er auf Vorbildern wie zum Beispiel John Woos Action-Inszenierungen, Mamoru Oshiis „Ghost in the Shell“ und natürlich generell das asiatische Kino (speziell aus Hongkong und Japan). Und sogar die „Bullet Time“-Kameratechnik kannte man damals bereits aus Musikvideoclips und aufwendigen Tier-Reportagen.

  • Reply frank 16. 8. 2010 at 19:28

    @binding: das mit bladerunner ist mir bekannt. macht aber auch erst sinn seit dem final cut.

    btw wundert mich das das hier noch nich aufgetaucht ist.
    http://interweb3000.blogspot.com/2010/08/inception-ist-ein-dagobert-duck-comic.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Interweb3000+%28Interweb3000%29

    donald duck comic von 2002 mit inception plot… :)
    nolan hat angeblich schon 2000 angefangen zu schreiben. vielleicht hat er auch den plot dort eingereicht da die idee des comics auf einer leserzusendung basiert.

  • Reply bale 17. 8. 2010 at 17:36

    da ich beim überfliegen immer wieder von dem kreisel und irgendwelchen neuen traumstufen lese…..

    SPOILER!!!!!

    der kreisel ist völlig unrelevant! er gehörte seiner frau. di caprios totem sind die gesichter seiner kinder im traum kann (will?) er sie nicht sehen am ende sieht er sie ergo ist das ende 100% in der realität und kein traum!!!

    meine meinung.

  • Reply Binding 17. 8. 2010 at 23:11

    Der Kreisel gehörte zwar seiner Frau, aber nachdem sie gestorben ist, hat er ihn sich aus dem Versteck geholt und zu seinem eigenen Totem gemacht. So wie die Dinger im Film verwendet werden, müssen es wohl Gegenstände sein, die sich auf eine ganz bestimmte Weise verhalten, die wiederum nur dem Besitzer bekannt ist. Daher passt das mit den Gesichtern gar nicht, finde ich – zumal es ja auch erklärt wird, weil Cobb schnell vor der Justiz flüchten musste und sie tatsächlich nicht mehr gesehen hat. Das Ende ist zudem auch wirklich die Realität, in der Cobb zu den Kindern zurückkehrt und sie sieht. Ob das Ganze trotzdem noch eine weitere Traumebene ist, kann nur spekuliert werden. Auf dieser Ebene wäre das Geschehen (also auch konkret die Kinder, die sich umdrehen) aber doch zumindest in dem Sinne „echt“, als es dort tatsächlich passiert.

  • Reply stb247 18. 8. 2010 at 0:27

    Ich wurde positiv und negativ vom Film überrascht.

    Auf jeden Fall besser als die normale doofe Summer-Blockbuster-Hirn-weg-Kacke.

    Aber eben auch nicht total brilliant. Ich kann michs ehr gut damit anfreunden, dass das alles nur Leos Traum ist. Ein Vergleich zu Shutter Island drängt sich da ja fast förmlich auf. Und der war nun wirklich Scheisse. Also richtig schlecht. Also wirklich einfach nur unterirdisch und weder Scorssese noch DiCaprio noch sonstwer würdig.

    Ich fand überraschenderweise die Szene von C. Murphy und seinem sterbenden Vater am besten. Ein Sohn erträumt sich die Liebe/den Respekt des Vaters. Insofern empfinde ich auch den Heist als solchen als den besten Teil des Films, weil er tatsächlich eine emotionalen Kern hat.

  • Reply Binding 18. 8. 2010 at 1:08

    Irgendwo weiter oben wurde der plötzliche Schnitt zurück ins Flugzeug am Ende des Films erwähnt und als Zeichen für einen Traum von Cobb gedeutet. Ich finde es zwar auch seltsam, dass Nolan hier nicht direkt erklärt, wie Saito und Cobb zurückkommen. Aber es ist meiner Meinung nach dennoch logisch erklärbar, wie ich jetzt mal kurz ausbreiten werde:

    Weil Saito auf allen Traumebenen gestorben ist und im Flugzeug noch zu sehr narkotisiert war, um aufzuwachen, kam er in den Limbus. Robert Fischer (der auf Ebene 3 kurz vor dem Eintritt in den Tresorraum erschossen wurde und auf den dasselbe zutrifft) ebenfalls. Ariadne und Cobb folgen ihnen beide in den Limbus. Ariadne holt Fischer von dort zurück und folgt ihm kurz darauf selbst. Cobb muss aber noch Saito suchen. Das ist dann die Szene mit Saito als alten Mann, in der Cobb ihn an deren erste Zusammenkunft am Anfang des Films erinnert, was es bei Saito klingeln lässt und woraufhin er sich die Kugel gibt (= aus dem Limbus befreit). Cobb folgt ihm dann auch irgendwie nach (was man aber nicht sieht).

    Da die Zeit im Limbus (als endgültige Meta-Ebene) noch gedehnter als auf den anderen Ebenen (oder gar still bzw. unendlich) sein muss, schaffen es Saito und Cobb auch noch rechtzeitig, um alle Kicks bis zurück auf Ebene 1 mitzubekommen. Da die anderen dort ja bereits ihren Kick hatten, schon aufgewacht und aus dem sinkenden Auto entkommen sind, ist die einzig schlüssige Erklärung für Saito und Cobb, dass sie im Auto unter Wasser sterben und dadurch wieder in die Realität zurückgekickt werden. Das funktioniert aber nur, wenn die Betäubung bis dahin wieder abgeklungen ist. Die allerdings war ja in der Tat so eingestellt, dass es passen könnte.

    Was ich allerdings nicht so richtig nachvollziehen kann: Dass Cobb und Ariadne durch eine weitere Traum-Versetzung Fischer und Saito in den Limbus nachfolgen. Hätten sie sich dafür nicht auch eher umbringen müssen? Das ist unlogisch, finde ich. Es sei denn, der Limbus ist stets die nächstfolgende Ebene – egal, auf welcher man sich gerade befindet.

    Wie seht Ihr das? Gibt’s Widerspruch?

  • Reply fiveash 18. 8. 2010 at 1:30

    Kann Batzman in seiner Kritik ausnahmsweise so ziemlich zustimmen.
    Als gehobener Unterhaltungsfilm funktioniert das Ganze, aber schon wie Dark Knight wird hier vom Pöbel grundlos in den Himmel gelobt.
    Nolan ist Hollywoods Tiefgang – Schnorcheln.

    Ärgerlich finde ich nur die unqualifizierte Andeutung, LOST-Fans ließen sich von diesem lächerlichen „OMFG – What am I supposed to believe now?“ – Ende beeindrucken.

  • Reply Silent Rocco 18. 8. 2010 at 6:50

    Achso, mag man es = Pöbel; sprach der LOST-Fanclub-Pöbel ;)

  • Reply Manu 18. 8. 2010 at 10:22

    Nach 5 Minuten war der Film für mich schon durch… Diese ganzen völlig unnötigen Spezialeffekte! Warum sitzen die da und alles explodiert? Warum kann nicht ein überdimensionaler Schmetterling durch die Stadt fliegen? Aber immer nur krachwumm und ballerballer… gähn… Es kann doch nicht ernsthaft sein, dass sowas einen Film ausmachen soll.
    Ok, ich gebe zu, ich wollte ursprünglich einen europäischen Film schauen, bei dem ich mich in die Personen hineinversetzen kann und war dann natürlich über das Dargebotene fassungslos entsetzt… Trotzdem ist das für mich der schlechteste Film, den ich seit Jahren gesehen habe. Nach einer Stunde war Schluß.

  • Reply Silent Rocco 18. 8. 2010 at 21:04

    @Manu:
    Super, dass Du nur zur Einleitung geblieben bist. Dann hast Du ja das ganze „krachwumm und ballerballer“ noch verpasst. Tipp von mir: Wenn Du in einen europäischen Film gehen willst, dann geh in einen europäischen Film, aber bitte setz Dich nicht in einen Ami-Blockbuster, wo Du genau weißt, dass Du Dich danach nur aufregen wirst. Das nervt dann nämlich auch die Leute um Dich herum :)

  • Reply bale 19. 8. 2010 at 14:39

    perfekt @binding! die erläuterung zu saito könnte hinkommen. mit dem kreisel bin ich mir aber noch unsicher… muss man sich nicht selbstständig ein „persönliches“ totem auswählen ?? muss der totem zwingend ein gegenstand sein wie der kreisel???

  • Reply Binding 19. 8. 2010 at 20:54

    @ bale: Ja, dass es das Totem von Cobbs Frau ist, birgt gewisse Gefahren. Und die Theorie, dass der ganze Film ein Traum von Cobb ist, muss sogar davon ausgehen, weil es ja auch Szenen gibt, in denen der Kreisel anhält. Das funktioniert sonst nicht.

  • Reply haina 20. 8. 2010 at 4:13

    Also ich hab das hier jetzt natürlich nicht alles gelesen, aber das erste was ich dachte, als ich den film nun endlich gestern gesehen hab war, ohne scheiß: Harry Potter. Die Grundidee in die träume zu gehen um dort einen Gedanken festzusetzen kommt doch daher oder nicht?

  • Reply tonci 20. 8. 2010 at 12:52

    @haina

    Nicht böse gemeint, aber das erinnert mich spontan an den Twilight Fan, der sich über „The Wolfman“ beschwert weil der Film die Idee des Werwolfs ja offensichtlich aus Twilight geklaut hat. Und das auch noch schlecht, denn ein Werwolf hat sexy wie Taylor Lautner zu sein und nur in Twilight sieht die Verwandlung realistisch aus. Dass Werwölfe sich mit Silberkugeln töten lassen ist auch so eine Schwachsinnsidee des Plagiats.

    http://www.latinoreview.com/news/taylor-lautner-fan-letter-to-universal-your-wolfman-ripped-off-twilight-9247

  • Reply haina 21. 8. 2010 at 12:35

    hahahaha, geil!

  • Reply Exultate 22. 8. 2010 at 0:11

    @218: hehe, dieser suchsland ist ja noch zorniger auf filme, als unser gutes bätzchen! wie er sich in rage schreibt!!! : D

  • Reply Inception » Im Kino gesehen 23. 8. 2010 at 10:50

    […] Filmbesprechungen beim Abspannsitzenbleiber, der Filmgazette den 5 Filmfreunden und bei CineKie. Gespeichert unter Filmkritiken   •   Noch keine Kommentare   […]

  • Reply a 23. 8. 2010 at 16:00

    also ich halte mich kritisch gegen diesen text!!

    probiert doch mal selber was besseres zu erreichen, oder bringt beispiele im gleichen genre die man vergleichen könnte z.b. oceans? anstatt die ganz zeit rumzumeckern.. ach ja bevor ichs vergesse nennt mir doch ein paar filme die würklich mehr überzeugt haben als diesere etwa Salt?

    vermutlich wird mein comment bald wieder gelöscht auch egal

  • Reply Metfred 23. 8. 2010 at 23:44

    Das Wieso (Firmenerbepolitik) hält der Film klug klein, so kann er sich den nötigen Raum für das Wie leisten. Das sieht nicht nur gut aus, das ist auch anregend arrangiert. Wenn die Handlung zwischen vier aufeinander einwirkenden Traumebenen nebst mitgedachter Realität hüpft, bleibt die Übersicht stets unerschüttert. Klasse gemacht. Wer das bisschen geistige Geduld aufbringt, sich zu Beginn die Filmwelt erklären zu lassen, kann später um so lustiger mitraten, welche Wendungen innerhalb der aufgestellten Logik noch möglich wären.
    Man mag maßlos mäkeln, Ideen als Werkzeuge der Knechtschaft seien doch arg zerkautes Zeug und kämen schon in … ja, eben: egal. Es zieht immer noch und die Art, wie jemand verführt werden könnte, sich den fremden Willen als eigenes Wollen vorgaukeln zu lassen, ist gewitzt inszeniert.
    Angenehm kitschfreie Figuren und reichlich Geometrie tun ein übriges, dem Film seine Eigenart fern der Märchenwelten anderer Traumerzählungen zu geben. Wer Spannung nur wie verspielte Extraküsschen für Zitaterater buchstabiert, wird sich also vermutlich nicht so richtig unterhalten fühlen. Der Rest schon.

  • Reply ofen thomas 24. 8. 2010 at 10:46

    Also allein an der Anzahl von Kommentaren sieht man schon das der Film ein Klassiker werden kann.
    Das Konzept des Films hat mich von Anfang an schon faziniert.
    Da Christopher Nolan die Idee bekommen haben soll als er Matrix sah und Memento und Batman einer meiner lieblings Filme sind, war es für mich klar das ich ihn mir nur im Kino anschauen würde.

    Die Aufnahmen war einfach fantastisch.
    Seit langem bin ich mal wieder aus dem Kino gegangen und habe noch Tage danach über diesen Film nachdenken müssen.
    Freu mich schon auf den nächsten Film von Christopher Nolan.

    lg Ofen Thomas

  • Reply Andy386 28. 8. 2010 at 22:09

    Ich finde die 3,5 schon viel für den Film. hab da schon schöneres/besseres gesehen, was auch mal zum Nachdenken angeregt hat (die Bekanntesten wären Vanilla Sky, Matrix und Existenz).

    Gab schon ein paar nette Sachen, wie die Andeutungen, dass der liebe Leonardo nur träumt, aber irgendwie war es dann auch sehr verschoben, dass sich seine Frau von ihm abgewendet hat (resp. -falls das gar nicht intoniert war- war der Film dann doch schlecht)

    Am Allermeisten hat mich gestört, dass sich das Hotelzimmer genau so schnell gedreht hat, wie der Van in einer der Verfolgungszenen. Ab und an ist Konsistenz schon schön, sonst s.o..

  • Reply Klara 29. 8. 2010 at 14:07

    ich sag nur,
    reden kann man viel und auch viel gequirlte Scheiße.
    besser machen wird da schon schwieriger, is nämlich nicht so
    einfach.

    ich find den Film gelungen

  • Reply Jott 29. 8. 2010 at 18:18

    Hab den Film gesehen und war schwer begeistert…
    Man muss es doch so sehen: Wenn die Charaktere noch tiefer ergründet worden wären, der Film wäre wohl 5 Stunden lang geworden. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt, die Story wird andauernd vorangetrieben, sie ist halt so komplex, dass die Charakterzeichnung etwas in den Hintergrund getreten ist… So blieb mehr Zeit, um die technischen Details nahezubringen, das fand ich sehr gelungen. Ich zumindest habe zu keinem Zeitpunkt den „Traumfaden“ verloren…
    Klar, da braucht es eine „Erklärbärin“, ja, da sind Sprünge drin, die man ausführlicher hätte erklären können… Aber wie gesagt, die Zeit drängt -im wahrsten Sinne des Wortes- den ganzen Film lang.
    Ich hatte mit Aufbau und Charakterzeichnung überhaupt kein Problem. Der Film ist ein visuelles und Gedanken anregendes Meisterstück.

  • Reply Jott 29. 8. 2010 at 18:27

    P.S. Kommentare wie die Nummer 229 lassen einen das Sch**ßwetter vergessen und zaubern ein Grinsen auf meine Lippen…

  • Reply huhu 1. 9. 2010 at 11:04

    http://www.rottentomatoes.com/m/inception/

    Das ist eine gute Seite bei der man davon ausgehen kann, das die Filme richtig bewertet werden.

  • Reply DrSnyder 4. 9. 2010 at 11:07

    Wenn Inception von den Kritikern hier als mittelmäßig eingestuft wird, dann bin ich sehr froh mein naives begeisterungsanfälliges Gemüt eines stillen Genießers bis heute bewart zu haben.

    Es gehört sehr viel Ignoranz, Phantasielosigkeit und Abgestumpftheit dazu, ein Werk wie Inception als mittelmäßig zu beurteilen. Mit dem offenen naiven Zuschauerblick hat Eure von kritischen Beurteilungszwang gefärbte Sicht nichts mehr gemein.

    Es sei Euch nachgesehen, dass es zur Unmöglichkeit gerät, als Kritiker erwartungslos ohne zurechtgelegtes mentales Analysierwerkzeug einen Kinofilm zu sehen. Ihr beim Vergleichen und Abwägen, dazu verflucht seit, dort Mittelmaß zu empfinden, wo ein Durchschnittsintellektueller wie ich, begeistert und zufrieden das Kino verlässt.

    Kritiker haben eine große Last zu tragen, sie können sich an fast nicht mehr erfreuen. Mein herzliches Beileid.

  • Reply The Director 8. 9. 2010 at 18:24

    Wer den Film nicht spannend fand, hat entweder kein Spannungsorgan oder ihn nicht verstanden. Apropos verstehen: „Leonardo ist der leidende Anführer mit der traumatischen Vergangenheit und der wohl langweiligsten Frau der jüngeren Filmgeschichte.“
    Die Frau kam im Film kaum vor. Sie war überwiegend nur eine Projektion von Cobbs Erinnerung. Zum Ende hin macht er noch einmal deutlich, dass diese Projektion nie die Vollkomenheit seiner echten Frau erreicht hat. Die „langweilige“ Darstellung seiner Frau ist somit schlichtweg genial.

  • Reply The Director 8. 9. 2010 at 18:29

    UND Hans Zimmer nervt NICHT! :)

  • Reply Woot 13. 11. 2010 at 10:18

    Da IMDB-Bewertungen auf der durchschnittlichen Bewertung vieler tausend Menschen bestehen und nicht auf einzelner Personen (wie hier), die im schlimmsten Fall noch gekauft sind oder sonst wie vorbelastet, sagt die IMDB-Bewertung wohl ungefähr sehr viel mehr aus als jede sonst auf der Welt. Sie als Nonsense abzutun zeugt von… ganz wenig.

  • Reply Inception « in defense of lost causes 28. 11. 2010 at 12:37

    […] eine Deutung von Georg Seeßlen oder Slavoj Zizek dazu gelesen, aber da hab ich nüscht gefunden. Im Gegensatz zu den Filmfreunden fand ich andere Apekte interessant, zum Beispiel dass der Film eine Menge Anspielungen an […]

  • Reply TurgayK 7. 12. 2010 at 16:05

    Der einzige Grund, weshalb nicht genug Zeit für die Charakterzeichnung vorhanden war, liegt darin, dass Nolan sich für sein Patchwork mit lauter Erklärungen rechtfertigen muss.
    Ironischerweise ist der Titel Programm… ein extrahierter Gedanke aus der Interpretation der Matrix Trilogie und Filmen wie V wie Vendetta, den Nolan dem Zuschauer incepten will und dabei sein eigenes Labyrinth von Regeln erschaffen muss, um ein Weg aus dieser substanzlosen Orientierungslosigkeit finden zu können.

  • Reply willtrop 7. 12. 2010 at 16:36

    nolan interview über inception
    http://www.wired.com/magazine/2010/11/pl_inception_nolan/all/1

  • Reply Inception – ein außergewöhnlicher Film von Christopher Nolan 21. 12. 2010 at 1:15

    […] vielen Rezensenten hat dieser Kinostreifen äußerst gute Kritiken erhalten, von manchen aber auch nicht ganz so gute. Die Hauptfigur des Films Inception heißt Dom Cobb und wird gespielt von Leonardo DiCaprio. Dom […]

  • Reply Doughnut 6. 3. 2011 at 14:32

    Okay, hab mich nun, nachdem der Hype abgeklungen ist, doch noch dazu durchringen können, den Film auch zu sehen.
    Und sry, Batz, aber dein Review geht völlig am Kern des Problems vorbei.
    Erst mal behauptest du ständig, das Drama um Cobb und seine Frau sei oberflächlich erzählt und die Gefühle nur Behauptung. Damit könntest du bei jedem anderen Filmpärchen durchkommen, aber bei Schauspielern von DiCaprios und Cotillards Kaliber ist das leider einfach nur völlig am Ziel vorbeigeschossen. ;-)
    Denn selbst wenn Nolan dieses Liebesdrama noch so sehr gegen die Wand gefahren hätte (was er nicht tat, das ist mindestens solide, wie er die beiden Figuren und ihre Beziehung zeichnet), diese beiden Schauspieler würden es trotzdem locker retten.

    Dann kritisierst du, dass die Nebenfiguren bei diesem Heist-Film wenig Profil haben. Du hast offenbar noch nie vorher einen Heistfilm gesehen, denn sonst würdest du wissen, dass die als bloße Handlungswerkzeuge fungierenden Spezialisten in den Teams solcher Filme nie besonders viel Raum bekommen.

    Und am Ende lobst du, dass der Film mit dem Eintauchen in die tieferen Traumebenen in Fahrt käme und ab da unterhält. Und wieder daneben, denn genau da ist der Hund begraben. Nicht im redundanten Erklärbärgequassel von Ellen Page oder in der platten Fahrstuhlmetapher, an der du dich so künstlich hochziehst, sondern im belanglosen Action-Overkill im 2. Teil des Films. Die Action ist durch die Bank gut gemacht, beinahe auf James-Bond-Niveau. Nur leider mag ich James Bond nicht und wenn Nolan seine dürftigen, an den Haaren herbeigezogenen Traumdeutereien so billig instrumentalisiert, um eine öde Abfolge von Verfolgungsjagden und Ballereien zu verfilmen, dann tut es mir leid, aber das gefällt mir eben nicht.
    Da wird irgendein Unfug erfunden von wegen Projektionen, die die Eindringlinge in die Traumwelt des Inception-Opfers angreifen, nur, damit man rechtfertigen kann, dass in einem Traum statt origineller Träumereien und Phantasmen nichts als schnarchige James-Bond-Action erlebt wird. Und dann wird das Ganze trotz angeblicher Zeitdilatation in tieferen Traumebenen so atemlos und hektisch runtergebrochen, dass dem Zuschauer gar keine Zeit bleibt, sich darüber bewusst zu werden, wie erschreckend nullachtfünfzehn das Gesehene doch eigentlich ist.
    Die ganzen nur scheinbar komplizierten Traum-im-Traum-Verwicklungen (Matruschkas ineinanderstecken wird ja wohl jeder Depp können) dienen imo auch nur dazu, den Zuschauer von der schwachen, eindimensionalen und uninteressanten Story abzulenken. Einfach ein wenig Feuerwerk und wenn es grad mal nicht kracht, labert man die Leute voll, dass ihnen hören und sehen vergeht. Schon hat man den Blockbuster des Jahres gedreht und das Geld für ein gutes Drehbuch gespart. ^^
    In ihrer Trashigkeit fast schon wieder witzig fand ich übrigens diese ganzen immer mal wieder scheinbar nebenbei eingestreuten Einzeiler, in denen Erläuterungen und Zusatzerklärungen zur Nolanschen Traumlogik geliefert werden, die aber eigentlich mit teils abenteuerlichen Behauptungen einfach nur plump Drehbuchschwächen kaschieren sollen. So nach dem Motto, greifen wir den Kritikern vor und hinterher können wir behaupten, die Sache wäre perfekt durchdacht und nicht löchrig wie ein Schweizer Käse.
    Gut gemacht, Mr. Nolan, Sie haben wirklich fast an alles gedacht, das gibt eine Eins mit Sternchen. ^^
    Findet es noch jemand eher belustigend, wie bemüht und gezwungen viele dieser „Erklärungen“ im Film wirken?
    Offenbar ist Nolans Kopfgeburt so abstrus, dass man das braucht, damit sie nicht sofort in der Luft zerrissen wird.
    Und logisch ist das Ganze trotzdem noch nicht.
    z.B.:
    Wenn man eine Inception vornehmen will, braucht man eine stärkere Betäubung. -> Mit stärkerer Betäubung wacht man nicht mehr auf, wenn man im Traum stirbt, sondern landet im Limbus. -> Wenn man sich im Limbus selbst tötet, was dann? Wacht man dann auf? Offenbar ja. Ist ja doch nicht so schlimm, der Limbus. Denn Cobb wusste ja, dass er da drin steckt, als er ankam, also konnte Saito es prinzipiell auch wissen. Und falls er es nicht wusste, warum weiß Cobb es dann? Weil er schon mal dort war? Wieso war er sich damals darüber im Klaren, dass er nur träumt, angeblich geht das im Traum ja nicht. Weil es nicht sein Traum war, sondern der seiner Frau? Und er hat sie bzw sie hat ihn dann darüber aufgeklärt, dass sie nur träumen? Ganz schön konstruiert, gell? Und extrem holprig, selbst mit all den Erklärungsversuchen im Film.

    Überhaupt, wie will man den Leuten ernsthaft weismachen, jemand, der mit vollem Bewusstsein und im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten (2 Dinge, die Träumende in Wirklichkeit nicht vorweisen, denn man kann im Traum nicht steuern, was man denkt und tut, man reflektiert nicht, denkt nicht nach, sondern handelt einfach instinktiv) ist, würde nicht merken, dass die Welt, in der er sich grad bewegt, nicht zu seiner eigenen passt, sprich, dass er träumt? Hanebüchen, damit ist diese Heist-Film-Schiene das Einzige, was an dem Film für mich funktioniert. Und die funktioniert eben eher schlecht als recht, eben wegen meiner Abneigung gegen James-Bond-Filme und weil der Streifen über weite Strecken wirkt wie einer.

    Bei einer Aussage bin ich dann aber doch wieder ganz bei Batz, denn dieser Film hat mit Träumen etwa so viel zu tun wie Hannah Montana mit Musik.

    Ach ja, da fällt mir ein, die Musik des Films fand ich ziemlich gelungen. Eine der wenigen Sachen (neben Marion Cotillard), die mir dann doch gefallen haben. ;)

  • Reply Doughnut 6. 3. 2011 at 19:19

    Mir fällt grad noch was Ulkiges ein. Wieso will Mal ihren Mann so krampfhaft überreden, mit ihr „aufzuwachen“?
    Wenn sie wirklich nur schlafen/träumen, kann sie doch einfach selbst aufwachen und ihn dann wecken. ^^
    Mist, selbst diese an sich nette Nebenstory ist also einfach nur Müll. ;(

  • Reply Doughnut 6. 3. 2011 at 19:22

    Oder glaubt sie, sie wären im Limbus und er könnte gar nicht geweckt werden? Dann würd das evtl doch funktionieren…
    Eins muss man dem Film lassen, die Suche nach Logikfehlern und Unstimmigkeiten in dieser pompös aufgeplusterten Traumweltenlogik macht immerhin mehr Spaß als der Film selbst.

  • Reply Michael 18. 4. 2011 at 16:46

    „Wenn man sich im Limbus selbst tötet, was dann? Wacht man dann auf?“
    Anstatt penibel Fehler zu suchen, würde ich genauer hinhören, oder die verschiedenen Interpretationen wenigstens noch einbeziehen. Aber kurz hierzu: Mit mehr Betäubung kommen sie in tiefere Traumebenen. Raus kommt man aber nur mit einem Kick (und das immer nur in die nächsthöhere Ebene?). Sich selbst töten funktioniert aber nicht, weil dafür die Betäubung zu stark ist. Erst später in der Operation geht das, weil die Wirkung nachlässt. Cobb bleibt unten und versucht Saito zu finden.

    Saito ging einige Minuten früher in den Limbo, ist also schon wesentlich länger dort. Das tragische am Limbo soll ja sein, dass man je länger man dort ist, vergisst was wahr ist und was nicht.

    Selbst Cobb sieht nicht gerade so aus, als wüsste er am Ende, ob er im Limbo ist oder nicht.

    Wie Cobb darauf kam, dass er mit seiner Frau träumt, das weiß ich nicht mehr genau. Aber was soll man da so lange darauf herumreiten? Da sehe ich weniger die Logik gefährdet.

    Das sie nicht alleine aufwacht und ihn aufweckt, das ist jedoch ein besserer Punkt. Vielleicht so: Es funktioniert nicht mit Kicks, weil man zu tief drinnen ist und derjenige dann wie im Koma wirkt und nicht ansprechbar ist, d.h. er muss sich selbst raustriggern.

    Jedenfalls sehe ich wenige Logiklöcher und sehe es eher so, dass Nolan sehr durchdacht an die Sache gegangen ist. Ich glaube da wurden einige Flow Charts aufgestellt, wie man sich die innere Logik vorstellt um das ganze konsistent zu halten.

    Perfekt muss es nicht sein, aber es sollte zum großen Teil schlüssig wirken, was es auch tut.

  • Reply Alice 30. 8. 2011 at 13:18

    Ich finde die 3 1/2 Sterne zu wenig für so einen durchdachten und gut konstruierten Film.
    Es stimmt schon, dass die Charaktere eher Archetypen darstellen als Tiefe zu besitzen (Joseph Gordon-LeviTTs Figur heißt übrigens Arthur, nicht Adam) aber in einem Film, wo das Hauptaugenmerk auf der Story liegt, ist das nur sehr schwer umsetzbar.
    Das „Inception“ eher zur ernsten Sorte gehört, ist wohl offensichtlich, aber die kleinen Sticheleien zwischen Hardy und Gordon-Levitt schaffen es immer wieder die Atmosphäre ein wenig aufzulockern. Und die Szene mit Ariadne und Arthur in der Hotel-Lobby war ursprünglich nicht im Drehbuch, also muss ich dir bei der Theorie mir dem früheren Drehbuch widersprechen.
    Was die Musik angeht, kann ich nur sagen, dass ich noch nie so einen vielschichtigen, passenden und guten Soundtrack gehört habe, wie bei „Inception“. Ob die Geräusche, die an das verlangsamte Ticken der Uhr erinnern oder an Edith Piafs „Non, je ne regrette rien“. Es passt einfach alles. Hier ein Link, den ich ganz interessant finde und der sich nochmals auf die Vielschichtigkeit bezieht: http://www.youtube.com/watch?v=UVkQ0C4qDvM
    Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich schon lange nicht mehr so einen epischen Film gesehen habe. „Inception“ hat sich wie bei Mal in meinen Kopf festgesetzt und noch ein halbes Jahr nach dem Kinostart finde ich den Film so faszinierend, wie am Anfang. Das Ende des Films regt zum Nachdenken an und es ist nicht überraschend, dass es Theorien darüber regnet. Eine Theorie, die ich ganz spannend finde ist, dass „Inception“ das Drehen eines Films beschreibt. Hier der Link: http://www.theawl.com/2010/07/the-key-to-inception-its-a-movie-about-making-movies
    Ich würde dem Film mindestens 4 Punkte geben.

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